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  3. Rasengrün

Beiträge von Rasengrün

  • Ex-Trainer Stefan Krämer

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 16:13
    Zitat

    Original von Grimms Märchen

    Er war (und ist) kein schlechter, nur ein relativ unerfahrener Trainer, der aktuell durchaus Struktur in die Mannschaft gebracht hat. Und das ist durchaus hoch zu bewerten.

    Ihm deshalb sofort einen Cheftrainervertrag zu geben, wie in der NW faktisch gefordert wird, halte ich aber für falsch. Lasst ihn als "Cheftrainer" auf Abruf, sichert ihm vertraglich vernünftige Punkteprämien - und für den Fall, dass er CTaA bis zum Saisonende bleibt, eine ordentliche Nichtabstiegsprämie zu; das läßt Arminia jeglichen Handelsspielraum - naja, den kleinen, den sie allenfalls noch hat.

    Scheiß auf die Gepflogenheiten im Fußball, wir machen das jetzt mit Probezeit wie im normalen Arbeitsmarkt auch. :lol:

  • Ex-Trainer Stefan Krämer

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 15:33
    Zitat

    Original von King Kneib

    Ich freue mich über den Sieg, denke aber, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht.
    Ich warte erst mal die nächsten drei Spiele ab, bevor ich hier Spekulationen beginne.
    Wichtig ist, dass das Team zu Hause endlich was reisst.

    Allerdings. Ich wollte auch nicht fordern, dass man die Sache nach dem nächsten Spiel entscheiden sollte. Grundsätzlich bin ich aber der Ansicht, dass es klüger wäre die offensichtlichen Probleme in der Kaderzusammenstellung (links, Chancenverwertung) anzugehen. Wenn Krämer also akzeptable Ergebnisse bringt _und_ Handschrift und Entwicklung erkennbar sind, dann lieber da investieren. So oder so, etwas Geld werden die Gläubiger in die Hand nehmen müssen. Auch wenn es jetzt besser laufen sollte, muss ein vergurktes erstes Saisondrittel ausgeglichen werden.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 15:26
    Zitat

    Original von Grimms Märchen

    Fachlich sicherlich. Ich bin beeindruckt. B- oder schon A-Schein? Aber als zwingendes Ausschlusskriterium: Du garantierst sicher nicht die Verhinderung einer Sperrminorität der Mitgliederlistenverwaltungsräte. :D

    Ich bin meine eigene Sperrminorität. :D Aber ohne Schein, nur gelegentlicher Schachspieler und ich habe halt meinen Sunzi gelesen. Ok, Clausewitz und Machiavelli auch. Viel mehr braucht man eigentlich gar nicht. Ich bin halt etwas aus der Art geschlagen, für mich ist Fußball im besten Fall auch ein intellektuelles Vergnügen.

  • Casper und Arminia

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 02:43

    Wenn es die Offensive motiviert von mir aus. Wir haben die ja nicht für ihren Musikgeschmack unter Vertrag genommen. Meine Stadionmütze wird dann aber durch eine mit Ohrenklappen ersetzt.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 02:38
    Zitat

    Original von siese

    Kann so hinkommen, trifft es m:E. ziemlich gut. Mit der Grafik verstehe ich jetz das Spiel viel besser. ;) Aber wie gesagt, ich habe weniger auf die jeweilige Position geachtet, sondern mich darüber gefreut wie insbesondere Rzatkowski immer den Ball erobern wollte. Das gab x Freistöße für Arminia. Aber dieser Wechsel von Offensive zu Defensive, das kann schon hinkommen. Man sieht daran, dass hier wirklich gewonnen werden sollte. Der Krämer impft der Mannschaft mit seinen Vorgaben Selbstbewußtsein ein. Wenn es dann wie in Offenbach klappt, dann kann das wirklich etwas werden.

