Sagt mal, was spielen wir denn momentan eigentlich? Ich meine jetzt nicht Chemnitz, das war eine ausfallbedingte Anomalie. 4231 ist das mit Jerat ja eigentlich nicht mehr so wirklich, 4321, also Tannenbaum ist es auch nicht, mit Rahn auf links kann man das auch nicht als vorne sehr weites 433 sehen, also wie heißt das Tier? Die Debatte um die wenigen Einsätze für Lorenz hat mich erst einmal etwas ratlos gelassen. Ich meine, natürlich erschließt sich, dass Krämer die defensiven Spieler bevorzugt bzw müsste man wohl genauer sagen die pressingstarken. Aber so völlig verstanden habe ich das nicht. Jaja... wahrscheinlich bin ich der einzige Irre hier, den sowas um den Schlaf bringen kann, aber so ist das eben. Okiedokie, es hat etwas gedauert, aber dann ist mir wieder eingefallen, dass Krämer mehr als einmal Lobanowskyj als prägenden Einfluss angeführt hat. Wofür ist der Mann berühmt gewesen? Dafür, dass er Pressing und 442 in den europäischen Fußball eingeführt hat. Da hat es dann klick gemacht. Unser Mittelfeld weist die Besonderheit auf, dass Krämer links immer wieder Spieker präferiert, deren Attribute eher auf zentrale Spieler passen. Rahn ist nun wirklich kein typischer Außen und oft genug hat Schönfeld seine Vertretung übernommen, der ja "eigentlich" auch eher in die Mitte gehört. Wirklich nur eine Präferenz für physische Robustheit? Im flachen 442 gibt es oft auch nicht die typischen Winger - ich sage nur Beckham, der ja nun auch nie besonders schnell oder antrittsstark war und vorne gern die Kombination eines bulligen und eines wendigen Stürmers. Klos und Hille. Könnte unser nominelles 4231 mittlerweile eigentlich ein zur Seite gekipptes 442 sein? Finde ich angesichts der vielen 442-Nostalgiker hier irgendwie ironisch. Wie auch immer, in den nächsten Spielen werde ich mal darauf achten, ob sich die vermeintliche Viererkette im Mittelfeld entgegengesetzt zur Abwehrkette öffnet und zusammenzieht, das wäre dann ein weiterer Hinweis in die Richtung. Mir kommt das Mittelfeld jedenfalls nicht nur wegen der veränderten Zentrumsbesetzung kompakter vor, die übermäßige Breite und die daraus resultierenden Lücken, die ich vor einigen Monaten und Beiträgen hier noch beklagt hatte, sehe ich nicht mehr. Öh... ja, damit dann auch erst einmal genug... Außer weiteren quälenden Fragen: Bin ich ein Fußball-Nerd? Sollte ich mir eine Hornbrille zulegen? Liest diesen Thread überhaupt noch jemand?
Beiträge von Rasengrün
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Mit im Schnitt sechs bis sieben defensiven Spielern auf dem Feld wird er schon seine Einsätze bekommen. Wobei ich seine Torgefährlichkeit jetzt nicht so ausgeprägt finde um darin einen Faktor zu sehen, zumindest noch nicht. Mir schwillt immer noch der Kamm, wenn ich daran denke wie jämmerlich er gegen Chemnitz vergeben hat. Aber wenigstens hat der Laufweg gepasst, was für einen gelernten IV auch nicht selbstverständlich ist.
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Warum nicht? Er war wirklich an fast allen gefährlichen Aktionen aus dem Spiel heraus beteiligt und hätte eigentlich zwei Scorerpunkte haben sollen. Einen hat der Schiri geklaut und den anderen Burmeister mit dem schwächsten Abschluss den ich in diesem Jahr im bezahlten Fußball gesehen habe.
NW-Noten sind grundsätzlich keine Erwähnung wert. Keine Ahnung, welche Blinden die auswürfeln. Den einzigen Zusammenhang mit dem Spielgeschehen, den ich da jemals ausmachen konnte, ist der Schnitt. Der steigt und fällt in direkter Korrelation zu Punkten und Toren.
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Original von SWB Zecke
Meistens gehen solche Spiele wie gegen Chemnitz 0:0 aus. Aber wir haben gestern nen ganz, ganz wichtigen Dreier gelandet. War auch etwas Glück dabei, aber scheiss drauf, interessiert hinterher keinen mehr.Unsere Spielweise mag nicht so elegant wie bei MS oder wie beim KSC aussehen, effizient ist sie aber auf jeden Fall. Und sollten wir aufsteigen, dann müssen wir unser Spiel deutlich weniger an die 2. Liga anpassen als die anderen Topteams, die mehr über Ballbesitz und Dominanz kommen.
Jupp, so janz jenau so sieht's aus.
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Original von Richie
Ergänzen möchte ich noch, dass die Spieler in den höheren Ligen auch insgesamt immer robuster werden. Das Gegenpressing wird also schwieriger, weil die Zweikampfhärte weiter zunimmt. Zudem werden sich in der zweiten Liga diese vielen Abspielfehler anders rächen. Da wird ein größerer Gewöhnungsprozess von Nöten sein.
Auf längere Sicht haben "kleine" Mannschaften, die über eine solche Taktik wie wir gekommen sind, nicht wirklich Erfolg gehabt. Haching war mal so ein Beispiel, Cottbus auch. Die erfolgreichen "kleinen" Mannschaften, die spielen so wie Mainz, Freiburg oder Düsseldorf. Nur mit mauern geht es auf Dauer eben doch nicht, weil man bei steigender Qualität der Gegner bei eigenen Fehlern schneller einen fängt - und wir machen eine Menge Fehler pro Spiel!
Freiburg und Mainz haben sich ihre Spielkultur aber auch über lange Zeiträume erarbeitet.
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Original von jögi
Das Spiel von Arminia ist ganz stark auf die Fehler des Gegners ausgelegt, das hat Krämer ja selber mehr oder weniger gesagt. Auch das heutige Tor ist ja aufgrund eines solchen Fehlers geschehen. Nur muss damit gerechnet werden, dass in der zweiten Liga die Quantität der Fehler abnehmen wird. Da wird man sehen, wie Arminia da klar kommen sollte, wenn sie es denn schaffen sollten. Ganz wichtig wäre es sicherlich, im Falle eines Aufstieges die Korsettstangen Schütz und Klos zu halten. Diese beiden sind für mich (neben Hornig) die mit Abstand wichtigsten Spieler in der Mannschaft.
Für mich ist es aber elementar, auch wenn das System von Krämer auch mit der eher überschaubaren Qualität im Kader bisher ganz gut klappt, mehr Spieler einzubauen, die für mehr Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte sorgen könnten.
Stimmt, es ist auf Fehler des Gegners ausgelegt, aber auch darauf diese Fehler zu provozieren und das Spiel des Gegners in Zonen zu lenken, die zum einen für uns vergleichsweise ungefährlich sind und zum anderen die Fehler möglichst gravierend ausfallen zu lassen. Außerdem sind wir auch gar nicht so schlecht darin diese Umschaltmomente dann auch auszuspielen. Das ist nur zum Teil von der Qualität des Gegners abhängig, das ist auch eine eigene Qualität. Nur eben eine, die sich nicht in Ballbesitz ausdrückt. Ich halte das in der zweiten Liga genauso für möglich wie in der dritten, das man dazu natürlich Verstärkungen brauchen wird ist ebenso klar. Aber einen Stilwechsel brauchen wir nicht zwangsläufig. Man muss sich da doch auch einfach mal fragen was denn realistisch ist und angesichts der Finanzlage... Aufstieg schön und gut, aber der Abstiegskampf würde doch ziemlich sicher am ersten Spieltag beginnen. Nicht unbedingt eine Situation um sich auf Schönspielerei zu versteifen. Klar, es gibt auch Beispiele, dass man auch als individuell unterlegene Mannschaft mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen kann, aber wenn wir uns mal das vielleicht beste Beispiel dafür, nämlich Swansea, konkret anschauen, dann sehen wir, dass die ihren Spiel über einige Jahre (und Aufstiege) entwickelt haben. Wir haben hier über die letzten anderthalb Jahre einen anderen Stil entwickelt und den sollten wir auch durchziehen.
