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  3. heinm

Beiträge von heinm

  • Das neue LOGO für die WM2006

    • heinm
    • 21. November 2002 um 10:26

    Ich find' das auch einigermaßen fürchterlich. Viel zu voll mit allem möglichen. Die SZ schrieb heute sinngemäß: "Nur der Ball fehlt".

    Gruß
    Hein M

  • t.v.h. und die neu verpflichtungen

    • heinm
    • 21. November 2002 um 10:25
    Zitat

    Original von Bennobarkeeper
    Borges spricht Portugiesisch und ich meine das ähnelt ziemlich dem Spanischen, so dass dort also auch ein miteinander Sprechen druchaus möglich wäre!

    Hmmm... das ist ungefähr so, als würdest Du Dir auf Holländisch oder Dänisch die Zeitung vorlesen lassen und hinterher mit einem Schweden drüber diskutieren wollen! ;) :lol:
    Sind zwar verwandt, die beiden Sprachen, aber das heißt noch lange nicht, dass man sich darin spontan verständigen könnte. Es sei denn, man hat zumindest ein paar Grundkenntnisse. Mein Vorschlag: Ein Simultanübersetzer, der neben Benno auf der Bank setzt und Jesus alles per Richtfunkstrecke einflüstert, was er wissen muss... :P

    Gruß aus HH
    Hein M

  • Presse: Möhlmann antwortet auf NW-Fragen

    • heinm
    • 20. November 2002 um 10:37

    Hier zur Erinnerung noch einmal die Fragen aus der NW vom Montag:

    - Warum gelingt es auswärts so gut wie nie, genügend Konzentration aufzubringen, um frühe Gegentreffer zu vermeiden?
    - Stimmt der sich wiederholende Eindruck, dass nicht alle Spieler mit der notwendigen Leidenschaft um den Erfolg kämpfen?
    - Reicht es für Defensivspieler als Bundesliga-Leistungsnachweis aus, Alibipässe zum Nebenmann zu spielen, ohne Akzente in der Offensive zu setzen?
    - Sind die spielerischen Mittel der Mittelfeldakteure zu begrenzt, um konstruktiv Wege durch gegnerische Abwehrbollwerke wie das der Cottbuser zu finden?
    - Macht es Sinn, Dribbel-Fähigkeiten fast ausschließlich dazu zu nutzen, Freistöße herauszuholen, ohne konsequent den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen?
    - Wo ist die in der Vorsaison oftmals Sieg bringende Torgefährlichkeit bei Standardsituationen geblieben?
    - Kann es sein, dass bei der Verwertung der wenigen eigenen Torchancen der letzte Wille zum unbedingten Ball-ins-Netz-Zwingen fehlt?
    - Ist der ein oder andere Spieler im Team, der mehr durch Worte als durch sportliche Taten glänzt?


    Und hier der Artikel von heute:

    „Nicht alle gehen wirklich an ihre läuferischen Grenzen“

    Bielefelds Trainer Möhlmann gibt Antworten auf brennende Fragen vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen

    VON RAINER KLUSMEYER

    Bielefeld. Der trainingsfreie Montag bot den sportlich Verantwortlichen beim DSC Arminia Bielefeld genügend Zeit, sich intensiv mit den brennenden Fragen zu beschäftigen, die diese Zeitung nach der 1:2-Niederlage in Cottbus gestellt hatte. Trainer Benno Möhlmann hatte entsprechend detailierte, meistens sehr präzise, manchmal aber auch vom Gefühl der derzeitigen Unsicherheit geprägte Antworten parat.
    Zum Thema fehlende Konzentration in der Anfangsphase von Auswärtsspielen: "Warum wir solche Fehler machen wie beim Tor zum 0:1 in Cottbus, ist mir rätselhaft. Es hat ja auch schon genügend gute Spiele gegeben, in denen es mit der Konzentration hinhaut, allerdings war das meistens bei Heimspielen, wo wir uns durch Erfolge Selbstvertrauen erarbeitet haben. Auswärts greift wahrscheinlich diese merkwürdige Fußball-Psychologie, die man ja auch bei Kaiserslautern sieht: Wenn es einmal nicht läuft, wirken sich Fehler plötzlich schneller aus. Umgekehrt: Wie oft haben wir letztes Jahr über einen Lapsus von Marcio Borges diskutiert? Aber wir standen oben, und der Leichtsinn hatte nicht diese negativen Auswirkungen."

    Leidenschaft: "Ich spreche keinem Spieler die Bereitschaft zu hundertprozentigem Einsatz ab. Allerdings habe auch ich den Eindruck, dass nicht jeder immer gewillt ist, von der ersten Minute an seine Grenzen auszutesten. Aber außer Leidenschaft gehört zum erfolgreichen Spieler auch Cleverness oder ein genaues Einhalten der Absprachen, etwa bei der Einteilung bei Eckbällen. Mit dem demonstrativen Herauskehren des Kampfeswillens allein ist es also nicht getan. Trotzdem: Es bleibt zu oft der Eindruck, dass nicht alle wirklich an ihre läuferischen Grenzen gehen."

    Defensivabteilung: "Mit unserer Art, Fußball zu spielen - Zweikampfstärke, Kompaktheit, zügiges Spiel aus der Abwehr nach vorn - haben wir in der Anfangsphase der Saison ja schon Erfolge gehabt. Wir werden uns aber nur weiter entwickeln, wenn sich die Abwehrspieler produktiver in den Angriff einschalten. In der heutigen Zeit ist die Anforderung an jeden Spieler, dass er alle Aufgaben in Defensive und Offensive erledigen kann. Vorbildlich war für mich zum Beispiel Ebbe Sand beim Schalker 2:0-Sieg in Bochum - wie der als Torjäger in der Abwehr mitgearbeitet hat!"

    Konstruktivität im Mittelfeld: "Dass uns die spielerischen Mittel fehlen, um ein gegnerisches Abwehrbollwerk auszuspielen, kann ich nicht abstreiten. Wir haben nun mal nicht die Strategen oder filigranen Techniker, um kreative Möglichkeiten zu entwickeln. Das ist ein Manko, das wir innerhalb des Kaders nicht abstellen können."

    Dribblings statt Torabschluss: "Mit Fatmir Vata und Ansgar Brinkmann haben wir zwei Typen, die sich mehr als Vorbereiter verstehen. Oft ist es so, dass der Gegner es gezielt darauf anlegt, deren Dribbelfähigkeiten durch frühes Stören und notfalls mit Fouls erst gar nicht zur Geltung kommen zu lassen. Etwas mehr Zug zum gegnerischen Tor wäre in vielen Fällen sicherlich besser gewesen."

    Standardsituationen: "Von der Qualität unserer Freistöße und Eckbälle, die im Vorjahr maßgeblich zum Aufstieg verholfen haben, sind wir im Moment weit entfernt. Da wird mir aus einem Unsicherheitsgefühl heraus zu früh variiert, obwohl ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit, zum Erfolg zu kommen, größer ist, wenn ich eine gut eingeübte Variante drei, vier Mal wiederhole. Fest steht auch, dass in der Ersten Liga die Gegner viel, viel besser auf unsere Standards vorbereitet sind."

    "Wir wären ein ganzes Stück weiter, wenn sich jeder mehr mit der eigenen Leistung beschäftigt"

    Verwertung der Torchancen: "Einer wie Artur Wichniarek hat ganz bestimmt den absoluten Willen beim Torabschluss. Mir denkt er eher zu viel daran, in Richtung Tor zu gehen. Er sollte sich mehr an der Vorbereitung außerhalb des Strafraumes beteiligen, denn dann werden sich ihm noch mehr Chancen eröffnen. Im Strafraum allerdings müsste er dann noch wacher sein. Ab und zu, wie bei der "Hundertprozentigen" in Cottbus, ist er mir zu überrascht."

    Worte statt Taten: "Das ist nun einmal die Problematik der Bundesliga, dass gewisse Spieler immer mehr gefragt sind und von den Medien in Anspruch genommen werden. Wir wären ein ganzes Stück weiter, wenn sich jeder Spieler mehr mit sich selbst und seiner eigenen Leistung beschäftigt. Zu den Qualitätsansprüchen, die an einen richtig guten Bundesligaspieler zu stellen sind, gehört auch eine solche Komponente. Bei uns - das kann man nicht bestreiten - gibt es eben einige Mängel."

    Personelle Nachbesserungen: "Wir werden nach Abschluss der Hinrunde ein gemeinsames Gespräch führen und ausloten, ob überhaupt grundsätzliche, also finanzielle Möglichkeiten da sind. Natürlich ist es für uns sehr wichtig, sportlich in der Lage zu sein, die Klasse zu halten. Aber genau so wichtig für den Verein ist es, die mittel- und langfristige Struktur im Geschäftsgebaren zu wahren. Es gibt für mich deshalb zum Thema mögliche Nachverpflichtungen zurzeit nichs zu sagen. Was allein zählt, ist, die nächsten vier Spiele, beginnend mit dem ganz wichtigen Heimspiel am Samstag gegen Leverkusen, mit so viel Konzentration und Willen anzugehen, dass wir noch möglichst viele Punkte holen."

    http://www.nw-news.de

  • Bochum - Bielefeld

    • heinm
    • 18. November 2002 um 14:13
    Zitat

    Original von Zipfel 2
    zu mir gekommen bin ich schon heute morgen als ich aus meinem Komma erwacht bin

    Nu mach aber mal 'n Punkt! :lol:

    Hein M ;o)

  • Was nun, was kann gemacht werden??

    • heinm
    • 18. November 2002 um 11:10
    Zitat

    Original von Bennobarkeeper
    Der Kader der bei uns spielte, war meines Erachtens sogar noch stärker als der den wir jetzt haben und was ist passiert?

    Hmm, das macht irgendwie auch Hoffnung. Meiner Meinung nach waren alle Kader, mit denen wir in letzter Zeit abgestiegen sind, stärker als der heutige. ;)

    Ich bin auch nicht dafür, jetzt finanzielle Risiken einzugehen und in der Winterpause wild drauflos zu verpflichten. Es kann meiner Ansicht nach am Ende der Saison wichtiger sein, solide Finanzen zu haben, als nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen...

    Gruß aus Hamburg
    Hein M

  • Presse Arminia - Leverkusen

    • heinm
    • 18. November 2002 um 10:37

    NW

    Toppi plant für die Alm mit Kirsten

    Stürmerkrise spitzt sich zu

    Leverkusen (dpa). Die Stürmer-Krise bei Bayer Leverkusen spitzt sich immer mehr zu. Um die Torflaute im Angriff zu beenden, will Klaus Toppmöller den 36 Jahre alten Stand-by-Profi Ulf Kirsten bis zum Spiel auf der Bielefelder Alm (Samstag, 15.30 Uhr) reaktivieren.
    "Man muss sich ernsthaft Gedanken machen, dass er wieder ordentlich mittrainiert", meinte der Chefcoach nach dem glücklichen 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach. Denn die Bilanz seiner Offensiv-Abteilung ist niederschmetternd: In den letzten acht Pflichtspielen traf keiner seiner Stürmer.

    Symptomatisch ist, dass Mittelfeldmann Daniel Bierofka nach seinem zweiten Doppelpack im Bayer-Dress (29./87.) mit vier Toren bester Vollstrecker des Vizemeisters ist. In der vorigen Saison hatten die Leverkusener nach 13 Spieltagen praktisch doppelt so viele Tore (33 statt 17) und Punkte (33 statt 16) auf dem Konto und lagen an der Tabellenspitze.

    http://www.nw-news.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 18. November 2002 um 10:36

    Alarmierender Absturz der Altherren

    Arminia präsentiert sich bei 1:2-Pleite in Cottbus desolat / Rot gegen Dabrowski

    VON RAINER KLUSMEYER

    Cottbus. Die traurige Übereinstimmung mit den meisten vorherigen Auswärtsspielen: Gerät Arminia Bielefeld früh in Rückstand, ist eine Niederlage unvermeidlich. Der noch traurigere Unterschied zu 2:6 bei Bayern München, 0:3 in Stuttgart, 0:3 in Mönchengladbach und 1:3 bei 1860 München: Beim 1:2 (0:1) gegen das bisherige Bundesliga-Schlusslicht Energie Cottbus präsentierte sich der DSC als willen-, konzept- und ideenlose Ansammlung von "Altherrenfußballern" (Torwart Mathias Hain), die einem Gegner von allenfalls Zweitligaformat drei Punkte zwecks Aufbauhilfe Ost herschenkten.
    Wenigstens in der Verarbeitung der desaströsen Grusel-Vorstellung zeigten einige Bielefelder die auf dem Feld selten zu sehende Treff- und Zielsicherheit, äußerten sich zur eigenen Leistung in drastischen Worten. "Das war einfach nur Mist", befand Trainer Benno Möhlmann. "Auf gut Deutsch: Alles Scheiße", urteilte Bernd Gerd Rauw. "Ich habe mich zweimal dämlich angestellt", zeigte Kapitän Bastian Reinhardt Selbstkritik.

    Tatsächlich fungierte ausgerechnet der sonst so zuverlässige DSC-Kapitän unfreiwillig als bester Energie-Helfer. Erst eröffnete Reinhardt durch einen verunglückten Kopfballversuch an der Mittellinie - "Da darf ich als letzter Mann nie und nimmer hingehen" - dem Cottbuser Andrzej Kobylanski die Konterchance zum schnellen 1:0 (8. Minute). Dann ließ der 1,94-Meter-Mann Reinhardt seinen vier Zentimeter kürzeren Spielführer-Kollegen Christian Beeck in der 66. Minute das entscheidende 2:0 köpfen.

    Da "die Lage so langsam bedenklich wird", fordert der Kapitän als Konsequenz der 1:2-Pleite, dass "wir uns zusammen setzen, um über einige Dinge zu reden". Welche Themen das sein könnten, lässt Bastian Reinhardt offen, da "wir das intern klären müssen und bestimmt jetzt nicht in den Medien irgendwelche Schnellschüsse machen werden".

    Falls den Arminen bei ihrer Krisensitzung die Themen ausgehen sollten, hier ein paar Fragen, an deren Beantwortung die DSC-interessierte Öffentlichkeit gelegen ist.

    - Warum gelingt es auswärts so gut wie nie, genügend Konzentration aufzubringen, um frühe Gegentreffer zu vermeiden?
    - Stimmt der sich wiederholende Eindruck, dass nicht alle Spieler mit der notwendigen Leidenschaft um den Erfolg kämpfen?
    - Reicht es für Defensivspieler als Bundesliga-Leistungsnachweis aus, Alibipässe zum Nebenmann zu spielen, ohne Akzente in der Offensive zu setzen?
    - Sind die spielerischen Mittel der Mittelfeldakteure zu begrenzt, um konstruktiv Wege durch gegnerische Abwehrbollwerke wie das der Cottbuser zu finden?
    - Macht es Sinn, Dribbel-Fähigkeiten fast ausschließlich dazu zu nutzen, Freistöße herauszuholen, ohne konsequent den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen?
    - Wo ist die in der Vorsaison oftmals Sieg bringende Torgefährlichkeit bei Standardsituationen geblieben?
    - Kann es sein, dass bei der Verwertung der wenigen eigenen Torchancen der letzte Wille zum unbedingten Ball-ins-Netz-Zwingen fehlt?
    - Ist der ein oder andere Spieler im Team, der mehr durch Worte als durch sportliche Taten glänzt?

    Ein paar andere Teilaspekte des Desasters in der Lausitz, das nach zwischenzeitlicher Hoffnung (Anschlusstor des als einziger DSC-Akteur nicht versagenden Rüdiger Kauf) in der Roten Karte gegen Christoph Dabrowski (90.) gipfelte, wird Trainer Möhlmann selbst ansprechen.

    "Wenn wir uns in dieser Art und Weise präsentieren, haben wir in der Ersten Liga nichts zu suchen"

    Denn dem ist unverständlich, dass "nichts von dem, was wir vorher besprechen, umgesetzt wird", warum "wir zu weit weg sind von den Gegenspielern", wie "einfachste Pässe über fünf, sechs Meter ins Aus gehen".

    Möhlmanns düsterer Ausblick: "Wenn wir uns weiter in dieser Art und Weise präsentieren, haben wir in der Ersten Liga nichts zu suchen." Oder, wie der frustrierte Mathias Hain - der sich erstmals in dieser Saison von den Fehlern der Feldspieler anstecken ließ - es formulierte, dann "Gute Nacht, Arminia Bielefeld."

    FC Energie Cottbus: Lenz - Kaluzny - Rozgonyi, Beeck - Schröter, Rost, Vagner (65. Reghecampf), Löw (43. Berhalter), Kobylanski - Topic, Reichenberger (62. Jungnickel)

    Arminia Bielefeld: Hain - Hansen, Reinhardt - Rau, Kauf, Dabrowski, Dammeier (46. Brinkmann), Albayrak - Diabang, Wichniarek (64. Bogdanovic), Vata

    Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

    Zuschauer: 12.628

    Tore: 1:0 Kobylanski (8.), 2:0 Beeck (66.), 2:1 Kauf (72.)

    Gelbe Karten: Topic / Dammeier, Brinkmann, Hain, Reinhardt, Albayrak

    Rote Karte: Dobrowski (90.) wegen Notbremse

    Gelb-Rote Karte: Beeck (66.) wegen Unsportlichkeit

    Beste Spieler: Kaluzny, Schröter / Reinhardt, Vata

    http://www.nw-news.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 18. November 2002 um 10:33

    Mehr Frust als Kampfeslust

    Trainer Möhlmann denkt an personelle Nachbesserungen

    VON RAINER KLUSMEYER

    Cottbus. Der Mann hat 255 Bundesligaspiele absolviert - er kennt die Profimentalität. Ein verbreiteter Charakterzug scheint demnach die mangelnde Fähigkeit, mit Positiv-Kritik umzugehen. "Bei uns braucht doch nur einer mal in einem Spiel zwei Tore zu machen, schon wird er durch die Medien zum Größten gemacht", grantelte Benno Möhlmann.
    Viel zu viel des Lobes und wohlwollender Kritik ist dem Trainer des DSC Arminia Bielefeld in den letzten Wochen und Monaten seiner Mannschaft gewidmet worden. Vermeintlich aufbauende Worte und Schlagzeilen, die bei manchem Bundesligakicker die gegenteilige Wirkung erzielen.

    "Die lesen dann in der Zeitung, wie toll sie sind. meinen, dass sie in anstehende Vertragsverhandlungen aus einer besonders guten Position gehen können und konzentrieren sich nicht mehr auf die Dinge, die auf dem Platz wichtig sind. Da ist es nicht ganz abwegig, dass der ein oder andere keine Leistung mehr bringt."

    Das diffizile Zusammenspiel zwischen Medien-Berichterstattung und Profi-Verhalten vermag Möhlmann nicht zu beeinflussen, kann auch nicht als Entschuldigung für die Peinlichkeit des 1:2 in Cottbus herhalten. "Ich bin sehr enttäuscht und muss feststellen, dass die Situation so katastrophal aussieht wie unsere Leistung in der ersten Halbzeit."

    Worte, die nach ersten Anzeichen von Ratlosigkeit klingen, erst recht, wenn Sätze folgen wie "Uns fehlen die fußballerischen Mittel" oder "Es ist mittlerweile bedrohlich, dass wir nach Rückständen nicht vernünftig weiter spielen und deshalb kaum eine Chance haben, solch ein Spiel noch zu kippen". Sich an bessere Zeiten erinnernd, fügt der Kämpfer Möhlmann trotzig an: "Wir haben nur diesen Kader, und auch damit ist es möglich, erfolgreich zu spielen. Wenn alle sich 100 Prozent konzentrieren und alles dafür tun, sich in eine Verfassung zu bringen, in der man Bestform abrufen kann." Die "Bonuspunkte", das allerdings kann Möhlmann nicht übersehen, "sind aufgebracht". Wenn "wir bis Weihnachten keine 20 Punkte haben, ist die Normalität in unserer Zielsetzung nicht mehr gegeben".

    Zuhause - am nächsten Samstag um 15.30 Uhr gastiert Dreifach-Vize Bayer Leverkusen auf der Alm - sei die Arminia nach wie vor eine Macht, glaubt der Coach, sieht mithin eine Chance, die 20-Punkte-Marke durch zwei Heimsiege rechtzeitig zu erreichen. Wenn nicht? "Dann müssen wir möglicherweise versuchen, bessere Spieler zu bekommen."

    http://www.nw-news.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 18. November 2002 um 10:31

    Frühlingsgefühle mit Lenz

    COTTBUS: Energie schöpft nach Sieg der Moral neue Hoffnung

    Cottbus (rk). Lächelndes Profis und viel Spaß - so sollte das Titelblatt des Energie-Echos eigentlich aussehen. Doch bei erst fünf Punkten aus 13 Spielen "ist nicht die Zeit für Heldenverehrung", empfanden die Macher des Cottbuser Vereinsblattes und gestalteten die Titelseite für das "Spiel der Hoffnung" gegen Bielefeld ganz in schwarz.
    Nach 90 Minuten Kampf hatte sich die Sichtweise in Hoffnungs-Grün gefärbt. "Es kann sich ja keiner vorstellen, was das für Gefühle sind, wenn man so lange nicht gewonnen hat", gab Energie-Trainer Eduard Geyer nach dem 2:1 über Arminia einen kleinen Einblick in die geplagte Cottbuser Fußballerseele.

    Seit 231 Tagen hatten die Lausitzer im Stadion der Freundschaft nicht mehr gewonnen, seit 619 Minuten kein Bundesligator mehr erzielt. Nun aber, mit dem "Sieg der Moral" (Geyer), hat er, hat sein Team, hat eine ganze Region "wieder Hoffnung geschöpft", auch dank Keeper Andre Lenz, der die wenigen DSC-Chancen vereitelte.

    Dass durch das 2:1 vorerst nur ein vorzeitiges Ende aller Bundesligaträume vermieden ist, weiß auch Geyer. "Wir müssen mit einer Chance auf den Klassenerhalt in die Winterpause gehen. Vielleicht lässt sich dann noch etwas bewirken", fordert der Coach, der verspricht: "Dafür werden wir alles geben - bei all unseren Unzulänglichkeiten."

    Sogar ein Anflug von Humorismus ist mit dem "Lebenszeichen" (Energie-Echo") in Cottbus eingekehrt. "Ich schieße so selten Tore, dass ich die Regel gar nicht richtig kenne", kommentierte Energie-Kapitän Christian Beeck die gegen ihn verhängte gelb-rote Karte wegen übertriebenen Torjubels.

    http://www.nw-news.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 18. November 2002 um 09:28

    Ein Silberstreif am Horizont für Energie

    Energie hat das Tore schießen doch nicht verlernt. Am Samstagabend siegten die Cottbuser im eigenen Stadion gegen Arminia Bielefeld in einem spannenden Spiel mit Hilfe der 12.500 treuen und am Ende jubelnden Fans verdient mit 2:1.

    Ungefähr 12.500 Zuschauer fanden den Weg ins Cottbuser Stadion der Freundschaft zum Spiel gegen den Abstieg gegen Arminia Bielefeld. Trainer Eduard Geyer stellte seine, am vergangenen Wochenende in Mönchengladbach 0:3 unterlegene Mannschaft gleich auf sechs Positionen um. In der Abwehr kamen Kaluzny und Rozgonyi für da Silva und Hujdurovic zum Einsatz.

    Im Mittelfeld wurden Gebhardt, Reghecampf und der Rot-gesperrte Thielemann durch Kobylanski, Vagner und Schröter ersetzt. Im Sturm kam der zuletzt verletzte Topic wieder zum Einsatz. Für ihn musste Juskowiak zurück auf die Ersatzbank.

    Arminias Trainer Benno Möhlmann stellte sein Team gegenüber der 0:1-Heimniederlage am 12. Spieltag gegen Nürnberg nur auf einer Position um. Für Brinkmann erhielt Diabang eine Chance, von Anfang an zu spielen.

    Energie erwischte einen Traumstart in die Partie. Nachdem zunächst Schröter einen Kopfball von Reinhardt von der Linie geköpft hatte, kam Cottbus mit der ersten echten Torchance zur 1:0-Führung. Topic legte den Ball im Mittelfeld in den Lauf von Kobylanski, der der gesamten Bielefelder Abwehr auf und davon lief.

    Schließlich umkurvte Kobylanski noch den aus dem Tor gestürzten Tormann Hain und schob zum Führungstreffer ein. In der Folgezeit verlegte sich Cottbus auf Konter und ließ Bielefeld kommen. Doch die Arminen wirkten zu konfus, um mit dem sich bietenden Raum etwas anfangen zu können.

    Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Cottbus auch in der Offensive stärker und kam auch zu Torchancen, die allerdings von Reichenberger, Kaluzny und Topic vergeben wurden. Das Bielefelder Spiel wurde immer zerfahrener. Die Cottbuser verpassten die Chance, gegen die Arminia in der ersten Halbzeit alles klar zu machen.

    Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Arminia-Trainer Benno Möhlmann Brinkmann für Dammeier ein und erhöhte damit den Druck erheblich. Bielefeld gelang es, das Spiel völlig zu übernehmen, während sich Cottbus immer mehr auf Torsicherung und Konter verlegte. Doch Bielefelds Stürmer konnten zunächst mit den besten Möglichkeiten nichts anfangen.

    Nach einem der wenigen Cottbuser Konter erhöhte Energie in der 67. Minute dann aber auf 2:0. Beeck köpfte eine Ecke von Kobylanski unhaltbar in das linke obere Toreck. Allerdings musste der Torschütze Sekunden später mit der Gelb-Roten Karte das Feld verlassen. Wegen übertriebenen Torjubels schickte ihn Schiedsrichter Meyer vorzeitig zum Duschen.

    Bielefeld witterte dabei neue Chancen und drückte sofort gegen die dezimierte Cottbuser Abwehr. Kurze Zeit später wurde dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt. Bogdanovic flankte von links, Diabang legte in der Nähe des Elfmeterpunktes auf für Kauf. Der zog aus 15 Metern ab. Torhüter Lenz war offenbar die Sicht versperrt, so dass der Flachschuss im Cottbuser Tor einschlagen konnte.

    Die Hektik auf dem Platz nahm daraufhin zu, was eine Flut von Gelben Karten zur Folge hatte. Arminia Bielefeld fand allerdings nicht die richtigen Mittel, um die zahlenmässige Überlegenheit auszunützen. Im Gegenteil. Topic vergab die größte Chance der Schlussphase, als er den Abpraller eines Pfostenschusses von Jungnickel nicht im Tor unterbrachte.

    Damit bleibt für Energie eine minimale Chance, den Abstieg doch noch abzuwenden.

    http://www.lr-online.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 18. November 2002 um 09:26

    Rot für den Zaunkönig

    Cottbus siegt mal wieder – aber Beeck jubelt nicht regelkonform

    Cottbus – Einerseits wirkte Christian Beeck durchaus peinlich berührt. Wie er zu erstarren schien, sich mit der Hand über den kahl geschoren Schädel fuhr, seine Freude über den gerade erzielten Torerfolg gefror, weil ihm Schiedsrichter Florian Meyer die Rote Karte zeigte – all das schien so etwas wie Scham auszudrücken.

    Ob sich daraus aber – andererseits – schließen lässt, dass der Kapitän des FC Energie Cottbus seinen kurzen Dialog mit dem Spielleiter wortgetreu wiedergab, muss wohl nach Auswertung der Lippenbewegungen des Herrn Meyer bezweifelt werden. „Er erklärte mir“, sagte Beeck, „wat ick denn für’n Idiot wär.“

    Beeck hatte nämlich in der ersten Halbzeit des Spiels gegen Arminia Bielefeld eine Gelbe Karte gesehen, wegen Foulspiels. Als er dann in der 66. Minute das 2:0 für Energie erzielte (nach einem Eckball, per Kopf), lief er in eine Kurve des Stadions der Freundschaft – und kletterte auf den Begrenzungszaun. Genau das aber ist gemäß den Spielregeln, die das International Football Association Board seit 1886 fixiert, ausdrücklich mit einer Verwarnung zu bestrafen; „die Spieler wissen das“, sagte Meyer. Weil „kein Ermessensspielraum“ erkennbar war, stellte er Beeck vom Platz: zwei Mal Gelb macht Rot.

    Das Eigentümliche an der Situation war, dass Beeck sich zum Duschen in die Kabine begab, ohne auch nur die geringsten Anstalten zu machen. Auch nach vollendeter Körperpflege war Beeck kaum mehr als ein mea culpa zu entlocken, obwohl da bereits absehbar war, dass manche Medien den Umstand instinktsicher zum „Skandal“ (Bild am Sonntag) erheben – und in die derzeit tobende Schiedsrichterdebatte einreihen würden.

    In erster Linie, sagte also Beeck, habe er sich über sich selbst geärgert („weil’s ein Elementarfehler war“), in zweiter Linie über „die tollen Experten, die das erfunden haben“. Meyer nahm er nicht nur explizit in Schutz („sehr regelkundig“), er fand sogar Worte der Anerkennung. „Bisher hatte es keiner geschafft, mich vom Platz zu stellen – obwohl viele das immer verlangt haben.“ Was wiederum nicht heißt, dass Beeck dann nicht doch um Verständnis bat. Dass er die Norm „nicht ganz verinnerlicht“ habe, liege „wahrscheinlich“ daran, „dass ick so selten ’n Tor schieße“; dass er „erstmals in meiner Karriere überhaupt“ den Weg zu den Anhängern gesucht habe, müsse man auch verstehen: „In so einem emotionalen Spiel“ mache man schon eher „etwas Hullygully“, schließlich hatte Energie aus den vorangegangenen acht Spielen nur einen Punkt geholt und war Tabellenletzter. Beeck hatte auch persönlich Anlass zur Freude: Dank seines ersten Saisontreffers ist er nun einer von sieben Spielern, die sich in Energies interner Torjägerliste die Tabellenführung teilen.

    Aus Cottbuser Sicht hatte die Posse um Beeck aber auch einen positiven Aspekt – in Einheit mit dem Sieg übertünchten sie nämlich so Einiges. Den offiziellen Abschied der ausgemusterten Profis Bruno Akrapovic und Vasile Miritua sowieso; desweiteren aber auch weitere Diskussionen um Energies Finanzsituation. Unter der Woche hatte Vereinspräsident Dieter Krein erklärt, dass sich die Außenstände aus Sponsorengeldern auf eine halbe Million Euro belaufen; weil auch die TV-Gelder wegen der Kirch-Krise weniger üppig fließen und die Zuschauereinnahmen gesunken sind, hat der Klub mit Spielern und Angestellten Gespräche über Gehaltsverzicht begonnen.

    Darüber hinaus geriet aber auch fast in Vergessenheit, dass der Bundesligavergleich zwischen Cottbus und Bielefeld qualitativ von einer selten gesehenen Belanglosigkeit war. Nach Beecks Platzverweis und Arminias Anschlusstreffer durch Rüdiger Kauf (72.) musste Energies Trainer Eduard Geyer befürchten, „dass das Team noch in sich zusammenbricht“ – was insofern viel über das Spiel aussagt, als Arminias Torwart Hain den nachvollziehbaren Eindruck gewonnen hatte, dass sein Team „wie eine Altherrenmannschaft beim Freundschaftsspiel“ agiert hatte. Wenn das Fortsetzung finde, bleibe ihm nur zu sagen: „Na dann gut’ Nacht, Arminia.“ Schon Energies früher Führungstreffer durch Andrzey Kobylanski (8.) war symptomatisch. Denn Arminias Abwehrchef Bastian Reinhardt hatte sich in der gegnerischen Hälfte einen Querschläger Richtung Mittellinie geleistet, den Marko Topic zu Kobylanski weiterköpfelte; Kobylanski lief allein auf das Tor zu und spielte Hain aus. Weil es Energies erster Treffer nach 618 Minuten ohne Torerfolg war, feierte auch Kobylanski über Maßen. Er riss sich das Trikot vom Leib, was ebenfalls gelbwürdig war – bis vor zwei Jahren.

    Javier Cáceres
    http://www.sueddeutsche.de

  • Altintop- Zwillinge auf die Alm?

    • heinm
    • 18. November 2002 um 09:22

    Die goldenen Bälle von Wattenscheid

    Hamit und Halil Altintop wirbeln die Regionalliga durcheinander – auch wenn der Ramadan ihnen zu schaffen macht
    Wattenscheid – Halil Altintop war wieder einmal kaum zu bremsen. Das Stürmertalent der SG Wattenscheid 09 wirbelte am Samstagnachmittag mit seinen kraftvollen Dribblings die Abwehrreihen des SV Babelsberg durcheinander, erzielte den Führungstreffer selbst und leitete ein weiteres Tor ein. Doch als der lange Zeit umkämpfte 3:1 (2:1)-Erfolg der SG endlich feststand, saß der 19-Jährige schon seit mehr als einer halben Stunde auf der Ersatzbank. Bereits beim Torjubel hatte sich Angriffspartner Alexander Löbe verwundert gefragt, warum sich der junge Türke gar nicht richtig freute.

    „Mir war die ganze Zeit schlecht“, erklärte Halil seine Auswechslung und mutmaßte: „Vielleicht hat das mit dem Fasten zu tun.“ Halil Altintop ist Moslem, und am 6. November hat der Ramadan begonnen, der islamische Fastenmonat. Vier Wochen lang dürfen die Gläubigen am Tag nichts essen, von halb sechs in der Frühe bis um fünf Uhr am Nachmittag. Die Altintops stehen deshalb meist schon um fünf Uhr auf, um noch vor Sonnenaufgang zu frühstücken. Nur an den Spieltagen der Fußball-Regionalliga genehmigen sie sich eine Ausnahme und verzichten ganz aufs Fasten – Leistungsfähigkeit und Gesundheit zuliebe.

    Halils Zwillingsbruder Hamit kennt solche Magenprobleme nicht, was jedoch irgendwie typisch sei. „Halil ist sowieso der Sensiblere von uns beiden“, sagt der zwölf Minuten früher zur Welt gekommene Mittelfeld-Regisseur der SG. Im Gegensatz zu Halil spielt er auch in den kalten Monaten lieber im Kurzarmtrikot. Geboren und aufgewachsen sind die Altintops in Gelsenkirchen, als Söhne türkischer Einwanderer. Anfang kommenden Jahres werden sie deutsche Pässe erhalten. Besonders für Torjäger Halil kann das auch von großer sportlicher Bedeutung sein. Zwar hat er in der Jugend schon Länderspiele für die Türkei bestritten, doch im Gegensatz zu seinem Bruder noch kein Pflichtspiel. Dadurch wäre er für die deutsche U21-Nationalmannschaft spielberechtigt. Für ihn ist das ein erstrebenswertes Ziel, denn „mit der deutschen Mentalität komme ich einfach besser klar“, sagt er. Wobei er großen Wert auf die Feststellung legt, dass „es nicht so klingen soll, als wolle ich mich da aufdrängen“. Man stelle sich vor, Deutschland spielt gegen die Türkei, und auf jeder Seite steht ein Altintop-Zwilling. Ein kurioses Szenario, über das Halil und Hamit schon scherzen. Wenn sich beide so weiterentwickeln wie bisher, könnte das allerdings Realität werden.

    Vor zwei Jahren holte Wattenscheids Trainer Hannes Bongartz die robust gebauten Altintop-Zwillinge vorzeitig aus der Jugend in die Regionalliga- Mannschaft. Halil sei vom Charakter her „ganz einfach gestrickt, sehr fleißig und lernbegierig“, sagt Bongartz über den Fach-Abiturienten. Schon in der vergangenen Saison ließ Halil Altintop mit 14 Saisontoren aufhorchen, in diesem Jahr sind es nach der Hinrunde bereits zehn.

    Verheißender Familienname

    Wenn man die Zwillinge spielen sieht, könnte man auf die Idee kommen, ihr Familienname sei so etwas wie eine Verheißung. Altintop heißt auf Deutsch nämlich „goldener Ball“. Mit seinem Bruder Hamit, den die gegnerischen Trainer regelmäßig als besten Spielmacher der Regionalliga bezeichnen, steht Halil deshalb auf den Wunschlisten zahlreicher Profiklubs, national wie international. „Wenn man das manchmal liest, dann fängt man auch schon mal das Träumen an“, gesteht Halil. Doch seine Zukunftsvorstellungen decken sich momentan noch mit den Ratschlägen seines sportlichen Ziehvaters Hannes Bongartz. Sollte dem derzeitigen Tabellen-Vierten der Aufstieg in die Zweite Liga gelingen, spricht vieles dafür, dass die Altintops in Wattenscheid bleiben – vorerst. „Es wäre dumm, wenn wir die Chance nicht wahrnehmen würden, unsere ersten Profi-Erfahrungen in einem Team zu machen, in dem wir anerkannt sind“, sagt Halil. Der Plural macht deutlich, dass es die Altintops nur im Doppelpack gibt. „Wir wollen den ersten Schritt in den Profibereich zusammen machen, damit wir uns gegenseitig den Rücken stärken können.“

    Im Falle des Nicht-Aufstiegs bevorzugt er den Wechsel zu einem Erstligisten, jedoch „lieber erstmal zu einem kleineren Verein“. Der Spielpraxis wegen. Die Anwesenheit von Schalke-Manager Rudi Assauer am Samstag im Lohrheidestadion löste bei ihm dementsprechend keinerlei Euphorie aus. Wohl auch deshalb, weil er zwar ein echter Gelsenkirchener ist, aber schon als Kind Fan von Borussia Dortmund war.

    Heiko Jaeckel
    http://www.sueddeutsche.de

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 15. November 2002 um 22:20

    Spiel der Hoffnung für Energie Cottbus

    Er spricht es ganz offen aus: "Für uns ist es das Spiel der Hoffnung. Nur mit einem Sieg können wir das kleine Fünkchen Hoffnung am Leben erhalten", sagt FCE-Trainer Eduard Geyer vor der Heimpartie gegen Arminia Bielefeld am Samstag um 15.30 Uhr im Stadion der Freundschaft.

    Von Frank Noack

    Wie Manager Klaus Stabach gestern erklärte, droht ein Loch in Millionenhöhe im ursprünglich veranschlagten Saisonetat von 22 Millionen Euro. Derzeit sei die Liquidität zwar nicht gefährdet. "Aber wenn es so weiter geht, haben wir im April kommenden Jahres Zahlungsprobleme", so Stabach. Hintergrund der finanziellen Probleme sind die gekürzten TV-Gelder, geringer ausfallende Zuschauereinnahmen und die schlechte Zahlungsmoral einiger Sponsoren.

    Geyer für Gehaltsverzicht

    Deshalb wird in der FCE-Führungsetage immer ernsthafter ein möglicher Gehaltsverzicht aller Angestellten, also auch der Profis, diskutiert. Wenn der Verein einen gangbaren Weg aufzeichnet, um eine mögliche Insolvenz zu vermeiden, wäre ich als Erster dazu bereit. Aber das Problem ist, dass bei einem solchen Verzicht wirklich alle mitziehen müssen, betonte Geyer auf RUNDSCHAU-Nachfrage.


    Ein Sieg gegen Bielefeld kann Energie deshalb gleich doppelt gebrauchen für die Kasse und auch die Tabelle. Denn bei einem Erfolg könnte das Schlusslicht die Rote Laterne an den 1. FC Kaiserslautern weiterreichen. Aber wie groß ist das Fünkchen Hoffnung überhaupt noch angesichts von inzwischen neun Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze? Geyer rechnet nicht in Millimetern oder Zentimetern, sondern in Treffern. Wir müssen endlich wieder mal ein Tor erzielen. Das würde viele Barrieren lösen, glaubt der 58-jährige Coach.


    Jede der neun Saisonniederlagen steht ihm in diesen Tagen förmlich ins Gesicht geschrieben. Geyer leidet und grübelt. Er selbst sei schließlich ein Teil der Mannschaft, und die hat zuletzt bekanntlich erhebliche Probleme, ihre Bundesliga-Tauglichkeit nachzuweisen. Deshalb werden die nächsten Spiele auch für Geyers persönliche Zukunft von entscheidender Bedeutung sein. Hat er noch einmal die Kraft für einen Neuanfang? Der Trainer schweigt.


    Auch, was eine Vertragsverlängerung betrifft. Über mögliche Konsequenzen für den Fall einer Niederlage gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Gäste aus Bielefeld mag er nicht reden. Damit beschäftige ich mich nicht, versichert Geyer. Statt dessen übte er sich in Seelenmassage und versuchte mit reduziertem Training die nötige Lockerheit in die Köpfe und Entspannung in die Körper zu bringen. Auch das übliche Vorbereitungscamp in Burg entfällt an diesem Wochenende. Erst kurz vor dem Anpfiff trifft sich die Mannschaft im Stadion der Freundschaft zur letzten Taktikbesprechung.

    Topic wieder fit

    Cottbuser Hoffnungsträger im Spiel der Hoffnung ist dabei der wieder genesene Marko Topic. Er kehrt nach seiner Gesichtsverletzung aus dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern in den Kader zurück und soll gemeinsam mit Thomas Reichenberger stürmen. Auch der zuletzt gesperrte Radoslaw Kaluzny steht wieder zur Verfügung. Nicht dabei sind dagegen Marco Gebhardt (Entzündung der Patellasehne im Knie) und Ronny Thielemann, der nach Gelb-Rot in Mönchengladbach morgen aussetzen muss.

    Die Spieler, die wir jetzt zur Verfügung haben, müssen es richten, fordert Eduard Geyer und verspricht allen Fans zumindest eines: Die Mannschaft ist willig und wird gegen Bielefeld hundertprozentig Gas geben.

    http://www.lr-online.de

  • NW zum Thema Krach in der Mannschaft

    • heinm
    • 15. November 2002 um 22:16

    „Da gehts auch ums Gewinnen“
    DAS INTERVIEW: DSC-Trainer Möhlmann zum häufigen internen Krach bei Bundesligavereinen

    Bielefeld. Die Fußball-Bundesliga als Krach- und Schießgesellschaft - dieser Eindruck kam in den vergangenen Wochen auf (siehe Kasten). Ist Fußball auch innerhalb einer Mannschaft Kampfsport? Torsten Ziegler unterhielt sich mit Arminias Trainer Benno Möhlmann über Vor- und Nachteile von internen Auseinandersetzungen.

    Bis zu welchem Punkt ist Krach auf dem Trainingsplatz oder in der Kabine hilfreich?

    BENNO MÖHLMANN: Das muss man aus der Situation heraus beurteilen. Grundsätzlich sind Grenzen zu ziehen, wenn persönliche Beleidigungen auftreten oder die Konflikte körperlich ausgetragen werden. Ein gewisses Maß an Aggressivität gehört aber im Training dazu. Da gehts auch ums Gewinnen, um Positionskämpfe innerhalb des Teams und darum, wer am Wochenende auflaufen darf. Die Spieler müssen im Wettkampf ja auch mit gegnerischer Aggression klarkommen, müssen sich durchsetzen.

    Welche Maßnahmen sind geeignet, um Konflikte zu beenden?

    MÖHLMANN: Ich setze meistens darauf, dass die Spieler das unter sich regeln. Das kann dazu führen, dass ich sie gemeinsam zum Laufen schicke, oder ihnen sage, sie sollen mal einen Kaffee zusammen trinken. Wenn die Sache so nicht aufzulösen ist, rede ich mit. Ich versuche aber immer, über persönliche Einsicht zu kommen. Sollten die Gespräche nichts bringen, ist als Sanktion von der Geldstrafe bis hin zum Rauswurf alles möglich.

    Was machen Sie, wenn der Konflikt nicht offen ausgetragen wird?

    MÖHLMANN: Diese Konflikte zu deuten, ist sicher die schwierigere Aufgabe für einen Trainer als einen Zweikampf richtig einzuordnen. Ist etwas einfach nur scherzhaft gesagt, oder trifft man einen Spieler bewusst an seiner empfindlichen Stelle, um ihn zu blockieren?

    Mobbing ist also ein Thema im Profifußball.

    MÖHLMANN: So blauäugig darf man nicht sein anzunehmen, das gäbe es nicht in einer so großen Gruppe.

    Mussten Sie schon einmal einen Spieler rauswerfen, weil er sich nicht einfügte?

    MÖHLMANN: Ich habe das mal beim Hamburger SV gehabt, dass ich dem Vorstand empfohlen habe, einen Spieler zur Winterpause zu verkaufen. Ich bin damit aber nicht durchgekommen, weil der Spieler erst im Sommer gekommen war und eine Million Mark Ablöse gekostet hatte.

    Verglichen mit Ihrer aktiven Zeit - wie hat sich das teaminterne Klima entwickelt?

    MÖHLMANN: Die körperliche Aggressivität war früher schlimmer. Heute laufen subtilere Geschichten ab. Da werden Positionskämpfe schon mal über die Medien ausgetragen, oder da wird versucht, Stimmungen im Umfeld zu beeinflussen.

    Werden Fußballtrainer während ihrer Ausbildung durch den DFB hinreichend für die Lösung von solchen Konfliktsituationen geschult?

    MÖHLMANN: Man hat pro Woche vier Stunden Psychologie während der halbjährigen Ausbildung. Da wird über alle möglichen Situationen gesprochen. Aber mit dem Ernstfall hat das nichts zu tun. Da muss jeder Trainer seinen eigenen Weg finden. Ich habe selbst auch Trainer erlebt, die bei jedem Gespräch von zwei Spielern schon Gruppenbildung fürchteten. Ich mische mich da nicht so oft ein. Auf Dauer kann eine Mannschaft nur funktionieren, wenn sie viele Dinge selbst regelt.

    Nach der Auseinandersetzung der vorigen Woche zwischen Brinkmann, Hain und Sinisterra sagten Sie, vielleicht hätte Arminia gerade das in den letzten Einheiten gefehlt. Gehts bei Ihnen zu ruhig auf dem Platz zu?

    MÖHLMANN: Ich will nicht dazu auffordern, dass jemand den anderen verbal anmacht. Aber gegen harte Trainingsduelle ist nichts einzuwenden. Ich bin der Meinung, dass sich viele Spieler zu früh mit ihrer Position im Team zufrieden geben.

  • NW zum Thema Krach in der Mannschaft

    • heinm
    • 15. November 2002 um 22:14

    Ein bisschen Krach muss sein
    Arminia auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Aggression und Harmonie

    Bielefeld (tzi). Nach 385 Bundesliga- und 32 Europacupspielen kennt Thomas von Heesen die Abläufe in einer Gruppe von Fußballprofis bestens. Auch seine Erfahrungen als Trainer von Arminia Bielefeld und dem FC Saarbrücken helfen ihm bei seiner Urteilskraft. Er sagt: "90 Prozent der Trainingsduelle, die vielleicht auch mit harten Worten oder einer Schubserei fortgeführt werden, sind absolut kein Problem."

    Bei den verbleibenden zehn Prozent müsse der Trainer allerdings "gut aufpassen". Die könnten "gefährlich sein". Früher, als von Heesen noch unter Ernst Happel beim HSV kickte, wurden die Konflikte bei einigen Platzrunden beigelegt.

    "Happel hat uns immer auf fünf Runden geschickt, meistens waren wir nach drei Runden zurück, weil alles geklärt war", erzählt der Geschäftsführer Sport des DSC Arminia. "Solange sowas nicht zwei-, dreimal pro Woche passiert, ist es erträglich", meint von Heesen.

    Dass bei Arminia Bielefeld Ansgar Brinkmann an vielen Auseinandersetzungen beteiligt ist, registriert von Heesen sehr wohl: "Ansgar ist ein impulsiver Typ. Wenn er im Training eins auf die Socken kriegt, braust er schon mal auf. Da droht ja auch keine Rote Karte wie in der Bundesliga. Aber auch für ihn gibts Grenzen, da passen wir auf."

    Beim letzten heftigen Rededuell zwischen Torwart Mathias Hain und Brinkmann, der zuvor den Kolumbianer Jesus Sinisterra verbal angegangen war, sah Trainer Benno Möhlmann den Schuldigen nicht in Brinkmann. Er verhängte eine Geldstrafe gegen Hain. Es sollen 500 Euro gewesen sein. Der Bestrafte ("Die Sache ist für mich abgehakt") hat im Übrigen gar kein Problem damit, wenns im Training hart zur Sache geht.

    "Manchmal staut sich etwas an und dann genügt eine ganz banale Sache, die zur Explosion führt", sagt Hain. Der frühere Fürther erklärt auch den positiven Effekt, der aus diesen Situationen wachsen kann: "Wenn jemand ausrastet, guckt jeder drauf. Derjenige setzt sich dadurch in der Mannschaft selbst so unter einen Druck, dem er Leistung folgen lassen muss. Und vielleicht kitzeln die anderen auch noch ein paar Prozent mehr bei sich raus, wenn sie sehen, dass nicht Larifari trainiert wird."

    Der Konflikt mit Brinkmann hatte allerdings einen ganz anderen Hintergrund. Da wollte Hain nur einem Kollegen helfen, der "zu hart" attackiert wurde. "Wenn ein Spieler wie Jesus, der sich schlecht artikulieren kann und sich im Team auch noch keine Position erkämpft hat, so angemacht wird, gebe ich auch in Zukunft meinen Senf dazu." Dahinter verbirgt sich ein Grundbedürfnis an Harmonie. "Die darf auch nicht zu kurz kommen, sonst geht eine Mannschaft kaputt", sagt Hain.

    http://www.nw-news.de

  • Artikel zum "Schiedsrichterproblem"

    • heinm
    • 15. November 2002 um 22:10

    Roth reagiert

    Volker Roth, Schiedsrichterobmann und jüngst Adressat eines Beschwerdebriefes von DSC-Sportdirektor Thomas von Heesen, hat sich zu den Vorwürfen der häufigen Benachteiligungen der Arminia geäußert: „Die Bielefelder haben keinerlei Grund zur Klage, schon gar nicht, was angeblich leistungsschwache Schiedsrichter anbelangt. Bei den bisher erfolgten Spielansetzungen kamen bei den Begegnungen von Bielefeld bislang neun FIFA-Schiedsrichter zum Einsatz.“

    http://www.nw-news.de

  • Fanartikel bei St. Pauli

    • heinm
    • 15. November 2002 um 16:34

    Moin!

    Ich war in der Mittagspause mal im St.-Pauli-Fanshop (keine Angst, ich konvertiere nicht, war nur für'n Geschenk...) - die haben ja immer richtig lustige Sachen. Neben einem T-Shirt mit dem Aufdruck "Modefan" gibt's gerade ganz neu ein Trikot mit Beflockung "Fehleinkauf". :lol: Find' ich großartig.

    Gruß aus HH
    Hein M

  • Presse Cottbus - Arminia

    • heinm
    • 15. November 2002 um 09:16

    Ronny Thielemann: "Ich möchte trotzdem kein Huhn sein"

    Die FCE-Profis stehen am Tabellenende, treffen das Tor nicht und müssen deshalb jede Menge Kritik einstecken. "Völlig zu Recht", sagt Mittelfeldspieler Ronny Thielemann. Im RUNDSCHAU-Gespräch erklärt der 28-Jährige, wie er mit der anhaltenden Talfahrt des Lausitzer Erstligisten umgeht.

    Mit RONNY THIELEMANN sprach Frank Noack

    Ronny Thielemann, die Vereinsführung möchte den Spielern jetzt das Gehalt kürzen. Sie sind am Sonntag beim 0:3 in Mönchengladbach in der 72. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Haben Sie ihr November-Gehalt verdient oder nicht?

    Natürlich nicht. Ich werde es zurückgeben, denn ich bin ein schlechter Mensch. Aber im Ernst: Solche Äußerungen sind für mich Ausdruck der tiefen Enttäuschung im Verein. Wir alle sind enttäuscht, der Vorstand, der Trainer und wir Spieler. Sie können mir glauben, dass es mir in den Stunden nach dem Spiel und auch am Montag noch richtig schlecht ging. So etwas schüttelt man nicht ab.

    Präsident Dieter Krein hat die Mannschaft mit einem wirren Hühnerhaufen verglichen. Möchten Sie manchmal mit einem Huhn tauschen?

    Nein, ich möchte trotzdem kein Huhn sein. Auch wenn es in diesen Tagen nicht leicht ist, Profi bei Energie Cottbus zu sein. Der Auftritt in Mönchengladbach war ein schlimmer Rückfall, denn in den Spielen davor haben wir wenigstens eine Halbzeit lang halbwegs brauchbaren Fußball gezeigt. Deshalb müssen wir mit der Kritik leben. So ist nunmal das Geschäft. Es steht und fällt mit dem Erfolg.

    Wie fühlt sich der Mensch Ronny Thielemann, wenn er im Fernsehen ansehen muss, dass dem Profi Ronny Thielemann der Ball immer wieder weit vom Fuß springt?

    Im Fernsehen sieht so etwas natürlich amateurhaft aus. Aber wenn wir am Tag danach uns die Videoaufzeichnung anschauen, läuft in meinem Kopf auch der Spielfilm noch einmal ab. Und dann weiß ich eben, dass in dieser Szene bereits der Pass vom Mitspieler einen Tick zu kurz war. Letztlich sind solche Missgeschicke immer eine Kette von Fehlern. Nur: Wenn du das Videoband anschaust, ist es zu spät, anders zu handeln.

    Schauen Sie und ihre Familie überhaupt noch fern oder lesen Zeitung?

    Natürlich, denn wir wollen uns schließlich informieren. Die Zeitungen liegen außerdem in der Kabine aus. Ich bin also stets auf dem neuesten Stand.

    Dann wird ihnen nicht entgangen sein, dass sich die öffentliche Meinung gewandelt hat und auch die Kritik der Vereinsführung an der Mannschaft immer lauter wird. Aus den Helden des Jahres 2000 ist plötzlich schwer trainierbares Spielermaterial (Präsident Dieter Krein) geworden. Was ist mit dem FC Energie passiert?

    Es ist das Recht des Präsidenten, uns zu kritisieren. Zur Öffentlichkeit: Die positive Euphorie nach dem Aufstieg ist offenbar in Enttäuschung, ja Verbitterung umgeschlagen. Das ist normal. Trotzdem hätte ich nicht geglaubt, dass das hier in Cottbus einmal in so drastischer Art und Weise passiert.

    Können Sie die Fans verstehen?

    Na klar, denn die Erwartungen sind ja von Jahr zu Jahr gestiegen. Aber man darf die Realität nicht aus den Augen verlieren. Der Klassenerhalt im ersten Jahr war ein Wunder. Im zweiten Jahr hatten wir Glück, dass viele Mannschaften noch schlechter waren als wir. Und jetzt laufen wir den Erwartungen natürlich meilenweit hinterher.

    Stichwort meilenweit: Möglicherweise stört genau die Art und Weise der jüngsten Niederlagen die Fans.

    Uns stört sie doch auch. Aber kein Profi verliert mit Absicht. Nach dem Schlusspfiff in Mönchengladbach waren wir alle genau so kaputt wie nach jedem anderen Spiel, auch die Trikots waren dreckig wie sonst. Es liegt garantiert nicht am Wollen. Wer uns diesen Vorwurf macht, hat keine Ahnung. Es ist doch nicht so, dass wir in der Woche über auf dem Trainingsplatz nur rumstehen und uns die Bälle zuschieben. Auch der Coach gibt sein Bestes. Unser Problem ist, dass wir die Ansätze aus dem Training im Spiel nicht umsetzen können. Und bereits das erste Gegentor haut uns völlig um.

    Könnte ein Psychologe helfen?

    Keine Ahnung. Ich habe noch nie mit einem Psychologen zusammengearbeitet. Uns kann nur ein Erfolgserlebnis helfen. Dieses Gefühl müssen wir uns zurück erkämpfen, hoffentlich am Samstag gegen Bielefeld. So ein Sieg würde viele Blockaden lösen.

    Hand aufs Herz: Gibt es trotz des eingangs angesprochenen Vergleichs von Präsident Dieter Krein auch weiterhin ein Hühnerei zum Frühstück bei Familie Thielemann?

    Selbstverständlich, denn die Hühner können doch nichts dafür, dass wir Tabellenletzter sind.

    http://www.lr-online.de

  • EX-Armine Bastian Reinhardt

    • heinm
    • 14. November 2002 um 12:40

    Bielefeld: Interview mit Bastian Reinhardt - 14.11.2002 11:43

    "Uns fehlt die Cleverness"

    kicker: Herr Reinhardt, mehrere Male wurde Arminia Bielefeld von den Schiedsrichtern benachteiligt. Nun bezweifelt Torhüter Mathias Hain, dass es richtig ist, diese Fehlentscheidungen fair hinzunehmen. Wird sich das ändern?

    Bastian Reinhardt: Sicher nicht, wir sollten uns weiter auf unser Spiel konzentrieren. Doch fest steht: Wir wurden klar benachteiligt. Nach den Spielen müssen wir an die Öffentlichkeit gehen und Druck ausüben. Bei Dortmund und Bayern wird Riesenwirbel gemacht, und bei der kleinen Arminina nimmt man das hin. Das kann nicht sein.

    kicker: Liegen die Nerven blank?

    Reinhardt: Das will ich nicht behaupten, aber es kann passieren, dass der eine oder andere heftiger auf den Schiedsrichter zugeht.

    kicker: Weil das Spiel in Cottbus so eminent wichtig ist?

    Reinhardt: Wir müssen uns die drei Punkte wiederholen, die wir gegen Nürnberg verloren haben. Diese Niederlage war die bislang bitterste, weil wir das bessere Team waren. Das war nicht häufig der Fall.

    kicker: Doch im Abschluss hakt es.

    Reinhardt: Uns fehlt die Cleverness vor dem Tor. Bei uns gibt es die Tendenz: Vergeben wir unsere ersten zwei Chancen, vergeben wir auch die nächsten leichtfertig. Das war in der Zweiten Liga schon so, das bekommt eine Eigendynamik.

    kicker: Woran liegt das?

    Reinhardt: Wir sind zu hektisch. Das liegt auch an fehlender Erfahrung.

    kicker: Warum sollte also in Cottbus der erste Auswärtssieg gelingen?

    Reinhardt: Weil wir uns spielerisch weiterentwickelt haben. Wir müssen aus dem Nürnberg-Spiel lernen und Killerinstinkt entwickeln.

    kicker: Damit die Lage bis zur Winterpause nicht noch brisanter wird.

    Reinhardt: Wir müssen mit über 20 Zählern überwintern. Das können wir schaffen, weil jetzt Gegner kommen, die nicht im oberen Drittel stehen. Gehen wir in Cottbus in Führung, wird es ganz schwer, uns zu schlagen.

    Interview: Stephan von Nocks
    http://www.kicker.de

  • Wer ist der meist gefoulte Spieler lt. SportBild

    • heinm
    • 14. November 2002 um 09:43

    Fatmir hat selten Vata-Freuden

    Bielefelds Albaner ist der meistgefoulte Spieler der Bundesliga


    VON RAINER KLUSMEYER

    Bielefeld. Die Statistik der Partie gegen den 1. FC Nürnberg belegt den Trend: Beim Gast kassieren Tomasz Kos und Marek Nikl die Gelbe Karte, beide wegen Fouls an Fatmir Vata. Die Datenbank der Sport-Bild bestätigt, was regelmäßige Besucher der Spiele der DSC Arminia Bielefeld längst ahnen. Kein Spieler der Bundesliga wird so oft gefoult wie der Albaner.
    "Mit den vielen Schlägen muss ich leben, auch wenns weh tut. Hauptsache, wir haben als Mannschaft Erfolg", sagt der Dribbler, der bei der Darbietung seiner Künste am Ball allzu oft mit unfairen Mitteln unterbrochen wird. Alle 14 Minuten, so die Statistiker, wird dem 31-Jährigen ein Freistoß zugesprochen. Sein schärfster Verfolger, der Stuttgarter Alexander Hleb, ist nur alle 15 Minuten "dran".

    Den Zeitrekord hält bisher der Belgier Bart Goor, der Vata nach nur drei Sekunden des Hertha-Gastspiels in Bielefeld Vata freistoßwürdig fällte. Fünf Berliner waren am Ende verwarnt, die meisten wegen Fouls an Vata. Jeweils drei Gegenspieler sahen in Kaiserslautern und gegen den HSV aus dem gleichen Grund gelb. Für Jung-Nationalspieler Fabian Ernst von Werder Bremen war beim Saisonauftakt gegen Arminia nach zweifachem unsanften Einsteigen gegen Vata sogar nach nur 52 Minuten frühes Spielende.

    "Wenn wir Stürmer die Bälle flach zugespielt bekommen, dann können wir unsere Stärken einbringen und, wie gegen Nürnberg in der ersten Halbzeit, richtig guten Fußball spielen, der oft nur mit unfairen Mitteln zu unterbinden ist", analysiert Arminias Offensivmann mit der Nummer 10. "Kommen die Bälle nur hoch, dann hat das nichts mit Fußball zu tun", befindet Vata, verärgert über eine "Methode, die uns weder gegen Nürnberg noch beim Pokal-Aus in Oberhausen Erfolg brachte".

    Der albanische Nationalspieler hätte keine Probleme damit, seine Beine ("Die sind nach jedem Spiel grün und blau") in Boden-Zweikämpfen noch öfter malträtieren zu lassen. Denn seine Fähigkeiten, durch geschicktes Einsetzen des kompakten Körpers Freistöße zu provozieren, sieht Vata als Hilfe für die Mannschaft: "Jede Standardsituation kann uns eine Tormöglichkeit eröffnen. Jeder Freistoß aber kann auch eine willkommene Verschnaufpause sein."

    Die meist plumpen Versuche der Gegenspieler, Vata und seinen offensiven Nebenleuten wie Artur Wichniarek oder Ansgar Brinkmann die Lust am Spielen durch knochenhartes Traktieren der Fußwerksgeräte zu nehmen, haben eine kuriose Tabelle produziert: Würden für die Verteilung von Gelben Karten Punkte verteilt, wäre der DSC mit nur zwei "Siegen" (2:0 gegen Bayern München, 5:3 gegen Schalke), vier Unentschieden und sieben größtenteils deftigen "Niederlagen" (1:6 gegen Kaiserslautern, 1:5 gegen Bremen, 0:4 gegen Wolfsburg, 1:5 gegen den HSV) Bundesliga-Schlusslicht.

    "Der Didi hat mich gebeten, auf die andere Seite zu wechseln"

    Ein Spiel aus der langen Reihe von Begegnungen, in denen sein Gegenspieler sich unfairer Mittel bedienen musste, wird Vata nie vergessen: Beim WM-Qualifikationsspiel Deutschland - Albanien in Leverkusen (2:1) erlöste DFB-Teamchef Rudi Völler einen gewissen Dietmar Hamann zur Halbzeit von seinen Leiden. Vata hatte dem Liverpooler mehrere Knoten in die Beine gespielt - natürlich hatte auch Hamann gelb gesehen. "Der Didi ist zwei, drei Mal zu mir gekommen und hat gesagt: Fatmir, wechsel auf die andere Seite", berichtet Vata schmunzelnd, "leider ist Hamann von Rudi vom Platz geholt worden - sonst hätten wir gewonnen."

    Ein bisschen stolz ist Bielefelds Wirbelwind auf die statistische Würdigung. Genauso lieb wäre es Fatmir Vata, wenn sein Name in einer anderen Rubrik auftauchte. "Natürlich will ich endlich mein erstes Tor schießen. Aber wenn ich ein Tor mache und wir verlieren, kann ich genau so gut darauf verzichten. Ich brauche kein Tor zur Bestätigung meiner Leistung."

    http://www.nw-news.de

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