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Beiträge von heinm

  • Hannover droht Punktabzug wegen Bobic's BVB Aktien

    • heinm
    • 25. Oktober 2002 um 09:51

    „Wir sind ja nicht das FBI“

    Besitzt Hannovers Fredi Bobic Aktien von Borussia Dortmund? Wie die Deutsche Fußball-Liga ihre Regeln herunterspielen muss

    München – Der 31. Oktober 2000 war ein besonderes Datum im deutschen Fußball. An jenem Dienstag startete Borussia Dortmund an der Frankfurter Börse die erste Fußball-Aktie in der Geschichte der Bundesliga. Präsident Gerd Niebaum war nach Mainhattan gereist, Manager Michael Meier ebenfalls, und zwei Spieler verteilten bestens gelaunt schwarz-gelbe Trikots an die Börsenhändler auf dem Parkett: Stefan Reuter – und Fredi Bobic. Der Angreifer machte wie viele seiner Kollegen nicht nur Werbung für den Börsengang seines Arbeitgebers Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, sondern witterte auch ein Geschäft. „Ich habe mich mit einem guten Paket eingedeckt und sehe das als langfristige Anlage“, zitierte das Handelsblatt Bobic damals. Wie langfristig Bobic seine BVB-Scheine im Portfolio hielt oder hält, ist jetzt Thema bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Sollte der inzwischen 30-Jährige noch immer BVB-Aktien besitzen, hätte er gegen die Lizenzspielerordnung der DFL verstoßen. Bobic wechselte vor acht Wochen von Dortmund nach Hannover, die Liga-Regeln untersagen den Spielern aber, Aktien von anderen Vereinen als dem eigenen zu erwerben. Eine Erklärung, ob er noch BVB-Aktien besitzt, verweigert Bobic seit zwei Wochen.

    Alle Punkte weg?

    Laut Heribert Bruchhagen, Geschäftsführer der DFL, kam der Stein durch eine Frage des Handelsblatts ins Rollen. Die hätten sich vor vierzehn Tagen erkundigt, ob Bobic seine Anteile an der Borussia verkauft habe: „Ich habe Bobic daraufhin angeschrieben, die Antwort steht noch aus.“ Inzwischen hat auch der kicker Wind von der Sache bekommen und über das Strafmaß spekuliert. Sollte Bobic gegen die Lizenzspielerordnung (LSO) verstoßen haben, wäre ihm zu Unrecht die Spielerlaubnis für Hannover 96 erteilt worden. Im schlimmsten Fall könnten dem Klub, der Bobic unrechtmäßig eingesetzt hätte, all jene Punkte, die er mit Bobic gewonnen hat, abgezogen werden. Hannover holte alle acht Punkte erst nach Bobics Ankunft.

    Ist der Heilsbringer ein Unglücksvogel? Bobic ließ am Donnerstag ausrichten, seine Vermögensverhältnisse seien Privatsache. Den kicker fragte er: „Sollte ich damals Aktien erworben haben, trägt dann die DFL die Verluste bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes?“ Das schwarz-gelbe Papier sank vom Ausgabepreis elf Euro auf 3,74 Euro.

    Bruchhagen findet die Äußerungen Bobics, weil sie auf Besitz von BVB- Aktien schließen lassen, „uncharmant“, er hält die Spekulation über die Dimension des Regelverstoßes jedoch für übertrieben. Noch bevor ein Kontrollgremium sich mit dem Fall befasst hat, fällte er schon mal ein mildes Urteil: „Angenommen, Bobic hat Aktien, dann hat er persönlich gegen einen Punkt der Lizenzspielerordnung verstoßen. Also würde das nur persönliche Sanktionen nach sich ziehen.“ Bruchhagen hat inzwischen immerhin Hannover 96 zu einer kurzfristigen Stellungnahme aufgefordert.

    Dynamik könnte die Sache bekommen, wenn die durch Bobic-Tore unterlegenen Gegner Protest gegen die Spielwertung einlegen. Bei Bayer Leverkusen etwa, das 1:3 gegen 96 verlor, ist das noch nicht abschließend besprochen worden, allerdings sieht Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser wenig Aussichten auf Erfolg. „Selbst wenn die Spielerlaubnis zu Unrecht erteilt worden wäre“, erläutert der ehemalige DFB-Funktionär die Welt der DFL- Paragrafen, „so wäre sie doch erteilt worden. Dann könnte man nur nach dem Verursacher-Prinzip vorgehen, also Bobic oder Hannover 96 bestrafen.“ Brisanter ist die Lage für den SV Werder Bremen, gegen den Bobic zuletzt beim 4:4 zwei Mal traf. Die Bremer sind Konkurrent des BVB an der Tabellenspitze – und gegen den hat Bobic, angeblich wegen eines Muskelfaserrisses, pausiert. Hannover verlor 0:3. „Das hat ein G’schmäckle“, sagt Holzhäuser vorsichtig, „zumal der Muskelfaserriss nach drei Tagen ausgeheilt war.“ Allerdings hält Holzhäuser auch eine Vereinbarung zwischen 96 und Dortmund für möglich, Bobic gegen seinen Ex-Klub nicht einzusetzen. Ein solcher Deal wurde aber nicht publik. Dennoch verzichtet Werder auf einen Protest. Präsidiumsmitglied Klaus- Dieter Fischer sagt: „Wir denken sportlich. Wir hätten das Spiel auf dem Rasen gewinnen können.“

    Hannover 96 hat die Sache dem Anwalt Christoph Schickhardt übergeben. 96-Präsident Martin Kind glaubt, nicht der Verein direkt sei betroffen, schließlich habe die DFL Bobic die Spielerlaubnis erteilt: „Wir kannten den Tatbestand nicht.“ Außerdem könne er sich nicht erinnern, dass der Vertrag einen entsprechenden Passus enthalten habe.

