NW:
Nagelprobe für Eilhoff
Keeper droht in Koblenz Platz auf der Bank
Bielefeld (pep). Etwas wehmütig verfolgte Dennis Eilhoff gestern das Torwarttraining in Bielefeld. Arminias Fachkraft für die Keeper, Thomas Schlieck, kümmerte sich wie immer aufwändig und abwechslungsreich um seine Schützlinge. So komfortabel hat Eilhoff es zur Zeit nicht. Beim TuS Koblenz übernimmt Co-Trainer Klaus Süßmeyer die Beschäftigung der Torleute. Süßmeyer liebt es eher konservativ, scheucht die Keeper mit Schüssen von der Strafraumgrenze von einem Eck zum anderen.
Dennis Eilhoff klagt nicht. "So ist das eben", sagt er, während sein Lächeln nicht besonders fröhlich wirkt. Der Leiharbeiter aus eigenem Antrieb versucht die Gegebenheiten, die ein Zweitligaaufsteiger wie Koblenz mit sich bringt, professionell zu akzeptieren. Eilhoff weiß, dass "er sich jetzt durchbeißen muss". Auch wenn es schwer fällt. Thomas Schlieck sieht die kommende Saison sogar als Nagelprobe für den 24-Jährigen: "Er ist das erste Mal von zu Hause weg. In solch einer Situation stellt sich heraus, ob Dennis überhaupt für das Profigeschäft geeignet ist."
Die erste Bewährungsprobe steht schon bevor. Wenige Tage vor dem Saisonstart scheint sich der Armine mit einem Platz auf der Bank abfinden zu müssen. "Es sieht danach aus", sagt Eilhoff.
Beim letzten Test gegen Bochum (0:1) hütete Michael Gurski (27) das Tor. Zwischen Gurski, der durch den Aufstieg über eine große Lobby verfügt, und Eilhoff herrscht Funkstille. Auch wenn Trainer Milan Sasic noch nichts zur ersten Elf für den Auftakt in Duisburg gesagt hat, war Gurskis Nominierung kein gutes Zeichen. Reinhard Saftig macht Eilhoff Mut: "Vielleicht ist es gar nicht so gut, wenn am Anfang alles reibungslos läuft." Der DSC-Geschäftsführer stellte in Aussicht, Eilhoff am Sonntag vor Ort moralisch unterstützen zu wollen.
Sollte Dennis nicht bis zur Winterpause Im Tor dieser luschen stehen, sollte man ihn zurück holen, denn dann kann er auch besser bei unseren Amas. spielen.