1. Dashboard
  2. Artikel
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Forum
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. DSC4ever.de
  2. Mitglieder
  3. heinm

Beiträge von heinm

  • EX-Armine Bastian Reinhardt

    • heinm
    • 5. Juni 2003 um 16:31

    Der Modellathlet beim hanseatischen Traditionsverein, soso... das hört sich ja an, als wäre der zuständige Redakteur nach dem Genuss einer Flasche original-20er-Jahre-Absinth in ein formulatorisches Zeitloch gestolpert... :lol:

    Wie auch immer: tschüs Bastian! :hi: Und viel Erfolg in Hamburg, vielleicht guck' ich mal in der AOLa vorbei. Den Platz in meiner Kicker-Elf der nächsten Saison hast Du auf jeden Fall sicher (bei so 'nem Schnäppchen...) ;)

    Gruß
    Hein M

  • Wie gefährdet ist die Lizenz tatsächlich?

    • heinm
    • 5. Juni 2003 um 09:49

    Kapitän auf Kurssuche

    Tilgungsaufschub bringt 750.000 Euro
    VON RAINER KLUSMEYER

    Bielefeld (rk). 31 Spiele in Folge bildeten sie ein Duo, das für relative Stabilität in der Abwehr des DSC Arminia sorgte. Gemeinsam werden die Dauerbrenner Torjus Hansén und Bastian Reinhardt den Bundesligaabsteiger verlassen, mit der Chance, ab 1. Juli international Fußball spielen zu können. Die Ablösesummen sind ein Beitrag zum Erhalt der Zweitliga-Lizenz, ein Meilenstein zur Konsolidierung der Finanzen ist die Zusage der Banken, ein Jahr auf die fälligen 750.000 Euro an Tilgung und Zinsen für den Alm-Ausbau zu verzichten.
    Hansén wird nach der Rückkehr von der Nationalmannschaft beim norwegischen Dauer-Champion Rosenborg Trondheim unterschreiben, Reinhardt hat ein Angebot des UEFA-Cup-Teilnehmers Hamburger SV vorliegen. Arminias Kapitän aber tut sich schwer bei der Wahl seines zukünftigen Arbeitgebers. Einem halben Dutzend weiterer Interessenten hat Reinhardt nach der ersten Kontaktaufnahme abgesagt, aus dem Kreis der restlichen vier Kandidaten ist neben dem HSV allein Hannover 96 übrig geblieben. „In Hannover hätte ich wahrscheinlich einen ähnlichen Status wie bei Arminia“, erklärt der 27-Jährige seine abwägende Haltung: „Ich dürfte mir eines Stammplatzes ziemlich sicher sein, stünde auch in der Hierarchie weit oben.“ Beim HSV sähe für ihn „die Perspektive anders aus“, kann Reinhardt nicht einstufen, „wie hoch meine Chance ist zu spielen“. Ständige Spielpraxis zu haben und weiter Führungsfunktionen übernehmen zu dürfen, stuft Reinhardt in der persönlichen Wertschätzung mindestens genau so hoch ein wie den Reiz, mit dem HSV erstmals in der eigenen Karriere um europäische Ehren kämpfen zu können. „Finanziell bewegen sich die Angebote im gleichen Rahmen“, erklärt der Noch-Bielefelder, das Geld wird also in der „letzten Verhandlungsrunde“ nicht den Ausschlag über die für dieses Wochenende erwartete Entscheidung geben.

    Reinhardt-Umwerber Bayer Leverkusen erhielt vom einzigen Feldspieler, der sämtliche 3.060 Spielminuten der abgelaufenen Bundesligasaison bestritten hat, einen Korb: „Leverkusen ist ein Verein, mit dem ich mich einfach nicht so identifizieren könnte wie mit HSV oder 96. Auch glaube ich nicht, dass Bayer weiter die große Rolle spielen wird wie in den vergangenen Bundesligajahren.“ Sowohl in Hamburg als auch in Hannover hat der gebürtige Mecklenburger gelebt und sich „in beiden Städten sehr wohl gefühlt“.

    „Es war eine schöne Zeit, in der ich mich als Spieler und Persönlichkeit entwickelt habe“

    Der Abschied von Bielefeld fällt aus emotionalen Gründen schwer. „Über meine drei Jahre bei Arminia kann ich nur Gutes sagen. Es war eine schöne Zeit, in der ich mich als Spieler und Persönlichkeit entwickelt habe“, fasst Reinhardt zusammen. Rational konnte er nicht anders handeln, denn: „Ich habe noch Einiges vor und dazu brauche ich eine Bühne, auf der ich mich präsentieren kann.“ Als „konkretes Ziel“ möchte der zuverlässige Defensivmann die WM 2006 nicht bezeichnen, ein „Traum“ aber sei die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft im eigenen Land allemal. Um der Realisierung des Kindheit-Traumes näher zu kommen, wählt Bastian Reinhardt auch nicht den ebenfalls möglichen Umweg über England. „Mit meiner Länge, meiner Kopfball- und Zweikampfstärke würde ich gut auf die Insel passen“, glaubt der 1,94-m-Mann, sagte trotzdem dem finanziellen äußerst lukrativen Angebot eines englischen Erstligisten ab, „weil man in England nicht so im Fokus steht“. Nur wenn „dieser Verein noch einmal so angreift, dass ich ins Schwitzen gerate“, könnte er von seiner Grundsatzentscheidung abrücken.

    Eine Nebenrolle auf der Wanderbühne Zweite Liga zu spielen allerdings, hatte Bastian Reinhardt ausgeschlossen. Bei den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung habe er sich deshalb die Ablösesumme von 250.000 Euro festschreiben lassen. „Ganz ehrlich, ohne diesen Passus hätte ich den Vertrag nicht unterschrieben“, gibt der Bielefelder Kapitän zu, denn: „Bei der heutigen Marktlage hätte eine andere Summe, etwa 500.000 Euro, von vornherein potenzielle Interessenten abgeschreckt.“

    http://www.nw-news.de

  • Ironie und Häme?