    Da immerhin widerspricht Heribert Bruchhagen. „Jeder Spieler unterwirft sich durch die Unterschrift unter den Lizenzspielervertrag automatisch der Lizenzspielerordnung“, sagt er. Und in der heißt es im Paragrafen 13, Absatz 2g u.a.: „Dem Antrag (auf Spielerlaubnis, d. Red.) ist (. ..) stattzugeben, wenn der Spieler versichert, dass er, weder direkt noch indirekt, über Anteile (...) an lizenzierten Kapitalgesellschaften der deutschen Lizenzligen verfügt und solche Anteile (...) während der Dauer des Vertrags auch nicht erwerben wird.“ Anteile am eigenen Arbeitgeber sind erlaubt.

    Hunderttausend Aktien

    Dumm ist nur, dass die DFL keine Handhabe hat, die Einhaltung ihrer Spielordnung in diesem Punkt zu überprüfen – Bankgeheimnis. „Wir sind ja nicht das FBI“, sagt Heribert Bruchhagen. Der DFL-Funktionär möchte Bobic auch keine Spielmanipulation unterstellen: „Das ist ja der schlimmste Vorwurf, den man machen kann.“ Eher glaubt er, der Spieler habe seine Aktien „fahrlässig“ zu lange im Depot gehalten. Ohnehin sei der Aktien-Paragraf allein „aus sporthygienischen Gründen“ aufgenommen worden, also eine moralische Größe.

    Nun wird Bobic hoffen, dass diesmal wenigstens das Bankgeheimnis hält und sein Depot tabu bleibt. Seine Bankauszüge zu BVB-Zeiten blieben es nicht. Durch eine Indiskretion geriet sein Gehalt in die Öffentlichkeit: 325575, 45 Mark – im Monat. Davon könnte man heute fast hunderttausend BVB-Aktien kaufen.

    Ralf Wiegand/Jörg Marwedel


    ------------------------------
    Aktien als Totoscheine

    Von Ralf Wiegand

    Die Börse, glaubte der Fußball einst, als die Börse noch ein Ort der wundersamen Geldvermehrung war, die Börse also wird unser großes Glück sein. Als erstes wagte sich Borussia Dortmund aufs Finanzparkett und rutschte aus: Kurs um mehr als 70 Prozent eingebrochen, falsche Werbung eingestanden. Die Anleger hätten das Papier eher als Totoschein denn als Finanztitel eingeschätzt, grummelte Manager Michael Meier kürzlich. Keiner der Konkurrenten folgte bisher den schwarz-gelben Pionieren.

    Dass an der Börse nicht nur Geld verbrannt wird, sondern bisweilen auch die Ehrlichkeit, ist nicht neu. Genügend Fälle von unstatthaftem Insiderhandel flogen auf, betroffen waren nicht nur Manager, sondern zum Beispiel auch Wirtschaftsjournalisten. Es ergibt also durchaus Sinn, dass sich die Deutsche Fußball-Liga vorbeugend Paragrafen in die Regeln schrieb, nach denen sich ein Verein nicht beim anderen einkaufen darf und auch die Spieler nicht Aktien ihrer Gegner halten sollen. Damit das Wertpapier nicht wirklich zum Totoschein verkommt.

    Die Sache mit Fredi Bobic, ob er nun Aktien hält oder nicht, wirft aber ein schlechtes Licht auf die gute Absicht: Schon beim kleinsten, beim allerersten Anlass, über Sinn und Unsinn der Aktien-Regel zu diskutieren, stolpert die DFL. Spielmanipulation? Iwo! Aufklärung des Falles? Uiuiui, gaaanz schwierig. Konsequenzen? Na, mal sehen.

    Dabei ist die Lage pikant, sehr pikant sogar. Bobic schoss gegen Werder Bremen zwei Tore, zuvor gegen Dortmund spielte er nicht, wegen einer anschließend rasend schnell verheilten Verletzung. Am Ende fehlen Bremen vielleicht diese zwei Punkte, um Dortmund aus dem internationalen Wettbewerb zu drängen. Bobic, falls BVB-Aktienbesitzer, hätte alles richtig gemacht.

    Das ist natürlich eine wilder Ritt ins Land der Phantasie, aber gerade im Sport gibt es kein Tabu, das nicht gebrochen wird. Bobic muss die Sache aufklären, am besten schnell.

    http://www.sueddeutsche.de

  • Ex-Armine Erhan ALBAYRAK...

    • heinm
    • 24. Oktober 2002 um 21:53
    Zitat

    Der Vater von dem Sohn ist Inder und die Mutter Deutsch oder???? Der Sohn studiert glaube ich und ist ziemlich groß.

    Das stimmt. Von dem Hund weiß ich nichts. Der Sohn ist auf jeden Fall ein Freund meiner Freundin... scheint derselbe zu sein!

    Gruß
    Hein M

  • Presseschau vor dem Spiel Arminia - HSV

    • heinm
    • 23. Oktober 2002 um 17:55
    Zitat

    Wisst doch bestimmt nen paar liedchen über unsere Freund vom HSV, die die Paulis immer benutzen um sie n bissel anzustacheln, oder?

    Ja neeeh... aus lokalen Fußballstreitigkeiten halte ich mich lieber raus. Arminia oder nix! :o)
    Hab' gerade mal 'n büschen gesurft, aber ich finde auch nichts bzgl. Paulianer Spottgesänge über den HSV. Wenn mir noch was übern Weg läuft, poste ich aber sofort Bescheid.

    Gruß
    Hein M

  • Presseschau vor dem Spiel Arminia - HSV

    • heinm
    • 23. Oktober 2002 um 12:44

    Jo, da raucht's wirklich momentan! Wollen wir nur hoffen, dass Arminia nicht wieder in alte Gewohnheiten verfällt, am Boden liegende Gegner aufzubauen... ;o)

    Gruß
    Hein M

  • Presseschau vor dem Spiel Arminia - HSV

    • heinm
    • 23. Oktober 2002 um 10:22

    HSV-Geflüster | 23.10.2002
    Barbarez: Sein Berater hört sich um …
    »Ist doch klar, dass ich sauer bin« / Jara: Schluss mit der »Bankaffäre«! / Ledesma hat Fieber

    Sein Ärger ist noch nicht verraucht. Sergej Barbarez ist entsetzt über die Art und Weise, wie Details der Vertragsverhandlungen mit dem HSV in der Öffentlichkeit lanciert wurden (die MOPO berichtete). „Wir machen jetzt erst mal ein bisschen Pause“, sagt der Bosnier im Hinblick auf weitere Gespräche. Wer mich ärgert, den ärgere ich auch …

    Erstmals spricht Barbarez darüber, wie tief der Frust nach der letzten Verhandlungsrunde saß. „Mein Berater hat mir grob gesagt, wie es aussieht. Über Zahlen haben wir da gar nicht groß gesprochen. Am nächsten Tag lese ich sie dann in der Zeitung. Ist doch klar, dass ich da sauer bin.“ Seitdem hat sich der Nationalspieler nicht mehr mit der verbesserten Offerte des HSV (2,3 Millionen Euro pro Jahr) befasst. Vielmehr hört sich Jörg Neubauer auch bei anderen Vereinen um. „Bestimmt macht er das“, so Barbarez. Wenngleich der HSV tendenziell noch immer gute Karten hat.

    Nichts mehr hören will Kurt Jara in Sachen „Bankaffäre“. Der Trainer möchte Busfahrer und Betreuer Jürgen Ahlert weiterhin auf der Bank sehen, Masseur Frank Adam dahinter (die MOPO berichtete). Doch „Kult-Kneter“ Hermann Rieger ist deswegen alles andere als glücklich, suchte gestern das Gespräch mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Jedes weitere Wort darüber ist zu viel“, schimpft indes Jara. „Ich habe eine Aussage gemacht, dazu stehe ich. Alles andere hat die Vorstandsetage zu klären.“ In Ochsenzoll jedenfalls gehen alle wie gewohnt ihrem Job nach. Doch das Klima ist total vergiftet. „Dieser Zustand ist kaum noch auszuhalten“, sagt einer der Beteiligten.

    Viele Wehwehchen plagen den HSV derzeit. Gestern musste Cristian Ledesma mit Fieber zum Arzt. Raphael Wicky, Stephan Kling und Christian Rahn absolvierten vormittags eine Laufeinheit. Sergej Barbarez arbeitete im Kraftraum. „Alle dürften bis Sonnabend fit sein“, denkt Jara. Nur Roda Antar (Lauftraining) und Mehdi Mahdavikia werden in Bielefeld auf jeden Fall fehlen. Der Perser muss nach seinem Hexenschuss das Bett hüten.

    Übrigens: Dr. Helmut Fleischer (Hallstadt) wird die Partie auf der „Alm“ leiten.


    --------------------------------------
    Ingo Hertzsch | 22.10.2002
    Gut genug für Rudi, zu schlecht für Jara
    Von Simon Braasch

    Reservistenfrust: Auch in Bielefeld droht »Inge« die Bank / Fukal-Wechsel derzeit kein Thema mehr

    Es hätte eine richtig runde Woche werden können. Gut tat es, sich im Kreise der Nationalmannschaft bewegen zu dürfen. So was bringt einen persönlich weiter, sorgt zudem für eine gestärkte Lobby im Verein. Doch dann kam alles ganz anders: Ganze vier Minuten durfte Ingo Hertzsch gegen Möchengladbach ran. Als Einwechselspieler. Um den 1:0-Erfolg zu sichern. Gut genug für Rudi Völler, zu schlecht für Kurt Jara – eine merkwürdige Situation für den Abwehrspieler. Oder ist sein Abschied auf Raten bereits eingeleitet worden?
    Hertzsch, danach sieht es aus, wird den Verein am Saisonende verlassen. Das letzte Angebot des HSV für eine Vertragsverlängerung ist dem 25-Jährigen bei weitem nicht lukrativ genug. Nun sucht Berater Jörg Neubauer nach einer Alternative – und verfolgt das Spielchen um Hertzsch mit Argusaugen. Er habe es sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass sein Klient „doch ein wenig überraschend“ nicht in der Anfangsformation stand. Aber: „Ich sehe es jetzt erst mal noch nicht so dramatisch. Zumal diese Entscheidung Ingo gegenüber ja auch begründet wurde.“

    Tatsächlich beruhigte Kurt Jara Hertzsch vor der Partie, machte taktische Gründe für seine Nicht-Nominierung verantwortlich. „Das muss ich dann auch so akzeptieren“, betont der Manndecker. Nur: Es gibt für Jara keinen Grund, seine Abwehrformation am Sonnabend in Bielefeld zu ändern. Und aus Hertzsch’ „taktischer“ Reservistenrolle könnte schnell ein fester Bankplatz werden …

    Gegen eine schnelle Rückkehr des Nationalspielers in die Stammelf spricht insbesondere die rasant ansteigende Formkurve seines direkten Konkurrenten Milan Fukal. Der Tscheche war gegen Gladbach bester Hamburger, gewann fantastische 76 Prozent seiner Zweikämpfe – und ist zunächst einmal gesetzt. Nur wenn Jara auf der „Alm“ eine defensivere Taktik wählt, Fukal ins Mittelfeld zieht, wäre ein Posten für Hertzsch frei.

    Überhaupt haben sich die Vorzeichen geändert. Stand ein möglicher Abgang des Tschechen in der Winterpause kürzlich noch zur Debatte, sind dessen Aktien nun sprunghaft gestiegen. „Ich habe immer gesagt, dass es jeder Spieler selbst in der Hand hat, Akzente zu setzen“, meint Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Wir sind im Moment mit Milan sehr zufrieden.“ Der hatte ohnehin seine eigene Meinung: „Es ist egal, was mein Berater oder was der Verein sagt. Wenn ich den Klub nicht wechseln will, dann mache ich es auch nicht. Ich entscheide.“ Und derzeit läuft ja alles wie geschmiert.

