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Beiträge von heinm

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 10:24

    Toll, Hansa bleibt erstklassig!

    Der FC Hansa hat mit seinem 3:0-Heimsieg über Arminia Bielefeld die letzten Abstiegsängste verjagt.

    Rostock (OZ/K.R.) Grenzenloser Jubel beim FC Hansa und seinen Fans: 25 000 Zuschauer im Ostseestadion und Zehntausende Fußballanhänger in nah und fern feiern den Rostocker Klub, der mit einem 3:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga perfekt gemacht hat.

    Damit sind die Rostocker in der kommenden Saison zum neunten Mal in Folge und das zehnte Jahr insgesamt erstklassig und nach dem Abstieg von Energie Cottbus auch wieder der einzige Vertreter aus den neuen Bundesländern im deutschen Fußball-Oberhaus. „Der ganze Osten freut sich“, strahlte Marco Vorbeck, Torschütze des zweiten Treffers. „Es gibt unheimlich viele Hansa-Fans auch außerhalb unseres Bundeslandes und in ganz Ostdeutschland. Deshalb war dieser Sieg sehr wichtig“, sagte Ministerpräsident Harald Ringstorff. „Hansa ist ein Aushängeschild.“

    Spätestens seit dem Wiederaufstieg 1995 ist der FCH zugleich sportlicher Vorzeigeklub, Sympathieträger und Markenzeichen von Mecklenburg-Vorpommern. Unter weitaus schwereren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber der Konkurrenz hat sich der Verein in der Bundesliga etabliert und sich eine zukunftsträchtige Struktur erarbeitet. Der vor zwei Jahren abgeschlossene, rund 30 Millionen Euro teure Umbau des Ostseestadions hat dem Klub neue Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet. Als einer der ersten Bundesliga-Klubs verfügte der FC Hansa über ein Nachwuchsinternat. Rund 220 Talente werden derzeit von 13 haupt- und 25 ehrenamtlichen Trainern des Klubs betreut.

    Die kommende Bundesliga-Saison, für die der FCH die Lizenz zum vierten Mal in Folge ohne Auflagen erhielt, planen die Ostseestädter mit einem Etat von 24,5 Millionen Euro. Der erste Neuzugang steht bereits fest. Mit Mittelfeldspieler Thomas Schultz heuert erstmals ein Däne bei den Rostockern an.

    Durch Hansa und weitere Erstliga-Klubs wird die Ostseeküsten-Region einen weiteren Popularitätsschub erfahren. So wollen in der kommenden Saison auch die Handballer des Stralsunder HV und die Ringer des PSV Rostock Luft in der Bundesliga schnuppern, wo die Gewichtheber vom Sund schon seit über einem Jahrzehnt für erstklassige Leistungen sorgen.

    ---------------------------------------------------------------------
    Hansas Rettung ging unter die Haut

    Tolle Stimmung im Ostseestadion. FCH machte mit dem höchsten Saison-Heimsieg den Klassenerhalt klar.

    Rostock (OZ) Armin Veh war „einfach nur glücklich“, Marco Vorbeck fand's „richtig geil“ und René Rydlewicz verspürte vor allem „Erleichterung“ – der letzte Heimauftritt des FC Hansa hatte es noch einmal in sich. Schon lange vor dem Abpfiff wurden die Rostocker von ihren Fans mit stehenden Ovationen, Jubelgesängen und rhythmischem Klatschen gefeiert. „Die Stimmung war überwältigend. Nach dem Abpfiff kamen schon ein paar Tränen“, gab Dietmar Hirsch unumwunden zu. In der Stunde des Erfolgs zeigte auch Trainer Armin Veh Emotionen. Sichtlich gerührt, umarmte er jeden Spieler. Das ging unter die Haut.

    Mit einem hoch verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg über Arminia Bielefeld machte der FCH den Klassenerhalt eine Runde vor Schluss perfekt und startet damit im Sommer ins neunte Bundesliga-Jahr in Serie. Nur das zählt. Mit 41 Punkten und der Chance auf „Nachschlag“ liegt der Klub im grünen Bereich. Dennoch blieb der überschwängliche Jubel zunächst aus. „Alle waren ziemlich müde. Das war ein hartes Stück Arbeit“, meinte Dietmar Hirsch. Zudem sei die Saison „insgesamt unbefriedigend“ verlaufen, räumte er ein.

    Nach monatelangem Stolperfußball machten zumindest die letzten beiden Heimspiele Lust auf mehr. Hansa hielt am Sonnabend dem „extremen Druck“ (Jochen Kientz) stand und präsentierte sich als verschworene Truppe. Alle kämpften mit Leidenschaft. Die frühe Führung durch einen fulminanten Schuss von Godfried Aduobe gab zusätzliche Sicherheit. Bielefeld zeigte sich beeindruckt. „So wie Hansa muss man im Abstiegskampf spielen“, anerkannte Arminia-Torhüter Mathias Hain. Die alles in allem harmlosen Gäste, die im Kampf um den Klassenerhalt nunmehr auf Schützenhilfe angewiesen sind, konnten Hansa nur bei Standardsituationen in Verlegenheit bringen.

    Dann kam der große Auftritt von Marco Vorbeck. „Bloß nicht versemmeln“, schoss es ihm durch den Kopf, als er allein auf Hain zulief, diesen umkurvte und sicher zum 2:0 vollendete. Ein feine Einzelleistung. „Das ist ein super Gefühl“, sprudelte es aus dem 21-jährigen Vorbeck heraus. Grund zum Jubeln hatte auch der eingewechselte Toni Di Salvo, der den höchsten Heimsieg der Saison perfekt machte.

    Danach war nur noch Party angesagt. „Zweite Liga – nie mehr, nie mehr, nie mehr“, „Hansa forever“, „Oh, wie ist das schön“ – immer wieder wurden die einschlägig bekannten Fan-Hymnen angestimmt. Das Ostseestadion ein Meer aus blau-weißen Fahnen und Schals.

    Während die Bielefelder mit hängenden Köpfen zum Bus schlichen, machten die Hansa-Profis bei ihrer feucht-fröhlichen Feier in Rostock die Nacht zum Tag.

    In der Stunde des Erfolgs wurde auch nach vorn geschaut. „Wir müssen konstanter werden. Wenn man immer wieder unten mitschwimmt und um den Klassenerhalt kämpft, kann es irgendwann passieren, dass es einen erwischt“, gibt Jochen Kientz zu bedenken. Und Aufsichtsrats-Chef Prof. Horst Klinkmann wollte mit Blick auf die kommende Spielzeit „nicht von Abstiegskampf reden, sondern von gutem Fußball“. Schön wär's.

    STEFAN EHLERS

    http://www.ostsee-zeitung.de

  • Abstiegskampf

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 10:20

    CIA, Mafia und andere Verschwörer

    Von Philipp Selldorf

    Simon Jentzsch, der Torwart des TSV 1860, warf sich zu Boden, um nach Berbatovs Kopfball zu greifen, doch er kam spät – viel später als in anderen Spielen. Und würde tatsächlich jemand behaupten wollen, dass sich die Münchner Hoffmann und Tyce ernsthaft bemüht hätten, das 2:0 für Bayer Leverkusen zu verhindern? Hatte nicht bereits Häßler mit seinem Solo in die falsche Richtung die Vorlage zum 1:0 gegeben?

    So mögen es die Freunde von Verschwörungstheorien gesehen haben, als sie die einseitige Partie zwischen Leverkusen und 1860 betrachteten. Sie werden dann nicht den CIA oder, dem Metier gemäß, eine in Frankfurt ansässige Fußball-Mafia als Komplottschmiede ausmachen, sondern ein großes Chemieunternehmen.

    Wir halten uns aber lieber an die Fakten, und die besagen, dass sich die Dinge im Abstiegskampf in einer Art gewendet haben, als ob ihnen ein Meisterplan aus Leverkusen zugrunde läge. Ein Sieg noch, und eine Saison der Irrtümer und Peinlichkeiten würde in Freudentränen enden. Einige würden es dann wohl für ungerecht halten, dass all die Fehler, die Calmund & Co begangen haben, nicht bestraft worden wären, und statt dessen (wieder mal) Arminia Bielefeld als Absteiger herhalten müsste. Aber die sportliche Gerechtigkeit folgt nicht der moralischen Gewichtung von Schuld und Unschuld. Punkte entscheiden. Basta.

    Eines stört jedoch an diesem Finale, und wieder grüßen die Verschwörungsforscher. Sie erinnern an das Jahr 1996. Letzter Spieltag der Zweiten Liga: Hertha, stark abstiegsgefährdet, spielt in Wattenscheid, bereits abgestiegen. Kurz vor Schluss vergibt Wattenscheids Angreifer Preetz stümperhaft vor dem leeren Tor. Hertha kommt mit 0:0 über die Runden – und einige Wochen später präsentieren die Berliner Preetz als Verstärkung für die neue Saison. Man denkt auch an Lothar Matthäus’ für Gladbach verschossenen Pokalfinalelfmeter 1984 – gegen seinen künftigen Klub FC Bayern.

    Sowas kommt vor. Am Samstag kommt Bayer nach Nürnberg und bringt dessen früheren Trainer Augenthaler mit. Als Augenthaler noch mit dem Club gegen den Abstieg kämpfte, bekam er ein Angebot für die nächste Saison – aus Leverkusen (das zuvor schon nach alter Bayern-Manier dem Konkurrenten Cottbus den besten Spieler abgeworben hatte). Nach der Trennung von Nürnberg erhielt Augenthaler im Handumdrehen die Freigabe für Bayer. Denn der Club ist dankbar, dass ihm eine halbe Million Euro Abfindung erspart bleibt. Hoffentlich hat die Dankbarkeit am Samstag ein Ende.

    In Spanien ist es übrigens verboten, dass ein Trainer innerhalb einer Saison zwei Teams betreut. Um die Verschwörungstheoretiker wenigstens ein bisschen zu entwaffnen.

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 19. Mai 2003 um 10:18

    Rostock gerettet, Bielefeld nicht

    25000 Steine

    Rostock – Als die Halbzeitpause im Rostocker Ostseestadion noch lange nicht vorüber war, hatte Arminia Bielefelds Trainer Benno Möhlmann die Kabine bereits verlassen. Unruhig ging er auf dem Platz umher, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, hin und wieder das Gespräch mit den Reservisten Mamadou Diabang und Marek Heinz suchend, die sich auf ihren Einsatz vorbereiteten.

    Er sei sonst nicht seine Art, die Umkleide so früh zu verlassen, sagte Möhlmann später, er habe nur die Reservisten intensiv instruieren wollen. Womit so einiges über Arminias erste Halbzeit bei Hansa Rostock gesagt ist. Zum Beispiel: wie wenig Möhlmann sich noch von den Mitgliedern seiner Anfangsformation versprechen konnte; dass er sich, anders gesagt, sogar an „psychisch gebrochene“ Spieler (Kapitän Bastian Reinhardt über Stümrer Heinz) klammern musste, um Arminias Fall auf den 16. Tabellenplatz noch abzuwenden. Was zu diesem Zeitpunkt, Arminia lag 0:1 zurück, reichlich aussichtslos wirkte – und dann auch war. Hansa siegte durch Treffer von Godfried Aduobe (8.), Marco Vorbeck (56.) und Antonio Di Salvo (85.) verdientermaßen 3:0 und sicherte den Bundesliga-Verbleib.

    An ein „Freundschaftsspiel“ habe er sich im ersten Durchgang erinnert gefühlt, sagte Arminias Manager Thomas von Heesen, und es schien, als hätte er einen Schluck „Havana Club“, Rum kubanischer Herkunft, der Hansas Angestellten zur Feier des Tages in der Kabine serviert wurde, durchaus brauchen können. Zumal sich seine Beobachtung mangelnder Hingabe nicht nur mit den Impressionen von Torwart Mathias Hain deckte, der fand, dass Hansa vorgelebt habe, was im Abstiegskampf geboten sei: „Kampf, Laufbereitschaft, Einsatzwille“. Auch Trainer Möhlmann klagte, in seiner Elf sei „zu wenig Leben“ gewesen, dafür aber Zaghaftigkeit und Angst. „Wir müssen das Spiel in den nächsten Tagen brutal analysieren“, meinte von Heesen.

    Plausch mit Brinkmann

    Diskussionsgrundlagen sind bereits vorhanden. Zurzeit, sprach Möhlmann, fehle „die Frische“, weil ein Großteil der Saison „zu kraftaufwändig gespielt“ worden sei. Darüber hinaus gestand er, dass ihm gefallen hätte, wenn insbesondere der ausgewechselte Ansgar Brinkmann, „in den vergangenen Tagen Vorreiter der verbalen Attacke“, auf dem Platz ebenso viel Engagement gezeigt hätte wie im Plausch mit den Medien: „Wenn man viel erzählt, muss man auch eine bessere Leistung bringen als andere.“ Reinhardt wollte hingegen die Probleme in Kopf und Seele verortet wissen: „Es ist ’ne psychische Sache.“

    Nur: So wie die Dinge liegen, sind die Einsichten von geringem Nutzwert. Weil „Fußballer ganz so dumm ja auch nicht sind und auch ein bisschen rechnen können“, wie Mittelfeldspieler Detlev Dammeier betonte, wissen die Arminen, dass am Samstag selbst ein Sieg gegen Hannoverfür den Klassenerhalt nicht mehr reichen dürfte. Und all das, nachdem sie sich vor wenigen Wochen vergleichsweise sicher wähnten. Am 29.Spieltag noch rangierte Arminia auf Platz zwölf. „Wir sind mit unserer Situation fahrlässig umgegangen“, sagte von Heesen. „Jetzt hilft nur noch ein Fußball- Wunder – und dass sich Nürnberg von dem ganzen Augenthaler-Deal nicht einlullen lässt“, sagte Dammeier. Bielefeld hofft auf eine interessante Konstellation: dass nämlich die abgestiegenen Nürnberger ihrem jüngst entlassenen und ins Bayer-Werk gewechselten Trainer zeigen wollen.

    In Kontrast dazu war bei den Hausherren Euphorie zu beobachten – on the rocks. Dazu trug neben dem hanseatischen Naturell auch die Nachdenklichkeit von Armin Veh beitrug. Angesichts der finanziellen Voraussetzungen wollte der Trainer den Klassenerhalt als Ruhmestat gewürdigt wissen – und warnte, dass auch in der nächsten Saison das Ziel nur Kampf gegen den Abstieg lauten könne. Der Aufsichtsrat-Vorsitzende Horst Klinkhammer wünscht sich hingegen guten Fußball, „der Trainer ist gefordert“ – was nicht gerade nach Idyll am Baltikum klang. Die Steine, die ihm vom Herzen gefallen seien, bezifferte Offensivkraft René Rydlewicz auf 25000, „so viele, wie Zuschauer da waren“. Und ließ wissen, dass durchaus auch Angst zu Kraft verholfen habe. Bei einer Niederlage „hätten wir von jedem einzelnen Besucher eine geklatscht gekriegt“.

    Javier Cáceres
    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 17. Mai 2003 um 14:55

    Ein Sieg als Abschiedsgeschenk

    Rostock (OZ) Er wird den Moment genießen, mehr als sonst. Wenn der Stadionsprecher heute kurz vor halb vier die Anfangsformation des FC Hansa verliest. Lauthals werden Tausende seinen Namen hinausschreien – zum letzten Mal.

    Andreas Jakobsson freut sich darauf, auch wenn er sich heute gegen Bielefeld nach drei Jahren von den Fans im Ostseestadion verabschiedet. So wie seine Teamkollegen Peter Wibran, Dietmar Hirsch, Timo Lange und Bachirou Salou. Bundesliga-Spiel Nummer 98 steht Jakobsson bevor. Es wird eines seiner schwersten. Der Abwehrchef ist sich dessen bewusst. Er möchte seinen Teil dazu beitragen, um Hansa in der Bundesliga zu halten. „Ein Sieg ist überlebenswichtig. Damit möchte ich mich verabschieden“, sagt Jakobsson. „Zuletzt in Mönchengladbach stand jeder allein auf dem Platz. Nur wenn wir das ändern, schaffen wir den Klassenerhalt.“

    Zweimal hat Jakobsson das mit den Rostockern schon gepackt. Leicht waren sie nicht, die Nerven zehrenden Jahre in den Niederungen der Liga. Doch dieses Kapitel neigt sich nun dem Ende zu. Der 30 Jahre alte Schwede stellt sich neuen Herausforderungen. Mit seinem künftigen Verein Bröndby Kopenhagen möchte er im UEFA-Cup spielen, vielleicht sogar in der Champions League. „Es waren wunderschöne Jahre bei Hansa“, sagt Jakobsson, „aber als Fußball-Profi braucht man irgendwann ein neues Ziel“.

    Leicht fiel ihm die Entscheidung nicht. Lange hatte er überlegt, das Für und Wieder abgewogen, mit seiner Familie gesprochen. Mit seiner Ehefrau Jessica, die in Schweden studieren möchte und Lehrerin werden will. „Ich weiß, dass die Bundesliga eine höhere Qualität hat, aber ich möchte endlich auch mal um einen Titel spielen. Vielleicht ist das meine letzte Chance“, sagt Jakobsson. Auch etwas Wehmut liegt dabei in seiner Stimme. Denn er wird sie vermissen, die Spiele in Dortmund oder auf Schalke vor mehr als 60 000 Zuschauern. Die Duelle mit Elber oder Ailton, die Zweikämpfe gegen Ballack oder Rosicky. Die familiäre Atmosphäre beim FC Hansa, wo er einer der Leistungsträger war, wo er zur festen Größe in der schwedischen Nationalmannschaft wurde und als einziger Rostocker die Teilnahme an der WM 2002 in Japan und Südkorea schaffte.

    Bei Hansa hinterlässt Jakobsson zunächst eine klaffende Lücke. Armin Veh sucht einen Nachfolger für den Abwehrdirigenten, den er nur ungern ziehen lässt. „Er hat keine Schwächen“, lobt Veh, „und wenn er etwas sagt, dann macht das auch Sinn“. Wenn er etwas sagt. Jakobsson sieht sich als Mann der leisen Töne, als zurückhaltend, introvertiert. Selbst seine Hobbys Angeln und Golf sind fast geräuschlos. „Wenn ich kein ruhiger Typ wäre, würde mir meine Frau davon laufen“, glaubt Jakobsson.

    Nach Niederlagen ist es aber hin und wieder auch bei ihm mit der Ruhe vorbei. Er muss darüber reden, „sonst macht man beim nächsten Mal die gleichen Fehler“. Er will sich weiter verbessern, im Klub und im Nationalteam. Schließlich lockt im nächsten Jahr die Europameisterschaft in Portugal. Dort noch einmal bei einem großen Turnier dabei zu sein, „das wäre ein Traum“.

    Irgendwann nach seiner Karriere will er es auch mal auf der Trainerbank probieren. Vielleicht im Nachwuchs, vielleicht bei den Amateuren. Gedanken, die für Andreas Jakobsson aber noch ganz weit weg sind. Heute, da kann man ganz sicher sein, gehören sie nur dem FC Hansa.

    RONNY BLASCHKE

    http://www.ostsee-zeitung.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 17. Mai 2003 um 14:53

    Sonnabend, 17. Mai 2003
    Wir werden siegen - und alles ist klar

    Hansa geht konzentriert und optimistisch ins heutige Abstiegs-"Endspiel" gegen Bielefeld

    Rostock Armin Veh bringt es auf den Punkt: "Hansa ist der letzte Ost-Club in der 1. Liga. Der muss bleiben." Vor dem "Endspiel"-Hit um 15.30 Uhr im Ostseestadion bangen und hoffen Zehntausende Fans aus Rostock, aus dem Land und dem ganzen Nordosten um das bekannte Markenzeichen in der Bundesliga.

    Von Uwe Pönig

    Heute um 17.15 Uhr soll im wichtigsten Heimspiel der Saison auch der wichtigste Sieg im Kasten sein. Dann ist alles klar, fällt der ganze Ballast über Bord, kann erleichtert und gelöst gefeiert werden (siehe auch "Bundesliga-Abstiegskampf").

    Marcus Lantz, Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, unterstreicht selbstbewusst: "Bielefeld liegt uns in Rostock. Das Ostseestadion ist ausverkauft. Das ist ein Traum für uns alle. Wir siegen - und alles ist klar. Unsere Fans werden uns dabei unterstützen."

    Dietmar Hirsch gibt vor seinem letzten Heimspiel für Hansa die Richtung vor: "Die Fans erwarten, dass wir 100 Prozent Gas geben. Wir wollen so spielen wie in der 2. Halbzeit gegen Schalke. Da ist der Funke übergesprungen."

    Leidenschaft, Kampfmoral, "das unbedingte Zusammenstehen im Zusammenspiel" in allen Mannschaftsteilen, wie es Abwehrchef Andreas Jakobsson fordert, müssen Hansas Trümpfe sein. Richtig eingesetzt, werden sie auch stechen. Das konnten sie vor Wochenfrist in Gladbach nicht, weil Hansa Angsthasenfußball praktizierte. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen!

    Armin Veh, der vorigen Sonntag Bielefeld (1:3 gegen Bochum) eingehend studierte, wird sein Team optimal auf den ebenfalls zu allem entschlossenen Kontrahenten einstellen. Dass heute bei den Arminen der zuletzt zwangspausierende "weiße Brasilianer" Brinkmann besonderes Augenmerk verdient, ist selbstverständlich. Ebenso, dass die Hansa-Abwehr die Torjäger Wichniarek (12 Saisontreffer) und Diabang (10) in den Griff bekommen muss.

    Rydlewicz für Wimmer in der Anfangsformation?

    Größere personelle Veränderungen gegenüber der Formation auf dem Bökelberg wird Armin Veh sicher nicht vornehmen. Da Stürmer Rade Prica (7 Saisontore) nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder fit ist, wird er für Magnus Arvidsson in die Ausgangsformation rücken. Weil größere Impulse aus dem zuletzt enttäuschenden Mittelfeld ausgehen müssen, sollte René Rydlewicz von Beginn an für Gerd Wimmer auf der rechten Flanke den Angriff ankurbeln und Dietmar Hirsch gleiches über die linke Seite. Wie erfolgreich in Stuttgart (1:1) und gegen Schalke (3:1) praktiziert, könnte eine Dreierkette und ein Fünfer-Mittelfeld eine wirkungsvolle Formation sein. System und Taktik sind indes die eine Seite. Die andere - entscheidende - ist, wie jeder einzelne Spieler seine eigene Aufgabe mit Herz und Können umsetzt.

    Fakten zum Spiel

    FC Hansa Rostock gegen Arminia Bielefeld in der Bundesliga:

    1996/97: 3:1 (H) 3:1 (A)

    1997/98: 1:0 (A) 2:1 (H)

    1999/00: 2:1 (H) 2:2 (A)

    2002/03: 0:3 (A)

    Bisherige Duelle in Rostock:

    30. 11. 96, 16. ST - 3:1 (1:1).

    1:0 Akpoborie (14.), 1:1 Reeb (31.), 2:1 Akpoborie (55.), 3:1 Beinlich (58., Foulelfmeter).

    14. 02. 98, 23. ST - 2:1 (1:0).

    1:0 Barbarez (12.), 1:1 Meißner (73.), 2:1 Pamic (83.).

    22. 10. 99, 9. ST - 2:1 (1:0).

    1:0 Arvidsson (20.), 2:0 Arvidsson (68.), 2:1 Meißner (81.).

    Hansa gewann nur eines der letzten fünf Spiele (3:1 gegen Schalke) und geriet dabei immer 0:1 in Rückstand. Allerdings wurden drei der letzten vier Heimaufgaben gemeistert (neben Schalke je 1:0 gegen Bremen und Wolfsburg - bei einem 0:1 gegen Hertha).

    Bielefeld ist seit vier Runden sieglos (0:0 in Nürnberg, 2:2 gegen Cottbus, je 1:3 in Leverkusen und gegen Bochum).

    Aufstellungen

    Hansa: Schober - Kientz, Jakobsson, Hill, Hirsch - Aduobe - Rydlewicz, Lantz, Persson - Prica, Vorbeck.

    Es fehlen: Hansen (Knöchelbruch), Busch, Lange, Schied, Möhrle (alle nicht im Kader).

    Bielefeld: Hain - Rauw, Reinhardt, Hansén - Murawski, Kauf, Dammeier - Brinkmann, Vata, Cha - Wichniarek.

    Es fehlen: Dabrowski, Sternkopf, Amedick, Aracic, Lense (alle verletzt), Bogusz (Gelb-Rot-Sperre).

    SR: Fandel (Kyllburg).

    http://www.nnn.de

  • ich werd verrückt - so nervös bin ich

    • heinm
    • 17. Mai 2003 um 14:42
    Zitat

    Original von tobsi
    mir zur zweiten ein entspannungsbad einlassen und radio hören.

    Entspannungsbad! :lol: Vortreffliche Idee. Schnell noch einen aufblasbaren Kinderpool besorgen und mit ins Premierestudio Gärtnerstraße nehmen...

    Gruß
    Hein M

  • Bayer feuert Hörster - ES WIRD HART

    • heinm
    • 16. Mai 2003 um 11:42

    Leverkusen: Entrüstung in Nürnberg - 15.05.2003 11:34

    Packt´s "Auge"? Sonst fehlen 25 Mio!

    Erst Klaus Toppmöller, der Trainer des Jahres. Dann Thomas Hörster, der harte Hund. Jetzt also Klaus Augenthaler, der Weltmeister. Er soll Bayer Leverkusen vor dem Abstieg retten - am 34. Spieltag, in Nürnberg, bei seinem Ex-Klub.
    Dass Reiner Calmund in der vergangenen Woche die Außendarstellung der Bayer Leverkusen Fußball GmbH beklagte, konnte nun auch nichts mehr daran ändern, dass es Anfang dieser Woche noch einmal so richtig rund ging in Leverkusen. "Was für ein Affentheater", stöhnte der Bayer- Macher verzweifelt am Montag angesichts der Kamerateams, Mikrofone und Reporter, allesamt heiß auf Neuigkeiten.

    Die gab es schlussendlich dann erst am Dienstag, Klaus Augenthaler beerbte Thomas Hörster und soll nun für Bayer die Klasse erhalten. Er ist nicht zu beneiden, wenngleich er sich glücklich wähnt, vom Status des Arbeitslosen befreit worden zu sein. "Zwei Wochen Rasenmähen haben gereicht", so Augenthaler, der turbulente Wochen hinter sich hat, nicht nur deshalb Ruhe verbreiten wollte: "Vom Reden ist noch keiner besser geworden!"

    Besser werden muss freilich vieles, wenn nicht alles in Leverkusen. Zwar beschwört Calmund, zwei Siege gegen Mannschaften wie München 1860 und den 1. FC Nürnberg seien kein Weltwunder - angesichts der Leistungen seiner hoch dotierten Profis käme ein doppelter Erfolg zum Saisonende genau dem aber gleich.

    Zumal sofort nach Augenthalers erster Pressekonferenz am Dienstag ein Sturm der Entrüstung durch das Frankenland tobte. Und dies, weil Augenthaler auf die Frage, ob er auch dann Bayer-Trainer geworden wäre, wenn der Club ihn nicht gefeuert hätte, antwortete: "Wahrscheinlich!" Dadurch mutierte er für die Fans des Altmeisters flugs zum "Verräter". Calmund kann dies nicht nachvollziehen: "Klaus Augenthaler hat sich korrekt verhalten. Dies hat mir auch Michael A. Roth bestätigt. Und wir haben Klaus lediglich im April gefragt, ob er sich vorstellen könne, zu uns zu kommen, wenn es in Nürnberg nicht klappt." Augenthaler bestätigt dieses Gespräch: "Dies alles wurde erst ein Thema, als ich merkte, dass es konkrete Strömungen gegen mich gibt. Ich bin kein Verräter." Club-Präsident Roth: "Bei einem Trainer wie Augenthaler ist es doch logisch, dass Vereine sich bei ihm melden. Er ist ein Vollblutprofi, da ist es klar, dass er nicht lange arbeitslos ist. Das Ding mit Leverkusen ist auf jeden Fall blitzsauber abgelaufen."

    Aufhalten will sich der Weltmeister von 1990 mit diesen Dingen nicht mehr. Ob ihn die Club- Fans nun umjubeln oder auspfeifen, kann auch nicht Inhalt seiner Gedanken sein: "Ich habe wenig Zeit und wir müssen hier eine Aufgabe bewältigen." Die wird schwer genug. Denn so richtig kann man seiner Mannschaft nicht über den Weg trauen. Zuletzt engagiert in den Heimspielen, versagte sie auswärts prompt. Dies führte zur nun gültigen Konstellation.

    Wie die Mannschaft reagiert, ob sie sich endlich der Gefahr bewusst wird, in der die Fußball GmbH steckt, darf nach den Auftritten der Vorwochen bezweifelt werden. Die Folgen für Bayer wären verheerend. Trotz der Abstiegsversicherung (rund sieben Millionen Euro) müsste der Etat mächtig abgespeckt werden: "25 bis 30 Millionen Euro werden wir einsparen müssen", sagt Calmund. Spielergehälter würden dabei den größten Teil ausmachen: Großverdiener wie Butt, Schneider, Neuville, Lucio oder Bastürk müssten/dürften den Verein verlassen, lediglich für den brasilianischen Weltmeister gäbe es eine satte Ablöse von mindestens 20 Millionen Euro. Was auch nichts mehr daran ändern könnte, dass der Rückfall in die Steinzeit endgültig pefekt gemacht worden wäre.

    Frank Lußem

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    Einwurf von Frank Lußem - 15.05.2003 11:42

    Augenthaler kann alles gewinnen - oder verbrennen

    Dass die Chaos-Tage in Leverkusen nun beendet sind, dafür kann Klaus Augenthaler nicht garantieren. Der Fußball- Lehrer, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2004, wagt sich in eine Schlangengrube. Er kann alles gewinnen, er kann auch verbrennen. Jürgen Kohler, der Sportdirektor, wollte sich dies nicht antun. Trotz Lizenz, trotz einer satten Jahresgage.

    Nun also Augenthaler. Gekommen für Thomas Hörster, der seine letzten Tage als Bundesligatrainer immerhin noch dadurch geschmückt sah, dass ihn Medien plötzlich zum Opfer machten, die ihn noch kurz vorher als Volldeppen hingestellt hatten.

    Chaos-Tage in Leverkusen. Nicht nur im Verein. Auch die, die ihn begleiten, geben nicht immer ein glückliches Bild ab.

    Heute jährt sich der größte Tag der Vereinsgeschichte. Am 15. Mai 2002 scheiterte Bayer knapp im Champions-League-Finale an Real Madrid. Und Reiner Calmund fand nicht genug Vasen für die Blumen, die ihm gereicht wurden. Heute regnet es wieder Blumen, heute allerdings sind die Töpfe noch dran. Zu Recht? Ist Calmund plötzlich ein Versager? Hat er nichts mehr im Griff? Zerstört er, was er in langen Jahren aufgebaut hat? Blödsinn! Calmunds Fehler wurden an dieser Stelle ausführlich beschrieben und es waren nicht wenige. Aber sie führten die Bayer Fußball GmbH nicht dahin, wo sie jetzt ist.

    Die Schuld an der Misere tragen die Profis, die mit dicken Beinen und dicken Konten durch die Saison stolperten und einen nach dem anderen im Regen stehen ließen: Reiner Calmund, Klaus Toppmöller, Thomas Hörster. Auch die Schuld an der schlimmen Außendarstellung trägt nicht Calmund allein, wenngleich dessen Endlos-Kommentare längst nicht mehr jeden erfreuen. Doch wenn einer reden darf bei Bayer, dann er.

    Geschwiegen hätten besser die, die nichts, aber rein gar nichts zu den Erfolgen beitrugen, sich aber eifrig meldeten, als es galt, die Anteile am Misserfolg zu verteilen. Dieses Konglomerat an Profilneurotikern und Nichtskönnern schaffte Bayer dahin, wo es jetzt steht. Nicht Reiner Calmund.

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    Leverkusen: Jens Nowotny übt erneut Kritik an der Mannschaft - 15.05.2003 10:05

    "Es gab viele Aktionen, aber das war die Krönung"

    kicker: Herr Nowotny, wie bewertet der verletzte Kapitän das Geschehen der vergangenen Tage?

    Jens Nowotny: Es war bezeichnend für diese Saison. Ein Durcheinander, ein Drunter und Drüber. Es zeichnet sich irgendwie alles ab. Es gab viele Aktionen über Nacht, aber das war jetzt die Krönung.

    kicker: Welchen Eindruck macht Klaus Augenthaler auf Sie?

    Nowotny: Es gab wenig Kontakt, mein erster Eindruck ist gut.

    kicker: Die Mannschaft hatte sich vor kurzer Zeit einstimmig für Thomas Hörster ausgesprochen . . .

    Nowotny: Tja, heute ziehen wir es durch und morgen ist er weg. Das ist heftig und mehr als verrückt.

    kicker: Sie übten im Wintertraininglager harsche Kritik an der Einstellung Ihrer Kollegen. Wurde die verinnerlicht?

    Nowotny: Wenn sie angenommen worden wäre, dann stünden wir nicht unten drin. Wenn sich nur zwei oder drei Spieler steigern, dann reicht es eben nicht.

    kicker: Sollte es tatsächlich nicht reichen, würden Sie dann in der Zweiten Liga für Bayer spielen?

    Nowotny: Ja, letztendlich hat der Vertrag Gültigkeit. Aber ich gehe davon aus, dass es nicht so weit kommen wird, dass wir uns in diesen beiden Spielen retten werden.

    kicker: Sie sind verletzt, wie können Sie helfen?

    Nowotny: Durch Präsenz. Und dadurch, dass ich Engagement vorlebe. Klar, ich bin nicht fit. Aber ich arbeite hart an meinem Comeback. Arbeiten, arbeiten, arbeiten - die Ziele sind verschieden, doch der Weg ist gleich. Auch der Klassenerhalt kann nur gepackt werden, wenn die Jungs arbeiten.

    kicker: Wann steigt Ihr Comeback?

    Nowotny: Nach zwei Kreuzbandrissen sollte man mit Prognosen vorsichtig sein. Ich bin im Plan, habe gestern im Rahmen der Koordinationsübungen erstmals wieder Ballkontakt gehabt. Ich absolviere mein Laufprogramm ohne Probleme und am 26. Mai geht's nach Donaustauf, da gebe ich richtig Gas.

    kicker: Reiner Calmund ist von den Kritikern als Hauptschuldiger der Misere ausgemacht worden. Fühlen Sie mit ihm?

    Nowotny: Diese Kritik macht vor keinem Halt in solch einer Position. Aber keiner soll vergessen, dass er es war, der Bayer groß gemacht hat. Und die, die ihn jetzt zerreißen, die haben ihm lange Jahre auf die Schulter geklopft, ihn zur Kultfigur gemacht. Ich hoffe, er merkt sich die Gesichter gut und denkt daran, wenn es mal wieder andersrum läuft.

    Interview: Frank Lußem
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    Nürnberg: Nach Augenthalers Unterschrift in Leverkusen - 15.05.2003 10:05

    Roths doppelter Freudentag

    Der Dienstag - für Nürnbergs Präsidenten Michael A. Roth ist es ein besonders freudiger Tag gewesen. Mit der Unterschrift des Ende April beim 1. FCN beurlaubten Klaus Augenthaler in Leverkusen ist der finanziell angeschlagene Club um eine Sorge leichter. Er spart sich eine Abfindung von rund 600 000 Euro für den Ex-Trainer.

    Damit nicht genug: Klaus Augenthaler sagte bei seiner Präsentation, dass er auch ohne die Beurlaubung in Nürnberg "wahrscheinlich" am 1. Juli das Traineramt bei Bayer übernommen hätte.

    Wasser auf Roths Mühlen, der von etlichen Fans wegen der Trennung von Augenthaler heftigst beschimpft wurde. Roth sagt zwar, dass alles korrekt gelaufen sei, gleichzeitig aber auch, dass "das einige das ganze nun in einem anderen Licht sehen." Und so mancher Augenthaler-Sympathisant hat nun umgedacht, schimpft den 45- Jährigen einen "Verräter". Hintergrund: Der Niederbayer hat nach dem 0:3 gegen Hertha gesagt, dass er am Club hänge und ihn auch in der Zweiten Liga trainieren würde.

    Die Nürnberger Spieler regis- trierten Augenthalers Wechsel gelassen, allen voran Stürmer Martin Driller, der sagt: "Dass da etwas läuft, wussten wir intern schon lange." Nicht jeder, denn Linksfüßer Lars Müller zum Beispiel zeigte sich "überrascht, wie schnell das ging".

    Christian Biechele

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 16. Mai 2003 um 11:36

    Das wichtigste Spiel des Jahres

    Mit 20 Profis bezog der FCH gestern in Kühlungsborn Quartier. In Einzelgesprächen stimmt Armin Veh die Spieler auf die entscheidende Partie ein.

    Rostock (OZ) Training im Ostseestadion statt auf dem angestammten Übungsplatz, das Trainingscamp um einen Tag verlängert – es sind kleine Nuancen, die die große Bedeutung der morgigen Heimpartie des FC Hansa gegen Arminia Bielefeld verraten. „Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Alles spricht für uns. Wir müssen nur gewinnen, dann ist alles klar“, bringt Marcus Lantz die Situation vor dem Abstiegs-Endspiel auf den Punkt.

    In der 33. und vorletzten Saisonpartie haben es die Rostocker selbst in der Hand, das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben. Trainer Armin Veh ist zuversichtlich. Auf die Frage, warum Hansa die Klasse hält, antwortete der Coach: „Weil wir Samstag gewinnen!“ Auch Gerd Wimmer ist sich „zu hundert Prozent sicher“, dass es mit einem Sieg klappt.

    Die Anspannung im Lager der Ostseestädter steigt von Stunde zu Stunde. „Das ist ein Finalspiel. Da ist der Druck genauso groß wie im Champions-League-Finale“, meint Dietmar Hirsch. „Es werden weniger Witze gemacht, man lacht weniger“, gibt René Rydlewicz einen einen kleinen Einblick ins Gefühlsleben der Profis. „Der Abstiegskampf ist immer wieder gleich, bloß die Haare werden weniger“, versucht der Offensivmann, die Bedeutung der morgigen Heimpartie etwas herunterzuspielen. Man sollte die Anspannung in Spaß umwandeln, denkt Hirsch, der sein letztes Heimspiel für den FCH bestreitet.

    Trainer Veh sucht vor dem Spiel des Jahres die Abgeschiedenheit. Gestern Mittag bezog der Hansa-Tross, dem 20 Spieler angehören, im Kühlungsborner Hotel Europa Quartier. Am Nachmittag stand die erste Trainingseinheit an – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Ich möchte meinte Ruhe haben“, sagt Veh, der im Ostseebad mit allen Spielern Einzelgespräche führen will.

    Es soll die Ruhe vor dem Sturm sein. Denn morgen soll die Post abgehen. Auf dem Rasen, aber auch auf den Rängen. „Wir brauchen die Unterstützung, die wir auch gegen Schalke gehabt haben. Da kann man über sich hinaus wachsen. Ohne die Zuschauer hätten wir Schalke nicht geschlagen“, glaubt Veh.

    Der Augsburger brachte gestern Verständnis für Unmutsäußerungen der Anhänger auf, die in der zu Ende gehenden Spielzeit wahrlich nicht verwöhnt wurden. „Wenn ich Zuschauer wäre, würde ich auch sehr kritisch sein“, bekennt Veh. „Ich verstehe auch, dass ich kritisiert werde, weil wir Offensivfußball nicht mal in Ansätzen zeigen“, räumt er weiter ein. Dem Eingeständnis lässt der 42-jährige Fußball-Lehrer einen flammenden Appell folgen. „Es geht darum, die Klasse zu halten. Dafür brauchen wir alle“, hofft er auf eine stimmungsvolle Kulisse. Alles andere müssen die Profis richten.

    Von STEFAN EHLERS und RONNY BLASCHKE

    http://www.ostsee-zeitung.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 16. Mai 2003 um 11:35

    Freitag, 16. Mai 2003

    Hansa im "Endspiel" mit Prica

    Ostseestadion für morgiges Bielefeld-Spiel praktisch ausverkauft

    Rostock (dpa) Der FC Hansa kann morgen im Abstiegsgipfel gegen Arminia Bielefeld mit Rade Prica angreifen. Der schwedische Nationalspieler hat seine Oberschenkelzerrung auskuriert. "Bisher hatte er keine Probleme. Wenn Rade fit ist, wird er auch spielen", kündigte Hansa-Trainer Armin Veh gestern an. Der 22-jährige Prica hatte am letzten Wochenende beim 0:3-Grottenkick in Mönchengladbach verletzt gefehlt.

    Pricas Tordrang - der Schwede ist mit sieben Treffern erfolgreichster Hansa-Schütze der Saison - kommt den Rostockern gerade recht, denn mit einem Sieg wäre der Ligaverbleib endgültig gesichert. "Wir werden gewinnen", betonte Veh optimistisch auch im Wissen, dass Hansa die bisherigen drei Bundesliga-Heimspiele gegen Arminia ausnahmslos für sich entschieden hat. Bis auf die Rückkehr von Prica, der wohl anstelle von Magnus Arvidsson beginnen wird, ließ sich der 42-Jährige keine Personalie entlocken. Hansa kann aber in Bestbesetzung auflaufen, da auch Bachirou Salou von seiner Grippe genesen ist.


    Geheim-Training, Ruhe und viele Einzelgespräche
    Die angespannte Situation hat indes ungewöhnliche Maßnahmen zur Folge. Hansa ist - wie bereits gemeldet - gestern ins Trainingslager nach Kühlungsborn gereist. "Ich möchte dort ein bisschen mehr Ruhe haben und die Gelegenheit, mit jedem Spieler einzeln zu sprechen", erläuterte der Hansa-Coach. Veh bestimmte auch, dass die letzten zwei Trainingseinheiten vor der entscheidenden Partie im Ostseebad unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen.

    Die Brisanz der Begegnung hat auch die Anhänger mobilisiert. Das 29500 Zuschauer fassende Ostseestadion wird praktisch ausverkauft sein. "Noch sind 3000 Karten zu haben, aber wir gehen davon aus, dass auch die verkauft werden", sagte Pressesprecher Axel Schulz.

    Nur rund 2500 Plätze im Gäste-Block dürften frei bleiben, weil sie von Arminia nicht abgefordert wurden. Eine solche Kulisse gab es letztmals Mitte Oktober in der Hinrunde, als Rekordmeister Bayern München gastierte.

    http://www.nnn.de

  • Spielkleidung 2003/2004

    • heinm
    • 15. Mai 2003 um 13:05
    Zitat

    Original von EllaTeEspero
    Am Besten wäre es doch, wenn der Sponsor aus OWL kommen würde. Alle Firmen oder Produkte aus OWL sind:
    -Herforder
    -Barre Bräu
    -Seidensticker
    -Westfalenblatt
    -Dr. Oetker
    -Melitta
    -Berentzen
    -Detmolder

    Alles anzeigen

    Berentzen? Nur weil Hase und Else bei Bünde bifurkiert, ist Haselünne noch längst nicht in OWL... ;)

    Was die Klopapier-Idee angeht, wäre ich für

    DANKE (bitte!) :D

    Die Idee mit 'ner Firma aus dem fahrstuhlfabrizierenden Gewerbe finde ich auch gut. Schindler oder Otis? Oder, was auch gut passen würde: LIFT! :lol:

    Gruß
    Hein M

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 15. Mai 2003 um 12:37

    Donnerstag, 15. Mai 2003

    Freude bei Fans: Veh öffnete Pforte

    Besonderes Erlebnis gestern im Ostseestadion

    Rostock (NNN/U. P.) Außergewöhnliches erlebten Hansas Edelfans und weitere Trainings-Kiebitze gestern vor dem Nachmittags-Training Hansas im Ostseestadion: Chefcoach Armin Veh schloss die Pforte neben dem Gitter des Südwest-Durchganges auf und bat die Zuschauer herein.

    Armin Veh hatte gesehen, dass die treuen Fans hinter dem geschlossenen Gitter praktisch ausgesperrt waren. Da griff er zum Schlüssel und änderte diesen Zustand. Eine Geste, die rundum Freude hervorrief. "Dass der Trainer uns hereinließ, hat uns total überrascht. Das rechnen wir ihm hoch an", meinte einer der ständigen Kiebitze. Andere pflichteten ihm bei.

    Besondere Spiele - besondere Maßnahmen. Sicherlich gehört dieses Begebenheit am Rande für die Anhänger vor dem entscheidenden "Endspiel" am Sonnabend gegen Bielefeld (15.30 Uhr, Ostseestadion) dazu. Armin Veh hat immer wieder betont, dass er die Fans als 12. Mann auf dem Platz ansieht, diese eine enorm wichtige Rolle spielen. Mehrfach hat er ihre Unterstützung - nicht nur bei Heimspielen - gelobt. Auch das ges-trige Erlebnis für die Fans stärkt vor dem großen Saisonfinale den Zusammenhalt.

    Positive Reaktion bei vielen Hansa-Getreuen löste gestern auch der Standpunkt von Hansas Aufsichtsrats-Vize Wolfgang Holz in den NNN aus. Besonders die klaren Worte an Profis und Trainer sowie der Appell an die Fans fanden Zustimmung: "Das ist auch unsere Sprache."

    Kapitän Mathias Schober haut ebenfalls in diese Kerbe: "Eigentlich muss man gar nicht über das Spiel gegen Bielefeld reden. Jeder weiß, dass es ein Endspiel ist. Jeder muss da einfach alles geben, den Rasen umpflügen, Es muss einfach alles stimmen. Dann wird auch der Funke von uns auf unsere Fans überspringen. Wir hoffen wieder auf solche tolle Unterstützung wie zuletzt beim Sieg gegen Schalke."

    Hansa Intern
    Hansas Vorstands-Vize Rainer Jarohs schaute gestern beim Training zu. "Gegen Bielefeld erwarte ich eine leidenschaftlich kämpfende Truppe und einen Sieg. Jeder muss seinen Schweinehund überwinden, auch im Kopf."

    Abreise ins Camp nach Kühlungsborn-Ost (Hotel Europa) ist heute bereits um 11.30 Uhr. Im Ostseestadion ist kein Training mehr, sondern am Nachmittag in Kühlungsborn.

    Den Kader fürs Camp (20 Spieler) benannte Armin Veh gestern. Prica ist fit. Nicht dabei: Busch, Möhrle, Lange, Schied, Brunnemann, Hansen.

    http://www.nnn.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 15. Mai 2003 um 12:32

    Eine Region fiebert mit Hansa

    Ein Sieg gegen Bielefeld und der FCH wäre gerettet. Das Ostseestadion wird voll, jetzt sind die Profis gefordert.

    Rostock (OZ) Stell' dir vor, es ist Bundesliga – und Hansa ist nicht mehr dabei. Burghausen statt Bayern, Osnabrück und Ahlen statt Dortmund und Schalke. Eine Schreckensvision, die nicht nur den eingefleischten Fans des Bundesligisten den Schweiß auf die Stirn treibt. Eine ganze Region zittert mit Ostdeutschlands Vorzeigeklub und drückt der Mannschaft von Armin Veh für das Abstiegs-Endspiel am Sonnabend gegen Bielefeld die Daumen.

    Zum zweiten Mal in dieser Saison wird das Ostseestadion ausverkauft sein. Im Fanshop sind nur noch wenige Restkarten zu haben. Mehr als 28 000 Fans wollen die Arena zum Kochen bringen und ihr Team zum Sieg brüllen. Auch Kurt Zapf (73) wird, wie schon seit Jahrzehnten, auf der Haupttribüne sitzen und mit seinen Hanseaten fiebern. „In diesem Verein stecken so viele Erinnerungen. Ein Abstieg wäre der Super-Gau, eine absolute Katastrophe“, bangt der Rostocker Alt-Internationale. Denn einen sofortigen Wiederaufstieg traut Zapf dem Klub nicht zu: „Nicht mit den finanziellen Einschnitten und erst recht nicht mit diesem Trainer!“

    Die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Abstiegs machen Eckhardt Rehberg Sorgen: „Der Abstieg, von dem ich übrigens nicht ausgehe, würde viele Probleme schaffen. Es geht auch um Arbeitsplätze.“ Vor allem beim FC Hansa selbst, der über 50 Festangestellte beschäftigt. Rehberg weiß, wovon er spricht. Von 1997 bis Mai 2001 stand der CDU-Landesvorsitzende an der Spitze des Klubs: „Als Peter Peschel 1999 in Bochum das 2:1 gegen uns geschossen hat, gingen mir die Millionen durch den Kopf.“ Am Ende gewann Hansa 3:2. Bei einem Absturz in die 2. Liga würde sich Hansas jetziger Etat (26 Mio. Euro) auf die Hälfte verringern.

    Doch die Strahlkraft des FCH endet nicht an den Zäunen des Klubgeländes. „Hansa ist ein sehr wichtiger Image- und Sympathieträger für Mecklenburg-Vorpommern“, hebt Christian Hardt vom Tourismusverband M-V hervor. Die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde arbeitet gemeinsam mit dem FC Hansa und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) an einem Konzept, um noch mehr schwedische Fußballbegeisterte in die Hansestadt zu locken. Fans als Wirtschaftsfaktor. Auch die Anhänger, die aus ganz Deutschland zu den Spielen anreisen, seien diesbezüglich nicht zu vernachlässigen, betont Ebba Sass von der Rostocker Tourismuszentrale. Ein Abstieg wäre da kontraproduktiv.

    „Ich drücke die Daumen, dass es nicht so weit kommt“, sagt Joachim Streich. Nach dem Abstieg von Cottbus sei es wichtig, dass mindestens ein Ostklub in der Eliteliga bleibt, sagt der Rekordtorschütze der DDR-Auswahl: „In den neuen Bundesländern brauchen wir einen Bundesliga-Verein, mit dem sich die Leute identifizieren können.“ Wolfgang Remer, Chef des Landessportbundes, schlägt in die gleiche Kerbe: „Die Menschen in der Region identifizieren sich mit Hansa. Sportlich wäre es nicht nur für unser Land, sondern für den ganzen Osten ein herber Rückschlag.“

    Bei den Fans herrscht Optimismus. „Das Spiel bereitet mir keine schlaflosen Nächte. Ich bin überzeugt, dass wir gegen Bielefeld gewinnen“, sagt Christian Pohl vom Fanclub „Greifswalder Haie“. Arminia sei eine Mannschaft „die uns liegt“, glaubt auch Andreas Loh von den „Lässigen“ aus Güstrow. „Wir müssen gewinnen, und das werden wir auch schaffen.“ Und wenn nicht? „Auch wenn wir absteigen, bleibe ich dabei“, sagt Loh. „Ein echter Fan steht auch in schlechten Zeiten zu seinem Verein.“ Eine vorbildliche Einstellung, die am Samstag auch die Hansa-Profis brauchen. Sonst wird die Schreckensvision doch noch wahr. . .

    SÖNKE FRÖBE und RONNY BLASCHKE
    http://www.ostseezeitung.de

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 15. Mai 2003 um 12:30

    In tiefer Melancholie

    Trotz Vorsprungs auf Bayer 04 grassiert in Bielefeld Mutlosigkeit

    Die allgemeine Mutlosigkeit ist ja in der Bundesliga der neueste Schrei. Den Leverkusener Trainer Thomas Hörster hat ein entsprechendes Bekenntnis („Nach der Leistung heute, muss ich sagen, habe ich aufgegeben“) den Job gekostet. Der Rostocker Coach Armin Veh zog nach dem 0:3 in Mönchengladbach ein Gesicht, als hätte er erkannt, dass eine finstere Macht seine Kicker gegen Replikanten auf Bezirksliga-Niveau ausgetauscht hat. Und im Presseraum in Bielefeld stand der am letzten Spieltag gesperrte Ansgar Brinkmann und sagte: „Ich weiß nicht, wie wir den Klassenerhalt überhaupt noch schaffen wollen.“

    Der sonst oft nassforsche Angreifer von Arminia Bielefeld war nach dem 1:3 gegen den VfL Bochum von tiefer Melancholie erfasst worden. Brinkmann trug eine Miene zur Schau, als hätten die Ostwestfalen nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib, dabei haben sie bei zwei Punkten Vorsprung auf Leverkusen ihr Schicksal selbst in der Hand. Doch nicht einmal der Verweis darauf, dass die Arminia am Samstag mit einem Sieg in Rostock in der Tabelle am Gegner vorbeiziehen könnte, vermochte das seelische Gleichgewicht des Spielers wieder herzustellen: „Im Moment fehlt mir der rechte Glaube daran.“

    Dass die Zuversicht schwindet, hat viele Gründe. Seit vier Spielen ist der Aufsteiger ohne Sieg und hat dabei gegen die direkte Konkurrenz einen Matchball nach dem anderen vergeben: 0:0 in Nürnberg, 2:2 gegen Cottbus, 1:3 in Leverkusen, 1:3 gegen Bochum. Längst hätte man die rettenden 41 Punkte auf dem Konto haben können, so aber muss Arminia hilflos registrieren, wie ihr am Ende einer lange optimal verlaufenen Spielzeit die Reserven zur Neige gehen. Sie japst wie ein Marathonläufer, dem kurz vor dem Ziel die Puste ausgeht.

    Wobei die Probleme sicher nicht physischer Natur sind. Eher schon wirken die Spieler, die monatelang am oberen Rand ihrer Möglichkeiten agierten, psychisch ausgebrannt. „Ich bin einfach nur leer“, sagt Mittelfeldspieler Detlev Dammeier.

    Hinzu kommt, dass der Kader zuletzt ausgedünnt wurde. Gegen Bochum fehlten Trainer Benno Möhlmann Brinkmann, Kauf (beide gesperrt), Dabrowski und Borges (beide verletzt), vier wichtige Akteure. Die Defensive, eigentlich das Prunkstück der Arminen, geriet von einer Verlegenheit in die andere, und die Ersatzleute Bogusz und Rauw entfädeln wohl noch immer die Knoten, die ihnen Delron Buckley und Paul Freier in die Beine spielten. Immerhin hat der mit einem Fallrückzieher erfolgreiche Artur Wichniarek wieder zur Bestform gefunden, was umso wichtiger ist, als dessen Sturmkollege Momo Diabang völlig neben sich steht, seit sein baldiger Wechsel zum VfL Bochum bekannt ist.

    Angesichts der um sich greifenden Verunsicherung ist es für die leidgeprüften Fans des bereits fünf Mal aus der ersten Liga abgestiegenen Klubs beruhigend, dass wenigstens der Trainer weiter Optimismus ausstrahlt. Zwar geht auch Benno Möhlmann wie alle im Bielefelder Lager davon aus, dass Bayer Leverkusen seine letzten beiden Spiele gewinnt, doch vertraut der Coach darauf, dass sich die Seinen aus eigener Kraft auf die sichere Seite retten: „40 Punkte sind machbar.“ Über die Woche könnte auch Ansgar Brinkmann wieder zu mentaler Stabilität gefunden haben. Schließlich ist der Exzentriker nach eigener Einschätzung ein Crunchtime-Spieler, wie im US- Profisport jene Akteure genannt werden, die die Akzente setzen, sobald die Sache auf Messers Schneide steht. „Beim Stand von 3:0 gibt es viele, die Fußball spielen können“, hat Brinkmann einmal gesagt, „aber du brauchst Spieler, die aus einem 0:1 ein 1:1 und aus einem 1:1 ein 2:1 machen können.“ Am Samstag wird die Bestätigung erwartet.

    Jens Kirschneck
    http://www.sueddeutsche.de

  • Rostock-Arminia

    • heinm
    • 14. Mai 2003 um 14:02
    Zitat

    Original von tobsi
    ich hab noch keine ahnung, wie ich dieses spiel der spiel verfolge.

    Ich hadere auch noch... die anderen Hamburger fahren wohl hin. Aber ich fürchte, das würde meinem Nervenkostümverleih immens missfallen. ;)

    Gruß
    Hein M

  • Presse Rostock - Arminia

    • heinm
    • 14. Mai 2003 um 13:58

    Ostsee-Zeitung

    Hirsch gibt Hansa einen Korb

    Lange hat der FCH den Abwehrmann zappeln lassen. Zu lange. Der 31-Jährige wechselt nach Duisburg.

    Rostock (OZ) Da haben die Verantwortlichen des FC Hansa ein bisschen zu lange gezögert: Wenige Tage, nachdem FCH-Manager Herbert Maronn Dietmar Hirsch einen Zweijahresvertrag angeboten hatte, entschied sich der Defensivmann am späten Montagabend für einen Wechsel zum MSV Duisburg. Hirsch erhält bei den „Zebras“, deren Trikot er bereits von 1995 bis 2000 trug, einen Kontrakt bis 2005 plus einjähriger Option. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen zog Hansa somit beim Werben um einen Spieler gegen einen Zweitligisten den Kürzeren. Zuletzt hatte Eintracht Frankfurt den Rostockern Mehmet Dragusha (Eintracht Trier) vor der Nase weggeschnappt.

    „So ist das Geschäft. Jetzt wissen wir, woran wir sind“, kommentierte Maronn in dürren Worten die überraschende Entscheidung, die Hirsch dem Manager gestern Vormittag per Telefon mitgeteilt hatte. „In erster Linie familiäre Gründe“ bewegen den vom Niederrhein stammenden Defensiv-Allrounder dazu, freiwillig vom Fußball-Oberhaus in die 2. Liga zu wechseln. „Finanziell wäre in Rostock sicher mehr möglich gewesen“, sagt Hirsch. Ausschlaggebend waren offenbar die intensiven Bemühungen der Duisburger, die bereits seit Monaten an dem Mittelfeldmann „baggerten“. Ein letztes persönliches Gespräch hatte es am Rande des Bundesliga-Spiels in Mönchengladbach gegeben. Hirsch: „Besonders Trainer Norbert Meier hat sich mächtig ins Zeug gelegt.“ Auch sportlich sieht der Linksfuß eine „interessante Perspektive“. Mit bereits neun Neuverpflichtungen nimmt der MSV in der kommenden Saison den Wiederaufstieg in die Eliteliga ins Visier. Zudem wird an der Wedau ein neues Stadion gebaut.

    Eine nicht unwichtige Rolle habe auch „das lange Hin und Her“ gespielt, das es bei Hansa um seine Person gegeben habe, verrät Hirsch. Obwohl der Defensivmann, den Friedhelm Funkel 2001 aus Unterhaching an die Küste geholt hatte, in der Rückrunde zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft geworden ist, legte Hansa ihm erst Ende April ein Angebot für einen Einjahresvertrag vor. Das war Hirsch zu wenig, und die Offerte über zwei Jahre kam dann zu spät. „Wer mich kennt, weiß, dass ich bis zum Schluss alles für Hansa geben werde“, verspricht der geradlinige Kämpfertyp vor dem Abstiegs-Endspiel gegen Bielefeld.

    Die Absage von Hirsch eröffnet nun möglicherweise Ronny Maul eine neue Perspektive bei Hansa. Maronn: „Wie mit allen anderen Spielern werden wir auch mit Maul Gespräche führen.“

    SÖNKE FRÖBE

    http://www.ostseezeitung.de

  • Bayer feuert Hörster - ES WIRD HART

    • heinm
    • 14. Mai 2003 um 09:32

    1-a-Affentheater in Leverkusen

    Von Philipp Selldorf

    In Leverkusen wird weiterhin von allen Beteiligten – und das sind viele – eine erstaunliche Menge Blödsinn geredet, und Reiner Calmund hat in dieser Disziplin wieder die Führung übernommen. Jetzt hat der Manager beklagt, er habe den Eindruck, „ein einziges Affentheater“ zu erleben – und wer wird ihm da widersprechen wollen? Umstritten aber bleibt seine Analyse der gestern feierlich beendeten 86-Tage-Ära des vom Amateur- zum Chef-Trainer beförderten und neuerdings wieder zum Junioren-Coach umfunktionierten Thomas Hörster. Calmund erklärte, ihm „das beste Zeugnis ausstellen“ zu wollen und tat das dann auch: Hörster sei ein „1-a-Trainer, der 1-a-Arbeit geleistet hat“. Weil 1-a-Hörster jedoch von den bösen Spielern im Stich gelassen wurde (Calmund: „Er ist Opfer, nicht Täter“), nutzt Bayer die Chance, noch einen Anstellungsvertrag aufzusetzen. Für Klaus Augenthaler, der bereits den 1. FC Nürnberg überzeugend auf den 17. Tabellenplatz geführt hatte.

    Als besondere Koryphäe hat Calmund außerdem den Sportdirektor Jürgen Kohler ausgezeichnet, dem er attestierte, „ein Brett vor dem Kopf“ zu haben, weil er sich trotz stundenlangen Bittens der Vereinsbosse geweigert hatte, als Trainer für Hörster einzuspringen. Calmund erkennt zwar an, dass diese mit jährlich 600000 Euro honorierte Verweigerungshaltung des Hospitanten diskutabel ist, doch sieht er lieber die gute Seite: „Gradlinig“ sei Kohler. Solche Mitarbeiter braucht ein Klub mit der Sehnsucht nach Untergang.

    Mit Augenthaler strebt Bayer 04 nun nach weiteren Höhepunkten der Tragikomik, die den Verein seit Jahren so zuverlässig begleiten wie der Manager Calmund an seinen Hungerkuren scheitert. Vielleicht gelingt es tatsächlich, mit einem Trainer den Aufbau in der zweiten Liga zu bewerkstelligen, der zuvor binnen einer Saison mit zwei Klubs abgestiegen sein könnte. Nur Friedel Rausch (Mönchengladbach, Nürnberg) hat das bisher vollbracht. Und vielleicht gelingt es, diesen ersten Abstieg der Klubgeschichte just an jenem Ort zu vollenden, an dem der neue Trainer noch vor drei Wochen unter Tränen seine Sachen hat packen müssen. Grotesk? Vorhang auf für den letzten Akt eines absurden Theaters.

    http://www.sueddeutsche.de

  • Bayer feuert Hörster - ES WIRD HART

    • heinm
    • 14. Mai 2003 um 09:31

    Pikanter Wunschkandidat

    Bayer Leverkusen präsentiert Klaus Augenthaler als neuen Trainer und kündigt gewaltige Etatkürzungen an

    Leverkusen – Es hat so viele Etappen der Krise auf dem beispiellosen Weg von Bayer Leverkusen zum Abgrund gegeben, dass die einzelnen Stationen in der Erinnerung ineinander zu verschwimmen beginnen. Gestern, bei der soundsovielten Pressekonferenz in dieser Saison in der BayArena, gab es dann den Moment endgültiger Verwirrung. „Ich habe es mir nie leicht gemacht und mich nie ins gemachte Nest gesetzt“, sagte Klaus Augenthaler bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des taumelnden Erstligisten.

    An sich war das keine außerordentliche Auskunft, schließlich ist der ehemalige Verteidiger als Kämpfer bekannt und Leverkusen derzeit ein ziemlich zerzaustes Nest. Nur hatte sich vor sechs Wochen Jürgen Kohler mit genau demselben Wortlaut als Sportdirektor vorgestellt. Ist Augenthaler also Kohler oder umgekehrt? Grüßt nun auch unterm Bayer-Kreuz das Murmeltier?

