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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Merkels Arminia-Wertung in der Bild

    • heinm
    • 23. Juli 2004 um 09:16

    "Ich habe wichtigere Dinge zu tun, als über so einen Schwachsinn nachzudenken."

    http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/?sid=&cnt=187533

    Gruß
    Hein M :D

  • Tour de France 2004

    • heinm
    • 21. Juli 2004 um 14:03
    Zitat

    Original von Sport-Freak
    Habe da gestern einen Bericht gelesen, vor seiner Krankheit ging bei dem nicht viel.....

    Wo denn?

    Gruß
    Hein M

  • Trabzonspor - Arminia

    • heinm
    • 16. Juli 2004 um 17:02

    Stimmt natürlich, Felipe, dass Fußball Spaß machen soll. Benehmen sollte sich deshalb prinzipiell jeder. Unsere Leute zuhause und in der Fremde eingeschlossen.

    Gruß
    Hein M

  • Trabzonspor - Arminia

    • heinm
    • 16. Juli 2004 um 15:28
    Zitat

    Original von Sandford
    Die türkischen Spieler stehen in Sachen assoziales Verhalten ihren Fans in nichts nach!

    Na, der Sport1-Bericht hört sich schon um einiges zahmer an.

    Zitat

    Eigentlich ist es ja nicht mehr erwähnenswert: Die Türken randalieren wieder im Stadion! Warum lässt man türkische Manschaften überhaupt noch in deutschen Stadien spielen?!?! Die türkischen Fans (die ja alle größenteils hier in Deutschland leben) scheinen uns ja dermaßen zu hassen, das so ein Spiel ohne Randale nicht mehr von statten gehen kann.

    ->Integration? :nein:

    Leider gibt's ein Problem in Deinem Text. Du machst eine explizite Verbindung, die ungefähr so geht: "die Türken" = Randalierer = Nichtintegration. Das ist - nun, ich will mich zurückhalten - ein bisschen sehr pauschal.

    Gruß
    Hein M

    P.S.: Vor ein paar Jahren gab's hierzulande mal ein klitzekleines Hooligan-Problem. Bei den Brüdern hat's mit der (Re-?) Integration ja anscheinend auch geklappt. Ich bin da also ganz zuversichtlich.

  • DFB "Findungs-Kommitee" zur Trainerfrage

    • heinm
    • 12. Juli 2004 um 15:49

    Ogoddogoddo, bloß nicht Loddamaddäus. Eine Lotharkie wäre fast noch schlimmer als Ottos "demokratische Diktatur"!

    Es sind doch durchaus noch renommierte, erfahrene und eloquente Leute in der Diskussion - Guus Hiddink oder Morten Olsen würden auch einen ganz neuen Akzent in die Nationalelf bringen. ;)
    Und wenn man das nicht will, warum dann nicht einen Volker Finke?

    Gruß
    Hein M

  • Onkelz vs Jesus

    • heinm
    • 11. Juli 2004 um 14:57
    Zitat

    Original von 4SUBSTANCE wer oder was ist ONKELS??
    kann man das essen??

    Ehemals pseudoprovokante Kleinejungsmusik... :D ;) :D

    Gruß
    Hein M

  • DFB "Findungs-Kommitee" zur Trainerfrage

    • heinm
    • 11. Juli 2004 um 14:55

    Erschien vor seiner Absage.

    Zitat

    Gar nicht. Gar nicht. Keine.

    Bevor er Otto Rehhagel als Bundestrainer verpflichtet, sollte sich der DFB noch ein paar Fragen stellen.
    Von Christian Zaschke

    Ist es eine Sinnestäuschung, oder scheint es plötzlich unausweichlich zu sein, dass Otto Rehhagel Bundestrainer wird? Unausweichlich wie eine Gewitterfront, die über den Himmel zieht und das Land mit Hagelkörnern bedeckt, die mindestens die Größe von Taubeneiern haben.

