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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Presse: Arminia - Cottbus

    • heinm
    • 3. November 2003 um 13:48

    Ärger auf der Alm

    Zweitligist Arminia Bielefeld will die Gehälter kürzen

    Die Crux ist, dass so ein Fußballspiel immer eine Moral haben muss, dass es einen Fingerzeig liefern soll für Entwicklungen, die über den Tag hinaus weisen. Die Beteiligten wollen das, weil ein Spiel nicht nur ein Spiel ist, sondern immer auch eine Etappe auf dem Weg zu einem gesteckten Ziel. Wenn nun in der Zweiten Liga zwei Bundesliga-Absteiger aufeinander treffen, die noch dazu aktuell an der Tabellenspitze zu finden sind, ist klar, welche Richtung die Diskussion nehmen wird. Die Frage nach dem Aufstieg stellte sich zwangsläufig, doch den Protagonisten schien sie nach dem 1:3 zwischen Bielefeld und Cottbus nicht recht zu sein. Eduard Geyer, der Trainer der Sieger, sächselte etwas von „bin skeptisch“ und „müssen uns erst noch finden“. Sein Bielefelder Kontrahent Benno Möhlmann schüttelte den Kopf und sagte: „Jetzt an den 34. Spieltag zu denken, bringt uns nicht weiter.“

    Seltsam unübersichtliche Liga

    Man muss die Herren verstehen. Präsentiert sich die Zweite Liga in der Saison 2003/04 doch bislang als eine seltsam unübersichtliche Veranstaltung, die dazu angetan ist, jeden Wetter in die Verzweiflung zu treiben. Da gibt es eine Mannschaft (Aachen), die ein Spiel 1:7 verliert, anschließende fünf hintereinander gewinnt und die Tabellenführung übernimmt. Eine andere (Nürnberg) startet souverän, wird anschließend jedoch bis auf einen Abstiegsplatz durchgereicht. Niemand aber repräsentiert die Konfusion besser als Arminia Bielefeld.

    Am ersten Spieltag auf Platz 18, am neunten auf Position eins, doch nach zuletzt zwei Niederlagen weist die Tendenz offenbar wieder nach unten. „Die Spieler müssen sich allmählich entscheiden, wohin sie wollen“, fordert Coach Möhlmann. Es klingt beinahe flehentlich. Gegen Cottbus gelang es seiner Elf, das bisherige Auf und Ab in einer einzigen Partie unterzubringen. Nach überlegen geführter erster Halbzeit ging sie mit einer 1:0-Führung (Porcello, 24.) in die Pause, doch spätestens nach dem Ausgleich durch da Silva (50.) fiel ihr Spiel in sich zusammen; ein Eigentor von Benschneider (63.) und ein Treffer von Tanque Silva (69.) waren die logische Folgen.

    „Wir sind noch nicht gefestigt genug, um in solchen Drucksituationen den Überblick zu behalten“, analysierte Möhlmann, während Abwehrchef Roland Benschneider um einen konstruktiven Blick nach vorne bemüht war: „Das Schöne an unserem Job ist, dass wir es in ein paar Tagen schon wieder besser machen können.“ Da gastieren die Bielefelder bei Spitzenreiter Aachen, aber was heißt das ist dieser Zweiten Liga schon.

    DFL soll Finanzgebaren prüfen

    Zumindest besteht die Hoffnung, dass die Arminia bis dahin eine andere Baustelle geschlossen hat. Die Forderung des Geschäftsführers Roland Kentsch nach einem Lohnverzicht von 20 Prozent hat nicht nur die Kicker verärgert, sondern auch die Konkurrenz auf den Plan gebracht, die es stört, dass sich die klammen Ostwestfalen vor Transferschluss noch einmal verstärkt haben, um kurz darauf den Spielern die Bezüge zusammenzustreichen. Der im Poker um den ghanaischen Angreifer Isaac Boakye unterlegene Mainzer Manager Christian Heidel forderte die DFL auf, „das Bielefelder Geschäftsgebaren zu überprüfen“.

    Fakt ist: Ohne Zustimmung der Mannschaft kann Kentsch sein Vorhaben nicht durchsetzen. Die Verhandlungen mit der mit dem Mandat beauftragten Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) laufen und selbst für Kapitän Mathias Hain, einem der schärfsten Kritiker der Kürzung, steht fest: „Es wird eine Einigung geben.“ Das glauben wohl auch die Cottbusser, die sich mit Äußerungen zu der Angelegenheit vornehm zurückhielten. Sie waren einfach bloß glücklich, ein Spiel gewonnen zu haben, das unter schwierigen Vorzeichen stand. „Ich war mir angesichts der Ausfälle nicht sicher, wie das Ding ausgeht“, gestand Geyer, der nicht nur die verletzten Löw und Ogungbure ersetzen musste, sondern auch die gesperrten Latoundji und Beeck. „Da kann man mal sehen“, schmunzelte Mittelfeldspieler Marco Gebhardt , „was mit elf Mann alles möglich ist.“ Wenigstens eine Moral – immerhin.

    Jens Kirschneck
    Süddeutsche Zeitung

  • Presse: Arminia - Mainz

    • heinm
    • 20. Oktober 2003 um 10:29

    "Nick" macht Platz für Bruder "Weilando"

    Nullfünfer mit Mannschaftsbus der Offenbacher Kickers unterwegs

    Vom 20.10.2003

    vs. - So ist das manchmal im Fußball: Weil Bruder Niclas wegen Schmerzen im Adduktorenbereich nicht rechtzeitig fit wurde und erst gar nicht mit nach Bielefeld fuhr, war plötzlich Platz im Team für Dennis Weiland. "Weilando", zwei Jahre jünger als "Nick" , kam so zu seinem ersten Einsatz in der Startformation, nachdem der Stammspieler der vergangenen Spielzeit nach langer Verletzungspause bislang nur drei Kurzeinsätze vorzuweisen hatte.

    Zufrieden war der Mittelfeldspieler deshalb schon, aber glücklich? "Natürlich nicht." Was für eine doofe Frage nach diesem Resultat! "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte der Lockenkopf mit hochrotem Kopf, "wir hatten das Spiel doch in der ersten Halbzeit im Griff, aber nach der Pause haben wir uns einen Wolf gespielt." Die Mainzer kombinierten und kombinierten und kombinierten in dieser Phase, "aber geklappt hat es nur bis 30 Meter vor dem Bielefelder Tor", bekannte Weiland selbstkritisch.

    Dass die Bielefelder ihren Kasten heftig vernagelt hatten und sich nicht mehr nach vorne locken ließen, wollte "Weilando" nicht als Entschuldigung gelten lassen: "Soll doch keiner sagen, dass die eine Abwehr hätten, die man nicht knacken kann." Und wenn es nicht durch eine Kombination oder durch eine Flanke von außen klappt - ein Mittel, das fast überhaupt nicht zum Einsatz kam -, dann hätte doch wenigsten eine Ecke oder ein Freistoß zum Erfolg führen dürfen. Davon hatten die Mainzer nämlich weitaus mehr als die Hausherren, "aber die", so Weiland, "haben aus ihren Standardsituationen einfach was gemacht."

    Disput um Boakye

    Die Bielefelder Beteiligten am entscheidenden Eckstoß hätten - und das macht die Angelegenheit so richtig pikant - gut und gerne in diesem Jahr auch Mainzer sein können. Zur Erinnerung: Die 05er waren lange interessiert gewesen am Abwehrspieler Roland Benschneider von Eintracht Trier, der beim 1:0 nun der Vorbereiter gewesen war. Und Stürmer Isaac Boakye war vor Saisonbeginn mehrfach im Probetraining bei den Mainzern gewesen, die trotz großen Interesses damals aus finanziellen Gründen einen Rückzieher gemacht hatten. "Mit dem Klub waren wir uns einig, und wir waren uns auch mit dem Spieler einig", erinnerte 05-Manager Christian Heidel gestern auf der Alm an die damaligen Verhandlungen. Unter anderem scheiterte der Wechsel des 21-Jährigen damals daran, dass bei dem Angreifer aus Ghana plötzlich ein Sinneswandel einsetzte, weil von seinem heutigen Arbeitgeber ein wesentlich höheres Grundgehalt geboten wurde. Der Schützling des ehemaligen Bundesliga-Torjägers Anthony Yeboah hat zwar nun vertraglich zugesichert ein wesentlich höheres Gehalt, doch zahlen tut die Arminia inzwischen auch nicht mehr viel mehr, als der Stürmer in Mainz erhalten hätte.

