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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 3. April 2003 um 12:03

    HSV | 03.04.2003

    Das Zittern um Nico Hoogma
    JÖRN WOLF

    Montag hatte er voll mit der Mannschaft trainiert, am Morgen danach aber wieder Schmerzen im lädierten Oberschenkel verspürt. Eine kleine Verklebung in der Muskulatur hatte sich gelöst. Jetzt zittert man beim HSV vor dem wichtigen Spiel gegen die Arminia um den Einsatz von Nico Hoogma. Gestern drehte der Kapitän in Ochsenzoll (gemeinsam mit dem ebenfalls verletzten Richard Kitzbichler) nur einige lockere Runden. "Die Chancen, dass er am Wochenende spielen kann, stehen bei 50 zu 50", sagt Kurt Jara.

    Sollte der Holländer nicht rechtzeitig fit werden, nimmt Ingo Hertzsch seine Position in der Innenverteidigung ein. Egal, wer aufläuft - Jara warnt vor den gefährlichen Bielefelder Stürmern: "Mit Wichniarek und Diabang haben die hervorragende Individualisten. Bei uns muss jetzt jeder über seine Grenzen gehen. Wehe, es schleicht sich Zufriedenheit ein."

    http://www.mopo.de

  • Wißt Ihr, wer heute Geburtstag hat?

    • heinm
    • 2. April 2003 um 21:07

    Pogo Stettin?! Na, bei denen geht's im Strafraum bestimmt lustig zu!
    :ball: :jump: :klatschen: :ball: :spring: :head:

    Hihi
    Hein M

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 2. April 2003 um 09:51

    HSV | 02.04.2003

    HSV in Position: Jara bläst zum Endspurt
    JÖRN WOLF

    Das Fernduell mit Schalkes Wilmots scheut der Ösi nicht

    Die 1:2-Hinspielpleite auf der Bielefelder Alm hat Kurt Jara nicht vergessen. "Darüber wird in dieser Woche noch der eine oder andere Satz fallen." Außerdem bläst der Coach vor der Revanche gegen die Arminia zum Endspurt: "Bisher haben wir uns nur in Position gebracht - mehr nicht. Jetzt gilt es, das Ziel zu erreichen." Den UEFA-Cup-Platz.

    Von der Champions League will beim HSV im Moment niemand sprechen. "Klar wäre das ein Traum", sagt Jara. "Aber mir wäre es lieber, wenn wir in den nächsten beiden Heimspielen den Abstand auf den Sechsten ausbauen könnten." Als größten Konkurrenten um Platz fünf sieht Jara den FC Schalke 04 an. Die Pott-Truppe liegt nur einen Zähler hinter dem HSV. Schalkes neuer Coach Marc Wilmots wird nichts unversucht lassen. "Auf dem Platz war er der Inbegriff des Motivators, ein absoluter Heißmacher. Aber an der Linie muss er das erst noch beweisen. Da kann er nicht grätschen." Der alte Fuchs Jara scheut das Fernduell mit dem wilden Wilmots offensichtlich nicht.

    Muss er auch nicht. Gegenüber den Königsblauen ist der HSV ganz klar im Vorteil. Von den ausstehenden acht Spielen finden fünf in der AOL Arena statt. Außerdem kann Jara Woche für Woche auf seine Stammformation vertrauen, muss sein System nicht auf Grund von Verletzungen ständig ändern. Bei Schalke meldeten sich gerade die Leistungsträger Poulsen und Mpenza verletzt ab. Bis zum Ende der Saison ...

    ---------------------------------------------------
    MEHDI MAHDAVIKIA | 02.04.2003

    Gegen Bielefeld sein 100. Ligaspiel
    JÖRN WOLF

    Wenn er steilgeht, reißt es die Zuschauer in der AOL Arena von ihren Sitzen. Mehdi Mahdavikia spielt eine echte Hammer-Saison. In der kommenden Woche trifft sich sein Berater Reza Fazeli in Hamburg mit Dietmar Beiersdorfer. Der HSV ist stark daran interessiert, Mahdavikias Vertrag (läuft noch bis 2004) vorzeitig zu verlängern. Aber erst mal macht der Dribbel-Perser am Sonnabend gegen Arminia Bielefeld sein 100. Bundesligaspiel.

    Der 100-Spiele-Vergleich mit anderen Strategen der Liga zeigt Mahdavikias Extraklasse. In seinen bislang 99 Partien bereitete Mehdi 36 Tore vor. Mario Basler legte in seinen ersten 100 Spielen zu 33 Treffern auf, Mehmet Scholl (im Bayern-Trikot) zu 32, Zé Roberto zu 30, Stefan Effenberg nach seiner Italien-Rückkehr zu 28.

    ---------------------------------------------------
    HSV-GEGNER | 01.04.2003

    »Ich bin nicht auf der Welt, um Salat zu fressen«
    JÖRN WOLF

    Die MOPO sprach mit Ansgar Brinkmann vom Bundesligisten Arminia Bielefeld

    Ansgar Brinkmann hat immer etwas zu sagen. Und selten nimmt er dabei ein Blatt vor den Mund. Eine Eigenschaft, die ihm das Image des herrlich bekloppten "Bad Boys" eingebracht hat. Am Sonnabend kommt der "weiße Brasilianer" mit Arminia Bielefeld zum HSV. MOPO-Redakteur Jörn Wolf traf ihn schon vorher zum Wortgefecht.

    MOPO: Sie stürmen über Arminias rechte Seite. Da wird sich Ihnen Bernd Hollerbach in den Weg stellen.

    Brinkmann: Wir beide kennen uns schon ewig. Er hat mal behauptet, dass entweder der Ball oder der Gegner an ihm vorbeikommt - aber niemals beides. Ich werde ihm zeigen, wie das funktioniert. Aber ich habe großen Respekt vor Holler. Er hat die harte Schule des Fußballs durchlebt, alles aus sich herausgeholt.

    MOPO: Die kleine Arminia wird den HSV auf dem Weg nach Europa kaum stoppen können.

    Brinkmann: Das wird sich noch zeigen. Wir wollen mindestens einen Punkt. Mit Spielern wie Barbarez oder Cardoso und solchen Strukturen muss man aber unbedingt ins internationale Geschäft. In Hamburg gibt es doch alles. In Bielefeld trainieren wir auf einem Acker. Irgendwann schließt uns das Gesundheitsamt noch die sanitären Anlagen.

    MOPO: Dann wechseln Sie doch zu den Bayern?

