1. Dashboard
  2. Artikel
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Forum
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. DSC4ever.de
  2. Mitglieder
  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Presse Arminia - Lautern

    • heinm
    • 17. Februar 2003 um 11:29

    SZ NRW

    Kalte Hand im Genick

    Nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern steckt Arminia Bielefeld wieder im Abstiegskampf

    Bielefeld – Furcht ist eine Empfindung, die ganz unterschiedlich verarbeitet werden kann: durch Aggression, demonstrative Gelassenheit oder erhöhte Vorsicht. „Jetzt hat hoffentlich jeder begriffen, was die Stunde geschlagen hat“, sagte Arminia Bielefelds Torwart Mathias Hain nach dem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern, und fügte grimmig hinzu: „Auf dem Platz hat man das leider nicht gesehen.“ Trainer Benno Möhlmann war bemüht, die Sache moderater zu sehen: „Ich verbuche den Punkt auf der Habenseite“, verkündete er trotzig, derweil Kapitän Bastian Reinhardt forderte, dass „wir eine Schippe drauflegen und sich jeder fragt, ob er derzeit das Optimum leistet“.

    Drei Aussagen, ein Gedanke: Die Bielefelder sind zurück im Abstiegskampf, und sie wissen es. Nach dem letztlich schmeichelhaften Remis gegen die an allen Abgründen entlang taumelnden Pfälzer blickten die Bielefelder Offiziellen düster auf die Tabelle, die Spieler erkundigten sich nach den Resultaten der Konkurrenz, und was sie da hörten, hat ihnen nicht gefallen. „Auch wenn wir nach wie vor auf Platz zwölf stehen“, sagte Reinhardt, „sind wir wieder voll unten drin“.

    Dabei schien noch vor zwei Wochen über Ostwestfalen die Sonne, nach einem verdienten 0:0 gegen den FC Bayern und sechs niederlagenfreien Bundesligaduellen in Serie, womit die Arminia einen neuen Klubrekord aufgestellt hatte. Es folgte ein 0:2 in Wolfsburg, und urplötzlich waren aus sechs Spielen ohne Niederlage vier Spiele ohne Sieg geworden. Mittlerweile sind es schon fünf Partien ohne Erfolgserlebnis, und das hört sich allmählich bedrohlich an, zumal die Bielefelder nun bei Hertha BSC, gegen den VfB Stuttgart und auf Schalke antreten müssen. „Der Druck wird größer", hat Reinhardt erkannt, und sein Keeper Hain forderte ultimativ „ein Ende der Schönspielerei“. Mit liebem Gruß an die Offensive.

    Tatsächlich ließen die Gastgeber Zielstrebigkeit und jenes optimale Ausschöpfen der eigenen Möglichkeiten vermissen, das sie zu einer Überraschungsmannschaft dieser Saison gemacht hatte. Verlief die erste Halbzeit mit Treffern von Lokvenc (27.) und Reinhardt (35.) noch auf dürrem Niveau ausgeglichen, so konnte einem über weite Strecken der zweiten bange um die Arminia werden. Auf einmal trat Kaiserslautern nicht mehr als desperater Abstiegskandidat auf, sondern als ein Team, dem es zumindest für 15 bis 20 Minuten gelang, alle Sorgen und Nöte zu vergessen und Fußball als lustvolle Angelegenheit zu zelebrieren. Eine Phase, in der die verschreckten Aufsteiger „das Kaninchen vor der Schlange gaben“, wie Bastian Reinhardt beobachtet hatte. Nur die normative Kraft des Faktischen und die Abmessungen des Torgestänges verhinderten einen Pfälzer Sieg, und so trafen Lokvenc und Klose nur Pfosten und Latte, weshalb die Lauterer, was ihre Zukunft angeht, so schlau waren wie zuvor.

    Pflichtschuldigst echauffiert

    Und die Bielefelder? Nur pflichtschuldig echauffierten sie sich über jenen Strafstoß, den ihnen Referee Koop nach einem Foul von Harry Koch an Artur Wichniarek versagt hatte. Danach waren sie wieder ganz mit sich und ihren eigenen Problemen beschäftigt. Und ihrer Furcht. Beinahe schien es, als hätte ihnen eine kalte Hand ins Genick gegriffen und auf hinterhältige Weise daran erinnert, dass diese Spielzeit immer noch ein schlimmes Ende nehmen kann. Dabei war es weniger das Resultat als vielmehr der Spielverlauf, der den Akteuren zusetzte. „Ich kann mich nicht erinnern“, sinnierte Mathias Hain, „mal in einer Halbzeit so vorgeführt worden zu sein.“

    Es war nicht zuletzt ein Mangel an Courage, den Hain beklagte. Die Botschaft der Statistik ist schnell in den Köpfen der Spieler angekommen. Vierzehn Tage nach dem selbstbewussten Auftreten gegen die Bayern haben sie die Rolle als nun schon länger sieglose Elf verinnerlicht, von breiter Brust keine Spur. Um aus diesem Tief herauszukommen, hilft nur „Handwerk“ (Reinhardt), um, wie Coach Möhlmann hofft, „am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Hannover den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen“. So sah der Masterplan zu Saisonbeginn aus. Dass sich daran nichts geändert hat, ist nun auch dem Letzten in Bielefeld klar.

    Jens Kirschneck
    http://www.sueddeutsche.de

  • Neue Features nach dem Update

    • heinm
    • 13. Februar 2003 um 13:15

    http://www.handballecke.de/dsc4ever/downl…e=phpbzVXbM.jpg

    Gruß
    Hein M

  • Vorsicht vor Fehlentscheidungen

    • heinm
    • 13. Februar 2003 um 13:10

    Also, ich glaube ja nicht wirklich daran, dass der DFB seinen Schiedsrichtern sagt, dass sie für den einen oder anderen Verein zu pfeifen haben. Natürlich spielt aber der Kontext für den Schiri jeweils eine Rolle - z.B. die Angst, beim Verpfeifen eines "großen" Vereins dick in den Medien zu stehen...

    Es grüßt
    Hein M

  • Neue Features nach dem Update

    • heinm
    • 12. Februar 2003 um 17:46

    Bei mir passiert was äußerst Sonderbares, wenn ich an einer Umfrage teilgenommen habe... normalerweise wird man doch auf eine Seite mit den jeweiligen Ergebnissen weitergeleitet. Ich kam bei den letzten zwei Umfragen aber auf irgendeine download.php-Seite mit irgendeinem Bild! Woran liegt's?

    Gruß
    Hein M

    P.S.: Und den Oberlehrer muss ich auch noch mal machen... :angel:

    Zitat

    Original von DSC4ever
    Nen kleinen Beispiel gibt es im Testforum! ;)

    Richtig müsste es heißen: 'n kleines Beispiel. Von wegen das Beispiel und so... nix für ungut.

  • Brauch altdeutsche SChrift für Doppelhalter

    • heinm
    • 12. Februar 2003 um 16:50
    Zitat

    Original von Alm.Öhi
    Ich finde es viel schlimmer wenn man durch Klein-Istanbul (BI-Brackwede) fährt und an jeder Ecke nur türkisch liest. Das hier ist UNSER Land, also haben sich die Ausländer uns anzupassen und nicht umgekehrt!

    Mein Kommentar dazu: :pillepalle: , und der letzte macht das Licht aus. Danke.

    Gruß
    Hein M

  • Brauch altdeutsche SChrift für Doppelhalter

    • heinm
    • 11. Februar 2003 um 15:05
    Zitat

    Original von x-man
    ich denke mal viele verwenden derartige Schriften, weil sie eine Art Tradition damit verbinden und sozusagen etwas wie Stolz und Ehre darstellen wollen. [...] Ich würde nicht gleich alles Schlecht reden.

    Stolz und Ehre... mag sein, mag sein. Diese beiden Konzepte sind mir selbst zwar auch nicht ganz geheuer, aber wenn diejenigen meinen... und schlechtreden wollte ich eigentlich nichts, sondern nur schlechtfinden dürfen. ;) Ich mag Frakturschrift einfach nicht - unter anderem eben darum, weil sie bei mir die beschriebenen Assoziationen weckt.

    Zitat

    Original von Toto Schillaci
    Wenn nicht ständig irgendwelche selbsternannten Sittenwächter alles mögliche als angeblich "braun" verteufeln würden, das von sich aus gar nichts mit brauner Ideologie zu tun hat, würde es sich in Deutschland viel entspannter leben! Andere Nationen lachen und dafür übrigens nur aus. Ich warte noch auf den Tag, an dem angefangen wird, die deutsche Sprache zu verteufeln, weil ja auch die Nazis sich ihrer bedient haben... Armes Deutschland!

    Hauerha, Toto, Du reagierst bei solchen Themen immer so schön empfindlich. Fast wie ich mit meinen allgegenwärtigen braunen Ideologieverdächtigungen ;) (dass Nationen andere Nationen auslachen, finde ich übrigens eine ganz lustige Vorstellung, hihi... :P Deutsche und Franzosen treffen sich samt und sonders zum jährlichen gegenseitigen Auslachen am Oberrhein :P ).

    Aber wie auch immer: Ich wollte nur meinem persönlichen Unbehagen angesichts von Frakturschrift Ausdruck verleihen - besonders im sozialen Raum "Fußballstadion", in dem ja bis vor kurzer Zeit Urwaldrufe und übelste rassistische Beschimpfungen an der Tagesordnung waren (so dass der eine oder andere Verdacht von mir vielleicht auch nicht zu hundert Prozent unberechtigt ist). Erklärte Neonazis bedienen sich daneben selbst zuweilen kruder Zeichensysteme (z.B. das Tragen von Lonsdale-Shirts unter halboffener Bomberjacke, so dass man möglichst nur die Buchstaben "NSDA" sieht, was für'n Quatsch).

    Die deutsche Sprache zu "verteufeln", nun ja, nichts liegt mir ferner. Die ist nämlich manchmal schon ganz schön küüühl, die deutsche Sprache! :D

    Und zum Schluss, um noch ein Argument von Dir aufzugreifen: Ohne Nazis (neue und alte) würde es sich in Deutschland viel entspannter leben lassen, so ist es meiner Ansicht nach richtig... :hi: Ansonsten finde ich es in unserem Land aber gar nicht so übel, muss ich sagen, und fühle mich eigentlich recht fern von jedweder permanenter Schlechtmacherei und ewigem Rumgemecker.

    Grüße aus Hamburg
    Hein M

  • Brauch altdeutsche SChrift für Doppelhalter

    • heinm
    • 11. Februar 2003 um 12:05

    Übrigens, die sogenannte "altdeutsche" Druckschrift heißt "Fraktur" (während sich die Schreibschrift "Sütterlin" nennt). Fraktur sieht, wie ich finde, fürchterlich aus und hat meines Erachtens auch immer ganz dezentes braunes Hintergrundaroma (ohne dass ich Dir, Zipfel 2, damit jetzt irgendwas unterstellen will). Mir ist vollkommen schleierhaft, aus welchen Gründen so viele Fußballfans ausgerechnet Frakturschrift für ihre ansonsten oft sehr ansehnlichen selbstgebastelten Doppelhalter, Banner etc. verwenden. Weiß das wer?

    Gruß
    Hein M

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 3. Februar 2003 um 13:12

    Ehre im Abstellraum

    Trotz des 0:0 in Bielefeld bleibt der Respekt vor den Bayern gewaltig – einziger Verlierer ist Giovane Elber

    Bielefeld – Laut gregorianischem Kalender war es Samstag, der 1. Februar, 17.05Uhr. Doch nach der für Oliver Kahn maßgeblichen Zeitrechnung war es die 703. Minute seit Jan Koller (der letzte Bundesligaprofi, der es gewagt hatte, dem Münchner Schlussmann ein Gegentor zu verpassen): Ansgar Brinkmann, Bielefelds Rechtsaußen, läuft zum Eckstoß an. Er haut den Ball hoch in die Strafraummitte, wo sich der mindestens zwei Meter große Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski zum Kopfball aufschwingt. Dabrowski trifft die Kugel mit der Stirn, ein winziger Moment Spannung bannt die 26601 Zuschauer, dann packt Kahn den Ball, und spätestens jetzt hörten die Anhänger der Arminia auf, an das Unglaubliche – ein Tor gegen den Titanen – und ein Happy End für ihren Klub zu glauben. Es bleibt beim 0:0.

    Wieder also blieb Kahn unbezwungen. Wenn es dem Hamburger SV in der nächsten Partie nicht innerhalb von 23 Minuten gelingt, einen Treffer gegen ihn zu setzen, dann hat der Nationalkeeper die Bundesligabestmarke gesprengt, die er natürlich auch selbst aufgestellt hat. „Das ist wahrscheinlich nicht der erste und nicht der letzte Weltrekord, den der Mann gebrochen hat“, bemerkte dazu recht gleichgültig der Bielefelder Brinkmann. Doch was nicht in den Büchern stehen wird: Eigentlich hält nicht Kahn den Rekord, sondern Thomas Linke, Robert Kovac und Jens Jeremies. Und Bixente Lizarazu, Sammy Kuffour und Owen Hargreaves. Diese geölte und perfekt geschmiedete Defensivmaschinerie, die Kahn solche Nachmittage wie in Bielefeld erlaubt, an denen er maximal dreimal zu Boden geht, um minimale Gefahr abzuwenden. In der vergangenen Woche hatte sich Mönchengladbachs Torwart Jörg Stiel schon darüber beklagt: „Die Bayern lassen ihre Gegner mitspielen, aber sie lassen hinten nichts zu. Sie sind einfach total abgezockt.“ Das ist das Problem. Deswegen kommen die Bayern auch in einem solchen Spiel unbesiegt davon, das Bielefelds Regisseur Fatmir Vata rätseln ließ: „Der Name war da, aber die Mannschaft nicht.“

    Arminia Bielefeld hatte schwungvoller begonnen als die Münchner und auch in der zweiten Halbzeit mehr für einen Sieg unternommen. Es gab einige Szenen im Münchner Strafraum, die wie Torchancen aussahen. Doch bis auf zwei seriöse Gelegenheiten durch den zappeligen, aber sehr mobilen Angreifer Momo Diabang sowie Mittelfeldspieler Detlev Dammeier (dessen Schuss jämmerlich endete) waren es eigentlich nur Attrappen von Torchancen. Aber das zeichnete die Bielefelder Stürmer wenigstens gegenüber den Münchner Angreifern aus, die nicht mal das zustande brachten. Giovane Elber schoss nach fünf Minuten einmal aufs Tor, später gelang ihm noch ein seichter Kopfball, dann verschwand er wie ein Dieb in der Menge. Er kehrte erst zurück, als ihn nach dem Spiel der Münchner Klubchef Karl-Heinz Rummenigge in Erinnerung rief. Und wie. Rummenigge sagte: „Das ist einfach zu wenig vom Giovane Elber. Kein Zufall, dass er so lange kein Tor schießt, da muss er mehr arbeiten. Da passiert zu wenig.“

    Rummenigge musste gehen, der Bus zum Flughafen Paderborn wartete. Die Fehde mit dem brasilianischen Angreifer, der seine Beziehung zum FC Bayern jede Woche aufs Neue in Frage stellt und auffallend oft von den Klubchefs gerügt wird, hätte sonst Ausmaße angenommen. So nahm Rummenigge mit einer Empfehlung Abschied: „Ich würde ihm dringend raten, nichts mehr zu sagen. Der Klub hält sich da ja sehr zurück – ich würde sagen: elegant.“ Elegant? Kälter als der strenge Frost auf der Bielefelder Alm wirkt es, wie die Vereinsführer die Trennung von Elber betreiben.

    Die Bayern mussten zwar viele Stars ersetzen, Männer wie Ballack, Scholl und Zé Roberto, doch auf dem Platz standen trotzdem zehn Nationalspieler. „Der Kader, mit dem sie angefangen haben, hatte immer noch internationale Klasse“, sagte Brinkmann. Nur der 18-jährige Sebastian Schweinsteiger fiel aus der Reihe. In seinem ersten Bundesligaspiel in der Startformation durfte er den prominenten Part hinter den Spitzen besetzen, was ihm nicht besonders gut gelang. Er war nervös und verlor viele Bälle. Als er in der zweiten Halbzeit auf die Außenbahn wechselte, spielte er besser und ließ erkennen, wie begabt er ist. Doch dann wechselte ihn Ottmar Hitzfeld aus. Hinterher durfte Schweinsteiger, dem Gespräche mit Reportern untersagt sind, weil die Bayern glauben, dass er dann den Starfimmel kriegen könnte, ein State ment abgeben: „Ich bin nicht so zufrieden“, sagte er, „es freut mich ja, dass sie mich anspielen, aber ich muss dann auch was machen mit dem Ball – und das habe ich heute nicht getan.“

    Auch den übrigen Beteiligten hatte das 0:0 wenig Gefallen bereitet. „Im Endeffekt müssen wir zufrieden sein“, gab Thomas Linke nach dem Duschen lieblos bekannt. Vermutlich hatte er schon vergessen, von welchem Spiel auf dem Weg zum Gewinn der 18. Meisterschaft er sprach. Den Bielefeldern blieb ebenfalls ein schales Gefühl. „Im Grunde weiß ich nicht, ob ich zufrieden oder unzufrieden sein soll“, meinte Christoph Dabrowski. Brinkmann tröstete sich damit, dem „kommenden Deutschen Meister“ Widerstand geleistet zu haben. Die Ehrfurcht bleibt groß vor den Bayern, selbst wenn sie nur geringfügige Kunst bieten. Brinkmann freute sich über das Trikot von Bixente Lizarazu, gegen den zu spielen er „als Ehre“ betrachtet, weil: „Der Mann muss das schon auswendig lernen, um alles aufzuzählen, was der gewonnen hat.“ Brinkmann, 33, hat 46 Bundesligaspiele bestritten und war sich nicht sicher, ob Lizarazu den Hemdentausch ebenfalls als Ehre empfand: „Ich glaube schon, dass er mein Trikot genommen hat. Ich weiß nur nicht, wo er’s hinhängt – wahrscheinlich in den Abstellraum.“ So hatte wenigstens einer in diesem zähen Stück aus dem Bundesligaalltag ein bisschen Komödie gespielt.

    Philipp Selldorf
    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 3. Februar 2003 um 13:11

    Die junge Garde stößt an ihre Grenzen
    Bayern muss sich mit 0:0 begnügen

    München - Die Wochenend-Bilanz von Ottmar Hitzfeld liest sich wesentlich besser als die seiner Stürmer. Sechs Mal schoss der Bayern-Trainer am Samstagabend auf die Torwand des ZDF-Sportstudios. Seine Ausbeute: Zwei Treffer. Die Münchner Offensivkräfte hatten sich einige Stunden zuvor gegen Arminia Bielefeld ebenfalls sechs Mal an Torschüssen versucht. Ihre Ausbeute: Null Treffer.

    Eine Gemeinsamkeit hatten Coach und Angreifer dennoch: Beide schlossen ihre Duelle mit einer Punkteteilung ab, und zumindest in einem Fall ging das aus Sicht der Roten in Ordnung. Hitzfeld war sein Remis an der Torwand ziemlich schnurz (der Studiogast hatte ebenfalls zweimal getroffen), wichtiger war, dass auch Bielefeld keinen Torerfolg feierte. 0:0 auf der Alm - das Münchner Rumpfteam verkaufte dies als Erfolg.

    Kritische Stimmen wie die von Manager Uli Hoeneß ("nur eine echte Torchance in 90 Minuten - das ist auch mit dieser Mannschaft zu wenig") waren jedenfalls Mangelware bei der Spielanalyse, bei der reihum der enorme personelle Aderlass als Entschuldigung geltend gemacht wurde.

    ANDREAS WERNER
    http://www.merkur-online.de

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 3. Februar 2003 um 13:03

    Ende der Ehrfurcht

    Arminia Bielefeld entwickelt nach dem 0:0 gegen den FC Bayern München ein neues Selbstvertrauen

    Bielefeld – Irgendetwas hat sich verändert in den vergangenen fünfeinhalb Monaten. Als Arminia Bielefeld Mitte August im Münchener Olympiastadion mit 2:6 unterging, da gab der Aufsteiger angesichts des großen FC Bayern ein willfähriges Kaninchen vor der Schlange, das sich am liebsten gleich wieder in den Katakomben verkrochen hätte, statt sich von dem danach zum „weißen Ballett“ stilisierten Starensemble nach allen Regeln der Kunst tranchieren zu lassen. Nun haben die Bielefelder gegen den gleichen Gegner ein hochverdientes 0:0 erkämpft, und als Fatmir Vata danach gefragt wurde, ob man vor Oliver Kahns Serie von über 600 Minuten ohne Gegentor Respekt gehabt hätte, da antwortete der Angreifer forsch: „Hey, wir hatten auch eine Serie zu verteidigen!“

    Am Ende waren beide unbeschädigt geblieben: Kahn ist seit nunmehr 713 Minuten unbezwungen und die Arminia hat seit sechs Bundesligaspielen nicht mehr verloren. Das ist Rekord in der Geschichte des stets zwischen den Ligen wandelnden Vereins und hat auf Seiten der Spieler das Selbstvertrauen in bemerkenswertem Maße prosperieren lassen. Dazu haben gerade die letzten beiden Partien erheblich beigetragen: zwei Unentschieden in Bremen und gegen die Bayern, das hatten sie sich vermutlich selbst nicht zugetraut. Und statt sich nach dem allseits apostrophierten „Horrorprogramm“ zum Auftakt der Rückrunde in der Abstiegszone wiederzufinden, stehen die Bielefelder nun besser denn je da: nicht nur statistisch, sondern auch mental. „Die letzten Ergebnisse“, sagte Christoph Dabrowski gelassen, „bestätigen den Lernprozess unserer Mannschaft“.

    Trikot in der Abstellkammer

    Zum neuen Selbstbewusstsein gehört auch, zu hinterfragen, ob in einem Spiel gegen Bayern München nicht vielleicht sogar mehr als ein Unentschieden möglich gewesen wäre. Weil bei der Verwertung der Torchancen „die letzte Entschlossenheit“ gefehlt habe, mochte Trainer Benno Möhlmann „nicht zu 100 Prozent“ zufrieden sein. In der Tat hätten Diabang, Dammeier und Cha in der zweiten Halbzeit das Spiel zugunsten der Arminia entscheiden können, wogegen der FC Bayern außer einem Fernschuss des Debütanten Bastian Schweinsteiger nichts mehr zustande brachte. Gleichwohl ließen auch die Bielefelder in einer insgesamt recht zähen Auseinandersetzung das letzte Risiko vermissen, um die Erfolgsbilanz der letzten Monate nicht leichtsinnig zu gefährden.

    Immerhin, das war auch Ansgar Brinkmann bewusst, hatte man einem Klub gegenüber gestanden, zwischen dessen Zielsetzung und der eigenen „Welten“ liegen. „Wir haben gegen den kommenden Meister einen Punkt geholt“, sagte Brinkmann. Dass er mit seinem direkten Kontrahenten Bixente Lizarazu nicht halb so viel Schabernack treiben konnte wie mit manch anderem Gegenspieler, mochte den Dribbelkünstler nicht überraschen. „Der Lizarazu“, bekundete er seinen Respekt, „hat schon so viel gewonnen, dass er es bestimmt auswendig lernen muss“. In solch einem Fall wird auch einer wie Brinkmann zum Fan, weshalb er den Franzosen nach dem Spiel zum Trikottausch nötigte. Über Lizarazus Verwendung des Arminia-Trikots mit der Nummer 30 macht sich Brinkmann freilich wenig Illusionen: „Wahrscheinlich hängt er es in die Abstellkammer.“

    Nicht zuletzt der Tatsache, dass sich die Ehrfurcht vor großen Namen inzwischen auf den Austausch von Devotionalien beschränkt, hat die Arminia ihren zehnten Tabellenplatz zu verdanken. In den kommenden Spielen gegen Vereine der eigenen Kragenweite gilt es jetzt, jene Siege einzufahren, die der Neuling zum Klassenverbleib noch benötigt. „Wir dürfen nicht auf die anderen gucken“, sagte Dabrowski, als er von den Punktgewinnen der Konkurrenz aus Rostock, Cottbus oder Kaiserslautern erfuhr. Müssen sie auch nicht, wenigstens dieses Privileg haben sie sich inzwischen erarbeitet. Dennoch, so weiß Benno Möhlmann, könne man durch den guten Start nach der Winterpause zwar „Zuversicht schöpfen, aber man darf sich nicht darauf ausruhen“.

    Es sieht nicht so aus, als müsse sich der Bielefelder Trainer da Sorgen machen. Wer in die Gesichter seiner Spieler schaut, sieht eher die konzentrierte Gelassenheit von Menschen, deren Ahnung sich allmählich zum festen Glauben daran verdichtet, dass sie etwas erreichen werden, was ihnen vorher nur wenige zugetraut haben. In solch einem emotionalen Aggregatzustand ist kein Platz für Übermut, aber manchmal für ein wenig Mitgefühl. „Die Bayern sind doch auch zufrieden, oder?“, erkundigte sich Vata besorgt. Nein, das waren sie nicht. Und Vata und die Seinen hatten dazu eine Menge beigetragen.

    Jens Kirschneck
    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 31. Januar 2003 um 09:35

    Zerreißen sich die Bayern?

    Trainer Hitzfeld befiehlt seinen Profis, gegen Bielefeld Unmenschliches zu tun

    Säbener Straße – Eine Grippe kann sooo unangenehm sein: Die Nase trieft, die Ohren sausen, der Kopf fühlt sich an wie aufgepumpt, durch die Glieder wandert ein Ameisenheer. Also haben sich bis auf Thorsten Fink, Willy Sagnol, Oliver Kahn und Stefan Wessels alle Bayern-Spieler ihre blau-roten Mützen tief in die Stirn gezogen, um sich vor der eisigen Kälte, den dicken Schneeflocken und der bösen Grippewelle zu schützen. Während die, die gesund waren, auf dem nassen Rasen rutschten, kuschelten sich die, die krank waren, zu Hause fest in ihre dicken Daunendecken. Mehmet Scholl lag am Donnerstag mit über 39 Grad Fieber und Grippe im Bett, Zé Roberto hatte der Virus ebenfalls schwer erwischt. „Die beiden werden am Samstag definitiv ausfallen“, meinte Trainer Ottmar Hitzfeld. Auch Bixente Lizarazu, der nicht auf dem Platz, sondern nur im Kraftraum trainierte, fühle sich hundeelend, Owen Hargreaves laufe mit Halsweh über den Platz, und Jens Jeremies, der blass unter seiner Mütze vorschaute, sei noch am Mittwoch ziemlich krank gewesen, erläuterte der Trainer. Er muss jetzt improvisieren, vielleicht sogar experimentieren: mit dem Gelb-gesperrten Michael Ballack fehlen ihm für die Partie gegen Arminia Bielefeld drei Viertel des üblichen Mittelfeldpersonals. Und so forderte Hitzfeld: „Wir müssen uns zerreißen und kämpferisch eine Topleistung bieten, da Bielefeld zuhause vor allem auf Konter aus ist.“

    Während Scholl und Zé Roberto also die Nasen liefen, schwitzte der 18- jährige Sebastian Schweinsteiger am Donnerstag im Training seinem ersten Einsatz von Anfang an entgegen, auch wenn sich sein Trainer keineswegs festlegen wollte: „Seine Chance, am Samstag zu spielen, hängt von der restlichen Zusammensetzung ab. Hargreaves und Feulner sind auch Alternativen.“ Der 22-jährige Owen Hargreaves jedenfalls gab Sebastian Schweinsteiger und den anderen jungen Spielern im Team schon mal erste Erfahrungen weiter: „Man muss versuchen, seine Fähigkeiten im richtigen Moment einzusetzen. Denn viele Chancen bekommst du nicht in diesem hervorragend besetzten Kader.“ Als das Training vorbei war, spazierte Sebastian Schweinsteiger als einer der letzten vom Platz, das Netz mit den orangefarbigen Bällen auf dem Rücken. Er hatte den Mützenrand ein wenig hoch gezogen und schaute vergnügt drein. Ganz so, als würde er denken: Eine Grippe kann sooo angenehm sein – wenn man sie nicht selber hat und deshalb eine richtig gute Chance bekommt.

    kbü

    Absenzen: Scholl, Zé Roberto (beide Grippe), Ballack (5. Gelbe Karte), Salihamidzic (Kreuzband), Santa Cruz (Innenbandriss), Deisler (Reha).

    Im Dienst: Kahn, Kuffour, R. und N. Kovac, Linke, Sagnol, Fink, Lizarazu, Schweinsteiger, Hargreaves, Jeremies, Zickler, Feulner, Elber, Pizarro.

    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 31. Januar 2003 um 09:34

    Moin moin, Ihr Mit-Presse-Beobachter!

    Schön, dass das Forum lebendig ist... aber könntet Ihr bitte immer die Quelle angeben, aus der die jeweiligen Artikel stammen? Würd mich schon interessieren...

    Viele Grüße aus Hamburg
    Hein M

  • 95+1 dreht am rad...

    • heinm
    • 30. Januar 2003 um 13:39

    Also, ich finde das komische 96-Management um Einiges schlimmer als Rangnick! Würd' echt gern mal wissen, was sich bei denen so im Hirn windet... :pillepalle: Sollen sie den Trainer doch einfach feuern und den Verein selbst in die Unterklassen führen.

    Gruß
    Hein M

  • Presse Bielefeld-Bayern München

    • heinm
    • 30. Januar 2003 um 12:30
    Zitat

    Original von oemmes
    ... dass wohl auch in den sportredaktionen von nw und wb einige heimatverräter hocken !

    Ja, genau. Sind eben keine "echten" Ostwestfalen, weil sie einem Spiel gegen den deutschen Rekordmeister mehr Aufmerksamkeit widmen als, naja, sagen wir mal einem gegen Wolfsburg. ;)

    Hein M

  • Keine aktuellen Hit mehr vor und nach dem Spiel im Stadion?

    • heinm
    • 30. Januar 2003 um 10:08
    Zitat

    Original von matzegoalkeeper
    Was? man muss sogar bei Feiern was zahlen?

    Nur bei kommerziellen Feiern. Bis zur Einführung des Euro galten meines Wissens alle Feiern als kommerziell, zu denen man ab 1,- DM Eintritt zahlen musste. Deshalb kosteten viele Audimin-Feten in der Uni auch immer nur 99 Pfennig... :P

    Hein M

  • Ex-Armine Dirk van der Ven

    • heinm
    • 30. Januar 2003 um 09:30

    Ersehnter Wechsel

    Fußballprofi Dirk van der Ven will für Yokohama spielen

    Bielefeld – Er war zuletzt regelrecht verschollen. Selbst für gute Bekannte war Dirk van der Ven seit seiner Suspendierung bei Arminia Bielefeld im Dezember nur noch schwer zu erreichen. Es schien, als habe sich der sensible Fußballer nach einem für ihn enttäuschend verlaufenen halben Jahr in sein Schneckenhaus zurückgezogen. Jetzt aber wurde bekannt, dass der 32-Jährige im Spätherbst seiner Karriere noch einmal ein Abenteuer in Angriff nehmen wird: In der nächsten Woche wird van der Ven nach Japan fliegen und einen Vertrag beim dortigen Zweitligisten FC Yokohama unterschreiben. Er wird dort einen Landsmann treffen. Der Klub wird vom früheren Duisburger Coach Pierre Littbarski trainiert.

    Zuerst ausgeplaudert wurde diese Neuigkeit vom Essener Regionalliga-Stürmer Sascha Wolf, der sich selbst Hoffnungen auf den Job in Fernost gemacht hatte und dann erfahren musste, dass der Ex-Bielefelder von Littbarski den Vorzug erhalten hat. Inzwischen hat van der Vens Berater Thomas Kroth bestätigt, dass sein Schützling „so gut wie sicher“ für elf Monate – der Dauer einer japanischen Fußballsaison – in Yokohama gegen den Ball treten wird. Es ist die überraschende Pointe einer turbulenten Zeit, in der sich die Dinge für Dirk van Ven ganz anders entwickelt haben, als er selbst sich das vorgestellt hatte.

    Jancker-Double in Japan

    Als Vertreter des am Kreuzband verletzten Fatmir Vata hatte van der Ven in der vergangenen Zweitliga-Spielzeit erheblichen Anteil am Aufstieg der Bielefelder. Entsprechend zuversichtlich hatte er sich für diese Saison 20 Bundesligaeinsätze zum Ziel gesetzt, was eine automatische Verlängerung seines Vertrages zur Folge gehabt hätte. Doch von Anfang an lief alles schief. Während der Vorbereitung geriet van der Ven mit einer unglücklichen öffentlichen Äußerung im ZDF-Sportstudio („Wir wären auch ohne Trainer aufgestiegen“) in die Schlagzeilen – und in der Folge bei seinem Coach Benno Möhlmann aufs Abstellgleis.

    Im August fiel der Angreifer für sechs Wochen aus, nachdem ihm beim Rasenmähen ein außer Kontrolle geratenes Startkabel den Mittelhandknochen zerschlagen hatte. Kaum war er wieder genesen und versuchte sich in der Amateurmannschaft der Bielefelder für das Profi-Team interessant zu machen, da wurde er in einem Oberligaspiel der Reserve nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und mit einer mehrwöchigen Sperre belegt. Als ein mittlerweile völlig frustrierter Dirk van der Ven Anfang Dezember erklärte, er könne den Amateuren nicht mehr helfen, da war für die Klubverantwortlichen das Maß voll: Sie stellten den zum Problem gewordenen Spieler vom Trainings- und Spielbetrieb frei.

    Das Engagement in Japan dürfte sich nun für Dirk van der Ven vor allem in finanzieller Hinsicht als Glücksfall erweisen. Zuletzt waren Eintracht Braunschweig, Alemannia Aachen und RotWeiß Essen am früheren Gütersloher und Uerdinger interessiert, hätten aber dem Vernehmen nach bloß einen Bruchteil dessen zahlen können, was dieser in der Bundesliga verdient hat. In Japan, wo der Fußball nach der WM 2002 nach wie vor boomt, wird das anders sein, zumal van der Ven seinen Vertrag mit der Arminia einvernehmlich gelöst hat und somit auch ablösefrei wechseln kann.

    In den kommenden Tagen wird der Stürmer in seinem Wohnort Gütersloh eine Abschiedsparty geben und dann in den Flieger steigen. In Bielefeld wird derweil spekuliert, dass das Interesse der Japaner nicht nur dem Spieler van der Ven gilt. Während der WM war der deutsche Nationalspieler Carsten Jancker dort allein auf Grund seiner Physiognomie zum Superstar aufgestiegen. Dirk van der Ven trägt wie Jancker Glatze, mehr noch: Durch eine Stoffwechselstörung hat er vor einigen Jahren sämtliche Körperhaare verloren. Gleichwohl sollte der Fußballer in Japan auch spielerisch Akzente setzen können. Selbst wenn er im Herbst seiner Karriere angekommen ist: Dass er sich als Jancker-Double zu schade ist, wird van der Ven den Asiaten noch vermitteln können.

    Jens Kirschneck
    http://www.sueddeutsche.de

  • Ex-Armine Dirk van der Ven

    • heinm
    • 30. Januar 2003 um 09:29
    Zitat

    Original von tobsi
    [gehört zwar nicht zum eigentlichen thema, ist mir aber auch schon aufgefallen! die immense zahl der rechtschreibfehler bei den nachrichten auf der alm-site, die ja noch dazu direkt auch der startseite stehen, ist einfach oberpeinlich! wollte denen auch schon mal eine mail dazu schreiben...

    Ich habe denen schon diverse Mails geschrieben. Besser wird's trotzdem nicht. :/: ?( ;(

    Gruß
    Hein M

  • Ex-Armine Ansgar Brinkmann

    • heinm
    • 28. Januar 2003 um 09:57

    Ich finde das auch seeeehr sonderbar. Vor allen Dingen, da ich die Zeugen auch für einigermaßen glaubwürdig halte... obwohl auch sie wahrscheinlich dezent alkoholisiert waren, wie die SZ neulich berichtete. Trotzdem alles sonderbar. :pillepalle:

    Gruß
    Hein M

  • Presse Werder - Arminia

    • heinm
    • 27. Januar 2003 um 09:31

    Rückkehrer Banovic wollte das Glück erzwingen

    Pascal Borel: Seine Leistung bot keine Angriffsfläche. Selten wurde der Keeper geprüft, an den Toren traf ihn keine Schuld. Note 3

    Paul Stalteri: Der Kanadier hielt wohl noch Winterschlaf. Gegen Du-Ri Cha hatte er Riesen-Probleme, war zudem beim Treffer zum 1:1 nicht auf der Höhe des Geschehens. Note 5

    Frank Verlaat: Fing so manchen Konter der Bielefelder ab. Je länger das Spiel dauerte, umso häufiger schaltete sich der Niederländer in das Angrifsspiel ein. Note 3

    Frank Baumann: Zu Anfang auffallend nervös und mit vereinzelten Risiko-Pässen in der eigenen Hälfte. Später sicherer. Note 3,5

    Victor Skripnik: Es hätte sein Spiel sein können. Nach drei Minuten erzielte er das 1:0, doch dann düpierte ihn Ansgar Brinkmann ein ums andere Mal. Unmittelbar vor dem 2:2 ließ sich Skripnik sogar im 16er tunneln. Dank des Tores gibt's für ihn aber noch die . . . Note 4

    Fabian Ernst: Bester Bremer mit Talent zum Traumpass. Mit Übersicht leitete er das 2:1 ein. Ansonsten ein gewohnt zuverlässiger Abschirmer im defensiven Mittelfeld. Note 2,5

    Tim Borowski (bis 61.): Der Jung-Nationalspieler hat seine Aufstellung nicht rechtfertigen können. Borowski blieb unauffällig und war auf der linken Seite keine echte Hilfe. Zurecht ausgewechselt. Note 5

    Ivica Banovic: Er wirkte übermotiviert. Das erste Mal seit seiner schlimmen Schulterverletzung im August 2002 war er von Beginn an dabei. Banovic kam häufig über die rechte Seite und sorgte in Ansätzen für Gefahr. Zum Schluss mit drei Verzweiflungsschüssen. Note 4

    Johan Micoud: Auch wenn längst nicht alles klappte, muss erneut festgestellt werden: Micoud verleiht dem Bremer Spiel eine besondere Note. Gegen seinen Bewacher Christoph Dabrowski war er klarer Punktsieger. Note 3

    Markus Daun (Bild/bis 71.): Drei Chancen hatte er, dreimal fehlten nur Zentimeter. Insgesamt bleibt aber festzustellen: Man hat ihn schon deutlich stärker gesehen. Noten 4

    Ailton: Es waren denkbar ungünstige Verhältnisse für den Brasilianer. Bielefeld machte die Räume eng, für Ailtons Sprints blieb kaum Platz. Nur einmal durchbrach er die Abwehr - und gleich gab's Elfmeter, den er zu seinem 14. Saisontor verwandelte. Note 3,5

    Krisztian Lisztes (ab 61.): Seine Einwechslung für Tim Borowski brachte keine Verbesserung. Note 5

    Angelos Charisteas (ab 71.): Ihm fehlt noch einiges zur Bestform. Eine Großchance vergab er kläglich. Note -

    http://www.kreiszeitung.de

  • Presse Werder - Arminia

    • heinm
    • 27. Januar 2003 um 09:29

    Gelbe Gefahr für Grün-Weiß

    Frank Baumann und wer dann? Werders Defensiv-Abteilung droht ein Zwangspausen-Problem

    Von unserem Redakteur
    Heinz Fricke

    Bremen. Manchmal reicht eine Änderung des Blickwinkels, und die Welt sieht wieder rosiger aus. Frank Baumann bewies es gestern auf verblüffende Weise: „Gegenüber dem 0:3 beim Hinrundenstart haben wir uns doch deutlich verbessert“, belehrte Werders Kapitän grinsend alle, die das 2:2 gegen die Bielefelder Arminen für einen missglückten Rückrunden-Start hielten.
    Kein Nachkarten also, sondern nach vorne schauen – Werders Profis schienen sich vor dem sonntäglichen Auslaufen fast abgesprochen zu haben. „Ich denke immer noch, dass wir aus den ersten drei Spielen dieses Jahres sieben Punkte holen können“, sagte Fabian Ernst, auch Frank Baumann glaubt an die Rückkehr auf die Erfolgsspur: „Warum sollen wir nicht in Hamburg gewinnen?“ Doch der Kapitän wird dabei nicht mithelfen können. Denn in der Schlussphase sah er bei einem Einsatz in höchster Not gegen Porcello die fünfte gelbe Karte, nun muss Baumann im Volksparkstadion zusehen. „Aber es war notwendig, sonst hätten wir vielleicht verloren“, sagte Baumann, sein Trainer akzeptierte es: „Die Aktion war in Ordnung.“
    Womöglich kommt zumindest der Zeitpunkt der Baumann-Pause nicht einmal ganz ungelegen. Denn die irgendwann folgenschweren Verwarnungen haben sich bei Werder inzwischen auf bedrohliche Weise gehäuft: Auch Skripnik, Verlaat, Ernst, Krstajic und Lisztes stehen inzwischen mit vier Verwarnungen zu Buche. Vor allem im Defensiv-Bereich droht bei kompakter Gelb-Flut innerhalb eines Spiels ein Horror-Szenario. „Am günstigsten wäre es, es wenn wir das Konto so nach und nach abarbeiten könnten und immer nur einen ersetzen müssten“ hoffte Schaaf, der gestern noch nicht wusste, ob er wenigsten den diesmal fehlenden Krstajic am Sonntag einsetzen kann. Ein aktuelles Problem mehr also für Werders Abwehr, deren Dauer-Problem der Tabelle zu entnehmen ist: Die Bremer haben inzwischen 29 Gegentore kassiert, nur bei Hannover und Cottbus sind es noch mehr. Und weiter oben fällt auf: Bayern (14) und Dortmund (15) kommen zusammen just auf die gleiche Zahl von Gegentreffern wie die Bremer.
    Die hören diese Zahlen allerdings nicht gerne und kontern mit anderen: „Wir haben an diesem Spieltag wieder häufiger aufs Tor geschossen als alle anderen Klubs“, hat Frank Baumann per Datenbank erfahren, die Schlussfolgerung liegt nahe: „Wir spielen nun mal offensiven Fußball mit vielen Toren und Gegentoren.“
    Der Vorwärts-Fußball hat ihnen mit Ailton den aktuellen Torschützenkönig und auch die meisten Tore nach den Münchner Bayern beschert, dennoch hätte es Thomas Schaaf hinten gerne etwas stabiler. „Das zweite Gegentor hat mich doch sehr geärgert“, räumte er ein, in der Kabine gab es gestern die entsprechende Empfehlung: „Weite Wege allein reichen nicht, man muss auch beißen, richtig in den Ball hineingehen.“
    Die Kritik galt allen, die sich vor der Pause von Ansgar Brinkmann hatten vorführen lassen, sie galt vor allem Borowski und Skripnik, die dem trickreichen Bielefelder den Weg zum 2:2 frei machten. Da Borowski auch sonst wenig gelang, wird er seinen Platz wohl wieder an Lisztes abgeben müssen, dem Schaaf diesmal noch keine 90 Minuten volles Tempo zugetraut hatte. Zur Überraschung des Ungarn, der gestern versicherte: „Ich denke, es reicht bei mir schon wieder für ein volles Spiel.“ Am Sonntag in Hamburg wird er wohl beim Wort genommen werden.

    http://www.bremer-nachrichten.de

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum