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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Presse Hertha - Arminia

    • heinm
    • 25. Februar 2003 um 10:29

    Der Kopf spielt nicht mit
    Die Fußballer von Hertha BSC verstehen die Zuschauer nicht, klagen über die Mehrfachbelastung und rätseln über die eigene Leistung

    Von Klaus Rocca und André Görke

    Berlin. Es war am Sonntagabend in der 43. Minute. Da säbelte Pal Dardai anfängerhaft über den Ball und ermöglichte damit dem Bielefelder Mamadou Diabang eine Großchance, die Gabor Kiraly mit einer sehenswerten Parade zunichte machte. „Der Ball flatterte, und zusätzlich ist mir das Standbein weggerutscht“, sagte Dardai. Eine plausible Erklärung. Doch war es vielleicht auch ein Zeichen von Verunsicherung, die sich längst in den Reihen der Hertha-Fußballer breit gemacht hatte, verstärkt durch die Unmutsäußerungen von den Rängen? „Nein“, sagt Dardai. „Allerdings verstehe ich die Pfiffe der Zuschauer nicht. Wir sind doch keine Computer. Als wir in der Champions League spielten, waren die Fans unser zwölfter Mann. Jetzt sind sie es nicht mehr.“

    Ein frustrierter Pal Dardai, der auf der Suche nach den Ursachen des ewigen Auf und Ab beim Berliner Bundesligisten auch mit Kritik am eigenen Publikum nicht zurückhält. Die Ursachenforschung ist dagegen angebracht. Da hätten die Herthaner endlich einmal wieder auf den angestrebten Uefa-Pokal-Platz vorrücken können, bekamen mit Arminia Bielefeld einen der auswärtsschwächsten Klub im heimischen Stadion vorgesetzt – und quälten sich zu einem, noch dazu glücklichen, torlosen Unentschieden. „Uns fiel nicht viel ein, wie wir die Abwehr der Bielefelder knacken konnten“, sagte Thorben Marx. Also auch Selbstkritik, nicht nur Kritik an den Fans.

    Gerätselt wird schon lange, warum es an der Konstanz mangelt, warum gerade dann wieder der Rückfall erfolgt, wenn der Durchbruch zum Positiven winkt. „Es fehlt uns die Frische. Die englischen Wochen schlauchen doch schon ganz schön“, sagt Dardai. Mag sein. Auch in früheren Jahren, als die Herthaner zu Jürgen Röbers Zeiten in Champions League und Uefa-Pokal spielten, ging das oft auf Kosten der Bundesliga-Leistungen. Doch so geschlaucht sollte keine Mannschaft sein, dass sie Bielefelds Kicker im eigenen Stadion nicht noch in die Knie zwingen könnte.

    Sicher rächt sich auch, dass Herthas Spiel vor allem auf Marcelinho zugeschnitten ist. Erwischt der Brasilianer schwache Tage, wie zuletzt gegen Boavista Porto und nun gegen Bielefeld, verkümmert das spielerische Moment auf ein Minimum. Dick van Buriks spätes Siegestor im Duell mit den Portugiesen hat vieles beschönigt.

    Neben der körperlichen scheint auch die geistige Frische zu fehlen. Viel zu ideenlos wurde versucht, das Bielefelder Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Wenn dann noch das Flügel- und Kombinationsspiel sowie das Spiel ohne Ball vernachlässigt werden, zudem die einfachsten Standardsituationen wie Eckbälle dilettantisch ungenutzt bleiben, „dann kann man so ein Spiel eben nicht gewinnen“ (Manager Dieter Hoeneß).

    Die personelle Substanz müsste genügen, um zumindest einen Uefa-Pokal-Platz zu erkämpfen. Wobei sich allerdings weiterhin die Frage aufdrängt, ob man sich mit der Verpflichtung von Luizao nicht einen Fehlgriff geleistet hat. Wie gering muss das Vertrauen in ihn sein, wenn man den Brasilianer nicht einmal einwechselt, wenn die Sturmmisere eklatant ist? Stattdessen wurde Alex Alves durch Bartosz Karwan ersetzt, der noch nicht den Beweis erbringen konnte, ein vollwertiger Stürmer zu sein. „Wir wollten von der rechten Seite mehr Druck machen. Deshalb haben wir Karwan gebracht“, begründete Assistenztrainer Holger Gehrke die Maßnahme. Erfolgreich war sie nicht.

    Für Michael Preetz, den Mannschaftskapitän, haben „es einige Spieler nicht geschafft, sich vom Kopf her auf die sich bietende Chance einzustellen“. Allerdings sei es auch nicht einfach, sich gegen zwei defensive Viererketten zu behaupten. „Gegen die Schalker haben wir stark gespielt, weil die so offensiv waren, als hätten sie ein Heimspiel.“ Da musste Hertha nicht das Spiel machen, sondern konnte kontern. Und das liegt den Berlinern eher.

    Was Hoffnung für das Rückspiel am Donnerstag in Porto macht.

    http://www.tagesspiegel.de

  • Arminia fördert Internet-Schwarzmarkt

    • heinm
    • 24. Februar 2003 um 16:48
    Zitat

    Original von matzegoalkeeper
    Kann man den Schwarzmarkt nicht so blockieren, das man pro IP nur 2 Karten bestellen kann? Dann kann man nicht 10 Karten auf einmal kaufen, und auch nicht 5 mal hintereinander bestellen.

    Könnte man leider doch. Bei vielen Providern wird die IP "dynamisch" vergeben, d.h., man hat jedes Mal, wenn man sich neu einwählt, eine neue IP-Nummer. Andererseits gibt's große Provider wie T-online oder AOL, die nur wenige IP-Nummern haben und sie verschiedenen Usern gleichzeitig zuweisen.