    In der Trainerdiskussion war es erst ein vorsichtiges Tröpfeln, der Name Rehhagel wurde genannt, aber das störte nicht, weil er nicht ernst genommen wurde. Das Tröpfeln wurde zum Landregen, Otto überall, und mittlerweile ist die Front da mit den Hagelkörnern, den Rehhagelkörnern, wenn man so will.

    Die Bild-Zeitung trommelt seit einigen Tagen mit aller Macht für Rehhagel, der im Gegenzug ein Sommerfest der Zeitung besuchte. Der kicker meldet, dass „Kaiser Franz“ nun „König Otto“ treffe, und der Rest der Öffentlichkeit scheint es in Ergebenheit hinzunehmen, dass es nun so sein wird: Otto Rehhagel, Bundestrainer.

    Man konnte ja nichts tun, es war halt so. Dabei ist es immer noch eine Entscheidung, die zu treffen ist, und vor dieser Entscheidung sollte man sich Rehhagels Karriere noch einmal ansehen, sollte sich dann überlegen, was man will, und schließlich erst nach gründlicher Überlegung entscheiden.

    Alle Macht dem Trainer

    Unbestritten sind Rehhagels Erfolge, und unbestritten ist auch, dass er diese Erfolge in Biotopen des Fußballs errungen hat, in Bremen, Kaiserslautern und in Griechenland.

    In diesen konzentrierte sich alle Macht auf ihn, er zog sie an sich, und alle anderen unterwarfen sich. Diese Wechselbeziehung ist entscheidend, der Wille des Umfeldes zur Unterwerfung ist ein Schlüssel zu Rehhagels Erfolgen.

    Eine demokratische Struktur gibt es mit diesem Trainer nicht, das Wort der Ottokratie wurde häufig benutzt, es sollte amüsant sein, tatsächlich ging und geht es um Alleinherrschaft, um Monokratie. Oder wie er es selbst nennt: „demokratische Diktatur“.

    Wo das akzeptiert wurde, stellte sich Erfolg ein. Rehhagel hat keineswegs schon immer defensiven Fußball spielen lassen, in Bremen ließ er einige Jahre sogar ausgesprochen offensiv spielen. Auch ist es nicht so, dass Rehhagel allein mit alten Profis spielen lässt, er hat viele junge Spieler entdeckt und gefördert, um nur einige zu nennen: Völler, Bode, Schaaf, Klose und selbst Ballack, auch wenn er ihn in Kaiserslautern nicht regelmäßig spielen ließ.

    Er wurde allerdings damals, 1998, Deutscher Meister mit Kaiserslautern, und schon damals sagte er gern die Sätze, die er heute spricht: „Modern ist, wer gewinnt“, oder: „Wenn ein Theaterdirektor Erfolg und volle Häuser hat, fragt ihn auch keiner, wie er das Ensemble proben lässt.“ Wirklich nicht?

    Die Errichtung einer Monokratie wurde nicht akzeptiert, als Rehhagel sich beim FC Bayern als Trainer versuchte, in der Saison 1995/96. Als er nach 249 Tagen entlassen wurde, stand er im Finale des Uefa-Cups, und die Mannschaft hatte beste Aussichten, Deutscher Meister zu werden.

    Fragenkatalog

    Bei Rehhagels Verpflichtung sagte Franz Beckenbauer stolz, man habe den „besten Trainer Deutschlands“. Wenig später entließ er ihn, nachdem er Rehhagel zuvor in der Bild-Zeitung demontiert hatte.

    Einen Fragenkatalog stellte er auf: 1. Wie hat er die Mannschaft im Griff? 2. Wie fördert er unsere Nachwuchsspieler? 3. Welche Fortschritte macht jeder einzelne Spieler? Die implizit gegebenen Antworten waren: gar nicht, gar nicht, keine. Spieler wie Klinsmann und Kahn wandten sich öffentlich gegen den Trainer, die Mannschaft war geschockt von der taktischen Rückständigkeit des Trainers.

