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  3. Rasengrün

Beiträge von Rasengrün

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 31. Mai 2010 um 20:30
    Zitat

    Original von Spud

    Habe da so meine Theorie:

    Es gibt nun noch ein paar Euros von der Wirtschaft mehr, allerdings mit dem Hinweis, künftig auch das Sagen zu bekommen. Sprich im Vorstand und AR wird erstmal kräftig aufgeräumt und Leute mit Sachverstand (Wirtschaft) installiert. Herr Brinkmann wird dann nach erfolgter Rettung mit Lob überschüttet, jedoch gibt er seinen Rücktritt bekannnt (keine Kandidatur wg. nervlicher Belastung, bla bla) dafür kommt Weber jun. oder ein anderer Kandidat ins Spiel. Somit wird künftige Misswirtschaft nicht mehr in diesem Ausmaß möglich sein und wir sehen wieder anständigen Fussball.

    Also ich könnte damit sehr gut leben. Auf geht`s Arminia, Chance nutzen und somit auf eine positive Zukunft!

    Man sollte dem Brinkmann mal auf den Hosenboden gucken, da ist wahrscheinlich schon das MHD aufgedruckt. Eine Art Übergangs-Präsidentschaft von einem Jahr oder sowas in die Richtung könnte ich mir gut vorstellen. Da verliert dann niemand so richtig das Gesicht und letztlich gilt auf der Ebene ja doch meist, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 31. Mai 2010 um 20:23
    Zitat

    Original von distro

    Arminia Lichtenstein!!!!

    So in der Art, ja. Natürlich will ich nicht an den Namen dran, aber als provokanten Einstieg in eine Diskussion kam mir das nicht ungelegen. Wenn unser Lichtenstein dann Oerlingshausen oder so heißt... nu, warum nicht, wenn sich dadurch 30% Gewerbesteuer einsparen lassen. Das ist doch nur ein administrativer Vorgang. Ist hier irgendwer Fan einer KG? Eben.

    Aber noch einmal zurück zu dem anderen Aspekt. Ostwestfalen, Ostwestfalen, hey, hey! Ich werde nicht der einzige sein, dem diese komischen Plakate mit "Wir sind das L in OWL" aufgefallen sind. Genau verkehrt herum, was meine lippischen Landsmänner da treiben. OWL... kennt das irgendwer außerhalb? Regionale Identitäten wachsen langsam, über Jahrhunderte und sowas wie Ostwestfalen blickt da eher auf Zerstückelung zurück. Ich will es mal noch etwas anders formulieren: Wir haben da einen gewissen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Regionen wo es in dieser Hinsicht deutlicher ausgeprägtes kulturelles Kapital anzuzapfen gibt. Denkt da beispielsweise mal an die Nürnberger und die fränkisch-bayerische Rivalität. Aber wenden wir das positiv, man kann es ja auch als Steigerungspotential ansehen und zwar eines, wo es eine deutliche Interessenkongruenz zwischen Verein, Sponsoren und sogar regionaler Verwaltung gibt. Wäre nicht die Synonymisierungswut der Journaille, dann gäbe es wenig, dass Arminia und Ostwestfalen wirklich zusammenbringt. Der Verein formuliert einen Anspruch an sich selbst (Sportklub der Ostwestfalen), macht aber eigentlich sehr wenig um das mit Leben zu füllen. Wirklich, da ist noch viel zu tun, aber auch zu gewinnen. Ein erster Schritt wäre mMn mal genau herauszubekommen wie viel eigentlich... bspw an fußball-bezogener Kaufkraft aus der Region abfließt und sich die ein oder andere konzertierte Kampagne dazu auszudenken, also als Kooperation mit regionaler Wirtschaft und Verwaltung. Da sind doch gemeinsame Ziele, also muss es auch Synergien geben, die man dem Verein nutzbar machen kann.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 31. Mai 2010 um 17:49

