NRW-Liga - Saison 2008/09

jögi
Aus der NW:

Zitat:
Neuanfang in Liga fünf

Arminias Amateure werden viel verändern: die Trainer, den Kader, den Aufwand

VON MATTHIAS FOEDE

Bielefeld. Der DSC Arminia hat schon weit vor Ende der Oberliga-Spielzeit seine Lehren aus den zurückliegenden Monaten gezogen. Während andernorts erst einmal der letzte Schlusspfiff abgewartet, dann Bilanz gezogen und schließlich an gewissen Stellschrauben nachjustiert wird, haben die Bielefelder ihrer Amateurabteilung gleich ein neues Fundament verpasst.

Wenig wird so bleiben wie in der nahen Vergangenheit. Dazu ist zu viel schief gelaufen. Dazu ist der elfte Platz und die Qualifikation zur NRW-Liga entschieden zu mager. Schließlich wollte der Klub in die Regionalliga. Detlev Dammeier (ab heute nur noch Geschäftsführer Sport) bestätigt: "Wir haben in dieser Saison über die Maßen viel in die Amateure investiert – Zeit und Geld –, das können wir ruhig ein wenig zurückschrauben. Der Ertrag wird nicht weniger werden." Mit dieser Maxime verabschiedet sich der Klub von dem Ansatz, seinen Bundesliga-Nachwuchs wie Profis zu beschäftigen. Bis zu acht Übungseinheiten pro Woche wird es nicht mehr für alle Amateure geben. "Der Großteil der Mannschaft trainiert nachmittags, die Ambitionierten erhalten zusätzliche Schulungen", sagt Dammeier.




Der DSC will den Spielern seines NRW-Liga-Kaders ferner ermöglichen, "eine vernünftige Berufsausbildung zu machen", wie Neu-Trainer und Pädagoge Armin Perrey erläutert. Das ist nun nicht gerade eine spektakulär neue Idee, zeigt aber, dass die Bielefelder ihren bisher praktizierten Ansatz für überholungsbedürftig gehalten haben – vielleicht auch, weil der Klub gesehen hat, dass Jugendliche besser noch etwas für die Zukunft lernen als sich mit knapp 20 Jahren ausschließlich auf Fußball zu konzentrieren.

Auch im Trainer- und Betreuerstab spart der DSC eine Person ein. Die ursprünglichen Aufgaben von Dammeier – er war zu Beginn der Spielzeit ausnahmslos für die Amateur- und Jugend-Abteilung tätig – übernimmt nun zu weiten Teilen der bereits als Scout für den Verein aktive Mo Stricker. Dammeier sieht sich aber auch in seiner neuen Funktion künftig als "Bindeglied zwischen den Profis und dem Nachwuchsbereich".

Damit der Weg aus der Jugend in den professionellen Fußball nicht wie so oft in den vergangenen Jahren in einer Sackgasse oder bei einem anderen Klub weit weg von Bielefeld endet, setzt Dammeier auf Kontinuität und auf das Trainergespann Perrey/Böhme. "Ich kann mich auf beide hundertprozentig verlassen. Armin hat mir schon in den zurückliegenden Wochen das meiste meiner Arbeit abgenommen", dankt Dammeier und erteilt zuvor angestellten Gerüchten über einen externen Amateurtrainer nochmals eine Absage: "Wir brauchen jetzt niemanden, der hier seine eigenen Konzepte durchboxen und sich einen Namen machen will."

So klingt der Ruf nach Ruhe und konzentriertem Arbeiten. Von Unruhe und Chaos hatten die Arminen ja schließlich auch genug. Dammeier musste nun schon zum zweiten Mal im Winter einspringen, weil die ausgegebenen Saisonziele bereits um Weihnachten herum nur noch als fromme Wünsche daherkamen. In diesem Jahr wirkte sich besonders schlimm aus, dass der Anfang Dezember entlassene Coach Jörg Weber (in Zusammenarbeit mit Cheftrainer Ernst Middendorp) eine völlig verunsicherte Mannschaft mit einer gänzlich verwahrlosten Struktur hinterlassen hatte.

16 Punkte nach 17 Spielen und Platz 15 waren die Folge. Bei der Unternehmung Regionalliga-Aufstieg verschlissen sich schon in der Hinrunde 36 (!) Spieler – mit dem Resultat, dass scheinbar alle (die vielen Profis eingeschlossen) das Fußballspielen bei ihren Oberliga-Auftritten verlernt zu haben schienen (den Saisonverlauf lesen Sie links). Obwohl die Arminen diesen Eindruck bis zum Serienschluss soeben noch reparieren konnten – 29 Zähler und Platz sechs in der Rückrunde –, müssen sie einen noch nie dagewesenen Aderlass verkraften.