    Sie nahm ihn nicht mehr ernst. Uli Hoeneß sagte: „Wir hätten auch den Mut, einen Trainer zu entlassen, der Tabellenerster ist, wenn das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nicht stimmt.“

    In Bremen und Kaiserslautern hinterließ Rehhagel nach seinem Weggang eine große Ödnis. Bremen brauchte viele Jahre, um wieder auf die Beine zu kommen, Kaiserslautern war nach Rehhagels Abtritt so gut wie erledigt. Mit beiden hat er zuvor zu seinen Bedingungen Erfolg hat.

    Am Boden

    Das genau ist nun die Frage, vor der die Trainersuchenden im DFB stehen: Wollen sie das, Rehhagels Bedingungen? Wenn sie das wollen, dann steht seiner Verpflichtung nichts im Wege. Dann könnte man sagen, dass der deutsche Fußball und Rehhagel im Moment wie für einander geschaffen sind.

    Es wäre eine Aussage, nämlich die, dass der weltgrößte Fußballverband sich nun als Außenseiter sieht. Die Verpflichtung Rehhagels wäre in nichts richtungsweisend, außer dass man sagt: Wir sind am Boden. Es geht bei dieser Entscheidung um das Selbstverständnis des Verbandes, der nur behauptet ein demokratischer zu sein, der diesen Eindruck jedoch selten vermittelt; auch dieser Aspekt spräche geradezu für Rehhagel.

    Zu fragen ist weiter, ob ein Mann mit Rehhagels Medienverständnis der geeignete Repräsentant ist für die WM 2006, die öffentlichste Veranstaltung, die es je in Deutschland gab. Er mache dann zu, teilte seine Frau Beate mit, wenn er Neid und Missgunst spüre.

    Das Problem ist, dass er das schnell spürt, wenn die öffentliche Meinung von seiner abweicht. Als Konsequenz spricht er nur mit jenen Journalisten im Detail, die das Prinzip aus den Biotopen verinnerlicht haben: Unterwerfung.

    All dies gilt es abzuwägen. Wichtig ist jedoch festzuhalten, dass Rehhagel nicht unausweichlich Bundestrainer wird, sondern dass es die Möglichkeit zur Entscheidung immer noch gibt. Chef der Entscheider ist Franz Beckenbauer, der Mann, der Rehhagel beim FC Bayern feuerte, um zu retten, was zu retten war.

    Sollte Rehhagel Bundestrainer werden und scheitern, dann kann niemand – am wenigsten Franz Beckenbauer – sagen, man habe nicht gewusst, für wen man sich da entscheidet und was das bedeutet.

    (SZ vom 9.7.2004)

    Alles anzeigen
  • DFB "Findungs-Kommitee" zur Trainerfrage

    • heinm
    • 9. Juli 2004 um 12:12

    Also, ich bin absolut gegen Rehhagel:

    Erstens lass ich mir ungern einen Bundestrainer von der Bildzeitung diktieren, zweitens kann ich seine selbstverliebten Tiraden nicht ab, und drittens lässt er Fußball aus dem zwanzigsten Jahrhundert spielen.

    Gruß
    Hein M

  • Wahren Umweltsündern endlich an den Kragen!

    • heinm
    • 22. Juni 2004 um 09:30
    Zitat

    Original von Thomy71
    Wenn die Forscher jetzt noch rausbekommen, bei welcher Gelegenheit das Wasser in die holländischen Tomaten läuft...

    Flut?

    Gruß
    Hein M

  • Der Em 2004 Vorrunden Thread!

    • heinm
    • 18. Juni 2004 um 11:53

    Na, das ist ja mal herzerfrischend informativ und stilvoll hier.

    Gruß
    Hein M

  • Der Em 2004 Vorrunden Thread!

    • heinm
    • 15. Juni 2004 um 10:50

    Hier noch ein großartiger Ausspruch von Reinhold B. beim Spiel Schweden - Bulgarien:

    "Schweden und Bulgaren haben sehr identische Spielsysteme."