    • heinm
    • 5. Juni 2003 um 09:38

    Kapitän auf Kurssuche

    Tilgungsaufschub bringt 750.000 Euro

    VON RAINER KLUSMEYER

    Bielefeld (rk). 31 Spiele in Folge bildeten sie ein Duo, das für relative Stabilität in der Abwehr des DSC Arminia sorgte. Gemeinsam werden die Dauerbrenner Torjus Hansén und Bastian Reinhardt den Bundesligaabsteiger verlassen, mit der Chance, ab 1. Juli international Fußball spielen zu können. Die Ablösesummen sind ein Beitrag zum Erhalt der Zweitliga-Lizenz, ein Meilenstein zur Konsolidierung der Finanzen ist die Zusage der Banken, ein Jahr auf die fälligen 750.000 Euro an Tilgung und Zinsen für den Alm-Ausbau zu verzichten.
    Hansén wird nach der Rückkehr von der Nationalmannschaft beim norwegischen Dauer-Champion Rosenborg Trondheim unterschreiben, Reinhardt hat ein Angebot des UEFA-Cup-Teilnehmers Hamburger SV vorliegen. Arminias Kapitän aber tut sich schwer bei der Wahl seines zukünftigen Arbeitgebers. Einem halben Dutzend weiterer Interessenten hat Reinhardt nach der ersten Kontaktaufnahme abgesagt, aus dem Kreis der restlichen vier Kandidaten ist neben dem HSV allein Hannover 96 übrig geblieben. „In Hannover hätte ich wahrscheinlich einen ähnlichen Status wie bei Arminia“, erklärt der 27-Jährige seine abwägende Haltung: „Ich dürfte mir eines Stammplatzes ziemlich sicher sein, stünde auch in der Hierarchie weit oben.“ Beim HSV sähe für ihn „die Perspektive anders aus“, kann Reinhardt nicht einstufen, „wie hoch meine Chance ist zu spielen“. Ständige Spielpraxis zu haben und weiter Führungsfunktionen übernehmen zu dürfen, stuft Reinhardt in der persönlichen Wertschätzung mindestens genau so hoch ein wie den Reiz, mit dem HSV erstmals in der eigenen Karriere um europäische Ehren kämpfen zu können. „Finanziell bewegen sich die Angebote im gleichen Rahmen“, erklärt der Noch-Bielefelder, das Geld wird also in der „letzten Verhandlungsrunde“ nicht den Ausschlag über die für dieses Wochenende erwartete Entscheidung geben.

    Reinhardt-Umwerber Bayer Leverkusen erhielt vom einzigen Feldspieler, der sämtliche 3.060 Spielminuten der abgelaufenen Bundesligasaison bestritten hat, einen Korb: „Leverkusen ist ein Verein, mit dem ich mich einfach nicht so identifizieren könnte wie mit HSV oder 96. Auch glaube ich nicht, dass Bayer weiter die große Rolle spielen wird wie in den vergangenen Bundesligajahren.“ Sowohl in Hamburg als auch in Hannover hat der gebürtige Mecklenburger gelebt und sich „in beiden Städten sehr wohl gefühlt“.

    „Es war eine schöne Zeit, in der ich mich als Spieler und Persönlichkeit entwickelt habe“

    Der Abschied von Bielefeld fällt aus emotionalen Gründen schwer. „Über meine drei Jahre bei Arminia kann ich nur Gutes sagen. Es war eine schöne Zeit, in der ich mich als Spieler und Persönlichkeit entwickelt habe“, fasst Reinhardt zusammen. Rational konnte er nicht anders handeln, denn: „Ich habe noch Einiges vor und dazu brauche ich eine Bühne, auf der ich mich präsentieren kann.“ Als „konkretes Ziel“ möchte der zuverlässige Defensivmann die WM 2006 nicht bezeichnen, ein „Traum“ aber sei die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft im eigenen Land allemal. Um der Realisierung des Kindheit-Traumes näher zu kommen, wählt Bastian Reinhardt auch nicht den ebenfalls möglichen Umweg über England. „Mit meiner Länge, meiner Kopfball- und Zweikampfstärke würde ich gut auf die Insel passen“, glaubt der 1,94-m-Mann, sagte trotzdem dem finanziellen äußerst lukrativen Angebot eines englischen Erstligisten ab, „weil man in England nicht so im Fokus steht“. Nur wenn „dieser Verein noch einmal so angreift, dass ich ins Schwitzen gerate“, könnte er von seiner Grundsatzentscheidung abrücken.

    Eine Nebenrolle auf der Wanderbühne Zweite Liga zu spielen allerdings, hatte Bastian Reinhardt ausgeschlossen. Bei den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung habe er sich deshalb die Ablösesumme von 250.000 Euro festschreiben lassen. „Ganz ehrlich, ohne diesen Passus hätte ich den Vertrag nicht unterschrieben“, gibt der Bielefelder Kapitän zu, denn: „Bei der heutigen Marktlage hätte eine andere Summe, etwa 500.000 Euro, von vornherein potenzielle Interessenten abgeschreckt.“

    http://www.nw-news.de

    EDIT: Huch, vollkommen verpostet! Wie zur Hölle ist der Beitrag denn in diesen Thread gerutscht?!?? ?( Eigentlich sollte er hier hin:
    https://www.dsc4ever.de/thread.php?thr…did=7&page=2#18

  • Svitlica

    • heinm
    • 3. Juni 2003 um 15:02
    Zitat

    Original von Toto Schillaci
    ... demnächst können wir uns dann in "Polonia Bielefeld" umbenennen...

    Ich find das gut... so habe ich meinen polnischen Kollegen schon fast zum Arminia-Anhänger umpolen (!) können...

    :D
    Gruß
    Hein M

  • Arminia Bielefeld braucht Geld - aber wer gibt was?

    • heinm
    • 2. Juni 2003 um 17:02
    Zitat

    Original von Fichte
    Ist Punika nicht von Ditmeyer... der hat doch auch Valensina und so...

    Punica gehört seit einiger Zeit zu Procter & Gamble. Valensina auch, wurde aber von Onkel D. zurückgekauft...

    Gruß
    Hein M

  • Arminia Bielefeld braucht Geld - aber wer gibt was?

    • heinm
    • 29. Mai 2003 um 15:38

    Was war denn eigentlich der Inhalt des Schreibens, auf das dies die Antwort ist?

    Gruß
    Hein M

  • 2. Liga

    • heinm
    • 27. Mai 2003 um 15:13

    Jetzt aber mal 'n sachliches Argument:

    KLORANT AM A ...llerwertesten! :D

    Ich war schon seeehr froh, dass ich die elende Fönfrisur mit dem Choleriker drunter in letzter Zeit in der Bundesliga nicht mehr sehen musste... ;)

    Gruß
    Hein M

  • Torwartlegende Mathias Hain

    • heinm
    • 27. Mai 2003 um 09:13

    Der inszenierte Prozess

    Von Philipp Selldorf

    Der DFB-Kontrollausschuss hat erklärt, dass er von Arminia Bielefelds Torwart Mathias Hain wissen möchte, wie dieser in der vergangenen Woche zu der Behauptung gelangt ist, das Spiel zwischen dem 1.FC Nürnberg und Bayer Leverkusen sei „schon verschoben worden“. Hain solle diese mehrfach vorgebrachte Vermutung „beweisen“. Falls er das nicht kann, will ihn der Kontrollausschuss wegen „unsportlichen Verhaltens“ bestrafen.

