ZitatLangsam könnte der Eindruck entstehen, als wenn die komplette Form der Berichterstattung in den letzten Tagen und Wochen den Zweck einer Inszenierung verfolgt. Ich frage mich seit Tagen, ob wir an irgendeiner Stelle etwas übersehen haben!
Wenn man dann mal in der heutigen NW blättert, wird man sehr schnell feststellen wie diese Inszenierung dann weiterverfolgt wird.
Sowohl auf dem Titel, Kommentar Seite 2, Bundessport und Lokalteil wird jedes Mal von Seiten des Vereins und der Wirtschaft darauf verwiesen, wie wichtig die Hilfe der Stadt Bielefeld ist.
Auszug aus dem Kommentar von Lothar Schmalen (... übrigens ein sehr netter Zeitgenosse)
---------------------------
Und das Ende vom Lied? Bei der Rettung des angeschlagenen Zweitligisten Arminia Bielefeld trägt die Hauptlast nicht die Privatwirtschaft. Wieder einmal muss die öffentlicheHand, der Steuerzahler, einspringen. Gerade mal 3 Millionen Euro haben die Unternehmer, die sonst so gerne fordern, der Staat möge sich bitte nicht in alles einmischen, zusammengekratzt – eine Summe, über die die Herren der Deutschen Fußball-Liga (sie haben über die Lizenzvergabe an Arminia zu entscheiden) wahrscheinlich nur müde lächeln können. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die Unternehmen, die zu den drei Millionen Euro ihr (zum Teil beträchtliches) Scherflein beigetragen haben, haben durchaus erkannt, dass sie, wenn sie den Standortfaktor Spitzenfußball in Ostwestfalen behalten wollen, auch Geld dafür auf den Tisch legen müssen. Nur– es ist, schlicht gesagt, zu wenig. Irgendwie erinnert das alles an die Bankenkrise, auch wenn es dabei natürlich um ganz andere Dimensionen ging. Immer wenn es ernst wird, muss die öffentliche Hand einspringen. Und so wird wohl auch im Fall Arminia Bielefeld die öffentliche Hand ihre Pflicht erfüllen müssen. Denn niemand will den Klub ernsthaft vor die Wand fahren lassen. Die Folgen (eine Stadionruine in Bielefeld, der Ausfall von Forderungen vieler Gläubiger) wären wohl noch schlimmer als die jetzt offenbar notwendige Millionenspritze aus dem Bielefelder Stadtsäckel.
------------------------
Die für mich wichtigen Passagen habe ich einfach mal fett markiert.
Jetzt wird auch die Stadt Bielefeld (also der Steuerzahler in die Pflicht genommen und soll am besten schom am 06.05.2010 (!!) eine Ratsbeschluß fassen, der die Sicherung von 6 Millionen Euro befürwortet.