    "Jetzt stellen sich die Bielefelder plötzlich hin und sagen, sie wollen bis zu 30 Prozent weniger Gehalt zahlen. Die behaupten jetzt einfach, die Kirch-Krise sei daran schuld. Und das bei einem neuen Vertrag! Das ist das Abenteuerlichste, was ich jemals gehört habe. Da sollte die DFL mal genau hinschauen", wetterte Heidel, der sich deshalb mit seinem Bielefelder Kollegen Thomas von Heesen ein Wortgefecht in der Öffentlichkeit lieferte. "Anthony Yeboah und Thomas von Heesen sind Freunde", sagte Isaac Boakye vor dem Spiel. Das werden von Heesen und Heidel nicht mehr.

    Dafür haben die Mainzer nun gute Kontakte zu Busunternehmern in Westfalen. Da das 05-Gefährt nach dem Auftritt des Amateurteams am Freitag in Erfurt wegen eines Defekts nicht zur Verfügung stand, fuhren die Nullfünfer mit dem Mannschaftsbus der Offenbacher Kickers in Richtung Bielefeld. Im Stadion wollte man so aber nicht aufkreuzen, deshalb wurde für die Fahrt vom Hotel zur Alm ein neutraler Bus gechartert.

    http://www.allgemeine-zeitung.de/sport/vereine/…ikel_id=1267188

  • Presse: Arminia - Mainz

    • heinm
    • 20. Oktober 2003 um 10:27

    05-Offensive scheitert am Arminen-Beton

    Mainzer Durchhänger nach gutem Saisonstart / 0:1-Niederlage in Bielefeld / Ärger über das Gegentor

    Vom 20.10.2003

    Mainz 05 hat nach einem blendenden Saisonstart einen Durchhänger. Deshalb wurde die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp nun sogar von den Aufstiegsrängen vertrieben. Beim Gipfeltreffen auf der Bielefelder Alm zog der Mainzer Fußball-Zweitligist mit 0:1 den Kürzeren und wartet nun seit drei Spielen auf einen Dreier. Wenn heute Unterhaching noch gegen Nürnberg gewinnt, ist sogar der vierte Platz futsch.

    Von unserem Redaktionsmitglied Volker Schütz

    Im Moment will's nicht so recht klappen. In Burghausen machten die 05er ein schlechtes Spiel und verloren 0:2. Beim nächsten Auftritt zwei Wochen nach der ersten Saisonniederlage waren die 05er zwar um Längen besser, doch Punkte gab's dafür auch diesmal nicht.

    Einmal pennte die 05-Defensive bei einer Ecke des Tabellenführers. Und schon war's passiert. Routinier Detlev Dammeier zog den Eckball in der 39. Minute von rechts auf den kurzen Pfosten, der lange Roland Benschneider verlängerte, weil er das Kopfballduell gegen Marco Walker gewann, und am zweiten Pfosten stand Robert Nikolic auf der Leitung und ließ Isaac Boakye den Platz, den ein solcher Angreifer sich wünscht. "So was üben wir natürlich im Training. Aber jetzt hat es endlich mal geklappt", frohlockte Dammeier. Der Mainzer Walker war dagegen bedient und knurrte: "Wir wussten doch genau, dass die die Ecken so schießen." Drei Zentimeter an Körperlänge fehlten Walker, den sie "Johnnie" nennen. Und weil Nikolic vermutete, Benschneider könnte niemals so hoch springen und mit dem Scheitel die Richtung der Kugel noch verändern, machte sich der 05-Verteidiger "abfangbereit" und ließ seinen Gegenspieler entwischen. So passiert•s Standardsituationen geben in Spitzenspielen häufig den Ausschlag.

    Und ein Spitzenspiel mit ansprechendem Zweitliga-Niveau und einer Erstliga-Kulisse war es tatsächlich gewesen. Natürlich machten 21 758 Zuschauer nach dem Führungstreffer der Hausherren mächtig Zirkus, zumal bis dahin die Gäste das Spiel über weite Strecken bestimmt hatten. Trotz einiger Umstellungen im 05-Team - Abwehrspieler Tomasz Bodog war kurzfristig mit einer Grippe ausgefallen und Niclas Weiland zwickten die Adduktoren - brannte es in vielen Momenten vor dem Arminia-Kasten. Zwei Freistöße von Toni da Silva, die Bielefelds Torhüter Mathias Hain nicht festhalten konnte, zwei Schüsse von Michael Thurk, der doch noch rechtzeitig seine Oberschenkelprobleme gelöst hatte, und deshalb von Dennis Weiland und Jürgen Kramny freigespielt werden konnte.

    Und dann noch eine gute Gelegenheit für Benjamin Auer, der nach einer halben Stunde völlig freie Schussbahn hatte. Chancen hatten die 05er jedenfalls genug, ehe der Erstliga-Absteiger entscheidend traf. "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut Fußball gespielt, aber dann haben wir uns in einer Szene völlig falsch verhalten", hatte Trainer Jürgen Klopp gar nicht so besonders viel an seiner Mannschaft auszusetzen. "Immerhin darf man nicht vergessen, dass wir beim Spitzenreiter gespielt haben und auch über 90 Minuten wesentlich mehr Spielanteile hatten", so der 36-Jährige.

    "Mainz 05 war absolut gleichwertig. Ich bin in meiner Auffassung bestätigt worden, dass Mainz zu den Topfavoriten für den Aufstieg zählt", verteilte Arminen-Coach Benno Möhlmann hinterher Komplimente. Das fiel dem inzwischen fünfmal hintereinander siegreich gebliebenen Trainer natürlich leicht, selbst wenn ihm das Spiel seiner Mannschaft in Halbzeit zwei nicht so sehr gefallen hatte. "Wir haben da nicht mehr entschlossen genug das 2:0 angestrebt", so der ehemalige Bundesliga-Profi. Eine Viertelstunde nach dem Wechsel sorgten die Hausherren noch für Sturm und Drang, dann rührten sie Beton an und ließen die Mainzer sich die Zähne daran ausbeißen. Die Arminia stand sehr tief und gut gestaffelt - da war keine Lücke zu finden für die Mainzer, die sich obendrein in einigen Momenten jedoch auch als Umstandskrämer erwiesen. "Wir haben einfach kein Mittel gefunden, entscheidend vors Tor zu kommen. Wir hatten ja kaum Szenen im Strafraum", hatte 05-Manager Christian Heidel genau beobachtet.

    Nur noch einmal brannte es so richtig lichterloh im 16-Meter-Raum der Ostwestfalen: Ein langer Ball geschlagen von Mathias Abel erreichte seinen weit aufgerückten Innenverteidiger-Kollegen Marco Walker in der 89. Minute. Mit der Brechstange hätte sich beinahe noch ein Pünktchen herbeizaubern lassen. Doch als der Schweizer aus acht Metern aufs kurze Eck abzog, brachte Mathias Hain die Finger noch an die Kugel und wehrte ab. "Zum Schluss haben wir Glück gebraucht und eine gute Parade von Hain", fasste Möhlmann zusammen. Und Kollege Klopp sagte nur noch: "Das Ergebnis ist natürlich eine Katastrophe. Aber es gibt natürlich Schlimmeres, als als Tabellenzweiter hierher zu fahren und als Tabellenvierter wieder heim."

    http://www.allgemeine-zeitung.de/sport/vereine/…ikel_id=1267167

  • Arminia-Mainz

    • heinm
    • 19. Oktober 2003 um 22:48
    Zitat

    Original von Arminen-Stefan
    Klopp hat übrigens eine Ausstiegsklausel...

    Hmm, vielleicht hätte die Mainzer Vereinsführung ihm stattdessen lieber eine Aufstiegsklausel in den Vertrag schreiben sollen?! :D

    Gruß
    Hein M

  • Finanzprobleme

    • heinm
    • 19. Oktober 2003 um 14:01

    Bielefeld: Gehaltskürzungen ab September - 16.10.2003 11:24
    Boakye ist der Volltreffer

    Dem durchwachsenen Start im Unterhaus ließ die Arminia zuletzt vier Siege folgen, ist nun zum überraschenden Spitzenreiter avanciert. Ein Grund: Coach Möhlmann beginnt fast immer mit der selben Elf, hat sein Konzept gefunden.