    Wir möchten bei dieser Gelegenheit dem üblen Verdacht des misstrauischen Torwarts eine weitere ungeheuerliche Unterstellung folgen lassen, als Anwalt ohne Lizenz und Mandat: Ziel der amtlichen Untersuchung ist es nicht, „Beweise“ in Form belastender Dokumente hervorzubringen. Dann hätte der DFB ein ungleich größeres Problem, das ihm – noch eine bösartige Unterstellung – erst recht nicht willkommen wäre. Ziel der angeblich von Amts wegen, nach unserer Ansicht aus kalkuliertem Aktionismus veranlassten Anhörung ist vielmehr der Versuch, einen Schauprozess zu inszenieren. Dahinter steht die Absicht der Verbandsjuristen, die Rolle der unbestechlichen Aufklärer zu spielen und für ähnliche Fälle in der Zukunft abschreckende Wirkung zu erzeugen.

    Hains Vorwürfe waren gewagt. Man könnte sie mit Panik erklären und mit der Zugehörigkeit zu Arminia Bielefeld, die vermutlich zwangsläufig dazu führt, dass sich einer von der Gerechtigkeit verlassen fühlt. Man könnte sie auch für überflüssig und hysterisch halten. Aber sie waren zulässig: Wie konnte sich jemand sicher wähnen, dass es vor dem für Bielefeld so bedeutenden Duell in Nürnberg keine Absprachen gegeben hatte? Nachdem Club-Präsident Michael Roth den Leverkusenern den Klassenverbleib gewünscht hatte, damit sein Team in der Zweiten Liga weniger Konkurrenz hätte; nach den beschlossenen (Trainer Augenthaler) und heimlich verhandelten Transfers (Profi Jarolim) zwischen den beiden Klubs – drängt sich da nicht der Verdacht auf, dass der Wettbewerb beeinflusst wurde? Und herrscht nicht eigentlich Redefreiheit in Deutschland?

    Eine Tapferkeitsmedaille für Hain ist nicht angebracht. Eine Strafe jedoch noch weniger. Man könnte stattdessen Herrn Roth vorladen und nach seinem Verständnis von sportlicher Fairness befragen.

    http://www.sueddeutsche.de

  • 2. Liga

    • heinm
    • 26. Mai 2003 um 22:35
    Zitat

    Original von tobsi
    wart ihr eigentlich schon mal auf der homepage von burghausen?

    http://www.sv-wacker.de/svwfussball/

    fällt euch was auf? :D

    Hihi, coool... kennt jemand jemanden bei Bicos oder den Programmierern? Die sitzen doch bestimmt in Bielefeld... dann knacken wir zum Spiel Burghausen - Arminia das Passwort und speisen unseren Liveticker ein. :D

    Gruß
    Hein M

  • Thesen für Zukunft

    • heinm
    • 26. Mai 2003 um 19:52
    Zitat

    Original von Knüppel
    ...ist die Einführung der anderthalbten Liga.

    :D Großartige Idee! :D Wahrscheinlich die beste, die ich in den letzten drei, vier Jahren zu dem Thema gehört habe. Sollte sofort vom Surrealismusausschuss des DFB / der DFL diskutiert, an Unterausschüsse mit klar umrissenen Aufgabengebieten delegiert und anschließend flugs umgesetzt werden. :D

    Gruß
    Hein M

    P.S.: Zur Ergänzung zu Punkt 4 - ja, gute Idee (ein bisschen ging's in letzter Zeit ja schon in die Richtung, aber nicht allzu erkennbar). Vielleicht kann man dann den hier und da in OWL wuchernden Schalke-, Bayern- und Gladbach-Schuppenflechten ein wenig lokales Crisan entgegensetzen. Oder lieber Alpecin, das wird wenigstens von Dr. Wolff in Bielefeld gebraut. ;)

  • Thesen für Zukunft

    • heinm
    • 26. Mai 2003 um 18:18

    Wie wir in den letzten Jahren leider beobachten mussten, waren die Erstligaausflüge von Arminia leider stets von bedauernswert kurzer Dauer. Weder durch die Pomp-und-Pump-Jahre unter Lammmiddendorp, durch das Bruchhagerland-Intermezzo noch durch die derzeitige sportliche und geschäftliche Führung konnten die fußballerischen Leistungen für längere Zeit auf erstklassiges Niveau gebracht werden. Trotzdem ging's immer weiter mit Arminia. Hier nun ein paar Thesen, wie man es schaffen könnte, dass es in Zukunft womöglich ein wenig besser weitergeht. Die Liste darf / soll / muss kritisiert, verändert und erweitert werden. Kommentare sind farblich gekennzeichnet. Nun diskutiert mal schön – die Wahrheit ist aufm Pla... äh, erstmal im Forum. Zumindest bis zum Beginn der Zweitligasaison 2003 / 2004. ;)


    1. Der sofortige Wiederaufstieg wird vorerst verboten.

    2. In der zweiten Liga sollte zunächst versucht werden, sich mit einem perspektivreichen Team zu stabilisieren und zu etablieren.

    3. Da Arminia auf Transferüberschüsse angewiesen ist, sollte dabei
    a) auf langfristige Verträge mit Ausstiegsklauseln geachtet werden, die dem Verein im Fall des Wechsels wenigstens finanziell weiterhelfen und
    b) im Zweifel eher in junge Spieler oder die eigene Jugendabteilung als in einen Ü-30-Altstar investiert werden (bei der U19 scheint dies ja zum Teil schon zu klappen) sowie
    c) auf Leihverträge verzichtet werden.

    4. Das Profil schärfen: Um langfristig besser bei Sponsoren (und auch bei den Fans, dem DFB sowie dem Rest der Liga, des Landes und der Welt) anzukommen, braucht Arminia in der Kommunikation nach außen eine einheitlichere Identität. Dies gilt sowohl für klassische Marketingmaßnahmen wie auch fürs Internet und vor allem für Pressearbeit.
    Dass diese Saison weitgehend Ruhe im Karton war, ist schon mal ein ganz wichtiger Aspekt und ein riesiger Fortschritt im Vergleich zu den Zeiten davor. In Sachen Transferpolitik muss allerdings an der Außendarstellung noch enorm gearbeitet werden: Es geht nicht, alle paar Wochen öffentlich Interesse an Spielern zu bekunden, von denen sich dann kurzfristig herausstellt, dass sie aus verschiedenen Gründen (u.a. der Nennung selbst!) eher doch nicht unterschreiben werden. Auch ein Pressebericht über die Vertragsverlängerung eines Spielers ohne Berater und Ausstiegsklausel, der sich einige Zeit später als falsch herausstellt, ist unglücklich. "Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen" (Olaf Thon).