    In der Tat, und wenn es tatsächlich so gespielt wurde, dann meine ich da auch wirklich einen Plan und eine Handschrift zu erkennen. In der Defensive wäre das kein großer "echsel, aber Krämer hätte dann - vielleicht teilweise auch aus der Personalnot heraus, aber immerhin - einen Weg gefunden, der eine andere Anlage in der Offensive erlaubt, ohne in der Rückwärtsbewegung allzu viel ändern zu müssen und dadurch nur ein Problem gegen ein neues einzutauschen. Darin zeigt sich vielleicht ein dynamischeres Spielverständnis, denn auch von Tempo und Intensitätswechseln wurde berichtet.
    Rzatkowski vom Flügel nicht auf die Zehn, die es hier auch so gar nicht gibt, sondern eher auf die Acht zu verschieben war eigentlich ziemlich mutig, aber da hat er im Training wohl mehr gesehen als sein Vorgänger. Interessanterweise erinnert das in der Offensive an die Spielidee, die unter Gerstner in den besseren Spielen der Hinrunde meist praktiziert wurde. In Gerstners System entspräche das dann dem Mann links neben Federico, wobei es da ja eine hohe Fluktuation gab. Kirch, Halfar, Katongo. In der Rückwärtsbewegung wäre die Rolle dann eher die von Marx unter Frontzeck. Das mal zur Veranschaulichung mittels Spielen, die alle gesehen haben.
    Der zweiten Punkt, den ich hier hervorheben möchte, ist, dass dieses Umschalten ein gutes Mittel gegen ein nicht eingespieltes gegnerisches Mittelfeld ist. Da wird man schnell zu statisch, weil Jeder noch genug damit zu tun hat überhaupt erst einmal Abstimmung zum Nebenmann zu finden. Zumindest wenn man der tm.de-Datenbank glauben will, dann hat der OFC übrigens im bisherigen Saisonverlauf vom 4231 zum 4141 gewechselt. Die simple Verschiebung erzeugt also in der Zone vorm 16er auf beiden Seiten Druck, wenn der Gegner da nicht klar in Zuordnung und Rollenverständnis ist. Wie gesagt, wenn das so beabsichtigt war, dann hat Krämer das richtig gut gemacht. Nicht nur von der Idee, sondern auch von der Einstellung der Mannschaft her.

    Das Rzatkowski Potential hat konnte man oft sehen, die nun entdeckten Qualitäten in der Balleroberung waren aber nicht so deutlich. Damit könnte er zu dem Schanierspieler werden, den man heute in Ein-Stürmer-Systemen eher in der Zentrale braucht als die Mischung aus dezidiertem Zerstörer und Gestalter, also Sechs und Zehn.
    Für den Kader bedeutet das, dass sich die Konkurrenz im Zentrum verschärft hat (Schütz, Jerat, Demme, Rzatkowski, u.U. auch noch Hornig, falls Krämer Schuler auf IV lässt, wofür es durchaus Argumente gibt) und die Situation auf dem linken Flügel eher noch dünner wird (Hille, Rahn, Hernandez, Krük, Hammann - keiner passt so richtig ideal in die Rolle auf der Seite, auch wenn Hille diesmal entscheidend beteiligt war.)

    Wenn man an Krämer festhalten will, dann heißt das also noch lange nicht, dass man darum kein Geld für Personalinvestitionen gebrauchen kann. Ein LA, und auf den beiden zentral offensiven Positionen kann man ruhig auch noch mehr Abschlussqualität vertragen. Zwei Verpflichtungen sollte man also auch der günstigen Lösung Krämer zugestehen, es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen günstig und billig. Wie dankbar das Umfeld auf jedes halbwegs gute Spiel reagiert sieht man ja gerade und das wird man wohl auch direkt am Kassenergebnis des nächsten Heimspiels sehen. Mehr Qualität im Kader finanziert sich innerhalb eines gewissen Rahmens selbst und hier sind die Gläubiger nach wie vor gefordert. Es ist ja nicht so, dass man mit einem Sieg nun aller Sorgen ledig wäre.

    Almgänger: Ich weiß nun wirklich nicht, ob das ein Kompliment sein soll... Außerdem macht das doch bestimmt schon Multi-Uhlig. Nee, wenn schon, dann lieber Helmers Aufsichtsratssitz. Wie gezeigt kann ich ja auch ganz hervorragend Spiele zerlegen, die ich nicht gesehen habe. Ich bin also qualifiziert.

  • Ex-Trainer Stefan Krämer

    • Rasengrün
    • 17. Oktober 2011 um 01:14

    Was man Krämer zugute halten muss: Die Schwächen der Offenacher scheint er ziemlich genau erkannt und die Mannschaft gut darauf eingestellt zu haben. Darauf sollte man im nächsten Spiel achten, nicht nur auf das Ergebnis, und so zu einer Entscheidung kommen. Fragt sich nur wieder, wer die eigentlich treffen soll. Naja, wir werden es sehen. Es wäre schon ironisch, wenn gerade der Mangel an sportlich kompetenten Entscheidern den richtigen Mann an den richtigen Ort befördert hätte. Aber auch ziemlich passend und irgendwann muss es ja eigentlich rein statistisch mal klappen. Dann wäre Arminia der erste Verein, der das Prinzip Magath auf die Trainerfindung ausgedehnt hätte.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 21:46

    Wo wurde die Flachpfeife denn beleidigt? :D

    siese: Ob du nun meinst viel Ahnung vom Fußball zu haben oder nicht, aber das war ganz aufschlussreich. Kommt das so hin? [Blockierte Grafik: http://this11.com/boards/abBpGObalH.jpg] (gestrichelte Linien defensive Verschiebung, durchgezogene offensive Stoßrichtung)

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 12:59

    Der Pass von Jerat davor war entscheidend. Ansonsten stimmt das natürlich, aber wenn ich mir Klos anschaue, dann schreit der doch geradezu nach Flanken. Mindestens als variierendes Mittel absolut Pflicht und davon habe ich gestern nichts gesehen, zumindest nicht in den drei Zusammenfassungen, die ich kenne.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 12:34

    In den Bildern von gestern sah es aber so aus, als ob er auch ein ganz guter Prellbock sein könnte. Das wäre dann im Grunde wieder Gerstners Taktik mit Fort.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 12:28

    Nuja, auch ich reagiere gelegentlich einfach mal menschlich. Schwer vorstellbar, ich weiß...

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 12:26

    Vielleicht sollten wir einfach das Stadion verkaufen... :lol:

    Ja, das ist vom System her natürlich die Hauptfrage: Wirklich nur ein Sechser? Das wäre eine grundlegende Änderung, die eine andere Interpretation mehrerer anderer Positionen erforderte. AV müssen höher stehen, OM muss stärker nach hinten arbeiten, XA müssen schneller in der Rückwärtsbewegung reagieren, gleichzeitig steigen die Anforderungen an DM und AV im Aufbau. Wenn es so war (und wer sollte da denn den zweiten Sechser gegeben haben? Schönfeld und Rzatkowski sicher nicht.), dann hat es zumindest in diesem Spiel gut funktioniert.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 12:11
    Zitat

    Original von siese

    Ich hatte den Eindruck, als wenn mit dem Zweikampfverhalten "hoch verteidigen" an das Heidenheimspiel angeknüpft wird - man sich aber dabei zwischendurch ein paar Pausen gegönnt hat. Deshalb - und auch wegen des Trainings scheint die Kondition besser zu sein - hat die Mannschaft nicht abgebaut, ja nach dem 0:1 sind sie gerannt wie die Wilden. Im Unterschied zum Heidenheimspiel war es auch nicht nur Hernandez, der über den Flügel schnell nach vorn spielte, sondern auch Hille auf der anderen Seite. Das Zweikampfverhalten war jedenfalls vorbildlich, man versuchte den Ball teilweise schon in der gegnerischen Hälfte zu erobern. Da fiel insbesondere Rzatkowski auf. Diese offensive Herangehensweise hatten die Kickers offensichtlich nicht erwartet. Sie gibt der Mannschaft aber Selbstbewußtsein, das durch das Tor bestätigt wurde. Jetzt weiter so und noch ein paar einstudierte Spielzüge und wir nähern uns dem Fussball unter Rapolder und TvH - natürlich ein, zwei Ligen tiefer und mit einer etwas anderen individuellen Klasse.
    Man konnte in Offenbach also Energien tanken, um die Depression in diesem Forum (Insolvenz!, Boykott!, Neuanfang in der 13. Liga!) überstehen zu können. ;)

    Danke. Klingt ja wirklich ganz ordentlich, vor allem, dass man das Tempo endlich mal variiert und nicht neunzig Minuten einen Streifen runtergurkt (und das auch konditionell kann) ist ein substantieller Fortschritt. Das hohe Verteidigen hat natürlich auch so seine Tücken, wie man in der Zusammenfassung auch in ein, zwei Szenen sehen konnte, aber in 451-Varianten hat es natürlich den Vorteil, dass man in der Aufbauzone des Gegners starken Druck entwickelt. Man wird das erst nach ein paar Spielen wirklich beurteilen können, gegen den OFC war es ein gutes Mittel, weil das so nicht eingespielte Mittelfeld, immerhin hat der etatmäßige Zehner gefehlt, sich eigentlich nie gefunden hat, wenn die Bilder da nicht arg getäuscht haben.

    Hille auf links, das sah beim Tor ja auch richtig gut aus, wobei Jerats Pass sicher schon die halbe Miete war. Wie sah es da mit Flanken aus? Davon hängt für mich ab, ob er da mehr als eine Notlösung sein könnte. Bei Rzatkowski waren wir uns hier ja auch schon lange relativ einig, dass der in der Mitte besser als auf dem Flügel aufgehoben ist. Was allerdings links vorne nur umso mehr in den Fokus rückt.
    Ein paar Worte zu den AV wären auch noch hilfreich. Wie hat sich Riemer gemacht? Verglichen mit den Spielen unter MvA, waren da deutliche Veränderungen in der Rollen-Interpretation sichtbar? Die Startbesetzung deutet in die Richtung und in der Zusammenfassung sieht man Krück mit einem, bis auf den Abschluss, sehr schönen Vorstoß. Gab's die häufiger? Wie hat die Abwehr dabei verschoben? Ok... ich frage Löcher in den Bauch, sorry. Aber ich will einfach nicht aufgrund eines Spiels in völlige Euphorie ausbrechen, nur um den Trainer zwei, drei Spiele später wieder als den letzten Deppen zu sehen.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 16. Oktober 2011 um 01:21

    So, jetzt mal mit etwas Abstand. Das war ein verdienter Sieg, gar keine Frage, trotz der alten Krankheit Abschluss-Schwäche. Einsatz hat gepasst, das ein oder andere war sogar recht ansehnlich. Aber wir müssen doch auch zur Kenntnis nehmen, dass der Gegner einen extrem beschissenen Tag erwischt hatte und dazu auf drei sehr wichtige Spieler verzichten musste. Das relativiert schon etwas.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand, der vor Ort war, mal ein paar Worte zu taktischen und systematischen Veränderungen, auch zu veränderten Rolleninterpretationen sagen könnte. Halt zu allem, was vielleicht eine Handschrift erkennen lässt. Nur Kortys Wort reicht mir da echt nicht.
    Was mir auffällt ist, dass Krämer sich für unsere wohl offensivste Variante in der Außenverteidigung entschieden hat. Kann natürlich auch nur dran liegen, dass Schuler in der IV ran musste, aber das halte ich für einen Schritt in die richtige Richtung.
    In der NW liest sich die Aufstellung wie ein 4141? Da wären wir dann wieder da, wo wir mit Gerstner schon mal waren. Klos als Fort, sozusagen? Auch das könnte vielleicht eine gute Idee sein. Also, an die Viel und Allesfahrer, sagt da mal was zu.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 16:15
    Zitat

    Original von Baumi
    Leute wie herrlich...
    Ist das nicht ein fantastisches Gefühl?