    Muahaha! Sehr identisch! Man braucht schon verdammt große Mengen Fußballsachverstand, um sehr identische von nur äußerst denselben oder lediglich genau dengleichen Spielsystemen zu unterscheiden... :D

    Gruß
    Hein M

  • Holland-Spiel...

    • heinm
    • 15. Juni 2004 um 10:42

    ... etwas schönes aus dem SZ-Magazin:

    Nulpen aus Amsterdam

    Nach menschlichem Ermessen hat die deutsche Nationalelf am Dienstag keine Chance gegen die Niederlande. Außer wenn alle Fans diese Lieder singen.

    von Sascha Lehnartz und Johannes Waechter


    nach der Melodie von Jingle Bells:

    Nistelrooy, Nistelrooy
    Kluivert und Makaay
    Ach, es war so schön mit euch
    Jetzt ist es vorbei


    nach der Melodie von Yellow Submarine:

    Ihr spielt schön, doch ’nen Titel holt ihr nie
    Titel holt ihr nie
    Titel holt ihr nie


    nach der Melodie von Anton aus Tirol:

    Ihr seid so lahm, wir sind so schnell
    Ihr seid die Söhne von Carrell


    nach der Melodie von Freude, schöner Götterfunken:

    Cruyff hat nie den Cup gewonnen
    Berti trat ihm vor das Bein
    Hollands Träume sind zerronnen
    So wird es für immer sein


    nach der Melodie von Komm doch mit auf den Underberg:

    Komm Roy
    Hol dir ’nen deutschen Pass


    nach der Melodie von Bolle reiste jüngst zu Pfingsten:

    Elf holländische Gurken, die fuhren zur EM
    Den Cup wollten sie holen, da warn’se wohl plemplem
    Schon in der ersten Runde ham wir sie glatt rasiert
    Da hat sich Rudi Völler ganz köstlich amüsiert
    Da hat sich Rudi Völler ganz köstlich amüsiert

    Jetzt fahren sie nach Hause im Wohnwagenkonvoi
    Wir winken an der Strecke – Oranje, ciao, bye bye
    Die Autobahn nach Norden ist wieder mal blockiert
    Da hat sich Rudi Völler ganz köstlich amüsiert
    Da hat sich Rudi Völler ganz köstlich amüsiert


    nach der Melodie von Que sera sera:

    Que sera sera
    Whatever will be, will be
    Nur Holland siegt nie, siegt nie
    Que sera sera


    nach der Melodie von Take Me Home Country Roads:

    Müller traf, Klinsmann auch
    Deutschland siegt, Holland verliert
    Vierundsiebzig, WM Neunzig
    Da ham wir euch platt gemacht

    Platt gemacht, platt gemacht
    Plattes Land, platt gemacht
    Vierundsiebzig, WM Neunzig
    Da ham wir euch platt gemacht


    nach der Melodie von Ich war noch niemals in New York:

    Ihr wart noch niemals Weltmeister
    Ihr wart noch niemals Weltmeister
    Und auch Europameister wart ihr nur einmal

    Wir warn schon dreimal Weltmeister
    Wir warn schon dreimal Weltmeister
    Und auch Europameister warn wir schon dreimal


    nach der Melodie von Die Hände zum Himmel:

    Der Gouda verschimmelt
    Die Tulpen sind verblüht
    Die Deiche zerbrechen
    Holland wird weggespült


    nach der Melodie von Eviva España:

    Nie wieder Oranje

    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/

  • Der Em 2004 Vorrunden Thread!

    • heinm
    • 14. Juni 2004 um 11:50

    Huiui, interessantes Spiel gestern.
    Und heute: I aften er jeg dansker. :o))

    Kaerlig hilsen fra Hamborg
    Ulf

    P.S.: Hoffentlich geht die Vorrunde bald vorbei... denn "Thread" schreibt man mit D, sonst wirds bedrohlich. :D

  • Virenwarnung

    • heinm
    • 11. Juni 2004 um 17:24

    http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,303634,00.html

    Rechte Spamflut
    Huckepack auf dem Sober-Wurm

    Von Frank Patalong

    Die Flut rechter Spam-Mails, die seit Donnerstag früh die E-Mail-Postfächer verstopft, wurde offenbar mit Hilfe des Sober-Wurms vorbereitet. Infizierte Rechner werden zu "Postverteilern". Die Suche nach dem Urheber von Spam und Virus hat begonnen. Eins ist klar: Er oder sie sitzen in Deutschland.