    Noch mal zu dieser Idee mit dem Namen: Das ist natürlich etwas überdreht, aber ein Kern Wahrheit steckt da durchaus drin. Abseits aller einseitigen Schuldzuweisungen Richtung Politik, mit denen man nur unseren Minderleistern in die Karten spielt, wird hier schon ein wichtiges Problem und in meinen Augen auch ein möglicher Teil der Lösung berührt. Wir mussten in den letzten Wochen schmerzlich genug zur Kenntnis nehmen, dass es mit dem Rückhalt für den Verein in der Stadt Bielefeld nicht zum Besten steht, aber es geht darüber hinaus: Wie viele Menschen aus OWL tragen ihre Merchandising-Euros in den Pott? Viel zu viele, darüber wird hier niemand streiten wollen. Das ist für den Sportklub der Ostwestfalen doch so nicht hinnehmbar. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig, aber ein Faktor ist mMn durchaus auch, dass Bielefeld als Oberzentrum der Region keine lange Tradition hat. Es ist noch nicht so lange her, dass andere Städte deutlich bedeutsamer waren. Die starke Identifikation der Marke Arminia mit der Stadt Bielefeld könnte sich also als ganz reales Marketing-Hemmnis erweisen. Weiterhin: Das Interesse der Sponsoren hängt, wenn wir die Aussagen des letzten Jahres mal Revue passieren lassen, doch auch sehr viel mehr an der Region als an der Stadt. Wäre es da wirklich so ein schlechter Zug die Gewichtung der einzelnen Aspekte der Vereins-Identität mal ganz unemotional auf den Prüfstand zu stellen? Viel zu verlieren hat man in Bielefeld da wohl nicht, aber doch recht viel in OWL zu gewinnen.

    Zweiter Aspekt: Die KGaA ist eine Firma, deren Geschätzsitz doch nicht zwangsläufig da sein muss wo der EV eingetragen ist. Es gibt durchaus ostwestfälische Gemeinden mit niedrigeren Gewerbesteuer-Hebesätzen. Wenn da steuerrechtlich was geht, warum denn eigentlich nicht?

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 29. Mai 2010 um 19:27
    Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    Eine Umfinanzierung wird nur mit frischem Geld gehen, und das geht am besten mit einer Ausgliederung.

    Und den Vorsitz in der Stadionbetriebsgesellschaft führt dann auch noch Wolfgang Brinkmann?

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 29. Mai 2010 um 13:31

    :hi: Huhu, Vorstand liest mit: Wieso ist es für das Rettungskonzept so wichtig, dass Brinkmann Präsident und Vorsitzender des AR wird? :hi:

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 29. Mai 2010 um 02:21
    Zitat

    Original von Vorstand liest mit
    Mein Ziel ist es jetzt, dass wir es ganz ohne Stadt hinbekommen! Dafür werde ich bis Mittwoch, 15.29 Uhr alles geben.


    Das nenne ich Nibelungentreue... Sie scheinen ja doch sehr vom Kandidaten Brinkmann überzeugt zu sein. Vielleicht könnten Sie mir dann jetzt noch mal erklären, warum es so wichtig ist, dass dieser den Leitungsgremien sowohl des EV wir auch der KGaA vorsteht, obwohl doch genau solche Doppelfunktionen einen erheblichen Teil zum Versagen der Kontrollgremien beigetragen haben und Brinkmann ja dort auch schon vertreten war. Mir hat heute jemand vorgeworfen, ich würde zu gestelzt formulieren, da will ich es mal in ganz einfachen Worten ausdrücken: Macht man da nicht den Bock zum Vorsitzenden der Gärtner-Innung?

    Zitat

    Im ürbigen ist es glatt gelogen, wenn heute Politiker gesagt haben, wir hätten kein Konzept vorgelegt im Hauptausschuss. Wir haben unser Berger Konzept erläutert, dass sowohl vom Land NRW, von PWC, von den Bielefelder Banken und von Roland Berger natürlich als mehrjährige Grundlage für die notwendige Restrukturierung klar bestätigt wurde. Es wurde von sowohl den Vorsitzenden der CDU, SPD und FDP uns bestätigt, sehr offen, sehr glaubwürdig und umfassend alle Fragen beantwortet zu haben. Auch die Grünen kamen zu dem Ergebnis, alle Fragen seien erschöpfend beantwortet.


    Was uns auf direkter Linie unvermeidlich wieder zum Personal bringt, dass dieses Konzept (ich nehme das jetzt allerdings auch nur für die Zwecke dieser Argumentation als gesetzt, dass es den wirklich eines gibt, das den Namen verdient) umsetzen soll und zu dem Urteil über eben jenes Personal, dass sich dann im heutigem Ratsbeschluss ausdrückt. Nicht nur, dass sich heute meine Einschätzung, dass schon in der Person des Präsidentschaftskandidaten ernsthafte Hindernisse für städtische Hilfen bestehen, eindrucksvoll bestätigt hat, im Klartext heißt das ja u.a. auch nichts anderes als "Unter dieser Führung halten wir den Verein auch mit den besten Konzepten für unrettbar verloren". Vor dem Hintergrund meinen sie nun also auf eine halbe Million verzichten zu können um ihren designierten Chef halten zu können? Das wäre ja als würde man für den Ablöse bezahlen. Erschließt sich mir nicht.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 29. Mai 2010 um 01:08
    Zitat

    Original von Exteraner

    Wobei man eine verbindliche Erklärung der Wirtschaft nicht unbedingt vorher bekommen hätte. Außerdem ist es sowieso egal was Detmold eventuell erlaubt hätte denn der Rat hätte sich doch auch dann nicht für einen höheren Betrag entschieden.

