Anno 83 habe ich einem damaligen Schulfreund namens Schmidt die erste 7' (Hand in Gloves) von den Smith geschenkt. Er konnte damit nicht so viel anfangen, ich schon, allein wegen des Cover mit dem Foto von Beau Jean Marais. Ein Jahr später hatte ich das Glück (!) die Band in London live zu sehen, auch das war großartig. Morrissey Solokarriere enthält neben Tiefpunkten auch einige wahre Highlights, z.B. die Platte mit meinem ewigen Lielbingsgitarristen Mick Ronson ( der hat mit David Bowie während dessen Glamperiode geschrammelt). Wegen seiner geschmacklosen Aussetzer gegen Fleischesser und Einwanderer ist sein Stern bei mir deutlich gesunken. Ich bin diesbezüglich sehr nachtragend.
Bei mir laufen momentan neben sehr viel RootsReggae die frühen Werke von Nine Inch Nails und Ministry in der Heavy Rotation. Bei schlechter Laune, die bei einem Arminenfan gelegentlich vorkommen soll, gibt es für mich nichts besserers als "The Fall". Die Platten klingen zwar wie Buesplatten alle ziemlich gleich, unterscheiden sich aber auch paradoxerweise (always same, always diffenrent). Leider weilt der gute Mark E. Smith bereits seit einigen Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Seine Autobiografie ist absolut lesenswert. Neben sehr lustigen Geschichten über Alkoholexzesse konnte mir der Mann schlüssig nahebringen, warum ManCity damals wie heute sehr viel coolereer Club als ManU ist. Ein Hoch auf die britischen Exzentriker!