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Beiträge von jögi

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • jögi
    • 20. Mai 2014 um 09:06

    Der Misserfolg hat mehrere Väter. Vorstand und Geschäftsführung, die nur Trippelschritte machen, denen Konzepte und sportlicher Sachverstand fehlen, die auch viel zu lange an einem Trainer festgehalten haben, der zwar äußerst sympathisch ist und sich gut verkaufen kann (nicht negativ gemeint), dem aber in der zweiten Liga seine Grenzen aufgezeigt wurden. Eine sportliche Leitung, die, berauscht von dem unerwarteten Aufstieg und ohne große Erfahrung in den oberen Ligen, den Kader vollkommen falsch eingeschätzt hat. Da wurde zu sehr auf die "Aufstiegshelden" vertraut, bei denen einige in der dritten Liga absolut an ihre Grenzen gekommen sind. Die Schwächen, die schon in der dritten Liga teilweise auffällig waren, nämlich Ruhe im Aufbauspiel, Passqualität im Mittelfeld, Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus, wurden nicht konsequent angegangen. Man hat sich letztlich zu sehr auf Klos verlassen und darauf gesetzt, dass der ähnlich wie in der dritten Liga auch ohne planvolles Aufbauspiel schon seine Tore machen wird. Nur kann man leider die Abwehrreihen in der zweiten und dritten Liga überhaupt nicht vergleichen. Die ständigen Fehler, die die Defensivspieler in der dritten Liga gemacht haben und so Arminia zu manchem Tor eingeladen haben, wurden halt so nicht mehr gemacht. Und gegen Darmstadt unter Schuster hat sich Arminia schon in der dritten Liga schwer getan. Dazu wurde auch die Defensive, die in der dritten Liga nicht so sehr gefordert wurde, nicht entscheidend gestärkt. Spieler wie Appiah, Strifler, Hübener oder Burmeister sind teilweise in der zweiten Liga überfordert.

    Meier muss sich natürlich auch der Verantwortung stellen. Allerdings hat er nur 12 Spieltage Zeit gehabt, um eine dem Abstieg entgegentaumelnde Mannschaft wieder auf die Spur zu bringen. Er ist kein Trainer für den kurzfristigen Erfolg und er ist auch keiner, der mit Innovationen den Gegner überraschen wird. Von daher war sein Inthronisierung so kurz vor Saisonschluss ein gewagtes Spiel.

  • Relegation: Arminia - Darmstadt

    • jögi
    • 19. Mai 2014 um 23:36

    Ein ganz erbärmliches Spiel von Arminia mit dem ansolut gerechten Sieger. Das Spiel hat Arminia von Anfang an vergeigt. Andauernd hohe Bälle, die fast immer bei Darmstadt gelandet sind. Im Hinspiel haben sie es viel intelligenter gespielt. Und die hohen Bälle kamen nicht nur von Ortega, sondern von nahezu jedem Spieler. Ortega hat Arminia dagegen lange im Spiel gehalten. Ich glaube, es gab in der ganze Geschichte der Relegation zwischen zweiter und dritter Liga wohl noch nie eine so überlegende Mannschaft wie heute Darmstadt. Leider hat man heute gesehen, dass es der Mannschaft absolut an Qualität fehlt. Auch Klos hat sich heute eher von seiner schlechten Seite gezeigt. Er hat ja mit seinem ständigen Gemeckere quasi um eine gelbe Karte gebettelt.

    Darmstadt und Dirk Schuster kann man zu dieser Leistung nur beglückwünschen. Sie haben sich dieses Glück am Schluß redlich verdient.

  • Endspiel bei Dynamo! Dresden-Arminia

    • jögi
    • 12. Mai 2014 um 08:51

    Na ja, jetzt wollen wir mal nicht vergessen, dass Hübener da ein paar Jahre gespielt hat und somit sicherlich eine gewisse Verbundenheit verspürt. Und bis zum Platzverweis wirkte er auch nicht so, als wenn er nur mit halber Kraft spielen würde. Viel mehr fand ich ihn bis dahin ziemlich stark. Seine beiden gelben Karten kurz hintereinander waren natürlich ziemlich dämlich, wobei ich mich an die erste gar nicht mehr erinnern kann. Aber wenn man schon eine gelbe Karte hat, dann geht man kurz hinter der Mittellinie nicht so in den Zweikampf. Gehe aber nicht davon aus, dass er wegen seiner Verbundenheit mit seinem alten Verein raus wollte. Gehe eher von einer gewissen Übermotivation aus, die ihn ja schon öfters gekennzeichnet hat.