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Original von LeckerKnoppers
Das kann man fast bei fast jedem Spiel bei uns mittlerweile sagen. Es ist fast schon grotesk, dass wir diese "Kackspiele" wirklich alle für uns entscheiden. Auch heute war das Tor ja eher die Unfähigkeit des Gegners, wobei es auch kein Zufall ist, dass immer Klos diese Dinger nutzt. Der lauert dermaßen auf solche Dinger, dass das schon fast gewollt ist.Was sich wiederholt, also reproduzierbar ist, ist fast immer auch gewollt. Dieser Kackverein gewinnt seine Kackspiele mit einer Kacktaktik und einem Kack-Kader, weil er einen Trainer hat, der aus Kacke Gold macht. Oder noch anders: mit genug Zeit wird aus Kacke fruchtbarer Boden. Ich geh dann mal wieder... Aus unerklärlichen Gründen habe ich plötzlich einen Drang Richtung Badezimmer.
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Original von jögi
Trotzdem wird das Spielsysytem und auch einige Spieler in der zweiten Liga an ihre Grenzen kommen. Es wird interessant,wie Strifler, Appiah, Jerat, Schönfeld, Hübener, Rahn oder Hille in der zweiten Liga bestehen können. Ich habe da so meine Zweifel. Und mir wäre ein Torwart lieb, der die Bälle nicht nur lang raushaut, auch wenn das heute einmal zum Tor geführt hat. Wenn da bei Platins eine Weiterentwicklung geschehen sollte, hätte ich nichts dagegen.
Es werden wohl eher die Spieler als das System sein, die an ihre Grenzen kommen. Glaubst du denn, dass wir im nächsten Jahr die zweite Liga durcheinander kombinieren können werden? Wohl eher nicht. Krämer hat mit seinem System in der dritten Liga so viel Erfolg, dass es vielleicht zum Aufstieg reicht, das ist aber gar nicht das wirklich bemerkenswerte daran. Viel wichtiger (und interessanter) ist, dass dieses System gerade keine große individuelle Klasse benötigt um zu funktionieren, sondern taktische Disziplin, Einsatzbereitschaft und ein ordentliches Maß an kollektivem Verständnis. Warum ich das wichtig finde? Weil es um Größenordnungen weniger kostet als die Alternative und damit ist das wie gemacht für die nächste Saison. Leicht überspitzt könnte man sagen, dass wir gerade dabei sind mit einer Klassenerhaltstaktik aufzusteigen. Klos ragt dabei zwar heraus, profitiert aber auch und ich hoffe, dass er schlau genug ist um das auch selbst zu sehen. Wenn es mit dem Aufstieg klappt, dann sehe ich eine Chance ihn zu halten.
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Original von PattyG
XD
Und wirklich ein BOMBEN Spiel von Riese, Hornig und Hübner....
Was ein geiler Zusammenhalt unter den Spielern!
Nach dem Negativerlebnis hat Müller heute aber auch keine schlechte Reaktion gezeigt. Nicht wahr?
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Original von Ghostwriter
bei sport im westen haben die nen anderes spiel gesehen. HZ1: bielefeld zu beginnn besser und auch im weiteren verlauf kam chemnitz mit dem guten gegenpressing nicht zurecht...Es war nicht gut, das stimmt, aber immer noch mehr als ausreichend um Chemnitz im eigenen Stadion überhaupt nicht ins Spiel finden zu lassen. Dreckig, robust und letztlich ein ungefährdeter Sieg ohne vier Stammkräfte. Sieht gut aus mit dem Aufstieg, auch weil wir vielleicht am konsequentesten den physischen Charakter dieser Liga angenommen haben.