    5. "Was Sie hier sehen, ist möglicherweise die Antizipierung für das, was später kommt" (Wilfried Mohren)... :D


    Gruß
    Hein M :arminia:

  • EX-Armine Bastian Reinhardt

    • heinm
    • 23. Mai 2003 um 12:26

    96: Hannover will Reinhardt zurück

    Natürlich, man sollte vor dem Saisonfinale „nicht über Spieler von Klubs reden, die noch absteigen können”. Das macht Ralf Rangnick ja auch nicht. Der 96-Trainer baut wie sein Klubchef eine Mauer des Schweigens auf. „Für Bielefeld gehts noch um ganz viel, da muss man Verständnis haben, dass wir uns zurückhalten”, erklärt Martin Kind.
    Doch auch, wenn 96 auf die Etikette achtet, ändert es nichts daran: Wie die NP erfuhr, ist 96 scharf auf zwei Bielefelder – auf den defensiven Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski und auf Bastian Reinhardt.
    Vor allem der Reinhardt-Deal birgt Konfliktstoff. Der Ex-96-Profi „würde in unser Anforderungsprofil passen”, gibt Rangnick immerhin zu. Aber der 27-Jährige steht als Kapitän der Arminia im Existenzkampf auch in besonderer Verantwortung. Von ihm wird erwartet, dass er sich stark für seinen Verein engagiert.
    Doch Reinhardt hat sich schon Gedanken um seine Zukunft gemacht. „Wenn wir absteigen, muss ich mir Angebote aus der ersten Liga ansehen”, machte er deutlich. Eine klare Ansage: Er wird Arminia verlassen, wenn die Klasse nicht gehalten wird.
    Reinhardt hat von seinem Berater Jürgen Milewski für den Abstiegsfall zudem eine Ausstiegsklausel in den Vertrag einarbeiten lassen. Für nur 300.000 Euro kann er die Alm verlassen.
    Damit wäre der früher bei den 96-Fans so beliebte Profi sogar ein Schnäppchen. Mit Reinhardt (1,94 Meter) und Dabrowski (1,95) hätte 96 dann zwei kopfballstarke Spieler, die bei Standardsituationen hinten für Sicherheit und vorne für Gefahr sorgen könnten.
    Reinhardt spielte schon von 1996 bis 2000 für 96. Der Kontakt vor allem zu seinem Freund Carsten Linke riss nie ab. „Wir telefonieren alle zwei Tage”, bestätigt Linke. Hilfe im Abstiegskampf lehnt der 96-Profi aber ab. „Wir schenken ihnen nichts, die Bielefelder werden sich schon anstrengen müssen, um zu gewinnen.”
    Das wäre dann auch im 96-Interesse – wenn Bielefeld in der ersten Liga bleibt, sind Reinhardt und Dabrowski für 96 nicht zu haben.

    VON ANDREAS WILLEKE UND GUNTHER NEUHAUS
    http://www.neuepresse.de

  • Presse DSC Arminia - Hannover 95 +1

    • heinm
    • 23. Mai 2003 um 12:04

    Der nächste Skandal
    Bielefeld-Gegner blau beim Training

    Letzten Samstag schoss Jiri Stajner (26) Hannover zum Klassenerhalt. Tor zum 2:2-Ausgleich gegen Gladbach in der Nachspielzeit. Der Tscheche als Retter gefeiert. Seine private Rettungs-Party dauerte offensichtlich ein bisschen länger...

    Gestern 10 Uhr Training. Stajner kommt – 30 Minuten zu spät. Und nur, weil der Team-Manager ihn telefonisch geweckt hatte. „Hab' verschlafen“, murmelt der Stürmer.

    Warum, sehen die Fans – und riechen die Kollegen. Stajner hat eine Fahne, wirkt verkatert. Er hat Probleme, überhaupt den Ball zu treffen, stolpert mit hochrotem Kopf über den Rasen.

    Als er seinem Sturm-Kollegen Fredi Bobic eine Chance kaputt macht, motzt der Nationalspieler: „Geh weiter saufen!“ Und flucht: „Scheiß Alkohol!“

    Stajner blau beim Training? Bobic: „Hat doch jeder gesehen, was los ist.“ Trainer Rangnick nahm’s locker: „Ich muss erst mal riechen...“ Später kündigte er eine Geldstrafe an.

    In der Tat ein Skandal! Denn Hannover spielt morgen in Bielefeld. Und die kämpfen schließlich noch gegen den Abstieg... lb./ruh.

    http://www.bild.t-online.de/

  • EX-Armine Bastian Reinhardt

    • heinm
    • 22. Mai 2003 um 15:17

    Reinhardt bleibt oben

    ARMINIA: DSC-Kapitän darf im Falle des Abstiegs für eine geringe Ablöse gehen
    VON PETER BURKAMP UND TORSTEN ZIEGLER

    Bielefeld. Arminia Bielefeld hat noch eine dünne Chance auf den Klassenerhalt, da stürzt sich schon die Konkurrenz auf das Tafelsilber des heimischen Erstligisten. Im Blickpunkt stehen Leistungsträger, allen voran Bastian Reinhardt. Der Mannschaftskapitän würde den DSC mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in die 2. Liga begleiten.
    Der Verlust des Abwehrchefs würde den Verein nicht nur sportlich hart treffen. Für Reinhardt werden die Arminen nicht einmal angemessen entschädigt. Er darf im Abstiegsfall für eine festgeschriebene Ablösesumme von unter 300.000 Euro gehen. Das erscheint wie ein Tropfen auf den heißen Stein bei einer Etat-Unterdeckung von fast zwei Millionen Euro.

    Um Spielerverkäufe werden die Arminen aber nicht herumkommen, sollen die Lizenzbedingungen bis zum 11. Juni erfüllt werden. Der Gedanke an einen Wechsel behagt dem zuverlässigen Arminen in der aktuellen Situation überhaupt nicht: "Ich habe bestimmt nicht für zwei Jahre bei Arminia unterschrieben, um nach dem ersten zu gehen. Wir müssen jetzt unsere letzte Chance versuchen wahrzunehmen, und hoffentlich werden wir von den anderen Teams nicht allein gelassen." Reinhardt ist aber auch Realist. "Wenn wir absteigen sollten, müsste ich mir in meinem Alter bei entsprechenden Angeboten aus der ersten Liga Gedanken machen."