    Vor der Mannschaft kann man nur den Hut ziehen. Wie sie in einer solchen nervlich angespannten Situation und angesichts des Schocks der Spielunterbrechung und der zwei schnellen Gegentore zurück gekommen sind, ist aller Ehren wert. Bis zur Spielunterbrechung hatten sie das Spiel ja deutlich im Griff und hätten eigentlich den Sack schon zu machen müssen. An der Chancenauswertung müssen sie noch arbeiten. Besonderes Lob kann man diesmal vor allem Klos und Pritsche aussprechen. Sie waren an allen Toren beteiligt. Wie Pritsche vor dem 2:0 den Überblick bewahrt hat, ist schon lobenswert. Auch Feick ist in den letzten Spielen ja deutlich besser geworden. Seine Vorlage zum 3:2 war ganz stark.

    Meier hat die Mannschaft hervorragend eingestellt. Seine Umstellung nach der Auswechslung von Sahar habe ich im ersten Moment nicht verstanden, weil ich auf ihn bei Kontern gesetzt hatte. Aber durch das Vorziehen von Strifler hat Arminia oft den Ball im defensiven Mittelfeld abgefangen und er hat auch, wenn ich das richtig gesehen habe, den einen oder anderen Konter eingeleitet. Ein hochverdienter Sieg unter ganz schwierigen Umständen.

    Noch was zu Herrn Gräfe. Ich möchte ihn etwas in Schutz nehmen. Ich kann mir vorstellen, dass ihm die Polizei geraten hatte, das Spiel wieder anzupfeifen, weil es sonst sehr gefährlich hätte werden können. Man muss ja auch sagen, dass sich die Situation nach den 15 Minuten anscheinend wieder etwas beruhigt hat. Und grundsätzlich hat er meiner Meinung nach ordentlich gepfiffen. Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder Schiedsrichter es wagt, dort in solch einem Spiel einen Dresdner Spieler vom Platz zu stellen, auch wenn natürlich die gelb-rote Karte absolut in Ordnung ist. Die Dresdner Verantwortlichen sollten sich mal überlegen, was sie noch mehr tun könnten, um einen Teil ihrer Fans besser in Griff zu bekommen. Da würde ich mir mal auch ein paar klare Aussagen wünschen und keine Beschwichtigungsreden. Solche ein Plakat, wie es nach dem Spiel hingehängt wurde, geht natürlich überhaupt nicht. Allein das sollte schon reichen, um seitens des Dresdner Vereins Maßnahmen einzuleiten. Warum haben die eigentlich in der Unterbrechung, ihr großes gelbes Plakat eingeholt? Schien mir so zu sein, als wenn das von Fanseite initiiert wurde. Oder wollten die nur Platz für ihr unsägliches Banner schaffen?

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 5. Mai 2014 um 14:13
    Zitat von Sparrenburger

    Ich habe mich in den letzten Wochen doch stark zurückgehalten, mit negativer Kritik an NM. Ich habe auch nie
    behauptet, der Sieg in Bochum sei nur auf schwache Bochumer zurückzuführen. Und ich habe auch das gestrige
    Spiel nicht als Aufhänger benutz, um über NM oder sein Taktik herzufallen. Wir wollen doch bitte mal die Kirche
    im Dorfe lassen. Hier wird von der Pro Meier Fraktion wieder einmal alles in einen Pott geschmissen und
    gut durchgerührt.


    Das mit Bochum hat auf jeden Fall Tacker behauptet, da hast du recht. Aber die andere Geschichte kam von dir. Dass eine Mannschaft eine Taktik im Laufe eines Spiels nicht umsetzt oder anders umsetzt, kommt ja nun häufiger vor. Und dass dies in wichtigen Spielen, wo die Nervosität aller Spieler zum Greifen ist, umso eher der Fall ist, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Daraus gleich zu folgern, dass der Trainer die Mannschaft nicht in Griff hat oder haben könnte, ist auch ein wenig zu kurz gedacht. Auch da sollte man die Kirche im Dorfe lassen.

    Ich würde mich keiner Pro-Meier-Fraktion zuweisen lassen. Meier hat wahrlich keine gute Bilanz vorzuweisen und das Spiel gestern würde sicherlich nicht für ein Bewerbungsschreiben von ihm bei einem Fußballverein hilfreich sein. Dieses allerdings alles Meier in die Schuhe schieben zu wollen, geht mir arg zu weit. Auch sein Vorgänger lag punktemäßig kaum über Meier. Krämer hat zum jetzigen Stand 0,1 Punkte pro Spiel mehr geholt als Meier und dieses Bilanz kann sich theoretisch im letzten Spiel noch pro Meier drehen. Und ein Meier hat keine Anfangseuphorie eines Aufsteigers oder keine längere Vorbereitung zur Verfügung gehabt. Was könnte man daraus schließen? Krämer müsste ähnlich hart kritisiert werden wie Meier, weil seine Punktebilanz ähnlich schlecht ist. Oder Meier hat vielleicht doch nicht alles falsch, weil die Mannschaft von ihrer Qualität halt nicht mehr her gibt. Oder man findet noch andere Ansätze.

