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  3. ArminiaPF2D

Beiträge von ArminiaPF2D

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 2. Februar 2021 um 15:25
    Zitat von Pasi

    ArminiaPF2D: Das sind sicherlich nachvollziehbare Gedanken.
    Ich finde allerdings, dass man nicht alle Grundrechte plötzlich dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit des Einzelnen unterordnen kann. Nach meinem Rechtsverständnis, welches zugebenermaßen laienhaft ist, stehen alle Grundrechte auf der selben Stufe. Daher muss es zu einer Abwägung kommen, ob z.B. das Grundrecht auf Menschenwürde im Fall der sterbenden Oma nicht höher zu gewichten ist, als das Recht auf körperliche Unversehrtheit der Oma im Nachbarzimmer, zumal es möglich wäre, dieses Recht durch entsprechende Vorkehrungen ebenfalls zu wahren.
    Was aber das eigentliche Problem darstellt, ist, dass es keine Diskussion dazu gibt, weder in der Gesellschaft (Wer diese Thematik anspricht, wird reflexartig zum Kreis der "Coronaleugner" (übrigens ein fürchterlich diffarmierender und inhaltlich fast nie zutreffender Begriff) gezählt) und schon gar nicht dort, wo es zwingend hingehören würde, nämlich im Parlament.
    Das führt dann auch zum Thema der Verhältnismäßigkeit. Und das ist letztlich die entscheidende Frage. Auch die wird nicht behandelt.


    Ich bin auch nur juristischer Laie, aber sehe trotzdem den Konflikt "Grundrechte auf einer Stufe" vs "Abwägung". Wenn Du Deine sterbende Oma besuchst, meine gesunde dabei ansteckst und die dann auch stirbt, und ich das nachweisen kann, kann ich dich dann zivilrechtlich verklagen? Oder wirst Du wegen Fahrlässigkeit strafrechtlich angeklagt und belangt? Und was passiert, wenn Deine Oma genau so gesund ist wie meine: darfst du sie trotzdem noch besuchen (und du steckst sie an?)?

    Das soll jetzt gar nicht ironisch oder so klingen, aber diese leider undefinierten Worthülsen wie "Grundrechte", "Risikogruppen schützen" oder "Inzidenzwert", die überall je nach Gusto von allen möglichen Personen verwendet werden, nerven mich. Wenn der Vulkan neben mir ausbricht, wird er sich nicht für meine Grundrechte interessieren, und diskutieren will er übrigens auch nicht mit mir. Da ist mit Sicherheit viel im Parlament nicht diskutiert, besprochen und abgestimmt worden, und ob das so ok war oder nicht und ob die allgemeinen parlamentarischen Prozesse eingehalten worden sind oder nicht, weiß ich nicht (Frage wäre z.B. warum die Opposition nicht einfach klagt? Wofür haben wir Gerichte?). "Wir brauchen Diskussionen" gehört auch da oben mit in die Kategorie, da könnte man z.B. zumindest mal sagen, wer denn diskutieren soll, wie lange und über was genau? Immerhin beantwortet Prantl diese Fragen zumindest in Ansätzen, auch wenn er wieder mal den Fehler macht, Naturwissenschaftler und Virologen mit Entscheidungsträgern (was sie nicht sind und nicht sein wollen!) gleichzusetzen.
    Was anhand der Toten, Kranken und allgemeinen Umstände aber offensichtlich ist, ist das wir primär Entscheidungen benötigen, um der Pandemie Herr zu werden. Meinetwegen auch Diskussionen, aber Entscheidungen sind mir lieber.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 2. Februar 2021 um 10:48
    Zitat von Pasi

    Hier ein sehr gutes Interview mit Heribert Prantl (Ehemaliger Politik-Chef der Süddeutschen Zeitung und Jurist) zum Thema Grundrechte und dem Zustand unserer Demokratie.