Aus dem aktuellen Kader haben lediglich Torwart Riemer sowie die Feldspieler Werner und Hohnstedt zugesagt. Um die Dienste gestandener Größen wie Stadel oder Scherning bemüht sich der Klub in den kommenden Tagen. Neu ist außer den A-Jugendlichen lediglich Ex-Armine Konstantin Beckmann, der aus Ahlen zurückkehrt. So sieht ein Neuanfang in der fünften Liga aus.
12freunde
"Wir haben in dieser Saison über die Maßen viel in die Amateure investiert – Zeit und Geld "

Ich lach mich scheckig ...
Wenn dieses Jahr schon über die Maßen viel Geld investiert wurde, wie soll das denn mit dem angekündigten Sparkurs in der neuen Saison werden?

Ich hab's schonmal irgendwo gepostet: mit dem Gehalt eines (nur ein Beispiel Augenzwinkern ) Masmanidis zu dem vorhandenen Etat hinzu hätte man locker eine Oberligaspitzenmannschaft finanzieren können, wenn man gewollte hätte.
Düsseldorf_Armine
Offensichtlich lag es ja nicht am Geld, sondern daran, wie das Geld ausgegeben wurde. Wenn ich eine Portion Pommes haben möchte, dann kann ich zur Imbissbude meines Vertrauens gehen und mir eine Portion kaufen. Ich kann aber auch zu einem Bauern fahren, mir Kartoffeln kaufen, diese dann schneiden, in einer Friteuse frittieren, sie mit Satz bestreuen und dann essen.

Das Ergebnis ist das gleich: eine Portion Pommes. Der Aufwand von Zeit und Geld ist bei letzterem Weg eindeutig höher.

Wenn man sich also entschieden hat, weniger Geld und Zeit sinnvoller einzusetzen, dann ist das eine gute Sache. Außerdem ist ja auch klar, dass man in der 5. Liga nicht den gleichen Etat hat, wie in der Oberliga.

Wie dringend allerdings Veränderungen nötig sind, zeigt die geringe Zahl an eigenem Nachwuchs in unserem Profikader (zumindest wenn man sich auf die beschränkt, die tatsächlich eine Chance haben). Ich glaube, wir haben schon mehr Nachwuchskräfte von Fürth geholt als aus der eigenen Jugend. Das kann es ja nicht sein und ich vermute, das wurde erkannt und soll anders werden.
Horst Stapen
Macht Euch mal nicht allzu viele Sorgen. Aus der U19 kommt ein ganzer Schwung an wirklich guten Fußballern nach oben.
oblomow
Zitat:
Original von Horst Stapen
Macht Euch mal nicht allzu viele Sorgen. Aus der U19 kommt ein ganzer Schwung an wirklich guten Fußballern nach oben.


Nur das die wirklich Guten nicht mehr lange beim DSC spielen werden, befürchte ich. Für gar nichts spielen die auch nicht. Und wie sieht die Perspektive bei Arminia aus? - siehe Danneberg, Langkamp, Fischer, Holsing, Amedick, Versick, Eilhoff usw...

Ich kann wieder einmal beim besten Willen keine wirkliche Konzeption ausmachen. Die A- und B-Jgd. hat man in der Bundesliga etabliert, um dann den nächsten Schritt, die U23, gleichzeitig herunterzufahren. Dann werden die Haeders und Rodenbergs eben woanders hingehen.

Jedenfalls ist der DSC der einzige Bundesligist, der sich offensichtlich keine Zweite als Regionaligamannschaft leisten kann.
Speedfish
Zitat:
Original von jögi
Zitat:

Aus dem aktuellen Kader haben lediglich Torwart Riemer (...) zugesagt.


Wenn man nirgendwo anders unterkommen kann, dann bleibt man eben bei der Arminia. Da kann die NRW-Liga Saison ja kommen
LatscherPohl
@Speedfish: Genau das hab ich mir auch gedacht ...

