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  3. V-Mann

Beiträge von V-Mann

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 12:55
    Zitat

    Original von Anturios

    Die Abschaffung der Stehplätze ist ein ungeeignetes Mittel zur Zielerreichung

    Ungeeignet hieße ja, dass man das Ziel damit nicht erreichen würde. Das ist aber - das Beispiel England zeigt es - nicht der Fall. Sitzplatzstadien dort sind - ich übernehme Deinen Sprachgebrauch - befriedet.

    Diesen Frieden wünsche ich mir, aber nicht um diesen Preis. Ich will weiter meinen Stehplatz behalten!!! Und auch Kinder dorthin mitnehmen können.

    Wir werden aber mit Garantie zu Sitzplatzstadien kommen, wenn die zunehmende Gewalt im Stadion nicht aufhört.

    Szenarien an die Wand zu malen, was bei Bekanntgabe der Abschaffung alles an Gewaltausbrüchen passieren könne, hilft da übrigens überhaupt nicht. Wenn seitens des Staates diese Entscheidung fällt, wird er sich sicherlich nicht erpressen lassen.

    Der einzig gangbare Weg die stark zunehmenden Gewaltexzesse nicht nur einzudämmen, sondern die Stadien wirklich zu befrieden sind härteste Strafen für die Verursacher und konsequente Ausgrenzung und Zivilcourage der vernünftigen Mehrheit der Stehplatzfans gegenüber diesen Idioten, die keinerlei Sympathie oder gar Entschuldigung über ihre "soziale Schicht" oder ähnliches verdienen. Wer mir ins Wohnzimmer scheißt, der fliegt raus und kommt nicht wieder rein, ganz egal ob er 'ne schwere Jugend hatte oder nicht! Punkt.

    Bremens Ex-Nationalspieler Marco Bode formuliert das etwas feiner, nämlich so: "Ich glaube, dass der Fußball sich wehren muss. Die große Mehrheit der Zuschauer will keine Gewalt in Stadien oder neben den Stadien. Und man muss auch diese Mehrheiten mobilisieren und auf unsere Seite ziehen, um dann auch die gewaltbereiten Gruppen irgendwie zu isolieren und auch zu bekämpfen an der Stelle".

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 12:29
    Zitat


    Und du gehst wie gehabt nicht auf Argumente ein.

    Danke, gleichfalls!

  • Westfalen-Pokal

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 11:54
    Zitat

    Original von Chucky
    Wer von euch hat schon Karten für das Finale? Ich auf jedenfall!

    Mehrere - das kann ich zuverlässig bezeugen! Als ich eben beim WB Bünde war, waren tatsächlich zwei Leute vor mir, die auch Karten wollten. Ist fast so, als käme Bayern... :D

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 11:42
    Zitat

    Original von LeckerKnoppers
    Sollte es in Richtung Sitzplatzstadien gehen, dann habe ich da grundsätzlich kein Problem mit, aber dann muss man das preislich so gestalten, dass man den "kleinen Mann" nicht ausschließt.

    Ich hätte schon ein Problem. Ich denke für viele, die auf unserer Süd seit den Bretterzeiten groß geworden sind, ist es weniger eine Frage des Kartenpreises, als vielmehr eine Entscheidung des "Feelings" im Stehen zu jubeln, statt den Hintern in eine Sitzplatzschale zu drücken.
    Nimm die Auswärtsfahrer: Die tragen Fahrtkosten bis nach Unterhaching und stehen dann auf den "billigen Plätzen".

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 11:29
    Zitat

    Original von Anturios


    Und was hat das jetzt mit mir zu tun? ?(


    Der Politik sollte es eigentlich egal sei, wo die Gewalt geschieht. Denn der Fußgänger auf der Straße oder der Fahrtgast in der Straßenbahn möchte auch ohne Angst sein Leben genießen.

    Eine vollständige Befriedung der Stadien kann allenfalls für Vereine und Verbände das Hauptziel sein, da es sich um den eigenen Einflussbereich handelt. Dies wird aber dadurch konterkariert, dass regelmäßig seitens Polizei und Politik die unvernünftige Forderung aufkommt, dass die Vereine sich an den Polizeieinsätzen finanziell beteiligen sollen - und die finden im Wesentlichen außerhalb des Stadions statt.


    Das englische Sitzplatzkonzept "funktioniert", weil eine soziale Auslese der Stadionbesucher durch die Ticketpreise stattfindet. Mittlerweile ist es teils billiger, kurz nach Deutschland zu fliegen und sich hier ein Spiel anzusehen.

