1. Dashboard
  2. Artikel
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Forum
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. DSC4ever.de
  2. Mitglieder
  3. Rasengrün

Beiträge von Rasengrün

  • Osnabrück gegen Arminia

    • Rasengrün
    • 17. November 2012 um 00:12
    Zitat

    Original von Blutgraetscher
    Also ich befürchte ja, das es da für uns ordentlich was auf die Mütze gibt - ergebnistechnisch, mein ich - das wird so ähnlich wie in Telgte laufen, wenn sich an der Einstellung der Mannschaft, die sie in den Spielen nach dem DBF-Pokalspiel gezeigt hat nichts ändert. :rolleyes:

    Und ich glaube, dass das nichts mit der Einstellung zu tun haben wird. Trotzdem wird das ein verdammt schweres Spiel, weil die Osnabrücker Offensive sehr homogen besetzt ist, man also nichts damit gewinnt bestimmte Spieler aus dem Spiel zu nehmen. Trotzdem gibt es einige Ansatzpunkte. Manno zieht fast immer rein, wie es eben Rechtsfüße auf links meist machen und ist neben Zoller der wichtigste Abschluss-Spieler mMn. Krük hinter ihm ist offensiv nicht die größte Gefahr, insofern wäre da eine gezielte Maßnahme eine Überlegung wert. Vielleicht mal eine Einsatzchance für Riese. Ansonsten ist Leverkusen gar nicht mal so das verkehrte Stichwort, die Raumverknappung und das Lenken des Gegners in ungefährliche Zonen, die wir da über weite Strecken sehr gut hinbekommen haben, wären hier wieder gute Mittel. Und warum soll man nicht in der Tat sagen, dass Krük und Fischer unserre Chancen sind? Krük ist so lala und der gute Nils ist auf RV sicher nicht auf seiner optimalen Position, wie wir aus langjähriger Erfahrung wissen. In der Mitte spielen die Osnasen gern mit einem nominellen IV als defensivem Part der Doppelsechs (meist Neumann), was natürlich auch ein Ansatzpunkt sein kann. Das sind nun einmal keine Pressing-resistenten Spieler, nicht in dieser Liga. Also Staffeldt abzuschneiden versuchen und zusehen, dass man lange Bälle provoziert. Im Gegensatz zu uns fühlen die sich bei Rumpel-Rumba nicht wohl, in dem Tanz führen wir. Auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit, mal sehen wer da sein Spiel durchbringt. Meine Startaufstellung wäre:
    Platins
    Riese, Hübener, Hornig, Salger
    Jerat, Schütz
    Appiah, Schönfeld, Testroet
    Klos
    Appiah wegen Tempo und weil er einfach bessere Flanken als Hille schlägt (die Osnabrücker IV scheint mir in der Luft Nachteile gegen Klos zu haben) und Testroet in der Hoffnung, dass er aus dem Halbraum spielerische Impulse bringen kann. Aber egal wie, Hauptsache wir gehen da mit intaktem Selbstbewusstsein raus. Noch eine Auswärtsklatsche können wir nun gar nicht gebrauchen. Der Trend ist eh schon nicht unser Freund, aber Osnabrück hat auch schon besser gespielt als in den letzten Spielen, gegen Stuttgart bspw auch 'ne Menge Glück gehabt und gegen Burghausen nur ein Unentschieden erzielt.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 15. November 2012 um 06:40
    Zitat

    Original von Halbakademiker

    Meinst du das ernst? Ich würde sagen anders herum wird ein Schuh daraus: Ohne diese hohe Anzahl an technisch brillanten und seit der Jugend auf ein System getrimmter Spieler würde das Barcasystem nicht funktionieren und lässt sich deshalb auch nicht mal eben reproduzieren. Andernfalls wäre es sicherlich schon vielmals geschehen. Ist es aber, mit Ausnahme der spanischen Nationalmannschaft, die von den selben Spielern getragen wird, nicht.

    Abgesehen davon find ichs kotzöde und mitunter ineffektiv (siehe z.B. das Celtic Spiel), aber das ist meine persönliche Meinung...