    Spielphilosophie: Die abwartende Kontertaktik aus der Vorsaison ist passee. Besonders über den rechten Flügel mit Porcello und Owomoyela entwickeln die Arminen viel Druck. Mit Boakye verfügen die Arminen über eine sichere Anspielstation in der Sturmmitte. In der Defensive kehrte Möhlmann zu drei Verteidigern auf einer Linie zurück. Alle drei decken im Raum.

    Einkäufe: Die anfängliche Kritik an den Neuen verflachte rasch. Owomoyela hat auf rechts Brinkmann vergessen lassen. Nachverpflichtung Boakye erwies sich als Glücksgriff, und Angreifer Küntzel wird immer besser. Hinten ist Abwehrchef Benschneider eine Bank.

    Trumpf: Junge wie alte Arminen wirken sehr ehrgeizig und haben nach einer Eingewöhnungsphase einen gewissen Spielwitz entwickelt. Die DSC-Akteure spielen schnell, häufig direkt und erarbeiten sich auf diesem Weg viele Torchancen.

    Schwachpunkt: Wenig förderlich für die Motivation ist, dass es in dieser Saison keine Sieg- und Punktprämien gibt. Ob das Team nun auch noch wegzustecken vermag, dass nicht einmal das Gehalt sicher ist und sie künftig auf 20 Prozent Brutto verzichten müssen, ist fraglich.

    Perspektive: Die Arminia befindet sich am Scheideweg. Nur der direkte Wiederaufstieg hilft aus den finanziellen Problemen heraus. Den derzeitigen Etat von elf Millionen Euro kann man in Liga zwei nicht nochmals stemmen. Viele wichtige Spieler werden dann wohl nicht mehr zu halten sein. Höchstwahrscheinlich auch Trainer Möhlmann nicht.

    Ludwig Herbert
    Kicker

  • So könnte es gewesen sein *lol*

    • heinm
    • 18. Oktober 2003 um 19:46

    :D Zu wieviel Prozent stimmt denn das? Zu 80 oder zu 20? :D

  • Presse: Arminia - Mainz

    • heinm
    • 18. Oktober 2003 um 17:50

    Der Schelte folgt Besinnung auf sich selbst

    Nach allerlei Rückschlägen muss Mainz 05 am Sonntag im Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga nach Bielefeld
    Zwei Wochen lang wurde in der Zweiten Fußball-Bundesliga nicht mehr gespielt. Dennoch hat sich in dieser Zeit einiges beim Tabellenzweiten FSV Mainz 05 getan.
    VON ANDREAS SINGLER

    Mainz · 17. Oktober · Abseits des Rasens setzte es zunächst eine schmerzliche Niederlage. Mainz wurde nicht, wie zunächst verkündet, als Austragungsort für das Achtelfinalspiel der U21-EM gegen die Türkei bestimmt. Leverkusen erhielt vom Deutschen Fußball-Bund den Zuschlag für die Begegnung Mitte November - obwohl eine UEFA-Kommission das Mainzer Bruchweg-Stadion bei einer Inspektion jüngst gelobt hatte.

    Sportlich gab es zuletzt auch Negativerlebnisse, nur reichte es da nicht einmal zu guten Zensuren. Ein Heimremis gegen Karlsruhe und die erste Saisonniederlage bei Wacker Burghausen vor zwei Wochen trübten die Stimmung. Trainer Jürgen Klopp ließ sich nach der Niederlage zu einer Generalkritik an seinem Team hinreißen. Alles werde in der spielfreien Zeit auf den Prüfstand gestellt, sagte der Coach. Klopp beklagte fehlende Leidenschaft, das vom Schwung permanenten Pressings lebende Mainzer Spiel müsse neu erlernt werden. Besonders die beiden Außenverteidiger, Mathias Abel auf rechts und Marco Rose auf links, wurden als Schwachpunkte identifiziert. Beide hatte Klopp in Burghausen ausgewechselt und durch Mittelfeld- und Angriffsspieler ersetzt. Ein klares Signal: Von diesen Positionen kommt zu wenig Elan nach vorne.

    Eine derart schroffe öffentliche Kritik hatte man von dem 36-Jährigen noch nicht gekannt. Gut zwei Wochen später distanzierte sich Jürgen Klopp auch von den Anwürfen. Nachdenklichkeit sei nach wie vor da, aber sie beziehe sich nun auf sein eigenes Verhalten, nicht mehr primär auf Mannschaft, so Klopp vor dem Spitzenspiel bei Arminia Bielefeld am Sonntag. "Ich war einfach wahnsinnig enttäuscht, dass wir verloren haben, weil die Niederlage so was von überflüssig war." Eine gründliche Analyse ergab aber den Eindruck, "dass wir ständig überlegen waren und auch die besseren Torchancen hatten".

    Der Sinneswandel hat seine Gründe. Mit der Kritik rüttelte Klopp sein Team zunächst wach. In der Begegnung des Zweiten beim Ersten in Bielefeld braucht der Trainer jedoch Spieler, die mit dem Negativerlebnis abgeschlossen haben und nach vorne schauen. "Wir wollen in Bielefeld das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben", sagt Klopp, "und nicht nach dem Spiel darüber reden, was nicht geklappt hat." Interessant ist die Frage, ob Klopp aus seiner Kritik am Sonntag in Bielefeld dennoch personelle Konsequenzen ziehen wird.

    Für den Gastgeber des Zweitligaspitzenspiels spielen die Mainzer Nachdenklichkeiten keine Rolle. Bielefelds Trainer Benno Möhlmann sieht in Mainz 05 nach wie vor "den Topfavoriten um den Aufstieg". Möhlmann, der nach schwachem Saisonbeginn unter Druck geraten war, ließ seither wenig Gelegenheiten aus, sein Team mittelmäßig zu reden. Allerdings gehen ihm nach vier Siegen in Folge allmählich die Argumente aus. Viel Freude machte in den letzten Wochen der nachträglich verpflichtete Ghanaer Isaac Boakye. Den Angreifer hätten die Mainzer, bei denen er im Probetraining war, auch gerne genommen. Der Verein verzichtete aber aufgrund mangelnden Geldes. Arminia Bielefeld haben finanzielle Probleme nicht daran gehindert, bei Transfers Geld auszugeben. Manager Thomas von Heesen fühlt sich berufen, den Medien die Grundzüge der Wirtschaft zu erklären. "Das finanzielle Problem entstand nicht durch Spielerverpflichtungen", so von Heesen. Kirch-Media-Krise und Abstieg hätten dazu geführt, dass dem Club eine Million Euro fehlen. Zudem sei ein Zuschauerrückgang zu beklagen und das Team im Pokal früh ausgeschieden.

    Kann sein, dass der spielfreudige Ghanaer Boakye, den die Mainzer wegen ihrer Politik der wirtschaftlichen Solidität nicht holten, am Sonntag den Unterschied vordergründig ausmachen wird. Sollten die Mainzer zum zweiten Mal in dieser Saison verlieren, könnte das unterschiedliche Maß an ökonomischer Seriosität bei Erst- und Zweitplatziertem die Differenz gesetzt haben.

    Frankfurter Rundschau

  • Mit Roland B. an der Real-Kasse

    • heinm
    • 10. Oktober 2003 um 11:24

    Dann will ich aber auch noch mal... mir hat Bruno Labbadia 1999 (in seiner 28-Tore-Saison) mal die Tür aufgehalten, als ich mit Bänderdehnung aus der Praxis von Doc Dickob humpelte. Wir sind dann noch zusammen im Fahrstuhl nach unten gefahren, und ich hab ihm einen guten Aufstieg gewünscht. :D

  • Presse: Arminia - Mainz

    • heinm
    • 8. Oktober 2003 um 11:35

    Klopp bittet zur Teamsitzung

    Schmoren im eigenen Saft für 05-Profis beendet / Testspiel in Mackenbach

    Vom 08.10.2003

    vs. - Die Auswärtsauftritte in Burghausen und im Pokal in Velbert haben den überzeugenden Eindruck, den Fußball-Zweitligist Mainz 05 in dieser Saison bisher hinterlassen hat, stark verwässert.

