Ich weiß nicht wer gestern Beckmann gesehen hat, aber selbst die Grand Dame der FDP (Hamm-Brücher) hat Schröders Auftritt in der Elefantenrunde verteidigt.
Ich will das nicht tun, weil ich es teilweise eine Kanzlers nicht würdig fand, aber scheinbar hat ihm das alles doch mehr zugesetzt als er vorher preisgab und nach dem kleinen CDU-Debakel war's wohl eine Mischung aus Größenwahn und alter Brass auf die Medien, usw.
Aber dafür hat er ja von seiner Herzallerliebsten wohl eine auf's Maul bekommen. Wie gesagt, teilweise fand ich seinen Auftritt auch etwas übertrieben arrogant, er hatte aber auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor und sehr lustige Momente, wenn man mal vergisst wer da saß und um was es ging. Mein erster Gedanke war eher: Ich will das gleiche was er hatte. ![]()
Zur FDP: Ich denke schon, dass sie ihr Wendehalsimage loswerden will. Man erinnere nur an die leidige Herzog-oder-Rau-Wahl, wo sie dann ja doch eingeknickt sind. Das ist jetzt wohl auch das Dilemma. Abgeneigt ist die Basis sicherlich nicht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der ein oder andere von denen da ganz oben nicht doch einknickt.
Beiträge von Suomi
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Original von Sufftrupp Bielefeld
Für alle die es interessiert:
Die NPD hat bundesweit 1,8% der Stimmen bekommen, also geringfügig weniger als hier im Forum.
Wenn diese Info auf Papier gedruckt wäre und mich nicht auf meinem Laptop anbeamen würde, würde ich mir damit den Popo abwischen. -
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Original von nrwsiggi
Ich heule ganz bestimmt nicht rum und habe auch nen Arsch in der Buchse. Ich habe mein Leben in die Hand genommen , bin einen sehr steinigen Weg gegangen, hab weit ab der Heimat nen Neuanfang gemacht und gehöre bestimmt nicht zu irgendwelchen frustrierten leuten, die einfach Mal so irgendwelchen Scheiß ankreuzen um den wichtigen Parteien den Krieg zu erklären. Ich habe mir den Arsch aufgerissen um dahin zu komen wo ich jetzt stehe und habe mich net in meinem Frust ersäuft wie es viel zu viele tun.
Das hast du jetzt schon oft genug gesagt. Du hattest Mumm und hast was erreicht. Toll! Du vergisst vielleicht, dass es für einen 55-jährigen nicht ganz so leicht ist noch mal irgendwo von vorn anzufangen. Ebenso führt nicht jeder Neuanfang zum Erfolg. Ich mag ja auch kein Gejammere, aber einer Arbeitslosenquote von 20% kann ich das Gejammer auch irgendwo verstehen.
Mal abgesehen davon. Was veranlasst dich dazu zu glauben, dass nur die von dir beschriebenen arbeitslosen 'Jammerlappen' PDS gewählt haben? -
Erst wird man versuchen die FDP mit ins Boot zunehmen. Sollte das nicht gelingen wird man versuchen eine große Koaltition unter Schröder hinzubekommen. Klappt das auch nicht gibt's eine Minderheitengegierung. Eine Neuwahl wird es nicht geben.
Bei Jamaica macht die Grünen-Basis nicht mit und ich sehe da auch einfach keine Grundlage. Wer kann sich Angie schon mit Rastas vorstellen?
Ich halte die Ampel immer noch für am Wahrscheinlichsten. Die FDP wird sich lange wehren und dann als Retter vor den Neuwahlen doch einwilligen, wenn ein paar interessante Ministerposten bei herausspringen. -
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Original von nrwsiggi
@ Suomi
Wer schließt bei Wissenstest immer mit sehr gut ab. Die bayrische Jugend. Und warum, weil deren Schulwesen super gut läuft und organisiert ist. Da fällt nicht alle Furze lang Untericht aus, da werden Stunden nicht 10 mal wiederholt weil ausländische Kinder nicht hinterher kommen und da wird die Ganztagsschule schon seit Jahren durchgeführt. Ein Bundesland was durch CSU geführt wird. Wer ist das Bundesland was immer in Sachen Bildung an zweiter Stelle steht. Sachsen. Auch ein CDU geführtes Land. Und auch bei uns gibt es schon seit Jahren die Ganztagsschulen. Also nicht die SPD oder die Grünen haben das erfunden sondern das gibt es schon länger. Und das sind nur zwei Bsp. das es anders gehen kann.(Zumindest in diesem Thema)
Also, mal der Reihe nach. Sachsen liegt im Osten. Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen waren im Westen leider, leider lange Zeit Fremdwörter. Ich weiß nicht genau, seit wann du im Westen lebst. Aber ich bin in einer Zeit aufgewachsen als es sowas im Westen noch nicht gab und das war nicht gerade einfach mit berufstätigen Eltern. Natürlich hat rot-grün vom Osten und von anderen Ländern kopiert und das ist auch sehr, sehr gut so. Ich wollte das auch nicht als rot-grüne Erfindung verkaufen. Aber sie haben es im Westen eingeführt, wenn du so willst. Ganztagsschulen in Bayern? Da kenne ich andere Geschichten.
