RWO rettet 1:0 auch in Unterzahl
OBERHAUSEN. Mit dem Lieblingsergebnis von Trainer Aleksandar Ristic (1:0) besiegte Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen gestern Abend vor gut 5000 Zuschauern im Niederrheinstadion den Bundesligisten Arminia Bielefeld. Wie beim Erstrunden-1:0 in Siegen war der Australier Sascha Radulovic Schütze des "goldenen Tores". Während Bielefelds Trainer Benno Möhlmann die "mangelnde Laufbereitschaft" seiner Mannschaft kritisierte, frohlockte Ristic: "Wir haben den Rhythmus bestimmt und verdient gewonnen."
Die Gastgeber, die aus ihren sechs Zweitliga-Heimspielen bisher 16 Punkte geholt hatten, begannen sehr zurückhaltend, und das Tor des Tages fiel denn auch fast wie aus heiterem Himmel: Radulovic verwandelte in der 22. Minute eine scharfe Hereingabe von Kapitän Jürgen Luginger.
Nach dem Wechsel warf Bielefeld alles nach vorn, fand aber nicht das richtige Mittel, um die starke RWO-Abwehr zu knacken. Der auch in der Meisterschaft chronisch auswärtsschwache Bundesligist konnte auch kein Kapital aus einer 29minütigen Überzahl schlagen, nachdem der 19-jährige Togolese Mustapha Salifou die Ampelkarte gesehen hatte.
Oberhausens Abwehrschlacht wurde schließlich belohnt, und Möhlmann sah nicht glücklich aus, als er den Rot-Weißen gratulierte: "Wir haben es heute einfach nicht besser verdient, weil wir weder clever noch gut genug für Oberhausen waren." (-ntz/NRZ)
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Radulovic wieder der Matchwinner
Oberhausener Zweitligist bezwingt klassenhöhere Arminia aus Bielefeld verdient 1:0. 27 Minuten in Unterzahl.
Rot-Weiß Oberhausen bleibt im Pokalgeschäft! Vor 5135 Zuschauern bezwang der Fußball-Zweitligist gestern Abend den Bundesligisten Arminia Bielefeld mit 1:0 (1:0) und steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Torschütze war - wie beim 1:0-Erfolg in der ersten Runde über die SF Siegen Sascha Radulovic. Die nächste Runde wird am kommenden Sonntag ausgelost; gespielt wird am 3./4. Dezember.
Mit personellen Überraschungen wartete Aleksandar Ristic auf: Dimtcho Beliakov fehlte verletzt, aber auch Mike Rietpietsch und Anthony Tie´ku mussten zunächst zusehen; dafür waren Hajrudin Catic, Sascha Radulovic und der 19-jährige Mustapha Salifou von Anfang an im Spiel.
Und von Beginn an waren die "Kleeblätter" ausgeprägt um Tempoverschleppung bemüht. Das ergab zunächt ein Bielefelder Übergewicht, das der Gast im ersten Spielabschnitt nicht in Chancen umzumünzen vermochte. Die einzige gefährliche Szene vor dem "Adler-Horst" entsprang einer Dammeier-Ecke, die Diabang mit dem Kopf erwischte - haarscharf am rechten Winkel vorbei (7.).
Bielefeld in Verlegenheit
Die Arminen liefen sich immer wieder mit dem untauglichen Versuch, die RWO-Abwehr durch die Mitte zu knacken, fest. Wie aus heiterem Himmel fiel das 1:0 für die Rot-Weißen: Jürgen Luginger hatte sich rechts durchgesetzt und scharf nach innen geflankt, Sascha Radulovic hielt den Fuß hin, drin! Danach spielten die Hausherren geschickt, hielten den Ball lange in den eigenen Reihen und brachten Bielefeld bisweilen in Verlegenheit. Kurz vor der Pause schloss Radulovic einen von Pawel Wojtala wunderbar eingeleiteten Konter zu überhastet ab, wenig später köpfte Jens Langeneke einen von Dejan Raickovic hereingegeben Freistoß in die Arme von Matthias Hain. Bielefeld war zur Pause mit dem knappen Rückstand tatsächlich bestens bedient.
Rassiger Pokalfight
Benno Möhlmann reagierte und verstärkte nach dem Seitenwechsel mit der Hereinnahme von Vata und Albayrak die Offensive. Das steigerte die technische Qualität der Arminia, aber auch die des Spiels überhaupt. Es ging nun munter und aussichtsreich hin und her, und ein richtig rassiger Pokalfight entwickelte sich, als RWO durch eine unglückliche Entscheidung von Schiedsrichter Thomas Frank in Unterzahl geriet. Salifou - im ersten Durchgang verwarnt - sah zur allgemeinen Überraschung nach einem Fallrückzieher am Mann Gelb-Rot. Zu spielen waren da immerhin noch mehr 25 Minuten, und Bielefeld warf spätestens jetzt natürlich alles nach vorn.
Rot-Weiß lieferte eine famose Abwehrschlacht und ließ kaum etwas anbrennen. Ein Abseitstor neun Minuten vor dem Ende schafften die Ostwestfalen noch, das war`s aber auch schon für die spielerisch und taktisch arg enttäuschenden Gäste. Die Elf von Benno Möhlmann entwickelte keinerlei Ideen, die sich nicht aus ihrer Deckung herauslockenden "Kleeblätter" zu überraschen. Entsprechend groß die Freude beim Zweitligisten, der damit im lukrativen Pokalgeschäft bleibt.
05.11.2002 GUSTAV WENTZ KERSTIN PRASSE (Fotos)