    Das Pokalaus vor fünf Wochen bei dem Nordrhein-Oberligisten hatte ein mittelschweres Erdbeben bei der Klubführung ausgelöst; was die zuletzt kassierte Niederlage an der deutsch-österreichischen Grenze auslösen wird, ist noch nicht so ganz raus - auch wenn sich der grimmig grummelnde Manager Christian Heidel diesmal nicht dazu hinreißen ließ, unmittelbar nach dem Schlusspfiff in der Kabine zu eilen, um eine flammende Rede zu halten. Die Profis dürften freilich auch von alleine wissen, dass sie mit ihrem unzulänglichen Auftreten an der Salzach einen dicken Bock geschossen haben.

    Nach zwei freien Tagen und dem dazu gehörigen "Schmoren im eigenen Saft" bittet 05-Trainer Jürgen Klopp heute um 10 Uhr zunächst einmal zu einer Teamsitzung, ehe er seine Mannschaft zum obligatorischen Waldlauf einlädt, mit dem am Bruchweg stets die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben gestartet wird. Weil das kommende Wochenende jedoch Länderspielen vorbehalten ist, dauert es bis zum darauf folgenden Sonntag, bis die 05er ihr in der Öffentlichkeit nun etwas angekratztes Renommee beim Auswärtsspiel in Bielefeld wieder aufpolieren können.

    Beim nun für Samstag (16 Uhr) festgelegten Testspiel gegen den luxemburgischen Erstligisten F 91 Düdelingen wird dies noch nicht im Vordergrund stehen, auch wenn es sich bei dem Gegner immerhin um den Landesmeister der Jahre 2000, 2001 und 2002 handelt, der in diesem Jahr als Vizemeister an der Uefa-Cup-Qualifikation teilgenommen hat (und dabei am slowakischen Klub Artmedia Petrzalka scheiterte). Die Partie, die in Mackenbach ausgetragen wird, dient den 05ern in erster Linie dazu, im Spielrhythmus zu bleiben und einigen Kickern Spielpraxis zu verschaffen. Mackenbach liegt übrigens in der Nähe von Ramstein, also wenige Kilometer von Kaiserslautern entfernt in der Westpfalz, und somit etwa auf halbem Weg zwischen Mainz und Düdelingen. Nur so war eine Vereinbarung zwischen den Klubs zustande gekommen.

    Gänzlich aufs Reisen verzichten muss in dieser Woche nun auch Mathias Abel. Nachdem zunächst Mimoun Azaouagh wegen einer Knöchelverletzung die Teilnahme am U-21-Länderspiel in Lübeck gegen Island absagen musste, kann auch Abel am Freitag nicht das Nationaltrikot überstreifen. Der 05-Verteidiger hat sich eine Grippe eingefangen und ist bis einschließlich Freitag krank geschrieben. So ist aus Mainz nur Benjamin Auer im Uli-Stielike-Team dabei.

    http://www.allgemeine-zeitung.de/sport/objekt.p…ikel_id=1256710

  • Veh nach Augsburg

    • heinm
    • 7. Oktober 2003 um 18:37
    Zitat

    Original von Invasion76
    => Bin mal gespannt, ob diese Quelle so stimmt, denn wenn der oder die Schreiber schon glauben, dass Augsburg in Schwaben liegt....brüll...deswegen haben die dann auch sicherlich einen CSU-Bürgermeister :lol:

    Augsburg ist zwar bayerisch und darf deshalb sogar CSU-Bürgermeister wählen, liegt aber trotzdem in Schwaben... sogar denen ihr Regierungsbezirk heißt so. Guckstu hier:

    http://www.bayern.de/Bayern/Regierungsbezirke/

    8o ... da staunste, was?

    Gruß
    Hein M

  • Presse Trier - Arminia

    • heinm
    • 6. Oktober 2003 um 12:39

    Ein verhängnisvoller Aussetzer

    Kampf nicht belohnt: Eintracht Trier verliert 2:3 gegen Arminia Bielefeld - Katastrophaler Fehler von Vural

    Von unserem Redakteur
    ANDREAS FEICHTNER

    TRIER. Erste Heimniederlage in einem dramatischen Spiel: Eintracht Trier unterliegt dem Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld vor etwa 7500 Zuschauern im Moselstadion mit 2:3 (1:2). Die Tore des Sturmduos Nico Patschinski und Danny Winkler reichen der Linz-Elf nicht zum Punktgewinn.

    Fünfte Minute der Nachspielzeit, Trier liegt 2:3 hinten, Eckball für die Eintracht. Torhüter Daniel Ischdonat spurtet in den gegnerischen Strafraum, versucht noch einmal, seiner Mannschaft zu helfen - aber es bringt nichts mehr. Eintracht Trier verliert zum ersten Mal in dieser Saison ein Heimspiel. Der Sieg der Bielefelder geht letztlich auch in Ordnung, weil die Mannschaft von Benno Möhlmann die Trierer Schwächen gnadenlos ausgenutzt hat.

    Eintracht Trier ist zu Beginn die optisch überlegene Mannschaft, erspielt sich aber kaum gute Torgelegenheiten. Das Problem: Bei den Standardsituationen sind die Trierer erschreckend harmlos. Bestes Beispiel dafür ist die Ecken-Bilanz. Nach 20 Minuten hat die Eintracht bereits zehn Eckbälle auf dem Konto - Bielefeld dagegen keine. Egal, ob Kevric ran darf oder auch Racanel: Die Torgefahr ist gleich null.

    Das wird bitter bestraft. So führt dann auch der erste Torschuss der offensiv ausgerichteten Arminen zur Führung: Massimilian Porcello setzt sich auf der rechten Seite durch, sieht in der Mitte Patrick Owomoyela - und der lässt Ischdonat mit einem platzierten 13-Meter-Schuss ins rechte Eck keine Chance (20.).

    Die Eintracht lässt sich von dieser Kombination inspirieren. Nur sieben Minuten später kopieren die Trierer das Führungstor der Gäste. Matthias Keller setzt sich auf der rechten Seite durch, bedient Nico Patschinski - und der Ex-Paulianer trifft zum Ausgleich. Die Wende ist möglich, hoffen die Fans. Sie haben aber die Rechnung ohne Hasan Vural gemacht. Der Abwehrspieler spielt unbedrängt einen katastrophalen Rückpass auf Ischdonat. Marco Küntzel springt dazwischen und überwindet den Eintracht-Torhüter, der den gesperrten Axel Keller vertritt - 1:2.

    Die zweite Halbzeit beginnt für die Trierer mit einem Schock: Nach einem Fehler von Markus Lösch bedankt sich der Bielefelder Neuzugang Isaac Boakye mit dem 1:3 (50.). Die Entscheidung? So sieht es aus. Der Bundesliga-Absteiger spielt nun cleverer, steht in der Abwehr sicher. Die Elf von Paul Linz dagegen ist nervös, findet kein Rezept gegen die vom Ex-Trierer Roland Benschneider gut organisierte Arminia-Hintermannschaft. Fast sorgt Lösch zudem mit einem Eigentor für die endgültige Entscheidung - er kratzt seinen Abwehrversuch aber selbst von der Linie. Die beste Trierer Chance hat Milan Drageljevic, der mit einem fulminanten Distanzschuss an Torhüter Mathias Hain scheitert. Der Anschlusstreffer fällt aus heiterem Himmel. Nach schöner Vorarbeit des starken Drageljevic haut Danny Winkler den Ball unhaltbar für Hain unter die Latte (59.). Die Bielefelder bleiben aber am Drücker, vergeben durch Boakye eine weitere gute Torchance.

    Es kommt zum offenen Schlagabtausch. Paul Linz tauscht den Sturm aus, bringt Petar Divic und Najeh Braham für Winkler und Patschinski. Braham hat dann auch den Ausgleich auf dem Fuß. Mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz scheitert aber an einem Bielefelder Abwehrspieler (82.). Die Arminia spielt nun ihre Cleverness aus. Die Angriffe der Trierer sind dagegen oft überhastet. Dann hat Catalin Racanel kurz vor Schluss die große Chance: Aus 18 Metern zirkelt der Rumäne einen Freistoß über die Mauer, Hain faustet den Ball aber noch weg. Mehr ist für die aufopferungsvoll kämpfenden Trierer nicht drin. Wieder zeigt die Elf, dass sie mit jedem Gegner mithalten kann - aber auch, dass sie sich durch haarsträubende Fehler in der Defensive selbst um den Lohn bringt.

    http://www.intrinet.de/sport/regional…821,261256.html

  • Presse Trier - Arminia

    • heinm
    • 6. Oktober 2003 um 12:37

    Wenn die ersten Blätter fallen

    Herbstliche Stimmung rund ums Moselstadion: Der Ton von Triers Trainer Paul Linz wird rauer

    Von unserem Redakteur
    STEFAN STROHM

    TRIER. Die zweite knappe Niederlage innerhalb von sechs Tagen hat bei Fußball-Zweitligist Eintracht Trier erste Spuren hinterlassen.

