Auf ein schönes und ehemals spannendes Ostderby!
Die Presse lässt im Vorfeld natürlich wieder den 2. Weltkrieg aufleben, ganz unter dem Motto "Leute, hammstert Lebensmittel, zieht euren Töchtern alte Lumpen an und beschmiert sie mit Dreck, versteckt eure Wertsachen, verkauft Hab und Gut.... Scheis* auf die Hunnen und Russen vergesst die Pest und den Hunger... die Dynamos kommen". ![]()
ZitatAlles anzeigenMagdeburg - Im Magdeburger Stadion wird morgen um 14:00 Uhr das Schlagerspiel der Fußball-Regionalliga 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden angepfi ffen. Das Ost-Derby kann nur unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen stattfi nden. Rund 1'000 Polizisten sind in der Stadt im Einsatz. Befürchtet wird, dass unter den erwarteten 3'600 Dresdner Fans auch mehrere hundert Hooligans anreisen.
Magdeburg im Ausnahmezustand – dies ist zumindest für das östliche Stadtgebiet morgen ab Mittag keine Übertreibung. Das massive Polizeiaufgebot wird den Verkehr weitestgehend lahmlegen. Die Hauptstraßen in Ost-West-Richtung – Teile der Berliner Chaussee und des Südbrückenzuges – bleiben bis 18 Uhr gesperrt.
Steht der Stadt eine Hooligan-Schlacht bevor ? Magdeburgs Polizeichef Wolfgang Mönckmeyer : " Das werden wir mit aller Kraft verhindern. " Gewahrsamszellen für mehrere hundert Randalierer stehen in Magdeburg und in Umlandrevieren bereit. Ziel des " größten Magdeburger Polizeieinsatzes zu einem Fußballspiel ", so der oberste Einsatzleiter Mönckmeyer, sei es aber, Rädelsführer frühzeitig von der übrigen Masse zu trennen und Auseinandersetzungen im Keim zu ersticken.
Rund 1'000 Polizisten – Hundertschaften aus Bayern, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – werden im Einsatz sein. Auch Braunschweiger Sympathisanten des FCM und Mitglieder Dresdner Fanclubs aus Nordrhein-Westfalen werden erwartet. Pkw, in denen Fußballfans sitzen, kontrolliert die Polizei bereits an Einfallstraßen. Ohne Eintrittskarte werden Fans nicht in die Stadt gelassen. Morgen wird es keinen Kartenverkauf am Stadion mehr geben.
Die 3'600 Dresdner reisen überwiegend in zwei Sonderzügen und 33 Bussen an. Unter den 1'800 Fans in den beiden Zügen werden auch gewaltbereite Hooligans, vor allem die Dresdner " Ultras ", erwartet. Wo sich genau der Bahn-Haltepunkt befindet, sagt Mönckmeyer nicht. " Wir behalten uns da kurzfristige Änderungen vor. " Auf der Internetseite der " Ultras " heißt es : " Alle in Schwarz nach Magdeburg !!! Hose, Pullover & Jacke in Schwarz !"
Zu der " Ultra " -Hooligan-Szene gehören in Dresden mehrere hundert Personen. Im Oktober wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Dresdner Hooligans und der Polizei in Berlin 23 Polizisten verletzt. Vor vier Wochen bedrohten " Ultras " nach einem verlorenen Heimspiel gegen Osnabrück die eigenen Spieler beim Training. Das Spiel Dresden gegen Erfurt am 10. März musste von 900 Polizisten gesichert werden. Nach Flaschenwürfen zwischen den Fanblöcken wurden 20 Randalierer in Gewahrsam genommen.
In Magdeburg werden die 1'800 Zuginsassen von sächsischen Polizei-Hundertschaften ins Stadion eskortiert. Mönckmeyer befürchtet, dass Magdeburger versuchen, den Zug anzugreifen. " Raumschutzkräfte sichern auch das Umfeld abseits des Weges. " Im Stadion werden Dresdner und Magdeburger Fans durch Zäune und Gräben getrennt. Zu beiden Seiten des Dresdner Blocks werden Ränge nicht besetzt. Im Stadion herrscht strenges Alkoholverbot. Fahnenstangen und große Transparente sind verboten.
Die Angst vor Übergriffen Magdeburger Randalierer auf den Dresdner Fanzug ist nicht unbegründet. Im Oktober 2006 waren die " Maggies ", so der Dresdner Jargon für " Magdeburger ", beim Spiel in Dresden mit Beuteln voller Gülle und Kot beworfen worden. Die Magdeburger sinnen nun auf " Gülle-Rache ". Auf Dresdner Seite hatten es " Fans " auf das Interieur des Magdeburger Stadions abgesehen. Grund : Der Baukonzern Hochtief, Sponsor des FCM und Erbauer des Stadions, blockierte lange in einem Rechtsstreit den Beginn eines Stadion-Neubaus in Dresden. Dieser Streit ist seit gestern beigelegt. Ab Juni wird das Dresdner Stadion gebaut.
FCM-Manager Bernd Hofmann sieht der Auseinandersetzung dennoch gelassen entgegen : " 350 FCM-Sicherheitskräfte sind im Stadion im Einsatz – dreimal mehr als bei anderen Spielen. Dank der Videoüberwachung können wir Gewalttätigkeiten sofort erkennen und eingreifen. "
Hofmann freut sich auf 20'000 Besucher, die im Stadion Stimmung machen werden. " Das sind zu 99 Prozent friedliche Fußballfans. " Der Manager hält nichts von Panikmache. Hofmann : " In erster Linie steht uns ein Fußballfest bevor. Die Polizei und unsere Sicherheitskräfte unternehmen alles, dass dieses Fest auch ein Fest bleibt. "
EndeQuelle "Maggi Volksstimme"