    Brinkmann: Die Experten sind sich einig, dass ich da locker mithalten könnte. Paul Breitner stellt sich den Wecker, um mich spielen zu sehen. Das hat doch Gesicht. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass man mich den weißen Brasilianer nennt.

    MOPO: Für diesen Status sind Ihre paar Bundesliga-Spiele aber ziemlich wenig.

    Brinkmann: Moment mal. Ich habe 370 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel. Fast alle Vereine, für die ich gespielt habe, wollten mich zurück holen. Ich war immer einer, der aus einem 0:1 noch ein 2:1 machen konnte. Ich führe da immer einen schönen Vergleich an: Es gibt 5000 Leute, die ein Klavier tragen können, nur einer kann darauf spielen. Aber ich habe früher viele Fehler gemacht.

    MOPO: Welche denn?

    Brinkmann: Ich habe mit Kritik oft nicht hinterm Berg gehalten, bin dabei auch nicht sachlich geblieben. In Mainz bin ich mal mit einem Stirnband in die Vorstandsitzung gelaufen und habe meine Mission beim FSV für beendet erklärt. Dann habe ich bei Herzlake zugesagt und in Münster unterschrieben.

    MOPO: Nicht gerade diszipliniert.

    Brinkmann: Ich bin ja nicht auf der Welt, um 70 Jahre Salat zu fressen. Man kann nicht immer nur bei Grün über die Ampel gehen. Es ist nicht meine Mentalität anderen zu schaden. Aber es ist meine Mentalität, nicht einfach zu sein. Ich bin kein Engel und werde es nie sein. Mit Münster bin ich gegen Erkenschwick mal besoffen aufgelaufen und habe das 1:1 gemacht. Mein Talent hat mich oft gerettet.

    MOPO: Jetzt haben Sie aber gewaltig Werbung für Ihr Image gemacht.

    Brinkmann: Meine Freunde sagen immer: `Ansgar, dich gibt es zwei Mal.' Wenn man mich kennen lernt, kommen viele zu dem Schluss, dass das von den Medien skizzierte Bild nicht passt. Ich habe noch nie jemandem auf die Fresse gehauen, auch wenn ich dafür verurteilt wurde. Das ist der Preis, den ich zahlen muss, weil ich in der Öffentlichkeit stehe. Die Presse macht auch vor Boris Becker keinen Halt. Warum also vor einem kleinen Licht wie mir? Aber wenn ich für Sachen meinen Kopf hinhalten muss, die nicht stimmen, tut das ganz schön weh.

    MOPO: Wie kennen Sie denn Ihre Freunde, wie ist denn der andere Ansgar?

    Brinkmann: Ich bin jemand, der in dieser Welt einfach mal stehen bleibt, einen Moment inne hält. Bei allen Informationen, die einen tagtäglich überfluten, habe ich immer meine eigene Meinung behalten. Ich glaube zu wissen, was in dieser Welt wirklich wichtig ist.

    MOPO: Was ist wirklich wichtig?

    Brinkmann: Anderen zu helfen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Ich unterstütze die Aktion `Kindertraum', hole Kinder aus Minengebieten, habe auch schon selbst Klamotten nach Sarajevo gefahren. Das steht aber nie in der Zeitung.

    MOPO: Jetzt ja. Möchten Sie selbst Kinder haben?

    Brinkmann: Unbedingt. Familie macht Sinn. Sie ist wichtig für die soziale Entwicklung. Ich habe sechs Geschwister. Wir mussten uns eine Tafel Schokolade teilen. Wenn du als Einzelkind eine Tafel Schokolade hast, wirst du nur dick.

    MOPO: Oliver Kahn hatte auch mal Lust auf Familie ...

    Brinkmann: Bei einem Kollegen, den ich so schätze, nehme ich keine Ferndiagnose vor. 70% der geschlossenen Ehen werden heutzutage wieder geschieden. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Kahn für alle bösen Ehemänner den Kopf hinhalten muss.

    MOPO: Ottmar Hitzfeld probiert jetzt, auf ihn einzuwirken. Ist das seine Aufgabe?

    Brinkmann: Als Trainer musst du viel mehr im menschlichen Bereich aktiv sein. Die tägliche Arbeit auf dem Platz können auch die zahlreichen Assistenten machen. Ich könnte mir jedenfalls auch vorstellen, nach meiner Karriere ins Trainergeschäft einzusteigen.

    MOPO: 37 Trainer in Ihrer Laufbahn werden Ihnen ja einiges mit auf den Weg gegeben haben.

    Brinkmann: Bis auf Winfried Schäfer. Bei dem habe ich mich bei TeBe Berlin mal selbst eingewechselt: "Herr Auszubildener an der Linie, es wird höchste Zeit für mich." Und schon war ich drin. Am meisten habe ich von Horst Ehrmanntraut und Jörg Berger profitiert.

    MOPO: Wie lange müssen Sie noch spielen, um ausgesorgt zu haben?

    Brinkmann: So lange kann ich nicht mehr spielen. Wenn Geld bei mir an erster Stelle stehen würde, hätte ich mich oft anders verhalten. Aber den Spaß, den ich beim Fußball hatte, ist unbezahlbar.

    Ansgar Brinkmann und MOPO-Reporter Jörn Wolf trafen sich zum Gespräch in Bielefeld. Und Brinkmann trank wirklich nur Apfelschorle.

    Der Ball ist sein Freund. Paul Breitner stellt sich sogar den Wecker, um Brinkmann spielen zu sehen. "Wenn ich nochmal 18 wäre, würde ich bei den Bayern anfangen und die Schnauze halten", behauptet der Armine.

    "Boxen ist der fairste Sport", sagt Ansgar Brinkmann. Die Handschuhe hat er aber nur zum Spaß übergezogen. Er will noch nie jemanden geschlagen haben.
    http://www.mopo.de

  • Presse HSV - Arminia

    • heinm
    • 2. April 2003 um 09:45

    Hamburger Abendblatt

    HSV-Notizen

    Sitzung: Der Aufsichtsrat diskutierte gestern mit dem Vorstand einen Entwurf, wie das HSV-Museum aussehen könnte. Das rund 750 000 Euro teure Projekt auf rund 400 Quadratmetern soll im Bereich der Nordtribüne (über der Raute) entstehen.

    Aktion: Kapitän Nico Jan Hoogma sowie Erik Meijer stehen heute um 12.30 Uhr in der McDonalds-Filiale an der Langenhorner Chaussee als Burger-Brater in der Küche.