    Ich hab zu deinen übertheorisierten Taktiksuaden hier nichts gesagt, da die im Gegensatz zum üblichen Defätismus nach jedem Punktverlust hier wenigstens in irgendeiner Art und Weise konstruktiv sind. Als interessant oder gar in irgendeiner Form relevant hab ich sie aber nicht empfunden. Ergo wird inzwischen meist direkt gescrollt, sobald wieder das Bildchen mit dem grünen Rasen und den vielen Pfeilen auf dem Bildschirm auftaucht.

    Aber mit Bier und Bratwurst kann ich sehr gut leben. :)

    Jedem das Seine, nichts anderes habe ich doch gesagt.

    Um aber auf Barca noch einmal kurz einzugehen: Du erwähnst doch selbst das System und die langjährige EInübung . In anderen Worten taktische Überlegenheit. Achte mal drauf wie die Räume jonglieren und dabei immer ihre Verbindungen zueinander halten. Nicht nur offensiv, bei ihrer unglaublichen Zirkulation, viel interessanter ist wie schnell die ins Gegnpressing kommen, wenn der Ball denn doch mal weg ist. Das ist taktische Überlegenheit durch unfassbar gutes kollektives Verhalten. Die Technik setzt darauf nur auf, auch wenn sie dann natürlich den Ausschlag gibt, dass das so dominant wird, eben weil man es sich leisten kann so viele technisch orientierte Spieler auf den Platz zu bringen, da man Dinge, die andere Teams über Kampf und Laufbereitschaft auffangen müssen, taktisch lösen kann, was dann nur wieder zu noch sicherer Zirkulation führt, also die Situationen zusätzlich minimiert in denen die Eigenschaften, die man geopfert hat, ausschlaggebend sein können. Das Celtic-Spiel hat natürlich auch gezeigt, dass es trotzdem Mittel dagegen gibt, aber damit ein Sieg dabei herauskommt muss Barca schon auch einen schlechten Tag erwischen. Übrigens stimmt es nicht, dass sich das nicht übertragen lässt, ich verweise da bspw auf Swanseas beachtlichen Erfolg in der Premier League in der letzten Saison, der nun ganz sicher nicht auf die individuelle Qualität des Kaders zurückzuführen war. Die englische Presse hat die nicht umsonst Swancelona genannt. Ob man so stark auf Ballbesitz fokussierten Fußball nun attraktiv findet oder nicht, aber er kann ab einem gewissen technischen Niveau eine gute Option sein. Allerdings eine, die sehr konsequent umgesetzt werden muss und alzu viele Trainer gibt es nicht, die die Nummer drauf haben. Ich will das jetzt auch um Gottes Willen nicht als Aufruf verstanden wissen, dass wir nun Versuche in die Richtung machen sollten. Auf gar keinen Fall.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 13. November 2012 um 15:37

    Schach mit Fußball verwechseln? Mag sein. Aber wenn ich mir die über Jahre beste Vereinsmannschaft der Welt anschaue, dann sehe ich dort genau das auf dem Platz. Barcelona schlägt seine Gegner taktisch, nicht nur über die individuelle Qualität, und das ist die eigentliche Grundlage, nicht die starke Technik. Ohne die taktische Überlegenheit wäre es erst gar nicht möglich so viele technisch orientierte Spieler auf den Platz zu bringen.

    Über die komplizierte Ausdrucksweise muss sogar ich gelegentlich schmunzeln, aber ich sehe auch, warum man da landet. In Sachen Fußballsprache ist Deutschland ein ziemliches Entwicklungsland, was stark auffällt, wenn man die Medien mit anderen Ländern vergleicht. Wir haben ja noch nicht einmal vernünftige Bezeichnungen für die Rollen auf dem Feld und landen immer wieder doch nur bei Positionsbestimmungen. Wo die Begriffe fehlen muss man sie dann halt suchen.

