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  3. Düsseldorf_Armine

Beiträge von Düsseldorf_Armine

  • Robert Enke gestorben

    • Düsseldorf_Armine
    • 16. November 2009 um 14:45
    Zitat

    Original von Exteraner
    Es wird ja immer vom knallharten Geschäft Fußball gesprochen. Wenn man allerdings mal sieht wie viele Menschen sich jedes Jahr das Leben nehmen dann scheint es zumindest alle anderen Berufsgruppen deutlich öfter zu treffen. Was natürlich nichts an der Tragik in diesem Fall ändert.
    Und ich finde es übrigens nicht nur schlimm wenn ein Spieler von den eigenen Fans bepöbelt wird sondern auch von den gegnerischen Fans.

    Alle anderen Berufsgruppen ist doch jetzt etwas allgemein. Es gibt jährlich um die 13 000 Suizide, das sind ganz grob 0,015 Prozent der Bevölkerung. Ebenso grob gibt es in Deutschland derzeit etwa 1500 Profifußballer (3 Ligen mit 52 Mannschaften a 30 Spieler).

    Den Rest der Rechnung erspare ich uns, denn Statistiken führen hier nicht wirklich weiter. Letztlich ist ein Selbstmord der letzte verzweifelte Ausweg. Bevor das getan wird, gibt es noch viele andere "Lösungen", von wirklicher professioneller Hilfe über Tabletten, Drogen und Alkohol bis hin zu diversen anderen Dingen. Der Anteil der Hilfesuchenden ist sicherlich auf die verhältnismäßig kleine Anzahl an Profifußballern relativ groß. Es ist daher sicherlich absolut zutreffend, vom knallharten Geschäft Fußball zu sprechen.

  • Robert Enke gestorben

    • Düsseldorf_Armine
    • 15. November 2009 um 14:12

    Ein Mensch, der für seinen Freitod den dramatischen Weg über die Schienen wählt, der sucht genau diese Öffentlichkeit, die jetzt erreicht ist. Das zumindest sagen Psychologen. Man fühlt sich allein mit seinen Ängsten, möchte aber nicht allein damit sein, man möchte raus aus den Ängsten, sie mit anderen teilen. Diese Menschen sehen den einzigen Weg zu diesem Ziel dann in einem Selbstmord, der der Öffentlichkeit nicht verborgen bleiben kann. Ich denke daher schon, dass es auch im Sinne von Robert Enke gewesen ist, diese Trauerfeier in dieser Form öffentlich abzuhalten. Die eigenetlich Bestattung war ja dann auch nur im engsten Kreis der Familie. Somit ist vermutlich ein guter Kompromiss zwischen öffentlichem Abschiednehmen und privater Beisetzung gefunden worden.

  • ZDF Frontal 21: Fußballträume auf Steuerkosten

    • Düsseldorf_Armine
    • 13. November 2009 um 13:05

    Bei Schalke geht es um fehlende Liquidität, nicht darum, dass sie insolvent sind. In der Bilanz wurden scheinbar Gelder aus dem europäischen Wettbewerb eingeplant, der dann nicht erreicht wurde. Da kann auch keine Lizenzierung etwas gegen machen. Schalke hat Verbindlichkeiten, sicherlich, aber denen stehen auch enorme Werte entgegen. Wenn ein Verein wie Essen vor dem Aus steht, dann, weil sie in der vierten Liga spielen, eine Mannschaft mit geringem Wert haben und auch sonst nur den sprichwörtlichen Kalkeimer besitzen.

    Schalke hat die Arena, Trainingsgelände, einen wertvollen Kader, einen begehrten Trainer/Manger mit Vertrag. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die vor einer drohenden Insolvenz ausgeschöpft werden könnten. Warum aber sollte man nicht Anteile an sonstwas verkaufen, wenn es möglich ist. Die lassen sich ja kein Geld schenken, sondern verkaufen etwas mit Gegenwert zu einem wirtschaftlich üblichen Preis.

    Zur Not werden einfach noch Spieler wie Neuer oder Rafinha abgegeben, für die es ganz sicher genug Interessenten geben würde.

    Es ist also alles nicht so, wie es der ZDF Beitrag glauben lassen möchte. Von unlauterer oder gar wettbewerbsverzerrender staatlicher Unterstützung kann hier meiner Meinung nach keine Rede sein.

    Übrigens wurde doch auch Arminia schon mal von der Stadt unterstützt, als es ganz eng war, oder vertue ich mich da jetzt?

  • Robert Enke gestorben

    • Düsseldorf_Armine
    • 13. November 2009 um 12:52

    Viele Gesänge im Stadion entstehen ja aus purer Emotion in Verbindung mit dem Druck der Massen. Wie oft werden Schiedsrichter teils übel beschimpft, wenn sie mal einen Fehler machen. Da trifft nicht mal das (sowieso absurde) Argument, dass der ja viel Geld verdient.

    Es ist ja auch die Frage, was zum Spiel dazu gehört und was eben nicht sein muss. Das ist, wie ich finde, eine sehr schwierige Sache. Kann sich ein Spieler schon zu sehr unter Druck gesetzt fühlen, wenn er (Beispiel Mario Gomez bei der Nationalmannschaft) bei jeder Ballberührung niedergepfiffen wird, nur, weil er eine unglückliche Situation bei der EM hatte? Aussagen wie "ich mache das doch nicht extra" oder "natürlich tut es weh, wenn die Fans pfeifen" sprechen da eigentlich eine deutliche Sprache.

    Das sind die Kleinigkeiten, wo jeder Fan anfangen kann, denn das ist in der Regel nicht emotional, sondern Gruppendynamisch geplant, eben weil es einen Sündenbock braucht. Wenn dann aus der Emotion heraus auch mal was anderes gerufen wird, dann denke ich nicht, dass das so schlimm ist, auf dem Platz gehen die Spieler ja auch nicht zimperlich miteinander um. Wichtig ist nur, dass es nach dem Schlusspfiff auch vorbei ist.

    Wir haben hier ja auch Lamey, der eigentlich machen kann, was er will, er ist immer der Schuldige (Schuld an 8 gegentorlosen Spielen in Folge, was für eine Schande für einen Verteidiger).

    Im Übrigen denke ich nicht, dass das Thema in der Öffentlichkeit breit getreten gehört, es sind eher die Vereine gefragt, dort auf die Spieler zuzugehen. Im Fall Deisler muss man da den FC Bayern wirklich mal loben. Deisler hatte den Mut, sich in Behandlung zu begeben und sein Verein hat ihm die nötige Zeit gegeben. Dass er dann den Schlussstrich gezogen hat, war ein ebenfalls sehr mutiger Schritt.

  • Robert Enke gestorben

    • Düsseldorf_Armine
    • 13. November 2009 um 00:38

    So blöd es klingt, aber auch hier wird der Alltag alles großen Pläne für Verbesserungen wieder einholen. Man denke nur an den 11. September. Dort hieß es zum Beispiel, man dürfte nie wieder Comedy oder sowas senden. Nach einer Pause ist es aber eher noch schlimmer.

    Michael Jackson hat auch wochenlang die Nachichten geprägt, jetzt spricht niemand mehr darüber. Wir leben in einer schnelllebigen Welt, auch eine solche Tragödie wird schneller verblassen, als wir uns das vorstellen können und spätestens in der Rückrunde wird alles wieder wie vorher sein. Hannover wird sicherlich nicht mehr der gleich Verein sein, sie werden Enke wohl ewig nicht vergessen, aber der Fußball als Ganzes wird sich dadurch nicht verändern, so schön und richtig es auch wäre.

    Ach ja, "den Deisler machen" habe ich noch nie gehört und ich kenne auch niemanden, der über ihn gelacht hätte. Im Gegenteil, fast alle waren traurig darüber, dass dieses Riesentalent seine Karriere viel zu früh beenden muss, weil es einfach nicht mehr geht.

  • ZDF Frontal 21: Fußballträume auf Steuerkosten

    • Düsseldorf_Armine
    • 12. November 2009 um 13:25
    Zitat

    Original von Exteraner

    Mit dem Argument kann man natürlich jedes neue eingreifen des Staates rechtfertigen. Und das bezieht sich ja nicht nur auf den Fußball wie wir momentan auch am Beispiel Opel sehen. Ich kann dir in gewisser Weise sogar folgen aber was ich zumindest erwarte von Schalke ist, dass sie bevor Geld vom Staat genommen wird, versuchen den Spielern einen Gehaltsverzicht abzuringen oder teure Spieler einfach verkaufen.

