Aus der NW von heute:
Saftig verärgert über Zumas Berater
ARMINIA: Sport-Geschäftsführer möchte mit von Heesen verlängern, sieht aber keine Eile
Bielefeld (pep). Wenn das Ziel schon fast erreicht ist, lassen sich beim heimischen Bundesligisten die Vorbereitungen auf die neue Saison getrost intensivieren. Arminia Bielefelds Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig meint damit die Suche nach Verstärkungen für die nächste Spielzeit.
„Neue Fässer“ möchte der Armine dagegen nicht aufmachen. Gereizt reagierte Saftig auf die Meldung, dass vier englische Klubs Interesse an Sibusiso Zuma zeigen. Was Saftig an dieser Sache besonders stört, ist das Verhalten von Zumas Berater Rob Moore, der „einen Spieler mit Vertrag bis 2008 schon nach einem Jahr wieder woanders anbietet.“ Ähnliches Geschäftsgebaren hatte Moore im Vorjahr schon bei Delron Buckley an den Tag gelegt. Das Ende dieser Bemühungen ist bekannt, Buckley ging nach Dortmund. Über das Werben der Premier-League-Klubs um Arminias Stürmer mache er sich „aber keine Gedanken“, so Saftig. Interessenten müssten nicht nur die Ablösesumme von zwei Millionen Euro, die Saftig nicht bestätigen will, aufbringen, sondern auch andere Bedingungen erfüllen.
Aktuell noch kein Thema ist für Saftig auch die Position des Trainers. Dem Kicker sagte der DSC-Geschäftsführer, dass er gern „bis mindestens 2008“ mit Thomas von Heesen zusammen arbeiten möchte: „Wenn Thomas das Bedürfnis hat, können wir uns jederzeit mit ihm an den Verhandlungstisch setzen.“
Offenbar herrscht nach einem kurzen Meinungsaustausch beiderseits Konsens darüber, dass jetzt „keine absolute Notwendigkeit“ (Saftig) bestehe, das Thema zu intensivieren. Von Heesen hatte zu bedenken gegeben, dass potenzielle Neuerwerbungen gern wüssten, mit welchem Trainer sie es in Bielefeld auf absehbare Zeit zu tun hätten. Er selbst verfüge aber nur über einen Vertrag bis 2007. „Ich gehe davon aus, dass Thomas von Heesen auch darüber hinaus noch bei uns ist, denn er ist ein guter Trainer, und wir wollen längerfristig mit ihm arbeiten“, sagte Saftig. Für den Geschäftsführer genießen die Gespräche mit neuen Spielern zunächst aber Priorität.