    Des einen Freud ist des anderen Leid – Hertzsch, so sieht es aus, steckt in der Warteschleife. Auch Bayer Leverkusen, wo er im Vorjahr eine noch immer gültige Absichtserklärung unterschrieben hat, zeigt kein sonderlich großes Interesse mehr an einer Verpflichtung. Kein Wunder, dass sich der Abwehrspieler – derzeit Stammgast bei Rudi Völler – irgendwie im völlig falschen Film wähnt …


    -------------------------------------
    HSV-Geflüster | 22.10.2002
    Barbarez stinkesauer – folgt er jetzt Butt?
    Veröffentlichung des Gehalts sorgt für dicke Luft

    Da hat sich der HSV ja mal wieder ein schönes Ei ins Netz gelegt … Noch immer hat sich Sergej Barbarez nicht erklärt, ob er das stark verbesserte Angebot des Vereins für eine Vertragsverlängerung annehmen will. Der Bosnier ist stinkesauer, dass die Gehaltszahlen (angeblich 2,3 Millionen Euro pro Jahr) gezielt in der Öffentlichkeit lanciert wurden. „Das hat Sergej überhaupt nicht gefallen“, so sein Berater Jörg Neubauer. „Ganz gewiss war das für den weiteren Verlauf der Verhandlungen nicht förderlich.“ Gut möglich, dass der Offensivmann nun seine Schlüsse zieht – und die Zelte in der Hansestadt abbricht! Er würde damit auf den Spuren Jörg Butts wandeln, der im Jahre 2000 wegen ähnlicher Indiskretionen nach Leverkusen wechselte.
    „Wir werden jetzt noch ein Stück weit warten“, meint Neubauer. „Um weitere Gespräche zu führen, müssen die Emotionen erst mal raus sein.“ Eine gefährliche Situation für den HSV. Denn nach wie vor buhlt der VfL Wolfsburg um den Nationalspieler – und weiß nun nur zu genau, wo die finanzielle Messlatte liegt …

    Offen ist auch noch, wann Barbarez wieder für den HSV auflaufen wird. Heute wird der 31-Jährige ein Lauftraining durchführen, testen, ob sein lädiertes Knie hält. „Geht es gut, könnte er am Mittwoch mit dem Balltraining beginnen“, sagt Vereinsarzt Oliver Dierk. Wenn nicht, wird es wohl nichts mit einem Auftritt am Sonnabend in Bielefeld.

    Schlechte Karten hat diesbezüglich auch Mehdi Mahdavikia. Immerhin: Der unter einem Hexenschuss leidende Perser durfte das AK Barmbek gestern wieder verlassen, soll möglichst zum Ende der Woche ins Training einsteigen. „Aber was einen möglichen Einsatz in Bielefeld angeht, wird es sehr eng“, weiß Doc Dierk.

    Unter Dach und Fach ist die Teilnahme des HSV am Kieler „Budenzauber“. Auch St. Pauli, der VfB Lübeck, Werder Bremen und Gastgeber Holstein werden am 6. Januar in der Ostseehalle dabei sein.

    http://www.mopo.de

  • Presseschau vor dem Spiel Arminia - HSV

    • heinm
    • 23. Oktober 2002 um 10:12

    Hamburger Abendblatt:

    Der HSV bringt sich in Bedrängnis
    Hackmann gibt Indiskretionen im Fall Butt zu - Barbarez stoppt Verhandlungen

    Hamburg - Ob er in Bielefeld am Sonnabend spielen kann? "Klar", sagt Sergej Barbarez, der noch an einer Bänderdehnung laboriert, und lächelt dann: "Es ist schon wieder besser." Einer der wenigen freudigen Momente des Bosniers, dessen Vertragsverhandlungen beim HSV so abrupt unterbrochen wurden.

    Lächeln kann der Stürmer über seine Vertragssituation nicht. Stets um Diskretion bemüht, wollte er vermeiden, dass in der Öffentlichkeit sein mögliches neues HSV-Gehalt diskutiert wird.

    War wohl nichts. Denn trotz aller schnell getroffenen Vertrauensbekundungen der Gesprächspartner kam es anders. Nur einen Tag nach der Verhandlung musste der Bosnier morgens am Frühstückstisch die detaillierten Zahlen aus der Zeitung erfahren. Der HSV, der spätestens seit den gescheiterten Verhandlungen mit Torhüter Jörg Butt bei den Spielern jegliches Vertrauen verspielt hat - auch damals gelangten genaue Zahlen an die Öffentlichkeit - hat sich erneut durch sein unprofessionelles Verhalten in Bedrängnis gebracht. "Mit derartigen Indiskretionen schadet der Verein nicht nur dem Spieler, sondern sich selbst auch", sagt Barbarez-Berater Jörg Neubauer, dessen Klient am Erscheinungstag seiner Vertragsinhalte jegliche Verhandlungen stoppte. Dass nicht der Berater selbst die besagten Zahlen lancierte, erscheint logisch. Neubauer: "Der Druck von außen auf den Spieler wächst dadurch doch nur." Der Berater schaut sich jetzt sogar nach einem anderen Verein um. "Das ist ja seine Aufgabe", sagt Barbarez, der gleichzeitig betont, bei einem passenden Angebot in Hamburg bleiben zu wollen.

    Dennoch stellt sich mal wieder die Frage, wer beim HSV geplaudert hat. Fakt ist: Die besagte Verhandlung fand telefonisch mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer statt, der die Zahlen vorher nur mit den Vorstandskollegen Werner Hackmann und Christian Reichert abgestimmt hatte. Dem Aufsichtsrat waren die Zahlen nicht bekannt.

    Wer wars? Die Vorstandsmitglieder dementieren. Beiersdorfer: "Die Zahlen sind nicht identisch. Wenn das der Fall gewesen wäre, hätten wir uns ernsthaft Sorgen machen müssen. Ich glaube auch nicht, dass von uns jemand Interesse haben könnte, so etwas zu lancieren." Auch Hackmann dementiert: "Aus dem Vorstand sind keine Zahlen öffentlich gemacht worden. Es sind Spekulationen."

    Dennoch ist das Vertrauensverhältnis zwischen einem verhandelnden Spieler und dem Vorstand seit dem Fall Butt angespannt.