    Davon soll es schon einige geben. Die halbe Liga sieht den Bielefelder Abwehrchef als Bereicherung für ihren Kader. Vom kolportierten Interesse des HSV weiß der 27-Jährige allerdings nichts. "Das kann ja sein, aber ich habe noch nichts gehört."

    Begehrlichkeiten der Konkurrenz dürften auch einige andere Spieler wecken. Rüdiger Kauf und Christoph Dabrowski gehörten im Aufstiegsjahr und in der laufenden Saison zu den Korsettstangen der Mannschaft. Viel Geld dürfen sich die DSC-Verantwortlichen im Transfer-Fall allerdings auch von den beiden Mittelfeldspielern nicht erhoffen. Rüdiger Kauf hat ebenso wie Reinhardt eine Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme (rund 350.000 Euro) in seinen jüngst verlängerten Kontrakt einfügen lassen.

    Sollte Arminia am Samstag den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit gehen müssen, darf - und muss angesichts der finanziellen Situation vielleicht - auch Kauf gehen. Bei Dabrowski (Hannover 96 zeigt Interesse) ist die Situation unklar. Der Spieler selbst sagt, er habe keine Ausstiegsmöglichkeit. Sein Berater meint, sich an einen Vertragspassus dieser Art erinnern zu können. Offen ist die Zukunft von Du-Ri Cha (bislang per Option nur für die erste Liga zu halten) und Marek Heinz. Klar ist, dass Arminia mit den beiden Offensivkräften allenfalls Geld sparen kann, anstatt einzunehmen.

    Laut Geschäftsführer Thomas von Heesen besitzt der DSC für die zweite Liga eine Option auf Heinz. Die Vereinsführung wird entscheiden müssen, ob der Tscheche sportlich weiterhelfen kann und zu welchen Bedingungen er vom HSV zu bekommen ist. Würde der Kader beim Verbleib in der ersten Liga weitgehend zusammenbleiben, erlebt die Arminia im Abstiegsfall gravierende Veränderungen. Auf der Liste der Abgänge wird auch Sasa Janic zu verzeichnen sein. Norbert Hartmann, Manager von Unterhaching bestätigt, dass Janic "in unseren Überlegungen eine Rolle spielt". Darüber hinaus ist ein weiterer Zweitligist an dem früheren Reutlinger dran, der ablösefrei aus seinem Vertrag darf.

    Auf der Seite der Zugänge soll heute der erste Eintrag erfolgen. Roland Benschneider vom Zweitligisten Trier wird in Bielefeld erwartet, um einen Drei-Jahres-Vertrag zu unterzeichnen.

    http://www.nw-news.de/news/sport/arminia/10535945307919.html

  • Express: Schenkt Nürnberg Bayer den Sieg?

    • heinm
    • 22. Mai 2003 um 14:42

    Die Zweifel spielen mit

    Vor der Partie beim 1.FC Nürnberg erlebt Bayer 04 eine Debatte, die Manager Calmund hasst „wie die Pest“

    Leverkusen – Wenn Reiner Calmund wählen könnte, welche Rolle sein Klub am Samstag nach dem letzten Saisonspiel einnehmen muss, dürfte ihm die Entscheidung leicht fallen. „Entweder sind wir dann die Drecksäcke oder die Idioten“, sagt der Geschäftsführer von Bayer. Wobei sie aus seiner Sicht zu Idioten ernannt würden, wenn Leverkusen beim Absteiger Nürnberg den Klassenerhalt verspielen sollte. Da ließe es sich wesentlich besser mit der Rolle der Drecksäcke leben, denen eine Rettung mit merkwürdigem Beigeschmack gelang.

    Für das strenge Aroma sorgten Äußerungen von Nürnbergs Präsident Michael A. Roth. „Wenn Bayer in der Bundesliga bleiben würde, hätten wir in der nächsten Saison einen Konkurrenten um den Aufstieg weniger“, hatte Roth dem Kölner Express gesagt. Aus seiner Sicht gäbe es einen weiteren Grund dafür, Bayer nicht durch einem Sieg mit in die Zweite Liga zu reißen. „Wenn sie drin bleiben, geht David Jarolim zu Augenthaler nach Leverkusen“, sagte Roth, und dieser Transfer würde Nürnberg dabei helfen, den in den Lizenzierungsauflagen der DFL geforderten Transferüberschuss zumindest teilweise zu schaffen.

    „Unterschrieben ist noch nichts, aber Kontakte bestehen, das gebe ich zu“, sagte Jarolim. Das klingt bei Calmund anders, er dementiert das Interesse an Jarolim zwar nicht, „aber wir haben bislang weder mit dem Spieler noch mit dem Verein Verhandlungen geführt“. Nach Angaben des Geschäftsführers hat Klaus Augenthaler ausdrücklich darum gebeten, bis Samstag nicht in die Planungen zur neuen Saison eingebunden zu sein. „Er nimmt physisch und psychisch nicht daran teil“, sagt Calmund. Auch aus der Öffentlichkeit wird der Coach vor der Rückkehr zu seinem alten Arbeitgeber weitgehend herausgehalten. Anfragen für Interviews mit ihm wurden für diese Woche abgelehnt, Augenthaler steht der Öffentlichkeit nur bei der heutigen Pressekonferenz zur Verfügung.

    Möglicherweise wird die Brisanz seiner Rückkehr überschätzt. Dass Augenthaler trotz eines bis 2004 gültigen Vertrages schon vor seiner Entlassung in Nürnberg am 30. April mit Leverkusen Verhandlungen führte, hat unter den Club-Fans nicht gerade einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Trotzdem legt Reiner Calmund Wert darauf, dass es damals nur Sondierungsgespräche gegeben habe, wie mit vier weiteren Kandidaten, zu denen auch Joachim Löw und Christian Gross vom FC Basel gehörten. Außerdem seien die ersten Verhandlungen mit Augenthaler erst am 29. April geführt worden, einen Tag vor seiner Entlassung – oder so ähnlich. „Es kann auch der 22. April gewesen sein“, sagt Calmund.

    Zwischen den beiden Kontrahenten von Samstag gibt es auf der Führungsebene sowieso keine Probleme. „Sauber und fair“, war die Trennung vom Coach aus Sicht von Clubchef Michael A. Roth, „wir können uns immer in die Augen sehen.“ Calmund bestätigt, dass ihm Nürnbergs Präsident ausdrücklich die Verpflichtung von Augenthaler empfohlen hätte. Wenn auch wohl nicht ganz uneigennützig, denn dadurch sparte der Club Gehaltszahlungen und rechnet am Samstag wegen des größeren Reizes der Partie mit 35000 Zuschauern. „Insgesamt bringt denen das bestimmt 300000 Mark“, glaubt Calmund.

