Bielefelder fährt mit dem Auto zur WM
Armin Hollensteiner plant Jeep-Tour nach Südafrika
VON BABETT JAHN
Armin Hollensteiner will mit einem Jeep quer durch Afrika zur WM nach Südafrika fahren..
Bielefeld. Armin Hollensteiner ist Fußballfan, so lange er zurück denken kann. Bei jeder Welt- und Europameisterschaft feuert er die Nationalmannschaft im Stadion an. Am 12. März tritt der 50-Jährige, der eine Messebau-Firma in Bielefeld-Brake betreibt, eine ganz besondere Reise an. Dann will Hollensteiner mit dem Auto zur Weltmeisterschaft nach Südafrika fahren - 16.000 Kilometer allein im Jeep.
"Ich fliege nicht so gern", sagt der Unternehmer. "Deshalb fahre ich mit dem Auto." Für Hollensteiner eine ebenso einfache wie logische Schlussfolgerung. Drei Monate Fahrzeit hat der Bielefelder für seinen Trip entlang der Ostküste Afrikas eingeplant. "Zum Eröffnungsspiel am 13. Juni will ich da sein", sagt er.
Die Idee habe er bereits gehabt, als die Entscheidung gefallen sei, dass die Fußball-WM 2010 in Südafrika sein werde. "Ich bin neugierig auf den Kontinent und die vielen verschiedenen Kulturen", erklärt Hollensteiner: "Außerdem verbinde ich gerne eine solche Reise mit meiner Leidenschaft für Fußball."
Jede Etappe schon vorgeplant
Seit eineinhalb Jahren wälzt der 50-Jährige Reiseführer und Routenplaner, macht sich in Internetforen über günstige Übernachtungsmöglichkeiten oder Tankstellen schlau. In einer weißen Kiste sammelt er alles, was er an Informationen für seinen wagemutigen Trip benötigt. Auch ein Fahrtenbuch hat Hollensteiner schon angelegt. Darin ist jede Etappe der 16.000 Kilometer langen Strecke, mit Datum versehen, eingetragen.
Wer durch so viele Länder reist, braucht auch die entsprechenden Visa: "Für Syrien, den Sudan und Äthiopien muss ich die vorher beantragen. In allen anderen Ländern bekomme ich das Visum an der Grenze." Weil er im Sudan mit einem israelischen Stempel im Pass nicht einreisen dürfte, muss er von Aqaba in Jordanien mit der Fähre nach Nuweiba auf der Halbinsel Sinai übersetzen. Ansonsten fährt Hollensteiner die gesamte Strecke über Land.
Ein geeignetes Auto für die Fahrt nach Südafrika hat der Fußballfan noch nicht. "Ich suche gerade nach einem robusten, etwas älteren Landrover oder Landcruiser", sagt der Familienvater. "Er darf nicht zu viel Elektronik haben, weil ich die in Afrika nicht repariert bekäme." Einige Ersatzteile und Werkzeug für Reparaturen muss Hollensteiner mitnehmen. Damit er sich unterwegs auch allein behelfen kann, hat ihm seine Frau Uta einen Schrauberlehrgang geschenkt. "Da muss er ein Auto einmal komplett auseinander nehmen und wieder zusammenbauen", sagt sie.
Wiedersehen in Johannesburg
Angst vor Überfällen, Kidnapping oder Terroranschlägen hat Hollensteiner nicht: "Ich habe Respekt, denn das macht vorsichtig. Aber ich denke, die Situation in Afrika wird oft zu sehr dramatisiert." Falls er doch in eine brenzlige Situation kommen sollte, müsse er sehen, wie er da am besten wieder herauskäme, sagt der 50-Jährige.
Seine Frau hingegen ist schon etwas nervös: "Er ist halt verrückt, aber es gibt noch viel mehr verrückte Fußballfans auf dieser Welt." In Johannesburg will Uta Hollensteiner ihren Mann wieder in die Arme schließen. Von dort starten sie gemeinsam ihre Tour durch das WM-Land Südafrika.
Tickets haben sie bislang noch nicht. "Ich bin im Fanclub der Nationalmannschaft, da wird sich schon etwas ergeben", sagt Hollensteiner. Nach dem Viertelfinale will er nach Deutschland zurückkehren - diesmal mit dem Flugzeug.
(NW)
Hut ab, hoffe mal das geht ALLES gut....wenns klappt, nen bestimmt schönes Abenteuer....sind ja schon einige net ganz unproblematische Gegenden dabei....
(warscheinlich liegts doch nur an der Flugangst
)
SWB Gruss (ja ja Edit...net ackern und tippen....
)