ZitatAlles anzeigenOriginal von Hitchcock
So, nachdem wir nun alle einmal tief durchgeatmet haben, können wir ja mal versuchen, die Lage zusammenzufassen:Vor der Saison setzt man alles auf die Karte CZ. Ziege bringt 2 Co-Trainer mit. Ferner wird auch die Leitung des Jugendleistungszentrum ausgetauscht und mit Leuten aus Zieges Netzwerk besetzt. "Alles oder nichts" quasi, um in Bielefeld mit der Brechstange das aufzuholen, was man in Freiburg, Cottbus und anderswo schon jahrelang praktiziert. Zieges Konzept schien für die Verantwortlichen aber durchaus schlüssig und überzeugend zu sein. Auf Drängen Brinkmanns und letztendlich mit seiner entscheidenden Stimme wird im Aufsichtsrat diesem Plan zugestimmt, anstatt den bereits 'Gewehr bei Fuß' stehenden Benno Möhlmann zu verpflichten
Die Vorbereitungsspiele verlaufen durchwachsen. Die ersten Ligaspiele sind geprägt von unkonstanten Leistungen und ständigen Rotationen im Kader. Ein klares System ist nicht erkennbar. Mehr als eine Halbzeit vermochte Arminia ´nie, ein gutes Spiel zu zeigen.
Nach dem Sieg gegen Ingolstadt und einem guten Kampf beim Spiel in Bochum keimte zunächst Hoffung auf. Enttäuscht wurden die Fans dann aber in den Spielen gegen Aue und in Paderborn. Hier fehlte dem Team alles, was Fußball auszeichnet. Die Mannschaft spielte unkonzentriert und leidenschaftslos. Hätte man den Trainer entlassen wollen, so hätte man es nach dem Spiel in Paderborn tun müssen. Hier hätte man die zweiwöchige Länderspielpause sinnvoll nutzen und CZ sogar noch einen sauberen Abgang verschaffen können, indem man ihn als Sportdirektor weiterbeschäftigt, für den Mann an der Linie jedoch einen erfahrenen Zweitligatrainer beschäftigt.
Die zweiwöchige Pause hat man verstreichen lassen. Im darauffolgenden Heimspiel gegen Duisburg rieben wir uns nach 15 Minuten und einem 0:3 Rückstand verwundert die Augen. Das Spiel ging 1:3 verloren. Abermals handelte die Vereinsführung nicht, zog aber im Hintergrund offensichtlich schon die Fäden für eine mögliche Demission des Trainers. Hier waren wohl vor allen Dingen finanzielle Fragen zu klären. Es scheint Fakt, dass CZ bei einer Niederlage in München entlassen worden wäre.
Dort jedoch erkämpfte die Mannschaft mit einer ansprechenden kämpferischen Leistung und gutem Abwehrverhalten einen Punkt. Die Vereinsführung reiste gar nicht erst zum Spiel an - wie gesagt, die Entlassung war wohl schon beschlossen. Niemand aus der Chefetage konnte sich somit ein Vor-Ort-Bild machen, musste jedoch via Fernsehberichterstattung und Hörensagen zur Kenntnis nehmen, dass es offensichtlich noch einen guten Draht zwischen Trainer und Mannschaft gibt. Ferner wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass kein Verantwortlicher vor Ort in München war. Peinlich und eine Zwickmühle. Man konnte Ziege nun natürlich nicht entlassen. Aber auch einen Freibrief bis zur Winterpause konnte man Ziege nicht geben. Dafür hätte man wohl auch in München gewinnen und auch in punkto Passgenauigkeit und der Offensive neue Stärke zeigen müssen.
Der kleinere PR-Gau ist für die Verantwortlichen somit das 6-Punkte-Ultimatum. Es ist die einzig mögliche Handlungsoption angesichts der Situation.
Zumindest ist das Ultimatum eine klare Aussage. Und sie birgt auch noch eine gewisse Hoffnung für den Fall, dass Ziege das Ruder nun herumzureißen vermag. Dann könnte sich nämlich sowohl Trainerteam als auch die Vereinsführung auf die Schultern klopfen, denn man hätte Geduld und Rückrat gezeigt.
Warten wir ab, wie's weiter geht.
:)Sehr gute Zusammenfassung ![]()