    Eher nicht, so war der Eindruck, denn mit Klaus Augenthaler richtet sich nach dem geballten Aktionismus der letzten Monate der Blick nun wieder in die Zukunft. Schon vor einigen Wochen hatten sich Kohler und Manager Ilja Kaenzig mit dem Trainer zu einem „Konzeptgespräch“ getroffen, wie Geschäftsführer Reiner Calmund es nannte. Damals war man sich einig geworden, dass der damalige Coach des 1. FC Nürnberg im kommenden Jahr zu Bayer kommen würde. Augenthaler wäre also nicht mehr in Franken geblieben, „wahrscheinlich jedenfalls“, sagte er gestern.

    Nun wurde diese Frage schon vor zwei Wochen nach Augenthalers Entlassung in Nürnberg hinfällig und der „absolute Wunschkandidat“ (Calmund) für Bayer Leverkusen zumindest theoretisch frei. Praktisch wurde er das erst vorgestern. „Ich hätte vor zwei Tagen auch nicht gedacht, dass er hier sitzen würde“, sagte Calmund. Am späten Montagabend hatte er Club-Präsident Michael A. Roth von der Auflösung des bestehenden Kontrakts überzeugen können. Nach Auskunft von Calmund sah Roth schließlich ein, dass er noch sechs Wochen Gehalt sparen und beim letzten Heimspiel einen guten Besuch haben würde. Dann nämlich kommt Leverkusen mit dem neuen Trainer nach Nürnberg zu dessen ehemaligem Arbeitgeber. „Sicherlich pikant“ findet Augenthaler diese Konstellation, „solche Geschichten schreibt nur den Fußball.“

    Er schreibt aber auch die traurige Episode des Thomas Hörster. Augenthalers Verpflichtung zwei Wochen vor Saisonende und nicht erst mit Beginn der kommenden Spielzeit realisieren zu können, war laut Calmund „der entscheidende Moment“ für dessen vorzeitige Rückversetzung ins Glied. Hörster wird im kommenden Jahr die U-19-Mannschaft von Bayer Leverkusen betreuen. Gestern wurde zwar noch einmal die absurde Diskussion um seine Äußerungen in einem Fernsehinterview nach dem Spiel in Hamburg aufgewärmt, aber nur noch verschämt. „Anlass für die Entlassung war die öffentliche Diskussion um seine unglücklichen Äußerungen“, sagte Calmund zwar, aber sie war nicht wirklich der Grund. Vor allem ging es darum, den Mann schon früher bekommen zu können, den der Klub sowieso wollte.

    Dahinter stand besonders Jürgen Kohler, der die Verpflichtung seines ehemaligen Mannschaftskameraden beim FC Bayern und Mit-Weltmeisters von 1990 als ersten greifbaren Tätigkeitsnachweis bewertet sehen wollte. „Es wird gefragt, was macht der Kohler eigentlich“, sagte Kohler, „hier ist ein Ergebnis, und es werden noch mehr kommen.“ Der Sportdirektor hatte schon länger Hörsters Ablösung betrieben. Nun begründete er die Verpflichtung von Augenthaler: „Weil er mit jungen Spielern arbeiten kann, Ziele hat und erfolgshungrig ist.“ Diesen Hunger möchte der neue Trainer auch in der ablaufenden Saison noch stillen und den Abstieg verhindern.

    „Die Zielsetzung, sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen zu holen, ist realisierbar“, sagte Augenthaler. Das könnte, muss aber nicht die Rettung vor dem Abstieg bedeuten. In der vergangenen Saison gelang Augenthaler noch auf der Zielgerade der überraschende Klassenerhalt mit Nürnberg, nicht zuletzt auf Kosten des Meistertitels für Bayer Leverkusen. Damals hat er als Erfolgsrezept gelernt, „die Ruhe zu bewahren“. Ein schönes Vorhaben ist das, aber nichts ist im Laufe dieser Spielzeit in Leverkusen weniger gelungen als ruhig zu bleiben.

    „Man muss die Spieler von Leverkusen nicht stark reden, sie sind es“, glaubt Augenthaler und will sie nicht mit einem Trainingslager vor dem Spiel am Samstag gegen München 1860 quälen, „weil man sich da zu sehr auf den Geist geht“. Teil der neuen Sparwelle in Leverkusen ist das nicht, doch wird der kommende Etat „mit der Axt und nicht mit der Nagelfeile“ (Calmund) um fast 30 Millionen Euro gekürzt. Auch Klaus Augenthalers Kontrakt gilt daher nur bis zum Ende der kommenden Saison und beinhaltet eine „erfolgsbezogene Verlängerungsklausel“, wie der Bayer-Geschäftsführer sie nannte, aber nicht präzisieren wollte. Die Nichtabstiegsprämie für sich und seine Spieler legte hingegen Trainer Augenthaler schon mal selbst fest: „Dann gibt es zwei freie Tage.“

    Christoph Biermann
    http://www.sueddeutsche.de

  • Bayer feuert Hörster - ES WIRD HART

    • heinm
    • 13. Mai 2003 um 11:44
    Zitat

    Original von Dabro
    ich denke man kann davon ausgehen dass leverkusen unter einem vernünftigen trainer zu alter stärke zurückfindet und sechs punkte holt.

    Ich halte das für unwahrscheinlich - weder Hörster noch Kohler noch die Androhung einer Reaktivierung des Schwatten haben bisher großartig eingeschlagen... meiner Meinung nach bleibt Leverkusen auf genau dem Tabellenplatz, auf dem sie sich momentan befinden. Und wir holen vier Punkte. :D

    Gruß
    Hein M

    P.S.: Ansonsten kann dieser Thread gerne mit dem anderen Leverkusen-Trainerwechselthema zusammengelegt werden.

  • Ex-Armine Patrick Owomoyela

    • heinm
    • 12. Mai 2003 um 14:48

    Ich find's gar nicht so schlecht. Wenn er schon länger gute Eindrücke hinterlässt und keine Weltablöse kostet - warum denn nicht? Wenn ich mal dran erinnern darf: Momo kam vom großen FC Oberneuland (Oberliga Niedersachsen/Bremen). Gut, er ist auch nur eingeschränkt erstligatauglich, aber wenn man die Kopfballversuche weglässt...! ;)

    Gruß
    Hein M

  • Abstiegskampf

    • heinm
    • 12. Mai 2003 um 11:21

    Großzügig untergehen

    Von Josef Kelnberger

    Jetzt wollen wir alle zusammen weinen, aber nur ein bisschen.Weinen über Energie Cottbus, wo Trainer Eduard Geyer fürchtet, der Absturz seines Vereins werde irgendwo im Nirwana enden. Weinen über den 1. FC Nürnberg, in dessen Kabine der Spieler Jarolim „eine Stimmung wie im Friedhof“ ausgemacht hat, genau wie Trainer Thomas Hörster bei Bayer Leverkusen, vermutlich Absteiger Nummer drei: Friedhofsstimmung. Hörster, so schien es jedenfalls am Fernsehschirm, wollte nach dem Fiasko in Hamburg am liebsten selbst in Tränen ausbrechen. Gibt es noch irgendwo Trost für die Tod geweihten?

    Es wird auf dem Fußballplatz doch nur symbolisch gestorben, Herr Hörster, genau wie auf der Theaterbühne. Deshalb sei an dieser Stelle ein Ausflug zum österreichischen Schauspieler Klaus Maria Brandauer gewagt und zu dessen Liebeserklärung an seinen steirischen Heimatort Altaussee. Wenn dort Musik aus dem Wirtshaus dringe, erklärte er im nterview, wisse man nie, ob gerade eine Geburt, eine Hochzeit oder eine Beerdigung gefeiert werde. Ein schönes Bild für die Gelassenheit im Umgang mit Werden und Sterben wäre das: die Bundesliga als ein riesiges Wirtshaus, wo Meisterschaft und Abstieg gleichermaßen hingebungsvoll begossen werden, Ottmar Hitzfeld und Thomas Hörster Arm in Arm im Wirtshaus von Altaussee.

    Jenseits des Friedhofs-Geredes scheinen sich die
    Mannschaften ohnehin schon auf dem Weg der Erkenntnis zu befinden: Cottbus: 0:3 gegen 1860. Nürnberg: 1:4 in Dortmund. Leverkusen: 1:4 in Hamburg. Kein verkrampftes Verteidigen mehr, macht hoch die Tore. Auch im Unvermögen liegt ein gewisser Charme, und niemand verkörpert diesen Reiz besser als Thomas Hörster. Das hat man noch von keinem Trainer im Abstiegskampf gehört, dass er nach einer Niederlage Zitate streute wie: Damit müsse er selbst erst einmal klar kommen, nach dieser Leistung habe er alle Hoffnung aufgegeben. Genau so coacht man eine Mannschaft hinein in den Abstieg. Aber vielleicht liegt darin gerade eine Marktlücke für die oft wegen ihrer Verbissenheit gescholtene Bundesliga – in der Großzügigkeit im Untergang. Dieser 32. Spieltag könnte ein Fingerzeig gewesen sein mit den 30 Toren in sieben Samstagsspielen. Nie fielen die Tore leichter, nirgendwo Gegenwehr. Voran marschierte die Hertha, die in einer Halbzeit fünf Stück von den Bayern kassierte. Das ist menschliche Unzulänglichkeit, die sympathisch macht, oder, wie es Hertha-Trainer Huub Stevens verkürzte: Das ist Menschlichkeit.

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