Was du sonst zum Thema Bayern und Schulen schreibst ist doch genau die Polemik die Stoiber so gerne verbreitet, leider geht das ganze kein bisschen in die Tiefe und ist zum Teil schlichtweg falsch. Bei Interesse kannst du gerne eine PN schreiben, dann kann ich dir das näher erläutern. -
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Original von Kai
Da hat Herr Rüttgers 8.000 neue Lehrer versprochen und kann sie nicht einstellen, weil es gar nicht so viele arbeitssuchende Lehrer gibt.
Ach, das ist so nicht richtig. Es gibt immer genug Lehrer, die gerne eine Festanstellung hätten, aber es gibt halt nicht immer unbedingt die Lehrer, die er sucht (Berufsschullehrer, Physiklehrer, usw.)
Und außerdem muss er so oder so neue Lehrer einstellen, da ja in den nächsten Jahren viele Lehrer pensioniert werden. Wenn dann Englisch demnächst ab Klasse 1 unterrichtet werden soll, dann bedarf es schon einiger Neueinstellungen, um das überhaupt aufzufangen. Das ist eine Milchmädchenrechnung, macht sich aber im Wahlkampf halt ganz gut.
Das nur mal so als Beispiel wie man Sachen prima in der Öffentlichkeit verdrehen kann. -
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Original von nrwsiggi
@ Suomi
Zum anderen habe ich einen Sohn, und habe auch in seinem Sinne gehofft, das sich etwas ändert. Denn wenn ich jetzt sehe das man sich in der Bildungspolitik die letzten Jahre über Sachen wie z.Bsp. Ganztagsschulen streitet (sowas ist selbstverständlich), Schulsstoff 10 mal wiederholt wird weil (nichts gegen Ausländer) ausländische Kinder nicht hinterher kommen und die eigenen Kinder sich langweilen weil sie es schon können oder man Familien Gelder untersagt, und somit einem Kind ein wenig Kinderleben nimmt, weil es auf Grund von finanziellen Problemen nicht mehr alles geboten bekommen kann. Ich denke in meinen Aussagen nicht nur an mich.
Nun, das sehe ich anders. Und da denke ich bei weitem auch nicht nur an mich.
Das Wort Ganztagsschule würde heute doch niemand kennen, wenn es rot-grün nicht gebe. Wer hat denn Milliarden in die Gründng von Ganztagsschulen und Ganztagsbetreung reingepumpt? Rot-grün. Wer hat den vorschulischen Sprachkurs eingeführt? Rot-grün. Ich könnte das noch weiter führen. Gerade was Bildungspolitik angeht kann ich mich nun wirklich nicht mit schwarz-gelb anfreunden. -
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Original von The_Game
Also tut mir leit dass kann ich wirklich nicht enschuldigen.
l
Schrieb ich was von entschuldigen? Ich habe nur nach einer möglichen Erklärung für sein merkwürdiges Verhalten gesucht. Neben seiner Megalomie spielte halt sicherlich noch etwas Zockerei und Schadenfreude mit rein. Das war eines Bundekanzlers vielleicht nicht würdig, hatte aber durchaus auch seinen Spaßfaktor, wenn man mal davon absieht, dass es eigentlich um eine ernste Sache geht.
Bin schon gespannt was Harald Schmidt draus macht. -
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Original von The_Game
SPD:
Hmm nur 34 statt 38 Prozent, damit das wahlziehl wenn auch nich so klar wie die CDU ebenfalls verfehlt.
