Der Misserfolg hat mehrere Väter. Vorstand und Geschäftsführung, die nur Trippelschritte machen, denen Konzepte und sportlicher Sachverstand fehlen, die auch viel zu lange an einem Trainer festgehalten haben, der zwar äußerst sympathisch ist und sich gut verkaufen kann (nicht negativ gemeint), dem aber in der zweiten Liga seine Grenzen aufgezeigt wurden. Eine sportliche Leitung, die, berauscht von dem unerwarteten Aufstieg und ohne große Erfahrung in den oberen Ligen, den Kader vollkommen falsch eingeschätzt hat. Da wurde zu sehr auf die "Aufstiegshelden" vertraut, bei denen einige in der dritten Liga absolut an ihre Grenzen gekommen sind. Die Schwächen, die schon in der dritten Liga teilweise auffällig waren, nämlich Ruhe im Aufbauspiel, Passqualität im Mittelfeld, Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus, wurden nicht konsequent angegangen. Man hat sich letztlich zu sehr auf Klos verlassen und darauf gesetzt, dass der ähnlich wie in der dritten Liga auch ohne planvolles Aufbauspiel schon seine Tore machen wird. Nur kann man leider die Abwehrreihen in der zweiten und dritten Liga überhaupt nicht vergleichen. Die ständigen Fehler, die die Defensivspieler in der dritten Liga gemacht haben und so Arminia zu manchem Tor eingeladen haben, wurden halt so nicht mehr gemacht. Und gegen Darmstadt unter Schuster hat sich Arminia schon in der dritten Liga schwer getan. Dazu wurde auch die Defensive, die in der dritten Liga nicht so sehr gefordert wurde, nicht entscheidend gestärkt. Spieler wie Appiah, Strifler, Hübener oder Burmeister sind teilweise in der zweiten Liga überfordert.
Meier muss sich natürlich auch der Verantwortung stellen. Allerdings hat er nur 12 Spieltage Zeit gehabt, um eine dem Abstieg entgegentaumelnde Mannschaft wieder auf die Spur zu bringen. Er ist kein Trainer für den kurzfristigen Erfolg und er ist auch keiner, der mit Innovationen den Gegner überraschen wird. Von daher war sein Inthronisierung so kurz vor Saisonschluss ein gewagtes Spiel.