    Sein Blick geht ins Leere, der Gesichtsausdruck verrät viel Traurigkeit. Hasan Vural ist in diesem Moment der einsamste Mensch im Vip-Zelt der Eintracht, obwohl er einen seiner Zwillingssöhne auf dem Arm hält. Im Fernsehen läuft gerade die spielentscheidende Szene, zeigt schonungslos den katastrophalen Fehlpass des 27-Jährigen, der zum 1:2 führt. Da tröstet es auch wenig, dass Vurals Vorgänger auf der Position des Linksverteidigers, Roland Benschneider, beim 1:1 ebenfalls tatkräftig Hilfestellung leistete und insgesamt eine schwache Vorstellung zeigte.
    Geduld von Linz geht zu Ende

    Die Geduld von Eintracht-Trainer Paul Linz, der an die Fähigkeiten Vurals glaubt und sich auch am Freitag noch schützend vor seinen Abwehrspieler stellte, neigt sich jedoch langsam dem Ende entgegen. "Er muss sich am Riemen reißen. Er hat diesmal keinen Stellungsfehler gemacht, sich aber diesen Fehlpass geleistet. Er muss weiter richtig Gas geben, im Spiel nach vorne ist er viel besser", analysiert Linz die Leistung des gelernten Mechanikers, bei dem es wegen vieler kleiner Fehler noch nicht rund läuft. Vurals Auftreten erinnert ein bisschen an die Leistungen von Milan Drageljevic in der Vorsaison - einige schwere Patzer trüben den Gesamteindruck. Seit seiner neuerlichen Verpflichtung ist Drageljevic in dieser Spielzeit "Mister Zuverlässig", auch am Freitag hat er wieder rundum überzeugt.

    Vural wird sich steigern müssen, um seinen Stammplatz zu behalten, und auch die beiden Stürmer Nico Patschinski und Danny Winkler sollten sich ihrer Sache nicht zu sicher sein. Nach der zweiten Niederlage in Folge schlägt Paul Linz rauere Töne an: "Ich habe die beiden Torschützen ausgewechselt, weil sie außer ihren Treffern nicht so gut gespielt haben." Der Eintracht-Coach brachte Najeh Braham, der in dieser Woche mit der tunesischen Nationalmannschaft gegen Nigeria spielt, und Petar Divic. Der Jugoslawe, dem Linz sehr gute Trainingsleistungen bescheinigt, darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen: "Er wird seine Chance bekommen", verspricht Linz. Wieder mit der Ersatzbank muss sich dagegen Torhüter Daniel Ischdonat anfreunden: "Axel Keller ist die Nummer eins. Er hat sich sehr gut entwickelt", lässt Linz keine Zweifel aufkommen.

    Ins Zweifeln gerät der Eintracht-Trainer wegen des Verhaltens des Publikums: "Einige Reaktionen der Zuschauer haben mich nachdenklich gemacht. Natürlich sind zwei Niederlagen nicht so schön, aber man muss sehen, was wir erwarten. Wir waren nicht schlechter als Bielefeld. Unser erstes Ziel muss es sein, die Klasse zu halten. Meckern nutzt nichts, ich werde mich weiter wehren", kündigt Linz weitere Herbst-Stürme an.

    Einen goldigen Oktober-Auftakt hat dagegen Linz' guter Freund Benno Möhlmann gefeiert. "Wir haben gezeigt, dass wir etwas mitnehmen wollten. Von der Effektivität her haben wir einen guten Lauf, diese Qualität wollen wir halten", sagt der Arminen-Coach. Genau das ist derzeit der Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und der Trierer Eintracht.

    http://www.intrinet.de/sport/regional…821,262166.html

  • Presse Trier - Arminia

    • heinm
    • 1. Oktober 2003 um 11:07

    Interview mit Ex-Eintrachtler Roland Benschneider

    Zurück auf dem Rasen des Moselstadions, wenn auch nur für eine einzige Partie: Roland Benschneider trifft am Freitag im Dress des DSC Arminia Bielefeld auf seine früheren Mannschaftskollegen von Eintracht Trier. Nach seinem Wechsel von Tennis Borussia Berlin zum SVE im Sommer 2001 – übrigens auf Empfehlung seines jetzigen Trainers Benno Möhlmann – avancierte der Zwei-Meter-Mann schnell zur zuverlässigen Stütze im linken, defensiven Mittelfeld bzw. auf der Verteidigerposition. Weiteres Plus: Rolands Torgefährlichkeit bei Standardsituationen. In seinen 30 Einsätzen für die Eintracht während der vorigen Zweitligasaison traf er immerhin fünf Mal ins Schwarze. Zusätzlich noch vom TSV 1860 München und von Mainz 05 umworben, sagte der heute 22-Jährige bereits frühzeitig im vergangenen Frühjahr bei der Arminia zu – in der Überzeugung, die Ostwestfalen würden den Ligaverbleib schaffen. Doch auch nach dem vergeigten Bielefelder Saison-Schlussspurt und dem damit verbundenen Abstieg war für Roland klar, dass "ich dennoch unbedingt zur Arminia wechseln wollte, weil ich mein Wort gegeben hatte und nicht rumeiern wollte". Und: Nach einigen Monaten fällt sein Zwischenfazit äußerst positiv aus: "Vom Stadion, vom Umfeld und von den Zuschauerzahlen her war der Wechsel nach Bielefeld schon ein Aufstieg. Man merkt einfach, dass hier bereits viele Jahre Bundesliga stattgefunden hat. Vor dem Gastspiel an alter Wirkungsstätte gab Roland Benschneider auch darüber Auskunft, was das Match heute für ihn bedeutet, wie er sich mit seiner Rolle als Abwehrchef zurechtfindet und wie er seine Nationalteam-Perspektiven sieht.

    Gut vier Monate nach Deinem Weggang von der Eintracht: Ist das Duell heute überhaupt noch etwas Besonders für Dich oder hast Du Dich schon voll auf Dein neues Engagement bei der Arminia eingestellt?

    In Bielefeld fühle ich mich wohl – keine Frage. Und trotzdem ist das Spiel im Moselstadion ein Highlight für mich. Zu vielen in der Mannschaft wie Miki Drageljevic, Najeh Braham oder auch zu Nico Patschinski, den ich noch aus meiner Berliner Zeit kenne, halte ich nach wie vor zumindest telefonischen Kontakt. Hinzu kommt, dass ich mich während meinen beiden Jahren nicht zuletzt dank Paul Linz weiter entwickeln konnte. Auf ein Wiedersehen freue ich mich also ganz besonders, zumal ich – so glaube ich zumindest – auch bei den Eintracht-Fans noch hoch im Kurs stehe.

    Nach Startproblemen hat sich die Arminia in die Spitzengruppe der Tabelle gearbeitet. Abwehrchef Roland Benschneider scheint somit insgesamt gut eingeschlagen zu sein...

    Unser mageres Abschneiden zu Beginn war sicher auf die große Umstrukturierung im Kader zurückzuführen. Wir mussten uns erst einspielen. Welches Potenzial die neuen Leute mitbringen, belegt zum Beispiel Isaac Boakye im Angriff – eine echte Bombe. Zu meiner Situation: Es ist schon eine Umgewöhnung, von Außen auf die zentrale Position in der Dreierkette zu rücken. Die Verantwortung ist viel höher. Bei Gegentreffern bist du gemeinsam mit dem Torwart der erste Ansprechpartner. Es läuft zwar derzeit auch bei mir ganz gut, dennoch muss ich noch einiges lernen.

    Den 2:1-Sieg der Eintracht gegen Unterhaching vor knapp zwei Wochen hast Du Dir live im Moselstadion angeschaut. Deine Eindrücke?

    Die Truppe hat gegen den damaligen Tabellenführer einen guten Eindruck auf mich gemacht. Und auch zuletzt in Regensburg muss es ja zumindest vom Spielerischen her ganz ordentlich gewesen sein. Bei den Neuzugängen scheint Paul Linz erneut ein glückliches Händchen gehabt zu haben. Auch deshalb traue ich der Mannschaft einen Platz zwischen sechs und acht zu.