Aber noch viel schlimmer war wohl der auftritt der SPD-verantworltichen heute. Erst sprechen sie jetzt wo sie weder im Bundestag noch im Bundesrat eine Mehrheit haben von einem Regierungsauftrag für rot-grün, dann obwohl sie zweitstärkste fraktion sind wird wieder von einem Regierungsauftrag gesprochen.
Noch ein Wort zu Schröder. Ich glaube der hatte vorher zu viel Red Bull getrunken.
Ne, mal im Ernst. Ich schätze mal dass der sich bepisst hat vor lachen, als er sah, dass die CDU nur 35 % bekam. Das hat dann wohl besser gewirkt als jeder Joint. Er hat's aber auch echt übertrieben. -
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Original von nrwsiggi
Es gab auch vor der Wahl jede Menge Leute die schon immer SPD Wähler waren und bleiben und deren Meinung sei auch akzeptiert, doch sollen doch bitte die anderen Leute dieses rumgeheule sein lassen wenn sie eh nur hinten rum meckern können....
Nicht alle Leute sind jetzt Idioten, aber der große Teil der einfach keinen Arsch in der Hose hat!
Ach so. Jetzt kann ich deine Aussage etwas besser verstehen. Ich kann deinen Frust auch ein Stück weit verstehen, wie gesagt, mir ging es vorher ähnlich. Ja, vielleicht hat einige der Mumm verlassen, aber auch verständlich. Diese Angst hat Schröder ja auch bewusst geschürt. Aber trotzdem wäre es falsch die Leute, die anders wählen als Idioten zu stigmatisieren, wie es einige tun. -
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Original von arminia1977
Was mich jedoch zugegebenermaßen ärgert ist das SPD im ganzen Norden und Mittleren Teil Deutschlands gewonnen hat, da frage ich mich nur warum wurden alle Landtagswahlen Gnadenlos gerade in dieser Gegend von der SPD verloren! Was hat die SPD plötzlich getan das die alle diese Gebiete wieder gewinnen? Tut mir Leid, aber wenn ich mich vor einem halben Jahr entschieden habe das es mit der SPD keinen Sinn mehr hat, dann wähle ich doch heute nicht wieder die SPD! Das ist es was ich nicht verstehen kann, aber vielleicht muß ich es ja auch nicht verstehen warum die Leute alle doch wieder Schröder haben wollten obwohl man vor einem halben Jahr ihn noch im Prinzip abgewählt hat!
Diese Kritik ist durchaus bereichtigt. Ich glaube, das liegt daran, dass ein Großteil der Wähler die Landtagswahlen als Ohrfeige an die jeweilige Regierung versteht und diese Wahlen somit missbrauchen. Das hat dann aber eigentlich nichts mehr mit Landespolitik zu tun. Das war schon unter Kohl so und ist jetzt unter der SPD so. Das führt dann immer dazu, dass im Bundesrat eine andere Mehrheit herrscht und dann hat man den Salat. -
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Original von mark
Moping?. I wouldn't use such a weak word to describe his attitude to the USA.
Well, excuse me for not finding the right English word.

But I think you mix up his attitude towards the US with his attitude towards the government of the US. -
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Original von nrwsiggi
Er wußte genau über die "Blödheit" und die "Angst" der ca.35 % Deutschen bescheid[/URL]
Damit sind alle Ossis, Menschen in den Großstädten, Menschen die im Norden wohnen, alle jungen Leute und vor allen Dingen die weiblichen Wähler dumm und blöd.
Ach, ich wollte auf diese Aussagen ja nicht mehr eingehen... -
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Original von nrwsiggi
Man oh man, wie wenig Rückrad haben die Deutschen denn. Glauben Versprechen, die die letzten 7 Jahre nicht umgesetzt wurden.
Das hat doch nichts mit Rückgrat zu tun. Rummotzen tun viele, weil sie zwar nicht mit Schröders Regierungsarbeit zufrieden sind, letztendlich aber glauben, dass sie mit der Regierungsarbeit der CDU noch unzufriedener wären. Somit wählen sie nur das kleinere Übel.
Angie tut mir schon langsam Leid, so wie schon fertig gemacht wird. Aber an ihr hat es wohl nicht gelegen, dass die CDU abgeschmiert ist.
Bis zu einem gewissen Grade kann ich die Frustration der s/g-Wähler durchaus nachvollziehen. Mir ging es früher nicht anders. Die SPD führte in den Umfragen und dann gewann immer der Dicke. Ich konnte das auch nicht nachvollziehen.
Aber wie einige hier ihre Mitbürger beleidigen, nur weil sie frustriert sind bedarf eigentlich schon gar keinen Kommentars mehr. Damit disqualifiziert man sich nur selbst.
Ach ja, eben so auf Spiegel.de gelesen: Laut einer neuen Hochrechnung liegt die SPD jetzt vor der Union. Forsa zufolge käme die SPD auf 223 Mandate, die Union dagegen nur auf 220 Sitze.
Mal gucken was die Nacht noch so bringt. -
Die CDU hat nicht wegen Merkel abgeschmiert. Abgeschmiert hat sie, weil es einfach ist bei einer Telefonumfrage zu sagen: 'Ja, ich würde nächsten Sonntag CDU wählen'. Damit sinken die Werte in den Meinungsumfragen und man verpasst der SPD einen Denkzettel, ebenso in den Landtagswahlen. Wenn's dann aber darauf ankommt, machen die meisten halt dann doch woanders ihr Kreuzchen. Sicherlich hat dieses ganze Hickhack um Kirchhoff und Merz ein weiteres dazubeigetragen. Nicht zu vergessen der Schachzug mit den vorgezogenen Neuwahlen....
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Original von mark
You should bear in mind that he does not make, "documentaries", they are films showing his point of view - I would call it propoganda.
Every society has a Michael Moore. We/he should be thankful that we live in a Democratic one.
" I might not agree with everything you say, but I will fight to the death for your right to say it"
Of course his films also show his point of view. Usually everybody has a different point of view to sth. But that doesn't mean he lies in his movies. He is free to show whatever he wants with his movies as long as he doesn't lie. Watch the movies and draw your own conclusions. I guess you can blame Michael Moore for the one or other thing. But to asume that he is criticising the States cause he is moping is childish.
Unfortunately the way you argue gives me the strong impression that you didn't see his movies and that you were influenced through some propaganda. -
Süddeutsche Zeitung: Sieht ein Land anders aus, wenn es von einem Texaner regiert wird?
Larry Hagman: Wie meinen Sie das denn?
Süddeutsche Zeitung: Sieht es simpler aus?
Larry Hagman: Sie haben ein falsches Bild von Texas. Texas ist ein dynamischer Staat, voller kluger Menschen. Fallen Sie nicht auf dieses Texas-Klischee herein. Die ganze Sippschaft von George W.Bush treibt sich sowieso eher in Maine herum als in Texas. Er inszeniert dieses Texas-Ding, weil die Leute es urig finden. Bullshit!
Süddeutsche Zeitung: Waren Sie schon so wütend auf Ihr Land, als Sie in den Fünfzigerjahren erste Bühnenerfahrungen sammelten? Damals hatten es Ihre farbigen Kollegen noch schwerer als heute.
Larry Hagman: Als ich in den Fünfzigern durch New York zog, hatten es alle Arten von Minderheiten in Amerika deswegen schwer, weil man sie schlicht nicht beachtet hat. Die einzige Minderheit, die sich langsam durchsetzte und heute mehr oder weniger sozialisiert ist, sind die Latein- und Südamerikaner. Aber das ist auch kein Wunder. Kalifornien besteht inzwischen zu 48 Prozent aus Hispanics.
Süddeutsche Zeitung: Der beliebteste Name für neugeborene Jungen in Kalifornien ist heute José.
Larry Hagman: Wissen Sie, warum? Weil man im Ernstfall aus dem Namen José den Namen Joe machen kann. Bequem in allen Lebenslagen. Aber um auf Ihre Frage von eben zurückzukommen: Ich war in den Fünfzigern noch nicht sehr politisch.
Süddeutsche Zeitung: Sie wurden es in den Sechzigern?
Larry Hagman: Natürlich. Vietnam. Der gewöhnliche Amerikaner kreischte damals herum: „Jesus! Wir werden die verdammten Schlitzaugen doch nicht in Dallas einmarschieren lassen?!“ Diese Einstellung war von der Propaganda aus dem Zweiten Weltkrieg übrig geblieben. Da haben sie Hiroshima und Nagasaki vernichtet. Die Menschen, die dort lebten, waren im Verständnis der gehirngewaschenen Masse in Amerika keine Menschen. Eher Tiere. Meine Landsleute standen auf der Straße und sagten: „Hey, die Schlitzaugen glauben nicht an Jesus, sondern an Shindurindubindu, fucking hell!“ Vietnam war nichts als purer Wahnsinn.