    Gruß
    Hein M

  • die ewige stürmerdebatte

    • heinm
    • 24. Februar 2003 um 16:29

    Vroni und die englische Atmosphäre im Bruchweg

    Mit ausgebautem Stadion und runderneuerter Mannschaft steht der FSV Mainz 05 wieder einmal an der Schwelle zur Bundesliga
    Es muss wie nach Hause kommen gewesen sein. Nach Jahren mal wieder in der Heimat. Wo sich nichts ändert: Die Wohnhäuser hinter der Gegengerade sind noch da, die Stimme des Stadion- sprechers verliert sich wie immer im offenen Rund, genauso die Gesänge der paar Hundert treuen Fans – Verbandsliga-Stimmung. Als die Kicker des FSV Mainz 05 das Reutlinger Stadion an der Kreuzeiche betraten, war es für Sekunden wohl so. Lange ging es ihnen in ihrem 50 Jahre alten Stadion am Bruchweg nicht anders. Doch seit ein paar Monaten laufen die 05er zuhause mit einem neuen Gefühl auf: steile, gut gefüllte Tribünen, Gesänge und in die Höhe gereckte Fanschals inklusive „You never walk alone“ – endlich die gewünschte Hexenkessel-Atmosphäre. Das beflügelt, stärkt das eh schon ordentliche Selbstbewusstsein, auch für Auswärtspartien: Nach dem 2:1 in Reutlingen, dem siebten Sieg in den letzten acht Spielen, liegt Mainz weiter auf Bundesliga-Kurs.

    Das taten sie schon im vergangenen Jahr. 30 von 34 Spieltagen stand Mainz auf einem Aufstiegsplatz, ein Punkt im letzten Spiel hätte gereicht. 20000 litten vor der Videoleinwand am Gutenbergplatz, als Union Berlin die Party verdarb, Tränen flossen. Der Neuanfang hatte da schon begonnen: Stadionausbau. Die Haupttribüne verdient nun diesen Namen, statt der Mini-Gegengeraden verstellt eine mächtige Tribüne den Anwohnern den Blick auf den Platz. 20000 statt bisher 15000 finden Platz, aber wichtiger ist „der Event-Charakter“ wie Manager Christian Heidel sagt: „Wir wollten diese englische Atmosphäre.“ Wirkung hat er nicht nur beim eigenen Team ausgemacht, sondern auch beim Gegner: „Die gucken erstmal, wenn die hier reinkommen.“ Der Imagegewinn in Zahlen: Obwohl das Team schlechter platziert ist als im Vorjahr, kommen mehr Zuschauer: im Schnitt 12500 statt 9000, davon 4500 mit Dauerkarten. Trainer Jürgen Klopp, mit 525 Spielen im Mainzer Trikot der Rekordhalter, hat sich beim Neujahrsempfang der Stadt beschwert, dass der Ausbau so spät kommt, dass er selbst nicht mehr spielen kann. Aber auch als Coach hat er seinen Spaß: „Es ist einfach geil.“ Klubpräsident Harald Strutz drückt seinen Stolz gewählter aus: „Hier fängt Fußball an.“

    Es war ein teurer Spaß, und ganz erledigt ist die Sache noch nicht. 12, 5 statt der veranschlagten 10,5 Millionen Euro hat der Ausbau gekostet; die Mehrkosten samt Schuldenzins muss der Verein alleine tragen. Vergangene Woche gewährte die Stadt ein weiteres Darlehen über 2,5 Millionen Euro, so dass die befürchtete Erhöhung der Eintrittspreise ausbleiben kann. In der Winterpause wurde schon über Notverkäufe gemunkelt. Objekt der Begierde: Andrej Woronin, mit 16 Treffern bester Schütze der Zweiten Liga, Knipser und Vorbereiter zugleich. Nie war er Stammspieler im Vorjahr, ging oft mit Angst auf den Platz, traf gerade acht Mal. Jetzt ist „Vroni“ Publikumsliebling, umworben von Parma, Bologna, Marseille, kann am Saisonende ablösefrei wechseln. Im Aufstiegsfall will er bleiben, sagt er. Sieht gut aus für Mainz.

    Über die Bundesliga braucht man mit den 05-Chefs nicht zu reden. Von Klopp wollte ein Reporter wissen, wie lange man denn wie er erzählen könne, Aufstieg sei kein Thema. „Du, bis zum 34.Spieltag kann man das“, gab Klopp in gewohnt unverstellter Diktion zurück. Zum jüngsten Rollenwechsel vom Jäger zum Gejagten meint der Trainer: „Ist mir egal. Du musst Punkte sammeln, jede Woche.“ Fast glaubt man ihm, wenn er sagt: „Platz eins oder zwei interessiert mich nicht. Wir wollen wieder schön Fußball spielen.“

    Und da tasten sie sich allmählich hin. Zu Saisonbeginn holperte die Offensiv-Maschine noch, die gesamte Ordnung war gestört. Durch die Abgänge der Verteidiger Manuel Friedrich (Bremen) und Thomas Schuler sowie von Torjäger Blaise Nkufo (beide Hannover) kassierte man zwar vier Millionen Euro, brach aber die eingespielte Vierer-Kette auf, zahlreiche Verletzte kamen hinzu. Außer Benjamin Auer, dem mit 420000 Euro teuersten Einkauf der Klubgeschichte, wurden 30000 Euro für sieben neue Spieler investiert, teilweise standen nur vier oder fünf aus der Vorjahres-Elf auf dem Platz. Mittlerweile haben sie sich gefunden, die Abwehr hält wieder, und vorne gibt’s ja den „Vroni“. Wie groß das Vertrauen in die eigene Stärke ist, zeigt der Spielplan: Erstmals seit vielen Jahren traut sich Mainz, am Faschingsfreitag ein Heimspiel auszutragen – närrische Zeiten.

    Thomas Becker
    http://www.sueddeutsche.de

  • Hänger im Forum????

    • heinm
    • 24. Februar 2003 um 14:43

    Bei mir ging auch überhaupt gar nix...

    Gruß
    Hein M

  • Direktlink funktioniert nicht

    • heinm
    • 21. Februar 2003 um 14:59
    Zitat

    Original von KSV-Jens
    Weil ich kein Grundmuster sehen kann, mal eine ganz banale Frage. Stimmen bei euch die Links, oder kann es sein, daß eure im Marker gesetzten Links vielleicht noch auf ein Teil vom alten Forum zeigen?

    Nö, das ist es leider nicht... bei mir ist alles auf https://www.dsc4ever.de umgestellt, und auch die Links verweisen sämtlich auf diese Adresse...

    Es grüßt
    Hein M

  • Direktlink funktioniert nicht

    • heinm
    • 21. Februar 2003 um 11:17

    Hmm, bei mir geht's vom Firmenrechner aus immer noch nicht (komisch, die Funktion verschwand von einem Tag auf den anderen). Ich kann übrigens auch auf der Startseite nicht direkt den letzten Beitrag des jeweiligen Forums anklicken... ?(

    Hier die Rechnerdaten:

    System: MS Windows 2000, 5.00.2195, Service Pack 2
    Computer: Dell Dimension 4100, x86 Family 6 Model 8 Stepping 10, AT/AT compatible
    Internetzugang: Firmennetzwerk (vielleicht hat unsere EDV die Sicherheitsstufe erhöht oder so?)
    Browser: MS IE Version 5.50.4134.0600

    Hilft das was bei der Problemeingrenzung?

    Gruß
    Hein M

  • Meine Arminia

    • heinm
    • 21. Februar 2003 um 09:38

    Ich habe zwar keine Ahnung, was der Thread mit dieser Kolumne ausgerechnet in diesem Forum zu suchen hat, aber sei's drum... auf jeden Fall eine sehr schöne Geschichte. :)

    Gruß
    Hein M

    --------------------
    Meine Arminia
    Die Fan-Kolumne von Philipp Köster

    Was ist eigentlich Vereinstreue, fragen wir uns manchmal. Seit zehn Jahren kein Heimspiel mehr verpasst und sogar die eigene Silberhochzeit für ein Auswärtsspiel in Beckum sausen gelassen? Auf der Arbeit stets die Kaffeetasse mit Arminia-Wappen dabei, obwohl der Vorgesetzte einen deshalb schon für einen spleenigen Außenseiter hält?

    Oder gegen den erbitterten Widerstand des Standesbeamten und der eigenen Ehefrau den Erstnamen „Arminia“ für die jüngst geborene Tochter durchgeboxt? Alles hübsche Zeugnisse der Standhaftigkeit, aber nichts gegen die krisenfeste Treue eines Arminia-Fans aus Ost-Berlin. Der war vor zwanzig Jahren mit anderen Fußballfans in der DDR-Reichsbahn unterwegs. Plötzlich entdeckte einer in der Hutablage ein Bundesliga-Jahresheft mit allen Mannschaften. Großes Hallo, Westliteratur. Flugs wurden die Westteams an die Waggoninsassen verteilt, nach Statur und Gewicht, der Stärkste bekam den FC Bayern, sein Kumpel den damals topmodischen HSV.

    Am Ende blieben der MSV Duisburg und Arminia übrig. Unser Freund bewies Stil und Geschmack, entschied sich für Arminia und ist ihr bis heute verbunden. Immer wenn Arminia in Berlin spielt, geht er hin. Wegen damals in der Reichsbahn. Echte Vereinstreue eben.

    http://www.nw-news.de

  • 40 Millionen Mark Bestechungsgelder am FC Bayern?

    • heinm
    • 20. Februar 2003 um 17:30
    Zitat

    Original von matzegoalkeeper
    Da kann man ja schon fast die Uhr nach stellen. 3 Jahre vor jeder WM in Deutschland gibts nen Skandal

    Echt, meinste, dass hat damit etwas zu tun?! 8o

    Gruß
    Hein M :P :D

  • die ewige stürmerdebatte

    • heinm
    • 20. Februar 2003 um 15:13

    Bielefeld: Woronin ist wieder ein Kandidat - 20.02.2003 14:00

    Poker um Diabang als harte Nuss

    Arminias Stürmer treffen nicht. Zuletzt gab es in drei Spielen nur ein Tor. Auch Torjäger Artur Wichniarek, der beim 1:1 gegen Kaiserslautern erstmals nach Muskelbündelriss wieder von Beginn an stürmte, änderte daran nichts.

    Für Wichniarek wird der Auftritt im Berliner Olympiastadion aber nicht nur wegen der Torflaute ein besonderer. Seit sein Wechsel zur Hertha ab kommender Saison feststeht, läuft der Pole erstmals an seiner künftigen Arbeitsstätte auf. Der Nationalspieler nimmt's gelassen: "Ich bin nicht nervös. Ich muss gar nichts zeigen. Huub Stevens kennt meine Qualitäten." Das gilt auch für Benno Möhlmann. Bei ihm ist der 25-Jährige im Sturm gesetzt.

    Ob Momo Diabang, dessen Vertrag ausläuft, sich nächste Saison um Wichniareks Posten bewirbt, bleibt fraglich. Geschäftsführer Thomas von Heesen will das Thema endlich vom Tisch haben und hofft, "dass wir in den nächsten Tagen Momos Vater einfliegen lassen können". Ohne diesen will der senegalesische Nationalspieler (7 Saisontreffer) nichts unterschreiben. Begründung: "Ich will nicht noch mal vera . . . werden." Damit spielt der 24-Jährige auf seinen Vertrag an, den er 2000 als Oberligaspieler unterschrieb und der - natürlich - nur gering dotiert ist.

    "Die Vertragsverlängerung wird kein leichtes Unterfangen", weiß von Heesen. Obwohl Diabang beteuert: "Ich will gerne bleiben. Ich habe keine anderen Angebote." Nur, warum unterschreibt er dann nicht?! Egal, wie der Poker endet, ein Mittelstürmer soll kommen. Andrej Woronin (23, Mainz, ablösefrei) ist wie vor der Saison wieder ein Thema. Von Heesen: "Wir denken darüber nach, bei ihm anzugreifen."

    Stephan von Nocks
    http://www.kicker.de

  • 40 Millionen Mark Bestechungsgelder am FC Bayern?