    Wenn man es überspitzt darstellen wollte, könnte man behaupten, dass Krämer Glück hatte, so früh beurlaubt zu werden. Denn die Entwicklung unter Krämer zuletzt und die Zusammensetzung des Kaders könnten den Schluss zulassen, dass die Bilanz unter ihm auch nicht so viel anders ausgesehen hätte und somit hat er die Anfangsphase der Saison für sich, die die deutlich schlechtere Phase danach zumindest teilweise überstrahlt. Meier muss nun die Entwicklung "ausbaden", die unter Krämer womöglich und nicht sehr unwahrscheinlich ähnlich verlaufen wäre.

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 5. Mai 2014 um 12:34
    Zitat von Sparrenburger

    Also da muss ich jetzt echt laut lachen. Das wäre halt nur ein Beleg dafür, dass Meier die Truppe nicht im Griff hat. Anhand der Dinge, die man in den letzten Wochen so lesen konnte ( Zettel verteilen usw. ) wäre das keine große Überraschung.

    Wenn er sie nicht im Griff hätte, hätten die ersten 15 Minuten und auch das Spiel in Bochum anders ausgesehen. Und dass eine gewisse Nervosität Spiele oftmals anders laufen lässt, als sie vorher besprochen wurden, könnte sich auch bis zu dir rumgesprochen haben.

    Bei manchem wird Meier sowieso immer alles falsch machen. Wenn die Marschroute gegen Frankfurt von Meier so vorgegeben war, dann hat er die falsche Taktik gewählt, wenn nicht, hat er die Mannschaft nicht mehr im Griff. Und wenn sie dann so spielen wie in Bochum, dann nur, weil der Gegner so schlecht war.

  • Arminia - FSV Frankfurt

    • jögi
    • 5. Mai 2014 um 11:20

    anno1905

    Also eins kann man der Mannschaft meiner Meinung nach nicht absprechen. Sie hat gekämpft. Und dass das Spiel gegen Bochum besser klappt wie gegen Frankfurt, ist so ungewöhnlich nicht. Ich habe das Spiel in Bochum nicht gesehen, ich gehe aber mal davon aus, dass Bochum mehr nach vorne gemacht hat wie gestern Frankfurt. Das ist schon mal ein entscheidender Punkt. Zweitens ist es Arminia in Bochum geglückt, recht früh in Führung zu gehen. In den ersten Minuten hat Arminia gegen Frankfurt relativ konstruktiv nach vorne gespielt, da haben sie ordentlich gedrückt. Da ist halt in Bochum die Führung gelungen, gestern nicht. Somit werden nach und nach die Nerven den Spielern die Beine schwer gemacht haben. Und wenn man Nerven zeigt, greift man schnell auf das vermeintlich einfachere Spiel zurück, nämlich auf lange Bälle, in der Hoffnung, dass die da vorne schon irgendetwas damit machen werden. Zudem kommen dann auch schneller Fehlpässe im Aufbauspiel zustande. Mit zittrigen Füßen passt es sich nicht einfacher. In solch entscheidenden Spielen braucht man nicht erwarten, dass Spielphilosophien sichtbar werden, wenn man nicht gerade wie in Bochum durch eine frühe Führung eine gewisse Sicherheit im Rücken verspürt.

    So jetzt zu den Auswechslungen: Wenn man vorher weiss, dass Jerat ein Totalausfall sein wird, was meiner Meinung auch etwas zu hoch gegriffen ist, dann wird ihn wohl kein Trainer der Welt einwechseln. Aber ich wusste nicht, dass Trainer hellseherische Fähigkeiten besitzen muss. Ich habe es schon im Meier-Thread geschrieben, aber ich gehe davon aus, dass er dem Aufbauspiel mehr Struktur vermitteln wollte, was ja auch durchaus notwendig war. Und zumal Jerat diese Saison auch schon das eine oder andere Tor geschossen hat.

    Ich bin auch kein Fan von Appiah, aber er hat auch schon vernünftige Spiele in der zweiten Liga bestritten. Und er hat in der Vergangenheit auch schon mal das eine oder andere Tor eingeleitet. Hier sollte wahrscheinlich mehr Gefahr über Flanken von außen provoziert werden. Außerdem musste ja auch Strifler aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden.

    Es ist ja auch wie häufig so. Wenn man einen jungen Spieler einwechselt und das Ergebnis bessert sich nicht zum Besseren, dann wird kritisiert, wie man einen jungen Spieler in solch einem Spiel einwechseln kann. Wenn man dies nicht tut und das Ergebnis wird nicht besser, wird kritisiert, warum man nicht mal einen jungen Spieler reinwirft, der vielleicht durch seine Unbekümmertheit und durch sein in der U23 gewonnenes Selbstvertrauen noch Akzente setzen kann. Zumal ein Renneke wahrlich nicht enttäuscht hat. Wenn ich mich nicht täusche, hat er durch seine Balleroberung die große Chance von Klos eingeleitet. Und nebenbei bemerkt, war an dieser großen Torchance nicht auch Totalausfall Jerat entscheidend beteiligt? Und wo Hille in dieser Saison außer gegen Düsseldorf am Anfang der Saison als Einwechselspieler großartig Wirkung gezeigt hat, weiß ich jetzt nicht. Und du sprichst dazu ja einen Aspekt selber an, der eine Einwechslung Hilles ausschließen dürfte. Er hat bewiesen, dass er als Joker taugt, wenn er Räume bekommt. Und hätte er solche Räume gegen eine sehr tief stehende Mannschaft wie Frankfurt gestern auch bekommen? Wohl kaum.