    Wirkliche Brisanz liegt am ehesten dort, wo das Spiel entschieden wird, nämlich auf dem Rasen. Immerhin hatten Nürnbergs Profis gegen ihren ehemaligen Trainer geputscht, mit dem Ergebnis einer internen Abstimmung gegen Augenthaler waren sie damals zu Roth gegangen. So dürften etliche Profis ein Bedürfnis haben, es ihrem ehemaligen Trainer am Samstag zu zeigen. Jedoch: Tony Sanneh, Tommy Svindal Larsen, Thomas Stehle, Tomasz Kos, Marek Nikl, Milan Belic und Dusan Petkovic fallen verletzt aus, Stephan Paßlack wird wegen seiner Roten Karte in Cottbus fehlen. Trainer Wolfgang Wolf kündigte bereits an, dass er Amateur- und Jugendspieler in den Kader wird berufen müssen.

    „Vielleicht können wir unseren Fans gegenüber etwas wettmachen, was eigentlich nicht wettzumachen ist“, hofft Torwart Darius Kampa, der nicht zu den Gegnern seines ehemaligen Trainers gehört. Das dürfte Reiner Calmund gerne hören, bei dem die Nachrichten eines geschwächten Nürnberger Teams und die Spekulationen um das eventuelle Interesse des Gegners am Klassenerhalt von Bayer eher für Aufregung sorgen. „Ich hasse diese Diskussionen wie die Pest“, sagt er, „und ich hoffe auch nicht, dass irgendeiner unserer Spieler sich davon einlullen lässt.“ Ihm wäre lieber, wenn es für Nürnberg ebenfalls noch um etwas gehen würde, „dann hätten die nämlich auch Nervosität.“

    Calmund misst der Partie für Bayer eine ungeheure Bedeutung bei, „sie ist größer als das Spiel um die Deutsche Meisterschaft im letzten Jahr oder das Finale der Champions League.“ So ließe er sich am Samstag sicherlich gern als Drecksack beschimpfen – und würde dazu strahlen.


    Christoph Biermann
    http://www.sueddeutsche.de

  • Bobic zur Hertha

    • heinm
    • 20. Mai 2003 um 12:53

    Also, Alves geht nach heutigen Zeitungsberichten zurück nach Brasilien. Was mit Maric ist, weiß man noch nicht. Christiansen wird in Hannover gehandelt - er ist wohl auch mit Moar persönlich bekannt.

    Was mich interessiert: Welcher der beiden Strafraumstürmer sitzt bei der Hertha nächste Saison auf der Bank? Ich tippe auf Artur.

    Gruß
    Hein M

  • Das ultimative Aufmunterungsthema

    • heinm
    • 20. Mai 2003 um 12:11

    104. Weil meine (nur peripher an Fußball interessierte) Freundin letzte Nacht geträumt hat, dass Arminia nicht absteigt.

  • Abstiegskampf

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 18:20

    BUNDESLIGA-KOMMENTAR

    Abstiegsgespenst hält Bielefeld gefangen

    Von Philipp Köster

    Jede Menge Spannung, Dramatik und prickelnder Nervenkitzel - der Abstiegskampf ist eine lustige Sache. Jedenfalls für alle, die nicht mittendrin stecken. Für Fans von Arminia Bielefeld war es eine Woche zwischen Wahnwitz und Depression. Ein Betroffener hat Tagebuch geführt.

    Montag: Futterpäckchen am Wildschweingehege

    Längst machen wir uns nichts mehr vor, die Lage ist prekär. Zwei Punkte Vorsprung vor Leverkusen, das ist weniger als nichts, zumal Arminias Kicker seit zehn Wochen die Angewohnheit haben, sich vor dem Tor wie in Chaplin-Stummfilmen gegenseitig über den Haufen zu rennen. Außerdem häufen sich die Auflösungserscheinungen. In der Lokalzeitung verkünden erzürnte Leser, sich im Falle eines Abstiegs keinesfalls mehr auf der Alm blicken zu lassen. "Was wollen die denn sonst am Wochenende machen?" höhnt ein Freund bitter. "Vielleicht nach Hannover fahren? Oder nach Lemgo zum Handball" Immerhin, es gibt in Bielefeld den Tierpark Olderdissen, das Futterpäckchen für die Wildschweine kostet einen Euro. Und einmal im Jahr ist Autosalon auf dem Alten Markt.

    Nacht zum Dienstag: Das Abstiegsgespenst

    Die Nervosität steigt. Gegen Mitternacht schrecke ich panisch hoch und die Lebensgefährtin muss beruhigend auf uns einwirken. Nein, da steht kein Abstiegsgespenst in der Ecke. Das ist nur eine harmlose Gardine im Wind. Aber ich gebe keine Ruhe und so muss die Lebensgefährtin aufstehen und noch mal hinter der Gardine nachschauen, ob da nicht doch ein Abstiegsgespenst...

    Mittwoch: Faltenglück für Leverkusen

    Jetzt kommt es aber knüppeldick für Arminia. Dicke Schlagzeile in der "Bild"-Zeitung: "Diese Falte kann Leverkusen retten." Eine Gesichtsdeuterin hat aussagekräftige Furchen im Antlitz des Leverkusener Trainers Klaus Augenthaler gefunden, eine "Querfalte an der Nasenwurzel" hat es der Dame angetan. Die Falte sieht zwar aus wie nach drei Weißbier gegen den Türpfosten gerannt, finde ich, aber die Gesichtsexpertin weiß es besser, die Falte demonstriere "Willenstärke und Machtanspruch". Leverkusen ist also schon gerettet, bei soviel Faltenglück. Wir kramen hektisch den Jahreskicker heraus. Aber natürlich hat Arminias Coach Benno Möhlmann ein glatt gebügeltes Jungengesicht. Weit und breit keine einzige Siegfalte an der Unterstirn, nicht einmal eine kleine Torfalte am Nasensteg.


    Donnerstag: Resignation im Wettbüro

    Hat sich alles gegen uns verschworen? Fragen wir uns jedenfalls verzweifelt, denn auch im Wettbüro um die Ecke sind die Experten gegen Arminia. Die alten Herren, die bevorzugt auf Galopper und englische Windhunde setzen, winken sowieso gelangweilt ab und verwetten keinen müden Cent auf Arminias Klassenerhalt. Und sogar der Albaner, der sonst sehr gerne auf krasse Außenseiter und demotivierte Kellerkinder setzt und neulich fünfzig Euro auf einen Cottbuser Auswärtssieg platziert hat, schüttelt den Kopf und erklärt: "Kannst du Geld auch wegschmeißen." Wir schmeißen Geld weg und setzen zehn Euro auf einen souveränen Auswärtssieg der Arminia. Täuschen wir uns oder lächelt die Kassiererin mitleidig? Sie wünscht uns Glück. Und das bringt bekanntlich Unglück.