    Stimmt, ich wollte auch nicht pauschal rechtfertigen, dass das immer der richtige Weg ist. Mir ging es vielmehr darum, den Beitrag zu kritisieren, der diese ganzen Aspekte einfach unter den Tisch fallen lässt und so zu einem absolut undiffernzierten Ergebnis kommen muss. Ein Ergebnis, was, so denke ich, von vornherein geplant war und sich nicht durch gründliche Recherche ergeben hat.

  • Ex-Armine Pavel Fort

    • Düsseldorf_Armine
    • 12. November 2009 um 12:10

    Irgendwo stand doch mal, dass der Heilungsverlauf nicht optimal war und es daher länger dauert, als ursprünglich vorgesehen. Wie das dann oft so ist, gehen die Mediziner dann lieber auf Nummer sicher und warten wirklich ab, bis alles richtig ausgeheilt ist.

    Das hört man ja häufiger von Spielern aus allen möglichen Vereinen. Mal geht es schneller als gedacht, mal dauert es länger, mal haut die Prognose hin. Wie Zippy schon schrieb, Menschen sind keine Maschinen. Ich würde hier auf keinen Fall unsere medizinische Abteilung als schlecht ansehen. Zumindest habe ich nicht das Gefühl, dass Verletzungen bei uns immer länger dauern.

  • ZDF Frontal 21: Fußballträume auf Steuerkosten

    • Düsseldorf_Armine
    • 12. November 2009 um 00:11

    Also mal ganz ehrlich, der ZDF Beitrag geht ja gar nicht. Frontal 21 ist ja gerne ein wenig populistisch, aber der Beitrag ist es wirklich ganz offentlich. Er ist gestrickt nach dem Muster, wenn du eine Botschaft vermitteln möchtest, dann wirst du auch Beweise dafür finden. Hier ist die Botschaft ganz klar, der Steuerzahler füllt Fußballmillionären die Taschen.

    Das wird hier allerdings so unglaublich plump eindimensional dargestellt, dass es fast schon an Lächerlichkeit grenzt und die ganze Botschaft ad absurdum führt.

    Die beiden Schalke Fans, die da gefragt werden, ist das in irgendeiner Weise repräsentativ? Sicherlich nicht.

    Ein Fußballverein ist ganz sicher mehr, als nur ein Haufen hochbezahlter Kicker, es ist oft Identitätsstiftung für eine ganze Region, plus Wirtschaftfaktor. Frontal hätte ja mal ausrechnen können, was eine Pleite von Schalke 04 die Stadt Gelsenkirchen kosten würde. Was würde denn dann mit der Arena passieren, was mit den Steuergeldern, der Werbung für die Stadt, den Arbeitsplätzen? Ganz sicher kostet das mehr als die 20 Mio.

    Gleiches gilt für die anderen genannten Rettungsaktionen.

    Kein Verständnis habe ich allerdings dafür, wenn in Städten wie Magedburg Stadien völlig am Bedarf vorbei hochgezogen werden. Aber allein die Tatsache, dass dieser Stadionbau mit den derzeitigen Vorkommnissen bei Schalke in einem Atemzug genannt und nicht im Mindesten differenziert werden, ist doch schon ein deutliches Zeichen für die Qualität des Beitrages.

    Übrigens macht Schalke durchaus selbst auch etwas, um eventuelle Engpässe zu überbrücken. Es ist doch sicherlich kein Zufall, dass Schalke am letzten Spieltag eine halbe U21 auf dem Platz hatte, allein die dadurch gesparten Einsatzprämien werden nicht gering ausfallen.

    Nur um das Klarzustellen, ich möchte hier nichts verteidigen, ich möchte nur deutlich machen, dass der Beitrag keinesfalls so deutlich zeigt, was er angeblich zeigt. Ein wirklich kritischer Bericht sieht anders aus und packt nicht sieben Beispiele in einen Beitrag von nicht einmal sieben Minuten Länge und lässt darin, Bürgermeister, Namenlose und Vorstände bruchstückhaft zu Wort kommen. Das ist eindeutig zu wenig.