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 5. Mai 2014 um 09:42
    Zitat von Tacker


    Lieber Rechtsaussen,
    ich freue mich immer über Lerneffekte. Auch bei Dir, weil Du Meier auch nur noch entschuldigst.
    Und zu Boxxum habe ich meine Meinung gesagt. Das war nicht unsere Stärke, sondern die absolute B-Liga-Abwehr des VfL.
    Wie schwach die waren, kannst Du Dir hier noch mal bei allen Toren anschauen, wenn Du es nicht glaubst.
    https://www.youtube.com/watch?v=SCT-Gz5e80A

    Man kann es sich natürlich auch einfach machen und bei guten Spielen von Arminia diese nur mit den Schwächen der gegnerischen Mannschaft zu begründen. Es ist natürlich auch bezeichnend, ständig gegen Meier zu schießen, bis einem Tag vor dem Bochum-Spiel hier eifrig zu posten und dann nach dem Bochum-Spiel bis gestern nach dem Spiel hier still zu halten, natürlich nur, weil man nicht daran erinnern möchte, dass die Tore nur wegen der schwachen Bochumer Abwehr zustande gekommen sind. Übrigens ist die Abwehr von Bochum so schwach, dass sie bisher die neunt-wenigsten Gegentore in dieser Saison hinnehmen mussten.

    Wie gute Spiele von Arminia in deiner Welt nur aufgrund der Schwäche des Gegners zustande kommen, sind schlechtere Spiele natürlich nur der Unfähigkeit des Trainers geschuldet, Arminia besseren Fußball spielen zu lassen. Es gibt bei manchem halt nur schwarz und weiß und keine Grautöne dazwischen.

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 5. Mai 2014 um 09:24
    Zitat von MJockel

    klar ist mit dem kader nicht viel mehr drin, aber fehler hat meier heute trotzdem gemacht, so wie er auch in der vergangenheit immer mal was richtig gemacht hat. mir geht es nur darum dass der trainerwechsel nach wie vor unnötig bis eher schädlich wirkt. das wars.

    und zu dresden: rein qualitativ können die schon deutlich mehr als wir, aber die sind einfach keine mannschaft. am ende kommts aufs gleiche raus...das entscheidungsspiel wird zum ersten mal eine psychofrage...wenn auf der ebene einer von beiden verkackt...ok, dann isses so. ansonsten entscheidet entweder der heimvorteil oder man sagt hinterher "so is halt fussball" wenn arminia gewonnen hat.


    Na ja, ob er eher schädlich war, darüber kann man gewiss streiten. Punktemäßig ist da auf jeden Fall kaum ein Unterschied. Wenn Arminia in Dresden gewinnen sollte, Hat Arminia unter Meier 0,08 Punkte mehr geholt als unter Krämer. Bei einem Unentschieden wäre das Verhältnis umgekehrt für Krämer gegeben. Bei einer Niederlage hätte Krämer pro Spiel 0,17 Punkte mehr pro Spiel geholt. Und man kann ja nur darüber spekulieren, ob die Spiele unter Krämer anders gelaufen wären. Die letzte Zeit unter Krämer lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass Arminia besser abgeschnitten hätte.

    Bei den Wechseln muss ich Rechtsaussen recht geben. Appiah ist offensiv präsenter als Strifler. Hier kann ich also keinen defensiveren Wechsel erkennen, eher im Gegenteil. Zudem war Strifler angeschlagen. Sahar war ebenfalls angeschlagen und hat nicht viel auf die Reihe gebracht. Da kann man sich natürlich zwischen Hille und Renneke entscheiden. Hille hat in dieser Saison nicht unbedingt Bäume ausgerissen. Und eine Einwechslung von Renneke zu kritisieren, wäre ja recht kurios, wenn man sonst mehr Mut zum Einsatz der erfolgreichen U23-Spieler gefordert hat. Zumal Renneke ja anscheinend auch eher offensiv ausgerichtet ist. Gut, man kann natürlich kritisieren, warum ein Lorenz nicht auf der Bank saß. Aber in der Rückrunde hat er eher mäßig gespielt. In seinen letzten fünf Spielen hatte er einen Notenschnitt von 4,2 und bei Krämer gab es Zeiten, wo seine Einstellung kritisch angemerkt wurde. Wer weiß, wie das jetzt war. Und der Wechsel von Jerat für Schönfeld ist auch erklärbar. Klar, Jerat spielt etwas defensiver als Schönfeld. Aber Arminias Problem war nicht, dass sie vorne zu wenig Spieler gehabt hätten, sondern dass die Bälle zu unkontrolliert nach vorne gespielt wurden. Das sollte mit Jerat vermutlich verbessert werden, denn Schönfeld ist ja außer bei seiner einen guten Aktion, bei der er den Ball knapp übers Tor gesetzt hat, kaum positiv aufgefallen. Zudem kann man nicht behaupten, dass Schönfeld bisher torgefährlich war als Jerat.

