Nachdem ich mich ja neulich schon mal als geläuterter Großkreutz-Fan geoutet habe, eine kleine weitere Anekdote zu Kevin. In einem Interview mit Sport1 hat sich Großkreutz als Fan von Celtic Glasgow bekannt. Auf die Frage, welche Mannschaft er aus Topf 4 lieber gehabt hätte, antwortet er folgendes:
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SPORT1: Wer wäre Ihnen aus Topf 4 denn lieber gewesen?Großkreutz: Celtic Glasgow!
SPORT1: Die haben nun das Vergnügen mit Barcelona, Mailand und Amsterdam – wären aber um ein Haar auch gar nicht erst dabei gewesen.
Großkreutz: Ich hab das Playoff-Spiel am Mittwochabend gegen Shakhter Karagandy mit meinem kleinen Bruder geguckt. Der hat extra sein Celtic-Trikot angezogen. Beim 3:0 haben wir zusammen gejubelt. Man könnte auch sagen: Wir sind ausgerastet.
SPORT1: Warum?
Großkreutz: Weil da Tradition und Stimmung hintersteckt. Es wäre etwas ganz Besonderes, einmal dort aufzulaufen.
SPORT1: So reden eigentlich nur Fans.
Großkreutz: Ich bin Fan. Die Celtic-Fans sind mir sympathisch. Mein Vater hat viel davon erzählt, wie die früher zu Europapokalspielen nach Dortmund gereist sind. Und wie viele von denen hier waren. Und wie sie dann mit den Dortmundern zusammen gefeiert haben. Ich glaube, da gibt es gewisse Ähnlichkeiten. Beide Stadien gehen richtig ab.
SPORT1: Schon mal im Celtic Park gewesen?
Großkreutz: Ja, ich war mit drei Freunden da. Wir haben uns das letzte Derby vor dem Zwangsabstieg der Rangers angeschaut. Wir sind extra einen Tag eher angereist und dann in einen Pub rein. Da waren geschätzt 500 positiv bekloppte Celtic-Fans. Und die haben mich erkannt. Und wie die mich als BVB-Spieler gefeiert haben, das war sensationell. Da kriege ich heute noch Gänsehaut.
Man kann von ihm halten was man will, aber authentisch ist er. Und nicht nur Fußballspieler, sondern auch Fan. Bemerkenswert fand ich auch seine Äußerungen im Kontext des Götze-Transfers. Er hat sich meines Wissens nie kritisch und letztlich populistisch über den Wechsel geäußert, was ihm in seiner Position ein leichtes gewesen wäre. Im Gegensatz z.B. zu Mats Hummels, der beleidigt wirkte und direkt sagen musste, dass er die Entscheidung nicht nachvollziehen könnte.
Vor 2-3 Jahren hätte ich diese Aussage für unmöglich gehalten, aber ich mag ihn immer mehr.