    Und das zu Recht. Denn dort gab es, wie das Abendblatt jetzt erfuhr, tatsächlich die vom Verein damals stets heftig dementierten Indiskretionen. Butt hatte in Verhandlungsrunden mit dem damaligen Trainer Frank Pagelsdorf, dem damaligen Sportchef Holger Hieronymus und Hackmann um Verschwiegenheit gebeten. Trotzdem wurden Inhalte öffentlich.

    Der Torhüter brach die Verhandlungen daraufhin enttäuscht ab und wechselte unter den Pfiffen der von den Dementis des HSV getäuschten Fans zu Bayer Leverkusen. Heute gibt Hackmann zu: "Ja, es gab Indiskretionen im Fall Butt", und grenzt den Kreis der Verdächtigen sogar ein: "Aber nicht aus dem Vorstand." Es sei jemand gewesen, der heute nicht mehr für den HSV arbeitet. Klar, wen er damit meint . . .

    erschienen am 23. Okt 2002 in Sport
    http://www.abendblatt.de

  • Ex-Armine Erhan ALBAYRAK...

    • heinm
    • 23. Oktober 2002 um 09:45

    Ihr seid aber nicht zufällig mit einem weiteren Halbinder verwandt, der an der Melanchthonstraße in Bielefeld genau hinter der Alm wohnt, aber aus unerfindlichen Gründen nicht auch Armine geworden ist!?

    Grüße aus Hamburg
    Hein M

  • DSC vs. Hamburger SV

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 20:52
    Zitat

    Sei ehrlich, ihr wohnt alle in der Bielfeldstraße...

    Hihi, tscha nun, da haben wir alle gesucht, aber die war schon vollkomenn von verzweifelten Ex-HSV-Anhängern belegt... ;o)
    Aber das mit den E's kriegen wir auch noch hin, denn bislang wohnen wir in der Hckschstraß, der Gärtnrstraß bzw. dem Grandwg. Wie man sieht, gibt's da noch einiges zu tun...

    Gruß
    Hin M ;o)

  • Fliegende Schweine

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 19:11
    Zitat

    Von daher hätten "Fliegende Schweine" Koordinationsprobleme im Luftverkehr ;)

    Wieso? Seh ich nicht ein. Die müssen doch einfach nur hoch genug fliegen, die Schweine. :o)

    Hein M
    Jünger der :Hail: fliegenden Schweine

  • Ex-Armine Erhan ALBAYRAK...

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 11:58

    Ich meine dazu, dass das nur Gerüchte sind, auf die man nicht viel geben sollte. Und eigentlich weder weiterverbreiten...

    Zitat

    ist der erhan jetzt gereifter, würde sowat noma passieren?

    ...noch mit Fragen versehen sollte, die annehmen lassen, dass man das für wahr hält und dann auf dieser Grundlage eine Diskussion führen... oder? Bringt das irgendwem was?

    Gruß
    Hein M

  • Stellungnahme zu den Vorwürfen der Fakerei und der Geldmacherei

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 10:51
    Zitat

    Ich weiss nicht, ob ich noch viel zu U-Haft hier erklären muss, nur soviel, das U-Haft eigentlich nicht sehr lange im Offiziellem Forum tätig war, bezeichnender Weise eigentlich erst etwas später als die Horst-Rheihe, die dann ja komplett gelöscht worden ist auf der off.Seite!

    Also, ich halte alle diese Verdächtigungen für ziemlichen Quatsch. DSC4evers Stil und Wortwahl sind meiner Auffassung nach deutlich anders als die der multiplen Nicker. Das gleiche gilt für U-Haft - wenn viele seiner Sachen auch provokant waren (besonders zu Anfang), gibt es außer dem zeitlich mehr oder minder gemeinsamen Auftritt keinen Grund für irgendwelche Vermutungen. Denkt immer dran: In dubio pro leo! ;o)

    Gruß
    Hein M

  • Torwartlegende Mathias Hain

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 09:39
    Zitat

    Merkel entschuldigt sich

    Wo denn?

    Gruß
    Hein M

  • Ex-Armine Ansgar Brinkmann

    • heinm
    • 22. Oktober 2002 um 09:38
    Zitat

    Ja, aber was soll er auf der Eisbahn gemacht haben?

    Das war doch die Geschichte mit Vanni, nachts in Gütersloh (Gütersloh, ihr habt so wenig Geld!!!), wo die beiden angeblich mit einem Eisbahnwachmann aneinander geraten sind.

    Gruß
    Hein M

  • Tach zusammen!!!!

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 16:34

    Moin moin, alter Bembelschwenker! ;o)

    Willkommen im neuen Forum! Ist wirklich angenehm hier - besonders im Vergleich zu den Zuständen, die zuletzt im offiziellen herrschten. Und was zu lachen gibt's auch: Lies einfach nur mal den Thread namens "Fliegende Schweine" im Off-Topic-Bereich! Ich lag am Boden... :oD

    Im übrigen hoffe ich, dass es Dir und den Deinen gut geht. Und natürlich, hier öfter mal was von Dir zu lesen.

    Viele Grüße aus Hamburg
    Hain M (zur Feier des Helden des Spieltags mal mit A)

  • WAZ: Die Dortmunder Rüben sind nicht ganz klar

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 12:34

    Amoroso sorgt in Dortmund schon wieder für Ärger
    Trainer und Mitspieler kritisieren den Torjäger

    Von Oliver Müller
    Dortmund - Matthias Sammer hatte Mühe, seinen Ärger zu unterdrücken. "Alles, was ich jetzt noch sagen würde, wäre falsch", wehrte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Arminia Bielefeld alle weitergehenden Nachfragen ab: "Aber es ärgert mich, dass ich es nicht geschafft habe, die Mannschaft in der 14-tägigen Spielpause auf den Punkt genau einzustellen. So selbstkritisch bin ich. Und ich hoffe, dass ich nicht der einzige bin." Auf solche Eingeständnisse wartete Sammer bei seinen Profis aber vergebens, statt dessen gerieten die sich in die Haare.