    Trotzdem war das heute natürlich viel zu wenig. Struktur im Aufbauspiel war nur ganz am Anfang zu erkennen. Das Spiel hat mich irgendwie an das Halle-Spiel in der letzten Saison erinnert. Am Anfang gut, damals sogar mit einer Führung. Dann hat man nichts mehr auf die Reihe bekommen und es stand irgendwann Unentschieden. Zum Schluss wurde die Brechstange rausgepackt. Der Unterschied zu damals war, dass Halle so gnädig war, Arminia noch ein Tor zu ermöglichen. Das passiert dann in der zweiten Liga eher weniger, trotzdem wäre es fast noch zum Siegtreffer gekommen. Ich denke, das Spiel war auch stark von der Nervosität geprägt.

  • Ex-Armine Jörg Böhme

    • jögi
    • 4. Mai 2014 um 21:30
    Zitat von Count

    Das Kapitel Cottbus wird in einer Woche wieder geschlossen.
    http://www.tagesspiegel.de/sport/energie-…uf/9843092.html


    Große Aussichten hatte er da wahrscheinlich aufgrund der Entwicklung nach dem Anfangsstrohfeuer sowieso nicht.

  • Arminia - FSV Frankfurt

    • jögi
    • 4. Mai 2014 um 21:12
    Zitat von coppi.reit

    @ Admin und Mods
    Trotz Kommentar bleibt mein Anliegen bestehen.
    Es wäre daher nett, wenn ihr meiner Bitte endlich nachkommen würdet.
    Danke.

    Dann frage ich mich umso mehr, warum du hier überhaupt noch schreibst. Verstehen muss ich das nicht, oder? Aber du hast ja inzwischen wieder eine Antwort bekommen.

    So jetzt zum Spiel: Eine absolut nicht befriedigende Leistung. Viel zu viele Fehlpässe, viel zu viel Kick and Rush. Die ersten 15 Minuten und die letzten 10 Minuten waren in Ordnung, dazwischen viel Krampf. Ich denke mal, dass da auch stark die Nerven mitgespielt haben und das wird in Dresden nicht anders sein, jedoch auf beiden Seiten.

  • Arminias U19

    • jögi
    • 2. Mai 2014 um 09:00
    Zitat von Heimatverein1966

    Es scheint so das es mit dem ganzen Verein seit letztem We sportlich wieder aufwärts geht, sogar Lorenz hat mal wieder ein Tor geschossen.

    Ist schon komisch, dass du das gerade im U19-Thread postest, nachdem die U19 am letzten Wochenende einen großen Schritt Richtung Abstieg gemacht hat. Das zeigt wiederum, dass es bei Arminia in Sachen Nachwuchsarbeit eine Menge Verbesserungspotential gibt.

  • Arminia in den Medien

    • jögi
    • 2. Mai 2014 um 08:21

    Tja, Arminia kennt das ja auch mit den Anwohnern. Von daher ist mir Schadenfreude fern. Vielmehr habe ich größten Respekt vor dem, was Paderborn in den letzten Jahren geleistet hat. Da ist hervorragend gearbeitet worden. Vor allem hat man immer wieder phänomenale Personalentscheidungen getroffen. Das fängt mit den Trainerverpflichtungen Roger Schmidt und Andre Breitenreiter an und setzt sich bei Spielerneuzugängen wie Bakalorz, Koc, Heimloth und Hünemeier in dieser Saison oder Saglik, Kachunga, Vrancic, Ziegler, Demme und Meha in den zwei Jahren davor fort. Auch wenn mancher das hier vielleicht nicht verstehen wird, würde ich mich freuen, wenn sie aufsteigen würden, weil sie sich das durch ihre ruhige und durchdachte Arbeit in den letzten Jahren verdient haben.

  • Ex-Armine Jonas Strifler

    • jögi
    • 30. April 2014 um 08:33
    Zitat von Rechtsaussen


    Du hast ja öfters geschrieben, daß dich bisher niemand hier davon überzeugen konnte.
    Das will auch keiner. Den meisten ist es wohl scheißegal, welchen Mist du dir zusammenreimst.


    Mod: Ich zitiere mal beispielhaft diesen Part, der mich am meisten bei eurer kleinen Fehde, wenn ich es mal niedlich ausdrücken möchte, gestört hat. Ich weiß nicht, wie du dir sicher sein kann, dass es den Meisten egal ist, mir ist es in der nicht egal, was Coppi.reit schreibt, auch wenn ich öfters nicht der gleichen Meinung bin, genau wie es mir nicht egal ist, was du schreibst, wenn du dich an gewissen Anstandsregeln hältst, die du hier zumindest stark angekratzt hast.