    Das ist der erste Artikel, den ich lese, wo jemand endlich mal fundiert und sachlich seine Position zum Thema "Grundrechte" erläutert und erklärt, was er für bedenklich hält. Respekt- auf dieser Grundlage kann man doch diskutieren.

    Das grundlegende Problem, was an an Prantls Ausführungen sehe, ist die Nicht-Berücksichtigung der außerordentlichen Lage, in der wir uns befinden. Die Wahrung der "Grundrechte" zu normalen Zeiten ist absolut unstrittig, aber die entscheidende Frage ist, wie Grundrechte in Zeiten einer unplanbaren Naturkatastrophe zu bewerten sind.

    Beispiel: seiner Meinung nach sollten alte Menschen in Altersheimen besucht werden dürfen- das ist sein Grundrecht und das seiner Oma. Meine Oma im Nebenzimmer hat aber auch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und ich und meine Oma wollen nicht, dass er mit seinem Besuch meine Oma ansteckt (Grundrecht Körperliche Unversehrtheit). Deswegen sagt mir meine Oma auch, dass ich lieber zu Hause bleiben soll. Somit haben wir zwei Grundrechte zweiter Personen, die zu normalen Zeiten keinen Konflikt miteinander haben- jetzt aber schon. Und hier liegt die plötzliche, pandemiebedingte Krux bei den Grundrechten: wir müssen Grundrechte in ihrer Bedeutung gewichten- welche Oma hat jetzt mehr recht!

    Und dieser Gedankengang führt automatisch zum nächsten Problem- Grundrechte einzelner und Grundrechte von Gruppen. Habe ich als einzelner nicht das Grundrecht darauf, dass sich andere Bürger (egal ob ich sie kenne oder nicht) mir gegenüber respektvoll verhalten und auf meine persönliche Unversehrtheit achten, in dem sie sich solidarisch und rücksichtsvoll verhalten. Oder geht es in Wahrheit nur um eine eher egozentrische Betrachtensweise, wo es eigenlich nur um meine eigenen Bedürfnisse geht und mir meine Mitbürger egal sind.
    Wie gesagt, ein sehr guter Artikel, leider arbeitet er aber das Grundproblem nicht heraus, was bei einer solchen Naturkatastrophe existiert: nämlich das sich plötzlich Grundrechte im Konflikt miteinander befinden.

  • 19. Spieltag: 1.FC Köln - DSC Arminia Bielefeld

    • ArminiaPF2D
    • 31. Januar 2021 um 16:04
    Zitat von PaleRider

    Aber Neuhaus versuchts auch immer wieder. Stellt sich einzig die Frage warum ?

    Die beiden Tore sind beides Glücksdinger. Da kannst nix wirklich machen wenn dem die Murmel auf den Schlappen fällt.

    Hat nix mit Pech zu tun, wenn du hinten Winterschlaf hälst.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 29. Januar 2021 um 16:47
    Zitat von Pasi

    Mich würde interessieren, wie die Forumsgemeinde die Tatsache bewertet, dass die Influenza mit der Entdeckung des Coronavirus weltweit so gut wie verschwunden ist. Das ist eine ernst gemeinte Frage! Hier kann man sich das sehr schön selber einstellen, was man sehen möchte.


    Keine große Überraschung, die Übertragungswege der Grippe werden mit Abstandhalten, Masken tragen, Hände waschen und Vermeiden von Kontakten massiv beeinträchtigt bzw ausgeschlossen. Haben sie schon im Sommer/Herbst vermutet, als die Grippeimpfung anstand, dass es kaum Grippefälle geben wird. Ist ja auch logisch, dasselbe gilt für andere Viren mit Winterhochsaison wie Norovirus.
    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…nnover7652.html

