ZitatOriginal von PattyG
Die von damals können auch ruhig zuhause bleiben
..gemeint sind die anderen....^^
Beggars can't be choosers.
ZitatOriginal von PattyG
Die von damals können auch ruhig zuhause bleiben
..gemeint sind die anderen....^^
Beggars can't be choosers.
Babelsberg sehr schwach, so schwach, dass eine absolut durchschnittliche Leistung zu einem nie gefährdetem 3:0 gereicht hat. Sehr positiv hingegen, dass die verletzungsbedingten Ausfälle so nahtlos weggesteckt wurden. Insgesamt kein wirklicher Gradmesser. War das jetzt das, was bei uns drin ist, wenn der Gegner nicht viel mehr als Treten zu bieten hat oder fällt das unter "Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss"? Hoffentlich letzteres, die Hürde bei Telgte scheint deutlich höher.
ZitatOriginal von PattyG
Zusammenfassend muss man ja sagen, das interesse ist eingeebbt. Wie bekommt man die Zuschauer wieder ins Stadion? Ich glaube alleine sportlicher Erfolg (in dieser Liga) ist es nicht.Was irgendwie fehtl ist slebstvertrauen in die eigene Sache. Klar will man oben mitspielen, aber dabei nimmt man eher den passiven part...ich glaube, wenn man auf dem Rasen um jeden Zentimeter KÄMPFT, und das tun sie ja, währs ganz gut wenn diese Einstellung auch neben dem Platz vorgelebt wird. Kommentare, wie: Wir können nicht jeden Gegner aus dem Stadion hauen..., erscheinen eher, als würde man sich vorher schon für ein schlechtes Spiel entschuldigen....
..besser währe doch..wir versuchen jeden Gegner aus dem Stadion zu hauen ^^, das schliesst eventualitäten mit ein und deckt sich mit der offensiv Ausrichtung unserer ersten Niederlage.
Was für'n Kappes. Wenn man sich zu viele Gedanken über die Wirkung macht, dann bleibt die Spontanität auf der Strecke und das kann auch die ausgefeilteste Kommunikationsstrategie nicht mehr reparieren. Schau dir das Video an, Krämer kommt absolut sympathisch und authentisch rüber. Gesagt hat er übrigens nicht, dass man nicht jeden Gegner schlagen könne, sondern dass die Mannschaft dazu immer viel investieren muss. Im Text gibt die NW das auch richtig wieder, die Überschrift ist 1) noch nicht einmal ein richtiges Zitat und 2) sinnentstellend.
Vor nicht allzu langer Zeit hat ein anderer Vertreter des Vereins ein gutes Gegenbeispiel abgeliefert, also ein schlechtes. Ich sage mal vorsichtshalber vorweg, dass es mir hier und jetzt nicht um den Inhalt geht.
ZitatOriginal von pressesprecher
UHLIG: Der ehemalige Geschäftsführer Roland Kentsch hatte mich zum 1. Juli 2009 als Pressesprecher eingestellt. Es folgten dann Heinz Anders und Ralf Schnitzmeier in der Geschäftsführer-Position. Loyal und sachlich habe ich mit ihnen gearbeitet. Ich habe mir von allen eine Menge abgucken können. Es war sehr lehrreich für mich.
Das ist entweder so krampfig, dass der nächste Stuhlgang die Finanzprobleme des Vereins signifikant reduziert, wenn er vorher nur genug Kohlenstoff zu sich nimmt, oder redigiert. Eines ist es aber ganz sicher nicht: authentisch. "Loyal und sachlich habe ich mit ihnen gearbeitet." Leidenschaftlich wie ein Lebenslauf. So etwas kommt dann eben dabei raus, wenn man vor lauter Gedanken um die Wirkung der eigenen Worte bloß keinen Fehler machen will. Also lass den Krämer mal so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Vogelwild ist das ja nun auch nicht, er hat da meist eine sehr gute Balance.
Schenkt euch die Diskussion. Ein paar Spiele und etwas Ruhe im Verein (die man durchaus auch als Totenstille bezeichnen kann) reichen eben nicht aus um Leute zurückzugewinnen, die jahrelang verarscht wurden. Ich kenne jedenfalls mehr als einen, der die Alm wohl so lange nicht betreten wird, solange noch, ich zitiere, "Altlasten wie Uhlig und Milse" da sind oder höchstens zu ganz besonderen Spielen doch nicht widerstehen mag. Kann ich keinem übelnehmen, auch wenn ich das selbst mittlerweile entspannter sehe und andere Probleme für zu gravierend halte um da ein zusätzliches Schlachtfeld eröffnen zu wollen. Trotzdem haben viele Leute in den letzten Jahren den ein oder anderen mehr als desillusionierenden Blick hinter die Kulissen geworfen und das kann man nicht einfach wieder auf Null stellen. Es geht eben um Emotionen und Identifikation und das die bei dem ein oder anderem nicht wieder aufflammen wollen, wenn einige der wahrnehmbarsten Positionen im Verein mit Leuten besetzt sind, die mit unerfreulichen Vorgängen der Vergangenheit identifiziert werden können, halte ich für absolut nachvollziehbar. Die Akquise neuer Kunden (und ich drücke mich hier ganz bewusst unemotional aus) ist in der dritten Liga auch nicht so einfach, im Ergebnis haben wir dann eben die Zuschauerzahlen, wie wir sie halt haben. Lebt damit.
Um mal wieder btt zu kommen: Spannender als die Frage wie die Kasseneinnahmen ausfallen werden, finde ich, ob Müller zum Einsatz kommen wird und ob und welche Folgen das für unsere Spielweise in den nächsten Wochen haben wird. Falls er noch nicht in der Startelf steht, dann stellt sich auch noch die Frage, was das Personal-Roulette ohne Hornig ausspuckt. Die Experimente mit Hübener im DM halte ich für nicht besonders erfolgversprechend, auch wenn ich die Motivation schon sehe: Krämer will wohl einen starken Balleroberer in zentraler Position. MMn wird dadurch die IV einfach zu sehr destabilisiert, Burmeister und Appiah ist nicht genug Erfahrung. Also Jerat? Hat mich auch nicht wirklich überzeugen können bisher. Bliebe also Burmeister... Wirklich? Unser Spiel hat einen deutlichen Rechtsdrall, warum das dann nicht noch konsequenter betreiben? Appiah wäre mMn auch mal einen Versuch wert. Damit hätten wir einen DM, der auch mal nach außen ausbrechen und dort mit Tempo Meter machen kann und den sowieso präferierten rechten Flügel überladen helfen kann. Davor dann Hille und es ergibt sich auch eine geballte Kontergefahr. Hille kann ja bekanntlich auch links, damit hätte man auch den geeigneten Spieler um die Konstellation auch ab und an aufzulösen, damit es für Bablesberg nicht zu langweilig wird... Hier: [Blockierte Grafik: http://this11.com/boards/abDmLoDaho.jpg]] Gestrichelt die resultierenden Verschiebungen, wenn Hille die Seite wechselt. Links ist ansonsten Autobahn für Salger, der Rechtsdrall geht ja schon bei Schönfeld los, da will also viel Raum beackert werden. Na, schauen wir mal, Krämer ist ja immer für eine Überraschung gut. Nacht.
ZitatOriginal von Count
Es gibt aber wahrlich fiesere Visagen als die von Marcus.
Jupp. Meine.
ZitatOriginal von Halbakademiker
Gabs die Karte nicht, nachdem der Stuttgarter Klos umgeschubst hatte und danach ein kleines Wortgefecht entstand?
Was mal ne ziemlich bescheuerte Entscheidung war, man hätte auch einfach den Stuttgarter mit Rot wg. Tätlichkeit vom Platz schicken können und fertig. Wofür es da gelb für Klos gab, ist mir nicht ersichtlich.
Gegen Babelsberg wird er sich zusammenreißen müssen. Ich glaube nicht, dass Krämer ernsthaft in Betracht zieht, dass er sich gegen Haching freiwillig eine Sperre einfängt.
Ja, stimmt schon. Spricht aber nicht wirklich gegen meine Aussage, oder? Der springende Punkt ist die Aggressivität. Die gegnerischen Abwehrspieler sollen einen Köttel in der Buchse haben und die Pille möglichst schnell wieder loswerden wollen. Solange wir die Adrenalinpumpe der Spieler nicht von der Trainerbank steuern können wirkt sich das eben aus. Ob nun so oder so, ist dann halt in Kauf zu nehmen. Könnten wir nicht Schulle - ist ja nach wie vor regelmäßig in BI - einmal im Monat zum Blicktraining holen? ![]()
Mehr oder weniger, klar. Die Übergänge sind da eh fließend, 4312, echte Raute, 4132... letztlich weniger eine Frage der Positionierung als der Aufgabenverteilung und personellen Besetzung. In meiner Konzeption solltest du bei der Dreierkette aber weniger an Raute als an Tannenbaum denken, zumindest so grob. Ich habe die äußeren Positionen nur etwas höher gesetzt, um sofort deutlich zu machen, dass die äußeren Positionen anders verschieben als die mittlere, also stärker vertikal interpretiert werden sollen. Natürlich ist es erst einmal nicht gerade intuitiv die nominell offensiveren Spieler in die Abwehr zu stellen, aber die AVs müssen hier offensiver sein als die Halbpositionen. Zum einen der Breite wegen, zum anderen um das von dir angesprochene Grundproblem von Rauten erst gar nicht aufkommen zu lassen. Im Ergebnis ist die Abwehr im Aufbau sehr breit, in Kontersituationen gegen uns aber sehr kompakt. Der Sechser kann, falls der Gegner gegen den Aufbau früh presst zwischen die IV zurückfallen und sich so entziehen. Wenn Zeit genug ist in die Grundordnung zu kommen ist er eh nicht allein, sondern zentraler Mann einer defensiven Dreierkette vor der Viererkette, was immer noch eine der besten Betonformeln ist, weil die Schnittstellen so komplett abgedeckt werden.
Ich verdeutliche mal grafisch:
[Blockierte Grafik: http://this11.com/boards/abDhFnFacX.jpg]
Das wäre jetzt eine relativ mies gelaufene Situation. Wir haben mit Nachdruck einen Angriff über den linken Flügel vorgetragen und drei Spieler in die Abschlusszone gebracht, die Flanke wurde aber abgefangen. Der gelb umrandete Bereich ist in dieser Situation erstmal der Aufbaubereich des Gegners für einen schnellen Konter. Direkt flach und damit auf dem tehcnischen Niveau der dritten Liga kontrolliert anspielbar sind aber nur die relativ kleinen schraffierten Zonen, alles andere liegt entweder im Deckungsschatten, oder ist nur hoch anzuspielen. Durch die Postierung auf dem nicht aufgerücktem Flügel stehen wir gegen hohe diagonale Spieleröffnung immer noch relativ gut, da muss man sich erstmal nicht allzu viele Gedanken machen. Bleibt eben schnelles Umschalten über die schraffierten Zonen.
Da ist aber zum einen davon auszugehen, dass beide Außen mit nach hinten gedrängt wurden, also schlimmstenfalls ein paar Meter Vorsprung haben (deswegen ist es auch defensiv wichtig in diesem System die AV mit den schnellsten Spielern zu besetzen...), zum anderen stehen wir eben hinten immer noch in guter Ordnung kompakt auf Linie und sollten mindestens nicht in Unterzahl kommen. Hier hilft es jetzt sehr, dass wir relativ viele defensiv polyvalente Spieler haben, also die Kette in immer wieder anderer Mischung halten können. Darum sind die Halbpositionen eben mit nominellen AVs besetzt, zusammen mit Hornig, Hübener und Schütz, die alle, mehr oder weniger gut, aber immerhin grundsätzlich schon, sowohl IV als auch DM spielen können (wobei ich Hornig und Schütz zudem für sehr spielintelligent halte), erhalte ich so trotz sehr offensiver Möglichkeiten immer noch eine gute defensive Kompaktheit. Schreit natürlich auch nach Abseitsfalle, aber lassen wir die Kriche erst einmal im Dorf. So einfach zu überspielen dürfte das jedenfalls nicht sein, mindestens so verlangsamen, dass wir doch wieder in die defensive Grundordnung kommen, sollte man die meisten Angriffe trotzdem können.
