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  3. ArminiaPF2D

Mein-Solarlampion

Beiträge von ArminiaPF2D

  • 8. Spieltag: DSC Arminia - Bayer Leverkusen

    • ArminiaPF2D
    • 10. November 2020 um 15:57
    Zitat von B_84


    Ich stimme zu, dass wir die Stärken der letzten Saison wieder ausgraben sollten. Ich stimme aber nicht zu, dass das Beißen, Spucken und Kämpfen war. Primär war der ruhige Spielaufbau mit viel Ballbesitz im 4-3-3. Da waren wir zudem sehr eingespielt. Defensiv haben wir aber eher auf den Fehler der Gegner gewartet um dann wieder ruhig aufzubauen.

    Die Frage ist, was macht man jetzt? Entweder kehre ich zurück zu diesem System (man kann das ja ruhig etwas defensiver spielen als letzte Saison). Vorteil: Sie sind darin eingespielt. Nachteil: In Liga 1 deutlich schwieriger durchzusetzen.
    Oder ich impfe eine robuste Defensive und schnelles Umschaltspiel ein? Vorteil: Damit hat man in Liga 1 als "kleiner Fisch" die besten Möglichkeiten auf Punkte. Nachteil: Das ist überhaupt nicht Arminias Spiel, die Spieler dafür fehlen mMn.

    Gegen Wolfsburg in der ersten Halbzeit und gegen Union hat man so eine Mischung aus beiden versucht und das ist krachend gescheitert. Ich glaube, dass unsere Spieler das System aus der letzten Saison am besten beherrschen und würde das weiter durchziehen bei defensiverer Grundausrichtung, also 2 Sechser und Außenstürmer, die mit nach hinten arbeiten (auch da waren Clauss und Vogl stark). Das sorgt für Eingespieltheit und auch für Sicherheit. Und selbst wenn man gegen Leverkusen und Leipzig damit verliert ist man in dem System eingespielt für das wichtige Spiel gegen Mainz.
    Kleine Ergänzung noch: Paderborn wurde ja gelobt, dass sie mutig gespielt haben in Liga 1. Das ist für die Hinrunde korrekt. In der Rückrunde haben sie ihr Spiel allerdings umgestellt und sind defensiver aufgetreten. Das hat letztlich dazu geführt, dass sie nur noch höchst glücklich in Freiburg gewonnen haben uns sonst gar nicht mehr. Die meisten unentschieden waren auch eher glücklich (z.B. 0:0 in DD bei 4 mal Pfosten oder Latte). Also hat es denen auch geschadet, zu viel umzustellen.


    Top Beitrag. :thumbup: Ich würde sogar vermuten, dass die Verantwortlichen dies genauso analysiert haben und gemäß Option 2: "robuste Defensive und schnelles Umschalten" die Neuzugänge ausgewählt und eingekauft worden sind. Letztes Jahr haben wir solche Spieler kaum benötigt, weil wir fast durchgängig die Mannschaft mit viel mehr Ballbesitz als der Gegner waren. Es war offensichtlich, dass wir das in der ersten Liga so nicht weiterspielen können, also brauche ich schnelle, trickreiche Flügelspieler, was Robustes für die Verteidigung und einen entwicklungsfähigen 6er. Doof nur, wenn die Mannschaft als solches bisher nicht richtig zündet.

  • 8. Spieltag: DSC Arminia - Bayer Leverkusen

    • ArminiaPF2D
    • 9. November 2020 um 17:25

    Mir ist es vollkommen egal, wer spielt. Im Abwehrverhalten erwarte ich generell mehr Kampfbereitschaft und Biss. Wenn ich auf die Aufstellungen hier gucke, weiß ich allerdings nicht, wie wir ein Tor schiessen wollen. Ich sehe da niemanden im Mittelfeld, der schnell umschalten kann bzw torgefährlich ist. Hartel und Prietl können einen Marathon laufen, aber wenn sie die Löcher in der Abwehr nicht zubekommen bzw. Bewegung in die gegnerischen Abwehrreihen bekommen, hat das keinen Effekt. Yabo ist wohl eher das Gegenteil von einem schnellen Flügelspieler. Der schnellste Mann aus Österreich ist abgemeldet. Doan ist der einzige Spieler, der im 1:1 bestehen könnte.

    Die große Stärke vom letzten Jahr war, dass wir einen sehr breiten Kader hatten, der Verletzungen und Sperren sehr gut kompensieren konnte. Was in der zweiten Liga noch funktioniert hat, erweist sich jetzt als schwieriger, weil es in der Spitze an Qualität mangelt.

  • 7. Spieltag: Union Berlin - Arminia

    • ArminiaPF2D
    • 7. November 2020 um 18:09
    Zitat von almgänger 1955

    Was und wen er gemeint hat, bleibt doch eh intern. Und das soll bitte auch so bleiben
    Der entscheidende Punkt ist, dass wir mit dem erfolgreichen System der Zweitligasaison keine Chance haben. Die Gegner sind so gut, dass sie den Ballbesitz und das Querspielen von uns komplett aushebeln und wir nicht mehr wissen, wie wir nach vorne kommen sollen. Unser schnelles Umschaltspiel fällt völlig flach. Es sieht alles behäbig und langsam aus, keine Zweikampfhärte am Gegner, weil der immer schon weg ist.
    Heute waren Lauersen und das Mittelfeld überfordert. Offen wie ein Scheunentor. Der langsame Kruse zieht die Strippen und leitet mit Zuspiel auf Außen die Tore ein.

    Dsa war übrigens beim Schalke Pokal Spiel im letzten Jahr genauso. Schon da hat man sehen können, wie wir in der ersten Halbzeit gerade im Mittelfeld vollkommen überrannt worden sind, da hätte es locker 5:0 nach 45 Minuten stehen können. Das wird dann nochmal zurück gekommen sind, lag an Schalke, die versucht haben, mit halber Kraft zu spielen, und an uns, weil wir dann mal draufgegangen sind.

  • 7. Spieltag: Union Berlin - Arminia

    • ArminiaPF2D
    • 7. November 2020 um 18:03
    Zitat von almgänger 1955

    Nach vier Niederlagen im Stück war das heute ein ganz wichtiges Spiel, was wir komplett desaströs verloren haben. Wir haben alles vermissen lassen, was erfolgreichen Fußball ausmacht: Zweikampfverhalten, Taktik, Bissigkeit. Diese Niederlage wird auch in den Köpfen der Spieler Spuren hinterlassen. Das Selbstvertrauen ist komplett weg. Mir reicht's für heute. Das war fürchterlich.
    Fabi im Interview. Der ist bedient. Und das mit Recht.