    Man hätte nach den vollmundigen Ankündigungen eigentlich noch mehr erwarten dürfen. Ich wäre eigentlich fest davon ausgegangen, dass die Asche auf 'nem Anderkonto liegt, wäre für die Wirtschaft doch nicht das geringste Risiko gewesen und ein Auszug von dem Konto beim Antrag von Arminia. Dilettantismus ist noch gar kein Ausdruck.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 28. Mai 2010 um 22:51
    Zitat

    Original von Hitchcock
    Bitte vergesst nicht, wer uns all das eingebrockt hat.
    Das war nicht die Stadt Bielefeld!

    Und vergesst auch nicht, mit welch erpresserischer Vorgehensweise Brinkmann&Co gegenüber Fans und Stadt seinen Weg ebnen wollte!

    In den anderern Fraktionen hat man eben durchschaut, dass die 'neue' Arminenführung letztendlich nur alter Wein in neuen Schläuchen ist. Und von denjenigen, die oft genug die Leute hinters Licht geführt haben lässt man sich nun einmal nicht noch ein weiteres Mal veräppeln.

    Auch das ist ein Teil der Wahrheit. Ein anderer ist, dass diejenigen, die vor einigen Wochen nur allzu gern mit dem Totengräber-Totschläger argumentiert haben letztlich durch ihre Unterstützung für diese Nicht-Erneuerung kräftig dazu beigetragen haben, dass die Stadt heute ein wahrlich nicht ganz verkehrtes Argument gegen die Unterstützung des Vereins nur allzu leicht zur Verfügung hatte. Wer hat da eigentlich nun an welchem Grab geschaufelt? Bitte, ich will hier keine alten Rechnungen neu aufmachen, denkt einfach mal drüber nach wohin die Einstellung "Ruhe ist die erste Arminenpflicht" letzten Endes geführt hat und zieht eure Schlüsse daraus.
    Ein anderes beliebtes Argument in Situationen wie dieser: "Erstmal selber besser machen!" Nun... ein Hauptvorwurf, den man den Offiziellen unstrittig machen kann, ist doch wohl die Pflichtvergessenheit in Sachen notwendiger Kontrolle. Tja... eben. Es wäre wohl besser gewesen das nicht zu delegieren.
    Trotzdem war die Nummer im Rat heute nicht minder unterste Kajüte. Aber Arminia hat das moralische Recht sich darüber aufzuregen verwirkt, weil seit Jahren nicht einen Deut besser. Das finde ich fast ebenso bitter wie die bedrohte Existenz, auch da haben die feinen Herrschaften Fans und Mitgliedern mehr genommen als sie begreifen werden. Der DSC war immer auf schmalem Grad unterwegs, aber als Armine meinte man doch immer sagen zu dürfen "arm, aber ehrlich" und sich dadurch gegen den Hochmut, dem man oft gegenüber stand, angesichts der Schuldenberge anderswo zu verteidigen. Sowas nennt sich moralisches Kapital und auch damit ist man hier fahrlässig umgegangen. Das finanzielle Desaster können Sponsoren ja vielleicht noch ausgleichen. Der Schaden in dieser Hinsicht ist aber wesentlich schwieriger zu reparieren, ähnlich wie beim Bundesligaskandal.

  • Falls die Stadt keine Bürgschaft leistet - gibt es einen Plan B?

    • Rasengrün
    • 28. Mai 2010 um 20:30

    Warum Kacke nach Geschmack sortieren? ?(

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 28. Mai 2010 um 20:02

    Erstaunlich spiegelbildlich zu unserer Teppich-Etage, wie sich der Bielefelder Rat heute präsentiert hat. Eitelkeiten und Machtpolitik wohin man schaut und kaum ein Interesse für die gemeinsame Sache. Da sind die richtigen aufeinander geprallt... und vielleicht hat der eine arrogante Selbstdarsteller den anderen abgeschossen und uns dabei, sicher nicht willentlich, einen ausgesprochenen Gefallen getan. Vor einem Jahr wollten sehr, sehr Viele noch eine runderneuerte Führung, die Gelegenheit könnte trotz der Ermächtigungssatzung noch einmal kommen. Über den Berg ist Arminia jetzt jedenfalls, an dieser Summe wird es nicht mehr scheitern.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 28. Mai 2010 um 01:22

    Ok... nicht mehr völlig nüchtern hier... aber...

