ZitatAlles anzeigenOriginal von MethodDan
Hey Dude!Ich denke man kann der Rot-Grünen Koalition in den letzten 7 Jahren allerhand vorwerfen, aber ein Versagen in der Aussenpolitik gehört sicherlich nicht dazu.
1. Muß eine Verschlechterung der Beziehung zu den USA beileibe nichts negatives sein, wenn man bedenkt, dass sich die USA unter allen "Großmächten" aussenpolitisch isoliert. Die sogenannten Alliierten im Irak-Krieg waren doch bis auf GB und Japan nur "Kleckerstaaten" ohne internationalen EInflu, die sich von einem EIntritt in diesen Krieg wirtschaftliche Vorzeile erhofft haben. Sowohl im Irak als auch im Verhältnis zu den USA insgesamt.
Durch das Ablehnen der Irakkriegs hat die Bundesregierung einer deutlichen Mehrheit der Bundesbürger aus dem Herzen gesprochen.2. War Fischer einer der wenigen europäischen Aussenminister, der wiederholt sowohl mit israelischen als auch mit palestinensichen Spitzenpolitikern über die Wiederaufnahme der Roadmap gesprochen hat und somit entscheidend zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche beigetragen hat.
3. Ich sehe das ungbedingte Bestreben der europäischen Gemeinschaft und besonders das des französichen und des deutschen Aussenministers, den Irankkonflikt friedlich zu lösen, keines Wegs als "auf der Nase rumtanzen" an. Es kann nicht im Sinne deutscher Aussenpolitik sein, wenn der deutsche Aussenminister oder Kanzler jeden dritten Tag mit Militärschlägen gegen Staaten droht, die zugegebenermassen berits getroffene Absprachen nicht einhalten, ohne jedoch einen ernsthaften diplomatischen Weg einzuschlagen.
Dass die USA keine Angst vor nem Irankrieg haben is klar...deren eventuelle Atomwaffen würden auch maximal Israel oder Mitteleuropa erreichen.4. Die Problematik der europäischen verfassung kann man schlechthin nicht als Außenpolitik bezeichnen, denn es geht dabei nicht um das Verhältnis der deutschen Regierung zu den andern Europäern sondern um inhaltliche Probleme bei einer Gesamteuropäischen Gesetzgebung.
Ob wir gut daran tun dieser zuzustimmen ist eine andere Frage!5. Ich hätte gern mal gesehen wie unsere Chancen auf einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat vor 7 Jahren gewesen wären. Ich glaube jeder der sagt eine Schwarz-Gelbe Koalition hätte da mehr erreicht ist ein Träumer.
Insgesamt bin ich echt glücklich über die deutsche Außenpolitik und ich finde wir haben uns klart und verlässlich positioniert. Damit meine ich vor allem auch die Einsätze im Kosovo und in Afghanistan.
Gruß MD
Zu 1.: Ich glaube, dass jede Regierung den Irakkrieg abgelehnt hätte. Jedoch hätte man dies auf eine andere Art und Weise tun können, ohne die USA dermaßen vor den Kopf zu stoßen. Immerhin sind sie ein wichtiger Außenhandelspartner.
Zu 2.: Und sitzt er jetzt noch dabei? Ich sehe das eher so, dass seine Versuche im Sande verlaufen sind.
Zu 3.: Der Iran macht doch, was er will. Dies zeigt mir, dass die Verhandlungen, die, wie du richtig erkennst, hauptsächlich von uns und den Franzosen geführt werden, anscheinend keinerlei Wirkung zeigen. Man muß gegenüber solchen Partnern auch mit Druck arbeiten, damit meine ich jedoch keineswegs Krieg androhen. Aber es muss massiven wirtschaftlichen Druck geben.
zu 4.: Das kann man so sehen.
zu 5.: Naja, reine Spekulation. Aber ich glaube nicht, dass mit schwarz-gelb andere europäische Staaten gegen unseren Wunsch auf einen ständigen Sitz geschossen hätten.
Insgesamt bin ich hingegen wenig erbaut über die deutsche Außenpolitik. Im Gegenteil, ich sehe uns nicht klar positioniert. Es ist vollkommen unklar, welche strategischen Ziele wir verfolgen. Aber dieses Thema wird ohnehin nicht wahlentscheidend sein.