    ARMINIA!!!

    Gefühl? Irgendwie unwirklich fühlt sich das an.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 15:50

    Der Bock wird auf der Alm umgestoßen (oder Krämer wird zur Ziege.) Aber ein Anfang ist es allemal.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 15:40

    So, geht doch. Hoffentlich reicht die Luft jetzt auch noch bis zum Abpfiff.

  • Arminia in den Medien

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 12:30

    Ich komme mir vor wie als wäre Murmeltier-Tag. Schon als die angekündigten Knaller zur letzten Rückrunde ausblieben, hätte man das Geld besser in diese Saison gerettet. Und wenn schon das nicht, dann hätte man wenigstens aus dem letzten Jahr lernen und lieber vorsorglich ein paar Euros mehr in Mannschaft und Trainer investieren sollen. Aber einige Leute sind ja völlig beratungsresistent. Unfassbar. Dabei ist die dauernde Flickschusterei doch unterm Strich keinesfalls billiger. Na, dann warten wir mal gespannt, was da aus Frankfurt auf uns zukommt. Angesichts der bekannt vertrauenswürdigen Zahlen von Schnitzel würde mich ein negativer Puntestand auch nicht mehr überraschen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 11:39
    Zitat

    Original von Grimms Märchen

    Richtig. Ein neuer Standort wäre nicht mehr die Alm gewesen.

    Wer soll sich entschuldigen? Die heutigen Entscheidungsträger sind für das Desaster doch garnicht verantwortlich.

    Nachlizensierung: Natürlich wäre es ein gewisses wirtschaftliches Risiko gewesen, aber nach meiner Ansicht durchaus erfolgversprechend und dann ein Selbstläufer. Nochmals Geld von Weber für Trainer und 2, 3 Leute wie Frommer etc. vor fünf Wochen, vernünftige Integration in die Mannschaft, erster Einsatz in Offenbach, dort 1 Punkt oder von mir aus auch keiner, aber mit aufgerissenem Arsch und kotzender Mannschaft, dann nächstes Heimspiel mit 10-12.000 Zuschauer - 3 Punkte - jetzt geht´s looos.

    Hängt natürlich davon ab, was der DFB Schnitzmeier aufs Tablett gepackt hatte.
    Weitere Spekulation: Haben die mit 4 Mio. aus der Anleihe kalkuliert - das war ja die Planung - ist die Liquiditätslücke nicht 230 T€, sondern das Zehnfache 2,230 Mio€.

    @ Rasengrün
    Ich habe nur darauf hingewiesen, dass aus meiner Sicht in Bezug auf die Fans von Z&R eine Chance wieder nicht genutzt worden ist. Ich werde mich hüten, unser letztes Pferd im Stall (Uhlig darf "Präsi" ja nicht) zu Tode zu hetzen. ;)

    Alles anzeigen

    Man hätte damit auch gleich vor der Saison beginnen können und sollen. Selbst ohne die absolute sportliche Katastrophe waren die kalkulierten Besucherzahlen illusorisch und zwar in beiden Varianten. 12000 zu reduzierten oder 9600 zu Preisen fast auf Erstliganiveau waren illusorisch. Das war eben nur zu erreichen, wenn die Mannschaft mindestens Kontakt zu den Aufstiegsrängen bis spät in die Saison hinein gehalten hätte. Wir sprechen von Gegnern, von denen die Mehrzahl der Zuschauer bestenfalls eine vage Ahnung hat woher die nun wieder kommen könnten, und die selbst nur marginal Auswärtsfans mitbringen (auf die man in einigen Fällen auch ganz gut verzichten könnte...). Hatte ich alles schon direkt nach dem Mitgliederabend gesagt, als Brinkmann auf meine Nachfrage mit den 12000 rausrücken musste. Hat nur wieder nichts genutzt. Mir geht nicht aus dem Kopf, wie ich Hans-Jürgen Laufer damals nur noch entgeistert gefragt habe: "Das ist doch nicht euer Ernst?" Reaktion: Ein wehmütiges Lächeln und stilles Kopfschütteln.