    Wie auch bei anderen privaten "Kleinkriegen" zwischen zwei Usern, nervt es die meisten User vermutlich irgendwann und ich mache auch hier den Vorschlag, das über PN auszutragen.

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 29. April 2014 um 16:11
    Zitat von Momo

    Wenn wir absteigen, ist das komplette Trainerteam (den Torwarttrainer mal ausgenommen) hier verbrannt und da macht es keinen Sinn, den jetzigen Co-Trainer als Cheftrainer zu beschäftigen.

    Und Lettieri ist doch nur im Schlepptau von Meier hierhin gekommen. Und bei Meier gehe ich davon aus, dass der zum Saisonende definitiv weg ist, da er hier eigentlich nichts bewegt hat. Sollten wir tatsächlich noch den Klassenerhalt schaffen, können wir das in der Rubrik "noch mal Glück gehabt" und/oder "die anderen waren noch blöder als wir" verbuchen.

    Dass er nichts bewegt hat, darüber kann man geteilter Meinung sein. In Düsseldorf hat er über vier Jahre sehr gute Arbeit abgeliefert. Er ist aber wohl kein Typ "Feuerwehrmann", sondern einer, der wie in Düsseldorf eine Mannschaft entwickeln kann. Dass Arminias Verantwortliche in ihm einen Feuerwehrmann gesehen haben, kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Grundsätzlich steht Arminia jetzt defensiv unter ihm wesentlich stabiler. Und eins zeigt die Erfahrung. Ohne eine gewisse defensive Stabilität wird es schwer, im Abstiegskampf zu bestehen. Also hier hat er auf jeden Fall was bewegt. Dass er keine richtige Vorbereitung hatte, um seine Ideen zu vertiefen, dass es durchaus Spiele wie gegen Aalen oder Cottbus gab, wo man genug Chancen zum Sieg hatte, dass er das Pech hatte, dass Klos weit von seiner Bestform entfernt war, dass er eine ziemlich verunsicherte Mannschaft übernommen hat, all das sind Begleitumstände, die man bei der Beurteilung seiner bisherigen Trainertätigkeit hier mit einfließen lassen könnte, wenn man denn wollte.

  • Ex-Armine Jonas Strifler

    • jögi
    • 29. April 2014 um 10:02

    Im kicker hat er eine 3 bekommen, in der NW eine 2,5 und ich glaube im WB war das auch irgendetwas mit 'ner 2. Also, so schlecht scheint er also nicht gespielt zu haben. Und hier gab es ja bisher auch nur eine negativere Beurteilung. Und King Kneib z.B. ist bestimmt keiner, der sofort alles in den Himmel lobt.

  • Ex-Trainer Norbert Meier

    • jögi
    • 28. April 2014 um 10:13

    Es scheint also so zu sein, dass sich der gemeine Fan oft den Trainer wünscht, der dem Gegenteil seines Charakters entspricht. Während die temperamentvollen Düsseldorf lange Jahre mit dem etwas unterkühlteren Nordgesicht Meier gut klar gekommen sind, hat sich der sture und muffelige Ostwestfale an dem fröhlichen und extrovertierten Krämer ergötzt.

    Ich persönlich habe kein Problem mit etwas spröderen und ruhigeren Charakteren. Ich mag z.B. immer noch die ruhige Art von Frontzeck und seinen trockenen Humor, auch wenn ich seine sportliche Bilanz inzwischen etwas kritischer sehe. So habe ich auch keine Probleme mit dem spröden Meier und kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum er denn nicht zu Arminia passen sollte. Mag sein, dass er sich (noch) nicht mit Arminia identifiziert. Ehrlich gesagt, ist es mir auch scheißegal. Wir befinden uns im Profifußball und da muss man davon ausgehen, dass ein Spieler oder ein Trainer keine allzu enge Verbindung zu einem Club aufbaut. Wir leben nicht mehr zu Zeiten eines Uwe Seelers, der sich gewunden hat wie Aal, als er gute Angebote von anderen Vereinen bekam, weil er eigentlich nicht vom HSV wegwollte. Von daher stehe ich Aktionen häufig skeptisch gegenüber, wenn ein Spieler meint, nach einem Torerfolg das Vereinswappen küssen zu müssen oder wenn sich jemand das Vereinswappen in die Haut stechen lässt.

    Ob jetzt Meier für die Zukunft der geeignete Trainer für Arminia sein würde, kann man, wenn man ehrlich ist, noch gar nicht beurteilen. Dafür reichen 12 Spiele in einer ständigen Drucksituation ohne eine eigene längere Vorbereitung nicht wirklich auf. Er hat zumindest in Düsseldorf bewiesen, dass er über einen längeren Zeitraum eine Mannschaft entwickeln kann. Und als er dort anfing, war Düsseldorf finanziell noch nicht so gut bestellt, wie sie es jetzt sind. Und woran man es festmachen will, dass er bei Arminia nur bleibt, wenn es die entsprechenden Verstärkungen geben wird, weiß ich nicht.

    Ich muss aber gestehen, dass auch mir eine Lösung mit Stratos sehr gut gefallen könnte. Das ist jedoch nur so ein Bauchgefühl und hat hier eigentlich weniger zu suchen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • jögi
    • 25. April 2014 um 12:43
    Zitat von El Armino

    Da muss ich joegi mal fast komplett zustimmen. Mit einer kleinen Einschränkung was das Ausmaß der Durchlässigkeit des eigenen Unterbaus bei den Profis angeht. Wir können es uns schlichtweg eben nicht leisten verstärkt auf die U23 zu setzen. Einzelnen Spielern auch Einsatzzeiten geben ja, aber in der Breite wird das nicht möglich sein, weil der Faktor Zeit, bei diesen erdrückenden Schulden einfach nicht gegeben ist. Der Verein muss mindestens zweite Liga spielen. Darauf muss alles ausgerichtet sein.

    Ich meinte auch nicht, dass man in der Breite auf die U23 setzen sollte. Natürlich müsste man auch weiterhin Spieler von außen zuführen. Aber die Durchlässigkeit vom eigenem Nachwuchs zu den Profis muss eigentlich deutlich erhöht werden. Wie sieht es da denn zur Zeit aus? Da betrachte man sich mal die Spieler, die vor dem Abstieg aus der zweiten Liga vor beinahe drei Jahren noch nicht dem Spielerkader der Profis angehörten und durch mindestens eine Nachwuchsmannschaft von Arminia (also U23 und jünger) gegangen sind:

    Mainka 10 Minuten

    Das ist die Bilanz dieser Saison wobei ich einen Spieler wie Przybylko, der zwischendurch zu einem anderen Club (nicht leihweise) gewechselt ist, mal ausklammere.

    Letzte Saison:

    Turhan 56 Minuten
    Langemann 97 Minuten

    Vorletzte Saison:

    Turhan 15 Minuten
    Marzullo 5 Minuten
    Przybylko 31 Minuten

    Also kommen wir in fast drei Spielzeiten auf insgesamt 214 Minuten, was pro Spielzeit ca. 71 Minuten ausmacht. Wohlgemerkt nicht für einen eigenen Nachwuchsspieler, sondern für alle Nachwuchsspieler zusammen. Pro eingesetzten Nachwuchsspieler haben wir nicht ganz 36 Minuten pro Spielzeit zu verbuchen. Das ist eine miserable Bilanz, erst recht für einen Verein, der aufgrund seiner finanziellen Lage eigentlich darauf bedacht sein sollte, den eigenen Nachwuchs zu fördern.Hier gilt es u.a. anzusetzen, diese Zahl zu erhöhen und das nicht in der Breite, sondern punktuell.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • jögi
    • 25. April 2014 um 10:49

    Anno1905

    Deinem Beitrag kann ich mich größtenteils anschließen. Ich würde mir auch ein Konzept wünschen, an dem man sich ausrichtet, weise aber trotzdem darauf hin, dass bei Arminia angesichts der desaströsen finanziellen Lage kaum solch eine Gelassenheit herrschen kann und wird wie bei Mainz oder Augsburg. Diese können sich einen Abstieg locker leisten, bei Arminia folgt dann der Ritt auf der Rasierklinge.

    Die Stärkung des eigenen Nachwuchses (mit der Bilanz der U19 bin ich ja überhaupt nicht zufrieden) und vor allem eine bessere Einbindung des eigenen Nachwuchses bei den Profis sollte oben auf der Prioritätenliste stehen. Und da muss natürlich auch der Trainer der Profis nach ausgesucht werden. Dieser muss das Konzept mittragen und den eigenen Nachwuchsleuten auch das entsprechende Vertrauen und verstärkt Einsatzzeiten geben. Krämer z.B. wäre meiner Meinung nach kein geeigneter Trainer hierür gewesen, denn in den etwas mehr als 2,5 Jahren, die er hier tätig war, hat kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs größere Einsatzzeiten bekommen. Hin und wieder war mal einer auf der Ersatzbank und hat dann vielleicht für ein paar Minuten gespielt. Das war es dann aber auch schon. Ob ein Meier oder ein Lettieri passende Trainer hierfür wären, weiß ich nicht, bezweifle ich aber leicht.