    Sober begann seine "Karriere" im Oktober letzten Jahres, seitdem folgten mehrere Varianten. Die aktuellste Version vom 14. Mai trägt den Kennbuchstaben "G" und stellt nach Meinung des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec ein "low risk" dar.

    Seit dem Auftreten des ersten Sober-Wurms wussten die IT-Sicherheitsexperten nie so recht, wie sie ihn bewerten sollten. Einerseits erreichte Sober eine erhebliche Verteilung, auch wenn er keine echten Schäden verursachte. Andererseits billigten die Experten dem Wurm aber ein hohes Schadenspotenzial zu: Die Sober-Viren enthalten Funktionen, die "Updates" und "Nachlader" aus dem Internet ermöglichen und so eventuell den Rechner erst nach einiger Zeit "scharf machen" könnten. Das allerdings war bisher nie geschehen.

    Also rückte Sober ein wenig in den Hintergrund: Derzeit wird er in den Virencharts diverser Sicherheitsunternehmen zwar immer noch hoch gehandelt (Kaspersky: Platz sechs, Trend Micro: Platz sieben), aber kaum beachtet.

    Möglicherweise war das ein Fehler.

    Sober, das zeichnet sich nach Recherchen der IT-Experten von Heise ab, scheint der "Verteiler" für die Spam-Aktion mit rechtsextremen E-Mails zu sein, die seit gestern das deutschsprachige Internet überfluten. "Ich habe das Gefühl", sagt dazu Martin Stecher vom Spamfilter-Entwickler Webwasher, "dass bei dieser enormen Virenflut im Mai viele Viren nicht so gründlich untersucht wurden, wie das sonst üblich ist."

    Sober: Made in Germany

    Sober war und ist in Deutschland überdurchschnittlich erfolgreich, weil der per E-Mail verbreitete Wurm über einen Satz gut formulierter deutscher Locksätze verfügt. Sober ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein "Produkt aus deutschen Landen".

    Darauf deutet auch eine Botschaft hin, mit der sich Sober.g in einer Textdatei im Windows-Systemverzeichnis verewigt. Das Ding ist ein "Grußwort" an die lieben "Antivirenhersteller und Co.":


    "Ich bin kein Spammer und ich verkaufe auch nicht meine eroberten Rechner an Spammer oder sonstiges! Ich bin auch in keiner Hacker Szene zu gange, nichts dergleichen! Und mein Alter liegt auch nicht zwischen 14 - 20. Ich bin einige Jahre über 30. Wollte ich nur mal Klargestellt haben! In diesem Sinne:
    Odin alias AnonE"


    Seit sich andeutet, dass die aktuelle rechte Spam-Welle über mit dem Sober-Wurm befallene Rechner verteilt wird, stellt sich die Frage, ob der gute Odin vielleicht gelogen hat. Die Botschaft könnte man allerdings auch anders lesen. Vielleicht ist die Ausländerhetze, die Sober da ins Web verteilt, für Odin alias "AnonE" ja gar kein Spam?

    Parteienfinanzierung: Auch Polit-Spam ist "kommerziell"

    Dass es rechte Spammer gibt, ist kein Geheimnis. Seit geraumer Zeit versucht die Szene, im Dunstkreis von Werbemüll, Dialer-Abzocke und Internet-Pornografie Geld für die rechte Sache zu machen. Im weitesten Sinne gelingt das vielleicht auch der aktuellen Spam-Welle: Jede zusätzliche Stimme für eine Partei des rechten Spektrums ist am Europa-Wahlsonntag bares Geld wert - und durchaus nicht wenig.

    Denn in Deutschland kommt es nach Paragraf 18 Absatz 4 des Parteiengesetzes bei jeder größeren Wahl zur Ausschüttung von Mitteln, die in ihrer Höhe von der Gesamtzahl der gesammelten Stimmen abhängt. Das ist durchaus ein Geschäft: Insgesamt, rechnete die "Bild am Sonntag" vor, gaben die deutschen Parteien schätzungsweise 32 Millionen Euro für den EU-Wahlkampf aus. Zurückfließen werden voraussichtlich 120 Millionen Euro, wenn die Wahlbeteiligung auch nur 50 Prozent erreicht.

    Gerade kleine Parteien spüren das als warmen Regen. Nach dem Verteilungsschlüssel erhalten sie für jede Einzelstimme bis zu einer Gesamtzahl von vier Millionen Wählerstimmen satte 85 Cent. Dazu kommen - bei Bundes- und Landtagswahlen - noch Ausschüttungen aus Landesmitteln und sonstige Zuwendungen.

    Das summiert sich dann schon mal auf rund 1,3 Millionen Euro, die beispielsweise den Republikanern im letzten Jahr aus staatlichen Quellen als Belohnung für rund 1,3 Millionen Stimmen (in mehreren Wahlen) zuflossen. Erheblichen Nachholbedarf hat da die NPD, die mit rund 334.000 Euro auskommen musste.

    Dafür ist sie jetzt Hauptnutznießer der rechten Spam-Flut, wenn man so will: Keine Organisation wird darin mit mehr Links auf ihre Webseiten bedacht als die NPD. Das ist keine Wertung, sondern eine Beobachtung, die über eine Urheberschaft noch gar nichts aussagt. Wer Odin alias AnonE - wahrscheinlich kurz für "Anonymisiert E." - ist und in wessen Auftrag er handelte, bleibt zunächst ungewiss.

    Inzwischen ermittelt zwar das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, doch die Aussichten, den oder die Täter zu identifizieren, sind äußerst gering - außer, es "singt" jemand aus der Szene.

    Das war Anfang des Jahres im Falle von fünf jugendlichen Virenautoren geschehen, nachdem Microsoft ein signifikantes Kopfgeld ausgesetzt hatte. Normalerweise jedoch hält die Virenszene dicht: Die Zahl der Fälle, in denen Virenautoren in den letzten fünf Jahren wirklich durch Ermittlungen erwischt wurden, kann man weltweit an zwei Händen abzählen.

    Als noch "verschwiegener" gilt die Spammer-Szene. Die Verurteilungen von Spammern in den letzten Monaten malen da ein falsches Bild: Howard Carmack etwa, der Ende Mai zu bis zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, hatte nie ein Hehl daraus gemacht, dass er sein Geld mit Massenmails verdient. Identifizierungen oder Verhaftungen von Spammern, die illegal und oft aus sicheren Drittländern agieren, sind bisher nicht bekannt.

    Die Spam-Connection

    Und das, obwohl es immer wieder Hinweise auf aktive Spammer gibt.

    Im Oktober 2002 berichtete Holger Bleich im Computermagazin "c't" über die Querverbindungen zwischen Neonazi-, Dialer-, Spammer- und Pornografieszene ("Die Spam-Connection"). Am Beispiel des Dialer- und Pornounternehmers Dennis E., im März 2000 zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er im Internet zum Mord an einem politischen Gegner aufgerufen hatte, illustrierte Bleich die seltsamen Querverbindungen der Szenen. E. gerierte sich demnach nicht nur als versierter Porno-Spammer und Besitzer diverser Nackt-Domains, sondern betrieb offenbar auch die Webseiten eines "Bündnis Rechts".

    Es muss sich im Falle der Spam-Flut zur Europawahl also nicht unbedingt um einen Fall handeln, bei dem sich rechte Spammer den Huckepack-Platz auf dem Sober-Wurm gemietet hätten. Das, beteuert ja auch der Virenautor Odin alias AnonE, tue er ja nicht. Das Beispiel Dennis E. zeigt, dass die rechte Szene über qualifizierte eigene Kräfte verfügt - auch wenn es keinen konkreten Hinweis dafür gibt, dass E. etwas mit der aktuellen Aktion zu tun hätte.