    "Ich bin ein intelligenter Trainer. Ich trainiere mehr fürs Köpfchen als für die Beine. Das ist schwierig für manche Spieler." - Louis van Gaal

    "Fußball beginnt nicht in den Beinen, sondern im Kopf." - Arrigo Sacchi

    Letzterer hat übrigens schon mit Mitte Zwanzig die Stiefel an den Nagel gehängt, weil er die Selbsterkenntnis besaß, dass er weitaus mehr Talent für die Rolle des Trainers als für die des Spielers hatte. Die alberne Vorhaltung, er habe als Spieler ja nichts geleistet, hat dann auch noch dieses legendäre Zitat provoziert:

    ""Mir war nicht klar, dass ich, um ein Jockey zu werden, vorher ein Pferd hätte sein sollen"

    Mourinho ist auch ein ähnlicher Fall und damit ist die Liste noch nicht einmal richtig aufgemacht, aber ich will euch nicht schon wieder langweilen. Für mich ist Fußball eben Schach, für euch dann wohl doch eher Bier und Bratwurst. Ist völlig ok, man muss nicht den Anspruch haben das Spiel zu verstehen und zu analysieren. Wenn man das aber tun möchte - und es macht 'ne Menge Spaß - dann kommt man nicht umhin wesentlich mehr und länger nachzudenken als ein Spieler es auf dem Platz kann. Der muss aber auch einfach nur machen, was der Trainer vorgibt.

    Und natürlich kann man den meisten Spielern das nicht in so einer abstrakten Art vermitteln - die können eben eher rennen bis sie kotzen als denken, sonst wären sie nicht Fußballprofi sondern Akademiker geworden. Darum werden Automatismen trainiert und selbst das kann oft genug scheitern. Da sind wir dann bei van Gaal: Es ist schwierig für manche Spieler. Darum reicht es eben auch nicht nur ein guter Analyst zu sein um als Trainer Erfolg zu haben, man muss auch Pädagoge sein, vermitteln können.

    Der Job ist eben sehr vielschichtig, darum gibt es ja zum Glück auch so unterschiedliche Trainertypen. Das gilt übrigens auch und gerade in Bezug auf die taktischen Dinge, der eine Trainer hat seine Stärken eher in der konzeptionellen Entwicklung, der andere bei der Ausarbeitung von Matchplänen gegen einen Gegner, der nächste bei den Anpassungen während der Partie, usw.

    Das ist auch nur eine weitere Ebene, so wie es eben unterschiedliche Spielertypen gibt. Warum sollte man sich über Trainer nicht auch in ähnlicher Weise unterhalten können wie über Spieler? Es guckt einen doch auch niemand an als käme man vom Mars, wenn man die Frage aufwirft, ob nun ein kleiner, wendiger, technisch beschlagener offensivstarker Außenverteidiger besser passen würde als ein physischer robuster, konditionsstarker und zweikampfharter mit Pferdelunge. Damit man das kann, braucht es aber eine Sprache, die das abbilden kann und die ist erst im Entstehen. Der Fußball selbst entwickelt sich ja auch noch immer weiter und diese Entwicklung wird immer stärker von taktischen Aspekten geprägt werden, allein schon, weil wir das Ende der Fahnenstange bei den physischen Aspekten so langsam erreicht haben. Da ist nicht mehr viel Optimierungspotential - ein Mensch kann nur so und so schnell laufen und nur so und so lang. Aber wann und wie er woher wohin laufen sollte ist eine erstaunlich komplexe Frage, wenn es um Fußball geht.

    Und da scheiden sich dann offensichtlich die Geister, den einen zieht das an, den anderen eher so gar nicht. Die Frage ist aber nicht Schach oder Fußball, Fußball ist komplizierter. Oder sehr viel einfacher. Rotwein oder Bier - besoffen macht beides.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 12. November 2012 um 18:43

    Ich will hier nur mal anmerken, dass Einsatz nicht unbedingt gleich permanenter Zweikampfführung sein muss. Gegen Leverkusen haben wir jedenfalls nicht nur deswegen so gut ausgesehen, sondern vor allem, weil uns Spiele gegen Gegner, die das Spiel machen _wollen_, gut liegen und wir taktisch in dem Spiel extrem gut eingestellt waren, was man nicht von allen Ligaspielen sagen kann. Ich frage mich, ob da nicht auch die Gegnerbeobachtung eine große Rolle spielt. Aber zurück zu Einsatz und Kampf: Passives Verteidigen im Raum kann oft die bessere Lösung sein und das hat man gerade im Leverkusen-Spiel auch gesehen. Ihr verwechselt Intensität mit Kampf.