    ....Während die Arminia sicher wieder direkt hoch in Liga eins will....

    Klar wollen wir das. Aber man sollte uns noch Zeit geben. Unsere neu zusammengestellte Mannschaft steht noch im Entwicklungsprozess, deshalb ist der Aufstieg nicht das erklärte Ziel. Wenn wir unterm Strich ähnlich wie die Eintracht so zwischen Platz sechs und acht landen, darf uns keiner böse sein.

    Zurück zu Deiner eigenen Perspektive: Vor wenigen Wochen, beim 3:2-Erfolg über die russische A2, hast Du zum ersten Mal im "Team 2006" mitgespielt. Ein bemerkenswerter Schritt Richtung A-Nationalmannschaft ist gemacht...

    Zunächst war ich froh, nach mehreren Nominierungen auf Abruf endlich einmal dabei sein zu dürfen. Den Adler auf der Brust zu tragen, hat mich schon sehr stolz gemacht. Nun hoffe ich auf regelmäßige Einsätze im Perspektivteam. Alles weitere wird sich zeigen. Mein großes Ziel ist es jedenfalls, zur WM 2006 den Sprung in den A-Nationalkader zu packen.

    http://www.sv-eintracht-trier05.de/index2.php?&na…ssoc_table=news

  • Presse Trier - Arminia

    • heinm
    • 1. Oktober 2003 um 11:04

    Trierischer Volksfreund (einer meiner absoluten Lieblingszeitungsnamen...! :lol: )

    Netter Zug von Big Ben

    TRIER. "Das wird ein heißer Tanz." - Wenn Roland Benschneider am Freitag (19 Uhr) mit Arminia Bielefeld im Moselstadion antritt, ist das mehr als ein "normales" Auswärtsspiel. Denn der 23-jährige Abwehrchef hat seine bislang größten Erfolge bei Eintracht Trier gefeiert.

    Von unserem Redakteur
    ANDREAS FEICHTNER

    Goethe rast nicht mehr durch Deutschland. Auch Annette von Droste-Hülshoff hat ihren letzten Pfiff gehört: Seit die Bahn ihre ICE umbenannt hat, heißen Züge "Recklinghausen", gerne auch "Bruchsal" oder "Güstrow". Wie bekommt man als Promi nun aber seinen Namen aufs Abteil, ohne gleich den ganzen Zug kaufen zu müssen?
    Ein früherer Trierer Fußballprofi hat damit keine Probleme: Wenn am Freitag der Sonderzug "Roland Benschneider" auf dem Trierer Hauptbahnhof einrollt, werden sich 400 Arminia-Fans womöglich Gedanken machen: Das ist also Trier, die "schönste Stadt Deutschlands", das Städtchen mit den "vielen schönen Frauen" (das sagte Benschneider in einem Arminia-Interview).

    Für den 23-jährigen 2,00-Meter-Schlaks ist Trier mehr als ein früherer Wohnort ohne ICE-Anschluss. Mehr als nur erste Profistation, Zwischenstopp auf dem Gleis in die Bundesliga oder sogar Nationalelf. In Trier hatte Benschneider seine bislang größten Erfolge: Er feierte den Zweitliga-Aufstieg und war daran beteiligt, dass die Eintracht mit Volldampf in die neue Liga startete. Unter Trainer Paul Linz merkte der kopfballstarke Hüne, dass er Fußball-Profi werden will - und dass er sich durchsetzen kann. Freundin Simone, die mit ihm nach Bielefeld gezogen ist, stammt zudem aus Trier.

    So kommt Benschneider nicht nur an die Mosel, wenn es der Job verlangt. "Ich habe noch Kontakte zu einigen Spielern", sagt der gebürtige Neubrandenburger . Beim Heimspiel der Eintracht gegen Haching saß der Hobby-Angler auf der Tribüne - und er war von der Leistung seiner früheren Kollegen angetan: "Die Abgänge wurden gut ersetzt. Hasan Vural hat stark gespielt." Das wird sein Nachfolger auf der linken Abwehrseite sicher gern hören. So erwartet Benschneider im Duell der "Blau-Schwarzen" am Freitag einen "heißen Tanz".

    "Big Ben" verliert in der ostwestfälischen Presse gelegentlich seinen"-schneider", Schneid und Selbstbewusstsein lässt er sich aber nicht nehmen: Die erste Berufung in das DFB-Perspektivteam 2006 war da nur der erste Schritt. "Die WM 2006 ist ein Fernziel", sagt Benschneider. Dazu müsste er aber schon bald in die Bundesliga - vielleicht mit Bielefeld? "Wir haben eine junge Mannschaft. Der Aufstieg ist in diesem Jahr noch nicht das Ziel", sagt der Abwehrchef. Einen Unterschied zur Eintracht-Zeit nennt er: "Ich übernehme hier mehr Verantwortung."

    Vielleicht sind ja auch die Verbindungen von Bielefeld aus in die große Fußballwelt besser - die Bahnverbindungen sind es allemal.

    http://www.intrinet.de/sport/fussball…160,259060.html

  • Simak

    • heinm
    • 30. September 2003 um 13:07

    sport1.de meldet in einem unglaublich schlecht geschriebenen Artikel:

    Karriere-Ende für Jan Simak

    München - Seit dem 23. September war Jan Simak unauffindbar. Am Montag ist er wieder aufgetaucht. Doch sein Fall hat ein höchst ungewöhnliches Ende.
    Der Fußball-Profi muss seine Karriere im Alter von 24 Jahren wegen anhaltender psychischer Problem beenden. Dies erfuhr Sport1 aus sicherer Quelle.
    Es ist das Ergebnis einer mehrstündigen Unterredung am Flughafen Frankfurt/Main, die erst am späten Montagabend gegen 23 Uhr endete.

    Karriere-Ende mit 24

    "Ich halte den öffentlichen Druck nicht mehr aus", hatte der Tscheche in der "Neuen Presse" Hannover bereits vor der Unterredung erklärt. Damit war die Tendenz klar.
    Die Entscheidung trafen Leverkusens Manager Reiner Calmund, die Simak-Berater Roger Wittmann und Christoph Leutrum sowie Jan Simak gemeinsam.

    Eine beeindruckende Saison

    Dabei wurden auch Details seines bis 2007 laufenden Vertrags bei Bayer geklärt.
    Der offensive Mittelfeldspieler wird damit zur tragischen Figur. Nicht schillernd wie bisher aufgrund vermeintlicher Eskapaden immer geschrieben wurde.

    Aufstiegs-"Held" 2001

    Jan Simak spielte seit 2000 im deutschen Profi-Fußball eine Rolle.
    Mit 18 Toren hatte er großen Anteil am Aufstieg von Hannover im Jahr 2001. Nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen für 6,2 Millionen Euro konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen jedoch nicht erfüllen.
    In 22 Spielen schoss er drei Tore und wurde vor dieser Spielzeit wieder an Hannover ausgeliehen.

    Der jüngste Auslöser

    Am 21. September war Simak nach dem Vormittags-Training in Hannover in seine tschechische Heimat abgereist, dort war er untergetaucht. Nach dem freien Montag fehlte er unentschuldigt beim 96-Training am 23.
    Weder Familie, enge Freunde, noch sein Klub Hannover 96 konnten den Mittelfeldstrategen aufspüren.

    Simak in der Psychofalle?

    "Rogon"-Mitarbeiter Christoph Leutrum traf den Tschechen nach intensiver, teilweise abenteuerlicher Suche am vergangenen Sonntag in der Hauptstadt Prag in einem Cafe eines engen Freundes.
    Simak machte einen völlig verstörten Eindruck. "Ich möchte nicht viel darüber sprechen, aber es war ein unglaublich emotionales Treffen", erklärte Leutrum.
    Schon an diesem Tag deutete sich an, dass eine Rückkehr von Simak in die Bundesliga keinen Sinn mehr machen würde.
    Vermutlich hatte sich Simak tagelang in ein abgedunkeltes Zimmer eingeschlossen.

