Kentsch noch im Amt!
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Arminia-Sondersitzung: Kentsch weiter im Amt
Von Dirk Schuster und Friedrich-Wilhelm KrögerBielefeld (WB). Es wird immer fraglicher, ob Arminia Bielefelds Geschäftsführer Roland Kentsch (52) überhaupt noch bis zur Jahreshauptversammlung des Vereins am kommenden Montag im Amt bleibt.
In den vergangenen Tagen hatten die möglichen neuen Arminia-Sponsoren mit den Unternehmen Oetker, Schüco und Gerry Weber an der Spitze die Ablösung des Geschäftsführers zur Bedingung ihres Engagements erklärt. Über das Gesamterscheinungsbild des Klubs in den vergangenen Wochen seit dem Abstieg aus der Bundesliga debattierten Präsidium und Aufsichtsrat des Klubs am Montagabend in einer Sondersitzung. Dabei ging es auch um Kentsch. Im Mittelpunkt aber sollen die Vorbereitung auf die Hauptversammlung sowie die sportliche Ausrichtung gestanden haben.
Tagsüber war schon spekuliert worden, Kentsch habe sich bereits von den Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle verabschiedet und trete nun einen Posten beim Deutschen Fußball-Bund an (WDR-Videotext). Das bestätigte sich aber nicht. Kentsch nahm ebenso wie sein für die sportlichen Belange zuständiger Geschäftsführerkollege Detlev Dammeier an der Sondersitzung teil.
Kentsch besitzt einen Geschäftsführer-Vertrag bis 2012, der jährlich mit etwa 400 000 Euro dotiert ist. Eine Abfindung dürfte sich im Bereich von einer Million Euro bewegen. Einen freiwilligen Rückzug, den Hans-Hermann Schwick (61) als Präsident und Aufsichtsratschef am 22. Juni bei der Jahreshauptversammlung vollziehen wird, deutete Kentsch bisher nicht einmal an.
Argumente zu seinen Gunsten könnte der respektable Finanzzustand des DSC Arminia liefern. Da hat es nach vorherigen sportlichen Talfahrten ungleich dramatischer ausgesehen - bis hin zur Existenzbedrohung. Auch die Deutsche Fußball Liga schätzt die Arbeit, die Kentsch in Bielefeld leistet. Deren Geschäftsführer Christian Seifert erklärte auf Anfrage, dass es die DFL ganz und gar nicht angenehm findet, wenn ein unter ihrem Dach stehender Verein den Eindruck von Chaos erwecke. Aus seiner Sicht stehe Arminia aber gut da. So gebe es keinerlei Probleme mit der Lizenzerteilung.
Ob diese und Kentschs eigene Einschätzung ihn noch vor der Entlassung retten können, ist allerdings sehr fraglich. In der Beurteilung seiner Leistungen geht es auch um die als schroff geltende Art und Weise seiner Amtsführung, die von vielen überaus kritisch gesehen wird.
Quelle: http://westfalen-blatt.de/index.php?id=27995&artikel=reg