    Freitag: Landserromantik in Leverkusen

    Wir spurten frühmorgens zum Kiosk und durchforsten fiebrig die einschlägigen Gazetten. Das Prinzip Hoffnung: Es könnte sich ja der eine oder andere Rostocker Stürmer noch im Training verletzt haben, mindestens zwei Wochen Pause. Allzu gerne würden wir auch lesen, dass sich schon drei Tage nach Augenthalers Amtsantritt breiter Widerstand in der Leverkusener Mannschaft formiert. Aber kein Muskelfaserriss und keine Intrige weit und breit, Augenthaler hat stattdessen einen halben Landser-Roman auswendig gelernt: "Leidenschaft, bedingungslose Hingabe, Einsatz." Als lägen die Leverkusener Lizenzspieler im Stellungskrieg vor Verdun. Wir sind neidisch. Das bräuchten wir bei Arminia auch. Eine Mischung aus "Braveheart", "Rocky III" und Ede Geyer, der die Jungs im Entengang um den Platz jagt. Stahlbad für den Abstiegskampf. Stattdessen lesen wir von Mittelfeldmann Dabrowski: "Ich fühle mich leer." Wir uns plötzlich auch.


    Samstag: Dass unsere Stürmer Spitze sind

    Wir sind chancenlos gegen Rostock und verlieren 0:3. Ein Punkt Rückstand auf Leverkusen. Auf der Rückfahrt hören wir alte Arminia-Schlager mit aktuellem Bezug ("Dass unsere Stürmer Spitze sind, weiß jedes Kind") und sinnieren trübsinnig über die Aussichten in der zweiten Liga. Morbide Szenarien vom Durchmarsch in die Amateurklasse werden auf der Rückbank kolportiert und schon sehen wir uns wieder wie vor zehn Jahren in der Oberliga Westfalen kicken, gegen die Spielvereinigung Beckum und den ASC Schöppingen, mit einem Hausschweingehege direkt hinter der Haupttribüne.

    Sonntag: Algebra und Stochastik

    Wir schwanken zwischen Wahnwitz und Verzweiflung. Den Morgen verbringen wir mit unseren Mathebüchern der 12. Klasse. Algebra und Stochastik stehen auf dem Lehrplan und nach drei Stunden eifriger Rechnerei steht unser überaus realistisches Szenario für Arminias Klassenerhalt. Leverkusen verliert in Nürnberg und außerdem Mönchengladbach gegen Bremen. Arminia hingegen gewinnt. Kurze Euphorie, wir umarmen uns, einer lacht hysterisch. Dann wirft einer in die Runde: "Die verlieren doch nie!" Auch wieder wahr. Lange Depression. Gegen Abend kramen wir in alten Zeitungsausschnitten nach Arminia-Wundern. Im Jahre 1981 haben wir uns mal gerettet, gegen 1860 München mit zwei Toren in der 90. Minute. Damals hieß der Trainer Horst Franz. Der hatte allerdings auch jede Menge Siegfalten.

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,249199,00.html


    --------------------------------------------------------------------
    :Hail: Großartiger Text.

    Gruß
    Hein M

  • Abstiegskampf

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 11:57

    Leverkusen lebt vor Finale in Nürnberg auf - Bielefeld braucht Schützenhilfe - Gladbach nicht gesichert - 19.05.2003 11:44

    Der Dreikampf im Abstiegsdrama

    Kleine Gemeinheit gefällig? Okay: Thomas von Heesen wäre nicht mehr Trainer von Bayer Leverkusen, wenn er folgenden Satz in dieser Funktion gesagt hätte: "Uns hilft sprichwörtlich nur noch dieses Fußballwunder. Und an Wunder glaube ich persönlich nicht." Bayers Ex-Coach Thomas Hörster äußerte sich in der vergangenen Woche nach der bitteren Niederlage in Hamburg ähnlich pessimistisch zu den Chancen seiner Mannschaft und war zwei Tage später seinen Job los. Doch von Heesen ist Geschäftsführer der Bielefelder Arminia, deshalb darf er das sagen, wie am Samstag nach der Arminia-Niederlage in Rostock und dem Leverkusener Sieg gegen zahnlose Münchener "Löwen".

    Die Rollen sind neu verteilt im Abstiegsdrama. Und Bayer zeigt sich nicht gewillt, weiter den Part des "Deppen" zu übernehmen. "Jetzt kommt ein Pokalfinale", sagt Jürgen Kohler. Ein Spiel - eine Möglichkeit. "Wir haben um diese Möglichkeit gekämpft, jetzt dürfen wir sie nicht mehr aus der Hand geben", beschwört Kapitän Carsten Ramelow. Er kennt sich aus: 1996 stand er am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern mit Bayer am Abgrund - die Rettung gelang dank eines 1:1. Trotzdem: Bayer haftet der Makel an, Finalspiele mit Vorliebe zu vergeigen. "Nein, wenn es gegen den Abstieg ging, haben wir nie verloren", widerspricht Reiner Calmund. Richtig: 1996 war es so, auch 1982: Damals siegte Bayer in der Relegation gegen die Offenbacher Kickers (1:0, 2:1).

    Bayer kann es ruhiger angehen als noch vor einer Woche. Man hat es in der Hand, Bielefeld muss auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Deshalb kommt Ansgar Brinkmann in dieser Woche eine entscheidende Rolle zu. Das Enfant terrible der Ostwestfalen half der Frankfurter Eintracht 1999 eine ähnliche Situation zu meistern: Mit 5:1 bezwangen die Hessen seinerzeit den 1. FC Kaiserslautern, der 1. FC Nürnberg (drei Punkte und fünf Tore besser vor dem 34. Spieltag) unterlag Freiburg 1:2. Exakt diese Konstellation herrscht heute zwischen der Arminia und Mönchengladbach. Deshalb muss Brinkmann ran. Von Heesen: "Ich werde ihn auffordern, das zu erzählen." Übrigens: Würde sich die Geschichte wiederholen, Arminia 5:1 siegen, Gladbach 1:2 unterliegen, wäre absoluter Gleichstand in Punkten und Toren hergestellt, es würde die Europapokal-Arithmetik zählen, der direkte Vergleich. Der sieht die Borussia vorne, die daheim 3:0 siegte, in Bielefeld 1:4 unterlag. Das Auswärtstor, das Peter van Houdt damals erzielte, zählt bei Gleichstand doppelt.