    Auf die gleiche Weise ließe sich auch schnell ein Beitrag mit der gegenteiligen Meinung zusammenschustern, einen höheren oder geringeren Wahrheitsgehalt hätte der aber auch nicht.

  • Robert Enke gestorben

    • Düsseldorf_Armine
    • 11. November 2009 um 12:47

    Weil es so überraschend kam, war ich gestern absolut geschockt. Ich dachte zunächst, es hätte mit der Infektion etwas zu tun, ich wusste noch nichts von den Einzelheiten. Ein Selbstmord hinterlässt da natürlich noch ein größeres Fragezeichen und zeigt einmal mehr, was in vielen Fußballerseelen vorgeht und relativiert auch stark die Kritik an überbezahlten Sportlern. Bezahlt werden sie nicht nur für das Spiel, sondern vor allem für all das drumherum.

    Auch ich möchte der Familie und den Freunden von Herrn Enke alle nötige Kraft wünschen.

    Beeindruckt hat mich heute der Klick auf die Vereinsseite von Hannover 96. Das ist die richtige Reaktion und sagt mehr, als tausend Worte es könnten. Vielen Dank an den Verein dafür.

  • Ex-Trainer Thomas Gerstner

    • Düsseldorf_Armine
    • 6. November 2009 um 19:56
    Zitat

    Original von Arminia-Rotti
    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag,Thomas!
    Möge die Mannschaft als Geschenk morgen den neunten Sieg in Folge unter Dach und Fach bringen,auch wenn die eigene Glückszahl die 8 ist! :geschenk:

    Dann machen sagen wir doch einfach, der achte Sieg zu Null und dann haben wir seine Glückszahl wieder.

    Und nächste Woche..., ach da fällt uns dann auch schon was ein.

  • Cheftrainer Oliver Kirch

    • Düsseldorf_Armine
    • 4. November 2009 um 10:50

    Zumindest in der Bild hat er schon zugegeben, dass da seit drei Wochen etwas läuft.

    Aber schon lustig, da gewinnt Arminia achtmal in Folge, davon sieben Mal zu Null und der erste Bericht über Arminia auf der Sportübersichtsseite bei bild.de handelt von einem Spieler und seiner Verbindung zu einem Modell...

  • Der Osttribünendiskussionsthread (Verfehlte Preispolitik?)

    • Düsseldorf_Armine
    • 3. November 2009 um 17:08
    Zitat

    Original von linke Klebe

    Und zurück zum Thema: ich gehöre zu denen, die davon ausgehen, dass eine Zahlenangabe Null im Online-Ticket-Shop auch bedeutet, dass keine Tickets mehr zu haben sind. Ich bin davon ausgegangen, dass die meisten, wenn nicht sogar alle Tickets im Dauerkarten-Verkauf an den Mann gegangen sind. Für mich war das die einzig plausible Erklärung, warum im Ticket-Shop bei Stehplätzen immer eine Null steht.

    Im besagten Online-Ticketshop steht aber auch ganz deutlich drin, dass Stehplatztickets nicht online buchbar sind. Wörtlich steht dort:

    "Stehplatztickets für Einzelspiele sind aus Sicherheitsgründen nicht online buchbar. Alternativ wird zum jeweiligen Vorverkaufsstart ein entsprechendes PDF-Dokument auf der Homepage (Menüpunkt "Tickets"--> Vorverkauf) bereit gestellt." (Quelle: Ticketshop)

    Allein deshalb sollte eigentlich klar sein, dass die Null in Bezug auf die Verfügbarkeit der Tickets nichts zu bedeuten hat.

    Dennoch fehlt tatsächlich eine schnelle Möglichkeit, sich über den aktuellen Verkaufsstand zu informieren.

  • Ex-Trainer Thomas Gerstner

    • Düsseldorf_Armine
    • 1. November 2009 um 13:28

    Jetzt, nach elf Spieltagen, lässt sich ja auch ein erstes kleines Zwischenfazit bezüglich des Trainers ziehen, auch im Vergleich mit den anderen gehandelten Kandidaten.

