[quote='DieAxtImWalde2015','index.php?page=Thread&postID=709690#post709690']Stimme ich dir zu, hamus. Jemand der die Mechanismen kennt, weiß, wann und wie man etwas zu kommunizieren hat an diejenigen, die informiert werden müssen oder die ein Interesse an der zu kommunizierenden Information haben (könnten). Zillies kannte das Spiel, richtig.
Der Normalfall in Organisationen ist aber, dass Geschäftsführer oder andere Management Funktionäre es (Kommunikation) nicht können. Dafür gibt es Kommunikationsexperten, die die Kommunikation orchestrieren und die Kommunikationskanäle aussteuern. Santen ist in unserem Verein der Leiter Kommunikation und Medien und er sitzt bei jedem Interview neben dem interviewten. Ich gehe auch davon aus, dass alle Informationen, die vereinsseitig an die Presse gegeben werden über seinen Schreibtisch müssen. Dass er nicht der richtige für diese Aufgabe ist, wird einmal mehr in diesen Tagen deutlich. Er hätte viel mehr die kommunikationsflüsse im Verein steuern müssen. Beispiele habe ich weiter oben genannt (Umgang mit altgedienten Spielern usw.)
Ein Verein ist von Sponsoren abhängig. Präsentiert man sich nach außen unabgestimmt und lässt man nach einer Meldung mehr Fragen offen als vor der Meldung, dann erweckt man keinen vertrauenswürdigen Eindruck und hält in letzter Konsequenz Unternehmen von einem Engagement ab. Die brauchen wir aber gerade dringend - mehr denn je. Und da wir offenbar neben santen auch kaum Leute dahinter haben, die Substanz anbieten können (wie Pragmatiker es schreibt und dem ich zu 100% zustimme),wird es ganz schwer aus dieser Lage diesmal wieder herauszukommen.
Gibt es im Januar nicht wieder Leute wie Zillies, die gewählt werden und mit Kompetenz, sachverstand, Kontakten und vor allem einem gezielten Handeln nach einem messbaren Plan Vertrauen bei potenziellen und vorhandenenGeldgebern aufbauen, gehen sehr bald die Lichter aus. Da lege ich mich fest.[/
Stimme Deinen allgemeinen Ausführungen zur Kommunikation in Unternehmen weitgehend zu.
Die Kommunikation bei Arminia läuft allerdings speziell: auf den PKs werden von den Journalisten ja so gut wie nie Fragen gestellt. Dafür steht zum Beispiel Arabi oft lange für individuelle Hintergrundgespräche zur Verfügung. Santen sehe ich dabei nicht... deshalb meine Vermutung, dass jetzt auch in der Krisenkommunikation die Leute eigenständig agieren. Das wäre natürlich schlecht, denn man lieferte mehr Stoff und mehr unterschiedliche Sichtweisen als nötig.
Laufer macht das besser als nach meinem persönlichen Eindruck von ihm zu befürchten. Nicht ungeschickt zum Beispiel, dass er Meinke gerade nicht den schwarzen Peter zuschiebt (den er ohnehin schon hat). Meinke würde gewiss Wege finden, um sich zu wehren, seinen Ruf zu retten versuchen und mit Hintergrund-)Gesprächen mit der Presse seine Sicht der Dinge in die Welt zu setzen. Kann ja auch noch kommen.
Das ist jedenfalls die erste Krise, die Laufer als Präsident zu meistern hat. Ich hoffe, er hat kluge Berater und hört auf sie. Ich kann mir schwer vorstellen, dass Laufer in Finanzen einen Plan hat. Auf mich wirkt er im persönlichen Kontakt wie ein Grüß-August, den man sich nur in guten Zeiten leisten kann. Ich wünschte, ich täusche mich.