    Bundesligaklub gegen Bürgschaft an ostwestfälische Gemeinde zu vergeben! Verlagern wir eben den Firmensitz nach was weiß den ich, irgendwer muss doch noch Geld haben und zahlen die Steuern eben da, von mir aus auch als DSC Arminia Ostwestfalen? Auf den Namensbestandteil "Bielefeld" könnte ich momentan auch ganz gut verzichten... Ach... besser noch einen von diesem ungarischen Schwarzbrand, wie heißt das Puzta-Gift eigentlich? Egal... und wenn es wirklich aus und vorbei sein sollte, dann hätten wir alle miteinander auch einen Teil der Schuld zu tragen, nämlich die Schuld nicht rechtzeitig mit aller Macht Rechenschaft gefordert und für Transparenz gesorgt zu haben. Wenn es, was ich immer noch für möglich halte, in letzter Sekunde doch noch gut geht, dann darf man das nicht aus lauter Erleichterung gleich wieder vergessen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 23:24

    Hallo, wir sprechen von Arminia! Wie oft wurden hier enge Dinger schon gedreht? Vorbei ist es erst, wenn die Insolvenz amtlich ist und das ist sie noch nicht. Wir sind in der 89 Minute, aber noch ist nicht abgepfiffen. Ich bin da ganz bei Anturios, noch geht was. Seid mal nicht so defätistisch, zum Trauern ist später immer noch genug Zeit. Zum Aufgeben auch.

  • (@) Sponsoren des DSC Arminia Bielefeld

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 13:50

    Was denn? Professionelle Strukturen sind doch wichtig. :lol:

  • Falls die Stadt keine Bürgschaft leistet - gibt es einen Plan B?

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 11:29
    Zitat

    Original von Tenshin
    Kleine Parteien wählen, immer und überall (Damit mein ich net Grüne,FDP oder SED)

    Von meiner Warte aus eh alles Rechtsradikale...

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 11:11
    Zitat

    Original von jögi

    Ich habe mich da wohl etwas unklar ausgedrückt. Mit Lüttgemeier, Laufer und Mamerow könnte ich im neuen Vorstand, so denn es ihn noch geben wird, noch leben. Alle anderen Herrschaften im Vorstand und AR gehören für mich verstärkt auf den Prüfstand.

    Ja, hast du. Auch wenn ich gehofft hatte dich so interpretieren zu dürfen wollte ich das doch geklärt wissen. Schön, da sind wir dann ja einer Meinung. Die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass dieser Prüfstand in der Realität umgesetzt wird wäre dann wohl die Wahl zum Verwaltungsrat um darüber endlich zu einem funktionierenden Aufsichtsrat. So wir die denn überhaupt noch erleben werden.

  • Falls die Stadt keine Bürgschaft leistet - gibt es einen Plan B?

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 10:39
    Zitat

    Original von Armine1984
    Jedes Mitglied bürgt einfach für ca. 500 € und schon kommen 5 Mio zusammen.

    Keine Ahnung in wieweit sowas überhaupt möglich ist und umzusetzten in der kürze sowieso nicht, aber ich müsste keine Sekunde überlegen.

    SWB ein Leben lang.


    Es darf einfach nicht vorbei sein.....

    Iirc, dann akzeptiert die DFL eine Bürgschaft nur von der öffentlichen Hand und vielleicht mglw noch von einem Kreditinstitut. Da wäre also weitaus mehr zu organisieren als nur die Knete einzutreiben.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 10:23
    Zitat

    Original von distro

    Am meisten ärgert mich die Diskussion darüber, ob Naturschützer, Theaterbesucher, Wohlfahrtsverbände oder wer auch immer hier für oder gegen Arminia sind. Das ist doch Unfug. Es muss hier doch ein Miteinander bzw. eine Daseinsberechtigung für alle Interessengruppen in Bielefeld geben können.