    Sehr viel ausführlicher hier nachzulesen: http://spielverlagerung.de/2012/11/01/arm…erkusen-23-n-v/

    Zitat

    Lange Zeit konnten die Bielefelder mit ihrer guten Reaktion auf die Leverkusener Positionsverschiebungen, geschickt ausgespielter Passivität (im Wortsinne also eigentlich alles andere als der viel zitierte “Pokal-Fight”) und einigen guten Schnellangriffen durch das offene Mittelfeld dagegen halten und die Partie durchaus ausgeglichen halten.

    Und das haben die genau richtig gesehen. Es ist zwar immer wieder sehr beliebt, aber um Größenordnungen zu kurz gegriffen, wenn man schwache Spiele einfach nur die einfache Formel Einsatz runterbrechen will. Meist ist das keine Frage des Willens, sondern der Sicherheit im kollektiven Verhalten. Viel Zeit zum Denken hat man im Fußball eben nicht. Das ist dann allerdings nur umso mehr Grund zur Sorge.

    Die Schriridiskussion ist dann eine, die ich ausnahmsweise mal liegen lasse. Dritte Liga, oder in anderen Worten Drittklassigkeit, mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen.

  • Ex-Armine Philipp Riese

    • Rasengrün
    • 12. November 2012 um 02:45

    Worüber genau, bitte sehr? Dass der arme Kerl so einsam und allein in einem fremden Land leben muss? Ich war schon mal in Sachsen... So schlimm ist OWL dann auch wieder nicht.

    Da wir guten Grund zu der Annahme haben, dass der Trainer weder ein Idiot, noch bösartig ist, sollten wir also davon ausgehen, dass Riese nicht spielt, weil andere Spieler den gegebenen Anforderungen besser gerecht werden.

    Das wäre jetzt aber kein richtiger Rasengrün-Beitrag, wenn ich nicht auch ein Szenario anbieten könnte in dem das anders aussähe:

    [Blockierte Grafik: http://this11.com/boards/abDHSXiahO.jpg]

    Riese hat in der Vorbereitung als LV ja auch keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Der Grundgedanke ist sehr ähnlich demjenigen, den Krämer offenbar mit seiner Startaufstellung in Halle verfolgen wollte. Leider hat man das gar nicht richtig zu sehen bekommen, da war Riemer schon wieder aus dem Spiel. Aber die Flügelbesetzung mit einem defensivem, zweikampfstarken AV und einem, der seine Stärken auch im Flanken hat, hat ihren Reiz - auch gespiegelt. Wir schaffen so in der Theorie eine Zone für spielerische Überladungen und massives Gegenpressing. Der Trick ist natürlich auch dafür zu sorgen, dass das Spiel dann gefälligst zu einem großen Teil da stattfindet. Dass ist der Grund, dass Rahn hier den Vorzug vor Hille auf rechts erhält. Rennen, kratzen, beißen, unterstützt von Schütz. Das darf ruhig defensiver als der andere Flügel ausfallen, sollte es sogar, denn es geht hier vor allem darum dicht zu machen. Bei eigenem Ballbesitz soll Rahn wieder einrücken und Appiah die Bahn aufmachen. QED, die Spiegelung ist abgeschlossen und wir haben eine alternative Möglichkeit auf Riemers langfristigen Ausfall zu reagieren, die darüber hinaus auch ganz interessante Optionen in Sachen Verschiebungen im Aufbau ermöglichen könnte, denn einer unserer AV ist nun gelernter DM. Das habe ich dann mal mit skizziert, um die Sache noch etwas schmackhafter zu machen.
    (Kleine persönliche Anmerkung: Umso mehr ich mich mit Taktik beschäftige, desto klarer wird mir, dass die Hauptschwierigkeit nicht darin besteht interessante Möglichkeiten zu finden, sondern die beste auszuwählen.)