Trotzdem glaube ich nicht, dass das erfolgreicher wäre als die aktuell praktizierte defensive Spielweise. Hauptsächlich, weil die Chancen, die man dann trotzdem immer mal zulässt eben doch immer von relativ hoher Qualität sein werden. An der Stelle fehlen mir dann zwar auch die Daten (gibt es aber durchaus, kostet nur eine Menge Holz) um das genau zu bestimmen, aber ich vermute, dass unterm Strich die höhere Gegentorwahrscheinlichkeit nicht durch die eigene gesteigerte Torgefährlichkeit aufgewogen wird. An der Stelle ist es eben doch letztlich eine Qualitäts und damit Geldfrage. Wir sind dem Durchschnitt der Liga gegenüber aber qualitativ in der Offensive nicht so überlegen, dass das aufgeht. Attraktiver wäre es allerdings ganz sicher. Oder um den Einwurf von habeichvergessen aus einem anderen Thread aufzugreifen: Werder.
ZitatOriginal von arminius71
Es kann wirklich nur einen Grund geben, keinen linken Mittelfeldspieler zu holen. Es ist kein Geld da. Über die sportliche Notwendigkeit brauchen wir glaube ich nicht zu sprechen. Und das nicht nur seit Mittwoch. Schade.Das Konzept für die nächsten 2-3 Jahre der Gläubiger/ Sponsoren würde mich mal echt interessieren.
Hoffentlich wird nicht wieder der gleiche Fehler gemacht, wie in den letzten Jahren. Ein neuer Presesprecher wird eingestellt, aber kein neuer Spieler verpflichtet.
Welches Konzept?
Mein erster Gedanke beim Thema neuer Pressefuzzi war: Es gibt demnächst schlechte Nachrichten zu verkünden und man will nicht gleich die KGaA dabei enthaupten, also muss ein Prügelknabe her. Ich bin allerdings bekanntlich paranoid. So oder so aber höchst befremdlich, die mediale Aufmerksamkeit in der dritten Liga hält sich ja nun doch in sehr engen Grenzen. Solange dabei die Visage nicht in eine Kamera gehalten werden muss... Die paar Pressemitteilungen hätte ich für lau rausgehauen. Und hundert andere Bekloppte auch.
Osnabrück hat heute auch abegegeben. Halb so wild.
Das ist eben der Preis für solche Situationen, wie sie uns im letzten Spiel das Siegtor eingebracht haben. Die Fehlpässe müssen erzwungen werden und das einfachste Mittel dazu ist ganz simpel den gegnerischen Abwehrspielern im Aufbau auch mal ordentlich eins auf die Socken zu geben. Sind die nicht gewohnt und wirkt psychologisch nach. Übrigens sehe ich dem ersten Spiel ohne Klos mit Hochspannung entgegen. Freue mich schon auf Ideen so kraus wie die Haare unseres Trainers. Hornig als Mittelstürmer? 433 mit Appiah und Riese als Außenstürmer? Bin ich wahrscheinlich wieder ziemlich allein mit, aber ich habe da einen Heidenspaß.
Wir stecken ja wieder mitten in der Diskussion um Offensive, Attraktivität usw. WIeso kommt dann hier eigentlich nichts von den Fordernden? Alles muss man selber machen... Ich greife noch mal meine Idee mit Hille als ultraoffensivem RV auf, ebenso die Dauerforderung nach einem echten Zwei-Stürmer-System und lande bei einem 4312 mit quasi verdoppelter Außenverteidigung.