    Dass auch der Virenautor von Sober selbst der rechten Szene nahe stehen könnte, deutet sich in seinem Künstlernamen "Odin" an. Der kriegerische oberste Asengott dient den Anhängern gut abgehangener Weltbilder immer wieder gern als Ikone für die eigene Geistloshaltung. So nennt sich der wohl größte Serviceprovider für kostenlose rechtsextreme Webseiten "Odinsrage" - die Nennung des Götternamens allein reicht schon fast aus, dass keine Missverständnisse aufkommen, mit wessen Geistes Kind man es hier zu tun hat.

    Im aktuellen Fall ist den Spam-Versendern zu wünschen, dass der werbende Schuss nach hinten losgeht: mit Wut auf Odin. Gemeinhin platzt dem Privatsurfer der Kragen, wenn er plötzlich bis zu 1500 Mails oder mehr im Postfach findet: So sehen die Größenordnungen aus, auf die SPIEGEL-ONLINE-Leser heute in Mails und Anrufen verweisen. Sympathiepunkte macht "Rechts" mit dieser Aktion wohl kaum.


    [URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/techn…,303637,00.html]Landeskriminalamt sucht Verantwortliche[/URL]

  • neue und alte Spieler

    • heinm
    • 10. Juni 2004 um 17:15
    Zitat

    Original von MJockel
    naja, wo geht er wohl hin wenn er in die italienische nationalmannschaft will? zu lazio/parma oder zu arminia?

    Geht doch gar nicht, oder? Er hat ja schon für die schweizer U21 gespielt.

    Gruß
    Hein M

  • Wiedermal der DFB !!!

    • heinm
    • 9. Juni 2004 um 13:59
    Zitat

    Original von 4everBlue
    Wie wärs mit ner E-Mail Aktion gegen den DFB
    Wir schicken alle rdo's mail an den DFB...

    Bestimmt äußerst hilfreich... ;)
    Den einzigen, den das ärgern wird, ist der arme Praktikant, der die eingehenden Mails bearbeitet. :D

    Gruß
    Hein M

  • DSC Arminia Bielefeld - FC Eintracht Rheine

    • heinm
    • 7. Juni 2004 um 14:37

    Juhu, (mindestens) zwei Heimspiele in Hamburg!!! :D

    Gruß
    Hein M

  • Rapolder/von Heesen vs. Vorstand

    • heinm
    • 28. Mai 2004 um 16:35
    Zitat

    Original von King Kneib
    ... und um das zu schaffen bedarf es der ein oder anderen Investition.

    ... und genau da beißt sich der Kentsch in den Schwanz. :D

    Die Frage ist genau, wieviel finanzielles Risiko man bereit ist zu tragen. Meiner Ansicht nach muss man den sofortigen Wiederabstieg auf jeden Fall einkalkulieren - und zwar unabhängig von allen denkbaren Einkäufen. Das limitiert dann die überhaupt möglichen Ausgaben von selbst.

    Gruß
    Hein M

  • Rapolder/von Heesen vs. Vorstand

    • heinm
    • 28. Mai 2004 um 15:37

    Problem ist, dass man in nur einer Erstligasaison kein Plus macht... wir bräuchten dringend mal wieder mindestens zwei am Stück.

    Gruß
    Hein M

  • neue und alte Spieler

    • heinm
    • 28. Mai 2004 um 14:49

    Den Text von KSV-Jens unterschreibe ich doch mal.
    Außerdem läuft die Transferperiode gerade erst an - aufgrund der Situation nicht nur bei den Sechzgern wird sich noch das eine oder andere kleine Schnäppchen bieten. Wenn nicht gar mal ein richtiger Schnapp drin sein sollte.

    Gruß
    Hein M

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