  • Ex-Armine Pascal Testroet

    • Rasengrün
    • 12. November 2012 um 00:49

    Richie: Wenn der Trainer sein System nicht umstellen will, dann wird Testroet wohl oder übel an sich arbeiten müssen um die taktischen Erfordernisse des angeordneten Systems bedienen zu können. Allerdings spielte genau das in Offenbach auch schon eine gewisse Rolle bei seinem Zerwürfnis mit van Lent, iirc.

    HelmutSchröder: Ist natürlich auch nicht gesagt, dass er überhaupt dazu in der Lage ist diese Ruhe zu entwickeln. Seine überzeugendsten Vorstellungen hat er bisher abgeliefert, wenn er von der Bank kam und dann mit sehr viel Elan unbedingt beweisen wollte, dass er in den Stamm gehört. Kam mir zumindest immer so vor, wenn ich Auftreten und Körpersprache so betrachte. Das ist aber mehr oder weniger das genaue Gegenteil von Ruhe.

  • Sankt Nimmerleinstag: Ausgliederung Stadionbetreibergesellschaft

    • Rasengrün
    • 11. November 2012 um 14:48

    Jau, das fasst es perfekt zusammen. QED für mich und Stoppa. Danke.

  • Sankt Nimmerleinstag: Ausgliederung Stadionbetreibergesellschaft

    • Rasengrün
    • 11. November 2012 um 04:24

    Lies es noch einmal, du hast offensichtlich einfach nichts verstanden.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 11. November 2012 um 03:32
    Zitat

    Original von Richie

    Die Spielweise ist nicht grundsätzlich falsch. Nur wenn Hille, so wie heute, seinen "Techniklegastheniker" raushängen lässt, funktioniert unser Spiel absolut nicht. Leider scheint es im Kader an Alternativen zu mangeln. Ich finde nämlich, dass sowohl Hille, wie auch Schönfeld mal eine Pause brauchen könnten. Wobei Schönfeld natürlich gerade in unserem System eine wichtige Rolle einnimmt, weil er sich bei gegnerischen Ballbesitz ebenfalls fallen lässt und durch seine Laufbereitschaft das Mittelfeld mit zu macht.

    Heute hat in meinen Augen in der ersten Hälfte das Einschalten der AV gar nicht funktioniert. Schütz hat sich zwar ab und an fallen lassen, aber weder Appiah noch Salger sind die Wege gegangen. Und wenn doch, wurden sie nicht eingebunden. So hatten wir bei Vorwärtsbewegung auf dem Flügel nie Überzahl. Das ist in der zweiten Hälfte mit der Umstellung besser geworden - auch weil man insgesamt viel laufbereiter war und kompakter gestanden hat.