    Ähnlicher Vorfall in Hannover

    In einer ähnlichen Lage hatten ihn Mannschaftsbetreuer bereits einmal in Hannover vorgefunden. Damals mussten sie sich beinahe mit Gewalt Zugang zur Simak-Wohnung verschaffen. Der Tscheche soll völlig abwesend in der Mitte seines Wohnzimmers gesessen haben.
    Dass psychische Probleme einen Fußball-Profi zur Aufgabe zwingen, ist in dieser drastischen Form ein einmaliger Vorgang in der Bundesliga. Bislang waren eher Alkohol- oder Drogen-Probleme Gründe für ein zumindest zwischenzeitliches Aus. Doch darüber wurde meist der Mantel des Schweigens gelegt. Ein Gentleman-Agreement.

    Wurde eine Krankheit vertuscht?

    Simaks offenkundige Probleme wurden von Hannovers Manager Ricardo Moar noch am Wochenende als "Quatsch" bezeichnet, als Schutzbehauptung seines Beraters. Angesichts der neuerlichen Wendung hat Moar wohl deutlich überzogen.
    Simaks Eingeständnis, an einer Krankheit zu leiden und sich helfen zu lassen, stellt eher die alten Geschichten von vermeintlichen Eskapaden in Frage. Da war z.B. schon einmal von einem Auto-Diebstahl die Rede, als Simak beim Trainingsauftakt von Bayer Leverkusen fehlte.
    Ob das wohl der Wahrheit entsprach?

    Mark Mittasch/Christian Ortlepp

    http://www2.sport1.de/coremedia/gene…3009_20mel.html

  • Der neueste Trend: googlewhacking!

    • heinm
    • 28. September 2003 um 10:13
    Zitat

    Original von Toto Schillaci
    Unter der Adresse http://www.googlewhack.de/ gibt es seit einiger Zeit ein spezielles Forum, in dem Wortkombinationen gesammelt werden, zu denen tatsächlich nur ein einziges Suchergebnis gefunden wird.

    Und in dem Moment steht diese Kombination ein zweites Mal im Internet... interessant, eine sich selbst vernichtende Zeitvernichtungsidee. :D Ob irgendwann wohl Vokabular und Kombinationsmöglichkeiten der jeweiligen Sprache aufgebraucht sind?!

    Gruß
    Hein M

  • Presse Regensburg - Arminia

    • heinm
    • 22. September 2003 um 11:12

    Ohne Spielgestalter herrscht Planlosigkeit

    Paulinho zu «klein» für Einsatz? / Rraklli: «Hätten Punkt verdient» / Kein Präsent für Groenewold

    Von Heinz Reichenwallner, MZ

    REGENSBURG. Auf dem im Juli geschossenen Mannschaftsfoto des SSV Jahn Regensburg ist Paulinho nicht drauf. Deutliches Zeichen dafür, dass der von Young Boys Bern gekommene Brasilianer zu dem Zeitpunkt noch nicht dem Kader des Regensburger Fußball-Zweitligisten angehörte. Spätestens seit seinen gelungenen Vorstellungen in den Testspielen gegen Glasgow Rangers und den FC Bayern München schwärmte aber jeder von der Fußballkunst des 21-Jährigen, um den es seit Saisonstart von Spiel zu Spiel ruhiger geworden ist. Durfte er zum Auftakt in Aue noch bis zur 72. Minute mitwirken, waren es gegen Greuther Fürth nur noch 60 und gegen Lübeck 23 Minuten, während er gegen Duisburg und Unterhaching bereits völlig unberücksichtigt blieb.

    Allerspätestens aber seit Freitagabend, seit der 1:2 (1:2)-Niederlage gegen Arminia Bielefeld, weiß nun aber wirklich jeder, dass dem SSV Jahn ein Spielgestalter fehlt, ein Akteur mit Ballverteiler-Qualitäten die Paulinho sicher haben dürfte. Dass die Regensburger bei ihrer zweiten Heimniederlage im dritten Heimspiel erneut auf den Brasilianer verzichteten, begründete Ingo Peter mit dessen fehlendem Gardemaß. «Gegen ein so körperlich robustes Team wie Bielefeld muss man gleichwertig dagegenhalten können. Mit Tölcseres und Rraklli standen aber schon zwei relativ kleine Spieler bei uns im Team. Da kann ich nicht noch einen dritten dieser Größenordnung bringen.» Ehrlicherweise ordnete der Jahn-Coach aber seine Maßnahme, den zwar körperlich robusten, doch spieltechnisch nicht so versierten Martin Willmann als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Sturm aufzubieten, unter der Rubrik «misslungen» ein: «Die Überlegung, dass Willmann nach vorne arbeitet und im Mittelfeld auch diverse Defensivaufgaben verrichtet, hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht.» Willkommen in der Wirklichkeit!

    Und die sah, zumindest im ersten Durchgang, so aus: Der SSV Jahn agierte ohne Spielgestalter, aber eigentlich spielte er ohne Mittelfeld. Dort konnten die Bielefelder vor allem deren Nummer fünf, Rüdiger Kauf schalten und walten, wie sie wollten. Die Regensburger bekamen Ball und Gegner nicht in den Griff. Das war fatal. Denn auch nach dem Ausgleichstor von Pap Dione (1:1) setzte sich die Planlosigkeit fort, die bald zum Heimkomplex führen kann.

    Erst nach der Pause zeigten die Regensburger wie ein Kollektiv funktionieren soll (kann). Oliver Straube war für Christian Kritzer gekommen und zweifellos eine Bereicherung im Jahn-team. Der SSV Jahn gewann Zweikämpfe, zeigte Zug zum gegnerischen Tor, besaß mehrmals die Ausgleichschance ohne sie aber nutzen zu können. Kein Wunder, dass die Rot-Weißen enttäuscht waren und ihrem Frust Luft machten. «In der ersten Halbzeit haben wir katastrophal gespielt», gab Andras Tölcseres zu und klagte sein Leid: «Für die Stürmer ist kaum ein Ball nach vorne gekommen.» Auch Torwart Peter Martin war enttäuscht: «Wir hatten uns so viel vorgenommen und sind dann bereits nach vier Minuten in Rückstand geraten.» Kapitän Carsten Keuler versuchte derweil die Gemüter zu beruhigen: «Wir sollten nicht so vermessen sein und glauben, dass wir wie in der Regionalliga jedes Heimspiel gewinnen können. Die Gegner in der Zweiten Bundesliga haben da schon eine andere Qualität und ein ganz anderes Kaliber. Mit Bielefeld ist ein Ex-Bundesligist gekommen, der Ambitionen zum Wiederaufstieg hat.» Jahn-Coach Peter betonte ebenso die Stärke des Gegners: «Bielefeld ist doch keine Edeka-Mannschaft, sondern ein Team, das in der letzten Saison noch in der Bundesliga spielte.»

    Indes versuchte Benno Möhlmann den ersten Erfolg dieser Saison in der Fremde zu relativieren. «In der ersten Halbzeit haben wir unsere bisher beste Auswärtsleistung gezeigt. Nach der Pause haben wir aber Schwierigkeiten bekommen», gab Bielefelds Trainer zu. Frohgemut war er aber allemal: «Mit drei Punkten im Gepäck ist die Stimmung auf der langen Heimfahrt schon besser.» Beim SSV Jahn war die Stimmung dagegen im Keller. «Ich bin heute 57 Jahre alt geworden, aber nach dem 1:2 fühle ich mich wie 65», meinte ein enttäuschter Jahn-Boss Heinz Groenewold. Sein Geburtstagswunsch, ein Heimsieg, blieb ihm an seinem Ehrentag verwehrt. «Einen Punkt hätten wir verdient», meinte Altin Rraklli. Dem 33-jährigen war anzumerken, dass er sein Heimdebüt gerne erfolgreicher gestaltet hätte.

    http://www.donau.de/sport/region/jahn/

  • Presse Regensburg - Arminia

    • heinm
    • 22. September 2003 um 11:11

    Mittelbayrische Zeitung

    Schade, Jahn! Da war mehr drin

    Regensburger verschlafen beim 1:2 gegen Bielefeld erste Hälfte komplett

    Von Heinz Gläser, MZ

    REGENSBURG. Droht da ein Heimkomplex? Fußball-Zweitligist Jahn Regensburg blieb nach überzeugenden Auftritten in der Fremde auch im dritten Saisonspiel auf eigenem Platz ohne Sieg. Im Gegensatz zur 0:4-Abreibung gegen Lübeck sahen 8500 Zuschauer beim 1:2 (1:2) gegen Arminia Bielefeld am Freitagabend aber wenigstens in der zweiten Hälfte einen engagierten Aufsteiger, der zumindest einen Punkt verdient gehabt hätte. Isaac Boakye (4. Minute), und Patrick Owomoyela (33.) trafen für den Bundesliga-Absteiger, Pap Dione für den Jahn (18.). Die Regensburger stürzten vorerst auf einen Abstiegsplatz.