    • heinm
    • 20. Februar 2003 um 09:36

    Kirch soll Bayern mit 20,5 Millionen gekauft haben

    Geheimvertrag regelte Zahlungen für das Einverständnis des Branchenführers zur Bundesliga-Zentralvermarktung

    Von Sven Astheimer und Frank-Thomas Wenzel

    Die Nachricht schlug so unvermittelt ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Das manager magazin vermeldete am Mittwochmorgen, dass ein "Geheimvertrag" zwischen Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München und der mittlerweile insolventen KirchMedia existiere. In dem 18-seitigen Papier von 1999 hätten beide Seiten eine "exklusive Zusammenarbeit" vereinbart. Der Ex-Konzern von Leo Kirch soll sich so die "Zustimmung des FC Bayern für eine weitere zentrale Vermarktung der Bundesliga-Rechte erkauft haben". Für die beiden Spielzeiten 2000/01 und 2001/ 02 habe die Kirch-Gruppe umgerechnet rund 20,5 Millionen Euro an den deutschen Rekordmeister überwiesen.

    Der Kontrakt datiert vom 9. Dezember 1999 und ist von Bayern-Manager Uli Hoeneß, dem heutigen Club-Vorstandsmitglied Karl Hopfner, Ex-Präsident Fritz Scherer und den Kirch-Managern Dieter Hahn und Stefan Ziffzer unterzeichnet. Das Magazin spricht von einer "einmaligen Wettbewerbsverzerrung". Zudem habe sich Hoeneß später für die Vergabe der Rechte an Kirch stark gemacht.

    Die Reaktionen der Beteiligten zu den schwerwiegenden Vorwürfen fielen spärlich aus. Der FC Bayern ließ durch eine kurze Pressemitteilung wissen: "Es gab einen Vertrag zwischen dem FC Bayern München und der Kirch-Gruppe, in dem - wie bei anderen Bundesligavereinen ebenfalls üblich - umfangreiche Vermarktungsrechte des Clubs übertragen wurden. Dieser Vertrag wurde im Dezember 2002 aufgehoben." Mehr wolle man dazu erst mal nicht sagen, auch nicht, um welche Vermarktungsrechte es sich gehandelt habe.

    Von Kirch-Media war gar kein Kommentar zu bekommen. "Wir sagen grundsätzlich nichts zu Verträgen", sagte ein Sprecher der insolventen Kernfirma der Kirch-Gruppe der Frankfurter Rundschau. Dieter Hahn, der frühere Vize in der Kirch-Gruppe, war nicht zu sprechen. Und Stefan Ziffzer beruft sich auf seine Pflicht zur Verschwiegenheit: "Ich darf weder sagen, dass es einen solchen Vertrag gegeben hat, noch, dass es ihn nicht gegeben hat." Ziffzer ist derzeit Chef des Sportsenders DSF, für den neue Investoren gesucht werden. Als 1999 die Vereinbarung mit den Bayern geschlossen wurde, war er in der Kirch-Gruppe als Geschäftsführer für die Sportsparte zuständig.

    Damals tobte unter den deutschen Proficlubs ein heftiger Streit um die TV-Vermarktung. Es ging um die Frage, ob die Ligaspiele weiterhin vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zentral vermarktet und die Einnahmen geteilt werden sollten oder ob, wie von den Topclubs Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen gefordert, die Vereine ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen sollten.

    Uli Hoeneß trat damals zunächst als vehementer Verfechter einer zumindest teilweisen Eigenvermarktung der Clubs auf: Pay-TV- und Auslandsrechte wollte der Bayern-Manager höchstselbst feil bieten. "Ich bin mir sicher, dass sehr viel mehr Vereine für die dezentrale Vermarktung sein werden, wenn sie unsere Argumente hören", sagte der Wurstfabrikant etwa vor einer Sitzung der 36 Proficlub-Manager im Februar 1999. Doch im darauf folgenden Herbst wechselte Hoeneß plötzlich den Kurs, die Front der Revoluzzer bröckelte. Bei der entscheidenden Abstimmung am 1. November 1999 stimmten 35 Anwesende für den alten Modus der Zentralvermarktung. Nur Dortmunds Manager Michael Meier enthielt sich.

    Möglicher Grund: Laut manager magazin hatte Kirch vertraglich zugesichert, den Bayern die Differenz zwischen zentraler und dezentraler Vermarktung zu erstatten. Für die ersten beiden Jahre setzte der Club dafür knapp 15 Millionen Euro Schmerzensgeld an, in der Folge sogar 25 Millionen. Ursprünglich sollte der Vertrag bis 2005 laufen, Kirch-Mitarbeiter bastelten schon am Anschlussvertrag. Nach der Insolvenz von Kirch-Media Anfang 2002 wurden die Zahlungen eingestellt.

    Borussen-Manager Meier war am gestrigen Mittwoch gerade auf einem Bankett vor dem Champions-League-Spiel der Borussia bei Real Madrid, als er vom Bayern-Kirch-Geschäft erfuhr. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Bayern für einen so korrupten Deal Pate gestanden haben soll", sagte er der FR. Sollten sich die Behauptungen allerdings entgegen seiner Annahme als wahr herausstellen, dann würde das, so glaubt Meier, unter den Profi-Clubs zu "großen Unruhen" führen.

    Sein Kollege Wolfgang Holzhäuser, bei Bayer Leverkusen für die Finanzen zuständig, mochte die Situation erst gar nicht kommentieren und verwies auf die Deutsche Fußball-Liga (DFL): "Wir müssen jetzt mit einer Stimme sprechen."

    DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der den Kirch-Vertrag zusammen mit Hoeneß und dem heutigen Leiter der DFL-Geschäftsführung, Wilfried Straub, ausgehandelt hatte, sagte gestern der FR: "Ich habe weder vor, während, noch nach der Verhandlung etwas von einem derartigen Vertrag gehört. Im Übrigen halte ich die dargelegten Behauptungen für unwahrscheinlich." Die DFL tut das offenbar nicht. Der Verband schickte gestern eine Aufforderung zur "vollständigen Offenlegung" an die Säbener Straße.

    http://www.frankfurter-rundschau.de

  • 40 Millionen Mark Bestechungsgelder am FC Bayern?

    • heinm
    • 20. Februar 2003 um 09:32

    Kirch sponserte die Bayern
    Geheimer Millionen-Vertrag mit den Münchnern / Reiner Calmund: Das ist nicht in Ordnung

    Von Robert Ide

    Berlin. Ein bislang geheimer Millionen- Vertrag mit der Kirch-Gruppe hat den FC Bayern München in Erklärungsnot gebracht. Der Fußballverein soll von der insolventen Mediengruppe in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt 40 Millionen Mark (20,5 Millionen Euro) kassiert haben. Kirch habe sich mit dem Geld die Zustimmung der Bayern zu einer zentralen Vermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte erkauft, berichtete das „Manager-Magazin“ am Mittwoch. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) verlangte eine Offenlegung des Vorgangs.

    Der FC Bayern bestätigte den Deal, der die Abtretung „umfassender Vermarktungsrechte“ an Kirch enthalte. Allerdings wehrte sich der Verein gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung. „Viele andere Klubs haben ähnliche Verträge“, sagte Bayern-Sprecher Markus Hörwick auf Nachfrage. „Es hat niemand Dortmund oder Hertha BSC einen Vorwurf gemacht, als sie einen Vertrag mit dem Vermarkter Ufa abschlossen.“ Die Bayern betonten, der 1999 geschlossene Vertrag sei im Zuge der Kirch-Insolvenz Ende vergangenen Jahres aufgehoben worden.

    Die anderen Bundesliga-Vereine sehen die Sache nicht so gelassen. Reiner Calmund, Manager von Bayer Leverkusen, übte Kritik. „Wenn das stimmt, wäre das gegenüber der Solidargemeinschaft der Bundesliga nicht in Ordnung“, sagte Calmund dem Tagesspiegel. „Unser Verein hat nichts extra verdient.“

    Die Zentralvermarktung der Bundesliga sieht vor, dass alle Vereine durch eine einzige Firma – derzeit ebenfalls Kirch – vermarktet und die Fernsehgelder untereinander aufgeteilt werden. Für die laufende Saison umfasst der Vertrag mit Kirch 290 Millionen Euro. Davon gehen 80 Prozent an die Klubs der ersten Liga, der Rest an die Zweitligisten. Die weitere Verteilung ist noch einmal gestaffelt. Als Grundbetrag erhält jeder Verein 5,3 Millionen Euro. Zusätzlich wird Geld nach einem Verteilungsschlüssel ausgeschüttet, der sich nach der Platzierung der Vereine in den vergangenen drei Jahren und ihrem aktuellen Tabellenstand berechnet. Mit dem Schlüssel, der leistungsstarke Vereine begünstigt, sollten Klubs wie Dortmund und die Bayern dazu bewegt werden, einer zentralen Vermarktung zuzustimmen. Die für Medien attraktiven Klubs könnten mit eigenen Partnern weitaus mehr verdienen.

    Die Bayern können in dieser Saison mit Einnahmen von etwa 20 Millionen Euro aus der Zentralvermarktung rechnen, heißt es aus DFL-Kreisen. Laut „Manager-Magazin“ sah aber der Zusatzvertrag mit Kirch vor, „die Differenz zwischen den Erlösen aus der zentralen Vermarktung und den möglichen Erlösen des FC Bayern aus einer individuellen Vermarktung zu ersetzen“. Herthas Manager Dieter Hoeneß sagte dazu: „Solange ich den Vertrag nicht kenne, gilt für mich die Unschuldsvermutung.“

    Die Fußball-Liga zeigte sich dagegen verwundert. „Mich überrascht dieser Vertrag. Davon war der Liga nichts bekannt“, meinte DFL-Aufsichtsratschef Werner Hackmann. Für den Ligaverband bestehe Klärungsbedarf. „Die DFL hat den Klub um vollständige Offenlegung des Vorganges gebeten“, erklärte DFL-Geschäftsführer Michael Pfad.

    In der Vergangenheit hatten die Bayern mehrfach die Zentralvermarktung kritisiert. „International vermarkten sich alle großen Klubs einzeln“, betont Hörwick. Reiner Calmund kann diese Argumentation durchaus verstehen: „Wenn mir jemand einen Scheck geben würde, damit ich mich mit den anderen vermarkten lasse, würde ich den Scheck auch nicht in den Reißwolf stecken.“

    http://www.tagesspiegel.de

  • 40 Millionen Mark Bestechungsgelder am FC Bayern?

    • heinm
    • 20. Februar 2003 um 09:29

    Ein eiskaltes Manöver

    Die Enthüllung eines fragwürdigen Vertrages mit der Kirch-Gruppe bringt den FC Bayern in Bedrängnis

    München – Am Mittwoch waren die Chefs des FC Bayern mit der leuchtenden Zukunft ihres Klubs beschäftigt. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge besuchten die Baustelle des neuen Stadions in Fröttmaning. Störend kam ihnen dort jedoch die Vergangenheit in die Quere.

    So kommt’s im Sportgeschäft, in dem manchmal Verträge gezeichnet und Beträge gezahlt werden, an die sich hinterher niemand mehr erinnern mag. Einen solchen Fall enthüllte gestern das Manager Magazin. Der FC Bayern hat im Dezember 1999 mit der inzwischen insolventen Mediengrupppe Kirch, dem TV-Partner der Bundesliga, heimlich ein Abkommen geschlossen, das dem Klub über mehrere Jahre bis zu 190 Millionen Mark einbringen sollte. Nach Angaben eines langjährigen Kirch-Managers hat sich der Konzern so die Zustimmung des FC Bayern zur gemeinsamen TV-Vermarktung der Bundesliga durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erkauft. „Wir haben den FC Bayern als bezahlten Lobbyisten betrachtet“, sagt der Kenner des umfangreichen Kontraktes der SZ.

    In den Jahren zuvor hatten Rummenigge und Hoeneß immer wieder den Plan vertreten, die Vereine sollten ihre Bundesligaspiele auf eigene Rechnung an das Fernsehen verkaufen dürfen. Später machte der FC Bayern den Weg frei zur weiteren Zentralvermarktung durch den DFB – und damit für die Verlängerung der TV-Verträge mit Kirchs Kanälen Premiere und Sat1. Der Medienhändler honorierte den Krösus fürstlich: Noch vor der Kirch-Pleite erhielt er 40 Millionen Mark. Klingt wie ein eiskaltes Manöver.

    Hat der FC Bayern sich und seine Stimme, die in der Liga viel zählt, an Kirch verkauft? Ein schwerer Verdacht trifft da den ruhmreichen Klub, doch das sonst so wortgewaltige Management unternimmt wenig, ihm zu begegnen. Uli Hoeneß beschränkt sich auf das Nötigste. „Wir haben zwischen der Kirch-Gruppe und dem FC Bayern einen Vertrag geschlossen, in dem wir umfangreiche Vermarktungsrechte abgetreten haben. Dieser Vertrag wurde im Dezember vergangenen Jahres aufgelöst.“ So weit, so gut.

    Verträge mit Vermarktern haben Ende der 90er Jahre fast alle Bundesligaklubs geschlossen. Nur der FC Bayern hat sich immer zugute gehalten, dass er frei sei von Verpflichtungen gegenüber Dritten. Was also verbirgt sich hinter dem vielfältig deutbaren Begriff Vermarktungsrechte? „Über Inhalte werde ich überhaupt keine Angaben machen – ich sag’ ja auch nicht, was in unserem Telekom-Vertrag steht“, antwortet Hoeneß. Im übrigen sei der Vertrag „sehr umfangreich“ gewesen, „zehn oder 15 Seiten, glaube ich.“ 15 Seiten, um genau zu sein.

    Die „Auflösung“ des Vertrages soll dem Klub mit 30 Millionen Euro versüßt worden sein. Forderungen an Kirchs Insolvenzverwalter haben die Bayern übrigens nie gestellt. Rechtfertigungsbedarf weist Hoeneß von sich. Dass er 1999 vehement für die Einzelvermarktung eingetreten war , dementiert er nun: „Ich war immer für die zentrale Vermarktung, weil es der einzige Weg ist, den kleinen Vereinen Geld zukommen lassen.“ Den Vorwurf, durch den privaten Kirch- Vertrag auf fragwürdige Art Vorteile gegenüber der Konkurrenz erlangt zu haben, hält Hoeneß nicht für berechtigt: „Eine Wettbewerbsverzerrung können wir in keinster Weise in dem Vertrag erkennen.“ Auch, dass sich die Deutsche Fußball- Liga (DFL) der geheimen Vereinbarung annehmen könnte, macht ihn nicht unruhig. „Ich sehe darin kein Problem.“ Die DFL schon. Sie verlangt die „vollständige Offenlegung“ des Vertrages.

    Auch in Leo Kirchs zerfallenen Imperium möchte heute niemand mehr auf diesen Vorgang angesprochen werden. „Das war doch alles Wahnsinn, auf was wir uns da eingelassen haben“, sagt ein langjähriger Kirch-Manager, der an dem Vorgang beteiligt war. Das viele Geld floss zusätzlich zu Kirchs offiziellen Zahlungen für die TV-Rechte der Liga, von denen der FC Bayern als Dauermeister am meisten profitierte. Der Großklub belässt es bei dem Hinweis, solche Verträge seien im Profifußball üblich.

    Tatsächlich waren die Klubs vor einigen Jahren in der Medienbranche sehr begehrt, die Konzerne Kirch (Sat 1) und Bertelsmann (RTL) hofften auf das große Geld. Selbst ARD und ZDF nahmen Erst- und Zweitligisten unter Vertrag. Das Bundeskartellamt wollte die TV-Vermarktung durch den DFB kippen, jeder Verein sollte seine Heimspiele selbst verkaufen. Also trafen die Konzerne und Sender Vorsorge für diesen Tag X.

    Wer da mit wem kungelte, das war freilich alles bekannt – bis auf den Kirch-Kontrakt der Bayern. Denn der wurde erst geschlossen, als die zentrale TV-Vermarktung längst gesichert war. Wolfgang Holzhäuser, Finanzdirektor bei Bayer Leverkusen, hatte sich bei den wilden Debatten 1999 für ein modifiziertes TV-Rechtemodell eingesetzt – in Absprache mit den Bayern, die geltend machten, sie täten dies auch „zum Wohle der Liga“. Holzhäuser sagt nun, er sei „erstaunt über diesen Vorgang. Wenn dem so wäre, dann wäre eine gewisse menschliche Enttäuschung nicht zu verhehlen“.

    Sein Kollege Reiner Calmund „kann verstehen, wenn sich einige Vertreter über einen Verstoß gegen das Solidaritätsprinzip ärgern.“ Er würde wohl nicht dazu gehören: „Wir haben zwar keinen solchen Vertrag, aber ich hätte ihn auch nicht in den Reißwolf gesteckt.“ Hoeneß hatte sich übrigens im Herbst 1998 gebrüstet, man habe Kirchs Verlockungen immer widerstanden.

    Klaus Ott/Philipp Selldorf
    http://www.sueddeutsche.de

  • Direktlink funktioniert nicht

    • heinm
    • 19. Februar 2003 um 18:03

    Habe mal die temporären Dateien geleert, hilft aber nix. Der Rechner ist 'n Dell, Betriebssystem Windows irgendwas, Browser IE (Version weiß ich nicht). Verbindung: verdammt schnelles Firmennetzwerk. Ich probier's nachher mal von zu Hause mit meinem Mac...

    Gruß
    Hein M

  • Direktlink funktioniert nicht

    • heinm
    • 19. Februar 2003 um 15:01

    Hejho,

    hier funktioniert auch etwas nicht... wenn ich unter "letzter Beitrag" auf den kleinen Pfeil klicke, um direkt zum letzten Beitrag zu kommen (wie überraschend!), dann kommt seit heute immer "Diese Seite kann nicht angezeigt werden". Woran liegt's?

    Gruß
    Hein M

  • 40 Millionen Mark Bestechungsgelder am FC Bayern?

    • heinm
    • 19. Februar 2003 um 14:10

    Juhu, die Meisterschaft wird wieder spannend: Wir fordern Lizenzentzug! :jump:

    Gruß
    Hein M

  • Presse Hertha - Arminia

    • heinm
    • 19. Februar 2003 um 11:26

    Europa rückt immer näher
    Trainer Stevens sieht Hertha BSC auf richtigem Weg in den Uefa-Cup

    Berlin. An den 11. September vergangenen Jahres wird Huub Stevens nicht gern erinnert. Da verlor Hertha BSC im Olympiastadion 1:2 gegen Mönchengladbach, die Fans feierten mit Falko Götz den Interimstrainer der Vorsaison und schmähten Stevens. Auf Platz 13 standen damals Berlins mit so großen Ambitionen gestartete Bundesliga-Fußballer. Und ihr Trainer wirkte hilf- und ratlos. Am Sonntagabend, nach dem 2:0 am Bökelberg, dem ersten Auswärtserfolg nach drei verlorenen Spielen in der Fremde, verbreitete Stevens Lebensfreude pur. „Ich habe es ja immer gesagt: Bei der Drei-Punkte-Regel ist man ganz schnell wieder dabei“, sagte er. Freilich nur, wenn es um die Uefa-Cup-Plätze gehe. Als ihn ein Journalist nach der Champions League fragte, fuhr ihn Stevens an: „Darüber rede ich gar nicht.“

    Immerhin, von vier Spielen im neuen Jahr hat Hertha drei gewonnen. Und wenn am kommenden Sonntagabend der fest eingeplante Erfolg über Arminia Bielefeld perfekt sein sollte, hätte Hertha das geschafft, was in dieser lange Zeit so verkorksten Saison noch nie gelang: drei Siege in Folge. Wie hatte doch Manager Dieter Hoeneß gesagt: „Wir müssen nun endlich mal eine Serie hinlegen, sonst kommen wir nicht mehr oben ran.“

    Kürzlich, nach dem Sieg über den Meister aus Dortmund, hielt sich die Freude noch in Grenzen, weil auch die Konkurrenten um einen Europapokal-Platz punkteten. Diesmal erwischte es Stuttgart, Bremen, 1860 München und Bochum, was Herthas Sieg beim potenziellen Absteiger Gladbach besonders wertvoll macht. Und Platz sieben lässt hoffen. Dass Hertha im Oktober nach dem 2:0 in Cottbus schon mal Vierter war, ist fast in Vergessenheit geraten.

    Ob Hertha nun auch spielerisch einen Schritt nach vorn gemacht hat, wollte Stevens nicht beantworten. Der Rasen des Bökelbergstadions verbiete jegliche Beurteilung. „Dass man im Jahr 2003 noch auf einem solchen Platz spielen muss, ist nicht zu verstehen“, kritisierte er. Wobei es Stevens in der jetzigen Situation auch weniger darauf anzukommen scheint, das spielerische Niveau zu steigern. Das Erreichen eines Uefa-Pokal-Platzes heißt das Ziel – mit welchen Mitteln, ist eher zweitrangig. Auch, mit welcher Formation.

    In Mönchengladbach durfte Dick van Burik nach langer Zeit wieder über 90 Minuten spielen. Er profitierte von Marko Rehmers Verletzung und von der Einsicht des Trainers, ein Spieler könne nur unter Wettkampfbedingungen beurteilt werden. Bekanntlich kämpft van Burik um die Verlängerung seines Vertrages. Ob er Punkte gutgemacht habe, wurde Stevens gefragt. Er bleibt seiner Devise treu, sich ja nicht dezidiert zur Leistung eines Spielers zu äußern. „Die Mannschaft war gut, und dazu gehört auch Dick.“ Ob er auch am Donnerstag beim Uefa-Pokal-Spiel gegen Boavista Porto zur Mannschaft gehört, hängt vom Heilungsverlauf des lädierten Muskels von Rehmer ab.

    Der Erfolg am Bökelberg hat Hertha Mut gemacht für das Duell mit Porto. Theoretisch könnte sich der Verein am Ende mit dem Pokal-Finalsieg am 21. Mai für den nächsten Uefa-Cup qualifizieren. „Doch darauf verlasse ich mich nicht“, sagt Stevens. Und daran tut er gut. Klaus Rocca

    http://www.tagesspiegel.de

  • Presse Hertha - Arminia

    • heinm
    • 19. Februar 2003 um 11:24

    Tagesspiegel

    Wenn die Statistik Trainer spielt
    Eine nicht ganz ernst gemeinte Aufstellung für Hertha BSC

    An jedem Morgen schließt Huub Stevens auf dem Trainingsgelände von Hertha BSC seine Kabine auf, liest die Zeitungen – und grübelt. Wen lasse ich spielen? Die perfekte Lösung hat Stevens noch nicht gefunden, in den 21 Bundesligaspielen stand nur zweimal die gleiche Mannschaft auf dem Platz. 27 Spieler hat Stevens eingesetzt, nur in Leverkusen und Hannover waren es mehr. Zeit zu Grübeln hat Stevens nicht: Am Donnerstag spielt Hertha im Uefa-Cup gegen Porto, am Sonntag in der Bundesliga gegen Bielefeld. Also, was tun?

    Der Tagesspiegel hat Stevens einmal unter die Arme gegriffen und die Effektivität seines Personals errechnet. Das sieht etwa im Falle Alex Alves so aus: Der Brasilianer bestritt 13 Spiele, war bei sechs der insgesamt neun Siege dabei sowie bei vier der fünf Unentschieden und drei der sieben Niederlagen. Von möglichen 39 Punkten holte Hertha mit ihm 22 – das ergibt eine Effektivität von 56,4 Prozent. Bei Rob Maas liegt die Effektivität bei 100 Prozent. In den drei Spielen, in denen er dabei war, hat Hertha ausschließlich gewonnen. Für die deutschen Nationalspieler Marko Rehmer (12. mit 54,16 %) und Arne Friedrich (13. mit 50,79 %) reicht es nur zu einem Platz auf der Ersatzbank. Weil sie oft spielen, ist ihre Effektivität so durchschnittlich wie Herthas Auftreten in dieser Saison. Marcelinho steht nicht einmal im 18er-Kader. Er kommt auf 20 Einsätze, aber nur auf 29 der möglichen 60 Punkte. Am uneffektivsten war bisher Nené. Neun Punkte in neun Spielen entsprechen 33,3 Prozent. Tsp

    http://www.tagesspiegel.de

  • Politik - Betreten auf eigene Gefahr

    • heinm
    • 18. Februar 2003 um 09:40

    To be sung to the tune of
    'When you're happy and you know it, clap your hands':


    If you cannot find Osama, bomb Iraq. If the markets are a drama, bomb
    Iraq. If the terrorists are frisky, Pakistan is looking shifty, North
    Korea is too risky, Bomb Iraq.

    If we have no allies with us, bomb Iraq. If we think someone has dissed
    us, bomb Iraq. So to hell with the inspections, Let's look tough for the
    elections, Close your mind and take directions, Bomb Iraq.

    It's "pre-emptive non-aggression", bomb Iraq. Let's prevent this mass
    destruction, bomb Iraq. They've got weapons we can't see, And that's good
    enough for me 'Cos it'all the proof I need Bomb Iraq.

    If you never were elected, bomb Iraq. If your mood is quite dejected,
    bomb Iraq. If you think Saddam's gone mad, With the weapons that he had,
    (And he tried to kill your dad), Bomb Iraq.

    If your corporate fraud is growin', bomb Iraq. If your ties to it are
    showin', bomb Iraq. If your politics are sleazy, And hiding that ain't
    easy, And your manhood's getting queasy, Bomb Iraq.

    Fall in line and follow orders, bomb Iraq. For our might knows not our
    borders, bomb Iraq. Disagree? We'll call it treason, Let's make war not
    love this season, Even if we have no reason, Bomb Iraq.

  • Arminias schönster Fan ist wieder zu haben...

    • heinm
    • 17. Februar 2003 um 17:21

    Bevor sich das einbürgert:

    Es heißt "arrogant". :rollin:

    Nix för ongot,
    Hein M ;)

  • Presse Arminia - Lautern

    • heinm
    • 17. Februar 2003 um 11:46

    Klose gibt der Hoffnung Nahrung

    Der 1. FCK verschenkt zwei Punkte und ist wieder Letzter

    Bielefelds guter Torwart Hain, Pfosten und Latte bei tollen Aktionen von Lokvenc und Klose standen im Weg zum ersten Auswärtssieg des 1. FC Kaiserslautern in dieser schicksalsträchtigen Fußball-Bundesliga-Saison. Das 1:1 (1:1) in einem nach 20-minütiger Anlaufzeit packendem Kampfspiel hatte etwas von der Kategorie „zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel". (Wir informierten in „Sonntag Aktuell").

    Und doch – die Leistung auf der Alm nährte die zarte Hoffnung, die Höllenfahrt doch noch bremsen zu können, obwohl der FCK wieder Letzter ist. Miroslav Klose, dessen Verkaufserlös wohl dafür herhalten muss, dass die Lizenz für den Profi-Fußball nicht verspielt wird, steht nach seiner prächtigen Leistung für die neue Hoffnung. „Was der ,Miro' heute gezeigt hat, das war eine sehr gute Leistung. Das Einzige, was nicht passiert ist, er hat das Tor nicht gemacht. Schade!", sagte Erik Gerets, der Trainer, der sich wie ein Landwirt fühlte, dem die Ernte verhagelt wurde. „Mit diesen vier Möglichkeiten hätten wir ein besseres Los verdient gehabt", wehklagte der FCK-Coach, dass das Drei-Punkte-Paket nicht geschnürt wurde. Trotz Kloses Gala, trotz Lokvenc-Auftritt, der im Stil dem gleichfalls fast immer anspielbaren Dortmunder Jan Koller ähnelt, der aber doppelt so viele Tore auf dem Konto weiß. Aber wie Klose, der toll Fußball spielte, aber auch das Kampfschwein gab, den Ball vor dem Führungstor erarbeitete, für Grammozis auflegte, das war klasse. Und Nenad Bjelica bewies sich nach mäßigem Beginn als kluger Passgeber. Es hatte einen Schuss Genialität, als er den Kollege Lokvenc mit der Hacke bediente, der zur Lauterer Führung abstaubte. Dessen Leistung trübte Arminen-Kapitän Bastian Reinhardt mit dem 1:1 nach Brinkmann-Freistoß mit gewonnenem Kopfballduell gegen den zwei Zentimeter größeren Tschechen. „Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass die Mannschaft einen guten Charakter hat", lobte Gerets die spielerische und kämpferische Leistung seiner Elf, die den Sieg suchte, so Arminia Bielefeld einige sehr gute Konterchancen eröffnete. Wichniareks und Diabangs Schusspech, dem Glück, dass Schiedrichter Torsten Koop nach Harry Kochs Körperkontakt mit Artur Wichniarek nicht auf Elfmeter entschied, verdankte der FCK, dass er nicht in Rückstand geriet. Herausragend neben Klose die Arbeit von Dimitrios Grammozis, der gegen Du-Ri Cha und dem von Bill Tchato weitgehend aus dem Spiel genommenen Seitenwechsler Ansgar Brinkmann top verteidigte. Überragend: Aleksander Knavs, der Kapitän, der mehrere Eins-zu-Eins-Situationen grandios klärte, nach langer Verletzungspause seine Bestform wieder erarbeitet hat. Die FCK-Elf hatte viele Aktivposten: Lokvenc, anspielbar in fast allen Situationen, Klose rochierend, flankend, klug passend, den Abschluss suchend, Knavs als Brandlöscher, Grammozis mit Herz und Verstand, Bjelica als ruhender Pol mit Übersicht und dazu ein Markus Anfang, der bewies, welche Leistung er abrufen kann. Der Kilometerfresser, ein Mann mit Biss, versteht klug zu spielen. „Ich wäre zufrieden, wenn ich das Tor geschossen hätte", sagte Anfang zerknirscht, den Bjelica im Stile eines klassischen Spielmachers freigespielt hatte. „Gut gespielt. Wir hätten das 2:0 machen müssen, hatten dann auch Glück. Alles in allem ein gerechtes Ergebnis", befand René C. Jäggi, der Vorstandsvorsitzende des FCK, nach dem 1:1, das am Nervenkostüm seines Trainers zerrte. „In unserer Lage hätten wir die drei Punkte gebraucht", betonte der Belgier, wohlwissend, dass noch 22 Punkte oder sieben Siege und ein Remis zur Rettung fehlen.

    RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Feb , 07:47 Uhr
    http://www.ron.de

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