    Der Gegensatz wurde ja auch nur von interessierter politischer Seite aufgemacht, de facto ist der doch, eine halbwegs verantwortungsvolle Wirtschaftsweise beim Verein vorausgesetzt (und da stehen dann auch die Mitglieder und Fans als Kontrollorgan in der Pflicht... so betrachtet ist eigentlich gerade die SÄ eines der stärkeren Argumente gegen öffentliche Gelder) nicht gegeben, sondern ganz im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit zemlich groß, dass sich die aus Neidreflex gegenüber den sprichwörtlichen Fußball-Millionarios (die es in Bielefeld eh nie so gegeben hat) ins eigene Fleisch schneiden werden. Angesichts der immensen und seit Jahren als einer von wenigen Bereichen kontinuierlich anwachsenden Wertschöpfung im Profi-Fußball wird in einigen Jahren ohne Arminia dann eben auch für Theater und Naturschutz weniger zur Verfügung stehen. Aber was interessiert die Politik schon das Gemeinwohl? Das ist dort doch auch nur eine rhetorische Figur, ähnlich wie bei unseren Vereinsoberen. In gewissem Sinn kranken alle beteiligten Gremien da an derselben Seuche, ausufernden Ränkespielen, Machterhalt als Selbstzweck und in der Folge auch massiver Verkürzung des Denkhorizonts auf die je nächstanstehende Verteilungsrunde.

    jögi: Was allerdings Hajü Laufer nun dafür können soll verstehe ich nicht. Worüber man aber wohl noch mal sprechen muss, selbst wenn die Kuh noch vom Eis kommt, das ist die Kandidatur Brinkmanns. Die offenbarte Qualifikation beschränkt sich bisher darauf wenigstens seine Parteifreunde auf Linie zu bringen, wobei man starke Zweifel haben darf, ob nicht gerade in seiner Person durch die eindeutige politische Verortung ein gewichtiger Faktor besteht, der die Zustimmung anderer Fraktionen erschwert.

  • Strukturänderung nach Konzept von Schüco - Ja oder Nein

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 10:09
    Zitat

    Original von Anturios
    Hätte man nur halb soviel Energie auf ein Zukunftskonzept verwendet wie auf diese nutzlose Satzungsänderung, wären wir jetzt schon wesentllich weiter. Aber man musste die Mitglieder ja knapp drei Monate bearbeiten, als handele es sich um den heiligen Gral...

    Und da muss man dann wohl doch wieder nach Prioritäten und Motivationen fragen... Soviel Misstrauen, wie diese Führung verdient, kann ein normaler Mensch ohne psychologischen Schaden zu nehmen gar nicht aufbringen. Erst wude die SÄ zur Überlebensnotwendigkeit für den Verein erklärt (de facto nach heutigem Bild wohl weit eher für einige Herrschaften in Amt und Würden) und jede Forderung nach Aufarbeitung und Aufklärung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verwiesen um die ach so strahlkräftige Aufbruchstimmung nicht zu gefährden, dann musste die Kontinuität gewahrt werden (nachdem man den Verein operativ führungslos gemacht hat...) und nun heißt es wieder "alle an einem Strang", sonst gehen die Lichter endgültig aus. Fällt was auf? Mich würde es nicht mehr wundern, wenn eine Lösung, selbst wenn sie möglich wäre, bis zur JHV verzögert wird. Die DFL-Frist lässt sich ja über Einspruch und Nachfrist noch etwas strecken... und schwupps, auch die nächsten Abstimmungen lassen in bewährter Manier nach der Methode "Pistole auf die Brust" durchziehen. Jaja,Verschwörungstheorie usw. Aber klingt das wirklich unvorstellbar? Für mich schon lange nicht mehr.

  • Falls die Stadt keine Bürgschaft leistet - gibt es einen Plan B?

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 00:50

    Wie oft hat man das nicht schon gedacht: "Hintergrund wird so einiges an Gesprächen gelaufen sein." Mir kommt das eher so vor wie der Versuch aus Pestbeulen ein Grippemittel zu destillieren. Wenn es, bei der in allen Dingen so klammen Arminia, von irgendetwas einen Überschuss gab und gibt, dann von Gesprächen im stillen Kämmerlein. Leider scheinen die oft genug eher etwas mit tricksen, tarnen täuschen zu tun zu haben. Auf die Hoffnung haben sich doch schon bei der SÄ 95% der Mitglieder getrogen... Man darf ja Fehler machen, aber man sollte draus lernen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • Rasengrün
    • 27. Mai 2010 um 00:42

