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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • SZ: Stoppt Hollerbach!

    • heinm
    • 14. April 2003 um 16:12
    Zitat

    Original von tobsi
    mir ist jedenfalls lieber, dass unsere defensive auch ohne eine solche unsympathische foulmaschine gut steht. :)

    Ich stimme dem zu. Zu keinem Sport (und egal, wer damit wieviel verdient) sollte es gehören, die Gesundheit von Mitspielern vorsätzlich aufs Spiel zu setzen. Auch beim Hinspiel Arminia - HSV hätte der gute Holler ungefähr anderthalbmal vom Platz gehört, wenn ich mich recht erinnere...

    Gruß
    Hein M

  • SZ: Stoppt Hollerbach!

    • heinm
    • 14. April 2003 um 13:08

    Kolumne "Hängende Spitze"

    Stoppt Hollerbach!

    Es gab mal eine Zeit, da durften Buben nicht weinen, und Mädchen mussten mit Puppen spielen. Als sie dann heranwuchsen, haben sich die Buben für Raufereien, schnelle Motorräder und schöne Mädchen interessiert, während die Mädchen alles lernten, um den großen Buben das Leben so schön wie nur möglich zu machen. Und als sie richtig erwachsen waren, sind die Buben hinausgezogen in die feindliche Welt und haben gelernt, die Ellenbogen auszufahren, um möglichst viel Geld zu verdienen und den erwachsenen Mädchen ein schönes Leben zu bieten. So war das, und manche sehnen sich nach dieser wunderbar einfachen Welt, in der alles so geordnet schien wie die Kissen mit den Hasenohren auf dem Sofa.

    Für solche Leute ist es ein Glück, dass es noch immer Bernd Hollerbach gibt.

    Der stramme Verteidiger des Hamburger SV ist ein Prachtexemplar von einem Fußball-Macho; er ist die Kampfansage an alles, was hier zu Lande als „Spaßgesellschaft“ oder „verweichlichte Generation“ firmiert. Bernd Hollerbach war mal Deutschlands bester Metzgerlehrling. Er fährt mächtige Motorräder, liebt schöne Schauspielerinnen und Models. Und auf dem Fußballplatz ist er ein rechter Haudrauf und bekommt auch noch viel Geld dafür, was beides zusammen in der Welt Darwins als Aphrodisiakum gilt. Am Samstag hat Hollerbach die elfte Gelbe Karte in dieser Saison gezeigt bekommen – eine mehr als das ähnlich rücksichtslose Schalker Raubein Tomasz Hajto. Und als sich sein Opfer, der kleine Dortmunder Fußball-Mozart Tomas Rosicky, über die schmerzhafte Ellenbogen-Attacke beklagte, die ihm das Nasenbein hätte brechen können, da hat Hollerbach gesagt, er sei diese „Heulerei“ Woche für Woche leid.

    Das ist ein klares Wort, und es mag Typen wie Uwe Klimaschefski gefallen, der in den sechziger Jahren als säbelbeiniger Rambo die Gegner malträtierte und später als Trainer den Platzwart von Homburg zwecks Zielschießen an den Pfosten band. Oder einem wie Franz Beckenbauer, der ohne den rustikalen Putzer Georg „Katsche“ Schwarzenbeck an seiner Seite nie der „Kaiser“ geworden wäre. Anhänger einer zivilen Gesellschaft aber haben in diesen ohnehin kriegerischen Zeiten nur einen Wunsch – stoppt Hollerbach!

    Jörg Marwedel

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Arminia - 1860

    • heinm
    • 14. April 2003 um 13:06

    Graue Löwen

    1860 München verkörpert auch beim 1:2 in Bielefeld perfekt das Liga-Mittelmaß

    Bielefeld – Zum Glück ist die Arithmetik der Bundesligatabelle bei aller Tücke doch durchschaubarer als die sagenhaften Möglichkeiten, die das Internet bietet. Sonst müssten auch die Fußballer Frühjahr für Frühjahr jene Frage stellen, die Boris Becker über Jahre marterte: „Bin ich schon drin?“ In der Champions League? Im Uefa-Cup? In der Ersten Liga? Oder doch schon in der Zweiten? Das bleibt uns zum Glück erspart. Allerdings haben wir nun Falko Götz. Und der zitiert nicht den Tennishelden, sondern den Bundeskanzler: „Ich will da rein!“, fluchte der Trainer von 1860 München nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft bei Arminia Bielefeld. Er meinte den Europapokal. Entschlossen klang dieser Satz, den der an den Gitterstäben des Bonner Kanzleramtes rüttelnde Gerhard Schröder als Nachwuchspolitiker einst in den Abendhimmel gerufen hatte. Wie damals Schröder hat sich Götz den Sprung von der nationalen Bühne auf das internationale Parkett zum unbedingten Ziel gemacht.

    Doch die erhofften Effekte, die der junge Trainer in der vergangenen Saison bei Hertha BSC Berlin bewirkt hatte, bleiben diesmal aus. So viel ist nach vier Spielen sicher. Das Löwen-Publikum beglückte Götz bislang weder mit schnellem Erfolg noch mit einer bezaubernden Mannschaft auf dem Platz. Auch in Bielefeld war das so. Die Partie reihte sich unauffällig in die Serie höchst mittelmäßiger Fußballspiele ein, die die Liga gegenwärtig wie am Fließband produziert. Mehr noch: Der Klub von Karl-Heinz Wildmoser scheint das Kunststück fertig zu bringen, in einer Jahr des fußballerischen Mittelmaßes noch ein wenig mittelmäßiger zu sein als alle anderen – nur der VfL Wolfsburg dürfte noch als ernster Mitkonkurrent um den Titel „Graue Maus des Jahres“ gehandelt werden.

    Als sei dieser Titel erstrebenswert, mischten die Sechziger auch ihrer Rhetorik nach dem Schlusspfiff keinerlei Glanz bei. Die Statements klangen ungefähr so wie Simon Jentzschs Analyse: „Wir haben in der ersten Halbzeit ordentlich gespielt, nur der letzte Pass hat gefehlt. Bielefeld war zweimal vor dem Tor und hat zwei Dinger gemacht.“ Und in der zweiten Halbzeit? „Das war einfach etwas zu wenig.“ Und warum, schließlich geht es um den Uefa-Cup? Schulterzucken. Ratlosigkeit. Ausweichende Antworten: „In den nächsten Spielen muss mehr kommen“, sagte Martin Max.

    Besonders auf der linken Seite von Roman Tyce, der nach langer Verletzungspause sein erstes Saisonspiel absolvierte, muss Falko Götz unter der Woche arbeiten. Beide Tore der Bielefelder entwickelten sich nach exakt dem selben Muster über diesen Flügel. Ein langer Pass aus dem Mittelfeld auf den an der Außenlinie lauernden Ansgar Brinkmann, der wurde einmal von Simon Jentzsch gefoult – Artur Wichniarek verwandelte den fälligen Elfmeter (13.) –, und einmal spielte er Wichniarek direkt an, der kurz vor der Pause zum 2:1 vollendete. Dazwischen hatten die 60er ihre stärkste Phase, die ihren Höhepunkt in Martin Stranzls erstem Saisontor fand. Per Kopf traf der Österreicher zum Ausgleich (20.) und lieferte damit offenkundig den Anlass, das Engagement langsam wieder runter zu fahren. Die Gäste wirkten zwar fußballerisch reifer, aber auch irgendwie gleichgültiger gegenüber dem Ausgang des Spiels. Und so blieb ein Aufbäumen in der zweiten Halbzeit aus.