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Original von jögi
Was weiß ich? Und habe ich gefordert, dass er immer eingewechselt werden soll? Er hat in den letzten vier Spielen keine einzige Minute gespielt. Ehrlich gesagt würde ich ihn auch nicht einwechseln, sondern ihn für Rahn bringen. Der ist sicherlich ein sympathischer Kerl und läuft auch ganz viel. Aber ich bin eher für Spieler, bei denen der Ball nicht erst erobert werden muss, weil der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren wird.
"KRÄMER: Verlieren wir den Ball in der Vorwärtsbewegung, sprich: der Gegner gewinnt den Ball, dann eröffnet sich für uns die größte Möglichkeit, ein Tor zu erzielen, und zwar indem wir ordentliches Gegenpressing spielen und somit den Gegner, der gerade öffnet, hart treffen, ihn praktisch überrumpeln. In einem Satz: Gegenpressing ist der beste Spielmacher überhaupt." http://www.nw-news.de/sport/dsc_armi…3&em_cnt_page=2
Frage damit geklärt?
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Original von foreverDSC
Stimmt zwar, aber welcher Schiri pfeift das heute noch? Ich behaupte mal, dass es kaum noch Elfer gibt, bei denen nicht andere Spieler bei der Ausführung bereits die Strafraumlinie überschritten haben! Und zu den Elfern: Der Schöneberg (Schönfeld spielt wohl eher bei uns
) hat da wirklich alles rausgeholt, ich bin mir auch noch nicht sicher, zu wieviel Prozent da von Rahn der Ball getroffen wurde. Normalerweise in dubio pro reo, aber wenn man pfeift, kann man das auch rechtfertigen. Ähnlich ist es dann aber auch beim Handspiel. Erinnerte mich ein wenig an einen Handelfer, den unser Ex-König in der letzten Buli-Saison gegen sich gepfiffen bekam. Aber eins ist jedenfalls klar: So nebulös und willkürlich, wie sich derzeit die Situation in Verbindung mit Handspiel im Strafraum allgemein darstellt, darf es nicht weitergehen. Es müssen wirklich eindeutige Regelungen her, zur Not dann eben auch, dass Handspiel immer geahndet werden muss. Immer noch besser, als auf die jeweilige Auslegung der Unparteiischen angewiesen zu sein!Den Elfer gegen uns gibt die überwiegende Mehrheit der Schiris, das war schlicht nicht übermäßig schlau da so hinzugehen. Aber das gleiche gilt, zumindest auf diese Saison bezogen auch für den Elfer für uns. Seit Einführung der Bundesliga gab es nur in der allerersten Saison zum jetzigen Saisonzeitpunkt dermaßen viele Hand-Elfer, offensichtlich gibt es da klare Anweisungen die Regel eng auszulegen und das werden auch alle Teams wissen. Ob das nun gut ist... kann man sicher drüber streiten. Viele Elfmeterpfiffe sind nicht gerade intuitiv, entsprechen nicht dem, woran man isch mit den Jahren gewöhnt hat. Andererseits war mein subjektiver Eindruck, dass Gehampel in den verschiedensten Ausprägungen auch immer mehr zugenommen hat, könnte man auch innovative Sprung und Zweikampfhaltungen nennen - und das will man ja eigentlich auch nicht. Insofern spricht dann doch auch wieder einiges für eine enge Regelauslegung. Die sollte aber in jedem Fall auch für die Auslegungsvorschriften gelten und danach hätte unser Elfer definitiv wiederholt werden müssen. Wenn irgendetwas schwer zu schlucken ist, dann das. Entweder enge Auslegung aller Regeln oder man setzt aufs Ermessen, aber nicht mal so, mal so. Ist auch völlig unverständlich, das ist sogar in den DFB-Regeln bebildert http://www.dfb.de/fileadmin/user…2_2013_LOW1.pdf S.99ff