    Spielball der politischen Ränkeschmiede, dazu hat ein Haufen machthungriger Stuhlkleber den Verein gemacht. Was heute bei der CDU passiert ist, das ist ein Paradebeispiel dafür. Wie wir schon der Länge und der Breite nach diskutiert haben ist und bleibt es wirtschaftspolitischer Unsinn den Verein in die Insolvenz gehen zu lassen. Ich bin darum auch nach wie vor der Ansicht, dass die Lichter noch nicht aus sind. Die CDU zwingt nun durch ihr geschlossenes Nein der SPD eine Machtprobe in ihrer Koalition auf (Szenario A) oder wird sich an anderer Stelle dafür Zugeständnisse einhandeln (Szenario B), das endgültige Aus des Vereins (Szenario C) hat vor allem eines nicht: keine Gewinner. Auch der Lux wird ja nicht vorhaben auf alle Ewigkeit als Totengräber von Arminia dazustehen, die Schwatten halten sich ja doch immer noch für eine Volkspartei. Meine Prognose für den Freitag ist, dass der Tag geprägt sein wird von allseitiger Suche nach dem Hintertürchen. Aber selbst, wenn es so gerade eben noch einmal gut geht, muss man den Vereinsoberen vorwerfen, dass sie sehenden Auges in deise Situation hineingetappt sind. Brinkmanns Parteizugehörigkeit war schon Thema direkt nachdem er als designierter Präsident verkündigt wurde. Das war sowas von absehbar, dass es auf eine solche Schmierenkommödie hinauslaufen würde, wenn der Verein städtische Gelder braucht, wieso in Dreigottesnamen, wieso hat man nicht versucht diese Diskussion von vornherein zu steuern? Ist denn wirklich niemand im Verein in der Lage sich mit Geschick in der Öffentlichkeit zu bewegen, sind alle Kompetenzen dahin, sobald die schummerigen Hinterzimmer verlassen werden? Offenbar schon. Ganz peinliche Vorstellung.

    Dann noch zu den angeblich zugesagten und nun auch schon wieder nicht mehr auffindbaren Millionen aus der Wirtschaft: Das Argument keiner würde zu so einem Zeitpunkt zahlen zieht nicht, für sowas hat die heilige Finanzia das Anderkonto erfunden. Aber das soll keine Überleitung dazu werden die Schuld bei anderen (in diesem Fall der Wirtschaft) zu suchen. Ich kann es schlicht nicht fassen, dass Arminias Antrag auf Bürgschaft nicht von vornherein ein Auszug von einem solchen, mit drei Millionen gefülltem Anderkonto, beilag. Vertrauensbildung kann so einfach sein... Da ich unsere Herrschaften für so dämlich dann auch wieder nicht halte muss ich davon ausgehen, dass die Rhetorik vor der SÄ nichts weiter als ein Lügengebäude war. Wir haben das wohl noch alle im Ohr: "Wer nicht zustimmt wird zum Totengräber des Vereins" usw und so fort. Da mag nie die konkrete Aussage gefallen sein, dass bei Zustimmung Summe X fließt, aber der Zusammenhang wurde doch sehr deutlich gemacht. Wie wir nun aber sehen ist es mit dem qua SÄ hervorgerufenen Vertrauen der Wirtschaft nicht weit her. Und das wird man auch gewusst haben... Ich sehe nicht wie man an dieser Stelle dann noch die Feststellung vermeiden kann, dass die Protagonisten der SÄ die existentielle Notlage dazu benutzt haben um ein gefährliches Pokerspiel durchzuziehen mit dem Ziel für den Fall einer eventuellen Rettung danach nur umso besser jedes kritische Hinterfragen aus Reihen der Mitglieder ignorieren zu können. Selbst wenn die Kuh noch vom Eis kommt, gewonnen ist damit absolut gar nichts. Eigentlich wäre es angezeigt die gesamte SÄ direkt wieder zu kassieren. Geht natürlich in der Kürze der Zeit kaum, aber umso wichtiger wird es werden, dass die verbliebenen Einflussmöglichkeiten auch genutzt werden um Ernst zu machen mit dem Neuanfang. Auch und vor allem personell. So es denn überhaupt noch andere Positionen zu besetzen gibt als die des Insolvenzverwalters. Moralisch brauchen wir so oder so einen...

    (Achja, und warum der Präses zwingend auch Aufsichtsratsvorsitzender werden muss verstehe ich auch immer noch nicht. Für mich heißt das immer noch nur den Fehler, der sich bei Kentsch noch eher ereignet hat, nämlich einen viel zu starken Mann zuzulassen, nun auch noch institutionell festzurren zu wollen.)

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