    Vier Punkte beträgt jetzt Bielefelds Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – nur noch vier Punkte Rückstand hätten die Löwen bei einem Sieg auf einen Uefa-Cup Platz gehabt. Angesichts der Heimspiele gegen den Hamburger SV und Borussia Dortmund, die nun folgen, wäre das eine spannende Ausgangsposition gewesen. Umso unerklärlicher ist der blutarme Auftritt der 60er. Aber vielleicht ist die Interpretation der Ausgangslage im Mittelmaß der Tabelle, wo ja die Plätze für den Notausgang (UI-Cup) angesiedelt sind, doch nicht so einfach wie im Abstiegskampf. Der Held des Tages, Artur Wichniarek, jedenfalls fasste die Situation seiner Mannschaft weiter unten in der Tabelle treffend zusammen: „Wir haben noch drei Heimspiele, und wenn wir die gewinnen, dann sind wir drin.“ Falko Götz wäre froh, wenn er das auch so sagen könnte.

    Daniel Theweleit

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Arminia - 1860

    • heinm
    • 14. April 2003 um 13:05

    Götz ernüchtert: "Das war ein Rückschritt"
    Uefa-Pokal ade - das neue alte Ziel lautet: UI-Cup

    Bielefeld/München - Der Mann des Tages war mäßig begeistert von seiner Belohnung im Wert von 13,99 Euro. Artur Wichniarek, Schütze beider Arminen-Tore bei Bielefelds 2:1 (2:1)-Sieg über den TSV 1860, blickte zunächst recht interessiert auf die CD, die er als bester Spieler des Spiels vom TV-Sender Premiere erhalten hatte, doch dann erkannte er auf dem Cover: Ozzy Osbourne, den schrägen Alt-Hardrocker. Wichniarek verzog die Miene. Der Pole scheint sanftere Töne zu bevorzugen.
    Die CD mit dem Titel "Down to Earth" (Hinab zur Erde) hätte auch besser zur Gastmannschaft gepasst, denn nach einer Mini-Serie mit vier Punkten aus zwei Spielen musste der vermeintliche Heilsbringer Falko Götz konstatieren: "Das war ein Rückschritt, so blauäugig bin ich nicht." Statt den Abstand zu den Uefa-Cup-Rängen auf vier Punkte zu verkürzen, sind die Löwen, um es mit Ozzy Osbourne auszudrücken: hinab zur Erde gestürzt. Zurück auf dem Boden der Tatsachen.

    "Wir sind im Endeffekt mal wieder an uns selber gescheitert", stellte Götz enttäuscht fest. Gut angefangen, Rückstand weggesteckt, doch nach dem Ausgleich durch Martin Stranzl (20.) schlichen sich plötzlich vergessen geglaubte Untugenden ein. "Da waren wir zu hektisch und überaktiv und haben den Gegner durch leichte Fehler aufgebaut."

    Als Fehler erwiesen sich auch sämtliche personellen Überraschungen des neuen Trainers: Der zuletzt acht Monate verletzte Roman Tyce als linkes Glied der Viererkette _ ein mehr als angenehmer Gegenspieler für Ansgar Brinkmann, den zweifachen Torvorbereiter. Die Taktik mit dem statischen Sturmtrio Max-Schroth-Agostino _ ebenfalls keine besonders glückliche Maßnahme, da bei einem "Spielmacher" Wiesinger schon zwei Spitzen unter Unterversorgung leiden. Und schließlich der Verzicht auf die Kreativspieler Shao (kam erst in der 70. Minute) und Weissenberger _ ein Luxus, den sich 1860 nicht leisten kann.

    Das neue, alte Saisonziel lautet also wieder mal: UI-Cup. Mehr ist bei realistischer Betrachtung nicht drin. Das hat inzwischen auch Falko Götz erkannt, der diesen Strohhalm dafür umso entschlossener umklammert. "Wir haben gesagt: Wir wollen international spielen", sagt der Trainer, "das geht auch über die ersten acht Plätze, und darum wird es in den nächsten Spielen gehen." Wobei es nicht leicht werden dürfte, die aufstrebenden Lauterer auf Distanz zu halten. Der ehemalige Abstiegskandidat liegt nur noch zwei Punkte hinter den Löwen, auf die mit Hamburg (am Ostersamstag) und Dortmund zwei unangenehme Heimaufgaben warten.

    "Letztlich brauchen wir noch drei Punkte", beschwört Simon Jentzsch Abstiegssorgen herauf, die allerdings genauso unrealistisch sein dürften wie die Träume von Markus Weissenberger: "Stuttgart hat gezeigt, was alles möglich ist. Die sind auch im UI-Cup gestartet und stehen jetzt auf Platz zwei in der Liga." Zur Nachahmung empfohlen, doch selbst Götz sieht nach seiner zweiten Niederlage als 1860-Coach ein: "Da kommt noch sehr, sehr viel Arbeit auf uns zu."

    Als Gewinner durfte sich am Samstag nur ein Löwe fühlen. Die Chancen von Thomas Häßler auf ein Comeback gegen den HSV stehen besser als je zuvor.

    ULI KELLNER

    --------------------------------------------------------

    "Ich muss wieder torgeiler werden"
    Weissenberger sucht seine Bielefeld-Form

    München - Wenn Markus Weissenberger am heutigen Samstag mit dem TSV 1860 auf der Bielefelder Alm antritt, werden unweigerlich eine Menge Erinnerungen in ihm hochkommen. Der beschauliche Ostwestfalenklub war für den kleinen Österreicher vor vier Jahren das Sprungbrett in den deutschen Fußball, hier stieg er zu einem begehrten Bundesligaspieler auf und fühlte sich auch sonst bestens aufgehoben. "Ich habe mich in Bielefeld sehr wohl gefühlt und freue mich total auf dieses Spiel", sagt der Rückkehrer.

    Und wie das nun mal so ist, wenn die Gedanken auf Zeitreise gehen, werden die negativen Erinnerungen einfach weggefiltert. Der Abstieg mit Arminia nach einer historischen Serie von zehn Niederlagen, ein Kreuzbandriss, der ihn ein halbes Jahr außer Gefecht setzte - all das hat für ihn im Rückblick bei weitem nicht die Bedeutung wie drei Zahlen, auf die er mit Recht stolz ist: 33 Spiele, 9 Tore, Platz 3 in der Scorer-Wertung. "Da ist alles optimal gelaufen", sagt er.

    Von einer Quote wie damals ist der 28-Jährige seit seinem Wechsel nach München weit entfernt. Zwar hat er es in den gut anderthalb Jahren auf 50 von 61 möglichen Einsätzen gebracht, doch die alte Torgefährlichkeit scheint beim Umzug von Ostwestfalen nach Bayern verloren gegangen zu sein. Erst vier Treffer konnte er auf seinem Löwen-Konto verbuchen, überspitzt gesagt: Für jede Million Mark, die er seinerzeit gekostet hat, ein mickriges Törchen. "Ich will nicht sagen, ich hab's verlernt", sagt er, doch eins steht für ihn dennoch fest: "Ich muss wieder torgeiler werden."

    Natürlich gibt es Gründe für Weissenbergers Torflaute, sie hängt mit Spielsystemen zusammen, mit Hierarchien und mit Namen wie Häßler, Lorant oder Pacult. Damals in Bielefeld war der leichtfüßige Vorarlberger der uneingeschränkte Herrscher im Mittelfeld. Als unbekannter Neuling aus dem gern belächelten Alpenstaat konnte er unbeschwert aufspielen und seine Straßenkicker-Mentalität nach Herzenslust ausleben: "Mein Spiel ist das Risikospiel", sagt er: "Dribbling eingehen, marschieren, Tore machen."

    "Ich brauche einfach wieder dieses Leck-mich-am- Arsch-Gefühl."

    Und genau dieser Stärke hat man ihn bei den Löwen beraubt. Zum einen blockierte Häßler den Platz im zentralen Mittelfeld, den man ihm bei den Vertragsgesprächen in Aussicht gestellt hatte. Zum anderen legten ihn die Trainer Lorant und Pacult in zu starre Fesseln: "Es war halt so, dass ich meistens links eingesetzt wurde, wo man sehr ballsicher sein muss." Er als Trainer würde den Spieler Weissenberger hinter den Spitzen einsetzen, mit allen Freiheiten nach vorne. "Denn wenn ich bei zehn Dribblings drei Mal durchkomme, und es springt ein Tor heraus oder irgendwas, dann bringt das mehr." Anders ausgedrückt: "Ich brauche wieder dieses Leck-mich-am-Arsch-Gefühl."

    Weissenbergers Hoffnung trägt daher den Namen Falko Götz. Obwohl der Österreicher den 2:0-Sieg gegen Gladbach auf der Bank verfolgen musste ("Ich war 13 Tage beim Nationalteam und hatte keine Ahnung, was einstudiert wurde"), hat er das Gefühl, dass der neue Trainer in der Lage ist, den alten Weissenberger aus ihm herauszukitzeln. "Er hat schon in Schalke gezeigt, dass er sehr torgefährlich sein kann", sieht Götz erste Fortschritte, "und jetzt in Bielefeld wird er sehr motiviert sein, es allen zu zeigen."

    Was eigentlich gar nicht notwendig ist. Denn wenn sie irgendwo um Weissenbergers Qualitäten wissen, dann ja wohl bei der Arminia.

    ULI KELLNER

    http://www.merkur-online.de

  • Presse Arminia - 1860

    • heinm
    • 11. April 2003 um 17:47

    Votava zittert, Jentzsch pokert
    Häßler auch in Bielefeld nicht dabei

    München - Die wichtigste Information aus Sicht des Trainers gab es gestern schon vor Beginn der offiziellen Fragestunde beim TSV 1860. "Falko Götz lässt ausrichten, dass er sich nur zum Spiel und nicht zu Vertragsständen äußern wird", teilte Vereinssprecher Werner-Johannes Müller mit. Es ist nämlich so, dass dieser Falko Götz sehr präzise Vorstellungen in seinem Kopf hat. Der neue Coach möchte den Schwung aus seinem ersten Erfolgserlebnis bei den Löwen (2:0 gegen Gladbach) nutzen, um noch einmal einen Großangriff Richtung Uefa-Cup zu starten, "und ich lasse nicht zu, dass uns Personaldiskussionen vom Ziel abhalten".

    Was aus Thomas Häßler wird, ob der auslaufende Vertrag mit dem verletzungsanfälligen Tomas Votava verlängert wird, wann Torhüter Simon Jentzsch endlich sein Ja-Wort bis 2006 gibt - all das werde man schon rechtzeitig erfahren, versicherte der Berliner. "Intern", so Götz, seien jedenfalls "alle Spieler von der sportlichen Leitung informiert, inwiefern mit ihnen geplant wird."

    Häßler zum Beispiel weiß, dass er sich nur durch absolute Topleistungen in den letzten Spielen und die Bereitschaft zu einem kräftigen Gehaltsverzicht noch einmal aufdrängen kann - wobei er für die morgige Partie in Bielefeld noch nicht in Frage kommt (Götz: "Er wird weiter auftrainiert"). Abwehrchef Votava muss weiter zittern, ob der Verein bis Ende des Monats die Option auf ein weiteres Jahr ziehen wird. Und von Jentzsch, der seine Leistungsexplosion künftig mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr belohnt sehen möchte, erwartet 1860-Boss Karl-Heinz Wildmoser "eine gewisse Flexibilität".

    Im Klartext: Da der Verein nicht weiß, wie sich die TV-Gelder ab der Saison 2004/05 entwickeln, soll sich Jentzsch im Notfall mit (deutlich) weniger als der gewünschten Summe bescheiden. "Ich kann doch als verantwortlich handelnder Präsident keinen Vertrag abschließen, wenn ich nicht weiß, ob ich das Gehalt in ein paar Jahren noch zahlen kann", argumentiert Wildmoser und bestellt den Beratern des Torhüters: "Wer in der heutigen Zeit noch meint, er könne pokern, der schneidet sich ins eigene Fleisch." Sicherheitshalber hat die 1860-Führung bei Jentzsch die Option gezogen. Im schlimmsten Fall muss ihn der Klub nächstes Jahr ablösefrei ziehen lassen.

    Holt Götz den Ex-Löwen Waas als Co-Trainer?

    Und dann ist da ja noch die Sache mit dem neuen Co-Trainer. Obwohl Götz jüngst erklärte, auch über Häßler nachdenken zu wollen, sickerte nun aus dem 1860-Umfeld durch, dass Ex-Löwe Herbert Waas (elf Zweitliga-Tore in der Saison 1981/82) das Rennen machen könnte. Mit Waas (39) hat Götz zu seiner Leverkusener Zeit den Uefa-Cup gewonnen - wenn das kein gutes Omen ist.

    http://www.merkur-online.de

  • Die schwindende Macht der Profis

    • heinm
    • 11. April 2003 um 17:45

    Schwindende Macht

    Das Beispiel des HSV zeigt neue Kräfteverhältnisse im Fußball

    Hamburg – Die Unterredung der Klubführung mit dem Mannschaftsrat des Hamburger SV war eine ziemlich einseitige Angelegenheit, und am Ende war klar: der „Spieler-Aufstand gegen die Bosse“ (Bild) war kläglich verpufft. Vergebens hatten die HSV-Profis mit einer in der Fußballbranche noch nicht erlebten Offensive Vertragsverlängerungen für die Kollegen Ingo Hertzsch, 25, und Erik Meijer, 33, reklamiert. Statt dessen verbaten sich Klubchef Bernd Hoffmann und Sportchef Dietmar Beiersdorfer nicht nur „die Einmischung in Personalangelegenheiten“. Sie teilten den beiden Spielern auch mit, sie müssten sich mit einem neuen Angebot weiter gedulden. Bis feststehe, ob der HSV kommende Saison auf europäischer Bühne mitspielen dürfe, gebe es keinerlei finanziellen Spielraum und, vor allem, „andere Prioritäten“.

    Die Hängepartie und die ungewöhnliche, aber gescheiterte Solidarität der Profis beschreibt exemplarisch die neue Situation im deutschen Fußball: die Macht der Spieler bröckelt. Sie bröckelt sogar so stark, dass HSV- Regisseur Sergej Barbarez – obgleich einer der Großverdiener – zu einer larmoyanten Generalabrechnung ansetzte. Fußball, jammerte er, sei „kein schönes Geschäft mehr, die menschliche Seite ist nicht mehr wichtig“. Die Klage ist, aus Spielersicht, verständlich. Tatsächlich ist nichts mehr, wie es seit dem Bosman-Urteil vom Dezember 1995 war. Statt den Vereinen die Vertragsbedingungen quasi zu diktieren und die Gagen in Schwindel erregende Höhen zu treiben, müssen Durchschnittskicker inzwischen um ihre Arbeitsplätze bangen. Kenner der Szene haben für den Sommer bis zu 400 arbeitslose Fußballer prognostiziert. Eine der Folgen ist ein dramatischer Kursverfall für jene Profis, die nicht zu den unverzichtbaren Stammkräften gezählt werden – wie Hertzsch und Meijer beim HSV. Sportchef Beiersdorfer sagt es so: „Es wird härter für die Spieler. Wir können uns bei der allgemeinen Finanzlage nicht binden, binden, binden.“

    Noch Anfang der Woche etwa hatte Edelreservist Erik Meijer gemutmaßt, beim HSV sei in Wirklichkeit „reichlich Geld da“. Zwei Tage später ließ der sonst so hemdsärmelige Niederländer kleinlaut wissen, er wäre bei einem sofortigen Angebot auch bereit gewesen, auf die Hälfte seines bisherigen Gehaltes (geschätzte 1,2 Millionen Euro) zu verzichten. Jetzt wird er wohl für noch weniger Geld beim Zweitligisten Alemannia Aachen anheuern. Auch Ingo Hertzsch, immerhin Nationalspieler und vor zwei Jahren schon mit Bayer Leverkusen einig, ist nachdenklich geworden. Bayer will ihn nicht mehr, zwei neue Angebote des HSV hatte er abgelehnt. Nun signalisierte er plötzlich, die vor wenigen Monaten noch verschmähte Offerte sei „eine gute Basis, um in Hamburg zu bleiben“.

    Die Einsicht kommt, wenn er Pech hat, zu spät. Die einst so prächtige Ausgangslage hat sich für die Profis nahezu ins Gegenteil verkehrt. Der „Sparzwang“ (Beiersdorfer) fordert Disziplin von den durch sinkende Fernseheinnahmen und den Gehälterboom vergangener Jahre gebeutelten Klubs (geschätzter Schuldenstand: 600 Millionen Euro). Längst steht nicht mehr sofort der nächste Arbeitgeber bereit, um die anderswo abgelehnten Wünsche der Spieler zu erfüllen. Hertzsch’ Ankündigung, „noch vor Saisonende“ das Angebot eines anderen Klubs annehmen zu wollen, könnte sich bald als Wunschdenken erweisen.

    Denn wie beim HSV, der für die laufende Saison ein Defizit von 12,5 Millionen Euro erwartet, wird auch bei der Konkurrenz intensiv über Kostensenkungen gegrübelt. Das Ergebnis ist fast überall gleich: Um nicht noch tiefer ins Minus zu rutschen, soll der Kader verkleinert werden. Der einzige Bereich, für den der HSV künftig mehr ausgibt, ist die Talentsichtung, für die Chefscout Michael Schröder ein Netzwerk ehemaliger HSV-Spieler geknüpft hat, die auf Honorarbasis arbeiten. „Zehn bis 15 Sichtungen pro Woche“, sagt Beiersdorfer, werden so vorgenommen – vom Länderspiel bis runter zur vierten Liga. Und auch diese Investition soll auf Sicht vor allem eines – beim Sparen helfen.

    Spätestens nach dem Treffen mit Hoffmann und Beiersdorfer können sich die Profis über mangelnde Klarheit nicht mehr beschweren. So erläuterten die Bosse ihnen, dass neben dem Abbau einiger Arbeitsplätze die Verpflichtung eines starken Mittelfeldspielers wie Stefan Beinlich Priorität habe und der Kauf des eine Million Euro teuren Fürther U21-Nationalspielers Björn Schlicke (Vertrag bis 2007) ein unverzichtbarer Wechsel auf die Zukunft sei. Für Hertzsch, den zweikampfstarken, aber spielerisch begrenzten Recken ist das kein Trost. Er selbst galt einmal als Wechsel auf die Zukunft. Er hat ihn nur nicht einlösen können.

    Jörg Marwedel

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Arminia - 1860

    • heinm
    • 10. April 2003 um 10:52

    Münchner Merkur

    Schroth will die Torjägerkanone
    1860-Trainer Götz vor der Qual der Wahl: Max oder Lauth

    München - Markus Schroth erlöste den TSV 1860 und erzielte gegen Mönchengladbach das erste Heimtor nach 548 Minuten. Für den 28-jährigen war es dennoch nichts Besonderes - behauptet er jedenfalls: "Wer das Tor schießt und ob es nun auswärts oder zu Hause fällt, ist doch egal. Hauptsache, die Mannschaft hat Erfolg."

    Doch trotz aller Bescheidenheit geht Schroth nach seinem 12. Saisontor in die Offensive. "Natürlich ist die Torjägerkanone ein Ziel", verkündet er und fügt im Scherz hinzu: "Wenn ich in jedem Spiel noch zwei Tore schieße, bin ich gut dabei." Schon in Bielefeld am Samstag will Schroth nachlegen.

    Der amtierende Torschützenkönig, Martin Max, traf ebenfalls gegen Gladbach und stellt Falko Götz vor ein Problem. Denn mit Benjamin Lauth an der Seite von Schroth klappte das Toreschießen zuletzt nicht. Am Sonntag fielen beide Treffer gegen einen schwachen Gegner erst, nachdem Max für den verletzten Lauth (Fleischwunde am Spann) zur Pause kam. Ausgerechnet Schroth und Max machten dann den Sieg perfekt.

    Wer neben ihm am Samstag stürmen wird, ist Schroth egal: "Vielleicht spielen wir ja sogar mit drei Stürmern, das entscheidet der Trainer." Der hatte gestern mit Max ein Gespräch auf dem Trainingsplatz, reagierte auf Nachfragen aber genervt: "Er hat mir sein Tor noch einmal erklärt und mehr gibt es auch nicht zu besprechen."

    Trotz seines Tores ist ein Einsatz des 34-jährigen von Beginn an unwahrscheinlich. Denn Schroth verriet die Taktik für Samstag: "Wir müssen aus einer kompakten Defensive heraus möglichst über Konter Erfolg haben." Zum einen widerspricht dies der ohnehin gewagten Prognose, mit drei Stürmern zu spielen, zum anderen liegt das Konterspiel dem Jung-Nationalspieler Lauth eher als Oldie Max. Ein Einsatz von Lauth ist jedenfalls nicht gefährdet, er soll morgen wieder trainieren.

    Torben Hoffmann bleibt nach seiner fünften Gelben Karte auf jeden Fall zu Hause. Gestern im Training spielte Roman Tyce auf der linken Abwehrseite in der Viererkette. Doch ein Einsatz nach seiner langen Pause (Kreuzbandriss) könnte ein Risiko sein. Tyce selbst zeigte sich vergangene Woche skeptisch, was den Rest der Saison angeht. Der Tscheche rechnete sich da lediglich Chancen auf einige Kurzeinsätze aus.

    CARSTEN LAPPE

    http://www.merkur-online.de

  • Wer soll nächste Saison die Tore schiessen?

    • heinm
    • 9. April 2003 um 18:17
    Zitat

    Original von OriginalBlauauge
    Übrigens alle ablösefrei zu haben!!!!

    Ablösefrei ist die eine Sache. Ihr Gehaltsniveau eine andere...

  • Fotos von der Hamburg-Fahrt

    • heinm
    • 9. April 2003 um 14:38
    Zitat

    Original von Toto Schillaci
    Na, na, na... nicht unbedingt von Dir... wir wollen doch nicht gleich übertreiben! ;)

    Na gut, dann eben nicht... ;) Es sieht aber ein ganz kleines bisschen so aus, als würfe ich dem Fotografen das eine oder andere Kusshändchen zu... da muss wohl hinter Dir jemand anders gestanden haben. :D

    Gruß
    Hein M

  • Fotos von der Hamburg-Fahrt

    • heinm
    • 9. April 2003 um 09:14
    Zitat

    Original von tobsi
    wenn ich nicht an wahrnehmungsstörungen im endstadium leide, hat sich auf das eine bild mit der blockfahne sogar heinm draufgeschmuggelt!

    Hihi, das stimmt. Küsse für den Fotografen! :lol: ;)

    Gruß
    Hein M

  • Ex-Armine Momo Diabang

    • heinm
    • 8. April 2003 um 17:53
    Zitat

    Original von Fichte
    Jetzt hat neben dem Bochumforum auch Radio Bielefeld den Vertrag NUR FÜR DIE ERSTE LIGA bestätigt, d.h. beim Abstieg von Bochum muss er nicht in der 2. Liga spielen, dann spielt er nirgendwo!!!!!!!!

    Hihi, das wäre wirklich ziemlich witzig. Und es ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, da Bochum ja bekanntermaßen allerhöchstens noch sieben Punkte holt... :D :lol:

    Gruß
    Hein M

  • Ex-Armine Momo Diabang

    • heinm
    • 8. April 2003 um 16:47
    Zitat

    Original von Idiot
    Sicherlich ist es jetzt aber erstmal klüger ihn nicht spielen zu lassen und zu warten bis sich die Emotionen etwas gelegt haben und sich auch sein direktes wie indirektes (sprich: auch die Fans) Umfeld wieder beruhigt hat.

    Dem stimme ich zu. Natürlich war Momos Verhandlungstaktik (?) sowas von unprofessionell, aber was hier jetzt gerade hochkocht, macht mir wirklich ein bisschen Angst. Vor allem sollte man bedenken, dass man mit permanenten Pfiffen und Beleidigungen auch die Moral der ganzen Mannschaft trifft - und wir brauchen momentan alle Konzentration, jeden Punkt und jedes Tor für den Klassenerhalt. Oder?

    Gruß
    Hein M

  • HSV - DSC

    • heinm
    • 8. April 2003 um 12:37
    Zitat

    Original von Block 3
    Ja nachem Spiel was wohl? Reeperbahn

    War schon lustig, überall waren Arminen... sogar im phänomenalen Silbersack. :hi: "Von der Alster bis zur Elbe stets dasselbe, DSC!" :D

    Zitat

    Original von DSConline
    also cih hatte am Samstag soooooooooooooo einen Kater und ich weiß gar nicht richtig warum

    Hast Du womöglich Astra zu Dir genommen? Ist 'ne üble Schädelbrühe, das Zeug. :wall:

    Zitat

    Original von DSConline
    hat eigentlich einer Elvis gesehen........ich hab ihn im Stadion gesehen ER LEBT ALSO WIRKLICH

    Das stimmt, Elvis war auch da. Seinen Frisör möchte ich aber nicht unbedingt gern kennenlernen. :lol:

    Grüße aus Hamburg
    Hein M

  • Sat.1 bietet nur noch 40 Mio!

    • heinm
    • 8. April 2003 um 12:15

    FC Bayern zum Schleuderpreis

    Ein Jahr nach der großen Kirch-Pleite kommt es für den Profi-Fußball noch schlimmer

    Lange haben die ARD und die Bundesliga miteinander gefeilscht, jetzt ist man sich einig. In den nächsten drei Jahren, also bis zur Weltmeisterschaft 2006, überträgt der öffentlich-rechtliche Senderverbund die Spiele aus der ersten und zweiten Bundesliga.

    Die beiden Partner haben in einem Abkommen alles genau geregelt, bis hin zu den Arbeitsbedingungen der Reporter und den Standplätzen für die Ü- Wagen. „Der Vertrag befindet sich im Umlaufverfahren für die Unterschriften“, sagt Wilfried Straub, der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), in der die 36 Profi-Klubs organisiert sind. Auch die ARD bestätigt, dass der Kontrakt nun unterzeichnet werde.

    Auf das große Geschäft müssen der FC Bayern München und die anderen Vereine, die alle weitgehend von den Fernseh-Erlösen leben, aber noch warten. Das neue Abkommen gilt nur für den Hörfunk. Die ARD zahlt künftig 5,2 Millionen Euro pro Saison (inklusive Mehrwertsteuer) für die Radio-Reportagen aus den Stadien, als Gegenleistung gibt es längere Übertragungszeiten in den einzelnen Programmen wie Bayern 1.

    Außerdem wird die Exklusivität der schon legendären Schlusskonferenz am Samstagnachmittag garantiert. Bis zu zehn Millionen Fans schalten hier ein, die Top-Quote ist neun ARD-Sendern viel wert. Bislang waren Hörfunk-Berichte kostenlos. Nunmehr geben die Intendanten wie Fritz Pleitgen vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) Millionen für die Radio-Lizenzen aus. Ungetrübte Beziehungen zur DFL könnten sich demnächst auch in anderer Hinsicht als nützlich erweisen.

    Die Fußball-Bundesliga sucht in diesen Tagen verzweifelt einen neuen Fernseh-Partner, nachdem der hoch defizitäre Privatsender Sat 1 für seine Sportshow ran nur mehr die Hälfte der zuletzt überwiesenen 80 Millionen Euro pro Saison zahlen will. Die ARD-Intendanten und deren Sportchefs haben längst ausgerechnet, dass man notfalls 60 Millionen Euro aufbringen und so die Sportschau am Samstagabend mit Bundesliga- Bildern neu beleben könne. Gleichzeitig müssten die Klubs aber auf jene 15 bis 20 Millionen verzichten, die bisher die ARD für ihre Zweitverwertung zahlt. So oder so: Nach Stand der Dinge erlöst die Fußball-Branche im Fernsehen künftig weit weniger als kalkuliert.

    Verfall wie an der Börse

    Die Vereine und ihre hoch entlohnten Spieler, die in der vergangenen Dekade TV-Milliarden kassierten, müssen sich auf sehr magere Zeiten einstellen – die Radio-Gelder von der ARD können allenfalls ein paar Probleme etwas lindern. Nach der Pleite des langjährigen Bundesliga- Partners und Münchner Medienkaufmanns Leo Kirch, die sich am heutigen Dienstag jährt, geht es den Fußball-Klubs wie zuletzt der Börse: Tendenz weiter fallend. Das gilt auch für die Champions League, in der Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen Höchst-Honorare kassierten.

    Für die Spitzenvereine ist der Boom ebenfalls vorbei. Die flaue Konjunktur und der Werbeeinbruch setzen sogar dem TV-Marktführer RTL zu, der bislang 60 Millionen Euro pro Saison für die Champions League aufbrachte. Der Bertelsmann-Kanal verabschiedet sich nach und nach aus der Euro-Liga; das Viertelfinale Juventus Turin gegen FC Barcelona wird am Mittwoch im Deutschen Sportfernsehen (DSF) übertragen. Der von RTL ins Spiel gebrachte Klein-Sender zahlt für die einst teuren TV-Rechte nur noch ein besseres Taschengeld. So soll das auch künftig funktionieren: RTL lässt den Vertrag für die Euro-Liga auslaufen und gibt kein neues Angebot ab. Man pokert in Köln.

    Der Abosender Premiere, der kleine Münchner Spartenkanal Tele 5 und vielleicht auch noch das DSF sind an der Euro-Liga interessiert, wollen aber nur ein Drittel oder höchstens die Hälfte der bisherigen Preise akzeptieren, wenn überhaupt. Demjenigen Sender, der den Zuschlag erhält, will RTL die Spiele mit Bundesliga-Vereinen in den Finalrunden abkaufen, zu überschaubaren Tarifen. „Wer die deutschen Übertragungsrechte bekommt, der kann unser Partner werden“, sagt Infochef Hans Mahr.

    Statt bis zu 17 Begegnungen pro Saison, wie vorher, würde RTL nur noch ein paar Spiele zeigen. Ansonsten fände selbst der FC Bayern zu Schleuderpreisen bei Tele 5 oder im DSF statt – oder nur noch im Abofernsehen. Die morgige Übertragung im DSF sei in dieser Hinsicht ein „Dammbruch“, erklärt Tele-5-Eigner Herbert Kloiber.

    Die sinkenden Preise machen auch der Schweizer Agentur Infront zu schaffen, die für 350 Millionen Euro die Kirch-Rechte (Bundesliga, WM 2006) übernahm. Den Infront-Investoren um Adidas-Aktionär Robert Louis-Dreyfuß und Günter Netzer droht ein hoher Verlust mit der Bundesliga, nun soll die ARD einspringen.

    Dreyfuß und Netzer tafelten kürzlich im schönen Zürich mit den Chefs von ARD und ZDF, die vor allem an der nächsten WM interessiert sind. Das Treffen habe nur dazu gedient, sich gegenseitig zu beschnuppern, heißt es aus der ARD – mal sehen, wozu das alles gut sein kann.

    KLAUS OTT

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 7. April 2003 um 13:09

    Dieser Artikel hat zwar nur in einem Absatz mit dem Spiel HSV-Arminia zu tun, ich finde ihn aber trotzdem sehr hübsch... :lol:

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    Futter für die Künstler

    Die Frage, ob Fußballprofis Künstler sind, ist ja schon oft gestellt worden. Ganz ernsthaft. So wurde diskutiert, ob es sich beim kickenden Personal um (nur etwas besser entlohnte) Angestellte im gewerkschaftlichen Sinne handelt oder um lauter umsatzstarke Ich-AGs, die dann dem Bereich der freien Kulturschaffenden zuzuordnen wären. Man hat Letzteres schließlich verworfen, wofür es gute Gründe gab – auf dem Rasen wie außerhalb. Dieses Bundesliga-Wochenende allerdings könnte zu einer neuen Nachdenklichkeit führen. So vielfältig war das Angebot an Szenen, die der schon beendet gewähnten Diskussion neues Futter geben werden.

    Zu klären ist beispielsweise, ob es eine Kunst war, was der Japaner Naohiro Takahara in der 89. Minute des Spiels Hamburg gegen Bielefeld (1:0) vorführte. Entwischte mit dem Ball dem weit herausgeeilten Torwart Hain; lief schneller als alle Bielefelder Abwehrspieler – bis das leere und wie stets 7, 32 Meter breite Tor vor ihm auftauchte. Dann schob der HSV-Stürmer die Kugel so filigran daran vorbei, dass verzweifelt gerätselt wurde: Wie hat er das bloß hingekriegt? Kein Zweifel, Takahara hat etwas geschafft, für das Normalsterbliche keine Erklärung finden, die ja auch manchem Gemälde großer Meister voller Staunen und Unverständnis gegenüber stehen. Sein mißglücktes Solo hebt ihn zumindest auf eine Stufe mit Frank Mill von Borussia Dortmund, der ein ähnliches Kunststück anno ’89 gar mit einem Pfostentreffer krönte und den Beweis erbrachte, dass auch nicht erzielte Tore Profis in den Rang der Legende erheben können – Mill ist längst pensioniert.

    Unerklärlich und geheimnisvoll blieb der bizarre Kampf mit der kurzen Distanz diesmal auch bei den Kollegen Vriesde (Bochum, aus eineinhalb Metern am Tor vorbei), Alves (Berlin, Billardschuss von einem zum anderen Pfosten) und Agali (Schalke, zielte aus fünf Metern zweimal magisch auf Nürnbergs Torwart Kampa). Wie gesagt, unerklärlich und so unverzichtbar für das Gesamtkunstwerk Fußball wie die wunderschöne Bogenlampe, mit der Fabian Ernst Bremens 2:1-Sieg in Dortmund besiegelte – aus 50 Metern. Sollte die Diskussion neu aufleben: Wir plädieren für Künstler. Nicht nur bei Ernst.

    Jörg Marwedel

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 7. April 2003 um 11:59

    HSV | 07.04.2003

    Volle Fahrt in Richtung Champions League
    JÖRN WOLF, SIMON BRAASCH

    1:0 - nun spricht auch Jara von der Königsklasse. Gigantische Chance am Sonnabend gegen den BVB


    Natürlich jubelten sie. Voller Inbrunst. Enthusiastisch. Euphorisiert bis zum Geht- nichtmehr. Was so ein nacktes Ergebnis doch bewirken kann. Man stelle sich nur vor, der HSV wäre durch dieses 1:0 gegen Bielefeld nicht etwa auf Rang vier, sondern auf Platz elf der Tabelle vorgerückt. Die 46160 Fans hätten ihre Mannschaft trotz des Sieges mit gellenden Pfiffen aus der AOL Arena gejagt. Doch die neue Droge pushte sie alle. Champions League ¼!

    Seit Sonnabendnachmittag, 17.19 Uhr, schlagen die Uhren in Hamburg anders. Bislang war die Qualifikation für den UEFA-Cup das erklärte Ziel. Doch am kommenden Wochenende bietet sich dem HSV eine gigantische Chance. Ein Erfolg im Heimspiel gegen Meister Dortmund - und die Königsklasse wäre nur noch einen Punkt entfernt.

    Schluss mit dem Understatement. Das meint auch Kurt Jara. "Wir haben jetzt gegen Dortmund die Chance, ganz nah ranzukommen", erklärte der Trainer. Und, etwas konkreter: "Sollten wir gewinnen, sind wir für andere Ziele zu haben."

    Ein Signal, dass seine Profis verstanden. Jara sprach aus, was innerhalb der Mannschaft längst zum Thema geworden ist. Die Champions League. Das Maß aller Dinge. "Selbstverständlich dürfen wir jetzt davon träumen", behauptet Sergej Barbarez. "Wir haben ein weiteres Heimspiel vor der Brust. Warum sollten wir bei unserer großartigen Bilanz vor Dortmund Angst haben?"

    Allerdings: Eine solch missratene zweite Hälfte wie gegen die Arminia darf sich der HSV nicht erlauben. "Das war nicht zu akzeptieren", polterte Jara. "Darüber wird sicher noch gesprochen", ergänzte Dietmar Beiersdorfer. Völlig unverständlich, dass der HSV nach einem guten ersten Durchgang - der seine Krönung in der Eigentorproduktion der Bielefelder Bastian Reinhardt und Matthias Hain fand (9.) - total den Faden verlor. "Nach der Pause haben wir aufgehört Fußball zu spielen", gab Jara zu verstehen. "Das erinnerte stark an die Spiele gegen Bochum und Cottbus", so Beiersdorfer. Mit dem Unterschied, dass das böse Erwachen in Form des späten Ausgleichs diesmal am HSV vorbei ging. "Wir haben gewonnen, Deckel drauf, fertig", meint Beiersdorfer deshalb. "Ab sofort gilt die volle Konzentration Dortmund." Und der Champions League.

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    APPLAUS ODER PFIFFE?

    Pieckenhagen
    Bis auf seine Abschläge - sie sind ihm aufgrund seines von Schaumfängern überfluteten Strafraumes verziehen - eine Bank. Note 3

    Fukal
    Machte seine Seite dicht. Wenns ihm langweilig wurde, versuchte er sich vergeblich als Torjäger. Note 3

    Hertzsch
    Ließ hinten nichts anbrennen. Das Aufbauspiel überlässt er mittlerweile anderen. Note 3

    Ujfalusi
    Nicht so frisch wie sonst. Aber trotzdem ohne Probleme. Note 3,5

    Hollerbach
    Von Diabang war nichts zu sehen. Musste dann verletzt raus. Note 3,5

    Maltritz
    Steht vor einer großen Drecksarbeiterkarriere. Vielleicht bald bei Rudi. Note 3

    Mahdavikia
    Mr. Effektiv blieb im 100. Bundesligaspiel ohne Vorlage. Machte aber Alarm. Note 3

    Cardoso
    Seine Standards gingen in die Hose. Aus dem Spiel heraus wieder mit deutlichem Aufwärtstrend. Note 3

    Barbarez
    Fast hätte es mit dem 6. Saisontor geklappt - aber Takahara stand im Weg. Note 3,5

    Romeo
    Nur Tore bringen ihn in die Nationalmannschaft. Note 4

    Takahara
    Sein Fehlschuss sichert ihm auf ewig einen Platz im Kuriositätenkabinett. Note 3

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    NAOHIRO TAKAHARA | 07.04.2003

    Jetzt kennt ihn die ganze Welt
    JÖRN WOLF und SIMON BRAASCH

    Takas Fehlschuss geht in die Geschichte ein

    Es war die Frank-Mill-Gedächtnisszene: Eine Minute vor Schluss stürmt Naohiro Takahara an Bielefelds Keeper Hain vorbei, läuft mit dem Ball aufs leere Tor zu. Die HSV-Fans springen auf und bejubeln die Entscheidung. Aber der Sushi-Bomber setzt die Kugel mit dem Schienbein aus acht Metern daneben. Unglaublich, nicht zu fassen - den hätte jede Mutter auf der ganzen Welt gemacht.

    "So was ist mir noch nie passiert", entschuldigte sich der ansonsten starke Takahara. Etwas überraschend durfte er für Collin Benjamin in die Startelf - Kurt Jara wollte offensiver spielen lassen. "Gut, dass wir trotz der Szene gewonnen haben", so Taka. "Sonst hätte ich wochenlang Albträume gehabt." Und den Ruf des Mega-Trottels. Sein Trainer nimmts locker: "Mit dieser Aktion ist er auf einen Schlag noch bekannter geworden", flachste Jara. Takahara - jetzt kennt ihn wohl die ganze Welt.

    Diese Bilder braucht sich Naohiro Takahara nicht auszuschneiden. Sie werden ihn sein ganzes Leben lang verfolgen. Ab sofort kann er vor dieser Szene nicht mehr sicher sein. Auch im entferntesten Winkel dieser Erde nicht. Er wird es mit Humor nehmen.

    http://www.mopo.de

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 7. April 2003 um 11:56

    Nur 45 Minuten Fußball Glück: Ein Eigentor sorgte für den mageren 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld

    Von Dieter Matz, Marcus Scholz

    Hamburg - Schon vor dem Spiel waren sie alle Feuer und Flamme. Über 40 000 Fans wedelten mit ihren HSV-Hamburg-Fahnen und unterstützten damit die Olympia-Bewerbung der Hansestadt. Feuer und Flamme, dieses Motto hatte auch offensichtlich der mit drei Spitzen spielende HSV für sich übernommen, denn er bot gegen Arminia Bielefeld eine überaus engagierte, stürmische Anfangsphase. Allerdings dauerte dieser Zustand nur bis zum 1:0 in der neunten Minute.

    "Von nun an gings bergab", sang einst Hildegard Knef. Obwohl HSV-Trainer Kurt Jara später sogar eine gute erste Halbzeit von seiner Mannschaft gesehen haben wollte: "Bis zu diesem Tag habe ich nicht gewusst, dass man ein Spiel auch mit nur 45 Minuten gewinnen kann. Die ersten 40 bis 45 Minuten waren okay, aber nach der Pause haben wir aufgehört, Fußball zu spielen."

    So spielt eine Spitzenmannschaft. Man spielt schlecht, aber man gewinnt. Passend zu diesem Kick der Siegtreffer: ein Eigentor. Naohiro Takahara schlug den Ball von der Torauslinie flach zur Mitte, und bevor Bernardo Romeo an die Kugel kam, schoss ihn Bielefelds Kapitän Reinhardt seinem neben dem Tor sitzenden Torwart Hain an den Kopf - Tor. Welch ein Glück!

    "Wenn wir noch das 1:1 gefangen hätten, dann hätten wir wieder, wie schon zwei Mal in dieser Saison, wie behämmert da gestanden", sagte Jara. Weil der HSV nicht mehr nach vorne spielte, weil dem HSV (hinter dem FC Bayern, 36 Punkte, die zweitbeste Heimmannschaft, 32) die Ideen ausgingen, weil der HSV nicht mehr aus der Abwehr heraus kam, weil sich der HSV viele Fehl- und Rückpässe erlaubte, und weil nicht alle im Vollbesitz ihrer Kräfte schienen. Es gab Konzentrationsschwächen, zudem war die Laufbereitschaft gleich bei einigen HSV-Profis mangelhaft.

    Während Kurt Jara seine Elf immer wieder wild mit den Armen in der Luft fuchtelnd nach vorne treiben wollte (vergeblich), skandierten die Nordtribünen-Fans lauthals: "Wir woll'n euch kämpfen seh'n . . ." Der Rest hätte sich wahrscheinlich eher ein wenig Fußball gewünscht, hielt sich aber in Sachen Missfallenskundgebungen hanseatisch vornehm zurück. Dabei bot besonders die niveaulose zweite Halbzeit Fußball zum Abgewöhnen.

    Geradezu charakteristisch dann noch die Szene des Tages, von der nicht nur die Hamburger noch in Jahrzehnten sprechen werden: Takahara, der äußerst agil und gut gespielt hatte, lief in der 90. Minute von der Mittellinie los, ließ Torwart Hain hinter sich, lief mit dem Ball auf das leere Bielefelder Tor zu - und brachte das Kunststück fertig, mit links aus 14 Metern daneben zu zirkeln. Unfassbar! Zur Erinnerung: 7,32 m breit, 2,44 m hoch ist ein Tor. Auch in Japan.

    "Wenn man siegt, kann man das schnell abhaken", befand Jara nachsichtig und dachte an das nächste Spiel: Dortmund kommt. Jara: "Sollten wir gewinnen, setzen wir uns neue Ziele." Champions League statt UEFA-Cup.

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    "Mein erstes Kopfballtor"

    Mathias Hain (Keeper Bielefeld): "Das war mein erstes Kopfballtor, darauf bin ich stolz . . . "

    Naohiro Takahara (HSV): "Ich bin schon einige Male allein auf das Tor zugelaufen, aber vorbeigeschossen habe ich noch nie. Das 1:0 wird wohl als Eigentor gewertet, aber ohne meinen Schuss wäre es wohl nicht zum Tor gekommen."

    Dietmar Beiersdorfer (Sportchef HSV): "Wir waren in der zweiten Halbzeit zu nachlässig, hätten dominieren müssen - zumal Bielefeld nicht stark war. Gegen andere Mannschaften hätten wir wohl noch das 1:1 gefangen."

    Kurt Jara (Trainer HSV): "Wir hatten fünf, sechs Spieler bei ihren Nationalteams, das war schon ein Vorgeschmack auf den Europapokal in der nächsten Saison. Da sieht man, dass man einen dementsprechenden Kader braucht. Und zu Ingo Hertzsch: Ich habe nie gesagt: Schlicke oder Hertzsch, sondern Schlicke, Hertzsch, Ujfalusi und Hoogma."

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    Ujfalusi, der Stabilisator
    Pieckenhagen: Souverän, gut. Wie immer.

    Fukal: Stand absolut sicher.

    Hertzsch: Eine Stütze. Im Abspiel zwar nicht immer glücklich, aber im Defensivverhalten eine Bank.

    Ujfalusi: Der Stabilisator. Gab sich keine Blöße, stand immer dort (oder tauchte dort auf), wo Gefahr im Verzuge war.

    Hollerbach: Früh angeschlagen (Rückenprellung, einige Tage Trainingspause), trotz allem hatte er die linke Seite im Griff.

    Maltritz: Begann gut, stopfte im Mittelfeld viele Löcher - aber er ließ bald stetig nach.

    Barbarez: Waren es die beiden Länderspiele, oder was? Wirkte kraftlos. Nur ein Geniestreich (Vorlage zum 1:0), das war es dann auch. Viel Standfußball.

    Cardoso: Sehr gute erste Halbzeit, dann aber war Schluss.

    Mahdavikia: Solide Partie.

    Romeo: Kaum zu sehen.

    Takahara: Ganz hervorragend. Bis auf seine vergebene Chance.

    Jacobsen: Absolut zuverlässig.

    http://www.abendblatt.de

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 4. April 2003 um 09:38

    HSV | 04.04.2003

    Kurzpässe
    JÖRN WOLF

    Vereinsinfos kompakt

    - VOLLZUG: Sportchef Dietmar Beiersdorfer einigte sich gestern in der AOL Arena mit Rodolfo Cardoso endgültig auf eine Vertragsverlängerung. In den nächsten Tagen kann der Argentinier seinen Einjahresvertrag unterschreiben. Nach seiner Karriere steigt er beim HSV als Südamerika-Scout ein.

    - FRAGLICH: Erst heute entscheidet sich, ob Nico Hoogma (Zerrung) gegen Arminia Bielefeld auflaufen kann. Der Kapitän hatte gestern allerdings kein gutes Gefühl: "Das Risiko, dass etwas passiert, ist groß. Es geht nur, wenn ich hundertprozentig fit bin. Falscher Ehrgeiz ist nicht angebracht." Muss Hoogma passen, spielt Ingo Hertzsch.

    - VERBANNT: Christian Rahn und Kim Christensen wurden aus dem Bielefeld-Kader gestrichen, müssen mit den Amateuren bei Rot-Weiß Essen ran. Rahn trotzig: "Besser, ich spiele da 90 Minuten, als bei den Profis auf der Bank zu sitzen."

    - IMAGESCHADEN: Das 0:4 der österreichischen Nationalelf gegen Tschechien schmeckte Kurt Jara überhaupt nicht. "Ich bin enttäuscht, das macht unser Fußball-Image nicht besser."

    - TRAINING: Heute um 15.30 Uhr in der AOL Arena.

    http://www.mopo.de

  • Ex-Armine Roland Benschneider

    • heinm
    • 3. April 2003 um 18:39

    So klappt's auch mit dem Link:

    http://www.sv-eintracht-trier05.de

    Gruß
    Hein M

    P.S.: Die sind ja fast so rechtschreib- und grammatikbegabt wie das AlmSite-Team: "Mit welchen von diesen Herren, wollt Ihr diese Woche chatten!" :nein: :lol: :D

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 3. April 2003 um 17:35

    Bielefeld: Dem Techniker droht im Sommer die Rückkehr zum HSV - 03.04.2003 12:02

    Pendler Marek Heinz spielt um seine Zukunft

    Es sollte ein Neuanfang werden. Bislang hat sich für Marek Heinz seit seinem Wechsel vom HSV im Januar kaum etwas geändert. Kein Stammplatz, schwache Leistungen. "Nein, ich bin nicht zufrieden", gibt der Linksfüßer zu, dem zuletzt eine Entzündung der Luftröhre zu schaffen machte.

    Jetzt, rechtzeitig zur Partie bei seinem Ex-Klub, ist er wieder fit. "Ich freue mich auf dieses Spiel. Ich will einfach gut spielen, zeigen, was ich kann", sagt er. Allein, von Beginn an dürfen wird er nicht.

    Noch ist Heinz in Bielefeld nicht glücklich. Er lebt im Hotel, pendelt wöchentlich zu seiner Familie nach Hamburg. "Ich bin hier immer allein, das ist nicht gut."

    Besser stellt sich Arminias Lage dar. Doch "jede Mannschaft ab Platz acht kann Schwierigkeiten bekommen", warnt Heinz, dessen Zukunft mit der Arminias eng verknüpft ist. Bis Saisonende ist der 25-Jährige ausgeliehen. Erhält Arminia die Klasse, verlängert sich der Vertrag bis 2005. Steigt Bielefeld ab, muss Heinz bangen. Wegen der vorgeschriebenen Vertragsstabilität von mindestens zwölf Monaten darf er im Sommer zu keinem dritten Klub wechseln. Im Abstiegsfall hat Arminia zwar eine Option auf Heinz, wird diese aber wohl aus finanziellen Gründen (500 000 Euro Ablöse) nicht ziehen. So spielt der im Unfrieden mit HSV-Trainer Jara gegangene Heinz, der eher zu Selbstzweifeln als zu Selbstüberschätzung neigt, um seine Zukunft. Er steht besonders unter Druck. "Ich denke zu viel. Das ist das Problem." Nach Fehl-Aktionen "frage ich mich: Wie kann man das so machen?"

    Sein Trainer erwartet von ihm eine Steigerung: "Marek muss mehr zeigen." Momentan ist dies für den Techniker nicht einfach. "Wir haben eine Mannschaft, die funktioniert", so Benno Möhlmann. Zudem überzeugt Spielmacher-Konkurrent Fatmir Vata. Heinz gibt zu: "Die Mannschaft hat gut gespielt. Ich muss auf meine Chance warten." In der AOL-Arena wird er dabei besonders ungeduldig sein.

    Stephan von Nocks

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    Hamburg: Niederländer ist noch angeschlagen - 03.04.2003 12:04

    Kapitän Hoogma: "Natürlich stehen wir unter Druck"

    Am Anfang stand ein Kasten Bier. Zu nächtlicher Stunde, nach der Rückkehr von der Pleite in Bielefeld im Oktober 2002, setzten sich die Profis des Hamburger SV zusammen und sprachen sich aus. Eine von Kapitän Nico-Jan Hoogma initiierte Männerrunde, die den Ausgangspunkt für den Aufschwung bildete. "So eine Aktion ist jetzt nicht nötig", sagt der Spender der Runde nun vor der Revanche mit den Arminen aus Ostwestfalen. Eine erneute Aussprache selbst nach dem Rückschlag in Gladbach hält Hoogma nicht für angebracht. Begründung: "In unserer Elf stimmt es. Die Auswärtsniederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen."

    Der Niederländer hält die Truppe für gerüstet für den Endspurt. Freut sich auf den Heimspiel-Doppelpack gegen Bielefeld und Dortmund: "Natürlich stehen wir unter Druck, doch dieser ist positiv. Ganz anders als in der Hinserie, als wir zu Hause immer siegen mussten, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten."

    Das Phänomen HSV bleibt auch für den 34-Jährigen ein Rätsel. Die Tatsache, "dass wir auswärts ganz anders spielen als im eigenen Stadion". Woran es in Gladbach gelegen hat? Hoogmas Antwort: "Wir waren viel zu statisch, keine Bewegung, kein Biss." Dabei hatte Trainer Kurt Jara vorher die Elf bestens eingestimmt. Hoogmas Hoffnung: Obwohl er gegen die Ostwestfalen keinen Spaziergang erwartet, setzt er auf die imponierende Heimstärke - neun Siege, bei zwei Remis und einer Niederlage.

    Dass diese Bilanz verbessert wird, dazu will auch Hoogma beitragen. Obwohl sein Einsatz mit einem Fragezeichen versehen werden muss. Der Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel, ein Andenken vom Bökelberg, macht zu schaffen. Am Dienstag brach der Oldtimer das Training ab. Gestern konnte er nur bedingt mitmachen. Doch Hoogma, der ansonsten von Ingo Hertzsch vertreten werden müsste, hofft: "Bis Samstag könnte es klappen."

    Hans-Günter Klemm

    http://www.kicker.de

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