    Meine Hoffnung ist eine Gegenreaktion, aber es steht zu befürchten, dass diese Niederlage wirklich Spuren in den Köpfen hinterlassen wird. Wie vor der Saison schon gesagt, wird alles passen müssen, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Momentan passt aber nur wenig bis gar nichts, so dass sowas wie heute zustande kommt. Unsere (vorher von uns als) benötigte bundesligataugliche Feldspielerachse um Pieper, Prietl, Hartel und Klos erweist sich entweder als doch nicht bundesligatauglich oder nur völlig unter Normalform (letzteres ist zu hoffen, um überhaupt eine Chance zu haben). Unsere Neuzugänge sind allesamt keine sofortigen Verstärkungen (sei es leistungsmäßig oder verletzungsbedingt), und selbst Doan zeigt nur Ansätze. Zudem gibt es keine positiven Überraschungen der Spieler des letztjährigen Kaders, die jetzt mal den nächsten Schritt machen (Seufert, Soukou, etc.). Es rächt sich jetzt, dass wir nur junge Spieler ohne Bundesligaerfahrung geholt haben und wir überhaupt keine Bundesligaerfahrung im Kader haben (Union hat nicht umsonst Gentner und Subotic geholt). Dazu unerklärliche individuelle Fehler und noch nicht einmal Aggressivität auf dem Platz. Insgesamt reicht das dann folglich natürlich überhaupt nicht.

    Nichtsdestotrotz, wir haben jetzt nach meiner Rechnung erst 3 Punkte zu wenig. Gegen Leverkusen gibt es einen dreckigen 1:0 Sieg (Tor Dalovic)...

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 6. November 2020 um 13:32
    Zitat von dr.peilett

    Ich möchte ein paar Vergleichszahlen zu den belegten Intensivbetten anbieten. Die zweite Zahl gibt die Anzahl der meldenden Standorte an!

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit heute, am 5.11.: 21.718 1286
    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.10: 21.832 1285

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.09.: 21.673 1282
    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.08.: 21.473 1281

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.07.: 21.406 1275

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.06.: 19.316 1240

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.05.: 19.484 1262

    Zahl der belegten Intensivbetten bundesweit am 1.04.: 10.402 912


    Quelle: https://www.divi.de/divi-intensivr…-archiv?start=0

    Alles anzeigen


    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was Du uns mit den Zahlen sagen möchtest. In dem Report gibt es ja auch spezifische und deutliche aussagekräftigere Daten zur Covid-Situation, und da wird explizit gezeigt, wie sich die High Care Kapzitäten von ca 8.000- 9.000 seite Mitte Oktober auf Stand heute 5.211 Betten verringert hat, und parallel dazu die Covid-19 Infektionszahlen in die Höhe schiessen. Zudem färbt sich ja auch die schöne abgebildete Deutschlandkarte (Covid-19 Fälle pro ITS Bett aggregiert auf Kreisebene) über die Wochen immer weiter bläulich an.


    Deine Zahlen sollen wohl demonstrieren, dass bei gleichbleibender Anzahl von gemeldeten Standorten sich die Anzahl der belegten Intensivbetten nicht verändert, d.h. dass Corona keinen Effekt auf die Anzahl der Patieneten, die intensivmedizisch versorgt werden müssen, hat. Umso verwunderlicher wäre dann natürlich die Gutheißung des Lockdowns durch die Divi (Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin). Vielleicht, reine Mutmassung, hängen die von Dir genannten Zahlen ja auch damit zusammen, dass die Covid-19 Zahlen auf den Intensivstationen zwar einerseits ansteigen, gleichzeitig nicht unbedingt notwendige Operationen aber verschoben werden, um Kapazitäten für Covid-19 zu schaffen. Oder die Leute trauen sich nicht ins Krankenhaus. Es wäre dann z.B. eine interessante Kontrollstatistik, ob die Zahl der Operationen insgesamt gesunken ist.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 5. November 2020 um 09:05
    Zitat von distro

    Streeck hatte unter Anderem behauptet, dass wir auch 20.000 Neuinfektionen pro Tag verkraften können. An dieser Aussage kann er sich von heute an messen lassen.
    (Quelle: Vom 14.10.2020)
    https://www.n-tv.de/panorama/20-00…le22097604.html


    Wir sollten diese Interpration von Zahlen wirklich nicht den Laien überlassen!

    Von dem Positionspapier des KBV durch Streeck und Schmidt-Chanasit (erstellt am 28.10.2020) haben sich die Verbände und andere Mediziner jetzt mehrheitlich distanziert.


    Ich finde, dass sich die medialen, politischen und wissenschaftlichen Diskussionen und auch Sticheleien zwischen den jeweiligen Akteuren eigentlich noch im normalen Rahmen befinden, übrigens auch hier im Forum. Auch vor Corona war es schon immer so, dass sich jeder Wissenschaftler in Sachen Forschungsgelder, Professorenberufungen, wissenschaftliche Veröffentlichungen usw. primär nur sich selbst am nächsten ist. Dann kommt ein Kreis befreundeter Wissenenschaftler, die aus verschiedenen Gründen als Mitstreiter und nicht als Konkurrent angesehen werden und über den Rest wird auf der Konferrenz beim Abendbier genüsslich gelästert. Das Drosten die Runde in Meppen nutzt, um auch wieder einige Spitzen gegen Kollegen auszuteilen, mag fraglich sein, er wird andererseits aber ebenso von der Gegenseite öffenlich angegriffen. So what.
    Das eigentliche Problem sehe ich aber gar nicht in der öffentlichen Kontroverse, sondern einzig und allein im Zeitpunkt. Wir hätten den ganzen Sommer verschiedene Infektionsszenarien durchdiskutieren und uns über den richtigen Weg streiten können. Aber jetzt benötigen wir keine Fragen und Diskussionen mehr, sondern angesichts der in den letzten Wochen stark steigender Infektionszahlen sofortige Entscheidungen, wohl basierend auf dem was wir wissen, und unter Berücksichtigung dem was sein könnte. Das soll nicht bedeuten, dass keine Fragen mehr gestellt werden dürfen, aber sie dürfen das und allen gemeine Ziel nicht in Gefahr bringen, sprich die Menschen dürfen nicht verunsichert werden und die große Mehrheit sollte auch weiterhin an einem Strang ziehen. Meine (nicht dringende :-)) Frage an alle Drostens, Streecks, etc wäre daher, warum die sich im Sommer nicht zusammengesetzt und eine gemeinsame Kommunikationsstrategie entwickelt haben- oder habe ich da etwas verpasst?