Ex-Armine Konstantin Beckmann pendelte in Ahlen übrigens zwischen 2. und 1. Mannschaft, hat 6 Kurzeinsätze in der ersten und 20 Vollzeiteinsätze in der 2. gehalbt. Jung (20) ist er auch, klingt doch gar nicht so schlecht. Leider hab ich nirgends seine exakte Position gefunden, Abwehr und Mittelfeld werden auf transfermarkt.de bzw. der Ahlener Seite genannt ...
MJockel
machen wir uns nix vor - das ist mehr oder weniger das ende der zielgerichteten nachwuchsarbeit bei arminia. und das ist nur konsequent, denn talente, so es sie überhaupt mal gab, hatten doch hier eh nur selten eine chance, waren auch zu schlecht oder wurden einfach verschenkt weil man kein vertrauen in sie hatte.

offensichtlich ist gute nachwuchsarbeit auch mit grossem einsatz von geld und zeit in bielefeld nicht drin, warum auch immer. dann holt man halt für das geld demnächst jedes jahr ein billiges talent aus der 2. oder 3. liga direkt für die profimannschaft, das ist dann vermutlich effektiver - like it or not. schade isses schon.
Horst Stapen
Keine Ahnung, wovon Du redest. Bist Du bereit, zur Kenntnis zu nehmen, dass sowohl A- als auch B-Jugend in der jeweils höchsten deutschen Spielklasse hervorragend abgeschnitten haben? Und wir haben keine Talente? Es ist doch das genaue Gegenteil von dem, was Du da schwarzmalst, der Fall, wenn die U23 im nächsten Jahr vornehmlich aus Jungs besteht, die schon lange zusammen für Arminia gespielt haben. Und wenn man die nicht den ganzen Tag trainieren lässt, können Sie auch nebenbei noch was für ihre Bildung tun. Ist das unwichtig?

Mir scheint auch, manche wollen den Satz "Mit dieser Maxime verabschiedet sich der Klub von dem Ansatz, seinen Bundesliga-Nachwuchs wie Profis zu beschäftigen" so verstehen, als gäbe es für die armen Jungs in Zukunft kein Geld mehr. Auch da sollte man sich keine Sorgen machen, so war das nicht gemeint.
oblomow
@Horst: Meinst Du in der NRW-Liga kann man mit lauter 18- und 19- jährigen spielen? Naja, ich weiß nicht...
SWB Zecke
Horst, ich denke die Kritik ist berechtigt. Talent mögen die Nachrücker ja haben. Talent allein reicht nicht. Klar, die wenigsten Vereine können sich in der Oberliga Profis leisten. Aber wenn du das Ziel Aufstieg in die Regionalliga hast, dann ist es doch eher der falsche Weg, bei den Amas noch stärker als bisher zu sparen? In einer U23 gibt es immer hohe Fluktuation, aber wenn ich lese, dass einige Spieler in die Verbandsliga wechseln, dann frage ich mich, was ist hier los? Die werden bestimmt nicht wegen der Pasta im Vereinsheim von XY wechseln. Du mußt diesen jungen Talenten eine Perspektive bieten, oder wenn das schon nicht geht, eine angemessene Bezahlung. Aber beim Geld stechen uns schon Vereine der Gewichtsklasse Wiedenbrück aus Augen rollen
jögi
Zitat:
Original von oblomow
Zitat:
Original von Horst Stapen
Macht Euch mal nicht allzu viele Sorgen. Aus der U19 kommt ein ganzer Schwung an wirklich guten Fußballern nach oben.


Nur das die wirklich Guten nicht mehr lange beim DSC spielen werden, befürchte ich. Für gar nichts spielen die auch nicht. Und wie sieht die Perspektive bei Arminia aus? - siehe Danneberg, Langkamp, Fischer, Holsing, Amedick, Versick, Eilhoff usw...

Ich kann wieder einmal beim besten Willen keine wirkliche Konzeption ausmachen. Die A- und B-Jgd. hat man in der Bundesliga etabliert, um dann den nächsten Schritt, die U23, gleichzeitig herunterzufahren. Dann werden die Haeders und Rodenbergs eben woanders hingehen.

Jedenfalls ist der DSC der einzige Bundesligist, der sich offensichtlich keine Zweite als Regionaligamannschaft leisten kann.


Wie kommst du auf diese Erkenntnis? In der letzten Saison haben acht Bundesliga-Zweite in der Regionalliga gespielt. Acht weitere Zweite spielten in der Oberliga. Das bedeutet, von zwei Bundesligisten spielte die Zweite niedriger als Oberliga.
oblomow
Zitat:
Original von jögi
Zitat:
Original von oblomow
Zitat:
Original von Horst Stapen
Macht Euch mal nicht allzu viele Sorgen. Aus der U19 kommt ein ganzer Schwung an wirklich guten Fußballern nach oben.


Nur das die wirklich Guten nicht mehr lange beim DSC spielen werden, befürchte ich. Für gar nichts spielen die auch nicht. Und wie sieht die Perspektive bei Arminia aus? - siehe Danneberg, Langkamp, Fischer, Holsing, Amedick, Versick, Eilhoff usw...