    Besonders Torjäger Marcio Amoroso, der einen Stammplatz gefordert hatte, zog sich den Zorn der Kollegen zu. "Ich bin sauer, dass nicht mit dem letzten Willen versucht worden ist, Tore zu schießen", schimpfte Nationalspieler Torsten Frings über den Brasilianer, der in dieser Saison zwar erstmals von Beginn aufgeboten, aber nach einer pomadigen Vorstellung in der 82. Minute ausgewechselt worden war: "Bei uns werden vorn die Chancen vergeben, und dann läuft er auch noch grinsend zurück. So kannst du kein Spiel gewinnen."

    Der Torschützenkönig der Vorsaison ("Ich muss mehr als 60 Minuten spielen") blieb den Beweis seiner Klasse schuldig. Amoroso war harmlos vor dem Tor und ließ Zweifel an seiner Einstellung wachsen: Ein Frustfoul an Bielefelds Ansgar Brinkmann und eine Schwalbe, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde, hätten zu einem Platzverweis führen können. "Hey, Zauberer", nahm sich Brinkmann den teuersten Einkauf in der Bundesligageschichte bereits auf dem Platz vor, "du kannst alles an der Pille, du hast so etwas doch gar nicht nötig."

    Mit Unverständnis reagierte auch Sammer, weil der Brasilianer beleidigt ist, obwohl der Trainer ihn nach seiner auskurierten Achillessehnenentzündung behutsam aufbauen will. "Wenn ich den Reservisten begründe, warum sie nicht spielen, schauen sie mich treu und brav an und tun so, als ob sie verstanden hätten. Aber nur eine Minute später haben sie ihr Telefon in der Hand und weinen sich aus."

    Nach zuvor fünf Siegen in Folge hat sich zudem der Schlendrian eingeschlichen, "das war an unserer Spielanlage, an der ganzen Art und Weise unseres Auftretens zu sehen", schimpfte Sammer. Speziell in der zweiten Halbzeit, als spielerisch nicht mehr viel lief, gab es auf dem Platz gegenseitige Schuldzuweisungen. "Das sind gute Gradmesser", analysierte Sammer: "Wenn der eine den anderen ansprechen will und der nicht reagiert, sieht man, dass irgendwas nicht stimmt."

    Eine gefährliche Entwicklung vor den richtungsweisenden Spielen morgen gegen den PSV Eindhoven in der Champions League sowie in der Bundesliga am Samstag beim punktgleichen Verfolger Werder Bremen. Die guten Ausgangspositionen in beiden Wettbewerben könnten in Gefahr geraten, fürchtet Manager Michael Meier: "Wir sollten lernen, das, was wir uns erarbeitet haben, nicht leichtfertig aus der Hand zu geben."

    http://www.welt.de

  • Neuzugänge

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 12:21

    Wenn's das Como ist, was man passiert, wenn man durch den Gotthard und durchs Tessin nach Italien fährt, liegt's gleich in Norditalien am Comer See. Comisch, nicht?! ;o)

    Gruß
    Hein M

  • WAZ: Die Dortmunder Rüben sind nicht ganz klar

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 12:15

    Dortmund – Bielefeld 0:0
    Knarzen und Malmen

    Dortmund – Der Gradmesser für die Verstimmtheit von Matthias Sammer ist noch immer die Anzahl der Worte, die er nach Spielen sagt. Und am wenigsten sagt Sammer, wenn ihm selbst noch nicht klar ist, was schief läuft – und welchen Anteil womöglich er selbst daran hat. „Für die Art, wie wir hier Fußball gespielt haben“, greinte Borussia Dortmunds Trainer, „hatten wir keinen Sieg verdient.“ Und eigentlich hätte er da schon die Kommentierung des 0:0 gegen Arminia Bielefeld einstellen mögen.

    Meister Dortmund lieferte eine weitere Version des bereits bekannten Spiels ab: Defensiv steht die Mannschaft gut, im Spielaufbau dagegen knarzt und malmt es und vorne werden die wenigen, mit allzu viel Aufwand erkämpften Chancen wie beim Kinderfußball vergeben. „Fußball ist einfach“, sagt BVB- Torwart Jens Lehmann, „wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen.“ Als Dortmunder Trend nach einem Viertel der Saison fällt also als Quintessenz auf: Oft ist dem spielerisch vermeintlich so stark besetzten Spitzen-Ensemble erst durch Beharrlichkeit und Energie in der Schlussphase ein Tor gegen massierte Abwehrreihen gelungen. Manchmal, wie gegen Bielefeld, gelingt dies nicht – und dann sind auch keine anderen spielerischen Mittel zur Verfügung, um einen biederen Gegner aus den Angeln zu heben.

    An der vielleicht etwas zu bärbeißigen Defensiv-Philosophie gibt es schon seit Wochen leise grummelnde Kritik in der Mannschaft. Diesmal meldete sich Nationalspieler und WM-Held Torsten Frings, einer der wachsten Dortmunder, mit der Einschätzung: „Es ist gegen einen Gegner wie Bielefeld einfach zu wenig, immer bis zur letzten Minute auf ein einziges Tor zu warten.“ Auch das Grummeln über die bescheidenen Torjäger-Qualitäten Jan Kollers nimmt seit Wochen zu. Koller gefällt als selbstloser Helfer in der BVB-Abwehr, beschränkt sich aber in seiner eigentlichen Mittelstürmer-Rolle meist auf das Weiterleiten hoher Bälle auf die Mitspieler. Druck auf das Tor geht von ihm kaum aus. Zudem musste der BVB-Anhang mit ansehen, dass der erstmals wieder von Anfang an aufgebotene Torschützenkönig Marcio Amoroso noch immer nur einen Bruchteil seiner Leistungsfähigkeit aufbringen kann.