    Verletzt: Nico Hoogma (Muskelverklebungen) brach gestern das Training ab. Sein Einsatz Sonnabend gegen Bielefeld ist wieder fraglich.

    http://www.abendblatt.de

  • HSV - DSC

    • heinm
    • 1. April 2003 um 21:48
    Zitat

    Original von DSConline
    ich schaue auf Wetter und ob ich wieder fahren kann (Restalkohol) und dann setz ich mich in mein Auto...wird schon nicht ausverkauft sein

    Aber Vorsicht: Die günstigsten Karten, die es normalerweise noch gibt, kosten den Sparpreis von ca. 30 Euro. Alles günstigere ist in der Aolvolksparkstadionarena meines Wissens durch Dauerkartenbesitzer belegt.

    Gruß
    Hein M

  • assauer in bielefeld !?

    • heinm
    • 31. März 2003 um 10:32
    Zitat

    Original von Rübe
    "Der olle Farbige" klingt aber nicht so gut! :lol:

    Wenn Du wirklich meinst, dass "der olle Neger" besser klingt, dann ist Dir wahrscheinlich nicht mehr zu helfen. :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle:

    Keinen Gruß
    Hein M

  • HSV - DSC

    • heinm
    • 31. März 2003 um 09:42
    Zitat

    Original von x-man
    durch den elbtunnel wird es aufjedenfall eine katastrophale fahrtzeit geben, die bauen derzeit um.
    wäre vielleicht nicht schlecht, wenn unser hamburger heini mal eine kleine info rüberschickt, über etwaige andere wege.

    So, bin wieder zurück. Was die Anfahrt angeht: Theoretisch geht's auch über die Elbbrücken, ist aber ein riesiger Umweg, und man muss dann quer durch die ganze Stadt. Würd ich nicht empfehlen.

    Also Elbtunnel: Eine der vier Röhren ist zwar derzeit im Renovierungszustand, aber wenn nicht gerade irgendwo zufällig schon die Sommerferien anfangen, sollte es auf einem Sonnabend auch nicht so voll werden. Volkspark ab und der Beschilderung folgen. Wichtig ist, rechtzeitig da zu sein, denn an der Zufahrt zu den Parkplätzen wird's wohl oft ein wenig eng. Für alle weiteren Aktivitäten im Anschluss an das Spiel empfehle ich öffentliche Verkehrsmittel... :saufen: :D

    Gruß
    Hein M

  • Neubarth muss gehen! / Schlacke feuert Trainer

    • heinm
    • 26. März 2003 um 17:11

    Schön fände ich ja folgende Schlagzeile:

    Schalke rasiert Neubarth

    Muahaha :D

    Hein M

  • Was ist wenn Schaaf fliegt?

    • heinm
    • 26. März 2003 um 10:13
    Zitat

    Original von HYPER
    Was ist wenn Schaaf fliegt?

    Was das Fliegen angeht, sind mir Schweine irgendwie lieber, muss ich sagen... :D

    Gruß
    Hein M

  • Lehmann vs. Brinkmann

    • heinm
    • 26. März 2003 um 10:08

    Lehmann vs. Brinkmann im Internet

    Erst einmal zum Arzt

    München (SZ) – Fußball-Profis sind zwar Millionäre und für viele Menschen Heldengestalten, aber mindestens ebenso viele Betrachter halten sie für überbezahlt und unterbelichtet. Als Argument verweisen sie gerne auf keuchende Kicker-Bemerkungen direkt nach dem Abpfiff, wenn Fußballer gerne Dampf ablassen. Ein Blick ins Internet kann aber ebenso ergiebig sein. Dort produzieren ein paar Profis nämlich ihr eigenes Feuilleton, zum Beispiel auf der Website fussballprofis.de. Dort berichtet etwa Jens Lehmann („Hallo Fans, hier bin ich wieder“) über sein jüngstes Bundesliga- Abenteuer mit Borussia Dortmund in Bielefeld: „eine absolute Gurkerei von beiden Mannschaften“. Schuld am 0:0 waren der Rasen („ein Acker wie kein anderer, auf so einem schlechten Platz habe ich in der Bundesliga überhaupt noch nie gespielt. Es ist mir unerklärlich, dass es für derartige Untergründe überhaupt eine ,Zulassung‘ gibt“) und der Ball: „Der war so schlecht – da hätte ich nicht einmal meinen Hund reinbeißen lassen.“

    Nach dieser geschmackssicheren Einleitung kommt Lehmann zu seiner Herzensangelegenheit: der Schwalbe von Bielefelds Ansgar Brinkmann. „Eigentlich möchte ich mich zu jemandem, der vorbestraft ist und unqualifizierte Kommentare von sich gibt, nicht äußern“, beginnt Lehmann seine Ausführungen wegen Brinkmanns Satz „Der Lehmann hat nicht mehr alle Tassen im Schrank“. Aber natürlich kann Lehmann es nicht lassen, und so schreibt er: „Wer den Schiedsrichter nachweislich täuschen und einem anderen Verein gleichzeitig Schaden zufügen will, der hat aus meiner Sicht kein Recht auf dubiose Anmerkungen. Im übrigen schätze ich Brinkmann so ein, dass er sich nicht einmal merken kann, was ich auf dem Feld zu ihm gesagt habe.“ Schade. Wir hätten das nämlich gerne erfahren. Immerhin wissen wir, was Lehmann momentan macht: „Bevor ich ins Nationalmannschaftstraining einsteige, muss ich noch zum Arzt, weil ich weiterhin Oberschenkelprobleme habe.“ Danach verspricht er: „Ich melde mich nach dem kommenden Wochenende wieder.“ Danke, wir können es kaum abwarten.

    http://www.sueddeutsche.de
    http://www.fussballprofis.de/spieler/texte.…D=4&TexttypID=4

  • Beckenbauer droht mit Rückzug aus Bundesliga

    • heinm
    • 21. März 2003 um 16:35

    Juhu, des Kaisers beste Idee seit langem! :klatschen:

    Zitat

    Original von oemmes
    «Da melden wir uns in Italien an, spielen gegen Juventus, Milan und Rom», wird Beckenbauer in der «Bild» zitiert.

    Ich wusste es ja immer: Bayern ist eigentlich Norditalien. 8) :D

    Zitat

    Original von fettearminia
    Mir kommt das so ein bisschen so vor, als wenn sich die Bayern wie Amerika fühlen

    Auch mal gut, sich wie ein Land fühlen, hihi... Nur gut, dass ich mich heute nicht wie Irak fühle. ?( ;(
    Wie fühle ich mich heute eigentlich? Wie Kirgisien? Neee, zu trocken... hmmm... heute fühle ich mich wie Südschweden. Eiskalt, aber sonnig. ;) :P :D 8)

    Gruß aus Malmö
    Hein M

    P.S.: Woher ist denn der Artikel eigentlich?

  • Presse Arminia - Borussia Dortmund

    • heinm
    • 21. März 2003 um 09:52

    BVB-Präsident spricht Klartext: „Haben genug verloren“

    Von Sascha Klaverkamp

    Dortmund (20. März 2003) - Keine Zeit für Tränen oder Trauer. Für den BVB ist jetzt die Zeit für Siege gekommen. Und zwar auswärts. „Wir müssen unter allen Umständen in Bielefeld gewinnen“, betonte gestern Borussias Präsident Dr. Gerd Niebaum. Besonnen, aber mit klaren Worten, packte er die Mannschaft nach dem Aus in der Champions League bei der Ehre.

    „Wir haben in der Rückrunde der Bundesliga genug verloren. Das ist zuviel des Guten für einen Deutschen Meister. Das kann keinem Spieler Recht sein“, so Niebaum, und: „Ich erwarte härtesten Widerstand gegen eine erneute Niederlage in Bielefeld.“ Den Sieg am Dienstag bei den Champions in Mailand wertete der Präsident dafür als gutes Zeichen. Denn der Auswärtserfolg in San Siro müsse Selbstbewusstsein gegeben haben. Und genau daran habe es scheinbar den BVB-Profis auf fremdem Rasen gemangelt.

    „Ich habe den unbedingten Willen vermisst, die Entscheidung zu erzwingen. Die Mannschaft hat in den letzten Auswärtsspielen versagt, und das weiß sie“, erklärte Niebaum. Was jetzt folgen müsse, sei die Trendwende. Zurück zur Auswärtsstärke der Vergangenheit. Zurück zur Willensstärke. „Denn“, sagte Niebaum, „so sind wir Meister geworden. Nur Ballbesitz und Ballkontakte werden es auch in Bielefeld nicht bringen. Wir müssen den Stier bei den Hörnern packen.“

    http://www.ruhr-nachrichten.de

  • Presse Arminia - Borussia Dortmund

    • heinm
    • 21. März 2003 um 09:50

    WAZ Dortmund

    Italien will Metzelder - Alm ausverkauft

    (ts) Rund 3000 Fans werden den BVB zu seinem Auswärtsspiel auf die Bielefelder Alm begleiten. Das Westfalenduell ist mit 26 601 Zuschauern längst ausverkauft.

    Tomas Rosicky ist vor dem Spiel in Ostwestfalen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der Tscheche möchte morgen zumindest wieder auf der Auswechselbank sitzen. Jens Lehmann, Jan Koller und Dede haben ihre Blessuren zuletzt behandeln lassen und sind lediglich gelaufen. Alle drei Borussen sind allerdings für einen Einsatz fest eingeplant.

    Stefan Reuter muss hingegen mit seinem Muskelfaserriss pausieren, will aber nach der Länderspiel-Unterbrechung in der Bundesliga am 5. April im Heimspiel gegen Werder Bremen wieder zur Verfügung stehen.

    Vor seinem 100. Bundesliga-Einsatz für den BVB steht Christian Wörns, der insgesamt 328 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse bestritten hat. Vor seinem 100. überhaupt Bundesliga-Einsatz steht gegen Bielefeld Evanilson.

    Schiedsrichter des Westfalenderbys ist Uwe Kemmling (42) aus Burgwedel (Niedersachsen).

    Am 15. Februar 2000 kam der BVB als Tabellenführer auf die Bielefelder "Alm" und siegte durch späte Tore des eingewechselten Ex-Arminien Billy Reina und Lars Ricken mit 2:0. Das war im bislang letzten Dortmunder Gastspiel in Ostwestfalen aber erst der zweite Sieg. Die Borussen holten aus den vier Gastspielen der Rückrunde insgesamt nur einen Punkt (beim 2:2 in Schalke). Arminia Bielefeld verlor hingegen nur eins der letzten sechs Heimspiele und ist das bislang letzte Team, das zu Hause nicht gegen den übermächtigen FC Bayern München verlor (0:0 am 1. Februar). Das Hinspiel gegen den Aufsteiger im Westfalenstadion endete 0:0.

    Die Liste der Interessenten für eine Verpflichtung von Christoph Metzelder wird immer länger. Inzwischen werden nach Inter Mailand und Meister Juventus Turin auch der AC Mailand und der AS Rom gehandelt. Die vier Klubs liefern sich laut der italienischen Sportzeitung Tuttosport ein "Tauziehen" um die Dienste des 21 Jahre alten Verteidigers vom BVB. Sein Markwert wird auf dem Apennin zurzeit mit 15 Millionen Euro gehandelt.

    Ein Wechsel Metzelders ist aber nach jetzigem Stand eher unwahrscheinlich. Der Vize-Weltmeisters besitzt einen Vertrag bis 2005, soll nach Vorstellungen der Westfalen aber vorzeitig bis 2007 verlängern. Zudem hatte die Borussia frühere Anfragen von Juventus Turin und Real Madrid bereits abgelehnt.

    20.03.2003
    http://www.waz.de

  • Ex-Armine Marcio Borges

    • heinm
    • 18. März 2003 um 18:02

    Ich pflichte Euch allen bei.
    :respekt: , Marcio! Weiter so!

  • Presse DSC-Gladbach

    • heinm
    • 18. März 2003 um 10:10

    Probleme mit der Ballistik

    4:1 für Arminia: Borussias elfte Auswärtsniederlage war perfekt und zurück blieb ein Bild des Jammers.

    Mönchengladbach. Am Freitagnachmittag beim Abschlusstraining auf dem Rasenplatz des FC Altenhagen hatte Ewald Lienen noch selbst Flanken geschlagen und gestenreich auf Fehler hingewiesen, während rund 200 Kids kiebitzten. Rund 24 Stunden stimmte die Ballistik nur noch bei den Arminen, vor allem bei deren Dribbel-Künstler und Flankengott Ansgar Brinkmann. Wie an der Schnur gezogen flogen sie in den Strafraum des Niederrheinklubs. Folge: Die Borussen bekamen Prügel, wehrten sich nur mäßig und kehrten mit einem niederschmetternden 1:4 aus Ostwestfalen zurück.

    "Jetzt werden wir in dieser Woche noch intensiver arbeiten", kündigte Cheftrainer Ewald Lienen an, dessen beherrschte Miene das aufgewühlte Innenleben kaschierte, "mit einer solchen Einstellung kommen wir nicht weiter." Und erst recht nicht aus dem Souterrain der Liga raus. Borussia trat auf der Alm wie ein potenzieller Absteiger auf. Statt mit einer herausfordernden Attitüde den Attacken der Arminen zu begegnen, agierte der Gast vom Niederrhein halbherzig und leistete seinem Kontrahenten in einer unglaublichen Art und Weise Vorschub.
    Was sich allein Jeff Strasser erlaubte, war an Impertinenz nicht zu überbieten. Zunächst verließ ihn bei einem Eckball der Gladbacher der Mumm, statt mit voller Wucht das zweite VfL-Tor anzuvisieren, und im Gegenzug köpfte der Luxemburger unbedrängt und halbherzig einen Ball in Richtung Jörg Stiel. Doch der Senegalese Diabang ahnte schon Strassers Aussetzer und spitzelte den Ball an Stiel vorbei ins Netz: 4:1 für Arminia: Borussias elfte Auswärtsniederlage war perfekt, und zurück blieb ein Bild des Jammers.

    Von Jochen Schmitz

    ----------------------------------------------
    Spiel einfach weggeschenkt

    Nach einem desaströsen Auftritt und einer verdienten 1:4-Klatsche in Bielefeld befindet sich die Borussia erneut auf einem Abstiegsrang in der Bundesliga.

    Bielefeld. Als der Gladbacher Mannschaftsbus am Samstagabend die Alm herabrollte, schüttelte ein Bielefelder Fan fassungslos den Kopf und rief hämisch hinterher: "Das ist das erste Mal, dass ihr euch heute bewegt." Nun, ganz so schlimm war der Auftritt der Borussen bei ihrer 1:4-Niederlage gegen Arminia Bielefeld nicht. Quantitativ gesehen hatten die Mannen von Trainer Ewald Lienen schon ein passables Pensum auf dem Rasen zurückgelegt. Was die Qualität der Bewegungen allerdings anging, da hatte der Augenzeuge das peinliche Geschehen messerscharf beobachtet. "Wir treten auswärts auf wie Bratwürste", fluchte VfL-Verteidiger Marcelo Pletsch.

    Ja, die Auswärtsschwäche sechs Mal hat die Borussia in Folge auf fremden Platz verloren. Begreifen kann das niemand, geschweige denn erklären. "Nüchtern betrachtet gibt es keinen Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen", sagte Trainer Ewald Lienen vor der Partie. Peer Kluge setzte nachher noch einen drauf: "Weil Du den Druck vor eigenem Publikum gewinnen zu müssen nicht hast, müsste es doch eigentlich auswärts viel leichter sein." Ist es aber anscheinend nicht.

    "Wir haben das einfach Spiel weggeschenkt", ärgerte sich Lienen, "schon in den ersten Minuten haben wir es nicht geschafft die Räume eng zu machen und in die Zweikämpfe zu kommen. Momo Diabang hatte es leicht, er hätte noch ein paar mehr Tore schießen können." Doch der Senegalese war gnädig und beließ es bei drei Treffern, Artur Wichniarek steuerte das vierte Tor bei.
    Aus Sicht von Sportdirektor Christian Hochstätter waren es halbe Eigentore: "Drei der vier Tore haben wir selbst gemacht. Nehmen wir unseres von Peter van Houdt dazu, haben wir hier sogar vier Mal getroffen." Der Sportdirektor wippte von einem Fuß auf den anderen und war "auf 180": "Wir haben nahtlos an das Spiel in Stuttgart angeknüpft", schimpfte er. Dabei waren die miesen Leistungen im Schwabenland und in Ostwestfalen doch von einem Husarenstück gegen Borussia Dortmund unterbrochen worden. "Vielleicht können einige mit der guten Leistung und den folgenden hervorragenden Kritiken nicht umgehen", vermutet "Howie".

    Und jetzt? "Die Art und Weise wie wir hier gespielt haben so werden wir nicht mehr auftreten", verspricht der Sportdirektor. Und was macht Sie da so sicher Herr Hochstätter? "Da bin ich mir aber ganz sicher. Dafür werden der Trainer und ich schon sorgen." Hört sich nach einem eisigen Wind am frühlingshaften Bökelberg an.

    Von Boris Inanici

    http://www.westdeutschezeitung.de

  • Die goldenen Regeln des Abstiegskampfes

    • heinm
    • 18. März 2003 um 09:11

    ... stehen übrigens auch schon hier: https://www.dsc4ever.de/thread.php?thr…did=7&page=7#63 ...

    Gruß
    Hein M

  • Abstiegskampf !!

    • heinm
    • 17. März 2003 um 12:14

    Die goldenen Regeln des Abstiegskampfes

    Von Philipp Köster

    Die halbe Liga kämpft gegen den Abstieg, nur Bayern München hat sich frühzeitig gerettet. Alle anderen Bundesligisten planen insgeheim schon für die Zweitklassigkeit. Doch noch ist der Klassenerhalt möglich.

    Mal angenommen, es hätte sich ein Psychiater auf Abstiegsängste spezialisiert, er könnte sich derzeit wohl über ein brechend volles Wartezimmer freuen. Denn die halbe Bundesliga läge bei ihm auf der Couch und würde stundenlang erzählen, von Existenzängsten, durchwachten Nächten und Panikattacken im Tabellenkeller. Erstaunlich viele Clubs haben noch Grund zum nervösen Nägelkauen. Weil nämlich der Abstand von Platz acht auf Platz 16 gerade einmal schnöde sieben Punkte beträgt.
    Selbst Werder Bremen sollte vorsichtshalber für die Zweite Liga planen. Und spätestens wenn am nächsten Samstag Borussia Dortmund auf der Bielefelder Alm verliert, wird wahrscheinlich auch Matthias Sammer düster unken: "Für uns hat der Abstiegskampf heute begonnen."

    Doch gemach, kein Grund zur haltloser Panik, denn noch stehen schließlich neun Spieltage aus und die Chancen sind durchaus passabel, am Ende drei anderen Teams eine lange Nase zu drehen. Wenn die Vereinsführungen nur die ewigen und eisernen Regeln des Abstiegskampfes befolgen, die da lauten:

    1. Schmeißen Sie fix den Trainer raus. Die Mannschaft steht ja nicht umsonst da unten drin. Außerdem demonstrieren Sie so Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit. Der neue Trainer muss dann aber auch ein echter Kracher sein.

    2. Vertrauen Sie deshalb keinesfalls dem Co-Trainer das Amt an. Sonst haben Sie hinterher Thomas Hörster am Hals. Verpflichten Sie auch keinen versponnenen Feingeist mit Brille und Faible für die Viererkette. Sondern einen harten Burschen mit Offiziersausbildung und schneidigem Auftreten, der die ganze Truppe erst einmal zum Dauerlauf in den Stadtwald und die Mannschaft so motiviert aufs Feld schickt, als ginge es in die Ardennenoffensive und nicht zur zweiten Halbzeit gegen Wolfsburg. Kurzum, holen Sie Rolf Schafstall. Oder Friedel Rausch, wenn Schafstall partout keine Zeit hat.

    3. Verbreiten Sie haltlosen Zweckoptimismus. Mag die Mannschaft auch ein Spiel nach dem anderen vergeigen und sich das rettende Ufer rasant entfernen, Sie würzen auch klare Heimniederlagen gegen Tabellennachbarn mit dem historischen Präsens: "Wenn wir in Führung gehen, geht das Spiel anders aus." Auch aufbauende Kommentare wie "Die Messe ist noch nicht gelesen" oder "Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos" sind in der Kabine immer gerne gehört und geben hübsche Zitate für die Lokalpresse. Schauen Sie aber hin und wieder auch noch mal auf die Tabelle. Sonst sorgen Sie für ausgelassene Heiterkeit auf den Pressekonferenzen, wenn die Mannschaft am letzten Spieltag mit 17 Toren Unterschied bei den Bayern gewinnen müsste, um noch die Klasse zu erhalten, und Sie vor dem Spiel gut gelaunt verkündet haben: "Rechnerisch ist noch alles drin."

    4. Decken Sie heimtückische Verschwörungen auf. Denn klebt die Mannschaft am Tabellenende, beginnt erfahrungsgemäß alsbald die Suche nach den Sündenböcken. Hüpfen Sie schnell aus der Schusslinie und äußern einen ganz ungeheuerlichen, gleichwohl nahe liegenden Verdacht: "Der DFB will uns wohl nicht in der Liga haben." Und zur Untermauerung dieser These haben Sie natürlich eine einschlägige Datenbank zur Hand: "Elf nicht gegebene Elfmeter für uns, allein in dieser Saison." Muss ja nicht stimmen, hört sich aber prima an und wird garantiert nicht nachgeprüft. Schon gar nicht von den eigenen Fans, welche die empirisch nicht belegte Behauptung nur zu gerne aufgreifen und den DFB mit Hunderten empörten Mails befeuern. Und vielleicht weist ja der DFB seine Schiedsrichter als Entschuldigung an, beim nächsten Mal schneller zu pfeifen, wenn wieder einmal der Flügelstürmer gänzlich unbedrängt von Gegenspielern im Strafraum zu Boden sackt.

    5. Hören Sie nicht auf die Fans. Bei allen Entscheidungen, die Sie treffen, ignorieren Sie die Meinung der Anhänger. Belassen Sie keinen Trainer im Amt, bloß weil ein paar Leute im Stadion seinen Namen krakeelen. Denn das Publikum ist wetterwendisch. Die gleichen Fans werden in drei Monaten eine Sitzblockade vor dem Mannschaftsbus machen und anklagend fragen, warum denn bitte schön so lange am Trainer festgehalten wurde. Und die Antwort müssen Sie dann geben, sonst sitzen die Anhänger noch Stunden vor dem Bus.

    6. Rütteln Sie auf. Kann ja nicht sein, dass der Verein von der Weltöffentlichkeit unbemerkt in die Zweite Liga absteigt. Das Schicksal des Clubs muss deshalb bundesweite Anteilnahme hervorrufen. Prophezeien Sie deshalb für den Fall des Abstiegs katastrophale wirtschaftliche Folgen für den ganzen Landstrich. Entwerfen Sie deshalb in blumigen Worten ein erschütterndes Szenario, dass die Bronx als pittoreske Reihenhaussiedlung erscheinen lässt gegen das, was Bielefeld, Cottbus und Nürnberg bei einem Abstieg erwartet. Laden Sie Hilfsorganisationen und das UN-Wüstensekretariat zur Besichtigung ein. Und wer weiß, vielleicht drehen ja auch überregionale Fernsehsender ein einfühlsames Porträt des Vereins mit dem nicht ganz neuen Arbeitstitel "Die Region stirbt".

    7. Bleiben Sie realistisch. Natürlich verschwenden Sie keinen Gedanken an die Zweite Liga. Nicht einmal einen Etat für die Unterklasse stellen Sie offiziell auf, alles andere würde als Zweifel am Erfolg missverstanden. Wäre ja auch noch schöner, wenn der Präsident nicht mehr an den Klassenerhalt glauben würde. Kann aber trotzdem nicht schaden, den Fahrer des Mannschaftsbusses schon mal ein paar günstige Verbindungen heraussuchen zu lassen. Nach Burghausen beispielsweise.

    Philipp Köster ist Redaktionsleiter des Magazins für Fußball-Kultur "11 Freunde" aus Berlin. Das journalistische Handwerk erlernte der 30-Jährige bei der Deutschen Universitätszeitung und vor allem beim Bielefelder Fanzine "Um halb vier war die Welt noch in Ordnung". Ein Traum ist für Köster schon jetzt in Erfüllung gegangen: Bei der Bielefelder Lokalzeitung "Neue Westfälische" schreibt er derzeit die Kolumne: "Meine Arminia".

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,240566,00.html

  • Presse DSC-Gladbach

    • heinm
    • 17. März 2003 um 11:51

    Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach 4:1 (1:0)

    Erste Pleite unter Lienen

    Bielefeld (rpo). Auch unter Neu-Trainer Ewald Lienen wachsen die Bäume bei der Borussia nicht in den Himmel. Eine Woche nach dem Sieg gegen den amtierenden Meister mussten sich die "Fohlen" einem Konkurrenten um den Abstieg klar geschlagen geben.

    Mit dem 4:1 (1:0) am Samstag bereitete Bielefeld dem kleinen Aufschwung von Borussia Mönchengladbach unter dem neuen Trainer Lienen ein abruptes Aus. Vor 26 601 Zuschauern im zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauften Alm-Stadion beendeten Treffer des überagenden Mamadou Diabang in der 14., 47. und 82. Minute sowie Artur Wichniarek (54.) die Bielefelder Bundesliga-Serie von acht Spielen ohne Sieg. Bielefeld kann durchatmen. Mönchengladbach dagegen bleibt mit nur vier Punkten schwächstes Auswärtsteam und ist in fremden Stadien schon seit dem 10. September 2002 (2:1 in Berlin) ohne "Dreier". Der eingewechselte Peter van Houdt verkürzte in der 75. Minute auf 1:3.

    Bielefelds Trainer Benno Möhlmann überraschte mit einer stark offensiv ausgerichteten Taktik: Er präsentierte im Angriff Wichniarek, Fatmir Vata und Diabang sowie als "hängenden" Rechtsaußen Ansgar Brinkmann. Mit dieser Marschroute setzte Bielefeld, das lediglich auf Marek Heinz (Luftröhrenentzündung) verzichten musste, die Gäste stark unter Druck und ging verdient in Führung. Doch nach einer guten halben Stunde verflachte die Partie zusehends, bei beiden Mannschaften war im Kampf um den Klassenverbleib die Nervosität deutlich zu spüren.

    Nach dem Wechsel drehte der Aufsteiger aus Ostwestfalen wieder auf und erhöhte nach lediglich zwei Minuten durch den Senegalesen Diabang auf 2:0, Wichniarek ließ sogar den dritten Treffer folgen (54.). Für Diabang, der um einen neuen Vertrag spielt, waren es die Saisontreffer acht, neun und zehn. Wichniarek war zum achten Mal erfolgreich. Beide beendeten damit die Flaute der Bielefelder Angreifer, denen seit dem 25. Januar kein Tor mehr gelungen war.

    Die Lienen-Mannschaft bot ohne fünf verletzte, erkrankte oder gesperrte Stammspieler in den ersten 45 Minuten eine phasenweise erschreckend schwache Vorstellung, Torchancen blieben aus. Zudem muss die Borussia, die von den bisher zehn Begegnungen in Bielefeld immerhin fünf gewann, im nächsten Heimspiel gegen den Hamburger SV auf Lawrence Aidoo verzichten, der mit der fünften gelben Karte gesperrt ist. Von der taktischen Disziplin wie beim 1:0 vor einer Woche gegen Meister Borussia Dortmund war bei den Borussen auf der "Alm" nicht viel übrig geblieben. Nach dem schnellen 0:2 brach das Team des ehemaligen Bielefelder Profis Lienen völlig zusammen und hatte den wie entfesselt aufspielenden Gastgebern überhaupt nichts entgegen zu setzen.

    http://www.rp-online.de

  • Falko Götz löst Peter Pacult ab

    • heinm
    • 12. März 2003 um 11:19

    „Inzwischen bekriegen sich alle“

    Präsident Karl-Heinz Wildmoser über die zunehmende Entfremdung zwischen Trainer, Spielern und Fans bei 1860 München

    Nach dem 0:6 bei Hertha BSC, der höchsten Niederlage seit 1960, eskalierte die Identitätskrise des TSV 1860 München. Die Spieler werden beschimpft, Boulevardzeitungen veröffentlichen seitenweise Protestbriefe. 1860 hat aus den letzten vier Spielen zwei Punkte und 1:12 Tore geholt, Trainer Pacult wirkt hilflos. Seit langem sinken die Zuschauerzahlen, weil sich die Fans nicht mehr heimisch fühlen. Präsident Karl-Heinz Wildmoser verweist auf die bescheidenen Mittel des Klubs und stellt sich – vorerst noch – hinter Pacult.

    SZ: Die jüngste Bilanz ist verheerend; hält der Trend an, käme 1860 in Abstiegsgefahr. Was bewegt Sie, wenn das, was Sie als Ihr Lebenswerk bezeichnen, in Gefahr gerät?

    Wildmoser: Es ist eine ganz fürchterliche Lage, geschlafen habe ich in diesen Tagen so gut wie nicht. Der Präsident muss seinen Kopf hinhalten, die Spieler sagen nur: ,Ich hab mein Bestes gegeben.‘ Es war wohl doch nicht so falsch, damals im Oktober, als ich sie Haubentaucher genannt habe.

    SZ: Zuletzt in Berlin haben Sie Kritik auch an der Arbeit des Trainers geübt.

    Wildmoser: Ich habe nur nicht verstanden, dass er Borimirov nach seiner katastrophalen Leistung von Anfang gebracht hat und nicht unserem Zugang Shao die Chance gab. Aber der Trainer sieht die Spieler halt jeden Tag.

    SZ: Peter Pacult wird in der Öffentlichkeit massiver angegangen als je ein Trainer des TSV 1860 zuvor. Wird er am Saisonende noch Trainer sein?

    Wildmoser: Bin ich Hellseher? Woher weiß ich, dass er mich nicht anruft und sagt: ,Ich habe die Mannschaft nicht mehr im Griff.‘ Woher weiß ich das?

    SZ: Hat er sie derzeit noch im Griff?

    Wildmoser: Ich glaube schon.

    SZ: Haben Sie noch Vertrauen zu Pacult, man konnte zuletzt den Eindruck bekommen, als gingen Sie auf Distanz?

    Wildmoser: Wir haben permanent Kontakt, wie das bei Lorant auch war.

    SZ: Pacult bekam als recht junger Trainer die Chance zur Profilierung. Er hat die Mannschaft auf der Stelle radikal umgebaut. Nun beklagt er sich plötzlich, dass ihm drei bis vier erfahrene Spieler fehlen; dabei hatte er selber erfahrene Leute wie Mykland, Zelic und Riseth rausgeschmissen.

    Wildoser: Da hatte er doch recht. Zelic wollte auf einmal das doppelte Gehalt, Mykland war in den Diskos rumgehangen und hat sich voll laufen lassen. Gut – dass er jetzt in Norwegen Spieler des Jahres wurde, ist eine andere Sache.

    SZ: Pacults Forderung nach neuen Spielern steht im Widerspruch zur den Möglichkeiten des Vereins, der – wie Sie sagen – wirtschaftlich mittelmäßig dasteht. Kann sich 1860 Pacults Anspruchshaltung leisten?

    Wildmoser: 1860 kann sich hohe Ansprüche nicht leisten. Neulich hätten wir den brasilianischen Nationalspieler Roger holen können. Doch der war viel zu teuer: eine Million Euro.

    SZ: Thomas Häßlers Vertrag wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verlängert. Wer soll den Spielmacher ersetzen?

    Wildmoser: Gar keiner zunächst, Shao muss da erst reinwachsen, und er muss sich auf eine neue Kultur umstellen.

    SZ: Sie sagten, in der Mannschaft fehlt einer, der auch mal die Kabinentür eintritt. In der Tat wirkt es, als läge den Fans das Schicksal des Klubs sehr am Herzen, den Spielern hingegen gar nicht.

    Wildmoser: In jedem Verein ist es so, dass der Fan bleibt, der Spieler aber wieder geht.

    SZ: Die Identifikation der Spieler mit dem Verein war vor ein paar Jahren anders.

    Wildmoser: Das war früher auch nicht anders. Drei Viertel der Bundesliga-Klubs haben dasselbe Problem wie wir.

    SZ: Drei Viertel haben keineswegs ein solches Problem mit aufständischen Fans. Dabei geht es nicht nur um die aktuellen Proteste, der Zuschauerschnitt sinkt seit Jahren. Und welchen Spieler sollen die Fans ins Herz schließen?

    Wildmoser: Benjamin Lauth etwa, oder Simon Jentzsch, auch Markus Schroth. Wir haben ja beliebte Spieler.

    SZ: Offenbar nicht genügend, dass sich die Anhänger mit der Mannschaft identifizieren.

    Wildmoser: Wir haben zurzeit eine schwierige Phase des Umbruchs. Wir werden bald das Stadion wechseln (FC Bayern und 1860 bauen zusammen bis 2005 die Allianz-Arena, Anm. d. Red.), und Verträge mit Spielern laufen aus. Umso mehr muss in der Mannschaft ein Zusammengehörigkeitsgefühl da sein, der Fan muss sehen, dass wir zusammen halten. Wir hatten schon mal eine Fanspaltung wegen dem alten Stadion. Inzwischen bekriegen sich alle untereinander. Wir arbeiten daran, diesen Zwist zu schlichten.

    SZ: Das führt dazu, dass Ihnen nicht nur die bekannte Opposition davon läuft; auch Rentner, Familienväter und Dauerkartenbesitzer verweigern sich jetzt.

    Wildmoser: Viele gehen nicht mehr ins Stadion, weil die Fangruppen untereinander heftig Streit haben. Wir müssen wieder eine Familie werden.

    SZ: Ist das Ihr neues Konzept, auf die Fans zuzugehen?

    Wildmoser: Wir arbeiten seit eineinhalb Jahren daran. Wir gehen mit allen Präsidiumsmitgliedern in Fan-Versammlungen, wir versuchen, sie auf eine gemeinsame Linie zu bringen.

    SZ: Sie wollen also wieder eine Familie werden. Auf der anderen Seite sind die Fans in letzter Zeit auch vom Trainer und von Spielern vor den Kopf gestoßen worden. Die Anhänger mussten ja schon glauben, ihre Proteste seien schuld an den dürftigen Leistungen.

    Wildmoser: Die Spieler kennen sich mit dem Fan-Problem nicht so aus. Besonders hilfreich waren entsprechende Äußerungen jedenfalls nicht.

    SZ: Geschäftsgrundlage für den TSV 1860 war immer der Gegensatz zum FC Bayern. Aus dieser Rivalität speiste sich das Selbstverständnis des Klubs. Jetzt bauen Sie gemeinsam ein neues Stadion, viele Fans haben den vermeintlichen Schmusekurs satt. Braucht 1860 eine neue Ausrichtung?

    Wildmoser: Wir spielen schon seit 80 Jahren in einem Stadion mit Bayern. Was soll eigentlich der Vorwurf, der FC Bayern light zu sein? Verlieren wir, heißt es, zu denen kannst du nicht hingehen. Gewinnen wir, heißt es: Ihr seid ja wie der FC Bayern.

    SZ: 1860 hatte immer seinen eigenen Mythos: als Verein, in dem man gegen Übermächtige zusammenhält – angeblich war es ein Lebensgefühl. 1860 ist nicht mehr als Gegenentwurf zum FC Bayern zu erkennen.

    Wildmoser: Darüber zerbreche ich mir seit Jahren den Kopf. Als Underdog verschwindest du heute früher oder später. Man muss sich am Erfolg orientieren, und dafür arbeiten wir täglich acht Stunden. Doch jeder erwartet, dass wir gegen die Bayern gewinnen. Die Realität sieht so aus: Im Derby wechseln die Sagnol, Ze Roberto und Deisler ein. Die drei beziehen zusammen zwei 1860er-Jahresetats als Gehalt! Die haben uns aufgemischt!

    SZ: Sie beklagen sich seit Jahren, dass der Klub ihnen nur Arbeit und Ärger bereitet, wie sehr sie leiden. Dieses Gejammer muss negativ auf die Fans wirken.

    Wildmoser: Ich kann nun mal keinen Scheck über 20 Millionen ausstellen und den Deisler holen.

    SZ: Aber Sie müssen ja nicht ständig darüber reden!

    Wildmoser: Sie stecken ja nicht in unserer Haut! Wir stoßen an gewisse Grenzen. Unsere Situation derzeit ist wirklich fürchterlich. Unser Marketing-Mann hatte nach dem Hertha-Spiel Tränen in den Augen, er hat diese Woche Sponsorentermine und weiß nicht, was er denen sagen soll! Bekommt man mal einen potenziellen Sponsor ins Stadion, dann hört der „Wildmoser raus“- Rufe, erlebt noch eine Niederlage, dann fragt der natürlich: Was haben Sie mir da eigentlich erzählt von Ihrer schönen Sechzger-Familie?

    SZ: Am Sonntag ist Mitgliederversammlung, was erzählen Sie den Leuten?

    Wildmoser: Wir haben sie extra auf Sonntagmittag gelegt, vor das Heimspiel gegen Stuttgart, weil Montagabend, wenn alle nochmal anreisen mussten, immer so eine schlechte Stimmung war. Jetzt haben wir also Sonntag – und erst recht Drecksstimmung. Ich werde mir meine Worte überlegen, ich werde sagen, dass wir noch Tabellen-Achter sind, dass es zehn hinter uns gibt, denen der Schweiß mehr auf der Stirn steht als uns.

    Interview: Volker Kreisl und Ludger Schulze
    http://www.sueddeutsche.de

  • Abstiegskampf !!

    • heinm
    • 10. März 2003 um 10:40
    Zitat

    Original von tobsi
    sehe ich genau so. ich leg mich mal fest: cottbus steigt ab. nürnberg steigt ab. lautern und hannover steigen nicht ab.

    Wow, mutig! Also, mir ist die ganze Situation viel zu eng und viel zu unberechenbar. Ich glaube, dass noch die eine oder andere Überraschung drin sein könnte - und sei's am letzten Spieltag. Für uns hoffentlich nur positive... ;)

    Es grüßt
    Hein M

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