    Man kann da durchaus einen Zusammenhang zwischen Schönfeld und Hille (und auch Rahn) sehen. Im zweiten Drittel kleben die Letztgenannten oft an der Linie, ist also offenbar auch so gewollt, dann muss der OM aber zwangsläufig mehr Meter machen um Kombinationen mit den Außen und dem ballseitigem DM zu suchen. Die Laufbereitschaft ist also auch im Aufbau gefragt. Alternativ dann eben, und das wäre mir momentan lieber, eine kompaktere Formation im Mittelfeld. Aus der breiten Grundstellung im Mittelfeld ergibt sich nämlich ein zweites Problem, das heute in der ersten Halbzeit wohl auch eine Rolle gespielt hat: Wenn wir den Gegner nicht weit genug zurückdrängen können, sondern unsererseits einem relativ hohem Pressing ausgesetzt werden, dann werden die Räume blockiert, in die die AV eigentlich vorstoßen sollten. Da fehlt uns dann die Antwort, im Ergebnis stockt die trainierte Verschiebung und wir haben zwei Optionen weniger im Aufbau. Da die Mannschaft offenbar nicht spielintelligent genug ist um selbst zu entscheiden, wann sie einrücken und wann sie auffächern müsste (ok, vielleicht eine Spur zu negativ, aber mindestens die Kommunikation auf dem Platz passt da nicht. Würde ja schon reichen, wenn vorher klar ist wer dazu das Kommando gibt), muss man vielleicht eine Entscheidung für das eine oder andere treffen. Da würde ich dann aber der Kompaktheit immer den Vorzug geben. Da wir nun mit Appiah zwangsläufig einen zweiten offensiv durchaus zu guten Flanken fähigen AV bringen müssen, sehe ich auch kein größeres Problem, dass wir uns womöglich selbst einschnüren könnten. Mögliche Varianten sind hier Tannenbaum (jaja, daran habe ich mich etwas festgebissen), Raute oder 4411, Letzteres dann aber mir einer engen, relativ flachen Kette, nicht mit der klaren Aufteilung in offensive Außen und Doppel-Sechs. Raute wäre am spielstärksten, 4411 (defensiv dann eher mit beiden Stürmer auf einer Linie) am besten fürs Pressing, Tannenbaum der natürliche Kompromiss. Den Baum hatte ich im letzten Spieltagsthread schon skizziert und in die Situation um die es dort ging sind wir nun prompt geraten: wir müssen ohne Klos auskommen.

    Zitat

    Original von Richie

    Das Problem sehe ich auch. wobei ich schon denke, dass Krämer seine Spieler korrekt beurteilt. Der Kader ist offensichtlich nicht annähernd so breit aufgestellt, wie wir uns das erhofft hatten. Sowas passiert, wenn man mit wenig Geld Einkäufe tätigen muss.

    Ist auch ein bisschen Zwickmühle, wir sind halt sehr darauf angewiesen, dass unsere Automatismen greifen, sonst geht nicht viel. Experimente mit der Startelf lässt man da besser. Angezeigt wären dann eher späte Einwechslungen, aber wann haben wir Spiele schon mal so sicher im Griff, dass wir es uns erlauben könnten Wechsel darauf zu verschwenden Spieler heranzuführen?
    Taktische Gründe mag es auch geben. Im DM haben wir entweder Jerat oder einen gelernten IV neben Schütz gesehen, Ersteres ist die spielerische Variante, Letzteres soll offenbar auch die Lufthoheit in dieser Zone garantieren. Anders kann ich mir die zahlreichen Versuche mit dieser Konstellation (welcher IV hatte eigentlich noch keinen Auftritt in dieser Rolle?) jedenfalls nicht mehr erklären. In beides passt Riese nicht so wirklich gut rein.
    Linksoffensiv fällt auf, dass die beiden Spieler, die eigentlich zumindest schon mal den großen Vorteil haben sollten "richtigfüßig" zu sein, anscheinend außen vor sind. Zufall? Ich weiß ja nicht... Wir haben sehr häufig einen ausgeprägten Rechtsdrall, aber wenn man mal die Zonen aufschlüsseln würde aus denen die qualitativ wirklich vielversprechenden Chancen eingeleitet wurden, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass da ein Missverhältnis zur Zonenverteilung des Ballbesitzes herauskäme. Soll heißen: Wir kommen rechts trotz versuchter Überladung oft nicht durch, aber haben dann links den Raum um von dort zu guten Gelegenheiten zu kommen. Es lassen sich gute Gründe finden, warum dann ein Rechtsfuß auf der Position besser ist, bspw dass ein nach innen ziehender LOM in dieser Konstellation mit hoher Wahrscheinlichkeit den gegnerischen AV mitzieht und so Salger den Weg freimacht, dessen Flanken ich für die besten im gesamten Kader halte. Rahn schlägt seine besten Dinger eigentlich auch aus dem Halbfeld mit Innendrall, da haben wir dann schon zwei gute Optionen. So erklärt sich vielleicht das ein oder andere, aber man kann bisher wirklcih nicht davon sprechen, dass die im Sommer versprochene punktuelle Verstärkung auf dem Platz schon Realität wäre. Lässt durchaus Raum für Kritik, fragt sich nur woran genau.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 16:54
    Zitat

    Original von Richie

    Also im Stadion habe ich mich die erste Hälfte nur aufgeregt. Wie weit weg die von den Gegnern standen! Der Biss hat total gefehlt. Da waren etliche Szenen, wo man den ball erobert hatte und ihn quasi direkt wieder verlor.