    So muss sich Matthias Sammer vor dem Champions-League-Spiel gegen Eindhoven am Dienstag weiter die Frage stellen, ob nicht die Akzentsetzung auf die Defensive in allen Mannschaftsteilen zu weit geht. Bisher hat Dortmund so zwar noch kein Ligaspiel verloren – aber spielerisch gefallen hat der BVB ebenfalls noch nie. Obwohl Sammers Teams personell eingespielt sein sollte, macht sie in dieser Saison noch den Eindruck einer Baustelle. Schwerwiegend war nach diesem 0:0 jedoch nur eines: Nationalverteidiger Christoph Metzelder musste mit Nasenbeinbruch das Feld räumen. Die Nase wurde operativ gerichtet. Für das Spiel gegen Eindhoven, das im Falle eines Sieges Dortmund schon in die nächste Runde bringen würde, fällt Metzelder allerdings aus.

    Freddie Röckenhaus
    http://www.sueddeutsche.de

  • WAZ: Die Dortmunder Rüben sind nicht ganz klar

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 12:12

    Eine glatte Note "6" für Amoroso - Ewerthon versiebte beste Chancen

    (wiwi) Die Bestnote beim 0:0 gegen Bielefeld verdiente sich Jens Lehmann. Mit einer glatten "6" bewerten wir Amorosos Auftritt. Der BVB in der Einzelkitik:

    Lehmann: Tolle Reflexe gegen Diabang und Wichniarek. Spielt seit Wochen auf höchstem Niveau. Note 2 Evanilson: In der ersten Halbzeit drängte er seinen Gegenspieler Albayrak in die Defensive. Im zweiten Durchgang in erster Linie passiv. Von ihm gingen zu wenig Impulse aus. 4 Metzelder: Nach seiner Verletzungspause keineswegs souverän. Ihm unterliefen einige Stellungsfehler. Schied in der Pause mit einem Nasenbruch aus. 4 Wörns: Auch er hatte vor allem in der ersten Halbzeit einige Probleme. Steigerte sich aber und war stärkster Abwehrspieler. 3,5 Dede: War wohl heilfroh, als Brinkmann in der 65. Minute ausgewechselt wurde. Bielefelds "weißer Brasilianer" bereitete ihm einen ungemütlichen Nachmittag. Erst danach kam Dede besser zur Geltung. 4 Reuter: Als "Staubsauger" vor der Abwehr wertvoll für die Mannschaft. Dass er sich nicht für die Kreativabteilung bewirbt, weiß man nicht erst seit Samstag. 3,5 Frings: Von drei klaren Einschussmöglichkeiten in der Anfangsphase hat er keine genutzt. Aber er ließ sich nicht entmutigen, kurbelte das Spiel an und arbeitete vorbildlich. In der Schlussphase verließen ihn die Kräfte. 2,5 Rosicky: Als er ausgewechselt wurde, ging nichts mehr bei Borussia. Er legte vorher einige Verschnaufpausen ein. Aber wer sagt ihm endlich, dass seine Standards (Freistöße und Ecken) verbesserungsbedürftig sind? 3 Ewerthon: An diesem Nachmittag Borussias "Chancen-Tod". Produziert mitunter auch zu viel Firlefanz. Es spricht für ihn und seine Laufbereitschaft, dass er häufiger als jeder andere in beste Einschuss-Position gerät. 4 Koller: Man spürte, dass er auf Tschechiens Länderspiel-Tour Kraft gelassen hat. Er rieb sich wieder auf für die Mannschaft, obwohl sich Bielefelds Reinhardt gut auf ihn eingestellt hatte. 3,5 Amoroso: Eher Hemmschuh als Offensiv-Verstärkung. Spielte undiszipliniert und konnte seine körperlichen Defizite nicht kaschieren. Bleibt in dieser Verfassung Top-Kandidat für die Joker-Rolle, aber nicht für die Anfangs-Formation. 6 Madouni: Löste Metzelder ab. In der Abwehrarbeit sehr aufmerksam, doch in der Spieleröffnung unterliefen ihm einige Fehlpässe. 3

    20.10.2002
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  • WAZ: Die Dortmunder Rüben sind nicht ganz klar

    • heinm
    • 21. Oktober 2002 um 12:09

    WAZ: Die Dortmunder Rüben sind nicht ganz klar

    WAZ Dortmund. Borussia Dortmund blieb auch am neunten Spieltag der Bundesliga ungeschlagen. Das 0:0 gegen Arminia Bielefeld war für den BVB jedoch wie eine Niederlage. Und wie es häufig vorkommt nach Niederlagen: Es gab Ärger.

    Die Anzeigetafel weckte Begehrlichkeiten. Mit jeder Einblendung des Zwischenstandes von der Partie Hannover gegen Bremen wurden sie größer. Ach, hätte man doch den Nachmittag im AWD-Stadion zu Hannover verbringen dürfen. Acht Tore wurden dort geboten, packender Fußball mit dramatischen Zügen.

    Den 68 800 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion blieb der Ortswechsel natürlich verwehrt. Sie mussten ausharren und die Realität ertragen. Und die sah so aus, dass beide Teams nicht ein einziges Törchen hinbekamen, obwohl sich ihnen Chancen, gute Chancen, hochkarätige Chancen en masse geboten hatten. Ewerthon hätte die Arminia im Alleingang bezwingen können. Auch Koller und Frings besaßen Möglichkeiten. Auf Bielefelder Seite waren es Diabang und Wichniarek, die für die Sensation hätten sorgen können. Doch die Profis zögerten und zauderten, schossen und köpften vorbei oder scheiterten an den exzellenten Torhütern. Da auch Schiedsrichter Stark nicht pflichtgemäß nachhalf, weil er ein elfmeterreifes Foul von Dortmunds Dede an Bielefelds Brinkmann übersah, fiel eben kein Tor. Gewinner und Verlierer gab es dennoch.

    Gewinner waren die tapferen Bielefelder, die erst ihr zweites Remis in der Fremde erkämpften. Verlierer war der ambitionierte Titelverteidiger, der nach dem fünften Unentschieden in dieser Saison schon fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München zählt. Schuldbewusst schlichen die BVB-Profis nach der Nullnummer vom Platz. Tomas Rosicky, der Spielmacher ohne durchschlagende Kraft, war so frustriert, dass er sogar das Ziel Meisterschaft erst einmal ad acta legen wollte. Eine Aufholjagd wie im vergangenen Jahr, prophezeite der Tscheche, werde diesmal nicht erfolgreich enden: "Die Münchner stehen vor dem Aus in der Champions League und können sich auf die Meisterschaft konzentrieren. Das ist ein riesiger Vorteil."