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 28. Januar 2021 um 14:13

    Das große Grundproblem in der ganzen öffentlichen Diskussion ist die bei allen fehlende Ehrlichkeit und das ist genau das, was inzwischen so unglaublich ermüdend ist. Politiker, die aus Profilierungsgründen irgendwelche Aussagen bzw Versprechungen zu Impfplänen, Infektionszahlen, Weihnachten, usw machen, wobei die Annahmen dermaßen auf Kante genäht sind, dass das Kartenhaus beim kleinsten Windhauch in sich zusammenbricht. Wer berät die eigentlich, was sie sagen sollen und dürfen?
    Eitle Wissenschaftler, die sich öffentlich behaken, und die dazu noch in ihrer Funktion von der Öffentlichkeit total mißverstanden werden, schließlich sind sie reine Berater, keine Entscheider. Es gehört zum wissenschaftlichen Diskurs dazu, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, aber trotzdem bekommt man den Eindruck, dass die Diskussion und Streitereien medial massiv verwurstet werden, wobei wir dann bei den Medien sind, die, anstatt sachlich zu berichten, vielmehr anstacheln und versuchen, sich im Schlagzeilenkampf selbst zu überbieten.


    Und jetzt auch noch Pharmafirmen, die im Kampf um Aufträge über das Mögliche hinausgeschossen sind, die aber geschützt von einer Heerschar an Juristen mit Sicherheit nicht dafür belangt werden können. Es war sonnenklar, dass man Produktionskapazitäten von hochreinen und qualitativen Impfstoffen nicht einfach hochfahren kann, indem man einfach eine Halle anmietet und ein paar Maschinen reinstellt. Sowas benötigt Zeit, und, da schliesst sich dann der Kreis, es wäre doch keinem Politiker ein Zacken aus der Krone gebrochen, hätte er bei den Impfplänen und zeitlichen Prognosen mehr Vorsicht walten lassen.
    Ich finde, dass wir gerade als Gesellschaft und durchaus auch als Demokratie an dieser riesigen Aufgabe Corona scheitern. Ich empfinde das als sehr bitter und enttäuschend. Unbestritten sitzen wir doch alle in einem Boot und sollten in dieselbe Richtung rudern, um die Pandemie zu beenden, doch wir machen das Gegenteil und streiten uns, in welchem Takt wir paddeln wollen. Und zu guter Letzt scheint uns das Prinzip der Demokratie abhanden zu kommen, dass die Minderheit die Meinung der Mehrheit akzeptiert und dann auch trotzdem mitmacht.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 25. Januar 2021 um 09:30

    Auch beim Thema PCR hangeln wir uns wieder und wieder durch einen Zahlen-Dschungel, und da kann man dies und jenes betrachten und ignorieren usw. Fakt ist: wie alles im Leben ist auch die PCR nicht perfekt. Es wird immer Falsch Positive und Falsch Negative (die letzteren werden hier ja gerne vergessen) Ergebnisse geben, und Spezifität und Sensitivität sind niemals 100%, und die Wahrscheinlichkeit eines solchen Falsch Positiven/ Negativen Ergebnises wird reduziert, in dem man Proben mehrfach in die PCR steckt bzw andere Ziel RNA Sequenzen nachweist usw. Das ist alles korrekt und man kann nun mehr der weniger wissenschaftlich fundiert darüber diskutieren, genauso ist es bei der hier schon durchgekauten Übersterblichkeit.

    Das alles ändert aber nichts daran, dass es offensichtlich eine neue, deutlich ansteckendere Virus Variante gibt, dass unsere Intensivstationen am Anschlag sind und waren (da das Personal fehlt und freie Betten im pdf Dokumenten nur auf dem Papier existieren) und dass es nun einmal keine bessere Alternative zur PCR gibt, um C19 im Hochdurchsatz nachzuweisen- oder gibt es Alternativen? Schnelltest- noch unspezifischer als PCR. Sequenzierung- nicht hochdurchsatzfähig, was sonst noch?

    Was sind also, unabhängig der Zahlen, die Schlußfolgerungen, und nur um die geht es doch? Wenn man Dr. Peiletts Rechenbeispielen folgt, wären die veröffentlichten Neuinfektionszahlen durch Falsch positive verfälscht und die realen Zahlen nicht so hoch. Trotzdem sind die Kliniken real voll- wenn es nicht an Corona liegt, haben wir es dann mit einem zusätzlichen, uns unbekannten Virus/ Bakterium/ etwas anderes zu tun? Das würde die Lage ja nochmal deutlich verschlimmern und die Maßnahmen erst recht rechtfertigen!
    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass wir uns hier zu sehr auf Detailfragen fokussieren, die wenn überhaupt nur Experten überblicken können (und selbst die streiten sich ja!), und definitiv niemand hier im Forum. Das ist eben so bei einem unbekannten Virus. Wir sollten bei allen Diskussionen aber nicht die Realität aus dem Blick verlieren, und da gehört nicht nur die Realität auf den Intensivstationen, sondern auch die in unserem Alltag dazu.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 20. Januar 2021 um 11:34
    Zitat von PaleRider

    In den 70er und 80er Jahren hatten wir häufiger derartige Inflationsraten. So schlimm war es wohl nicht.

    Das mit dem ausser Kontrolle geraten. ...
    Naja das ist auch so ein Totschlagargument. Man kann bei allem die Kontrolle verlieren. Wenn dass die Begründung ist dann sollte man sich besser gleich einbuddeln.
    Die Corona Infektionen sind stabil und fallen sogar. Ein exponentielles Wachstum bleibt aus. Das heisst das man die volle Kontrolle hat. Ob das an den getroffenen Maßnahmen oder nur mit den getroffenen Maßnahmen geschieht weiss natürlich keiner.
    Deshalb ist es wünschenswert wenn man auf Symbolpolitik verzichtet. Damit meine ich z.B. die 15 Kilometer, oder Ausgangssperren wo eh alles geschlossen hat. Maßnahmen welche offensichtlich wenig bis gar nichts bringen. Was mir mittlerweile auch zum Halse raushängt ist dass man die Zustände von Berlin Mitte immer auf die Restrepublik übertragen muss.

    "Symbolpolitik" ist aber genauso ein Totschlagargument wie "aus der Kontrolle geraten". Was als "Symbolpolitik" betrachtet wird, liegt doch auch nur im Sinne des Betrachters, so dass das eigentliche Problem nicht die Maßnahme selbst ist, sondern dass nicht vernünftig erklärt wird, warum man was macht. Gestern zumindest habe ich diesbezüglich eine leichte Besserung erkennen können, zumindest wurde erläutert, wer in dem Gremium sitzt und dass das Ziel der verschärfen Maßnahmen ist, dass sich die neue C19 Variante nicht flächendeckend ausbreitet. Immerhin etwas.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 19. Januar 2021 um 11:00
    Zitat von Phil1983le

    Ich finde die Denkweise von Palmer gut. Endlich mal einer der sich Gedanken macht.....

    SWB Zecke: deine Aussage komplett und einzig durch Covid hingerafft ist einfach nur falsch.


    Palmer polarisiert natürlich sehr und hat in der Vergangenheit einige Aussagen gemacht, die ich fragwürdig finde. In diesem Fall finde ich aber auch, dass der gedankliche Ansatz erst einmal vollkommen legitim und auch richtig ist. Erstes Ziel ist und bleibt, dass unser Gesundheitssystem nicht kollabiert, und das spiegelt sich hier wieder.


    Den allerdings schwierigeren Teil lässt er leider (bewusst?) weg, denn das Problem bleibt ja, das dann in die Praxis umzusetzen und zu definieren, ab welcher Quote man was beschliesst und durchführt. Man muss z.B. dann den Frühindikator klar definieren (10%, 20%? Ü60), die Verzögerung Infektion, Ausbruch und Einlieferung in die Klinik berücksichtigen und nehmen wir an, wir haben vermehrt Ausbrüche in Altenheimen, dann sind die Zahlen selber eben kaum aussagefähig, weil die zum einen zum Teil nicht mehr in die Klinik eingeliefert werden und andererseits nicht mehr so mobil sein werden, dass sie draussen noch andere anstecken werden.

