Nehmen wir einmal an, SIE hätten damals die WIRs nicht abgewürgt und die Vertreter von WIR wären verstärkt in die Gremien geströmt. Wäre es da nicht wahrscheinlich gewesen, dass die Vertreter von WIR irgendwann auch ein Stück SIE geworden wären, weil halt SIE in der Verantwortung gestanden wären und somit auch SIE die Entscheidungen getroffen hätten, die SIE für richtig halten. Wenn man erst mal auf der "anderen Seite" steht, kommen andere Blickwinkel hinzu und man wird zwangsläufig manche Begebenheiten, aus denen Entscheidungen hergeleitet werden müssen, dann anders betrachten, als man dies vorher getan hat. Und dann fällt man Entscheidungen, die man vorher nicht für möglich gehalten hat. Zudem ist ja schon häufiger beobachtet worden (das ist nicht auf den Fußball oder den Sport beschränkt), dass Mensche, die zu Entscheidungsträger wurden, sich häufig ein Stück korrumpieren ließen. Der Erhalt von Macht, wie auch immer sie ausgeprägt sein mag, verändert oft einen Menschen. Mancher, der Machthunger kritisiert hat, verfällt diesem selber, wenn er denn wie auch immer ein Stück davon abbekommen hat.
Ich bin durchaus für eine gewisse Mitbestimmung der Mitgliederbasis. Man sollte sich davon jetzt aber nicht die Wende zur Glückseligkeit versprechen und oft führt ein zu großer Einfluss der Basis zu einer gewissen Blockade, wie man beim HSV gut beobachten konnte.