    Es ist ja auch alles wirklich nicht soooo kompliziert, ich werde kaum der Einzige gewesen sein, der bereits als der angekündigte Rückrunden-Rock schon beim Startschuss, also den Transferversuchen, im Rohr krepierte, gemahnt hat, dass das nicht funktionieren könne und man besser beraten wäre die Gelder in die nächste Saison zu retten um wenigstens wieder angreifen zu können. Aber nein, es setzt sich immer die Halbherzigkeit durch, mit der die Entscheider, die alles ohne Legitimation an sich gerissen haben, versuchen den selbst erzeugten Handlungsdruck so billig wie möglich ein Ventil zu verschaffen.

    Das was jetzt hoffentlich wirklich passiert, die gründliche Bestandsaufnahme bei gleichzeitigem Stopp des symbolischen Handelns als Surrogat eines langfristigen Plans, ist seit gut zwei Jahren überfällig. In dieser Zeit haben sich die Schuldenberge immer weiter angehäuft, hat sich der Bewegungsspielraum des Vereins auf Bierdeckeldimensionen reduziert und wurde das wichtigste, aber leider nicht in Zahlen, die die Wahrnehmungsschwelle der Gläubiger durchbrechen, ausdrückbare immaterielle Kapital Arminias in atemberaubender Geschwindigkeit vernichtet. Wir sind nicht einen Schritt weiter, haben aber die Grundlage, die einen Neuanfang selbst nach Insolvenz ermöglicht hätte, fast schon verheizt. Offenbar ist das bis heute nicht ins Bewusstsein von Weber, Hindrichs und auch Oettker (von Schubert! Die einzige konstante Personalie in diesem Drama, wird nur allzu gern vergessen...) gelangt. Sie verstehen eben viel von Geschäften, aber das Fußballgeschäft nicht mal in Ansätzen und zeigen dabei jede Menge Beratungsresistenz, Eitelkeit und Abschottungstendenzen. Wäre es gelungen auch nur eines davon auszuhebeln, dann wäre die Katastrophe zu verhindern gewesen, aber das ist weder mit der direkten Revolte 2009 noch mit dem Marsch durch die Institutionen 2010 gelungen. 2011 stehen wir mittlerweile so sehr mit dem Rücken zur Wand, dass die Gläubiger nur noch die Alternative haben sich entweder endlich zu dem durchzuringen, was Kritiker seit Jahren eingefordert haben, oder unter Schimpf und Schande eine Exit-Strategie durch die Hintertür zu wählen. Wir werden sehen... Noch gibt es auch eine andere mögliche Erklärung, nämlich Zwänge in Bezug auf die Nachlizensierung, die sich aus Schnitzmeiers verheerendem Nachlass ergeben. Ist die überstanden, kommt der Moment der Wahrheit.

    Vielleicht nicht mehr als ein Strohhalm, aber ich halte die Herrschaften letzten Endes für zu eitel um ein Scheitern zu akzeptieren, während gleichzeitig ein mediokrer Möbelfritze in direkter Nachbarschaft sein Team in der zweiten Liga halten kann. Die Eitelkeit hat uns viel gekostet, vielleicht rettet sie uns jetzt. Als alter Dialektiker könnte ich mir ein Grinsen da nicht verkneifen. Machen kann man jetzt wohl nicht mehr viel, außer das öffentliche Bewusstsein für die Rolle der Gläubiger wach zu halten, also heißt es abwarten bis der DFB gesprochen hat.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 15. Oktober 2011 um 01:04