    In Halbzeit zwei waren sie besser auf die Stuttgarter eingestellt. Bissiger, härter (was man auch an den Fouls gesehen hat) und zielstrebiger. Mit der Einwechslung von Testroet kam dann noch ein Element hinzu, was bis dahin gefehlt hatte: Direkteres Spiel und mehr Unberechenbarkeit in den Aktionen. Leider hat das nur rund 20 Minuten angehalten. Aber trotzdem fand ich die Mannschaft insgesamt in diesem vier-vier-eineinhalb besser. Testroet schafft vorn einfach Räume oder nutzt die, die von Klos geschaffen werden.

    Alles in allem fehlt der Mannschaft in meinen Augen schlichtweg das Timing. Ganz oft wurde der Zeitpunkt für das Abspiel verpasst und so manche gute Situation im 3vs3 oder 2vs2 vergeben. Rahn, der eigentlich auffällig gespielt hat und vor allem Schönfeld sind da heisse Kandidaten. Klos läuft auch oft viel zu lange mit dem Ball. Das wäre in meinen Augen der nächste Triningsschwerpunkt.

    Natürlich hat in der ersten Hälfte der Zugriff gefehlt und die Umsetzung war insgesamt schwach, aber das sagt ja noch nicht zwangsläufig, dass eine verhaltene Spielweise grundsätzlich falsch war. Es gibt da einen großen Unterschied zwischen risikominimierendem Spiel und Schlafmützigkeit. Ich will da ganz explizit auch die Offensive nicht von der Kritik ausnehmen, da war auch entschieden zu wenig Bewegung drin.

    Die zweite Halbzeit war dann fast schon paradox, eigentlich ist einer der Vorteile des 4231 gerade der bessere Zugriff im Zentrum. Aber wenn wir den Faden nicht finden, dann verlieren wir da häufig die Verbindungen und damit auch die Kompaktheit. Das hat nach Testroet Einwechslung auch besser funktioniert, auch weil Schönfeld die nominell linke Position stark eingerückt interpretiert, was dann auch Salger eine Bahn öffnet. Soll heißen: Unser 4411 war auch ziemlich asymmetrisch und die Umstellung darauf haben die Stuttgarter nicht gut hinbekommen. Das zu starre 4231 aus der ersten Halbzeit war nicht nur leichter zu verteidigen, sondern auch leichter zu pressen. Aber das hatten wir ja oben schon, Fußball ist eben ein Bewegungsspiel.

    Zu deinem letzten Absatz: Rahn und Schönfeld sind nicht gerade die Handlungsschnellsten, das ist auch schwierig zu verbessern. Kompensieren kann man das auch nur über Automatismen. Wer zu langsam denkt sollte eben nach Möglichkeit erst gar nicht in die Situation gebracht werden es überhaupt tun zu müssen. Andererseits sind das auch die beiden in unserer Offensive, die Spiel für Spiel die meisten Fleißpunkte sammeln. Das ist dann eben dritte Liga, komplette Spieler haben wir nicht. Aber vielleicht wäre da wirklich eine andere Mischung besser und die sollten nicht unbedingt zusammen auf dem Platz stehen. Zumindest nicht in Heimspielen, wenn man selbst das Spiel machen will.