Süddeutsche Zeitung: Verteidigungsminister McNamara hat sich später entschuldigt.
Larry Hagman: Nett von ihm. Da hatte außer ihm natürlich keiner was davon. Das nutzt unseren toten Jungs nichts mehr, und den vielen Asiaten, die wir weggeblasen haben, hilft es auch nicht. Und: Was ist mit Henry Kissinger? Wieso sitzt Kissinger nicht im Knast? Er ist ein Kriegsverbrecher.
Süddeutsche Zeitung: Er versucht sich immerhin auch in der Aussöhnung mit...
Larry Hagman: Bullshit!
Süddeutsche Zeitung: Gibt es Amerikaner, die Ihre Gnade finden?
Larry Hagman: Hören Sie mal, ich habe viele Freunde, und fast alle sind Amerikaner. Einer meiner engsten Freunde ist Gore Vidal...
Süddeutsche Zeitung: ... der Ihre Ansichten teilt.
Larry Hagman: Ich liebe ihn. Gore ist ein wunderbarer Schriftsteller und Essayist. Er ist unbestechlich. Er erkennt Amerika als das, was es ist: ein wunderbares Land, das von korrupten Politikern und Geldhaien zerstört wird.
Süddeutsche Zeitung: Sind Sie ein Patriot?
Larry Hagman: Natürlich! Ich meine, was für eine Frage! Sind unsere Politiker Patrioten? Sind die, die das Land regieren, Patrioten? Schauen Sie, ich spende Jahr für Jahr einen Haufen Geld für Entwicklungsprojekte, eines davon fördert alternative Energien. Amerika könnte, wenn die Politik dies wollte, in fünf oder sechs Jahren zu einem sehr großen Teil von alternativen Energien versorgt werden. Wir wären nicht mehr abhängig von den Öl exportierenden Ländern, wir wären dann auch nicht mehr abhängig von den verfickten Öl-Multis im eigenen Land...
Süddeutsche Zeitung: Mr.Hagman, reden wir über lustigere Dinge. Es gibt zwar traurige Geschichten über Ihre inzwischen überwundene Alkoholsucht. Aber stimmt es, dass Sie Ihre Frau im Marihuana-Rausch mal fast im Pool ertränkt hätten?
Larry Hagman: Das stimmt. Finden Sie das lustig?
Süddeutsche Zeitung: Sie lachen doch selbst gerade.
Larry Hagman: Also gut: Das war in den Sechzigern. Ich wäre später mal besser bei Marihuana geblieben. Der Alkohol hatte mich fast schon gekillt, so, wie er meinen Freund Keith Moon von den Who gekillt hat. Ich wollte Maj, mit der ich seit 48 Jahren sehr glücklich verheiratet bin, damals in Acapulco übrigens nicht ertränken. Ich rauchte mit ein paar Kollegen zum ersten Mal Gras. Circa zehn Mal sagte ich: „Ich spür nix, wann wirkt das Zeug?“ Ein Kollege antwortete: „Das fragst du jetzt zum so und so vielten Mal! Es wirkt schon, Larry!“ Ich wieder: „Ich spür nix, wann wirkt das Zeug?“ Darauf er: „Larry, du ruinierst meine Nerven. Geh vor die Tür, geh an den Pool.“ Also ging ich an den Pool. Da schwamm Maj herum. Sie war so schön.
Süddeutsche Zeitung: Und dann?
Larry Hagman: Ich vermute, es hatte Züge von einer Vergewaltigung. Aber es war lieb gemeint. Ich riss ihr den Bikini runter und wollte Unterwasser-Sex mit ihr. Ich hatte vergessen, dass man unter Wasser nicht atmen kann. Sie strampelte rum wie eine Irre. Das war sehr lustig. Wenn ich die Geschichte heute erzähle, rutscht Maj immer noch unter den Tisch vor Lachen. Wir haben immer gerne Marihuana geraucht. Ich habe immer gerne Drogen ausprobiert. Und was Marihuana angeht: Ich meine, jeder raucht Marihuana, Sie rauchen Marihuana, ich rauche Marihuana, und wenn es endlich legal wäre, könnten auch die Leute Marihuana rauchen, die im Krankenhaus liegen und Schmerzen haben. Marihuana wächst im Garten. Es macht dich nett, es...