    Spannung und Dramatik pur, ein Nervenspiel für alle Betroffenen. Und die Gegner wollen auch noch ein Wörtchen mitreden. Nürnberg zum Beispiel, Augenthalers Ex-Klub. "Vielleicht werde ich in dieser Woche ein bisschen telefonieren", sagt der Bayer-Coach, der mit einem heißen Tanz rechnet: "Die werden uns nichts schenken." Der Club ist zwar abgestiegen, muss dennoch Wiedergutmachung betreiben. Wolfgang Wolf vor dem Duell mit seinem Vorgänger: "Wir sind es den Fans schuldig, uns hier ordentlich zu verabschieden." Nürnberg - alles andere als ein gutes Pflaster für Bayer. Da verloren die Leverkusener am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison die Tabellenführung an Borussia Dortmund.

    Mönchengladbach steht vor einem noch größeren Problem. Gegner Werder muss gewinnen, um den UEFA-Cup-Platz zu sichern. "Diese Chance dürfen wir uns nicht nehmen lassen", fordert Frank Verlaat. Und Bielefeld? Die haben es vergleichsweise "leicht". Gegen Hannover. Die Niedersachsen konnten sich am Samstag retten. Sind glücklich, leer, ausgepumpt. Aber motiviert? Wenn es sich die Arminia nur vorher nicht so schwer gemacht hätte.

    Frank Lußem
    http://www.kicker.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 10:33

    Hurra! Happyend im Abstiegskampf

    Hansa sichert mit 3:0 (1:0) über Bielefeld einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt

    Der FC Hansa und seine Tausenden Fans dürfen endlich befreit aufatmen: Mit 3:0 (1:0) bezwangen die Rostocker am Sonnabend vor 25000 Zuschauern im heimischen Ostseestadion Arminia Bielefeld und haben den Bundesliga-Klassenerhalt sicher.

    Von Ralf Herbst

    Zum fünften Mal in Folge haben die Hanseaten damit den Tanz auf der Rasierklinge - sprich Bundesliga-Abstiegskampf - erfolgreich gemeistert, zum zweiten Mal nacheinander hatte das Zittern bereits nach dem vorletzten Saisonspiel ein Ende. "Wenn wir am letzten Spieltag unter Druck zum HSV gemusst hätten, für den es ja noch um einiges geht - das wäre sehr bitter gewesen", fiel einem sichtlich geschafften Hansa-Trainer Armin Veh gleich eine ganze Ladung Steine vom Herzen. Zugleich zollte er seiner Mannschaft ein dickes Lob: "Die Mannschaft hat eine großartige Leistung gezeigt. Sie hat hoch konzentriert gespielt, ist mit Leidenschaft und Kampfgeist zu Werke gegangen."

    Schon nach gut sieben Minuten waren die Weichen gegen eine schwache Arminia auf Sieg gestellt. Dass ausgerechnet der zweikampfstarke, aber bislang völlig torungefährliche Godfried Aduobe aus 20 Metern abziehen und auch noch ins Tor treffen könnte, hatte bei den Bielefeldern offenbar niemand so richtig auf dem Zettel.

    Aduobes schnelles Tor war Gold wert

    Für Hansa indes zeigte sich schnell, dass Aduobes Treffer Gold wert war. Denn von einem Fußballfest wie zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle gegen Schalke war die Veh-Elf diesmal meilenweit entfernt. "Wir konnten uns nach dem 1:0 etwas zurückziehen, denn Bielefeld musste jetzt kommen", begründete Veh das Sicherheitsdenken in der Folgezeit, dem aber statt mehr Sicherheit in den eigenen Aktionen vor allem die Angst anzumerken war, doch noch alles zu verlieren. Besonders bei hoch in den Strafraum geschlagenen Bielefelder Standards ließ Hansa jegliche Souveränität vermissen.

    Und wie auf der anderen Seite (zunächst) mit den Konterchancen umgegangen wurde, ließ Schlimmes befürchten. So traf Rade Prica, nachdem er Bielefelds aus Grabow stammenden Libero Bastian Reinhardt und auch Torwart Hain bereits ausgespielt hatte - fast folgerichtig für Hansas Stürmermisere in dieser Saison - den Pfosten statt das leere Tor (53.).

    Vorbeck: "Ich dachte nur: Bloß nicht versemmeln!"

    Zum Glück zeigte Marco Vorbeck drei Minuten später in fast identischer Position, wie man einen Konter vollendet. "Ich dachte nur: Bloß nicht versemmeln! Der Rest war dann einfach nur noch geil", schildert Hansas Sturmtalent sein Tor zum 2:0.

    Bei einem Bielefelder Pfosten-Kopfball von Fatmir Vata und einem daran anschließenden Abseitstreffer von Artur Wichniarek (jeweils 81.) musste dann sogar noch richtig gezittert werden. Erst als fünf Minuten vor Schluss der eingewechselte Antonio Di Salvo einen kuriosen Heber von der linken Strafraumgrenze ins lange Eck plumpsen ließ, waren der Kuchen gegessen und der Klassenerhalt perfekt.

    "Klar haben uns heute in einigen Phasen ganz schön die Knie geschlottert", gab nach seinem letzten Heimspiel für den FC Hansa der zum Zweitligisten MSV Duisburg wechselnde Dietmar Hirsch zu. "Aber das ist mir jetzt wirklich scheißegal! Wir haben die Klasse gehalten, das allein ist wichtig. Und jetzt können wir nächsten Samstag in aller Ruhe nach Hamburg fahren, um dort schön Fußball zu spielen und Spaß zu haben."

    Däne Thomas Schultz als erster Neuzugang

    Nicht einmal zwei Stunden, nachdem Hansas weitere Bundesligazugehörigkeit sicher gestellt war, konnte Lizenzspielerchef Herbert Maronn am Sonnabend gegen 19 Uhr den ersten Neuzugang für die kommende Saison vermelden. Danach kommt von Farum BK, derzeit Dritter der laufenden Meisterschaft in Dänemark, mit Thomas Schultz der erste Däne überhaupt nach Rostock. Der 26-jährige Jung-Nationalspieler, der in dieser Saison in bislang 26 Meisterschaftsspielen für Farum fünf Tore erzielte, soll Hansas offensives Mittelfeld verstärken. Schultz kommt ablösefrei, was laut Hansa-Präsident Manfred Wimmer auch für weitere Neuverpflichtungen die Prämisse sein wird.

    Noch nicht konkret äußern wollte sich hingegen am Sonnabend Marcus Lantz. Allerdings, so ließ er durchblicken, seien die Aussichten, dass er bleibt, mit dem Klassenerhalt sehr viel größer geworden.

    http://www.nnn.de

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum