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Beiträge von heinm

  • Presse Arminia-Bochum

    • heinm
    • 10. Mai 2003 um 12:13

    Möhlmann fordert Mut zur Offensive

    Der Kiebitz als Spaßvogel. Einen besonderen Gast konnte Bielefelds Coach Benno Möhlmann unter der Woche beim Training begrüßen. Er gab sich als Bruder von Peter Neururer aus.

    Eher weniger lustig verlief die Woche für den Bielefelder Trainer, der mit seinem Team bei 36 Punkten noch um den Klassenerhalt bangen muss. Dem 48-jährigen Fußball-Lehrer gehen gerade in der Defensive langsam die Alternativen aus. Auf das Duell des nimmermüden Rüdiger Kauf gegen Dariusz Wosz wird Möhlmann im Mittelfeld ebenso verzichten müssen wie auf den offensiven Ansgar Brinkmann. Beide sitzen Sperren ab. Zudem beendete ein Kieferhöhlen-Jochbeinbruch im Spiel gegen Cottbus die Saison für Christoph Dabrowski . Auch dahinter sieht es nicht viel besser aus. Verteidiger Marcio Borges hat Probleme mit der Patellasehne und wird wohl nicht auflaufen. Zu allem Überfluss zog sich Kapitän Bastian Reinhardt unter der Woche im Training eine Adduktoren-Zerrung zu. Sein Mitwirken wird sich kurzfristig am Sonntagmorgen entscheiden.

    Benno Möhlmann möchte aus der Not eine Tugend machen und wünscht sich von seinen Mannen mehr Mut zur Offensive. Die Hintermannschaft der Ostwestfalen wird er wohl von der Dreier- auf die Viererkette umstellen.

    Für die VfL-Fans gibt es am Sonntag ab 15.30 Uhr noch rund 1.000 Sitzplatzkarten für den Gästeblock A (18 Euro). Wer weiß, vielleicht gehört ja auch Peter Neururers angeblicher Bruder zu den Kurzentschlossenen.

    09.05.2003 Von Andreas Jankowiak
    http://www.waz.de

  • Presse Arminia-Bochum

    • heinm
    • 10. Mai 2003 um 12:11

    Erfolg auf der Alm verhindert "Nervenspiel"

    "Das Nervenspiel möchte ich keinem antun." Mit diesen Worten beendete Peter Neururer gestern alle fiktiven Rechenspiele, die um die Zahl 38 kreisen.

    38 Punkte weist die Tabelle für den VfL Bochum aus, 40 Punkte bleiben rund ums Ruhrstadion das Maß aller Dinge, um sich in Sicherheit zu fühlen. Fehlen also noch zwei Zähler. Womit die Ausgangslage klar ist: Der VfL will am Sonntag in Bielefeld einen Sieg. Neururer: "Wir wären schlecht beraten, würden wir nur auf einen Punkt spielen."

    Was die Partie bringen soll, ist damit gesagt, wie er es angehen will, ließ der VfL-Trainer in Teilen offen. Kein Geheimnis ist inzwischen, dass Anton Vriesde neben Raymond Kalla in die Vierer-Abwehrkette rücken und Sunday Oliseh an der Seite von Sebastian Schindzielorz spielen wird. Vriesdes Vorzüge lägen, so Neururer, in "der Luft" und in seiner "Schnelligkeit". Angesichts Arminias Spielweise und der Kopfballstärke der Bielefelder eine für Neururer notwendige personelle Maßnahme.

    Weil die Ostwestfalen, wie der Bochumer Fußball-Lehrer sagte, "möglicherweise im hinteren Bereich Probleme" haben werden, wollte er sich noch nicht auf die Besetzung seiner eigenen Offensive festlegen. Zur Diskussion stehen zwei Alternativen. Die erste, mit einem hohen Risiko behaftete Möglichkeit, sieht drei Stürmer - Paul Freier, Thomas Christiansen und Delron Buckley - vor, die zweite wurde in den letzten Spielen mit Christiansen und Vahid Hashemian in vorderster Linie recht erfolgreich praktiziert. Für Peter Neururer auch eine Kosten/Nutzen-Kalkulation: "Was passiert, wenn wir die Bielefelder Dreierkette mit drei Stürmern unter Druck setzen"?

    Dessen ungeachtet glaubt Neururer, dass sein Bielefelder Kollege Benno Möhlmann "sich mehr Gedanken machen muss als ich". Was sicher mit den Querelen um Momo Diabang zu tun hat, aber auch mit der personellen Situation der Arminia. Mehr Bedeutung als der Sperre von Ansgar Brinkmann misst der VfL-Trainer dabei dem Ausfall von Rüdiger Kauf - zu. "Kauf hat unserem Spielmacher gar nicht behagt", erinnert Neururer an die letzten Treffen der beiden Mannschaften. Und dass den Bielefeldern zudem mit Christoph Dabrowski ein kopfballstarker Spieler wegen Verletzung fehlt, mag auch kein Bochumer wirklich bedauern.

    Unter diesen Vorzeichen und mit der eigenen "Begeisterung, Lauffreude und Frische", die zurückgekehrt sei, sagte Peter Neururer, "wollen wir jetzt in Bielefeld alles klar machen". Auch, um eine Woche später im letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV, befreit von allen Ängsten, mit den Fans den Klassenerhalt feiern zu können - in einem möglicherweise ausverkauften Ruhrstadion.

    09.05.2003 Von Michael Eckardt
    http://www.waz.de

  • Woher und wann entstand der Hass auf den VFL Bochum

    • heinm
    • 10. Mai 2003 um 11:56

    Westfälischer Unfriede

    Weshalb sich Bielefeld und Bochum nicht ausstehen können

    Bielefeld/Bochum – Dariusz Wosz findet das
    „langsam langweilig“, nur sollte man es ihm in
    diesem Fall nicht abnehmen. Spricht der Kapitän des
    VfL Bochum nämlich über das Spiel in Bielefeld
    nur ein wenig länger, wird die Mauer aus gespieltem
    Desinteresse bald löchrig. So fragt sich Wosz
    demonstrativ abschätzig, ob sich die Fans der Arminia
    „mal was Neues einfallen lassen“. Womit
    interessante Schmähungen, neuartige Beleidigungen und
    nie gehörte Unflätigkeiten gemeint sein
    dürften, denn Wosz steht schon seit langem im
    Mittelpunkt einer Rivalität, „die manchmal
    über das normale Maß hinauszugehen droht“,
    wie die Neue Westfälische aus Bielefeld meint.

    Jenseits von Bochum und Bielefeld dürfte kaum jemand
    wissen, dass sich die beiden westfälischen Klubs mit
    einer Abneigung gegenüber stehen, die man durchaus
    komplett nennen darf. Die Spieler mögen einander
    nicht, die Fans nicht und selbst die Vereinsvorstände
    pflegen eine herzliche gegenseitige Abneigung. Wenn beide
    Mannschaften am Sonntag aufeinander treffen, wird der
    unbekannte fußball-ethnische Konflikt zwischen Ruhr-
    und Ostwestfalen auf der Alm wieder sehr lautstark
    ausgetragen werden, das Stadion ist schon jetzt fast
    ausverkauft.

    Nun hat jede Seite ihre Theorie, warum sich die Dinge so
    hochgeschaukelt haben. Lag es am Tritt von Silvio Meissner,
    der 1995 die Kniescheibe von Bochums Delron Buckley brechen
    ließ? Lag es am Stinkefinger, den Dariusz Wosz im
    Jahr darauf dem Bielefelder Publikum zeigte? „Der
    richtete sich gar nicht gegen die Zuschauer, sondern gegen
    Uli Stein“, sagt Wosz, „der hätte mir fast
    den Kopf abgetreten.“ Na, jedenfalls
    begrüßten die Zuschauer beim nächsten Spiel
    auf der Alm den gebürtigen Polen mit
    „Autodieb“- Sprechchören. Im letzten Jahr
    richteten die Bochumer Fans im Ruhrstadion per Transparent
    die Aufforderung an ihre ostwestfälischen Gäste:
    „Kniet nieder vor König Dariusz!“ Beim
    Rückspiel forderte ein Sponsor der Arminia per Anzeige
    im Stadionheft: „Wosz & go!“

    So geht es, von der Welt unbemerkt, hoch her im
    westfälischen Unfrieden zwischen Bielefeld und Bochum.
    Der Ton in den Kurven ist rau, die
    „Ruhrpottkanaken“ aus dem Revier revanchieren
    sich mit dem Chor „Kühe, Schweine,
    Bielefeld“, als ob dort die Zuschauer mit dem Traktor
    kommen würden. Neben der relativen räumlichen
    Nähe – zwischen beiden Städten liegen nur
    gut hundert Kilometer – sorgt vor allem die
    Ähnlichkeit der beiden Klubs für ein
    stimmungsvolles Verhältnis. „Wir sind halt beide
    klein, haben es schwer, uns gegen die Großen
    durchzusetzen und sind einander adäquate
    Sparringspartner“, meint Bielefelds Präsident
    Hans-Hermann Schwick. Eigentlich würden die Fans
    beider Vereine lieber Schalke und Dortmund als Rivalen
    sehen, wissen aber, dass es angesichts ungleicher
    Voraussetzungen so ist, als würde ein Hund den Mond
    anbellen. Zwischen Bochum und Bielefeld knurrt man sich
    wenigstens auf Augenhöhe an.

    Statt Titel zu gewinnen, haben sich beide Vereine auf
    hochfrequente Wechsel der Spielklassen spezialisiert:
    Rekordaufsteiger Bielefeld schaffte fünf Mal den
    Aufstieg in die Bundesliga, Bochum vier Mal, oft genug kam
    man sich dabei ins Gehege. 1996 und im letzten Jahr kehrten
    beide Klubs in die Erste Liga zurück, in diesem Jahr
    kämpfen sie um den Klassenerhalt. Dazu kommen
    Transferstreitereien wie zuletzt um Momo Diabang, der im
    kommenden Jahr von Bielefeld nach Bochum wechseln wird,
    weil der VfL bereit war, den Vermittler des Senegalesen
    besser zu bezahlen als Arminia. „Da haben viele
    gedacht: Wer könnte es anders sein als die
    Bochumer?“, sagt Schwick. Seit der Wechsel fest steht,
    ist der ehemalige Publikumsliebling zum Feindbild der
    Bielefelder Fans geworden, und Trainer Benno Möhlmann
    weiß noch nicht, ob er Diabang am Sonntag auf den
    Platz schicken soll. Der Kontrakt des Stürmers mit
    Bochum gilt jedoch nur für die Erste Liga.
    „Vielleicht kann er noch weiter für uns
    spielen“, meint Schwick, und das würde, weil es
    einen Bochumer Abstieg voraussetzt, für völlige
    Seligkeit in Bielefeld sorgen.

    Christoph Biermann
    http://www.sueddeutsche.de

  • Spielkleidung 2003/2004

    • heinm
    • 9. Mai 2003 um 12:21
    Zitat

    Original von ulis
    ... der am meissten dafür bezahlt.

    Welches bunte Logo dann auf das Trikot kommt, ist mir völlig egal.

    Genau, sehe ich auch so. Ich finde auch die momentane Kik-erei weder peinlich noch ästhetisch vollkommen abzulehnen. Solange wir nicht anfangen, die Bochum-Faberorgie von vor ein paar Jahren nachzuahmen... ;)

    Zitat

    Original von andreas
    Wenn Arminia so erfolgreich wäre und so oft im TV
    gezeigt würde...

    Immerhin weiß ich aus gut unterrichteten Kreisen, dass sogar im südwestspanischen Provinzradio Knallerbegegnungen wie Leverkusen - Arminia angekündigt werden. Wie wär's also mit Seat als Sponsor? Oder doch lieber Super Bock? :lol:

    Gruß
    Hein M

  • Die Abschaffung des Eigentors?

    • heinm
    • 9. Mai 2003 um 09:47

    In Zukunft wird's wohl kaum noch Eigentore geben... nur noch bei solchen Koproduktionen wie von Reinhardt und Matzes Kopf. ;)

    Zitat

    <B>Kicker
    Torjägerkanone: 18. Treffer anerkannt
    Christiansen: Torschütze nach Vorlage der FIFA </B>

    Die Schiedsrichter entscheiden ab sofort darüber, wer als Torschütze in einem Bundesligaspiel offiziell in die Statistik eingeht. Mit Schreiben vom 24. April hat die DFL die 36 Profiklubs darüber informiert. Auf einem eigenen Berichtsbogen "Offizielle Torschützen" müssen die Schiedsrichter eintragen, wer Torschütze war und ob ein Eigentor vorliegt. In internationalen Spielen ist das längst üblich.

    In Streitfällen entscheidet die DFL in Abstimmung mit dem DFB- Schiedsrichterbereich im Einzelfall über den Torschützen und damit auch über das Ranking in der seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 vom kicker geführten Torjägerliste. Der kicker verleiht am Ende jeder Saison die Torjägerkanone an den Bundesliga-Schützenkönig.

    Zu Beginn dieser Woche wurde entschieden, dass der im Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern (1:1) am 5. April für die Gastgeber gefallenen Treffer dem in der Torjägerliste führenden Bochumer Thomas Christiansen gutgeschrieben wird. Bisher war dieser Treffer als Eigentor des Lauterer Spielers Hany Ramzy gewertet worden. Christiansen führt nun mit 18 Treffern die Torjägerliste vor dem Bremer Ailton und Münchens Elber (beide 16 Tore) an.

    Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren Empfehlungen der FIFA aus dem Jahr 1997 (!), denen sich die DFL nun angeschlossen hat. Diese Empfehlungen haben in anderen Ländern für große Diskussionen gesorgt. Nun wird auch in der Bundesliga die Geschichte der Eigentore neu geschrieben. Als Eigentor gilt nur noch, wenn ein Spieler ohne Beeinflussung durch einen gegnerischen Akteur den Ball ins Netz befördert oder wenn er bei einer Flanke oder einem Abspiel eines gegnerischen Spielers in dem Versuch, den Ball abzufangen, diesen ins eigene Netz schießt.

    Die neue Kernformel: Landet der Ball nach einem Schussversuch eines Angreifers im Netz, egal auf welchem Weg, bekommt der Angreifer den Treffer angerechnet.

    Zwei gravierende Fallbeispiele kommentiert die FIFA so:

    Fall A: Der Torschuss des Stürmers ist so ungenau, dass er eindeutig eher auf die Eckfahne als auf das gegnerische Tor zufliegt, doch der Verteidiger greift, absichtlich oder unabsichtlich, ein und lenkt den Ball ins eigene Netz. Von jeder Torschuss-Aktion eines Angreifers muss angenommen werden, dass sie zum Ziel hat, den Ball direkt oder indirekt im gegnerischen Netz unterzubringen. Urteil: Tor durch den Angreifer.

    Fall B: Der Ball prallt vom Pfosten ab, fliegt vom Tor weg ins Feld zurück, trifft einen Spieler der verteidigenden Mannschaft und geht ins Netz. Wenn der Ball den Verteidiger zufällig traf, kann der Verteidiger für diesen Treffer nicht verantwortlich gemacht werden. Urteil: Ebenfalls Tor durch den Angeifer.

    Rainer Franzke
    http://www.kicker.de

    Alles anzeigen

    Gruß
    Hein M

  • Nicht von meinen Steuergeldern (?)

    • heinm
    • 9. Mai 2003 um 09:29

    Bin gegen Bürgschaften. Vor allem, wenn sie schiefgehen... ;)

    Gruß
    Hein M

    P.S.: "Spitze der Nahrungskette" - :lol: ... sehr schöner Nick. :D Willkommen! :hi:

    P.P.S.: Aber Moooment - "Spitze der Nahrungskette"!? ?( Gehen wir mal davon aus, dass es nur eine echte Spitze gibt. Dann wärst Du eigentlich Menschenfresser. Oder, so es noch mehr von dieser Sorte geben sollte, zumindest zu Anfang Meta-Kannibale, bis die anderen alle weg sind. Hmmmm... :nein: nicht so tolle Aussichten, was?! :D

  • Presse: Bayer-Arminia

    • heinm
    • 6. Mai 2003 um 13:16

    Der Verteidiger ist ein Fels

    Lucio erzielt zwei Treffer gegen Bielefeld und scheint zum Retter von Leverkusen zu werden

    Leverkusen – Man weiß nicht, warum der sogenannte Topspieler einer Partie vom Pay-TV-Sender hinterher gerade eine CD von Ozzy Osbourne erhält. Zumal diese Belohnung den Leverkusener Lucio auch noch leicht aus der Fassung bringen könnte. Denn Osbourne führt mit seiner Familie im Musiksender MTV nicht nur ein Leben an den Grenzen der Debilität vor, er war früher auch mal Sänger der Band Black Sabbath. Diese war nach einem Horrorfilm mit Boris Karloff benannt worden und sang düsteres Zeug von Tod und Teufel. „Wir wollen nur deine Seele“, hieß es etwa in einem Song, und das liegt nun überhaupt nicht auf Lucios Linie.

    Schließlich liebt Lucio („Ich höre lieber Kirchenmusik“) Jesus und der bekanntlich uns. Das jedenfalls stand auf dem ärmellosen Shirt, das der Brasilianer unter dem Trikot trug und gleich drei Mal vorzeigen durfte. Bei seinen beiden Treffern gegen Arminia Bielefeld und nach dem Abpfiff, als der wichtige 3:1-Sieg von Bayer Leverkusen feststand. Lucio durfte wirklich das Gefühl haben, bei seinem dritten Spiel nach fünfmonatiger Verletzungspause alle Mächte des Himmels auf seiner Seite gehabt zu haben. Zuerst schickten sie ihm noch eine Prüfung, als er einen Elfmeter und die Führung der Gäste verschuldete (34.). Doch nur vier Minuten später drosch er einen Freistoß zum Ausgleich ins Bielefelder Tor. Damit nicht genug, rannte er bei einem seiner wilden Galopps in den Angriff den Bielefelder Kauf um und bekam dafür zu Unrecht einen Freistoß zugesprochen – den er ebenfalls ins Tor schoss. Bielefelds Keeper Hain wollte den Lucio-Tag nicht stören und ließ den Schuss über die Hand springen.

