Hier ein Bericht aus dem heutigen Kicker!
Arminias Pokal-Auftritt in Magdeburg verfolgte er auf der Couch per Videotext. Nach Reha-Training am Vormittag schonte Petr Gabriel, der Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten am Knie operiert wurde, das Gelenk.
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Nachdem im Mai zwei Drittel des Außenmeniskus entfernt worden waren, hatte der 31-Jährige zwar die komplette Reha durchlaufen und war auch ins Training eingestiegen. Doch dann traten wieder Probleme auf. Das Gelenk schwoll an, obwohl der Innenverteidiger keine Schmerzen verspürte. Folglich drängte er auf einen erneuten Eingriff. Bei diesem wurde nun ein Einriss des Innenmeniskus festgestellt und behoben.
"Komischerweise war das eine alte Verletzung", berichtet der Tscheche. Wurde diese bei der ersten OP übersehen? "Ich will nicht sagen, dass der Einriss damals schon da war, aber als ich den Arzt jetzt gefragt habe, ob es eine frische Verletzung ist, hat er Nein gesagt." Kritik mag er nicht üben. "Wenn die Verletzung vorher da war, habe ich viel Zeit verloren, aber ich spreche nicht von einem Fehler. Wichtig ist, dass ich jetzt nach der Reha hundertprozentig trainieren kann." Auch Geschäftsführer Reinhard Saftig gibt sich moderat: "Das ist schwer zu beurteilen. Ich will keine Ärzteschelte betreiben." Zu ändern ist ohnehin nichts mehr. Morgen will Gabriel, dessen vergangene Woche als Ersatz für ihn verpflichteter Landsmann Radim Kucera in Magdeburg den Anstoß mit einem Hexenschuss auf der Ersatzbank erlebte, die Krücken weglegen. Gibt es in der Reha keine Komplikationen, "kann ich Ende der dritten Woche zu laufen beginnen". Den möglichen Comeback-Termin setzt Gabriel für "Ende September, Anfang Oktober" an.
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Petr Gabriel
Drängen lässt er sich diesmal nicht - nicht vom eigenen, manchmal übertriebenen Ehrgeiz noch von außen. "Nach diesen drei Monaten weiß ich, was wichtig ist, nämlich gesund zu sein." Für Gabriel geht es auch um seine Zukunft. "Egal wie lange es dauert, ich muss richtig fit sein, denn mein Vertrag läuft aus, und ich will mindestens noch drei Jahre spielen."
Ebenfalls eine Vertragslaufzeit bis 2008 schwebt Rüdiger Kauf (Kreuzbandriss) vor. Saftig weiß um den Wert des Duos: "Nicht die Abgänge, sondern die Ausfälle von Kauf und Gabriel haben uns am meisten getroffen." Und kündigt an: "Wir werden mit beiden zeitnah nach dem Ende der Transferperiode (31. August, Anm. der Redaktion) sprechen." Trotz dieses Termins werde an weitere Verpflichtungen "im Moment nicht" gedacht.
Stephan von Nocks