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 3. November 2020 um 13:22

    Drosten hat es ja in der Runde sehr gut beschrieben, dass bei einer breiten Anwendung von Schnelltests (u.a auch im privaten Bereich) ein generelles Umdenken (politisch, juristisch, etc) benötigt wird. Die Frage, wer auf welcher Gesetzesgrundlage Humandiagnostik durchführen darf und wie es mit evtl strafrechtlichen relevanten Haftbarkeiten aussieht, sind wohl nicht ganz unwichtig. Allerdings ist eine Pandemie natürlich auch eine besondere gesellschaftlich und medizinisch kritische Situation, die einen Einsatz von solchen Tests nötig macht.

    Wahrscheinlich aber mangelt es wohl eher an den notwendigen Produktionskapazitäten und die Schnelltests stehen noch nicht in ausreichendem Maß bzw nur in Krankenhäusern und andere systemrelevanten Einrichtungen zur Verfügung. Indirekt hat Drosten übrigens auch unsere hier diskutierte Frage beantwortet, warum man die PCR nur zur Diagnose einer Infektion und nicht gleichzeitig zur Infektiösität nutzt. Es liegt wohl u.a. schlicht und ergreifend am Faktor Zeit. Wenn ich eben erst nach 3-4 Tagen (oder noch länger wie in meinem Bekanntenkreis passiert) das Resultat der PCR bekomme, dann ist die Aussagekraft für meinen aktuellen (wie gesagt 3-4 Tage später) Infektiösitätsstatus natürlich mehr oder weniger Null. Ein Schnelltest kann evtl diesbezüglich dann wirklich verlässlichere Aussagen machen.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 2. November 2020 um 09:24
    Zitat von dr.peilett

    In vitro Anzüchtbarkeit des Virus entspricht einem replikationsfähigem Virus entspricht Infektiosität! Klarer kann das gar nicht definiert sein. Studien dazu gibt es genug, die habe ich an anderer Stelle bereits gepostet.
    Wir haben offensichtlich einen sehr unterschiedlichen Wissensstand zur PCR!


    Respekt, dass Du mich immer wieder verblüffst. Dass man Viren in-vitro anziehen kann, habe ich nie bestritten, hilft Dir aber kein bißchen weiter, weil Du immer noch das Problem der nicht-standardisierbaren Probennahme hast. Du kanstt Dir folglich evtl einen Standardreferenz aufbauen, aber sie letztendlich nicht anwenden: wenn Du im Rachen daneben wischt, kannst Du in-vitro auch nichts anziehen.

    Zweitens besteht weiterhin die Frage, inwieweit Infektiösität mittels real-time PCR (oder ggfl einen anderen diagnostischen Technoogie) quantifizierbar ist. Das ist z.B. der Unterschied zur Lebensmitteldiagnostik, wo die real-time PCR zum Beispiel für den Nachweis von Salmonellen eingesetzt wird. Auch da reichert man die Bakterien in Anreicherungsmedien an, aber da geht es oftmals eben nicht um eine Quantifizierung, sondern allein um eine möglichst hohe Sensitivität. Wenn man also ein positiven Nachweis bekommt, wird die Charge Lebensmittel entsprechend einfach entsorgt, unabhängig vom ct Wert.

    Willst Du folglich wirklich den Virus in einer Probe quantifizieren, müsste man die Reproduktionszyklen von Viren bei der Anzucht standardisieren, was aber nicht so einfach zu standardisieren ist. Zum anderen sind wir als "System Mensch" so komplex, dass eine Korrelation von ct Wert (ob mit oder ohne Anzucht) und Infektiösität u.a. auch von Speichelkonsistenz, Nahrung, Mikrobiom und anderen Faktoren abhängig sein kann. Ich kann mich nur wiederholen: wenn es so einfach wäre, würden wir es machen.

    Danke übrigens für den letzten Satz: ich glaube, ich bin da insgesamt up-to-date (und ich dachte, Du bist gegen "Unmöglichmachen" und "Beleidigen".

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 1. November 2020 um 23:50

    Sollte nicht eine Standardisierung des Ct-Wertes erfolgen,
    damit Ergebnisse verlässlich die Infektiösen herausfiltern?
    Ja, sollte man unbedingt tun, wenn man es könnte. Zum einen handelt es sich um einen unbekannten Virus, der auf uns Menschen unterschiedliche Auswirkungen hat und man deswegen den ct Wert (noch) nicht mit der Infektiösität eines Menschen korrelieren kann. Ob man sowas überhaupt bei anderen RNA-Viren in der Routinediagnostik macht? Es stellt sich dann die Frage nach der generellen Aussagekraft eines ct Wertes, der ja z.B. maßgeblich von der Probennahme abhängt. Das heißt, wenn der Probennehmer zielsicher an den Viren im Rachen vorbeiwischt, bekommt man letztendlich endweder einen niedrigen ct Wert oder im schlimmsten Fall ein Falsch-Negatives Ergebnis.

    Die von Dir vorgeschlagene "Standardisierung" wäre ein Schritt in die richtige Richtung und ich würde überhaupt keinen Grund sehen, dass irgendjemand was dagegen hätte, wenn es wissenschaftlich belegbar und insgesamt möglich wäre. Es liegt aber wohl an schlicht und ergereifend an der nicht vorhandenen Datenlage, eine solche wünschenswerte Standasierung durchzuführen. Das letzte was wir brauchen sind positiv Getestete, die zwar als nicht-infektiös deklariert werden, aber letztendlich doch noch infektiös sind.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 31. Oktober 2020 um 12:07
    Zitat von dr.peilett


    Also davor, dass manche Krankenhäuser an ihre Grenzen stoßen, habe ich schon Respekt. Ob es so kommt, weiß ja niemand, aber es ist für mich nach wie vor lohnendstes Ziel, das zu verhindern.

    Aber letztlich weiß doch niemand - außer bei den evidenten Maßnahmen wie Abstand, Masken und Hygiene - wie was wirkt.

    Dafür, dass wir im Frühjahr so glimpflich davon gekommen sind, gibt es ja nun zig Erklärungsansätze und jeder meint, genau zu wissen, warum es so war. Da schalte ich ab oder gehe sofort in den Widerstand. Denn niemand weiß es. Länder mit deutlich härteren Maßnahmen sind wesentlich schlimmer dran gewesen und da gibt es dann wieder zig Allwissende, die auch das erklären können. Genau, warum Schweden so einen Verlauf genommen hat oder warum in Afrika Corona kaum eine Rolle spielt.

    Dieses Virus spielt verrückt. Aber es wird jetzt schon deutlich gemacht, dass - wenn die jetzigen Maßnahmen nicht wirken - es an denen liegt, die sich nicht dran gehalten haben. Und wenn die Zahlen runter gehen, waren es die Maßnahmen. Auf keinen Fall spielt da der gewöhnliche wellenartige Verlauf einer Epidemie eine Rolle.

    Herr Spahn hat so schön unfreiwillig deutlich gemacht, worum es ihm geht, als er aus der Quarantäne zum Volk gesprochen hat. "Hören Sie nicht auf die, die beschwichtigen". Vielen Dank, Herr Spahn. Ich mache meiner Mutter, die schon vor Angst und lauter Maßnahmen vereinsamt, also lieber weiter Angst, statt zu beschwichtigen?

    Wir alle sollen Angst haben, damit wir folgsam sind. Und das klappt bisher ganz gut. Mit der Ausnahme, dass man nicht bedacht hat, dass wenn man sich in so eine extreme Position begibt, diese auch extreme Gegenpositionen hervorruft. Ist in einer Welt der Dualitäten und Polaritäten so.

    Und die Gegenpositionen werden nun durch Unmöglichmachung, Diffamierung und Denunzierung bekämpft.

    Ich lasse mich gern führen, wenn ich gut geführt werde. Aber dann muss auch die frage erlaubt sein, wohin denn die Reise geht und ob der Weg denn unbedingt durch ein Nesselfeld führen muss!

    Übrigens: Hat nicht gerade jemand öffentlich darüber nachgedacht, die Risikogruppen mit ffp2-Masken auszustatten und dazu deren Produktion hochzufahren? Über 6 Monate nach dem Ausbruch kommt jemand auf die Idee. Ich fasse mir da an den Kopf! Und sicher kann mir auch da wieder jemand erklären, dass zuerst Ärzte und Pflegepersonal und Materialengpass und bla bla bla...

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    Wir sind zwar beim Thema PCR vielleicht nicht einer Meinung, aber hier bei diesem Beitrag gibt es Schnittmengen. Ich denke z.B. auch, dass wir den Sommer nicht optimal genutzt haben, nicht nur hinsichtlich der Maskenfrage, sondern auch Austattung von Schulen und Gesundheitsämtern, Schutz von Altersheimen usw.

    Was die Diffamierung und Unmöglichmachung angeht, tun sich beide Seiten nichts. Ich erinnere nur mal daran, dass Du vor Wochen Drosten mal die Kompetenz zum Thema Coronavirus abgesprochen hast (und jetzt auf einmal wieder zitierst, weil er vor 6 Jahren eine Meinung hatte, die Dir jetzt wieder passt). Also diesbezüglich muss hier wirklich niemand herumjammern.

    Was mir auch weiterhin fehlt ist eine Antwort auf die Frage, wie eine alternativer Weg, der nicht durchs Nesselfeld gehen soll, aussieht. Das Papier von Streek et al gibt darauf keine Antwort, AHA Regeln usw werden seit Monaten von allen rauf- und runter gepredigt, und trotzdem sind wir offensichtlich in einer Situation, wo wir bei anhaltender exponentiellen Entwicklung in ein paar Wochen an die Kapazitätsgrenzen unserer Intensivstationen kommen können. Die vielbeschworene "Selbstverantwortung" sind schöne Gedanken aber funktionieren bei der Spezies "Mensch" offenbar nicht, und das zeigen auch andere Themen wie Klimawandel, Fleischkonsum, Auto, etc. Ich erwarte nicht, dass Du uns jetzt den rosengebetteten Weg zeigst, aber wenn man immer nur kritisiert und Fragen aufwirft und selber nichts zu bieten hat, dann ist das irgendwann für ein schwacher Standpunkt.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 27. Oktober 2020 um 19:44
    Zitat von Pasi

    ArminiaPF2D: Man kann das aber auch ganz anders rechnen: diese 13 Fälle sind nicht in den letzten 25 Wochen bekannt geworden, sondern in den letzten beiden; 2x56x40x2 = 8960, 13/89,60 = 0,15 %
    Jetzt nehmen wir noch einmal die Grafik von Distro (Post 2611) und nehmen anstatt der 50 Infizierten sogar 100 und werden sehen, dass dann immer noch von fünf positiven Ergebnissen drei falsch sind.


    Wir scheinen ein extrem unterschiedliches Verständnis von Zahlen und diesem Fall der Referenzmenge, auf die sich eine statistische Berechnung bezieht, zu haben. Zumindest kann man doch nicht eine generelle Aussage über die Zuverlässigkeit einer Technologie machen, andererseits aber die Referenzmenge einfach so einengen, wie es passt. Nach dieser Logik hat Uwe Neuhaus unrecht und unsere Gewinnquote und -chancen gegen Bayern sind 100%: man muss nur die Niederlagen und Unentschieden aus der Rechnung rausnehmen. Dann gehe ich mal schnell meinen Lottoschein abgeben.
    Die erwähnte Abbildung bringt aus meiner Sicht Falsch Positive und Negative durcheinander- das sagt schon alles.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 27. Oktober 2020 um 08:54
    Zitat von Pasi

    ArminiaPF2D: Wenn die Labormethoden extrem zuverlässig sind, würde mich schon interessieren, wie Du Dir die reichlichen falsch-positiven Tests im Fußball erklärst (Heidenheim 6, Würzburg 3, Zwickau 3, Bayern 1)?


    "Reichlich"? Rechnen wir mal durch: 2 Corona-Tests pro Woche pro Mannschaft (1.,2.,3. Liga = 56 Mannschaften; 40 Menschen pro Verein: Spieler, Trainer, Funktionäre) seit April (25 Wochen). 2 (Tests)* 56 (Mannschaften) * 40 (Menschen) * 25 (Wochen) = 112.000 Tests insgesamt. Das ist zudem noch konservativ kalkuliert, weil die Spieler wohl eher 3 mal pro Woche getestet werden oder die Kader und Funktionsteams wie Trainer etc viel größer sind. Also stehen 112.000 Tests 13 Falsch-Positive Fälle gegenüber: = 0,011%. Das ist nicht "reichlich", sondern statistisch absolut im Rahmen (s. Dr. Peiletts Sensitivität). Nun kommen natürlich einige daher und sagen, "dass das ja nur die bekannten und öffentlich gemachten Fälle sind". Dem halte ich dagegen, dass gerade in der von den Medien streng überwachten Fußballlandschaft größere Fallzahlen von Falsch-Positiven bekannt geworden wären.