    - Lothar Matthäus: Ok, war nur ein Scherz
    - Friedhelm Funkel: Hat Hertha übernommen, sicherlich keine leichte Aufgabe, aber er ist mit seinem neuen Team Tabellenletzter in Liga eins und hat noch kein Spiel gewonnen. Die Aufgabe bei Arminia wäre sicherlich nicht einfacher gewesen.
    - Pele Wollitz: Hat ja gerade hier vorgespielt, steht mit 12 Punkten 15 Punkte schlechter da als wir. Es ist kein klares System zu erkennen. Die Spieler beschweren sich öffentlich, dass sie keine Mannschaft sind und noch nicht viel zusammenläuft.
    - Zvonimir Soldo: Köln spielt den gleichen häßlichen Anitfußball, den wir in der letzten Saison unter Frontzeck so gehasst haben, auch hier beschwereren sich einige Spieler öffentlich, dass es kein Wir-Gefühl innerhalb der Mannschaft gibt. Ist im Pokal noch dabei.
    - Christian Wück: Erst drei Spiele bei Holstein Kiel, daher noch nicht wirklich zu bewerten, bisher zwei Niederlagen und ein Unentschieden.
    - Uwe Rapolder: Steht mit seinen Koblenzern mit neun Punkten (ein Spiel steht heute noch aus) auf Platz 15.

    - Thomas Gerstner: Hat schnell das passende Konzept für seine neue Mannschaft gefunden, zeigt sich sehr lernfähig, da gemachte Fehler nicht wiederholt werden (verspielen eines Vorsprungs, blind ins offene Messer laufen). Pulverisiert derzeit Vereinsrekorde. Hat durch sein Auftreten für sehr positive Berichte in den Medien gesorgt. Das Pokalaus ist zwar weiterhin ärgerlich, war aber vielleicht sogar wichtig, weil es gezeigt hat, dass es eben nicht im Vorbeigehen geht, sondern dass jeder Sieg bis zum Schluss hart erkämpft werden muss. Pokalgegner Trier hat nach dem Sieg gegen Arminia fünf Spiele in Folge verloren (inklusive Pokal gegen Köln) und nur das letzte Spiel unentschieden gespielt.

    Das kleine Zwischenfazit fällt also sehr positiv aus. Gerstner ist von den genannten möglichen Kandidaten derzeit der mit Abstand erfolgreichste, gerade das von ihm erzeugte Wir-Gefühl in der Mannschaft hat maßgeblich zu der Siegesserie beigetragen. Die Siege sind nicht alle glanzvoll aber oft erstaunlich souverän, mit vereinzelten spielerischen Glanzlichtern (die meisten der erzielten Tore sind wunderbar herauskombiniert und basieren nicht auf Standardsituationen).

    Ich bin froh, dass wir diesen Trainer erwischt haben, nach jetzigem Stand hätte uns meiner Meinung nach nichts besseres passieren können.

  • Arminia - Cottbus

    • Düsseldorf_Armine
    • 31. Oktober 2009 um 17:57
    Zitat

    Original von Stoppa Schulz

    Ich glaube da haben wir unterschiedliche Sichtweisen. Ein Spektakel bedeutet für mich nicht ein Sieg in 2stelliger Höhe. Ein Spektakel bedeutet für mich nach dem Schlußpfiff mit erhötem Adrenalinspiegel in die U-Bahn zu gehen. Mit Herz erkämpfte Bälle. Spielzüge die den Fan aus der Sitzschale treiben. All das fehlt mir schon lange Zeit bei Arminia. Wer mit den momentanen Ergebnissen unzufrieden ist, dem ist nicht zu helfen. Nur sollte man die Art und Weise nicht schönreden, und sich noch über 14500 Zuschauer wundern. Komischerweise bin ich in Gevelsberg, Schöppingen, Havelse, Rheine und wo nicht noch alles hingefahren, trotzdem zieht mich momentan nichts ins Stadion. Da fehlt etwas, und das sind nicht Siege!!! Das ist so nicht mehr mein Fußball. Ich denke so geht es vielen ehemaligen Stadiongängern.

    Scheinbar ist dir (und einigen anderen) die Mannschaft zu souverän. Die Bälle müssen nicht mit Herz erkämpft werden, weil sie durch hervorragendes unter Druck setzen des Gegners gewonnen werden. Das funktioniert nur, wenn alle mit Herz dabei sind, spektakulär wird es aber nur, wenn mal Fehler passieren und mal jemand in die Grätsche muss und dabei einen Freistoß oder schlimmeres riskiert. Wieso haben die Gegner denn so wenige Torchancen gegen Arminia? Eben weil die Mannschaft so gut steht. Es gab heute nicht nur eine Situation, wo der Ballführende des Gegners direkt von drei oder vier Arminen unter Druck gesetzt wurde, ohne dass man das Gefühl hatte, die würden blind auf diesen Spieler zurennen. Prompt gab es einen Fehlpass oder eine anderweitige Balleroberung. Spektakulär war das nicht, aber ungemein effektiv.

    Die beiden Tore wiederum resultierten aus wunderbaren Spielzügen, beim zweiten Tor wurde außerdem mit hohem Einsatz der zweite Ball erkämpft und erst so kam es dann zum Tor.

    Es kann ja nicht das Ziel sein, plötzlich weniger sicher stehen zu wollen, nur, damit es mal etwas spektakulärer wird.

    Ich habe mich vor Beginn der zweiten Hälfte dabei ertappt, nur auf einen schönen Spielzug zu warten, aber nie Angst gehabt, es könnte ein Gegentor geben - dieses Gefühl ist doch etwas wunderbares und resultiert aus der aktuellen Spielweise. Ich möchte das nicht eintauschen gegen spektakuläre Spiele, die dann aber verloren gehen oder nicht gewonnen werden. Es wird schon früh genug mal wieder zu einem Rückstand kommen, dann wird die Mannschaft wohl auch anders spielen, ihr aber jetzt fehlendes Herz vorzuwerfen, geht ein wenig an der Realität vorbei.

    Die Mannschaft spielt derzeit wie Bayern zu seiner besten Zeit, effektiv und erfolgreich, sie spielen so, dass die Gegner mit einem Riesenrespekt antreten, was dem Team noch mehr in die Karten spielt. Man muss sich als Fan nur erstmal daran gewöhnen, dass nun Arminia so spielt und nicht immer nur einer der Gegner.

  • Arminia - Cottbus

    • Düsseldorf_Armine
    • 31. Oktober 2009 um 14:00

    Interessant, dass Arminia immer einige Zeit braucht, um ins Spiel zu finden, dann die erste Chance gleich nutzt, aber die folgenden Hochkaräter oft liegenlässt, aber dafür auch Glück bei einer Riesenchance (Riesenschaase, um es mit den Worten von Babbel zu sagen) des Gegners hat.

    Das Spiel ist wie ein Abziehbild der vielen anderen Siege dieser Saison.

    Wenn das immer so ausgeht, dann kann die Mannschaft gerne alles mit diesen Abziehbildern vollkleben.

    Bisher auch wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Federico durch Effektivität heraussticht und Janjic leicht abfällt, aber auch die große Chance für Katongo aufgelegt hat.

    In der zweiten Hälfte so weitermachen, wie in den letzten 20 Minuten, dann wird es was mit dem nächsten Sieg.

  • Arminia - Cottbus

    • Düsseldorf_Armine
    • 31. Oktober 2009 um 12:57

    Bezüglich der Zuschauerzahlen müsste es eigentlich genau andersrum laufen. Es müssten die erwähnt werden, die da sind und so langsam ein Gefühl erzeugt werden, dass man etwas verpasst, wenn man fehlt.

    So ist es doch in den anderen Stadien, die hohen Zuschauerzuspruch haben. Man geht hin, weil man hingeht, nicht, weil der Gegner attraktiv ist oder die Mannschaft toll spielt. Bei vielen Vereinen war ein neues Stadion die Initialzündung, bei Köln zum Beispiel der erste Abstieg, so komisch es klingt.

    In Bielefeld hat die neue Tribüne erstmal das Gegenteil bewirkt, die hat ein so schlechtes Images, dass kaum jemand wagt, sie zu nutzen. Sobald das anders wird, werden auch irgendwann die Plätze auf der Alm zu wenig sein.

    So, aber jetzt gehts los.