[Blockierte Grafik: http://this11.com/boards/abDhBfbaj8.jpg]
Der Trick an der Sache ist hier, dass die AV mit den schnellsten Kandidaten, die man da gerade eben noch so riskieren kann besetzt sind und durchgängig extrem weit agieren. Das reduziert zum einen die Defensivaufgaben, erlaubt andererseits ein gleichzeitiges Aufrücken mit dem äußeren Mann der Dreier-Reihe und trotzdem hinten das Halten der Viererkette und das sogar in einer sehr kompakten Form. Auf der ballfernen Seite können sich dabei die beiden Außenspieler beim Mitgehen abwechseln und kommen so zu den nötigen Verschanufpausen um diesen sehr laufintensiven Ansatz durchzuhalten. Das Halten der Viererkette ist extrem wichtig, weil die Sache natürlich wieder reichlich konteranfällig ist. Die flache Vier ist hier fast immer besser als eine 1-3-Formation und kann dazu ballseitig verschoben werden, da ein ballferner Außen beim Aufrücken die Diagonale meist noch mit abdecken kann. Vorn stehen zwei echte Mittelstürmer und ein abschlussorientierter OM, Die Aufgabenverteilung ist hierbei etwas anders als gewohnt. Testroet soll Lochpässe versuchen, aber vor allem auch selbst den Abschluss suchen, Agyemang bekommt die am wenigsten laufintensive Aufgabe und verschiebt aus der Ausgangposition zwischen den IV je nach Laune horizontal zum Ball oder lauert auf der gegenüberliegenden Seite in der Schnittstelle, bleibt aber immer auf der Höhe der Abwehr. Klos erspart sich die Ausflüge ganz auf die Flügel, da wir dort nun ungefährdet mit zwei Mann hoch aufrücken können, und agiert zum einen als Wandspieler, um auch durch die Mitte eine schnelle Option zu haben (Ablage auf Testroet, Lochpass auf Agyemang, Abschluss), zum anderen versucht er Innenverteidiger aus der Kette zu locken um Räume zu machen und gleichzeitig selbst mit Tempo wieder in die Mitte durchstoßen zu können. Das aus den Außenzonen geflankt wird bis der Arzt kommt sollte eh klar sein. Also Außen Aufbau mit Tempo und flach, dann Flanke, innen genau andersrum: hoher Ball, dann flach weiter. Bei der Variante kann dann auch die komplette Dreier-Reihe, die ja wieder eher defensiv besetzt ist, aufrücken und ins Pressing gehen. Spektakel garantiert. Aber erfolgreicher? Da habe ich meine Zweifel. Aber ich wollte wenigstens mal wieder versuchen die Diskussion zu konkretisieren und harre gespannt der Vorschläge, die jetzt hoffentlich von den Kritikern des momentan so unverdient glücklich erfolgreichen Systems kommen. Sonst bekomme ich so langsam wirklich Probleme das noch ernstzunehmen.
Natürlich umgerechnet. Für so Jungvolk wie dich. ![]()
In den Neunzigern hatte Kaiserslautern mal für die damals für deren Verhältnisse exorbitante Ablöse von 3Mio€ einen brasilianischen Spielgestalter namens Arilson verpflichtet. Nach einem halben Jahr war er wieder weg ohne nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu haben. Außer bei mir, ein Satz mit dem er sein Europa-Abenteuer kommentierte ist hängengeblieben: "Wenn ich den Ball nur von unten sehe kann ich keinen Einfluß nehmen." So in etwa dürfte es auch dem vielgefordertem Spielmacher gehen, wenn man versuchen würde einen solchen Spielertypen in die jetzige Mannschaft zu integrieren. Einer ist keiner.
Ansonsten verweise ich auf meinen Beitrag auf der letzten Seite im Stuttgart-Thread.
Nicht zu fassen, das ich mal einer Meinung mit PattyG bin. Allerdings definitiv auch mit Siese. Aufstieg. AUFSTIEG! Nicht nur, weil das so etwas wie die natürliche sportliche Zielsetzung sein _muss_, sondern weil wir eine bessere Gelegenheit leider vermutlich nicht mehr bekommen werden. Selbst pressesprecher hat ja zugeben müssen, dass es nicht ganz einfach werden wird den Etat in der nächsten Saison aufrechtzuerhalten. Ich ziehe mal den aus seiner Position heraus unumgänglichen Zweckoptimismus ab und sage: Wir können froh sein, wenn wir überhaupt einen Etat für die dritte Liga auf die Beine stellen können und nicht völlig von der Zinslast erdrückt werden. Kurz und gut, meine Prognose ist, dass wir in einem halben Jahr entweder über den Kader für die zweite Liga oder wieder über Insolvenz-Szenarien diskutieren werden. Wer in dieser Situation bei Tabellenführung ernsthaft ein Problem damit hat wie die zustande gekommen ist, der ist doch mit der Muffe gepudert.
Aachen, Rostock und Karlsruhe sind noch nicht richtig in der Liga angekommen und schon auf Abstand, Stuttgart II kann nicht aufsteigen, Haching bricht schon ein und bekommt von uns den Gnadenstoß, Osnabrücks Truppe halte ich für zu jung und nicht gefestigt genug, da wird irgendwann auch noch eine Delle kommen von der ich hoffe, dass sie größer als bei uns ausfällt. Halle, Saarbrücken und Chemnitz sind definitiv nicht besser als wir... Damit sieht es momentan so aus als ob wir, die Telgter und Heidenheim die besten Karten hätten. Heidenheim ist Mordor reloaded und das wir vor den ostholländischen Kuhbauern landen werden bedarf auch keiner Diskussion. Klare Sache also, Rathausbalkon.
Es gibt genau ein Argument, wenn man die Spielweise problematisieren will, und das ist der Einfluß auf den Zuschauerschnitt. Man kann hier - und zwar völlig berechtigt - argumentieren, dass sich Investitionen in die spielerische Qualität zu einem großen Teil von allein tragen würden, weil nur der erweiterte harte Kern das taktisch trotzdem richtige Gegurke mit 10€+ zu honorieren bereit ist und die Akquise neuer Zuschauerkreise zeitgemäß eher eventorientierten Fußball erfordert. Aus eigenen Mitteln ist das aber nicht zu machen und da sind wir eben wieder bei der hartnäckigen Lernresistenz unserer Geldsäcke (s. Sig.) und können uns das folglich von der Backe schmieren. Und natürlich werden die ähnliche Beträge trotzdem wieder im Saisonverlauf nachschießen müssen und genauso natürlich werden sie daraus wieder nichts lernen. Das führt aber unter keinen Umständen zu der Folgerung, dass man darum dann eben dem Kader etwas abverlangen sollte, das er objektiv nicht bewältigen kann. Das ist eine Diskussion zur Unzeit, die eine tatsächlich gegebene Erfolgsaussicht ohne jede Not und Perspektive gefährdet. Wer die trotzdem unbedingt führen will, der fährt besser nach Bokel, stellt sich bei Gerry in die Auffahrt und klappert mit der Sammelbüchse.
Bin ich in Bhutan, dass sich hier plötzlich alles ums Glück dreht? https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttosozialgl%C3%BCck
Die Tabelle lügt nicht. Wir rocken die Liga. Taktisch, und das reicht bisher. Mir sagt man, dass ich mich doch einfach mal freuen und die Klappe halten soll, aber worüber freut ihr euch eigentlich? Einfach nur darüber mehr Glück als Verstand gehabt zu haben?
Mannmannmann...
Die frohe Botschaft: Wir haben mehr Verstand als Glück gehabt. Der klare Vorteil: Das ist reproduzierbar ohne sich auf Fortuna, diese Hure, verlassen zu müssen. So, und jetzt haltet die Klappe und freut euch. Und meinethalben auch gehet hin und mehret euch. Im Stadion. Beim nächsten Heimspiel. Grmpf. ![]()
ZitatOriginal von Ghostwriter
Gibts schon irgendwo bewegte Bilder zum Spiel?btw: irgendwie waren alle Siege bisher "dreckig"... Ich hoffe sehr, dass sich diese Spielweise nicht irgendwann rächen wird... Aber gut, dass bisher noch niemand das böse Wort das mit "A" anfängt und mit "ufstieg" aufhörst in den Mund nimmt.
Doch, ich. Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg. AUFSTIEG. Was muss, das muss. Und müssen müssen wir.
ZitatOriginal von Hitchcock
Rasengrün: Wieso machst Du eigentlich so viele Worte um diesen so schmutzigen Sieg? Tapfer gekämpft und glücklich gewonnen, allein dass zählt. Ich könnte auch sagen: Einfach mal die Fresse halten und freuen.
Weil mir das glücklich darin so langsam auf den Sack geht. Wir sind in dieser Saison ungeschlagen, aber das ist so gut wie jedes Mal nur Glück? Nee, ist es nicht.
Rechtsaussen: Wenn ich mit dir Bier trinke, dann muss ich auch mit pressesprecher Kaffee trinken. So langsam könnte man glauben, dass ich hier nur der Freigetränke wegen poste.
Ach ja, Emotion, freuen und so:
Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!
So besser? Verstehe zwar nicht, warum das irgendwer lesen wollen sollte, aber weil ihr es seid... Besser? Oder soll ich da noch ein paar Smilies drumrum gruppieren? Mach ich gerne für euch.
<- Da. ;p
Edit: Oha... Hitch, jetzt setzt du mich aber richtig unter Zugzwang... Du weißt doch, dass ich nach zwei Bier schon anfange jugendgefährdende Lieder zu singen. (Das wird dann jetzt bestimmt ein Forumstreffen, weil sich das keiner entgehen lassen will...)
ZitatOriginal von Tutnixzursache
Sagen wir mal so, das war ab der 60. Min. Einbahnstraßen-Fussball. Mit gefühlten zwei bis drei Hochkarätern und unzähligen anderen Vorstößen und Fernschüssen und Ecken und Freistößen.. Erschwerend hinzu kam, dass der Schirie JEDEN Zweikampf als Foul gewertet hat.
Das war ne Abwehrschlacht, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen hab. Richtig spannend, geile Stimmung, top Torwart, ..ach einfach ein richtig geiler, schmutziger Sieg!
So ungefähr hatte ich mir das vorgestellt. Viele Halbchancen, kaum was hochkarätiges. Chelsea-Prinzip. Funktioniert uach in der Liga. Ich find's wirklich saucool.
Richie: Wenn man nur den Spruch bringt, dann macht man halt nur 'ne Aussage. Wer meinen Sermon bis zum Ende durchhält weiß auch warum das so ist. ![]()
ZitatOriginal von Exilarmine87
Wie meinen?
Spielt nicht gerade ein offensives Team mehr Chancen raus und hat dadurch höhere Chancen auf ein Tor. Ist der moralische Vorteil nicht immer auf der Seite des aggressiven anstürmenden Teams, insbesondere nach einem Tor?
Der springende Punkt ist hier schon, dass Chance nicht gleich Chance ist, sondern da große Unterschiede bezüglich der tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten für einen erfolgreichen Abschluss bestehen. Das ist allerdings quantitativ nur schwer zu erfassen, theoretisch müsste man einen Schlüssel erstellen, der Abschlussaktionen kategorisiert, dann diese auswerten und so jeder Kategorie eine typische Tor-Wahrscheinlichkeit zuordnen. Als Ergebnis hätten wir dann einen aufsummierten Wahrscheinlichkeitswert, der unter Umständen eine ganz andere Sprache sprechen kann als der simple Vergleich der Anzahl der Chancen. Einfacher ausgedrückt, eine Mannschaft kann ein Chancenplus haben, der Gegner aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Torerfolg.
Der "moralische Vorteil", ich würde das eher als das Momentum bezeichnen, ist natürlich immer mit demjenigen, der gerade einen Treffer erzielt hat und übersetzt sich auch direkt in einen taktischen Vorteil, weil der Gegner sich fast immer in Zugzwang gesetzt sieht, also irgendwie reagieren, umstellen muss, was tendenziell immer die eigene Ordnung gefährdet. Nur ist es eben ein Irrtum zu glauben, dass die offensivere Mannschaft die höhere Wahrscheinlichkeit hat in diese vorteilhafte Position zu kommen. Das wird nur in der Liga-Realität oft durch die teils beträchlichen Qualitätsunterschiede überdeckt, die dazu führen, dass die Top-Mannschaften grundsätzlich meist offensiver ausgerichtet sind, weil ein anderer Faktor noch stärker zum Tragen kommt. Am deutlichsten wird das an der spanischen Liga, in der das ewige Duell zwischen Real und Barca meist nicht durch den Ausgang der direkten Vergleiche entschieden wird, sondern dadurch, wer mehr Punkte bei den unterlegenen Klubs "liegen lässt". Umso homogener das Feld hingegen, desto stärker kommt die Grundtendenz zum Tragen. Auch der Vergleich mit anderen Ballsportarten macht dies deutlich, in allen anderen sind die typischen Ergebnisse numerisch wesentlich höher, die Relevanz einer einzigen erfolgreichen Offensivaktion also geringer, dadurch auch ein defensiver Fehler offensiv leichter auszubügeln. Im Fußball kann hingegen eine einzige Unstimmigkeit in der Defensive den Ausgang des Spiels entscheiden.
Hat mit Dusel nichts zu tun. In den Köpfen der Leute hat sich nur festgesetzt, dass attraktiv = offensiv = erfolgreich ist. Statistisch würde sich wohl eher das Gegenteil nachweisen lassen. Im Fußball ist die Defensive eigentlich immer bevorteilt.
Eine Situation reicht. Das Spiel ist darauf ausgerichtet sie herbeizuführen und ansonsten keine hochkarätigen Chancen zuzulassen. Krämer hat das CL-Finale gesehen und daraus extrem pragmatische Schlüsse gezogen.
Das mal als Antwort auf den Stream. Einige wissen warum wir gewonnen haben. Cool. Saucool.