Süddeutsche Zeitung: ... es ist verboten. Aber Sie müssen nicht wieder über Ihr Land schimpfen, es ist auch in Deutschland verbo...
Larry Hagman: Angenommen, es wäre verboten zu vögeln – was würden die Menschen tun?
Süddeutsche Zeitung: Wie?
Larry Hagman: Sie würden weiter vögeln! Ich meine, man kann nicht ein Kraut verbieten, das die meisten Menschen in Kalifornien in ihren Gärten wachsen lassen und das ihnen gut tut. Keiner sollte deswegen ins Gefängnis gehen. Die Gefängnisse in Amerika sind überfüllt mit Menschen, die wegen der Illegalität von Marihuana da sitzen. Sie nehmen dir dein Haus, deine Familie, deinen Job, wenn du mit Marihuana erwischt wirst.
Süddeutsche Zeitung: Leben Sie in einem hysterischen Land?
Larry Hagman: Was für eine sehr orginelle Frage! Natürlich. Es ging vollends los mit der Clinton-Lewinsky-Sache. Großes Entertainment der religiösen Rechten. Da haben sich Typen zum Richter aufgespielt, die es sich wirklich nicht hätten erlauben dürfen. Und seit dem 11.9. 2001 hat sich Amerika in Sachen Ideologie und Gehirnwäsche zu einem Land entwickelt, das einem totalitären Staat in der Prägung der ehemaligen Sowjetunion sehr ähnelt.
Süddeutsche Zeitung: Wie äußert sich das?
Larry Hagman: Sie nehmen den Leuten fast sämtliche Rechte, die Polizei erhält im Gegenzug auf eine Art und Weise freie Hand, die vollkommen wahnsinnig ist. Dann ist die Gedankenkontrolle der religiösen Rechten in Amerika ein Thema, das ihr Europäer gerne unterschätzt. Sie sind überall unterwegs, in den Firmen, in den Schulen, überall. Sie mögen mich für paranoid halten. Aber es gibt viele klar denkenden Menschen in Amerika, die davor Angst haben, was diese Leute aus unserem Land machen.
Süddeutsche Zeitung: Sie haben selbst in zwei großen Filmen mitgespielt, die sich kritisch mit Ihrem Land befassten – „Primary Colors“ und „Nixon“. Solche Filme würden in einem totalitären Land nicht gedreht.
Larry Hagman: Da haben Sie Recht. Aber Sie vergessen nicht, dass beide Filme in Amerika nicht wenige gute Kritiken bekamen, aber ziemliche Flops waren. Unsere Leute wollen keine Filme mehr sehen, in denen der Präsident schlecht abschneidet.
Süddeutsche Zeitung: Viele Ihrer Kollegen wie Richard Gere oder Patrick Duffy, der in „Dallas“ den Bobby spielte, haben sich dem Buddhismus zugewendet. Ist das eine Flucht vor diesem religiösen Fanatismus?
Larry Hagman: Nein. Oder: ja, womöglich. Der Buddhismus ist eine friedliche Form der Weltanschauung. Wir sollten uns darüber nicht lustig machen. Auch wenn es bei Patrick am „Dallas“-Set immer wieder zu lustigen Ausbrüchen kam.
Süddeutsche Zeitung: Wie sahen die aus?
Larry Hagman: Er hatte diesen Tick, vom ersten Drehtag an. Unsereiner stritt sich mit der Crew am Set herum, da hörten wir immer wieder aus einem Nebenzimmer seltsames Gemurmel: „ Rabindranat-rabindradindra-radindabindra-rabindranat.“ So in der Art. Da saß Patrick und meditierte. Unansprechbar. Vollkommen weggetreten. Als er fertig war, kam er mit seiner netten Art angelaufen. Ich fragte ihn einmal: „Hey Pat, was war heute das Thema deiner Meditation?“ Darauf er, ganz ernst: „Geld“.
Süddeutsche Zeitung: Mr. Hagman, glauben Sie, Sie können mit dem, was Sie mir über Ihr Land gesagt haben, auch in ein paar Stunden noch gut leben?
Larry Hagman: Reinsten Gewissens. Ich bin über 70 Jahre alt. Zweite Leber. Das Leben ist großartig. Warum sollte ich Sie voll lügen?
Süddeutsche Zeitung: Was machen Sie als Erstes, wenn Sie wieder daheim sind?
Larry Hagman: Ich fahre nach Santa Monica, wo ich wohne. Zumindest bis jetzt. Mal sehen, ob Ihr Interview bis dahin reicht. Ich werde es wissen, wenn plötzlich die Polizei vor der Tür steht. Great fun. Sollte ich nicht verhaftet werden, geht es dann für zehn Tage nach Texas, wo Maj und ich Freunde besuchen.
Süddeutsche Zeitung: Freuen Sie sich auf Texas?
Larry Hagman: Halb, halb.
Süddeutsche Zeitung: Wieso?
Larry Hagman: Es gibt zwei Namen, die Maj und ich in Texas nicht in den Mund nehmen dürfen: Bush und Jesus. Wenn wir davon anfangen, gehen die Streitereien mit unseren Freunde wieder los. Maj soll sich eher den Mund zunähen, als über Politik oder Religion zu reden. Letztes Mal, als wir in Texas waren, haben wir mit unseren Freunden nur noch über die vielen, vielen reizenden Enkelkinder geredet.
Süddeutsche Zeitung: Ist doch auch ganz nett.
Larry Hagman: Junger Mann, wenn Sie mal so alt sind wie ich, wissen Sie, wie verdammt langweilig das werden kann.
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Ich persönlich finde Michael Moore nicht schlecht. Aber da die Überschrift ja Hello Mr. President heißt, hätte ich da noch ein interessantes, wenn auch älteres Interview mir Larry Hagmann. Es geht u.a. auch um Mr. President. Es ist wirklich amüsant und kurzweilig.
Larry Hagman über Amerika
Ein Interview von Alexander Gorkow
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2002Süddeutsche Zeitung: Mr.Hagman, in Ihrer Autobiografie „Hello Darlin’“. ..
Larry Hagman: Ist Ihnen nicht zu warm? Lassen Sie das Sakko an?
Süddeutsche Zeitung: Ja, ich würde das Sakko gerne anlassen. In Ihrer Autobio...
Larry Hagman: Ich wundere mich, dass Ihnen nicht zu warm ist. Mir wäre es zu warm.
Süddeutsche Zeitung: Gott, Sie haben immer noch diesen Blick, Mr.Hagman. Immer noch zum Fürchten. Sie haben die Leute damit berauscht wie mit einer Droge.
Larry Hagman: Es gibt gefährlichere Drogen als mich, da bin ich Spezialist. Aber „Dallas“ war eine Droge, ja. Hypnotisch. Heute könnten Sie das so nicht mehr drehen. Zu lange Einstellungen, zu lange Dialoge, kein einziger bewundernswerter Charakter. Die Figuren waren entweder Schwächlinge oder Höllenhunde. Wunderbar war, wie die Höllenhunde die Schwächlinge quälten. Heute würden die Leute schnell weiterzappen, fürchte ich. Sie haben meine Autobiografie gelesen?
Süddeutsche Zeitung: Ja, und mich ein bisschen gewundert. Sie waren in den Sechzigern offenbar gegen den Vietnamkrieg.
Larry Hagman: Wieso wundert Sie das?
Süddeutsche Zeitung: Womöglich hat man ein anderes Bild von Ihnen. Es gab zu Beginn der Achtzigerjahre zwei amerikanische Schauspieler, die Angst verbreitet haben: Der eine hieß Reagan, der andere Hagman.
Larry Hagman: Vor Larry Hagman musste sich noch kaum wer fürchten. Bei Reagan sieht die Sache anders aus. Die Leute hatten allen Anlass, vor ihm Angst zu haben.
Süddeutsche Zeitung: Wieso?
Larry Hagman: Reagan war die Quintessenz eines gekauften Politikers. Er gehörte der Firma General Electric. Ronald Reagan war ein totaler Idiot.
Süddeutsche Zeitung: Wie bitte? Redet man so als Amerikaner, noch dazu als Texaner?
Larry Hagman: Ja, wenn man gefragt wird. Ich werde das nur selten gefragt.
Süddeutsche Zeitung: Ich dachte, Sie seien Republikaner.
Larry Hagman: Jeder hält mich für einen Republikaner. Ich habe eine ganze Dekade lang einen Ölmulti gespielt, ich trage einen Stetson, wenn ich Lust dazu habe, und ich bin Texaner. Das ist alles. Die Republikaner schicken mir heute noch Briefe, ob ich nicht Werbung für sie machen will. Ich sage denen jedes Mal: „Lasst mich in Ruhe mit eurer gottverdammten Bullenscheiße!“ Die Republikaner waren und sind dafür verantwortlich, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Sie sind dafür verantwortlich, dass die soziale Balance in Amerika zerstört ist. Vielleicht können wir auch noch ein bisschen über den religiösen Fanatismus reden, mit dem sie das Land überziehen?
Süddeutsche Zeitung: Selbst viele Demokraten unter Ihren Landsleuten sagen heute, dass Reagan ein starker Präsident war.
Larry Hagman: Schauen Sie, er war wirklich ein gefährlicher Mann. Er hatte sich selbst gehirngewaschen: Er war der Überzeugung, dass sein lifestyle the absolute one and only way of life sei. Er konnte gut Witze erzählen, gut reden und die Leute gut einseifen. Dumm war er nicht. Aber er stand schon als Chef der Schauspielergewerkschaft in Hollywood auf der Seite der Film- Multis, nicht auf der Seite der Schauspieler. Als Präsident stand er dann auf der Seite der Strom- und Öl-Multis, nicht auf der Seite der einfachen Menschen.
Süddeutsche Zeitung: Wen haben Sie bisher gewählt?
Larry Hagman: Keinen Republikaner und keinen Demokraten. Die Demokraten sind nur das etwas kleinere Übel. Wenn Sie heute etwas werden wollen als Politiker in Amerika, müssen Sie nur eins haben: Geld. Sie müssen sich Werbezeit fürs Fernsehen kaufen. Und wer gibt Ihnen das Geld? Und was müssen Sie ihm dafür versprechen? Lauter dumme Fragen, eh? Das Zwei-Parteien-System in den USA ist eine Katastrophe.
Süddeutsche Zeitung: Gründen Sie doch eine eigene!
Larry Hagman: Ich bin seit den Sechzigerjahren Mitglied der Peace And Freedom Party. Die wurde während des Vietnamkriegs gegründet.
Süddeutsche Zeitung: Nie davon gehört.
Larry Hagman: Sie hat nur noch vier Mitglieder. Mich und drei andere. Sollen wir über den amtierenden Präsidenten auch reden?
Süddeutsche Zeitung: Wenn Sie möchten, aber wir sollten gleich auch ...
Larry Hagman: Während der Idiot Reagan gefährlich, aber nicht eigentlich dumm war, sieht die Sache bei dem Idioten George W.Bush schon anders aus: Das Land wird heute von einem Menschen regiert, der gefährlich und dumm ist. George W. Bush fällt komplett aus dem Rahmen dessen heraus, was Sie und ich unter einem sozialisierten Menschen verstehen. Er kann nicht reden. Er kann nicht lesen. Er ist Legastheniker. Und, jetzt kommt das Beste: Er ist unser Präsident.
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Als ich nach dem Spiel nach Hause ging habe ich dort noch Thommy auf Radio Bielefeld gehört. Man, der klang echt bedient. Bedient von seinen Stürmern.
Isaac gefiel mir ja heute viel besser, als in den letzten beiden Spielen. Deshalb wunderte ich mich auch, dass er Isaac rausnahm. Aber die Geschichte mit den Bauchschmerzen ist schon komisch. Wer Thommy auf Radio Bielefeld gehört hat, der weiß, dass da harte Zeiten für Isaac anbrechen.
Dalovic gefiel mir bis zu dem verstolperten Fasttor ganz gut, aber wie er es dann geschafft hat den ins Seitenaus zu spielen, man o man...
Die Idee mit Zuma vorne ist vielleicht gar nicht mal so schlecht. Jedenfalls bin ich dafür, dass die linke Seite Rau und Kobylik vorbehalten bleiben sollte.
Warum wurde Porcello eigentlich gar nicht eingewechselt? Der ist doch immer für ein Tor gut, wenn er weiter vorne spielt.
Ebenfalls fiel mir auf, dass wir vor allen Dingen in der ersten HZ fast nur über links spielten, Zuma muss sich zu Tode gelangweilt haben.
Positiv bleibt zu vermerken, dass sich unsere Abwehr wirklich immer mehr zum Prunkstück entwickelt. Aber wenn wir weiter so spielen wie heute (wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass man noch defensiver als der FCK spielen kann), dann habe ich Angst, das bald nur noch 12000 Leute auf die Alm kommen. -
@ Benno:
Genauso isses.