  • Arminia in den Medien

    • Düsseldorf_Armine
    • 31. Oktober 2009 um 12:36

    Bezüglich Bier trinken, früher aufstehen und anschließend um die Häuser ziehen ist der Termin am Sonntag aber nicht viel besser. Auch der Freitag ist mit 18 Uhr ja nicht der Toptermin, da viele dann noch nicht von der Arbeit zurück sind.

    Die Termine sind alle nicht sonderlich toll, aber hier von einer Benachteiligung der Arminia zu sprechen, weil wir mehr Heimspiele am Samstag haben, das halte ich dann doch für übertrieben, da die anderen Termine nicht so viel besser sind.

  • Arminia in den Medien

    • Düsseldorf_Armine
    • 30. Oktober 2009 um 15:11

    Pauli ist in Sachen Zuschauer auch kein Maßstab, Pauli zieht immer, ob zu Recht oder nicht sie mal dahingestellt.

    Hier in Düsseldorf kamen in der 3. Liga (bzw. Regionalliga, als das noch die dritthöchste Klasse war) auch immer über 20.000 Zuschauer, wenn Fortuna gegen Pauli gespielt hat - und zu der Zeit kamen dort im Schnitt eher so um die 10.000 pro normalem Spiel.

    Pauli bringt halt auch immer gut Fans mit, ist ja schon ein Unterschied, ob da 3000 kommen oder jetzt 350 aus Cottbus.

    So wie für viele Pauli den Inbegriff für ein cooles Spiel gegen eine coole Mannschaft ist, ist für ebenso viele Cottbus das genaue Gegenteil, aufgebaut in vielen Erstligajahren mit destruktivem Fußball.

    Spätestens zur Rückrunde, wenn die Mannschaft weiterhin so erfolgreich spielt, wird es auch wieder voller werden. Es fehlen einfach derzeit die Leute, die kommen, weil sie mit Arminia großartige Liveerlebnisse im Stadion verbinden, was nach der letzten Saison ja kein Wunder ist. Trotz des Sieges war ja auch das Paulispiel nicht unbedingt dazu geeignet, diese Gefühle neu zu wecken.

  • Cheftrainer Oliver Kirch

    • Düsseldorf_Armine
    • 30. Oktober 2009 um 14:39

    Laut Transfermarkt.de ist Kirch auch der drittteuerste Spieler im aktuellen Kader (nach Eilhoff und Mijatovic). Vor dem Hintergrund der letzten Saison war ich davon auch erst etwas überrascht, aber derzeit zeigt er, warum das berechtigt ist. Die Marktwerte hängen aber natürlich auch immer stark mit dem Alter zusammen, so ist Eilhoff zum Beispiel deutlich mehr wert als die derzeitige Nummer eins von Bayern München (Butt, nicht Rensing).
    Kirch hat ja jetzt das viel zitierte perfekte Fußballeralter und wird uns sicherlich noch ne Menge Freude machen.

    Übrigens zu den Noten von Torhütern beim Kicker. Hat ein Torhüter nicht viel zu tun und spielt souverän, bekommt er vom Kicker in der Regel eine 3. Hinter einer souveränen Abwehr zu spielen, bedeutet also oft auch einen Notenschnitt rund um die 3 herum. Kann sich ein Torhüter aber ständig auszeichnen und ist bei den Toren machtlos, werden die Noten natürlich besser.

  • Arminia - Aachen

    • Düsseldorf_Armine
    • 18. Oktober 2009 um 13:05

    Wie sagte der (übrigens sehr gute) Kommentator bei Sky, es hat von zwei gleichwertigen Mannschaften die gewonnen, die den Sieg etwas mehr gewollt hat. Er hat das dann auch mit den Motivationsmaßnahmen in Verbindung gebracht. Letztlich sehen wir ja hier auch tatsächlich genau das, was Gerstner vor der Saison gesagt hat. Enge Spiele werden im Kopf entschieden und er will den Kopf bereit machen dafür, diese engen Spiele eben dann zu gewinnen.
    Davon profitieren wir derzeit auch, es ist nicht alles nur Glück. Würden dann die vorhandenen Konter und anderen Angriffe mal wieder öfter (und nicht nur einmal pro Spiel) erfolgreich abgeschlossen, würde es auch mal etwas weniger zittern bedeuten.

    Aber wie hieß es früher immer, das souveränste aller Ergebnisse ist ein 1:0 Sieg.

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