    «Wir haben heute einfach ein Tor zu wenig gemacht», ärgerte sich Ingo Peter hinterher. Positiv stimmte den Jahn-Coach, dass sein Team nach einer verpatzten ersten Hälfte «Moral bewiesen und sich ins Spiel zurückgekämpft» habe. Das sah Kollege Benno Möhlmann ähnlich: «Gut, dass der Jahn nur das eine Tor gemacht hat.»

    In Peters Aufstellungspoker war Altin Rraklli das Ass. Der Jahn-Coach wählte nicht ganz unerwartet die etwas offensivere Variante mit dem albanischen Nationalspieler als Ersatz für den rotgesperrten Karsten Hutwelker. Der 32-Jährige ging mit Andras Tölcseres in die Spitze, Martin Willmann agierte zurückgezogen.

    So schön ausgetüftelt die Marschroute auch gewesen sein mag, sie war schon nach vier Minuten Makulatur. Der Jahn verschlief die Anfangsphase komplett, wirkte wie paralysiert. Zwangsläufige Folge des kollektiven Blackouts: Die Arminen-Führung durch Neuzugang Boakye. Dione hatte bei einem Schuss von Marco Küntzel noch auf der Linie klären können, doch nach Owomoyelas Vorlage hatte der 21 Jahre alte Ghanaer freie Bahn. Auch Keeper Peter Martin hatte in dieser Situation nicht seinen lichtesten Moment. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Rot-Weißen hätten sich schon nach sechs Minuten den vorzeitigen K.o. eingehandelt. Aber diesmal war Martin gegen Küntzel zur Stelle.

    Und die Hausherren? Fanden bis zur 18. Minute im eigenen Stadion praktisch nicht statt. Umso überraschender Diones Weckruf. Der Senegalese verlängerte einen Devoli-Freistoß von halbrechts per Kopf am verdutzten Arminen-Keeper Mathias Hain vorbei zum Ausgleich. Fast schon ein Fall fürs Geschichtsbuch: Der erste Jahn-Heimtreffer in der Zweiten Liga nach 26 Jahren! Gleichzeitig das Ende der 198-minütigen Torflaute auf eigenem Terrain.

    Das kreative Loch in der Jahn-Zentrale klaffte trotzdem unübersehbar. Anders die Ostwestfalen, die durch Massimiliano Porcello das nächste Ausrufezeichen setzten. Martin lenkte dessen Flanke an die Latte (20.). Einzig Tölcseres brachte Bielefeld in Hälfte eins noch in sachte Bedrängnis: mit einem Kopfball nach Willmann-Flanke (22.) und einem 20-m-Schuss (42). Dazwischen lag jedoch die erneute Gäste-Führung. Marcio Borges setzte sich im Duell mit Dione durch, Owomoyela genoss alle räumlichen Freiheiten und ließ sich daher nicht zweimal bitten (33.).

    Peter brachte Neuzugang Oliver Straube für Martin Kritzer. In die Aktionen kam mehr Zug. Die Jahn-Defizite indes blieben augenscheinlich. Sie lagen auf den Außenbahnen und in der Schaltzentrale, in der Willmann nur nominell anzutreffen war. Abwehrchef Mario Stieglmair spielte immer häufiger den Ankurbler.

    Devoli verzog nach seiner Vorarbeit knapp (59.). Willmann hatte nach Straube-Vorlage die nächste Jahn-Chance, sein Ball blieb jedoch in der Abwehr hängen (64.). Schrecksekunde für den Jahn-Anhang, als Martin fast den Ball gegen den eingewechselten Zeljko Radovic vertändelte (68.).

    Ingo Peter spielte nun Vabanque, warf mit Michal Chalbinski und Ermin Melunovic alles auf den Platz, was die Jahn-Bank an Stürmern hergab. Vor dem Gästetor herrschte Staugefahr. Rraklli probierte es mit einem Fallrückzieher (72.), Markus Knackmuß mit einem Kopfball nach Tölcseres-Ecke (73.) beide Male war Hain hellwach. Und auch Melunovic scheiterte nach einer Kombination über Stieglmair am Arminen (76.).

    Es kam noch dicker: Dione köpfte freistehend neben das Tor (79.). Ungefilterte Verzweiflung auf den Jahn-Gesichtern. Es reichte nicht mehr.

    http://www.donau.de/sport/region/jahn/

  • Mal ganz im Ernst....

    • heinm
    • 21. September 2003 um 12:41

    Ursupation wäre eher sowas wie "Verbärung"... :D

    Gruß
    Hein M

  • Presse Arminia - Karlsruhe

    • heinm
    • 17. September 2003 um 12:01

    Bielefeld fasst wieder Tritt - Möhlmann bleibt Realist

    Bielefeld (dpa) - Arminia Bielefeld fasst in der 2. Fußball- Bundesliga langsam wieder Tritt. Trainer Benno Möhlmann kann nach dem 3:1 (2:0) gegen den Karlsruher SC ruhiger arbeiten und im «Jahr des Umbruchs» (Möhlmann) die sportliche Zukunft des Absteigers gelassener planen.

    «Jeder Sieg ist wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Wir haben acht Stammspieler verloren, da muss sich ein Team erst einmal neu finden», sagte der 49-Jährige, dessen Mannschaft mit dem zweiten Heim-Erfolg den Sturz auf die Abstiegsränge verhinderte.

    Einer genoss den Applaus der 8356 Zuschauer auf der Alm: Isaac Boakye. Der neue Bielefelder Hoffnungsträger wurde bei seiner Premiere zwar nach 65 Minuten ausgewechselt, hatte sich den Beifall aber verdient: «Es war ein großes Erlebnis für mich.» In seinem ersten Spiel für die Arminia erzielte der 21-Jährige aus Ghana das 2:0 (45.), nachdem Marco Küntzel (22.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte. «Isaac war zur richtigen Zeit am richtigen Ort», lobte Möhlmann. Mario Eggimann verkürzte für den KSC (73.), Detlev Dammeier (90.) stellte mit einem Handelfmeter den Endstand her.

    Boakye, der vor zwei Wochen von Asante Kotoko Kumasi nach Bielefeld wechselte und erst vor ein paar Tagen seine Spielgenehmigung erhielt, könnte den nach Berlin gewechselten Torjäger Artur Wichniarek auf lange Sicht ersetzen. Möhlmann dämpfte indes die Erwartungen: «Er hat in einigen Szenen gezeigt, was wir auf Dauer an ihm haben können. Beim Debüt hat das Zusammenspiel aber noch nicht optimal geklappt.»

    In Bielefeld ist wieder Ruhe eingekehrt, nachdem es wegen des schlechten Starts zwischen Trainer und Vorstand Missstimmung gegeben hatte. Mittlerweise sind sich alle einig: Der direkte Wiederaufstieg ist kein Thema mehr. «Platz sechs bis acht» ist für Möhlmann das realistische Ziel: «Dazu sind wir in der Lage. Wenn mehr drin ist, wäre das umso schöner.» Massimiliano Porcello, der Vorlagen zu zwei Treffern gab, unterstützt diese Zielvorgabe: «In Bielefeld entwickelt sich ein neues Team, das Zeit braucht. Wenn es richtig laufen sollte, können wir aber alles erreichen.»

    Dagegen haben die Hoffnungen des Karlsruher SC, der zuvor zwei Auswärtsspiele gewann, einen Dämpfer erhalten. «Es ist klassisch, dass wir die erste Hälfte verschlafen», beklagte Mittelfeldspieler Abderrahim Ouakili. «Wir haben im ersten Durchgang Standfußball ohne Zweikämpfe geboten, so kann das nichts gehen», kritisierte Trainer Lorenz-Günther Köstner. Dennoch ist der KSC-Coach optimistisch: «Meine junge Mannschaft hat sich in den ersten fünf Saisonpartien schon ganz gut verkauft.»

    http://www.sueddeutsche.de/sport/zweiteli…50-dpa_4729544/

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