Wie andere Gegner zuvor, haben auch Magath und sein Trainerteam Arminias (nicht wenige) Schwächen gut analysiert und die Hertha-Mannschaft entsprechend auf- und eingestellt.
Bei Ballbesitz Arminia schnell tief stehen und Räume verdichten, dann kassiert man kaum ein Gegentor. Arminia das Spielgerät weitgehend überlassen, denn damit können Sie abgesehen von langen Bällen durch Ortega oder einen IV nicht viel anfangen. Sobald der lange Ball erfolgt ist, muss man sich den Vorteil der Körpergröße zunutze machen. Falls Arminia mal weit aufgerückt sein sollte, Nadelstiche durch Konter setzen. Vereinzelte Nadelstiche durch Standards. Damit wären sie in HZ1 fast verdient in Führung gegangen. Mehr Aufwand brauchte es nicht. Und die Berliner rätseln vermutlich noch immer, wie sie auf der Alm zwei Punkte liegen lassen konnten...
Es ist schon bezeichnend, welch gravierende Probleme wir haben, das Mittelfeld spielerisch zu überbrücken - und dadurch einmal Räume aufzureißen. Es fehlt an Spieltempo, Passgenauigkeit, Selbstvertrauen mal 1 gg. 1 zu gehen, einstudierten Laufwegen... Langholz, und vorne helfe der nicht vorhandene Knipser. Und im DM Prietl und Kunze, die gefühlt 80% ihres Ballbesitzes zu den IV bzw. zu Ortega übertragen und damit jedwedes Tempo verschleppen.
Immerhin kann der Truppe nicht der grundsätzliche Wille abgesprochen werden, das echte Fighten der letzten Minuten hätte ich gern deutlich früher erlebt...
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