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Man kann nicht alles verteidigen. Sollte man vielleicht noch nicht einmal. Wie viele Gegentore haben wir nach Flanken eigentlich bekommen? Viele waren es jedenfalls nicht. Wichtig ist vor allem, dass die gegnerischen Außen gebremst werden bis unsere Strafraumverteidigung sortiert steht. Dann spielt auch die Zone aus der die Flanken geschlagen werden eine große Rolle, aus dem Halbfeld oder jedenfalls so, dass die angespielten Spieler einen schlechten Winkel zum Ball haben, sind die auch halb so schlimm. Es macht also sogar Sinn den Gegner zu diesen relativ wenig erfolgversprechenden Offensivaktionen zu verleiten, wenn man eine in der Luft so dominante Innenverteidigung wie wir hat. Ich denke Krämer wird sich herzlich wenig über die allermeisten Flanken, die wir zulassen, ärgern.
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Original von jögi
Bei Lorenz ist die gesamte Situation komisch. Vor dem Spiel gegen Erfurt ist er ständig eingewechselt worden. Das macht es um so kurioser, dass er gerade nach seinem ersten Startelfeinsatz, bei dem er auch noch stark gespielt hat, keine Minute mehr eingesetzt wird. Die Situation mit Lorenz ist mit normalen Maßstäben nicht mehr zu erklären.Doch, natürlich ist das zu erklären und Richie hat es zum größtem Teil auch schon getan - zwei Posts über dir. Hinzufügen könnte man höchstens noch den Aspekt der Balance der Flügel: Mit Hille haben wir rechts schon einen Spieler, der physisch nicht gerade als Balleroberer prädestiniert ist, auch wenn seine defensiven Laufwege im Lauf der Zeit deutlich besser geworden sind. Mir schwant fast, dass eine Verletzung oder Sperre Hilles viel eher zu einem Startelfeinsatz für Lorenz führen könnte als die Rahns.
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Original von OhLeoIsoaho
Da sehe ich ganz ähnlich ohne jetzt den Spieler persönlich zu kennen. Christian Müller will es aiufgrund seiner Vita einfach (noch mal) wissen aber er scheint sein Glück in jedem Spiel erzwingen zu wollen.
Aber so wie einige jetzt über Müller herfallen, so wurde einst auch über Patrick Platins geurteilt. Das gibt mir die Hoffnung, dass bei Müller eines Tages der Knoten platzt und er einer der Top-Leistungsträger der Arminia wird - und zwar in der 2.LIGA!

Das mag jetzt auf den ein oder anderen (PG...) völlig paradox wirken, aber trotz des unbefriedigenden Ergebnisses ist meine Hoffnung auf die zweite Liga heute deutlich gewachsen. Münster ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga und hat kaum ernsthaft gefährliche Szenen produzieren können. Klar, es wurde wieder einmal Rumpel-Rumba getanzt, aber wir haben geführt.Die Mannschaft ist immer besser in der Lage Spiele zu bestimmen - auch und gerade ohne Ballbesitz. Das ist im Laufe der Zeit als neue Qualität zum Gegenpressing und zum guten Umschaltspiel, das uns auch heute die Führung eingebracht hat, hinzugekommen und hängt meiner Meinung nach auch mit der kompakteren Mitte der letzten Spiele zusammen. Womit wir bei Müller sind, seine für einen technisch guten OM regelrecht zweikampfgeile Art kann, wenn man sie etwas zügeln und vor allem beherrschter gestalten kann, zum entscheidenden Mosaikstein werden. 451 (nicht 4231) ist vielleicht das beste System um ballbesitzorientierte Mannschaften zu frustrieren, wird aber offensiv zahnlos, wenn man in der defensiven Mitte nicht mindestens einen spielmachenden und vorstoßenden Spieler aufbieten kann. Müller passt ideal, er muss nur das, was er schon gezeigt hat, wieder auf den Platz bringen. Es wäre ein Fehler ihn abzuschreiben. Es wäre hingegen eine gute Idee, wenn Arminia sich darum bemüht solche Fälle wieder gerade zu biegen, denn so viele Möglichkeiten gibt es nicht um mehr Qualität in den Kader zu bekommen als man eigentlich bezahlen kann. Arabi scheint das durchaus zu sehen, Müller und Testroet fallen beide in diese Kategorie. Es wäre hilfreich, wenn sich bei den Fans Lautstärke und Fachkenntnis in einen angemessenerem Verhältnis befänden als es ein gewisser User hier heute demonstriert hat, dann kann das ein erfolgversprechender Weg sein. Wahrscheinlicher ist leider, dass man sich wieder einmal einen Sündenbock sucht.