    Was in diesen 13 Fällen falsch gelaufen ist lässt sich nur vermuten. Die DFL/ der DFB wird aber einen klaren Testplan ausgearbeitet haben, d.h. alle Teams nehmen zu einem bestimmten Tag und Zeitpunkt Proben und schicken diese sofort ins Labor. Jegliche Planbarkeit ist in diesen Corona-Tagen gerade für die Labors, die sehr belastet sind, Gold wert, zumal auch die DFL/der DFB die Resultate schnellstmöglich benötigt. Die DFL/ DFB wird deswegen mit einem Laborverbund zusammenarbeiten, der mehrere Labore deutschlandweit betreibt, zentral die Proben sammelt und dann analysiert. Guckt man nun auf die Fälle, sieht man, dass offensichtlich nur süddeutsche (+ Zwickau, was aber auch nah an Bayern ist) Teams betroffen sind. Das heisst (reine Spekulation): sollte es zu einem groben Fehler bei der Durchführung der PCR im süddeutschen Labor des Laborverbundes gekommen sein, kann es eben passieren, dass sofort 13 Spieler als falsch positiv analysiert werden. Trotzdem hat dies dann immer noch nichts mit der Zuverlässigkeit der PCR an sich zu tun, denn die ist nachweislich und wissenschaftlich belegbar robust. Wie gesagt: Fehler können niemals ausgeschlossen werden, aber die sind nicht methodisch, sondern menschlich, technisch oder Proben-begründet.

  • 5. Spieltag: VfL Wolfsburg - Arminia

    • ArminiaPF2D
    • 26. Oktober 2020 um 22:28

    Ich habe gehört, dass Samir Arabi für das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen noch einen Neuzugang für den Sturm verpflichten möchte. Diese Geheimwaffe ist inzwischen 37 Jahre und spielt Gerüchten nach beim FK Grbalj Radanovici, oder woanders. Also souveräner und sicherer 1:0 Sieg für uns.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 26. Oktober 2020 um 21:50
    Zitat von dr.peilett

    Panik verbreiten und Schuld zuweisen. Ob uns das weiterhilft?

    Da nofear121 nochmal wegen der falsch positiven Tests nachfragt: Falsch positive Tests (fp) entstehen durch eine nicht ausreichende Spezifität der PCRs, falsch negative (fn) durch eine zu niedrige Sensitivität. Werden ganz simple in Prozent angegeben und sind sehr einfach wissenschaftlich zu erheben. An anderer Stelle hab ich das ausführlicher erklärt.
    Aber: Das RKI hüllt sich in Schweigen, was diese Werte angeht. Zumindest kann man darüber nichts finden. Und: Es gibt nicht einmal Normen, was die PCRs angeht. Weder, was die Durchführung angeht (Anzahl Vermehrungszyklen), noch, ab welchem Grenzwert ein Test nicht mehr als positiv angesehen wird, da keine Infektiösität vorliegen kann, da die gefundene Menge an Viren RNA schlicht zu gering ist, als dass sich das Virus vermehren könnte.

    Also: Auch scheinbar absolute Zahlen werden durch entsprechendes Hintergrundwissen leicht relativierbar.


    @Dr. Peilett: ich helfe Dir gerne weiter. Auf der RKI Seite wird man hin und wieder doch fündig. Zu finden unter: "Probenmaterial für die PCR-Diagnostik zum direkten Erregernachweis"
    https://www.rki.de/DE/Content/Inf…stung_nCoV.html

    Genau wie die schon diskutierte Panikmache seitens Politiker und Medien nicht zur wirklichen Versachlichung der Thematik taugt, machen es die ständigen Versuche der Verharmlosung durch unpräzise Scheinargumente auch nicht besser. Fakt ist: für falsch positive PCR Ergebnisse gibt es eine Vielzahl an potentiellen Möglichkeiten: von Proben im Labor vertauscht, Patient ist in der abklingenden Phase der Krankheit und deswegen beim zweiten Test negativ, Crosskontaminationen durch fehlerhafte Laborautomation bis zur unsauberen Probennahme, usw. Vielleicht gibt es auch Corona-positive Patienten, die im zweiten Test falsch negativ sind. Das sollte in einem gut validierten Labor nicht passieren, passiert aber dennoch aufgrund des massiven Probenaufkommens.

    Man kann falsch positive niemals 100% ausschliessen, aber genau deswegen führt man beim Corona Nachweis eine Vielzahl an Qualitätskontrollen und -maßnahmen durch (Negativkontrollen; Doppelmessung; 3 verschiedene Corona Gene werden nachgewiesen; Barcoding von Proben usw), um das Risiko eines Falsch-Positiven Tests minimieren. Deswegen nochmals: die Lage ist ernst, aber Panik nützt niemanden. Aber die absichtliche Verharmlosung (auch z.B. im Falle der vollkommen absurden Vergleiche Grippe vs Corona) und das stetige Anzweifeln von extrem zuverlässigen Labormethoden wie die real-time PCR sind wirklich kaum zu ertragen.

  • 5. Spieltag: VfL Wolfsburg - Arminia

    • ArminiaPF2D
    • 26. Oktober 2020 um 09:33

    Ich finde, dass 4 Punkte nach 5 Spieltagen absolut im Rahmen des Erwartbaren sind. Man hätte gegen Frankfurt auch verlieren und gegen Bremen bzw. gestern mit Glück einen Punkt holen können. Aber insgesamt ist das ok, wir sind eben schon jetzt mittendrin und zwar dort, wo man uns erwartet hat- unten in der Tabelle. Was offensichtlich ist, dass die Mannschaft (hoffentlich) noch nicht am Leistungslimit angekommen ist und einige Leistungsträger doch noch auffällig blaß sind bzw nicht konstant spielen. Zusätzlich haben die Neuzugänge (mit Ausnahme von Doan) bisher wenn überhaupt nur vereinzelt angedeutet, dass sie Potential haben und die Mannschaft verbessern wirklich können. Natürlich kann sich dies in den nächsten Wochen noch ändern bzw. der ein oder andere wird sich an das Tempo der Bundesliga noch gewöhnen, nur steigern sich zum einen die anderen Mannschaften ebenfalls noch und zum anderen haben gerade wir als Underdog keine Zeit für Experimente, sondern müssen jeden Punkt mitnehmen, den wir kriegen können. Das wir z.B. nach 5 Spieltagen nicht wenigstens ein von Gerüst von 8-9 Spielern (ich sehe da momentan nur Ortega, Pieper, Prietl, Doan und Klos) einer Stammelf haben, ist nicht optimal.

    Trotzdem sollten wir aufhören, ständig Vergleiche mit der letzten Sasion zu ziehen. Erstens bringt uns das keinen Punkt extra, zweitens haben der HSV und Stuttgart ihr Potential nicht ausgeschöpft. Letztendlich haben sich doch alle unsere Vermutungen im Vorfeld der Saison bestätigt: wir habene eine realistische Chance, 2-3 Mannschaften hinter uns zu lassen, wenn es gut läuft und wir ein bißchen Glück haben. Niederlagen (auch solche wie gestern) waren zu erwarten, und es wird darauf ankommen, wie die Mannschaft damit umgehen kann.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 21. Oktober 2020 um 21:53

    Es sind wohl nicht nur die Besucher, sondern auch das entsprechende Personal der Einrichtung wie Pfleger, Schwestern usw, die ein mindestens ebenso großes Risiko darstellen. Und die Testkapazitäten mögen auch heute noch vorhanden sein, nur was nützt es, wenn Du ein paar Tage auf Dein Ergebnis warten musst. Ein Schnelltest, der innerhalb 10-15 Minuten eine Infektion nachweisen kann, und zeitgleich eine Aussage über die Infektiösität machen kann, dass ist, womit man wohl momentan sehr viel Geld verdienen könnte. Den gibt es aber noch nicht. Zudem gibt es ja auch Risikopatienten, die zu Hause von dern Angehörigen gepflegt werden oder die sogar jünger und berufstätig sind.

    Deswegen bleibt wohl momentan nur die bisherige Strategie übrig, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen, so dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich der Virus in den Riskogruppen breit machen kann.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 21. Oktober 2020 um 15:21
    Zitat von dr.peilett

    Meine auch! Danke an distro für diesen Artikel!

    Und ich bin einfach nur dankbar, dass es mehr und mehr ins Bewusstsein zu rücken scheint, dass die Art, wie Zahlen dargestellt und ausgelegt werden, eben der Angstmache dienen und dass es eben auch eine andere, durchaus wissenschaftlich begründete Seite gibt!

    Eine evidenzbasierte und spezifische Vorgehensweise in den Maßnahmen wäre für mich: Abstand einhalten, Masken tragen, wo es Sinn macht und ältere Bevölkerungsgruppen schützen, z.B. durch strengere Kontrollen in entsprechenden Einrichtungen.

    Übrigens zu den Masken: Es ist ja bis heute nicht nachvollziehbar, auf dieser Maskenthematik rumzureiten und dann aber jeden von Omma gehäkelten Schal als Mund- und Nasenbedeckung zuzulassen. Wenn Masken, dann bitte ffp2, damit auch wirksam. Klar, das Atmen fällt schwerer, aber diese Masken schützen dann eben auch!

    Und ich möchte gar nicht müde werden, gebetsmühlenartig zu wiederholen: Bis zu 50% der positiv Getesteten sind nicht infektiös und die IFR für Menschen unter 70 ist verschwindend gering! Hendrik Streeck sagte neulich irgendwo: Selbst 20.000 Neuinfektionen am Tag sollten uns keine Angst machen!

    Für mich bedeutet das: Bitte Maßnahmen beschließen, die spezifisch die "Frühersterblichkeit" der Risikogruppen bekämpfen!

    Zu jeder Infektionskrankheit gibt es zudem unerwartet schwere Verläufe, die vom regelhaften Verlauf einer Krankheit abweichen. Diese zu bekämpfen mit großangelegten Maßnahmen ist doch mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Der eine oder andere wird sich nur als Beispiel noch an den Namen Olaf Bodden erinnern. Den hat das Pfeiffersche Drüsenfieber dahingerafft.

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    Sorry, dass ich mich erneut an Deinem Post abarbeiten muss, aber er wirft doch einige Fragen auf. Wie schon eine paar Seiten vorher diskutiert stellt sich nicht die Frage, ob wir gerade mediale Panikmache erleben oder nicht. Das ist zum einen erstmal persönliches Empfinden. Zum anderen aber wäre es vielmehr interessant, ob die Panikmache wirklich politisch angestossen wird, oder ob hier nur Medien versuchen, durch schlechte Nachrichten ihre Click- und Verkaufszahlen zu erhöhen.


    Deine Aussagen zu "evidenzbasierte und spezifische Vorgehensweise in den Maßnahmen" und "(FFP2) Masken" sind schön und gut, scheitern aber momentan krachend an der Realität. Ich sehe hier bei mir immer noch volle Kneipen und Restaurants, wo ich kein Hygienekonzept geschweige denn Abstand zwischen den Tischen erkennen kann bzw immer noch keine Adressen gesammelt werden. Im Gegenteil: gehe ich mit Maske rein, werde ich komisch angeguckt. Das Problem ist nicht, dass es keine Regeln gibt, sondern dass die (einige, nicht alle) Leute sich nicht an die Existierenden halten. Eine dauernde Kontrolle ist nicht realistisch (wer soll das machen?) bzw. realistisch in Dikaturen wie China. Die steigenden Infektions- und Patientenzahlen in Krankenhäusern zeigen doch deutlich, dass die viel beschworene Selbstverantwortung der Bürger von diesen nicht verstanden wird.

    Ob es selbst jetzt wirklich genug FFP2 Masken für den alltäglichen Gebrauch gibt (bzw. ob die produziert werden können), ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann, aber klar sollte sein, dass primär systemrelevante Berufe ausgestattet werden sollten und nicht wir für die Fußgängerzone.

    Zu "Maßnahmen beschließen, die spezifisch die "Frühersterblichkeit" der Risikogruppen bekämpfen!": schön gesagt, aber da fragt man sich immer, wie solche spezifischen(!) Maßnahmen aussehen sollen. Eine Mauer um jedes Altersheim und Krankenhaus(?) -aber besuchen sollte man Kranke und Akte schon noch, oder? Du redest von Kontrollen: was soll denn wie kontrolliert werden? In den knapp 14.500 Pflegeheimen in Deutschland arbeiten 765.000 Menschen (https://www.zeit.de/gesellschaft/z…ige-altenpflege), da sind offensichtlich die ambulanten Pflegedienste nicht drin. Jeder einen Schnelltest alle 2 Tage? Ich bin mir sicher, dass, wenn es so einfach wäre, auch unsere Politiker (die ja auch hier offensichtlich für dumm gehalten werden) eine wie auch immer geartete spezifische Maßnahme sofort beschliessen würden. In der Realität kannst Du für Altersheime und Krankenhäuser etc keine Blase erschaffen (wie bei den NHL/ NBA Playoffs) und niemanden mehr rein- oder rauslassen. Sorry, aber das ist nichts anderes als eine schöne Phrase.

    Der ärgerlichste Absatz aber ist der letzte, und ich kann diese Vergleiche zu anderen Krankheiten nicht mehr hören. Richie hat es in einem vorherigen Post schon festgestellt: solange man nicht persönlich betroffen, ist das alles sehr einfach, hier in einem anonymen Forum solche Thesen aufzustellen. Auch wenn ich dir keine Absicht unterstelle, gleiten wir aber bei Aussagen wie "Zu jeder Infektionskrankheit gibt es zudem unerwartet schwere Verläufe,
    die vom regelhaften Verlauf einer Krankheit abweichen. Diese zu
    bekämpfen mit großangelegten Maßnahmen ist doch mit Kanonen auf Spatzen
    zu schießen
    " ganz schnell in Menschenverachtung und somit (hoffenlich für alle hier) abzulehnende Bereiche ab. Nur zur Erinnerung: wir reden hier unter Umständen über Mitbürger, die genauso wie Du gerne auch noch weiterhin mit Dir zusammen beim nächsten Spiel auf der Tribüne stehen würden, um zusammen mit Dir die Arminia Hymne anzustimmen. Ja, bleiben wir realistisch, man kann Risiken nie ausschliessen sondern nur reduzieren und Corona-Tote können trotz noch so großer Schutzmaßnahmen nicht vermieden, nur dieser leger flappsige Umgang mit Menschenleben finde ich nicht in Ordnung. Vielleicht ist es ja genau andersherum und wir verhalten wir uns jetzt bei Corona mal richtig, und haben uns andererseits in den letzten Jahren beim Umgang mit der Grippe zu sorglos verhalten?

  • Ex-Armine Marcel Hartel

    • ArminiaPF2D
    • 19. Oktober 2020 um 18:08
    Zitat von Richie

    Bei Hartel fällt mir auf, dass er zwar technisch keine Umstellungsprobleme hat, aber seine Pässe kommen nicht mehr so präzise wie in der zweiten Liga. Manchmal ist er auch noch etwas zu langsam im Abspiel. Die Freistöße und Ecken sind nicht besser oder schlechter als zuvor auch.

    Könnte auch dran liegen, dass die Defensiven einfach gedanklich schneller sind und jetzt die leicht ungenauen Pässe schon nicht mehr beim Mitspieler ankommen. Wäre er torgefährlicher, würde er wohl nicht (mehr) bei uns spielen.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 19. Oktober 2020 um 12:14
    Zitat von Arminederjubelt

    Ich bin heute Nachmittag an einem Fussballplatz in Bielefeld Quelle vorbeigefahren an dem ein Fussballspiel stattgefunden hat. Dort standen locker 40-50 Zuschauer ohne Maske. Vielleicht habe ich irgendetwas nicht verstanden. Arminia darf mit einem Hygienekonzept noch nicht mal 300 Zuschauer reinlassen. Aber bei einem Kreisligaspiel? dürfen Zuschauer dabei sein? Genau mein Humor...


    Vielleicht lohnt es sich kommerziell einfach nicht, für 300 Besucher das Stadion mit Hygienekonzept zu öffnen. Erstmal musst die 300 auswählen, dann Toiletten, Reinigung, Sitzplatzbelegung/ Absperrung, Gastronomie, Security, Polizei, usw. Dasselbe Problem hat ja auch die Deutsche Eishockey Liga, wo auch die Betriebskosten zu hoch sind, wenn man das Stadion nur zu 20% (oder weniger) auslasten darf.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 14. Oktober 2020 um 21:30
    Zitat von dr.peilett

    Zunächst einmal danke ich Dir für Deinen Betrag, das ist die Auseinandersetzung, die ich mir wünsche. Meine Antwort könnte zwischendurch etwas wissenschaftlich werden. Sorry an alle, die sich dadurch abgehängt fühlen.

    Zu Beispiel 1: Du hast Recht, wenn Du meinst, dass es sich da bei mir um rein subjektive Eindrücke handelt. In meinem Umfeld ist das der Fall, wobei tendenziell größere Anteile den politischen Entscheidungen kritisch gegenüberstehen. Aber klar, es bleibt ein subjektiver Eindruck und mit dem stehe ich zumindest nicht allein da und zu meinem Umfeld zähle ich durchaus auch Wissenschaftler mit internationaler Bedeutung.
    Zu Beispiel 2: Herr Drosten rief im Jahr 2010 nach einem Todesfall dringend zur Impfung gegen Schweinegrippe auf. Name des Impfstoffes: Pandremix. Zitat Drosten, damals noch am Uniklinikum Bonn tätig: "Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeigt, als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann." Name des Impfstoffs: Pandremix. Die Menschen hörten auf Drosten, nachdem er angekündigt hatte, dass die Pandemie über Deutschland hinwegziehen werde. Beobachtete Nebenwirkungen von Pandremix: allergische Schocks, Lähmungen und Gehirnentzündungen! Entschuldigung für seine Fehleinschätzung? Fehlanzeige! Nein, ich vertraue Herrn Drosten nicht. Ich würde als Sprachrohr einen Epidemiologen geben, denn die beschäftigen sich nicht mit dem Virus, sondern mit der Ausbreitung und Eindämmung von Epidemien. Würde in meinen Augen mehr Sinn machen. Wobei anzumerken ist, dass auch unter diesen die Meinungen gespalten sind.
    Zu Beispiel 3: Ich gebe Dir hier grundsätzlich recht. Nur: Was die Variation des IFR angeht, tappt man doch weiterhin ziemlich im Dunkeln, außer, dass sie mit zunehmendem Alter steigt. Sie variiert weltweit. Da schießt man bei seinen Analysen ins Blaue. Ich ignoriere da gar nichts, sondern sage nur, dass es keine verlässlichen wissenschaftlichen Hinweise gibt, dass der Lockdown etwas bewirkt hat. Es gibt Länder, die sind viel radikaler heruntergefahren und schlimmer dran als wir hier. Und nun? Da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Alterdurchschnitt der Population, medizinische Versorgung, allgemeiner Gesundheitszustand der Population, Bevölkerungsdichte und viele mehr. Vergleiche bringen einen da nicht weiter, wenn man nicht alle wirksamen Faktoren berücksichtigt. Und das kann man eben nicht, weil man nicht mal alle kennt. Und schon gar nicht funktioniert die Zahlen- und Studienanalyse ohne den entsprechenden fachlichen Hintergrund. "Ich kenne die Zahlen aus Schweden, also weiß ich, wie es ist!" funktioniert einfach nicht! So geschieht es aber landauf landab! Und so wird leider nicht nur Meinung, sondern auch Angst gemacht.
    Zu Beispiel 4: Jetzt wird es spannend. Ja, die PCR ist sehr zuverlässig. Bei der PCR wird zunächst das aus dem Rachen entnommene Genom vervielfältigt. Mit jedem Durchlauf verdoppelt sich das genetische Material. Um infektiöse Menschen zu filtern, reichen 10-15 Durchläufe. Das genetische Material des Virus liegt dann in entsprechender Menge vor, dass es beim nächsten Schritt sichtbar gemacht werden kann. 30 Zyklen reichen aus, um sicher zu gehen, dass auch kleine Mengen des Virus nachgewiesen werden können. Da hat man ziemlich sicher alle Menschen herausgepickt, denen ein Krankheitsverlauf droht. Bei über 30 Zyklen vermehrt man auch die geringste Menge des viralen Genoms. Das bedeutet, testet man Personen, die im Kontakt mit Infizierten waren, weist man mit hoher Wahrscheinlichkeit virales Genom nach, das aber wahrscheinlich schon von der primären Immunabwehr des Menschen abgefrühstückt wird. Man muss nur über 30 Zyklen laufen lassen, schon findet man geringste Mengen des Virus im Körper, die aber völlig irrelevant sind, weil sie in der Regel nicht zur Krankheit führen und eben auch nicht zur Infektiösität. Bedeutet: Nach einer Party mit einem Infizierten teste man alle teilnehmenden Personen und schon hat man x Infizierte mehr. Ursache: Bei der PCR des viralen Genoms lassen die meisten Labore 37-40 Zyklen laufen. Damit findet man auch für die Krankheit irrelevante Kleinstmengen im Rachen dieser Personen.
    Kurzum: Man weist eine Vielzahl von Infizierten nach, die aber für die Ausbreitung der Krankheit einfach irrelevant sind.
    Beispiel 5: Du verhinderst das jedenfalls nicht, sondern gehst sachlich auf meinen Beitrag ein. Gegenbeispiele findest Du auch. Was mich noch wundert, ist, dass ich bisher nicht mit irgendwelchen Psychotikern a la Attila Hildmann oder Xavier Naidoo in eine Ecke gestellt worden bin. War aber nah dran.

    Wo ich Behauptungen aufgestellt habe, die eindeutig falsch sind, ist mir leider aus Deinem Text nicht ersichtlich geworden. Dass ich Behauptungen aufstelle, die sich aus meiner subjektiven Interpretation und nicht aus wissenschaftlich unstrittigem Konsens aufstelle, bestreite ich gar nicht. Auch ich interpretiere. Tun wir das nicht alle?

    Für alle, die DIE Lösung von mir jetzt fordern mögen: Die habe auch ich nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass die einseitige, angstmachende Berichterstattung, die zur Diskreditierung Andersdenkender führt und mitnichten den einen herrschenden wissenschaftlichen Konsens widerspiegelt, falsch ist. Eine öffentlich geführte, kontroverse Diskussion findet eben nicht statt. Und ich danke jedem, der sich der hier öffnet.

    Mit Parolen, dass einem Teil - dem bösen - der Bevölkerung der Arsch - vom guten Teil natürlich - versohlt gehört, die auch noch ihren Applaus findet, kann ich leider gar nichts anfangen und meine Zeit ist mir zu schade, über diese Zeilen hinaus darauf einzugehen!


    Zu Herrn Drostens Vergangenheit kann ich nicht viel sagen, nur sei darauf verwisen, dass er Virologe und kein Mediziner ist. Das heißt auch, dass er zwar Impfungen (aus rein virologischer Sicht) empfehlen kann, sich aber auch bei der Zulassung von Impfstoffen und eventuell auftretenden Nebenwirkungen auf die zuständigen Behörden wie z.B. das Paul-Ehrlich Institut und Mediziner verlassen muss, die die klinischen Studien durchführen. Ob man ihn dann für Schlampereien verantwortlich machen kann, ist zumindest fraglich.

    Einen Epidemiologen mit an führender Stelle in die politische Beratung mit einzubeziehen, ist richtig, aber wer sagt denn, dass dies nicht der Fall ist? Drosten ist vielleicht der mediale Poster-Boy (aka wissenschaftliches Sprachrohr), aber doch nicht der alleinige Berater der Regierung.


    Die mediale Angstmacherei finde ich genauso verstörend wie Du und ist mit Sicherheit ein großes Problem- aber das Problem hatten wir auch schon vor Corona. Aber die offizielle Devise ist richtig: dies ist ein unbekannter Virus, wir wissen vieles nicht, es sterben aber offensichtlich Menschen dran, also versuchen wir uns vorsichtig vorwärts zu tasten- sonst ist das Risiko groß, dass wir Menschenleben verlieren. Und das ist das Entscheidende: alles was wir machen ist reines Risikomanagement, wo man Eventualitäten abwägen muss und man sich eben bis heute kaum auf belegbare Fakten berufen kann. Und doch geht niemand, obwohl wir in spätestens in einer Woche wieder genau dieselben Infektionszahlen wie im März /April haben werden, in Massen Klopapier kaufen. Warum? weil wir schon jetzt viel gelernt haben. Ich habe nichts dagegen, Entscheidungen in Frage zu stellen, denn dies ist elementarer Bestandteil jeder Risikobewertung (was ist, wenn...), aber dann muss man auch überzeugende Antworten aufzeigen können, wie man es besser machen könnte. Wie Du selbst sagst, hast auch Du keine Lösungen und Antworten auf viele Fragen, ich habe sie auch nicht, ergo: vorsichtig weitermachen.

    Beim Thema PCR, was auch mich nun seit 20 Jahren beruflich begleitet, habe ich ja schon erwähnt, dass positive PCR Ergebnisse nicht automatisch bedeuten müssen, dass die Menschen infektiös sind. Aber, und das ist das Problem: sie waren es irgendwann in der Vergangenheit, sind eventuell irgendwo herumgereist und können im schlimmsten Falls als Super-Spreader zahlreiche Menschen angesteckt. Und somit erhöht sich das Risiko, dass eben doch mehr Leute in die Krankenhäuser und Intensivstationen kommen. Infektionszahlen bilden das Infektionsgeschenen vor 1-2 Wochen ab. Nicht mehr und nicht weniger. Die Tatsache wiederum, dass es noch keinen erneuten Lockdown gibt, liegt wohl genau darin begründet, dass wir inzwischen (im Gegensatz zum Frühjahr) die Infiziertszahlen besser interpretieren können. Was die Medien dann daraus machen, ist eine total andere Sache.
    Falsch hast Du u.a. mit der Behauptung gelegen, dass die PCR Methode nicht zuverlässig ist. Es ist leider Usus geworden (und ich nehme mich da nicht aus), dass wir bei komplexen Themen nicht genau genug differenzieren, und so ist es wohl auch hier. Ich möchte ebenfalls betonen, dass ich niemanden hier in die Verschwörungsecke stelle, allein schon deswegen, weil ich euch gar nicht genug kenne. Trotzdem möchte ich unterstreichen, dass gewisse Aussagen und Thesen schnell dazuführen können, dass man falsch verstanden wird. Auch vorm Reichstag standen nicht nur Spinner und Rechtsradikale, sondern auch durchaus normale Bürger. Nur wenn man sich wissentlich dazustellt (physisch oder verbal) und zumindest einge Meinungen teilt, wird es für andere umso schwieriger, euch da nicht mit dazu zu stellen.

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