    Trainer Matthias Sammer ging nicht so weit. Es bleibe noch Zeit, die Tabellensituation zu korrigieren, sagte er. Das Problem bei seiner Elf machte er in den Köpfen aus: "Wenn man nicht ganz klar in der Rübe ist, dann passiert so etwas wie heute. Wegen der Art und Weise, wie wir gespielt haben, haben wir es einfach nicht verdient zu gewinnen."

    Tatsächlich fehlte dem BVB die letzte Konzentration, um den Ball im Tor unterzubringen. "Ich habe es nicht geschafft, die Mannschaft auf den Punkt genau einzustellen. So selbstkritisch bin ich", meinte Sammer. "Hoffentlich bin ich damit nicht der Einzige."

    So steht bis zum nächsten Auftritt am Dienstag in der Champions League gegen den PSV Eindhoven, bei dem Christoph Metzelder wegen eines Nasenbeinbruches fehlen wird, Klärungsbedarf an. Nicht nur zwischen Trainer und Team, sondern ebenso bei den Spielern untereinander. Auffällig gegen Bielefeld waren die Dispute während der 90 Spielminuten. Es wurde geschimpft und gezetert als es nicht lief, zu wenig gefightet. "Das ist der beste Gradmesser, dass etwas nicht stimmt", meinte Sammer.

    Vor allem stimmte es bei Marcio Amoroso nicht. Der Brasilianer hatte eine indiskutable Leistung geboten und Glück gehabt, dass ihn der schwache Schiedsrichter Stark nach einer Schwalbe nicht vom Platz stellte. Amoroso hatte zuvor schon Gelb nach einem Frustfoul gesehen. Torsten Frings empörte sich öffentlich: "Wenn einer noch grinst, wenn er nicht ins Tor trifft, dann weiß ich: Er spielt nur für sich und nicht für die Mannschaft." Das Problem: In der vergangenen Saison schoss eben jener Amoroso 18 Tore. Gewiss für sich. Das weiß jeder. Für den BVB wurden sie jedoch gezählt.

    20.10.2002 Von Thomas Kloß
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  • SZ NRW: Glaubensverlust am Ortsausgang

    • heinm
    • 19. Oktober 2002 um 13:17

    Glaubensverlust am Ortsausgang

    Vor der Partie beim Meister Borussia Dortmund ist Arminia Bielefelds Fußballern mulmig zumute

    Bielefeld – Eigentlich ist Benno Möhlmann ein Mann des wohl gewählten Wortes. Vor zwei Wochen aber war das ganz anders: Angesichts einer erbarmungswürdigen Leistung des von ihm trainierten Bundesligisten Arminia Bielefeld bei der 0:3-Niederlage in Mönchengladbach wurde Möhlmann drastisch: In noch jedem Auswärtsspiel dieser Saison habe sein Team „beschissen gespielt“.

    Nun, mit etwas Abstand, zeigt sich der Coach schon milder gestimmt: „Zweieinhalb Spiele waren scheiße, eineinhalb waren vernünftig.“ Ein 1:1 beim strauchelnden 1. FC Kaiserslautern und eine passable erste Halbzeit beim 0:3 in Stuttgart sind es, die Gnade vor Möhlmanns Augen finden. Was nichts daran ändert, dass die Arminia auswärts immense Schwierigkeiten hat. Erst einen Punkt aus vier Spielen hat man in der Fremde geholt und dabei meist das Kaninchen vor der Schlange gegeben. Kein Vergleich zu den couragierten Auftritten auf der heimischen Alm, die dem Aufsteiger bereits drei Siege und einen Platz im erweiterten Mittelfeld eingebracht haben.

    Wer hinterfragt, warum ihre durchaus vorhandenen Fähigkeiten die Bielefelder derzeit beim Passieren des Ortsausgangs verlassen, landet schnell bei der Psychologie. Die Mannschaft sei „zu ruhig und zu brav“, hat Ansgar Brinkmann neulich behauptet, dem man eben dies bestimmt nicht nachsagen kann. Vorgesetzter Möhlmann zieht zur Ursachenforschung die Spielanalyse vor: „Wir müssen es schaffen, länger im Ballbesitz zu bleiben.“ In der Tat haben sich häufige Verluste des Spielgeräts zuletzt als größtes Problem erwiesen, in Mönchengladbach fanden selbst Befreiungsschläge zumeist nur den Gegner. Gegen die deshalb ständig unter Druck stehende Abwehr fielen die Tore mit seltener Zwangsläufigkeit.

    Kein Wunder also, dass den Ostwestfalen vor dem nächsten Spiel ein bisschen mulmig zumute ist – denn ausgerechnet jetzt geht es zum Meister nach Dortmund. „Ein Unentschieden wäre ein Erfolg“, sagt Möhlmann und muss dabei lächeln. Angesichts der Ausgangsposition lenkt der 48-jährige „das Augenmerk weg vom Ergebnis“ und stellt die Aufgabe in einen übergeordneten didaktischen Zusammenhang: üben, lernen, sich weiterentwickeln, um dann „im Saisonverlauf eine Auswärtsstärke zu entwickeln, mit der wir unsere Zielsetzung erreichen können“. Und die heißt immer noch Klassenverbleib. Punkte in Dortmund sind da, auch wenn es „fatal wäre, sich nur auf die Heimspiele zu verlassen“ (Torwart Mathias Hain), nicht eingeplant.

    Angst, mit einer deutlichen Niederlage in die Rekordbücher einzugehen, müssen die Bielefelder indes nicht haben. Vor fast zwanzig Jahren, am 6. November 1982, verlor Arminia bei Borussia Dortmund mit 1:11. Da werden sie, Auswärtsschwäche hin oder her, diesmal nicht heran kommen.

    Jens Kirschneck
    http://www.sueddeutsche.de

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