    Die Umsetzbarkeit hinter einer solchen Aussage ist letztendlich das Problem, dasselbe haben wir doch auch immer bei Phrasen wie "Wir müssen die Risikogruppen schützen". Ja, die wohnen aber leider unter uns und nicht nur in Heimen. Aber wie gesagt, immerhin ein guter Gedankenanstoss von Palmer und wir werden nicht darum herumkommen, solche Indikatoren (=spezifische Werte) zu installieren, die automatisch Maßnahmen in Kraft setzen.

  • Kader 2020/21

    • ArminiaPF2D
    • 17. Januar 2021 um 23:43

    Es zeigt sich wieder die Schwierigkeit für einen Verein wie uns. Die guten, im Sommer ablösefreien Zweitligaspieler scheinen jetzt im Winter schon über den Ladentisch zu gehen. Wir wiederum wissen aber nicht, ob wir nächste Saison erste oder zweite Liga spielen werden. Folglich würde ich sagen: sehr gute Qualität für die zweite Liga, für die erste Liga wären das jetzt voraussichtlich nicht unbedingt wahnsinnige Verstärkungen. Laursen und Gebauer sind Beispiele, die letztendlich diesen Sommer genauso gelaufen sind. Man kann letztendlich nur hoffen, dass es bei solchen Spielern für Liga 1 reicht.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 17. Januar 2021 um 00:11
    Zitat von distro

    In Wien haben sich heute auch ca. 10.000 Opfer versammelt:

    https://www.tt.com/artikel/307737…r-szene-in-wien


    Tiroler Tageblatt? Hast Du eine eigene internatiole Presse-Abteilung? ;)

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 15. Januar 2021 um 16:40
    Zitat von Richie

    Ich fühl mich gerade so ein bisschen, als hätte mir Hannibal Lector ein Kochbuch empfohlen.

    Guck mal auf Telepolis, da ist er bestimmt auch aktiv.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 15. Januar 2021 um 14:39
    Zitat von distro

    Damit reduziert sich eines der bekanntesten Zitate vom Jahrhunderttrainer auf:

    Sie Bratwurst!

    Herzlichst, Ihr Atill Ahildmann, Xaviern Aidoo und Micha Elw Endler.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 15. Januar 2021 um 10:22
    Zitat von waynerock123

    Ich finde mann muss sich auch irgendwann die Frage stellen ob das alles überhaupt noch was bringt. Bei Maischberger hat es jemand gesagt, so ziemlich alle demokratischen Staaten sind mit gewissen zeitlichen Schwankungen immer an dem selben Punkt. Frankreich hatte immer einen ziemlich extremen Lockdown und war trotzdem durchgängig schlechter dran als andere Staaten. Zum Teil Spanien auch.

    Ist natürlich immer leicht zusagen "Naja die halten sich halt an nichts". Man sollte aber vielleicht mal davon ab zu denken das das Virus komplett kontrollierbar ist. Ein gewisses Maß an gesellschaftlichem Leben ist unvermeidbar. Und vielleicht reicht dieses Maß schon das das Virus nicht unter Kontrolle zu bringen ist.

    Ich finde es weiterhin erschreckend das quasi Stündlich über die absurdesten Maßnahmen diskutiert wird, die Probleme die aber einen ECHTEN Beitrag leisten können kaum beachtet werde. Stichwort APP, Home Office etc.

    Das ist eben das Problem, dass man bei einem unbekannten Virus eben nicht weiß, welche Maßnahmen etwas bringen und welche nicht. Selbst bei einer totalen Öffnung und Aufhebung aller Lockdown Maßnahmen ist auch die Hoffnung auf Durchseuchung nur theoretischer Natur, da neue Varianten dazuführen können, dass deine durch die Infektion erwirkte Immunisierung nicht wirkt (Stichwort jährliche Grippeimpfung) oder die Immunisierung nicht lange anhält. Deswegen ist es auch überhaupt nicht ausgeschlossen, dass wir letztendlich irgendwann an den Punkt kommen werden, wo wir feststellen werden, dass wir alles öffnen müssen. Nur ist der Punkt bei weitem noch nicht erreicht, weil momentan die Hoffnung besteht, dass der Impfstoff uns deutlich bei der Bekämpfung weiterhilft. Aber wenn wir z.B. in einem Jahr immer noch an demselben Punkt sind? Gute Frage.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 14. Januar 2021 um 15:44
    Zitat von waynerock123

    Hmm naja. Ich bin da eher gegenteiliger Meinung. Es ist deutlich besser nichts zu tun als IRGENDWAS absurdes ohne Effekt. Die 15Km Regel die nun auch kaum ein Land anwendet soll also echt irgendein Effekt haben? Ne, die fuckt die Leute nur weiter ab. Und wenn eine absurde Regelung nach der anderen kommt wundert es mich auch nicht das die wirklich sinvollen Regelungen kaum noch ernst genommen werden.

    Ich darf also nicht alleine 15km aus meiner Stadt raus, muss mich aber 5 Tage die Woche in einen vollen engen Bus setzen um dann 8 Stunden lang in einem vollen engen Büro mit haushaltsfernen Menschen zu sitzen............Jup alles klar.


    Ja, wenn die Regelungen nicht gut kommuniziert werden, dann kann das unbestritten gegenteilige Effekte in der Bevölkerung haben und sollte vermieden werden.

    Am Busbeispiel kann man das Problem der nicht passenden Maßnahmen sehr gut verdeutlichen. Normalerweise müsste man den öffentlichen Nahverkehr stilllegen. Das wäre als Maßnahme zwar kontrollierbar, aber anhand der Tatsache, dass nicht wenige Menschen darauf zwingend angewiesen sind, wohl nicht wirklich realistisch. Also bleibt nur eine Begrenzung der Fahrgäste pro Kabine. Wenn Du also nicht das Risiko haben willst, irgendwo zu stranden, bräuchtest Du für den Bus eine Sitzplatzreservierung. Neben dem ganzen (technischen Aufwand) und dem Spaß, den man hat, dass dann vor allem älteren Mitbürgern zu erklären, musst Du dann noch was entwickeln, was die Auslastung der Busse kalkuliert, schließlich fahre ich ja nicht die ganze Strecke sondern nur ein paar Stationen.

    Wie gesagt, ich will gar nicht gar nicht ausschliessen, dass man vieles besser machen könnte. Trotzdem kann man an dem Beispiel sehen, wie schwer es ist, wirklich gute Maßnahmen zu beschliessen, die nicht für irgendwen gravierende Nachteile haben.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 14. Januar 2021 um 14:20

    Es sollte doch nach mehreren Monaten Lockdown klar sein, dass es keine für jeden und jeder Situation passende Maßnahme gibt und geben kann. Die 15 km Anordnung kann weder flächendeckend kontrolliert werden und das weiß doch auch jeder, auch unsere Politiker. Es geht aber darum, dass man überhaupt etwas Juritisches in der Hand hat, gegen die gröbsten Verstöße vorgehen zu können. Nichts zu machen wäre doch auch falsch, weil dann die nächste mediale Sau durchs Dorf gejagt wird, warum niemand etwas tut.

  • Kader 2020/21

    • ArminiaPF2D
    • 14. Januar 2021 um 09:36

    Ein Spieler wie Serra muss spielen, spielen, spielen, und warum er sich dann hinter Klos auf die Bank setzen will, erschliesst sich mir nicht wirklich. Dieses Aufbauen hinter Klos kann man einem 18jährigen erzählen, aber doch keinem 22 jährigen. Der ist dort Stammspieler beim Ligadritten. Oder wir spielen Liga-unabhängig mit zwei Spitzen. Wäre aber ohne Frage ein guter Transfer für uns.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 13. Januar 2021 um 08:25

    Die Schwierigkeiten mit der korrekten Interpretation der täglichen Zahlen wird auch an den an den 19600 Neuinfektionen von heute deutlich. Das klingt jetzt erst mla nach einem zu hohen, aber normalen Wert. Im Dezember waren die Zahlen ja montags, dienstags, und mittwochs etwas niedriger als an den darauffolgenden Tagen. Müssten wir aber nicht in der aktuellen Sitauation, wo wir den allseits erwähnten Probenstau abarbeiten, nicht auch an den andereren Wochentagen deutliche höhere Zahlen erwarten, da ja z.B. am Wochenende geschlossene Gesundheitsämter hier keine Rolle spielen dürften? Oder anders gefragt: wenn die Gesundheitsämter donnerstags und freitags am Anschlag sind, warum sind sie es jetzt immer noch nicht an den anderen Wochentagen?
    Ich bin mir sicher, dass es dafür logische Erklärungen gibt, die wir Forums Laien nur nicht kennen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass diese ganzen Kennzahlen (auch zu Themen wie Übersterblichkeit) so komplex sind, dass vieles Spekulation bleibt.

  • Kader 2020/21

    • ArminiaPF2D
    • 12. Januar 2021 um 22:52
    Zitat von PaleRider

    Gebauer hat einen guten Antritt, aber nicht die Endgeschwindigkeit.
    Auf den ersten 30 Metern soll er schneller sein als Usain Bolt.

    Und danach langsamer als "Schnecke" Andre Hofschneider?

  • Kader 2020/21

    • ArminiaPF2D
    • 12. Januar 2021 um 22:50
    Zitat von Grillemeier

    Oder wir verpflichten mal jemanden, der unsere Standards auf ein höheres Level hebt...

    Morike Sako! Das ist größenmäßig schon höheres Level.

  • Corona-Virus

    • ArminiaPF2D
    • 10. Januar 2021 um 10:51
    Zitat von Pasi


    Die allermeisten Grafiken zur Übersterblichkeit vergleichen einfach die durchschnittlichen Zahlen von 2016 bis 2019 mit denen von 2020. Das ist allerdings nicht legitim, weil dabei unberücksichtigt bleibt, dass unsere Gesellschaft fortschreitend immer älter wird und wir daher jedes Jahr ca. 13.000 Tote mehr haben. D.h. seriöserweise muss man die erwartbaren Todeszahlen mit den tatsächlichen vergleichen. Wenn man das tut, lässt sich für 2020 keine Übersterblichkeit feststellen.
    Selbstverständlich weiß man nicht, wie die Zahlen ohne Maßnahmen aussehen würde. Es geht mir auch in erster Linie darum zu zeigen, dass viele Statistiken bewusst so dargestellt werden, wie es gerade passt.


    Ich habe gerade diesen Artikel gewählt, da er eben etwas differenziert und erklärt und nicht was zusammenbiegt. Auch die Quellen erscheint mir zuverlässig. Die Schwierigkeiten, einen Datensatz richtig zu lesen, werden ja hier gut beschrieben und da spielen soziale Faktoren, demographisher Faktor,usw auch eine Rolle. Nur können wir anscheinend (wenn Du dem Interviewten Glauben schenkst) eine eindeutige Übersterblichkeit in besonders betroffenen Regionen wie Sachsen, Bergamo und New York feststellen, die sich nicht mehr mit anderen Faktoren als Corona begründen lassen. Das ist immerhin ein Indiz, dass man Maßnahmen benötigt, um die Übersterblichkeit so gering wie möglich zu halten.

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