    Im Übrigen hat das Stehplatzverbot auf der Insel wenig mit Fangewalt zu tun: Die für die Einführung ursächlichen Unglücke sind auf bauliche Mängel in den Stadion und gravierende Fehleinschätzungen der Ordnungsdienste zurückzuführen gewesen.

    Alles anzeigen

    Tut mir leid das sagen zu müssen, aber Du wirfst nur weiter Nebelkerzen, die das eigentliche Problem aus dem Blickfeld rücken:
    Wenn es nicht endlich gelingt, die Chaoten im Block so auszugrenzen, dass sie sich für ihre pubertär anmutenden Selbstdarstellungswünsche eine andere Spielwiese suchen, dann werden auch die vernünftigen, wirklichen Fans ihre Stehplätze auf Dauer einbüßen!
    Wer Feuerzeugwerfer, Rauchbombenzündler, Schläger und ähnliche Chaoten deckt oder ihnen sogar noch durch Beifall die gewünschte Bühne verschafft, der macht sich mitschuldig am bevorstehenden Verlust der Sitzplätze - so einfach ist das.
    Diskussionen über bauliche Mängel in englischen Stadien halte ich dagegen für wenig zielführend, oder? Fakt ist: Die englischen Stadien sind mittlerweile - wie Du es interessant formulierst - vollständig befriedet - warum auch immer. Die Gewalt- und Zaunfreiheit ist Fakt.
    Wenn wir diesen Zustand in absehbarer Zeit in Deutschland erreichen - und dabei die Stehplätze erhalten können!!! - dann ist m.E. ein erster wichtiger Schritt getan, und man kann dann alle Energie vollständig auf das von Dir angesprochene Stadionumfeld konzentrieren.

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 1. Juni 2012 um 07:03

    Anturios, Anturios, :nein: , die Technik Deiner Argumentation ist mir schon klar. Aber der blaue Mann hatte einfach und platt bestritten, dass es ueberhaupt nennenswerte Gewalt im Stadion gibt, die von Stehplatzbesuchern ausgeht.
    Über die fuer Politik, DFB, Ordnu gskraefte, etc., entscheidende Frage irrst Du (bewusst?). Dort steht in erster Linie nicht die Sozialarbeit an primitiven Schlaegertypen im Fokus, sondern das Ziel zunaechst einmal jedem Besucher im Stadion sein Fussballvergnuegen ohne die Angst vor Ausschreitungen zu ermoeglichen.

    Und das funktioniert im englischen Sitzplatzkonzept nun einmal vorbildlich.

    Noch einmal: Fußball auf der Sitzplatztribuene ist nur das halbe Vergnügen . Aber den Erhalt der Stehplätze erreicht man nicht, indem man Offensichtliches leugnet.

    Oder indem man mit Wortklaubereien Nebelkerzen wirft.

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 31. Mai 2012 um 21:59
    Zitat

    Original von Anturios


    Gewalt geht immer von Menschen aus, nicht von dem Stück Erde, auf dem diese sich befinden.

    Si tacuisses philosophus mansisses.

    Anturios, mit solchen Beitraegen verlierst Du den anerkennden Respekt, den ich immer vor Deinen Argumenten hatte.

    Oder auf dem Niveau Deines letzten Beitrages ausgedrueckt: Es hat niemand ueber ein Stueck Erde geredet, es geht um Betonstufen.

    Wieso faellt Mir da ploetzlich das Wort Betonkoepfe ein?

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 31. Mai 2012 um 20:50
    Zitat

    Original von Tenshin

    Du solltest dich kritisch hinterfragen, da du ein Stehplatz-Geher bist.
    Alles potentielle Schwerverbrecher und Mörder.

    Da kann ich nur eins sagen: Depp!!!
    Tut mir leid, aber mehr fällt mir zu so dämlichen Kommentaren nicht ein.

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 31. Mai 2012 um 20:48
    Zitat

    Original von blauer-mann
    Was hast du für Sorgen?

    Glaubst du wirklich das sich dadurch irgendein Problem lösen lässt? Schön, dann hauen die sich draußen was ans Fressbrett, genau wie sie es heute schon tun. Was hast du dadurch gewonnen? Komm V-Mann, jetzt hau mal richtig einen raus was du dadurch bewegen kannst! Ich bin gespannt. Kommt aber wohl eh nichts sinnvolles.

    EDIT: Und warum ICH mich kritisch hinterfragen sollte...ich kann dir nicht folgen. Ich prügel nicht wild um mich, bremse irgendwelche Fanbusse aus oder werfe Steine durch die Gegend. Vielleicht solltest du dich auch mal hinterfragen und nicht irgendwelche Leute sofort abqualifizieren, weil sie eine für dich "extreme, gewalttätige und assoziale Pro-Pyro Einstellung" haben.


    Ja, das war so in etwa die Antwort, die zu erwarten war. Extrem eingeengte Sichtweise.

    Drum ganz kurz nur ein paar Hinweise: Ich selbst bin glühender Stehplatz-Fan, ich glaub in den letzten zehn Jahren saß ich einmal mit Anleihenzeichner-Geschenkkarte auf der Ost und dreimal auf der West. Aber dass die Forderung nach Abschaffung der Stehplätze bei anhaltenden Problemen kommen würde, wurde ja auch schon im Feuerwerks-Thema zu genüge diskutiert. Wer glaubt, sein kleines Licht trotzdem noch als Bengalo leuchten lassen zu müssen, der provoziert eben solche Forderungen ganz bewußt.

    Zu Deiner Frage, wo denn überhaupt Gewalt von Chaoten auf Stehplätzen ausgeübt wird, ein paar Beispiel an die Du Dich vielleicht als Alm-Besucher noch erinnern kannst:

    - "Bochum spielt in Bielefeld - Bochumer Ultras wollen Feuerwerk zünden - halbtotgeschlagener Arminen-Ordner"
    - "Union Berlin spielt in Bielefeld - Feuerwerk, Tribünensturm - Verletzte, hoher Sachschaden"

    Darf's etwas weiter weg sein?

    - "Osnabrück gegen die mit dem M und den vielen x - Sprengkörperwurf auf Polizisten - erheblich Gehörschäden"

    Okay, damit es nicht zu lang wird nur noch ein paar Spielpaarungen:

    - Dortmund - Dresden
    - Dynamo Berlin - Kaiserslautern
    - 1 FC Köln - Bayern
    - Karlsruhe - Regensburg

    Alles Spiele, die mir so aus dem Stehgreif einfallen, wo die Gewalt von den Stehrängen ausging.
    Und wer solche Gewalt nicht sieht oder nicht sehen will, dem werfe ich schon vor, dass er seine eigene Position vielleicht nicht kritisch hinterfragt.
    Und darum ist zu befürchten, dass es auch mit dem immer wieder geforderten "Selbstreigungsprozess" nichts wird. Ist ja alles nicht so schlimm...

    So gehen die Stehplätze wirklich drauf.

  • Gewalt im Fußball

    • V-Mann
    • 31. Mai 2012 um 08:57
    Zitat

    Original von blauer-mann
    Gut das unsere Politiker nichts anderes zu tun haben als eine solche Scheisse zu labern. Was glauben die denn zu erreichen? Sollen mal nach England gucken. Im Stadion nur noch die Oberschicht, der Sport dem kleinen Manne geraubt und außerhalb der Stadien knallt es genauso wie vorher auch. Wenn das das Ziel ist, herzlichen Dank ihr Politiker. Und wo auf den Stehplätzen so unfassbar viel Gewalt ausgeübt wird sollen mir die Herrschaften doch mal darlegen. Aber Gewalt ist für diesen Haufen vermutlich schon, wenn ich aus Versehen in einem vollen Block jemanden auf den Fuß trete.

    Richtig!!! - Schuld sind immer die anderen, dann braucht man sich selbst auch nicht kritisch hinterfragen.

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 23. Mai 2012 um 09:15
    Zitat

    Original von Fulio
    Hertha macht sich mittlerweile einfach nur noch lächerlich und nervt alle anderen Vereine mit ihrem rumgeheule, weil sie den Abstieg nicht verkraften können und einsehen wollen, dass sie einen besvhissenenen Fußball gezeigt haben und es verdient haben.

    Ich fände es geil, wenn die Fans aller Vereine aus BuLi und 2BuLi sich solidarisch zeigen und die spiele der eigenen Mannschaft gegen Hertha aus Protest nicht besuchen und auf den Tribünen Plakate a la " Wir bleiben lieber zu Hause - Wiederholungsspiel droht" oder " 34 mal am grünen Tisch spielen - viel spaß!!"...
    Fand ich schon ziemlich geil, nur wird das wohl sicher nicht passieren.

    Soweit ich weiß, gibt es sowas in Russland gegen Anzhi Maschdairgendwas. Da gehen viele Fans nicht mal ins eigene Stadion wenn deren Team gegen die spielt.

    Halte ich für ziemlichen Kappes.
    Versetz' Dich mal in die Situation, das wäre Arminia passiert und der Vorstand würde diese Chance nicht wahrnehmen - ich zumindest, stände völlig kopfschüttelnd dar.
    In der ganzen Geschichte wird mir ohnehin zu sehr der Focus darauf gelegt, was nach dem endgültigen Spielende von den Hertha-Spielern veranstaltet wurde. Das dürfte m.E. aber bei der Entscheidung keine Rolle spielen. Fakt ist: Düsseldorf als Veranstalter ist seinen Pflichten nicht nachgekommen, dadurch entstand das Chaos. Wenn Hertha Einspruch einlegt und auch in die Berufung geht ist das nichts anderes als legitim.

  • Rauchbomben und anderes Pyrozeugs

    • V-Mann
    • 21. Mai 2012 um 22:27
    Zitat

    Original von blauer-mann
    Ich hau mich weg vorm TV. Sowas geiles hab ich selten gesehen :lol:

    Jep, voll der Hammer so einige Thesen. Ohne Ultras keine Stimmung im Stadion :lol: Ich frag mich was denn vor 30 Jahren auf der Alm war? :pillepalle:

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 16:46
    Zitat

    Original von Block333


    Statt dem Benutzernamen v-mann Klugscheißer ? Aber sicher kannst Du das.


    Okay, jetzt tu ich's: Klugscheißer.

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 16:38
    Zitat

    Original von Block333


    Kannst Du auf alles, was Deinem Denkschema nicht in den Kram passt, nur mit frühpubertären Beleidigungen reagieren oder was ?

    @admin: Darf man hier das Wort Klugscheißer verwenden oder wird man dafür gesperrt? Falls man es verwenden darf, würd' ich es nämlich möglicherweise tun.

  • Rauchbomben und anderes Pyrozeugs

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 15:53
    Zitat

    Original von Wildboy
    Ich kapiere nicht, wie es SO VIELE MENSCHEN schaffen SO VIELE BENGALOS ins Stadion zu schmuggeln.

    In meinen Augen haben die, wie der Volksmund sagt, sowieso alle "den A... offen". Also wahrscheinlich rektal. ;)

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 15:39
    Zitat

    Original von SWB Zecke
    Stammtischniveau...

    Was für 'nen Stammtisch meinst Du denn: Unternehmerstammtisch, Medizinerstammtisch, Lehrer-Stammtisch - oder so einen Stammtisch, an dem sich Dummschwätzer und Schwadronierer á la Block333 einfinden, rumhängen und einfach alles besser wissen?

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 14:13
    Zitat

    Original von SWB Zecke
    dass dieser Block von den Ddorfer Ultras selbstverwaltet wird, es gibt also keine vereinseigenen Kontrollen vor dem Block,


    Super-Konzept! Und der Dackel des Stadion-Hausmeisters verwaltet wahrscheinlich die Bratwurst-Bude und Harald Juhnke bis zu seinem Tode das Alkohol-Lager :pillepalle:

  • Relegationsspiele

    • V-Mann
    • 16. Mai 2012 um 10:32

    M.E. hätte man nach der Felderstürmung nicht mehr anpfeiffen dürfen - Spielabbruch und Ende. Was glaubt ihr wäre denn wohl passiert, wenn in den letzten 30 Sekunden nach der Wiederaufnahme noch ein Berliner direkt vor den Fortuna-Chaoten das 3:2 geschossen hätte? So schnell hätte der gar nicht in die KAbine stürmen können, wie der Mob ihn gelyncht hätte.
    Ich denke nicht, dqass ein hertha-Protest durchkommen wird. Aber eine m.E. angemessene Strafe wäre, dass Fortuna die ersten beiden Heimspiele in der Bundesliga ohne Publikum austragen muss.

  • Arm. Bielefeld - W. Bremen II

    • V-Mann
    • 14. Mai 2012 um 18:52

    Im heutigen Westfalenblatt nehmen Mutter und Schwester des Opfers Stellung, sehr vernünftig, wie ich meine:

    ---- "Fan-Attacke: Mutter fordert lange Haftstrafen


    Von Christian Althoff

    Bielefeld (WB). Der Werder-Bremen-Fan (26), der vor einer Woche von Bielefelder Hooligans ins Koma getreten wurde, kann trotz seiner Hirnverletzungen Hände, Arme und Beine bewegen.

    »Im Moment sieht es so aus, als wenn Malte ohne Lähmungen davonkommt«, sagte seine Mutter Birgit K. am Samstag dem WESTFALEN-BLATT. Die Lehrerin war mit ihrem Mann und ihren Töchtern Nehle (23) und Merle (18) aus dem niedersächsischen Handorf nach Bielefeld gekommen, um über das Wochenende in der Nähe ihres lebensgefährlich verletzten Sohns zu sein. Er liegt in der Klinik Gilead I auf der Intensivstation, wird nicht mehr beatmet, aber noch künstlich ernährt.»Wir dürfen pro Tag nur eine halbe Stunde an Maltes Bett, und das auch nur zu zweit. Mehr verkraftet er nicht«, sagt die Mutter. »Deshalb sind nicht alle von uns immer in Bielefeld.« Die Ärzte hätten ihrem Sohn ein Loch in den Hinterkopf gebohrt, durch das das Blut, das durch die Tritte gegen den Kopf aus den Adern ausgetreten sei, langsam abfließe. »Wie lange das noch dauert, kann niemand sagen, und auch Komplikationen schließen die Ärzte nicht aus.«

    So habe ihr Sohn seit kurzem eine Lungenentzündung. Sollte er irgendwann von der Intensivstation können, werde man ihn nach Lüneburg verlegen. »Denn dann wird es wichtig sein, dass er viele Besuche von Freunden bekommt, um sein Gedächtnis zu trainieren.« Denn an das, was ihm passiert sei, habe ihr Sohn keine Erinnerung, sagt die Mutter. »Er bestreitet, jemals in Bielefeld gewesen zu sein, freut sich auf seine Konfirmation und hat mich am Donnerstag gefragt, wie das Pokalendspiel ausgegangen ist, das da ja noch gar nicht stattgefunden hatte.« So etwas sei aber nicht ungewöhnlich, hätten ihr die Ärzte gesagt.

    »Vor einer Woche haben wir uns noch mit Malte gestritten, wer das Badezimmer saubermachen muss. Und heute sind wir froh, dass er lebt. So schnell kann sich alles verschieben«, sagt seine Schwester Nehle, die eine Weiterbildung zur Handelsfachwirtin macht. Und seine Schwester Merle, die im Abitur steckt, erzählt: »Malte hat uns manchmal zu Fußballspielen mitgenommen. Er hat immer super auf uns aufgepasst und darauf geachtet, außerhalb des Stadions keinen Fanschal oder so zu tragen, um Gewalttäter nicht zu provozieren.« Unter der Woche sei ihr Bruder in seinem Beruf als Kaufmann für Bürokommunikation aufgegangen. »Er arbeitet in Hamburg in einem Familienbetrieb. Sein Chef will versuchen, die Stelle freizuhalten.« Der Opferverein »Weißer Ring« hat der Familie inzwischen einen Anwalt vermittelt, mit dessen Hilfe die Angehörigen höchstmögliche Strafen gegen die Täter anstreben.

    »Das müssen Urteile sein, die abschrecken«, fordert Birgit K. und fährt fort, sie habe früher bei dem Wort Hooligan immer an einfach gestrickte, rechte Schläger gedacht. »Es hat mich fassungslos gemacht, als ich in der Zeitung lesen musste, dass Abiturienten und Studenten am Überfall beteiligt waren. Wenn dieser Teil der Jugend schon so verroht ist – was soll dann aus Deutschland werden?« Einen Kontakt der Täter zur Familie K. hat es bisher nicht gegeben, und den lehnen die Angehörigen auch strikt ab. Nehle K.: »Es soll bloß keiner bei uns auftauchen! Wir werden keine Entschuldigung akzeptieren, denn so etwas kann man nicht entschuldigen.« Merle K. sagt, sie habe kein Verständnis dafür, dass einer der mutmaßlichen Täter, dem immerhin Beihilfe zum versuchten Mord vorgeworfen werde, nicht in Untersuchungshaft gekommen sei, nur weil er mitten im Abitur stecke. »Ich bin auch mitten im Abi und muss in dieser Woche zwei Klausuren schreiben mit dem Wissen im Hinterkopf, dass mein Bruder in Lebensgefahr schwebt. Auf mich nimmt doch auch keiner Rücksicht!« ---


    Ganz nebenbei, obwohl die meisten es wohl über das Wochenende gesehen haben: Im NW-Forum tobt eine wirklich "heftigste" Diskussion zur Stellungnahme der Lokal Crew.

  • Arm. Bielefeld - W. Bremen II

    • V-Mann
    • 14. Mai 2012 um 18:29

    Gerade erst von dem heutigen Fanabend erfahren - schade, zu spät um noch vorbeizukommen. Berichtet jemand?

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