    Und da kommen wir wieder zu einem Namen, der hier jetzt seit ungefähr zwei Tagen rumgeistert, nämlich Thomas Stratos. Anscheinend hat er in Regensburg auch auf den eigenen Nachwuchs geschaut und ihm auch Einsatzzeiten gegeben. Und er hätte noch eine weitere Eigenschaft, die ich in einem Gesamt-Konzept gerne verankert sehen würde, nämlich eine klare Spielphilosophie, die nicht darauf aufgebaut ist, vornehmlich Gegentore zu vermeiden oder Tore hauptsächlich auf Grund von Fehler der gegnerischen Defensive zu erziehlen. Stratos scheint für Offensivspiel mit viel Ballbesitz und Kurzpasspiel zu stehen. Solange das zielstrebiger als das, was Bayern in madrid gezeigt hat, ist, könnte ich mit solch einem System hervorragend leben. Und wenn das mit Mannschaften wie Regensburg halbwegs gut umzusetzen ist, scheint das Stratos ja nicht nur theoretisch zu beherrschen.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • jögi
    • 24. April 2014 um 20:27
    Zitat von Richie

    Ja, aber wenn es um Konzepte geht, dann kann man nicht ständig die Pferde wechseln. Das Konzept muss die sportliche Leitung, also Arabi vorgeben. Es kann doch nicht sein, dass man jedes Mal den neuen Trainer fragt, welches Konzept er mitbringt? Das ist der Unterschied zu Freiburg, Mainz, Bremen und Co. Die haben in der Führung eine bestimmte Vorstellung davon, was sie leisten wollen und wie sie es umsetzen. Danach ziehen die das auch konsequent durch.

    Natürlich muss man Fehler korrigieren. Aber um Konzepte erfolgreich zu machen, gehört eben auch, dass man manche Dinge realistisch betrachtet. Freiburg und Bremen wussten, dass sie unten drin stehen würden, aber man wurde nie nervös (hier schon ;) ). Das aber schon seit Jahren nicht. Da wird in Ruhe und zielgerichtet gearbeitet, man hält auch in schwachen Phasen am Trainer fest und weil das alle wissen, kommen auch kaum mal Trainerdiskussionen auf - und man kalkuliert dort Rückschläge ein.

    Ein Verein wie Arminia braucht ein Konzept, so wie es z.B von Heesen mit seinem Schlagwort "Systemfussball" verfolgte oder wie Fürth es lange Zeit als "Ausbildungsverein" gepflegt hat. Aber man braucht das Konzept nicht als Lippenbekenntnis, wie den "Bielefelder Weg", sondern man braucht ein paar Verantwortliche, die es leben und auch durch Rückschläge führen und stützen.

    Natürlich ist es wünschenswert, wenn ein Konzept vorgegeben wird und es durchgezogen wird. Aber Arminia ist kaum in der finanziellen Lage, auch mal Rückschläge einkalkulieren zu können. Wenn Bremen oder Freiburg oder Mainz absteigen, dann werden sie trotzdem weiter ohne größere Probleme existieren. Bei Arminia folgt bei einem Abstieg der Ritt auf der Rasierklinge. Arminia kann auch nicht wie Braunschweig ein paar Jahre Aufbararbeit in der dritten Liga durchziehen, das würde der Verein nicht überleben.

  • Die allgemeine Lage von Verein und Mannschaft

    • jögi
    • 24. April 2014 um 14:19
    Zitat von SWB Zecke

    Der "Bielefelder Weg" war eine reine Marketing-Verarsche, damit die Leute die Fananleihe verlängern. Mehr nicht. Meine Meinung.

    So ist es. Schnitzmeier brauchte damals einen plakativen Begriff, der positiv klingt und der ein Konzept suggeriert, um seine Fananleihen an den Mann zu bringen. Und da dieser Weg genau aus diesem Grund ins Leben gerufen wurde, war es an sich auch klar, dass dieses Konzept scheitern musste, zumal Schnitzmeier und Krücken als die Hauptumsetzer dieses Weges nebenbei viel Porzellan zerschlagen haben.

    Dass bei Arminia viel Verbesserungspotential vorhanden ist, ist für mich unbestritten. Der Nachwuchs könnte deutlich besser dastehen. Es kann nicht sein, dass man damit zufrieden ist, einer von 52 A-Jugend-Bundesligisten zu sein. Es ist kein Ruhmesblatt in der Tabelle hinter Duisburg, Bonn, Wuppertal und Essen zu stehen. Es ist kein Ruhmesblatt so gut wie nie mal einen deutschen Junioren-Auswahlspieler in seinen Reihen zu wissen. Die Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profis könnte deutlich besser sein, da muss eine engere Zusammenarbeit stattfinden, zumal es an sich ein Unding ist, dass in den letzten drei Jahren kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs größere Spielanteile in der dritten oder zweiten Liga bekommen hat. Appiah und Ortega waren ja schon vorher im Kader der Profis. Dies ist nur ein Bereich, der nicht optimal läuft.

    Natürlich wäre es schön, wenn man Entscheidungsträger hätte, die ihre Tätigkeit bei Arminia nicht nur als "Hobby" betreiben würden. Aber bezahlte Kräfte außerhalb des Geschäftsführers und sportlichen Leiter wird man sich nicht leisten können und andere potentere Menschen, die sich das nebenberuflich antun, muss man erst mal finden.

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