    Das wird jetzt vielleicht verwundern, aber ich sehe Zillies nicht kritisch, zumindest noch nicht. Wir sprechen von mehreren Jahren übelster Finanz-Jongliererei, verübt von gleich mehreren Geschäftsführern. Es ist ok, wenn es einige Zeit dauert, bis man sich da durchgearbeitet hat. Das wird einfach endlich mal Zeit, dass dort Grund reingebracht wird. Wie in gründlich.
    Auf der anderen Seite kostet das Zeit, die wir nicht haben. Aber diesen Umstand hat nicht Zillies zu verantworten, da muss man nach Halle schauen. Dort liegt die Verantwortung für die monatelange Führungslosigkeit. (Und ich bleibe dabei: Daraus vor allem, nicht nur aus den diversen Interviews, ergibt sich eine Bringschuld.)

    Zum Thema Transparenz: Auch hier habe ich noch Geduld. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die momentan gar nicht möglich ist ohne negative Folgen für die Nachlizensierung. Damit ist allerdings auch eine Deadline gesetzt. Wir wurden von Schnitzmeier belogen als es um Auflagen ging und an Pressesprechers Rumgeeiere erinnere ich mich zu dem Thema auch noch lebhaft. Damit muss Schluss sein. Die Ergebnisse der Nachlizensierung müssen vollständig auf den Tisch, zusammen mit den bis dahin hoffentlich endlich seriös zu beziffernden Verbindlichkeiten. Dann sehen wir mal. Ich erwarte noch für dieses Jahr eine weitere aoMGV, auch das wäre eine Form der Transparenz und Mitnahme. Hier stehen doch ziemlich sicher Entscheidungen an, die über das Fortbestehen des Vereins in seiner jetzigen Form entscheiden werden. Die sollten die Mitglieder treffen. Damit sie diese Entscheidung treffen können müssen sie gründlich, umfassend und rechtzeitig informiert werden. Überlange Präsentationen vor Ort bringen nichts, die sind eher ein Mittel Diskussionen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es muss im Vorfeld genug Zeit gegeben sein um sich in Ruhe ein Bild zu machen und das auch diskutiert werden. Ganz unaufgeregt, die Zeit der großen Personalschlachten ist erst einmal vorbei. Endlich zur Sache kommen ohne alle Spielchen und Verschleierungsversuche, das wäre gefragt, und dann nüchtern und sachlich sehen, ob es noch einen sinnvollen Weg gibt den Verein weiterzuführen. Wenn nicht, dann eben Insolvenz, aber auch das kann man immer noch versuchen zu gestalten, statt es einfach nur zu erleiden.
    Ich befürchte der andere Zug ist mittlerweile zumindest vorerst abgefahren. Den großen Appell an die Leidenschaft, den allgemeinen Aufbruch auf breiter Front, wie ich das vor einiger Zeit mal detailliert propagiert habe, wird es im Moment nicht geben können. Dazu hat sich mittlerweile viel zu viel Lethargie breitgemacht, vom Alm-Roar zum Todesröcheln sozusagen. Leider, leider, leider. Ich denke nach wie vor, dass man da wirklich etwas hätte erreichen können, aber auch diese Chance ist an uns vorbeigegangen.

    Womit ich keine Geduld mehr habe muss ich wohl nicht mehr anführen... In diesem Zusammenhang weise ich nur mal darauf hin, dass die bereits jetzt aufgelaufene Etat-Unterdeckung dem Gehalt eines Drittliga-Spitzenspielers mehr als entspricht. Hochgerechnet auf die gesamte Saison wären das also mindestens drei signifikante Verstärkungen, deren Gegenwert nun mal wieder für nichts und wieder nichts verpulvert wird. Die Lernunfähigkeit und Beratungsresistenz der Gläubiger ist unfassbar.

  • Offenbach - Bielefeld

    • Rasengrün
    • 13. Oktober 2011 um 19:20

    Ohne dafür irgendeinen Grund nennen zu können bin ich auch leicht optimistisch. Vielleicht nur beginnende Gedächtnisschwäche oder ich habe das Grauen auf dem Platz bereits teilweise verdrängt.

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