Ich kann wieder einmal beim besten Willen keine wirkliche Konzeption ausmachen. Die A- und B-Jgd. hat man in der Bundesliga etabliert, um dann den nächsten Schritt, die U23, gleichzeitig herunterzufahren. Dann werden die Haeders und Rodenbergs eben woanders hingehen.

Jedenfalls ist der DSC der einzige Bundesligist, der sich offensichtlich keine Zweite als Regionaligamannschaft leisten kann.


Wie kommst du auf diese Erkenntnis? In der letzten Saison haben acht Bundesliga-Zweite in der Regionalliga gespielt. Acht weitere Zweite spielten in der Oberliga. Das bedeutet, von zwei Bundesligisten spielte die Zweite niedriger als Oberliga.


Bis auf Hoffenheim (deren II. um einen Platz die Regionalliga verpasst hat) haben sich meines Wissens alle Zweiten der aktuellen Bundesligisten für die Regionalliga qualifiziert. Selbst die meisten Zweitligisten haben das geschafft. Ergo: Wieder ein Wettbewerbsnachteil für Arminia.
jögi
Bei den Bundesligisten hast du recht. Bei den Zweitligisten sind es allerdings "nur" acht.
MJockel
@horst: sicher kommt aus den u-mannschaften jetzt gutes material nach, das sehe ich ja ähnlich. aber was wird daraus? ein jahr u23 und dann mal bloss schnell weg weil man für die nrw-liga bei weitem zu gut ist aber es für die bundesliga noch nicht reicht? exakt dieser ablauf ist doch diese saison bereits absehbar.

es tut sich da auf dauer doch ein grosses loch auf zwischen nrw-liga und der bundesliga...ein echtes riesentalent kann man sicher auch mal direkt nach dem ersten u23-jahr in den bundesligakader übernehmen, aber wie oft gibt es sowas?

natuerlich ist das was kommt nicht das ende der nachwuchsarbeit, es wird immer mal wieder talente geben die den sprung schaffen koennen, aber konsequente, gezielte, nachhaltige nachwuchsarbeit sieht imho anders aus.

ob ein verein wie arminia sich diese überhaupt erlauben kann ist halt die frage. ich sag ja nicht mal dass die verabschiedung von einem konsequenten nachwuchskonzept ein fehler ist...vielleicht fehlt auch einfach das geld und die fähigkeiten im verein...und dann ist es vermutlich sogar besser es sein zu lassen.
LeckerKnoppers
Alleine wegen dem Aspekt, dass fast alle anderen zweiten Bundesligateams zumindest viertklassig spielen, ist auf jeden Fall der Aufstieg nächstes Jahr absolute Bürgerpflicht. Wie sie das anstellen, müssen sie selbst wissen, schaffen sollte man das aber auf alle Fälle!
12freunde
Um ein vernünftiges Oberligateam auf die Beine zu stellen, braucht man ungefähr 300.000 EUR (das Gehalt eines durchschnittlichen Bundesligaspielers). Wenn man nicht bereit, das (oder auch etwas mehr, um einen Aufstieg in die 4.Liga anzugehen) zu investieren, signalisiert man dem eigenen Nachwuchs, daß er entweder so gut sein muß, um in die erste Mannschaft zu kommen, oder sich beizeiten bei einem ambitionierten Verein in Nachbarschaft bewerben soll.
Ich muß eingestehen, daß ich diese "Nachwuchsarbeit" nicht verstehe.
Da kann man auch gleich sämtliche "U"-Mannschaften abmelden und talentierte Spieler in Mstrx, in Paderborn oder bei den Osnasen abgreifen, wenn man schon Geld sparen will ...
Hitchcock
Ich finde den Weg richtig, den unsere sportliche Leitung mit der U23 nun bestreiten will, absolut richtig. Neben der Möglichkeit, eine sportliche Perspektive im Profifußball zu bekommen, bieten sie den Akteuren nun auch die berufliche Perspektive, falls es mit der Profikarriere dann doch nicht klappt.

Fakt ist doch auch: Die meisten Nachwuchsspieler in der Zweiten machen sich Hoffnung darauf, Profi zu werden. Für etliche Spieler stellt sich jedoch während ihrer Zeit in der U23 heraus, dass sie den Anforderungen des Profifußballs nicht gewachsen sind. Wenn sie das geschluckt haben, fokussieren sie sich auf eine Karriere zwischen Landesliga und Regionalliga, was ein Wechsel für die regelmäßig hohe Fluktuation ist. (Übrigens nicht nur bei Arminia).

Mit dem neuen Modell gibt es für die Spieler nun auch eine Alternative. Das ist sicherlich ein positver Anreiz.

Ich denke, dass sich im Laufe der Zeit die meisten zweiten Mannschaften von Profivereinen irgendwo zwischen Oberliga und Regionalliga einpendeln werden. Ein Aufstieg ist kein absolutes Muß, die Förderung von Talenten sollte im Vordergrund stehen. Sowohl in der neuen Regionalliga, aber auch in den Oberligen sollte dieses Anliegen gewährleistet sein.
Gönner
Mit den neuen Regionalligen und dem Einpendeln zwischen Ober- und eben der Regionalliga sprichst Du ein interessantes Thema an. Ich glaube nicht das sich das einpendelt. Die meisten "normalen" Regionalliga-Clubs werden nach recht kurzer Zeit am Stock gehen.

Die Regios hatten schon zu drittligazeiten und mit weniger Zweitvertetungen Probleme. Ich sehe nicht, wo das unterhalb der dritten Liga jetzt besser werden soll. Und ob solche Ligen dem Bundesliga-Nachwuchs soviel mehr geben als eben eine Oberliga oder die so oft geforderte Amateurliga? Ich wage es bald zu bezweifeln.

Ich war zwar ursprünglich nicht so von der Idee begeistert. Aber will man diesen stetigen Übergang behalten und keine strikte Trennung von Profi- und Amateurmannschaften, dann wird wohl kein Weg mehr an einem eigenen Gleis für die zweiten Mannschaften der Clubs aus den ersten drei Ligen vorbei gehen. Sofern deren zweite Mannschaften sich in einer Oberliga bzw. im Norden in einer Verbandsliga für einen weiteren Aufstieg qualifizieren.

Sollte sich eine zweite Mannschaft sportliche für den Aufstieg aus der Oberliga qualifizieren, so könnte diese doch recht einfach in eine eigene spezielle "Regionalliga" kommen. Bei sovielen Zweitvertretungen, die wir jetzt in den Ligen 3 und 4 haben könnte man bald schon eine Erste- und eine Zweite- Amateurliga einführen. Hier könnten auch mehrere Runden in einer Saison veranschlagt werden oder experimente im Spielplan nach gut dünken der Verantwortlichen durchgeführt werden, um die großen Talente optimal, paralell zu den anderen Vereinen zu fördern.
jögi
Laut NW hat Arminia Marcel Appiah aus Sprockhövel verpflichtet. Er spielt hinten rechts und innen, ist 20 Jahre alt, ist Deutsch-Ghanaer und hat vorher schon in der Jugend bei Wattenscheid, Bochum und Schalke gespielt. Letzte Saison hat er 18 Spiele gemacht und ein Tor geschossen. Hier ein kleiner Bericht aus derwesten.de:

Zitat:
Marcel Appiah wechselt nach Bielefeld

Die TSG Sprockhövel verliert ein großes Nachwuchstalent. Der 20-jährige Marcel Appiah wechselt zu Arminia Bielefeld. Appiah hat bei der Arminia gestern einen Vertrag für die zweite Mannschaft unterschrieben. ...

... "Natürlich mit der Option auf einen möglichen Sprung in den Bundesligakader", so der ehrgeizige Ennepetaler. In Ennepetal hat Marcel Appiah begonnen, Fußball zu spielen. Das ist schon ein paar Jährchen her, Marcel hat vom dritten bis zum zwölften Lebensjahr in der Jugend des TuS Ennepetal gekickt. Nach Stationen bei Schalke 04, VfL Bochum, Hasper SV und der TSG Sprockhövel, verbrachte Marcel Appiah die letzten Jahre seiner Juniorenlaufbahn beim TuS Hordel und in Wattenscheid bei der SG 09 in der A-Jugend. Von dort ging es als Seniorenspieler zurück nach Sprockhövel.

In Bielefeld bekommt der Defensiv-Allrounder, der vornehmlich die rechte Außenbahn beackert, von der Arminia eine Wohnung gestellt. "Ich werde dort gemeinsam mit dem Jungtorwart, der aus Arminias A-Jugend kommt, wohnen", erzählt der 20-Jährige. Appiah wird in Bielefeld auch studieren.

Der Kontakt zur Arminia kam beim Spiel der TSG gegen den VfL Bochum II zustande. "Außerdem kannten mich die Bielefelder durch meine A-Jugendzeit bei Wattenscheid 09", so Marcel Appiah. Das Training in Bielefeld beginnt in der zweiten Juli-Woche. Dann gilt es, durch gute Leistungen aufzufallen und sich für die Truppe von Michael Frontzeck anzubieten.