Immer wieder erstaunlich, wie schnell man dabei ist, den vermeintlich "Reichen" itief in die Tasche zu packen. Wenn die Profis freiwillig auf 20% plus Prämien verzichten, dann ist das für mich durchaus ein Zeichen. Die Karriere eines Profis endet in der Regel mit Mitte 30 spätestens. Bei Arminia gibt es zudem mit Staude, Weihrauch, usw. Spieler, die auch ohne Gehaltsverzicht nicht wissen, wie es für sie in der Karriere weitergeht. In so einem unsicheren JOb freiwillig auf 20% zu verzichten ist aus meiner Sicht ein großer Schritt, zumal die Gehälter bei Arminia wohl kaum exorbitant hoch sind. Außerdem man sich mal fragen muss, wie viele Menschen überhaupt "freiwillig" auf 20% ihres Geldes verzichten würden.
Es geht doch hier nicht einach nur um "Verzicht", sondern um eine solidarische Reaktion seitens der bestbezahltesten Angestellten im Verein. Es geht darum, den eigenen Arbeitgeber zu unterstützen, denn sonst zahlt der bald gar nichts mehr, wenn er pleite ist. Und es geht darum, dass die vielen kleinen Angestellten im Verein mit normalen Gehältern über die Runden kommen, weil nämlich genau die dafür sorgen, dass der Laden läuft und sich die Fußballer um nichts mehr kümmern müssen, sondern das machen können, was sie am besten können. Fritz Walter hat noch Küchen verkauft, heute undenkbar. Und sich wirklich Sorgen machen sollte man sich eher die Fußballer in der dritten und vierten Liga, wo die Gehaltssummen dann langsam überschaubarer werden. Ganz ehrlich, ich finde 20% angesichts der erschreckenden äußeren Umstände und den Gehältern in der ersten und zweiten Liga eher sehr mikrig. 20% sind in vielen Fällen mehr, als so mancher Verdiener normal bekommt.