    „Jeder hat gesehen, warum er Weltmeister ist“, sagte Leverkusens Trainer Thomas Hörster über Lucio. Vielleicht wird der religiöse Verteidiger in der Schlussphase der Saison nun gar zum Fels, auf den Bayer seine Rettung gründen kann. Doch nicht nur Lucio allein hinterließ einen guten Eindruck. Spielerisch verlor sich Bayer zwar oft im Bielefelder Abwehrgestrüpp, aber kämpferisch überzeugte die Mannschaft wie schon in Mönchengladbach. „Wir haben die Wende gepackt“, zeigte sich Hörster überzeugt, „wenn das Team unter diesem extremen Druck so arbeitet, lässt das für die Zukunft hoffen.“

    Der Coach hatte offensichtlich ein eigenwilliges Messgerät zur Ermittlung von Druck im Abstiegskampf zur Hand. Jedenfalls kam er zu dem Schluss: „Der Druck kann nicht mehr zunehmen.“ Nun hat Leverkusen zwar nur noch einen Punkt Rückstand auf einen rettenden Platz, muss aber am kommenden Samstag beim heimstarken Hamburger SV antreten. Dann geht es gegen München 1860, am letzten Spieltag zum 1.FC Nürnberg und Hörster wird vielleicht noch ungeahnte Druckwerte ermitteln.

    Seinem Kollegen Benno Möhlmann jedenfalls schwante, dass es auch in Bielefeld so kommen könnte. Arminia hat momentan nur zwei Punkte mehr als Leverkusen, „und ich fürchte, dass es am letzten Spieltag das von mir vorausgesagte Endspiel gegen Hannover 96 geben wird“, sagte Möhlmann. Mit dem Remis gegen Cottbus und der Niederlage in Leverkusen hat Bielefeld aus Sicht des Trainers jedenfalls „zwei Matchbälle“ vergeben. Der nächste liegt am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum bereit, wo allerdings der eifrige Rüdiger Kauf und Ansgar Brinkmann wegen Sperren ausfallen werden. Brinkmann sah die Gelb-Rote Karte, als er Ojigwe in der gegnerischen Hälfte am Trikot festhielt. Geistesfern versuchte er das als angemessene Härte zu deuten: „Das ist halt Abstiegskampf.“ Er gab jedoch auch zu, vergessen zu haben, dass er schon in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte gesehen hatte. Nun gut, seitdem war ja auch schon eine Dreiviertelstunde vergangen.

    Man hätte gerne gewusst, was zu all dem Reiner Calmund gesagt hätte, der Ende vergangener Woche immerhin Adolf Hitler aus dem Feld schlagen konnte. Bei der Wahl zum „Liebling des Monats“ in der Harald-Schmidt-Show war der Bayer-Manager trotz Hitler auf den ersten Platz gewählt worden. Doch Calmund hat sich ein Schweigegelübde auferlegt und spricht nur noch donnerstags bei den offiziellen Pressekonferenzen zu den Menschen. Am Sonntag vermochte er nicht einmal mehr das Spiel unter Menschen zu schauen („Ich leide wie ein Hund“), nach dem 2:1 von Lucio verschwand er und sah sich den Rest im Fernsehen zuende an. Bei so viel Leiden sollte sich Calmund zum Stressabbau vielleicht einfach mal Lucios CD von Ozzy Osbourne ausleihen – und ganz laut abspielen.

    Christoph Biermann
    http://www.sueddeutsche.de

  • Leverkusen : Arminia

    • heinm
    • 5. Mai 2003 um 10:54

    Bin ausnahmsweise auch mal der Meinung, dass das Spiel vor Allem wegen taktischer Mängel verloren ging: Gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf mit Viererkette sowie ohne Vata zu spielen, und dann wenigstens den unterirdischen Diabang nicht schon zur Halbzeit gegen Vata zu wechseln - warum? Ist mir vollkommen schleierhaft.

    Gruß
    Hein M

  • Ex-Armine Sasa Janic

    • heinm
    • 28. April 2003 um 17:23

    Um mal ein wenig von der Diskussion abzulenken:

    Zitat

    Original von Gönner
    Nord-Südamerika

    Ist das das Übersee-Pendant zu Ostwestfalen? :D

    Gruß
    Hein M

  • Presse Arminia-Cottbus

    • heinm
    • 28. April 2003 um 11:09

    Zwei schwache Minuten kosten den Sieg

    Energie spielt 2:2 (0:0) in Bielefeld / Doppelschlag durch Gebhardt


    Eine Halbzeit lang ordentlich gespielt, am Ende aber doch wieder kein Erfolg: Energie Cottbus setzte mit dem 2:2 (0:2)-Unentschieden bei Arminia Bielefeld seine bereits acht Spiele andauernde Sieglosigkeit fort. Dabei war für den Tabellenletzten aus der Lausitz am 30. Spieltag viel mehr möglich. Die üblichen Fehler brachten den FCE allerdings wieder einmal um das für die Moral so wichtige Erfolgserlebnis.

    Eduard Geyer ist seit 1994 Trainer des FC Energie Cottbus. In diesen neun Jahren hat er den Verein in- und auswendig kennen gelernt. Und doch gibt es Tage, da wird der 58-jährige Coach von seiner eigenen Mannschaft überrascht. So wie gestern in der ersten Halbzeit gegen Bielefeld. Denn auf die Frage, ob ihm die gute Auswärtsbilanz des FCE Mut für den Auftritt auf der Alm mache, reagierte Geyer eher skeptisch. "Mut, nein", sagte er in einem Interview mit der Arminia-Stadionzeitung. Für ihn sei es eher frustrierend, dass die Lausitzer in dieser Saison zu Hause so wenig Punkte sammeln konnten. Ganz schön mutig war es indes schon, was seine Mannschaft zumindest 45 Minuten lang ablieferte. Vor allem Marco Gebhardt und Andrzej Juskowiak zeigten sich in bester Spiellaune. Denn beide Cottbuser Tore entsprangen jeweils einer Co-Produktion dieses Duos.

    Bereits nach 31 Sekunden legte Juskowiak im Angriffszentrum auf Gebhardt ab, der zum schnellsten Treffer der laufenden Saison einschoss. Fünf Minuten vor der Pause bediente Juskowiak erneut den früheren Frankfurter, der den Konter zum 2:0 (40.) abschloss. Für Gebhardt war es der erste Doppelpack in seiner Karriere. Energie profitierte in dieser Phase auch von der sehr aufmerksamen Spielleitung der Unparteiischen um Franz-Xaver Wack (Biberbach), die zwei Bielefelder Toren wegen einer Abseitsstellung richtigerweise die Anerkennung versagte.

    Allerdings: Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte ganz klar den Gastgebern. Innerhalb von nur zwei Minuten brachte sich Energie dann wieder einmal selbst um den Lohn der Mühen. Denn Christoph Dabrowski (56.) und Artur Wichniarek (58.) sorgten mit ihren Treffern für den 2:2-Ausgleich. Und wieder waren zwei Standard-Situation den Gegentoren vorausgegangen - wie schon in den vergangenen Spielen. Der FCE hatte nun erhebliche Mühe, sich dem Dauerdruck entgegenzustemmen.

    Nach einer guten Stunde meldeten sich dann jedoch auch die Lausitzer mit eigenen Offensivaktionen zurück. Trainer Geyer brachte mit Robert Vagner, Marko Topic und Laurentiu-Aurelian Reghecampf gleich drei neue Kräfte in die Partie, was dem Spiel seiner Mannschaft sichtlich gut tat. Vor allem Topic, der wegen einer Knieverletzung diesmal nicht von Anfang an auflief, sorgte mit seinen kraftvollen Sprints für Gefahr in der keinesfalls sattelfesten Bielefelder Abwehr.

    Am Ende blieb es beim 2:2-Unentschieden. Energie verdiente sich den einen Punkt mit einer ordentlichen Leistung insbesondere in der ersten Halbzeit, als das Team mit seinen Kontern jederzeit gefährlich war und mit etwas mehr Cleverness die Führung sogar noch hätte ausbauen können. Bielefeld scheiterte trotz optischer Überlegenheit an der schwachen Chancenverwertung.

    Aus Bielefeld berichtet Frank Noack

    http://www.lr-online.de

  • Presse Arminia-Cottbus

    • heinm
    • 25. April 2003 um 09:24
    Zitat

    Original von tobsi
    [dortigen zeitungen? ich habe nur eine gefunden (hat sogar mindestens fünfzehn klicks gedauert... - und da gehts in der tat nur um den kreuzbandriss von schröter und die zukunft von löw. ich schätze aber schon, dass heute oder morgen noch ein anständiger vorbericht folgt - irgendwas konstruktives muss ja in diesen thread rein.

    Bislang im Osten nix Neues... die Lausitzer Rundschau (http://www.lr-online.de) macht ihrem Namen alle Ehre und schaut wirklich nur in der Lausitz rund: Heute gibt's einen Artikel über Szolt Löw. Kein Wort zum Spiel am Sonntag. :nein:

    Gruß
    Hein M

  • Gewaltbereitschaft italienischer Fangruppen

    • heinm
    • 24. April 2003 um 15:45
    Zitat

    Original von Toto Schillaci
    ... geil aussehen tut das doch schon, oder?

    Naja... von dieser Seite. ;) Stell dir vor, du bist auf der anderen Seite und suchst verzweifelt nach der Richtung, in der sich das Spielfeld befinden könnte... ohne Rauch geht's auch! :D

  • biertest.de - Herforder nur mit 5 Punkten

    • heinm
    • 22. April 2003 um 17:20
    Zitat

    Original von Jumboletto
    Das abartigste was ich jemals getrunken habe ist Guinnes. Bääääääh. Das würde ich nicht mal Bochumern und PrXn anbieten.

    Dann probier mal 'n echtes fränkisches Rauchbier... Das schmeckt, als hätte man drei Wochen lang einen vergammelten Räucheraal drin aufbewahrt. Würg.

    Meine Reihenfolge (als norddütschen Jung!):

    1. Flens
    2. Jever
    3. Dithmarscher

    :baeh:

    Herforder schmeckt meiner Ansicht nach nur ca. zweieinhalb Monate. Mit Holsten ist es ähnlich. Barre und Detmolder find' ich ganz trinkbar. Astra überlebt nur durch zugegebenermaßen großartige Werbung. Veltins vom Faß schmeckt mir hingegen sehr gut. Mit Warsteiner und vor allem Krombacher würd' ich allerhöchstens Sanitäranlagen benetzen... :D

    Gruß
    Hein M

  • Presse 1.FCN - Arminia

    • heinm
    • 17. April 2003 um 10:39

    Stuttgart-Trip statt Reha-Termin: „Auge“ wirft Brasilianer aus dem Kader
    Cacau hat beim Club ausgespielt


    NÜRNBERG (NZ). — „Burn“ heißt ein neuer Energy-Drink, den der 1. FC Nürnberg bei der gestrigen Pressekonferenz servierte — ein ideales Motiv für die TV-Kameras, taugt die Trend-Brause im Flammen-Design doch perfekt als Symbol für die Stimmung am Valznerweiher: Beim Club ist wieder einmal Feuer unter dem Dach. Erstes Opfer: Der Brasilianer Cacau, der vergangenen Samstag wohl zum letzten Mal das FCN-Trikot getragen haben dürfte.

    „Ich habe Cacau lange genug geschützt, aber sein Verhalten ist für mich absolut enttäuschend“, grantelte Trainer Klaus Augenthaler und verkündete: „Ab jetzt setze ich nur noch auf Spieler, die voll mitziehen, mit dem Herzen dabei sind und alles für den Verein geben.“ Auslöser des Augenthaler‘schen Bannstrahls: Cacau, der sich seit Wochen mit muskulären Problemen im Oberschenkel herumplagt und nach seinem Kurzeinsatz auf dem Bökelberg erneut „lahmte“, hatte am trainingsfreien Montag einen extra für ihn anberaumten Reha-Termin sausen lassen, um stattdessen in Stuttgart „private Angelegenheiten“ zu erledigen.

    „Das zeigt mir doch, dass er mit dem Kopf nicht bei dem bevorstehenden Spiel gegen Bielefeld ist. Wenn ich verletzt bin, gibt es für mich keine freien Tage. Dann muss ich alles menschenmögliche tun, um der Mannschaft weiterzuhelfen. Außer, ich habe schon mit dem Verein abgeschlossen“, warf Augenthaler dem zum VfB Stuttgart abwandernden Stürmer unprofessionelles Verhalten vor. Cacaus Konter kam eher halbherzig: „Ich habe gesagt, dass ich bis Saisonende alles für den Club gebe. Wenn das nicht reicht, kann ich auch nicht helfen“, brummelte der Brasilianer sichtlich genervt. Wird es noch einmal ein klärendes Gespräch mit Augenthaler geben? „Nur, wenn es der Trainer will.“ Klingt nach verhärteten Fronten . . .

    Der 22-jährige Angreifer ist aber nicht der einzige Club-Profi, der bei „Auge“ mittlerweile jeglichen Kredit verspielt hat. So berichtete der Coach erbost von zwei Akteuren, die jüngst dabei ertappt worden waren, wie sie einen Waldlauf mal eben zum gemütlichen Spaziergang umfunktioniert hatten. „Manche sind eben nur bei Vertragsverhandlungen absolute Profis“, sagte Augenthaler, der allerdings keine Namen nennen wollte. Auch Co-Trainer Thomas Brunner hielt sich bedeckt („Die Sache ist längst geregelt“), verriet aber zumindest, dass es sich dabei um Spieler gehandelt habe, die schon seit längerer Zeit in den Planungen keine große Rolle mehr spielen.

    Pavel David im Kader

    Dafür taucht plötzlich der Name Pavel David wieder auf. Der tschechische Bayernliga-Torjäger trainierte gestern mit den Profis und wird nach Cacaus Rauswurf auch gegen Arminia Bielefeld im Kader stehen. Erste Wahl im Sturm bleibt neben Kai Michalke aber zunächst Sasa Ciric, der am Samstag wieder von Beginn an auflaufen soll. Energisch dementierte Augenthaler Meldungen, der Mazedonier müsse „Straftraining“ absolvieren: „Weil er wegen seiner Verletzung viel von der Vorbereitung versäumt hat und nicht richtig fit ist, bekommt er derzeit ein Spezialprogramm.“

    Das Duell mit der Arminia apostrophierte Augenthaler als „Halbfinale“, das man gewinnen müsse, um dann noch fünf Endspiele bestreiten zu können. „Das Gros der Mannschaft weiß, um was es geht“, glaubt der Trainer und betont: „Viele haben uns schon abgeschrieben, aber wir haben uns noch längst nicht aufgegeben.“ Vielleicht steht eingangs erwähntes „Feuerwasser“ ja auch symbolisch für das Fünkchen Hoffnung, das beim Club immer noch glüht . . .

    ULI DIGMAYER

    http://www.nz-online.de

  • Gibt es hier zu viele sinnlose Umfragen?

    • heinm
    • 17. April 2003 um 10:33

    Angesichts des bisherigen Meinungsbildes plädiere ich für ein energisches "Vielleicht!!!" :D

    Gruß
    Hein M

  • Unser kurioses Restprogramm

    • heinm
    • 16. April 2003 um 17:21
    Zitat

    Original von Toto Schillaci

    Abwarten! Leverkusen ist nicht Kaiserslautern... ;)

    Ciao, Toto

    Genau, denn nur die haben Hengen! Oder ist Würgen nicht seit Kurzem bei Leverkusen? Würgen Kohler? :D

    Gruß
    Hein M

  • Eric Meijer kommt nicht!

    • heinm
    • 15. April 2003 um 15:44
    Zitat

    Original von Knüppel
    ... so dass er langfristig Ansgar ersetzen könnte, wenn dessen Sprüchen irgendwann einmal die Spritzigkeit fehlen sollte.

    :lol: Also auf dänisch hieße das dann ungefähr: "Jeg kan jo ikke meget, man en smule kan jeg også!"

    :D
    Hein M

  • Steh- oder Sitzpinkler

    • heinm
    • 15. April 2003 um 14:39

    "Freund aller Hausfrauen"... :pillepalle: ... noch nie selbst ein Klo geputzt?!?? :nein: ;)

  • Matzes Verwandtschaft?

    • heinm
    • 15. April 2003 um 13:00

    Es gibt einen Herren namens Uwe Hain, der genau wie Matze u.a. beim SV Schladen und bei Eintracht Braunschweig im Tor stand.

    [Blockierte Grafik: http://www.fussballdaten.de/bilder/vereine/eintrachtbraunschweig/1977-1978/hainuwe.jpg] 
    [Blockierte Grafik: http://www.fussballdaten.de/bilder/vereine/eintrachtbraunschweig/1978-1979/hainuwe.jpg]

    Heute ist er im Trainerstab von Braunschweig und sieht so aus:

    [Blockierte Grafik: http://www.eintracht-braunschweig.de/image/2003/10458625623063.jpg]

    Es scheint mir immens wahrscheinlich, dass er irgendwie mit Matze verwandt ist...

    Gruß
    Hein M

  • Eric Meijer kommt nicht!

    • heinm
    • 15. April 2003 um 10:36

    HSV-Notizen

    Bestanden: Der potenzielle Neuzugang Stefan Beinlich (noch Hertha BSC) absolvierte am Montag seine sportärztliche Untersuchung beim HSV und bestand sie. "Unterschrieben ist aber noch nichts", sagt Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

    Abwarten: Erik Meijer will sich bei der Auswahl seines neuen Clubs Zeit lassen. Neben Alemannia Aachen bemüht sich auch Bundesliga-Club Arminia Bielefeld um den Niederländer. "Nicht immer ist die erste Entscheidung auch die richtige", so der Niederländer. Tendenz: Meijer wechselt zu Bielefeld.

    http://www.abendblatt.de

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