@El Arminio: Testroet hätte in Unterzahl noch weniger ins Gerüst gepasst als er das momentan eh schon tut. Bei ihm würde ich ziemlich klar sagen, dass er entweder deutlich besser zu pressen lernt oder sich die Wege in nicht allzu ferner Zukunft trennen werden. Aber immerhin hat er bei uns, im Gegensatz zu seinen vorherigen Stationen bisher kein Skandälchen produziert. Ich würde das als Teilerfolg einordnen.
Lorenz ist eine andere Geschichte, da habe ich auch keine völlig schlüssige Erklärung. Es fällt aber auf, dass Krämer Rahn explizit wegen seiner Defensivleistungen gelobt hat (was nach dem heutigen Spiel wohl einiges an Tragfähigkeit verloren haben dürfte...) und ansonsten ja auch Schönfeld immer mal wieder auf dem linken Flügel gebracht hat, der physisch relativ ähnlich und übrigens auch Rechtsfuß ist. Das legt nahe, dass er aus Balancegründen da einen relativ kernigen Spieler will, der diagonal Richtung Strafraum zieht. Meistens gibt ihm der ERfolg ja Recht, das muss man erst einmal so akzeptieren, auch wenn du sicher nicht der Einzige bist, der da lieber einen beweglicheren Flankengeber sehen würde.
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Original von HelmutSchröder
Bitte - hängt das wieder ein bisschen tiefer: den emotionalen Ärger von Patty kann ich schon nachvollziehen (es gibt kaum einen Spieler der mit seinen Leistungen und seinem Auftreten so wie Müller polarisiert), aber die Kritik muss fair bleiben. Nach allem was ich von Müllers Leistungen (auf dem Spielfeld) gesehen und (auf dem Trainigsplatz) gehört habe ist er ein unberechenbares Enfant terrible, dessen vermutlich großes Talent dem DSC bisher nicht wirklich weitergeholfen hat.
Die o.g. Negativpunkte sind leider nicht wegzudiskutieren. Es ist aber weder ihm noch dem Team geholfen wenn man ihn völlig niedermacht - über ihn angemessen zu diskutieren (kritisch und fair) muss aber erlaubt sein!Ich weiß nicht, ob er unberechenbar ist, aber ohne jede Frage oft übermotiviert bis ins Kontraproduktive und nicht unbedingt der mental stabilste und robusteste Spieler. Ehrlich gesagt war ich mir sicher, dass das nix wird als ich gesehen habe, dass er schießen wird. Diese 100&ige Sicherheit, dass aus dem Elfer nichts wird hatte ich nicht mehr seit Stielike beim Halbfinale der WM in Spanien und da hatte ich noch kaum Haare am Sack. Aber trägt dafür wirklich Müller die Verantwortung? Gibt es denn keine festgelegten Schützen? Und falls nein, warum nicht? Jedenfalls ist es unsinnig jetzt Müller runterzumachen, der wird vermutlich in den nächsten Spielen noch gebraucht. Schütz ist gesperrt, Rahn ebenfalls und wenn es bei der defensiven Ausrichtung bleibt, dann dürfte Schönfeld links und Riese, Müller, Jerat in der Mitte die Variante sein, die der aktuellen Balance im Mittelfeld am nächsten kommt.
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Original von Rechtsaussen
Du solltest aber nicht nur die nackten Zahlen miteinander vergleichen.
Für den VfL sind die 9Mio Miese ebenso existenzbedrohend, wie unsere 22,5Mios.
Daß wir unseren Schuldenstand überhaupt in dieser Pleite-Liga reduzieren konnten und nicht untergegangen sind, verdient schon Respekt. Dafür kannst du dich bei dem bösen Gerhard aus Halle bedanken.
Ruhe und Geduld sind genau der richtige Weg, unseren Schuldenstand weiter zu verringern.
Das sollten die letzten Monate wohl deutlich gemacht haben.
Natürlich müssen wir so schnell wie möglich raus aus dieser Liga.
Das gelingt aber nicht durch utopische Forderungen an die Sponsoren, so wie du immer danach schreist, sondern durch akribische Arbeit der handelnden Personen unseres Vereins.
Und da sehe ich uns mit dem Präsidium, wie auch mit der sportlichen Leitung ganz gut aufgestellt.Und dahebn wir sie wieder, diese unerklärliche Fehlwahrnehmung, dass der Schuldenstand mirakuläs gesunken wäre. Sie sind nur umgebucht und derweil effektiv sogar gestiegen. Wie könnte es auch anders sein, wenn nicht ein Teilbereich der Arminia-Gruppe kostendeckend arbeitet?
Sag mal... du wärst nicht zufällig an einer kaum gebrauchten Brücke interessiert? Hätte da günstig was abzugeben...
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Original von LeckerKnoppers
Hm, unterschätze ich unseren Pressesprecher oder überschätzt du ihn? Ich sehe ihn da eher von der Tendenz als kostengünstig eingesetzte Strohpuppe von den Herren in den Entscheidungsräumen. Ohne ihm dabei seinen Ehrgeiz abzusprechen oder seinen Arbeitseinsatz herab zu würdigen. Die Wahrheit liegt hoffentlich irgendwo in der Mitte.
Von seinen Statements gehe ich sogar in der letzten Zeit teilweise mit ihm konform. Sowohl in der Aachen Geschichte als auch beim Pyrovorfall in Münster hatte er in meinen Augen absolut Recht, in beiden Geschichten wurde am Ende leider dann kläglich der Schwanz eingezogen.Hat eben wenig mit der Person zu tun, das ist und bleibt ein strukturelles Problem. Wird auch nicht kleiner dadurch, dass die Stadiongesellschaft immer noch nicht viel mehr als eine Idee ist. Nach wie vor laufen fast alle Fälle bei der Geschäftsführung der KGaA zusammen.
ZitatZum Gesamtthema. Ich habe damals gesagt und dabei bleibe ich auch, dass man entweder ehrlich hätte sagen sollen, dass man den Laden eben abschließt und es vorbei ist oder dass man es richtig macht und investiert, um den Karren wieder flott zu kriegen. Bekommen haben wir leider das Mittelding, was eher an Variante 1 zu sein scheint als an Variante 2. Flickschusterei ohne Ende und nebenbei hat man einen nicht unwesentlichen Teil der Anhängerschaft bis auf Weiteres verjagt. Wie lange man das so durchhalten kann, keine Ahnung, aber wirklich erfolgsversprechend ist was Anderes.
Wie lange man das noch durchhalten kann? Kann doch berechnen, schließlich hat Weber noch nie Geschenke verteilt. Irgendwie muss eben alles verbucht werden, auf beiden Seiten.