    @Heimatverein1966: Jerat wurde aber auch erst dann besser als die Stuttgarter kräftemäßig keinen großen Druck mehr auf ihn ausübten und er mehr Zeit hatte. Vielleicht sollte man hier noch einmal an der Rollenverteilung im Mittelfeld arbeiten, Schütz scheint mir da resistenter. Bälle verteilen können beide, ich würde es mal mit Jerat als zurückfallendem Sechser versuchen, also einfach die Rollen tauschen.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 16:22

    Das ist immer noch scheißegal, Weber wird jede Lücke grollend schließen, weil er sich die Blöße einfach nicht geben kann. Spannend daran ist nur wie diese Nachschüsse eigentlich verbucht werden. Ansonsten ist die ganze Zuschauerdiskussion für'n Allerwertesten, es reicht so oder so nicht in dieser Liga.

  • Sankt Nimmerleinstag: Ausgliederung Stadionbetreibergesellschaft

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 16:18

    Ich bin da ja ganz bei dir, aber ich kann diese Blindheit teilweise sogar verstehen - man wünscht es sich halt sehr - aber es hilft eben nichts. Bedingungslose Unterstützung ist für auf'em Platz, davor und danach leider hochgefährlich. Nur bekommen diese Trennung eben viel zu wenige auf den Schirm.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 16:00
    Zitat

    Original von Hoberger

    :lol: :lol: :lol: :lol:

    wer hat den verpflichtet?

    Ziege.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:59
    Zitat

    Original von El Armino


    oder an taktik , also auch an trainer...wenn man vor dem spiel sich schon vor den so gefährlichen VFB Kontern in die Hosen macht und eher defensiv und abwartend spielen lässt kann das schon passieren. Wenn eine Mannschaft in der zweiten Halbzeit derart anders spielt kann nicht nur an der Ansprache liegen sondern an eher an der taktischen Umstellung...
    Wir lassen zu viele Punkte liegen...

    Nee, sehe ich nicht so. Die waren ja nun wirklich sehr kontergefährlich. Wir sind doch nicht nur aufgrund der eigenen Leistungssteigerung gegen Ende noch so aufkommen, man konnte auch ganz gut sehen, dass bei Stuttgart einige platt waren. Hat mich gewundert, dass die nicht noch mehr gewechselt haben, aber ich kenne deren Bank auch nicht. Jedenfalls hätte ich der Mannschaft auch die Marschroute kontrollierter Aufbau vorgegeben, denn es ist doch eine unserer größten Stärken, dass wir meist sehr effizient sind. Aber die Umsetzung auf dem Platz war natürlich grauenhaft. Vielleicht können die das auch einfach nicht, so langsam beschleicht mich jedenfalls der Gedanke.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:49
    Zitat

    Original von Plüschprumm
    warum spielt man zu hause nicht immer 442?

    Weil wir eigentlich im 4231 den besseren Zugriff haben. Eigentlich... mit so einer Schläfrigkeit wie heute in der ersten Halbzeit natürlich nicht.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:48

    Tja, zu wenig, zu spät. Sorry, aber der Vorwurf muss klar an die Mannschaft gehen.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:43

    Ach Testroet, warum immer so überhastet. Egal, weiter. Jetzt Müller für Jerat, noch mehr Druck.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:38

    Nicht, wenn der Schiri das weiter wie ein Jugendspiel pfeift.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:32
    Zitat

    Original von Plüschprumm

    Der Reporter ist eben ein Feingeist.

    Hm... naja, ok. Mich hat es ja auch traurig gestimmt, was wir da in der ersten Halbzeit zusammengespielt haben.

  • VfB Stuttgart

    • Rasengrün
    • 10. November 2012 um 15:31
    Zitat

    Original von so.cal
    Unfassbar. Hätte Testroet häufiger gespielt, wären schon einige Zähler mehr auf dem Konto. Verstehe unseren Trainer da in keiner Weise. Hoffentlich ändert sich das jetzt mal künftig. Oder was soll Testroet sonst noch beweisen??

    Dass er ähnlich bereit zu mannschaftsdienlicher Fleißarbeit wie Schönfeld oder Rahn ist. Bisher funktioniert als Joker doch noch am Besten, scheint ihm gut zu tun, wenn er mit erhöhter Magensäure auf den Platz kommt.

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum