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  3. B_84

Beiträge von B_84

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 28. April 2020 um 18:56
    Zitat von Richie


    Was die Kinder angeht, ist die Situation mehr als schwierig, das gebe ich zu. Die ander Aussage aber finde ich gefährlich.
    Wir sind in Deutschland gerade auf einem interessanten Trip. Weltweit bewundert man uns für das Management dieser Pandemie. Wir haben eine sehr geringe Fallsterblichkeit, wir haben die Ausbreitung im Griff und wir lockern nun langsam. Aber plötzlich kommen die ganzen Kritiker aus der Ecke. Die Schäden durch die Maßnahmen sind größer als der Schaden ist ja noch sehr plakativ. Es wird ja auch an verschiedenen anderen Stellen gekratzt. Nun wird plötzlich in Frage gestellt, dass die Krankenhäuser Betten frei gehalten haben und OP's verschoben wurden und dies nicht nötig war. Das ist bei vorbeugenden Maßnahmen aber eben auch ab und an der Fall. Die gleiche, irrsinnige Diskussion führen wir jetzt gerade über die Mundschutzpflicht.

    In Deutschland fahren keine LKW des Militär vor die Häuser und schaffen die Toten weg und es sterben auch keine Menschen auf den Gängen der Krankenhäuser, weil sie nicht versorgt werden können. Es gibt ein Kontaktverbot, aber keine ausgangssperre, wie in Italien oder Spanien und es gibt kein Massensterben wie in den USA. Das passiert hier nicht, WEIL man so konsequent Maßnahmen ergriffen hat. Die Leute zeigen dann immer gern auf Schweden, lassen aber außer Acht, dass dort jetzt mit ein paar Wochen Verspätung fast das gleiche umgesetzt wird wie hier.

    Klar, das Kurzarbeitergeld ist zu knapp und die Soforthilfen sind stellenweise ein Tropfen auf den heissen Stein, aber Fakt ist, Deutschland hat finanzielle Unterstützungen auf den Weg gebracht, die kaum ein anderes Land so stemmen kann. Klar, es ist scheisse mit den Kindern zu Hause (ich kann da ein Lied von singen) und ich hätte gern den 90. Geburtstag meiner Oma mit Gästen gefeiert, aber aus meiner Sicht zeigt der Erfolg, dass die Regierung in Deutschland vieles richtig gemacht und oftmals schnell und unbürokratisch auf gravierende Änderungen reagiert hat. Zumal man ja berücksichtigen muss, wie oft und wie schnell sich Erkenntnisse verändert haben.

    Damit will ich nicht alles glorifizieren, aber ich finde es ist es wert darüber nachzudenken, ob man bei der Bewertung der aktuellen Situation nicht lieber die Maßnahmen hinzuziehen sollte, anstatt sie auszublenden. Für mich ist das Jammern auf sehr hohem NIveau. Denn ich persönlich lebe jetzt lieber mit stärkeren Beschränkungen, anstatt mit einem erneuten Shutdown im Herbst oder Winter.


    Ich stimme Dir fast vollkommen zu. Deutschland hatte natürlich auch Glück, dass sich das Virus nicht so unbemerkt verbreitet hat wie in anderen Ländern. Andererseits ist durch die Maßnahmen vieles verhindert worden, das stimmt. Die Maßnahmen waren alternativlos und mussten umgesetzt werden. Aber wenn sich nach einer gewissen Zeit Erfolge einstellen und die Maßnahmen fruchten, muss man schauen, an welchen Stellen und für wen Maßnahmen gelockert werden müssen, weil Ihr Schaden AKTUELL höher ist als der Nutzen. Und nach allem was man bisher weiß, ist es alles andere als dramatisch wenn sich Kinder untereinander infizieren sofern sie (bzw ihre Eltern) es schaffen, dass sie sich von Risikogruppen fernhalten. In irgendeiner Form sollten da Sport und Bewegungsangebote für Kinder geschaffen werden. Ich habe 2 Kinderpsychologen im engeren Freundeskreis, die aktuelle Situation scheint wirklich deutlich gefährlichere Auswirkungen zu haben als eine Infektion bei ihnen hätte.

    Und zu Schweden (in dem Punkt stimme ich nicht zu): Da wird schon wochenlang die Apokalypse vorhergesagt. Wann kommt sie denn? Die Todeszahlen sind dort aktuell höher als sonst zu dieser Zeit, aber nicht so dramatisch wie es in anderen Ländern der Fall war. Auf die Letalität würde ich gar nichts geben, da es vor allem bei Kindern und Jugendlichen eine extrem hohe Dunkelziffer gibt, denen passiert selbst halt nichts. Wenn viele Menschen in der Bevölkerung den Virus tragen, haben auch viele Tote den Virus. Es ist nicht unmöglich, dass Schweden mit der ganzen Geschichte im Herbst durch ist und wir jeden Morgen noch Herrn Wieler die Zahlen vorlesen hören.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 28. April 2020 um 14:30
    Zitat von Bohne


    Langsam ist es zunehmend aufjedenfall so, dass die Schäden durch die Maßnahmen größer sind als die Schäden durch Corona.
    Gerade im Hinblick auf Kinder.


    Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Kinder werden in vielen Punkten der Entwicklung stark eingebremst gerade, teilweise auch so, dass es zu langfristigen Schäden oder auch Entwicklungsverzögerung kommen kann. Gerade junge Kinder brauchen gewisse soziale Kontakte unter Gleichaltrigen, unter anderem zum ganz normalen Austoben. Auch wenn Laschet nicht wirklich immer eine gute Figur abgibt, in dem Punkt "Wir dürfen die Lebenswelt der Kinder bei den Maßnahmen nicht außer acht lassen" hat er meine uneingeschränkte Zustimmung.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 27. April 2020 um 13:51

    Ich finde es ist jeder Branche freigestellt ein entsprechendes Sicherheitskonzept vorzulegen, mit dem es weitergehen könnte. Die Branche Fußball macht das aktuell und wenn es abgenickt wird, war es wohl gut. Wobei ich mir dringend wünsche, dass die Gastronomie bei entsprechendem Konzept wieder den Betrieb aufnehmen kann. Nicht weil ich unbedingt in die Kneipe will, sondern weil mit die Gastronomen und alle darin Beschäftigten Leid tun.
    Wichtiger als das die Bundesliga wieder spielt finde ich übrigens, dass die allgemeine Bevölkerung (und ganz wichtig die Kinder) wieder Sport machen darf. Und zwar außerhalb des Joggens im Wald und Streaming-Yoga. Die allgemeine Fitness und damit die Gesundheit der Bevölkerung wird in diesem Jahr massiv sinken. An dieser Stelle sollte dringender geschaut werden, ob da bald wieder was möglich sein wird. In der Schule wird der Sportunterricht als letztes geöffnet. Das bedeutet, dass sich sehr viele Kinder gar nicht sportlich betätigen werden. In Spanien mussten Kinder 6 Wochen komplett zu Hause bleiben, auf großartige Bewegung werden sie dort noch länger verzichten müssen, da wird mehr zerstört als gerettet. Hier muss dringender nachjustiert werden als beim Profifußball.

    Trotzdem sollte dem Profi-Fußball die Chance gegeben werden, ein Konzept vorzulegen und testen zu lassen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 8. April 2020 um 11:56
    Zitat von EwigArmine

    Wer mag, kann sich ja mal das Strategiepapier zu Gemüte führen. Da erfährt man ganz viel über die Notwendigkeit der Tests und vor allem der Beschaffung von Tests. Weiterhin kann man sich ein Bild davon machen, was uns als nächstes so erwartet...

    https://fragdenstaat.de/blog/2020/04/0…rona-szenarien/


    Danke. Sehr spannend zu lesen.

    Aber auch da gilt, dass die Annahme der Dunkelziffer eben nur das ist, eine Annahme. In Südkorea wird mit Sicherheit viel getestet und die Dunkelziffer wird geringer als anderswo sein, aber niemand weiß, wie tatsächlich. Außerdem wurde bei der Berechnung der Fallsterblichkeit, die ja für Südkorea mit 1,1% angegeben ist, dennoch gar keine Dunkelziffer eingerechnet. Die Umrechnung für Europa ergibt dann "altersbedingt" eine Fallsterblichkeit von 1,8%. Das ist gelinde gesagt ultrakonservativ umgerechnet, denn die Altersstruktur beider Länder bzw. Regionen unterscheidet sich nicht in diesem Ausmaß voneinander. Dann gehen alle weiteren Berechnungen von einer Fallsterblichkeit von 1,8% aus. Wir kennen sie nicht genau, daher ist diese Schätzung vielleicht sogar notwendig (nichts wäre für die Entscheidungsträger schlimmer als wenn es schlechter kommt als berechnet).

    Das soll gar nichts relativieren, aber aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass man Statistiken auch gerne mal in gewisser Weise hinterfragen darf und nachschauen sollte, woher Zahlen aus Modellrechnungen stammen. In diesem Fall wurde höchst konservativ gerechnet (und wie ich finde auch bzgl gar keiner Einrechnung der Dunkelziffer ein Fehler gemacht).

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 16:54
    Zitat von ArminiaPF2D


    Das Problem ist doch gerade, dass keine belastbaren und wissenschaftlich fundierten Daten vorliegen. Sämliche Aussagen von Dir beruhen auf nur auf Mutmassungen und darauf basierende Modellrechnungen, aber haben doch nichts mit der Realität zu tun. Keiner kennt die Dunkelziffer von bereits Infizierten, keiner weiß, wie viele der Toten wirklich an Covid-19 gestorben sind, sämtliche Statistiken sind ungenau und wir fangen erst gerade an, wirklich belastbare Daten zu generieren. Und weil das so ist, ist es doch illosorisch, von vernünftiger und vor allem guter Steuerung zu reden. Wenn es so einfach wäre, wären doch die Verantwortlichen sprich Politiker die ersten, die viel zielgerichtete Massnahmen beschliessen würden.

    Genau, diese belastbaren Daten müssen erst vorliegen. Dann sollen Maßnahmen entschieden werden. Aber beides (Anzahl der Infizierten und Tod DURCH Covid19) geht in die Richtung, dass die Sterblichkeit bei der der aktuell vorliegenden Zählweise überschätzt wird. Die Frage ist nur, um welchen Faktor. Um das herauszufinden wird noch Zeit vergehen, aber zumindest sollte man sich über solche Szenarien Gedanken machen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 16:45
    Zitat von distro

    Wir können aber nicht eine ganze Generation opfern, das verbietet allein Artikel 1 in unserem Grundgesetz.

    Ein Schritt zurück in die Normalität wird sich trotzdem nur mit weiterhin massiven Eingriffen in das Alltagsleben umsetzen lassen.


    Wo liest Du denn da raus, dass eine Generation geopfert wird? Und vor allem welche? Die alte nicht, die wird ja dadurch geschützt, weil sie nicht mit Infizierten in Kontakt kommen soll. Und die junge auch nicht, weil die deutlich besser mit der Erkrankung fertig wird. Es wird zudem niemand gezwungen, sich anzustecken.

    Ich sage doch auch gar nicht, dass alle sofort wie wild auf die Straße laufen und sich anhusten sollen. Die Hygieneregeln sollten nach wie vor gelten. Es sollte den Menschen nur die Möglichkeit gegeben werden, ihre Existenz nicht völlig zu verlieren. Ich komme aus einer Familie mit vielen Selbständigen und ich sehe ja was die aktuelle Situation mit ihnen macht. Nicht nur auf dem Konto. Die Eingriffe, so richtig sie im Moment noch sind, sollten mit Augenmaß und Weitsicht betrachtet werden, am besten auch nicht nur von Virologen, sondern von Experten aller Fachrichtungen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 14:51

    Tut mir Leid, aber dieses Szenario mit so vielen Toten unter 60 Jahren ist an den Haaren herbeigezogen oder der allerschlimmste Worst Case, den die Daten zulassen. Natürlich will ich so etwas nicht. Bei den unter 60jährigen liegt die offizielle (!) Sterblichkeit bei vielleicht 0,5% inklusive der Risikogruppe und ohne die nicht registrierten Infizierten. Bei den unter 50jährigen ist die Sterblichkeit wahrscheinlich höchstens 0,2%. Diese Quoten sind aufgrund der hohen Dunkelziffer noch viel niedriger, zudem sterben kaum Personen ohne Vorerkrankungen in diesem Alter. Personen unter 50, die nicht zur Risikogruppe gehören, haben eine extrem niedrige Sterblichkeit (weniger als 0,05% vermute ich), und ja ich weiß, jeder Tote ist einer zuviel. Ich arbeite beruflich selbst mit Statistiken zur Bevölkerung, auch zu deren Gesundheit, daher versuche ich die Daten (plus das Wissen über die Dunkelziffer) soweit es geht einzuschätzen.

    So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 12:36

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich die jetzigen Maßnahmen in der aktuellen Situation für richtig halte, anders geht es im Moment nicht. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich sage nur, dass man sich in der Zeit, die man jetzt gewinnt, andere Strategien überlegen muss. Und meiner Meinung nach ist die Trennung nach Risikogruppen (die ja nun wirklich bekannt sind) die strategisch sinnvollste Möglichkeit, bei der auch langfristig gesehen die wenigsten Menschen an den direkten Folgen von Covd19 sterben.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 12:31

    Die Hunderttausenden Personen, die im Bereich Tourismus und Sport arbeiten sehen das möglicherweise anders. Kaum bis keine Neuinfektionen wird es leider nicht geben, halte ich für vollkommen ausgeschlossen.

    Ich meine das auch gar nicht so, dass alles direkt wieder geöffnet haben sollte. Das geht natürlich wie Du schreibst nur nach und nach. Und wie ich schon geschrieben habe, ist bei der neuerlichen Öffnung ganz klar darauf zu achten, Risikogruppen zu trennen, auch wenn das schwierig wird. Es geht nicht um möglichst wenige Neuinfizierungen, sondern, darum wer sich infiziert. Daher ist es schlau, das Virus zunächst unter nicht so stark gefährdeten Gruppen zirkulieren zu lassen, z.B. Schulkindern (die dann auf gar keinen Fall ihre Großeltern besuchen dürfen).

    Überlegt mal, seit wann die Sterblichkeit hochgeht. Von den Urlaubsrückkehrern aus Ischgl ist so gut wie neimand gestorben. Erst jetzt, als das Virus in Krankenhäusern und Heimen herumgeht steigt die Anzahl der Toten dramatisch an. Und genau diesen letzten Punkt gilt es möglichst zu vermeiden. Wenn sich viele junge und wenig gefährdete Personen anstecken, ist schon geholfen aufgrund einer größeren Immunität der Bevölkerung. Man sollte natürlich niemanden dazu zwingen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 7. April 2020 um 11:10

    Es gibt ja einige hier, die gegen jegliche Öffnung von irgendwas sind. Könnt Ihr mir eine Frage beantworten: Wie lange soll die aktuelle Situation eurer Meinung so weiterlaufen? Bis ein Impfstoff vorhanden ist oder wie? Klar, bei enigen laufen Gehalt oder Pension weiter, bei mir übrigens auch, hab da Glück. Ich kenne aber genügend Leute, bei denen das anders ist und die in ihrer finanziellen und gesundheitlichen Situation (sucht gerne nach Studien, damit ihr seht, wie stark die beiden zusammenhängen) sehr stark leiden werden. Wer sagt denn überhaupt, dass nächstes Jahr ein Impfstoff vorhanden ist? Bei HIV sucht man seit 40 Jahren nach einem. Wir können auch 40 Jahre Kontaktsperre machen, warum nicht?

    Schweden (wo übrigens auch nicht die totale Apokalypse ausgebrochen ist) hat einen Fehler gemacht, und zwar wurde die Risikogruppe nicht konsequent abgeschirmt. Eine möglichst breite Immunisierung der gesunden Bevölkerung ist, so blöd es es klingen mag, der schnellste Weg, die Epidemie zu beenden. Und jeder, der sich diesem Risiko nicht aussetzen möchte, muss das ja auch nicht tun. So was nennt man den freien Willen, die älteren werden sich erinnern ;)

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 5. April 2020 um 17:39

    Dieses "Es kann jeden treffen, auch Jüngere können zur Risikogruppe gehören" ist doch ein Totschlagargument. Natürlich kann es jeden, wie bei jeder anderen Krankheit schwer treffen. Aber es ist durch bisherige wissenschaftliche Auswertungen ziemlich gut dargestellt, für welche Gruppen die Krankheit wahrscheinlich ein Risiko darstellt und für welche nicht. Das kann man gut identifizieren und die Personen entsprechend einteilen. Wer dennoch nicht sicher ist, sollte (ohne Nachteile z.B. durch den Arbeitgeber) zur Sicherheit die Kontaktsperre für sich selbst weiter nutzen. Es wird niemand gezwungen näher als 2 Meter an einen Menschen heranzutreten.

    Warum es dennoch besser wäre, wenn jüngere sich infizieren: Sagen wir, wir können 20000 Patienten auf einer Intensivstation behandeln. Und bei Personen aus der Risikogruppe bräuchte z.B. jeder 5. die Intensivbehandlung, dürfen sich maximal 100000 Personen gleichzeitig infizieren. Bei Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, erkranken nur wenige wirklich schwer und maximal ein halbes Prozent braucht eine Intensivbehandlung, eher noch weniger. Das wären dann 4 Millionen gleichzeitig Infizierte, damit die schweren und Intensivfälle noch behandelt werden können. Die danach alle wohlgemerkt immun sind und keinen Risikofall anstecken können.

    Das Konzept mit der Herdenimmunität wurde nicht abgelehnt, weil es doof ist, sondern weil die Umsetzung extrem schwierig ist und Vorbereitung benötigt. Ich bin mir sicher, dass wenn diese erste Welle halbwegs im Griff ist, wird darüber ernsthaft nachgedacht. Hier in Deutschland leben alte und junge Menschen relativ häufig getrennt voneinander. Daher ist das einigermaßen gut zu realisieren. Das darf natürlich keine Hau-Ruck-Aktion sein, aber das ist der schnellste Weg, die Epidemie zu beenden. Und es wird insgesamt weniger Todesfälle geben, leider viele auf einmal in einem dann kürzeren Zeitraum, aber durch das Strecken dieser Kurve strecken wir natürlich auch die Todesfälle, nur eben über einen längeren Zeitraum (und da sei übrigens angemerkt, dass man nach ein bis zwei Jahren seine Immunität wahrscheinlich wieder verliert).


    Und ja, Fußball ist da nur eine Nebensache, es geht mir da vielmehr um das Wohlbefinden und die Existenz vieler Personen. Einer der größten Kritiker an der Aufnahme von jeglichen Aktivitäten hier im Forum scheint ja Beamter im Ruhestand zu sein. Na Herzlichen Glückwunsch, andere Menschen genießen dieses Privileg nicht und bangen massiv um ihre Existenz, z.B. als Saisonarbeiter im Tourismus oder als Selbstständiger im Gaststättengewerbe.
    Edit: Natürlich gilt für die Nichtrisikogruppenleute bei Betreten der Öffentlichkeit trotzdem, dass sie sie jegliche hygienischen Vorschriften einhalten und wenn möglich entsprechend auf Abstand gehen.

  • Corona-Virus

    • B_84
    • 5. April 2020 um 14:18

    Ich gehöre ja zu der scheinbar kleinen Minderheit, die das öffentliche Leben bis zum Sommer soweit es geht wieder in Gang bringen würde. Und zwar (so Leid es mir für diese Gruppe tut) bei strikter Isolation von Personen aus der Risikogruppe. Und das möchte ich gar nicht ökonomisch begründen, das ist tatsächlich unwichtig, bin auch kein Ökonom sondern komme aus den Gesundheitswissenschaften. Aber es wird ja immer gesagt, dass die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle steht. Das unterstreiche ich voll und ganz. Aber Gesundheit besteht eben nicht nur aus der dichotomen Unterscheidung lebendig oder tot. Wenn es nur danach ginge, müsste man in der Tat das öffentliche Leben einstellen.

    Gesundheit ist in hohem Maße abhängig vom psychischen und mentalen Wohlbefinden der Menschen, und ich habe große Angst, dass genau dies völlig vor die Wand gefahren wird. Die mentale Gesundheit ist natürlich auch zu einem Großteil von der eigenen wirtschaftlichen Situation abhängig, da gibt es genug Studien. Je schlechter bzw unsicherer diese ist, desto schlechter geht es einer Person auch. Dies führt häufig auch zu Krankheiten wie Depression, aber auch zu körperlichen Krankheiten. Auch die Eindämmung sozialer Kontakte und seiner Freizeitmöglichkeiten führt zu einem deutlich schlechteren Wohlbefinden und damit ist nicht einfach nur schlechte Laune gemeint, es geht dort häufig um Einsamkeit, Isolation und auch um Depressionen. Und ein ganz wichtiger Aspekt, der hier auch schon mal genannt wurde sind die Kinder, vor allem diese aus sozial schwachem Milieu. Die müssen zu Hause bleiben, leider ist das für nicht wenige der schlimmste Ort der Welt, häusliche Gewalt gibt es leider viel häufiger als man denkt (natürlich auch bei reichen Familien). Was ich damit sagen will ist, dass den Kindern Angebote zur Flucht (wie soziale Einrichtungen, Jugendhäuser, Schule) gerade fehlen und dies natürlich auch zu massiven psychischen Problemen führt.

    Nicht falsch verstehen, ich halte die Schließungen im Moment für richtig, als erster Schritt waren diese notwendig. Aber jetzt gilt es, vernünftige weiterführende Maßnahmen zu treffen, die Personengruppen, die potentiell gefährdet sind, zu schützen. Die Nicht-Risikogruppen sollten dann selbst entscheiden können, ob sie sich der Möglichkeit aussetzen, das Virus zu bekommen, ich würde es tun (und eben den Kontakt zu meinen Verwandten in der Risikogruppe meiden bis ich immun bin). Das erfordert weitaus mehr Disziplin als die jetzige Kontaktsperre und kann auch nicht so gut überprüft werden, aber das sollte man der Gesellschaft ruhig auch zutrauen.

  • 7. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - Arminia

    • B_84
    • 18. September 2019 um 11:43

    Die zweite Liga ist insgesamt total ausgeglichen. Ich finde solche Begriffe wie "Pflichtsieg" und "haushoher" Favorit daher generell unpassend, sowas gibt es nicht, schon gar nicht bei einem Auswärtsspiel. Aber in dieser Liga ist auch der Tabellenletzte durchaus in der Lage den Dritten zu schlagen, ohne dass es am großen Pech oder daran liegt, dass der Gegner unterschätzt wird. Und wir sind auch kein charakterlose Dreckshaufen, wenn wir da verlieren sollten :D .
    Wir sind mit Sicherheit Favorit und ich rechne auch mit drei Punkten. Ich halte die Qualitätsunterschiede aber nicht so gigantisch, wie sie hier von manchen gemacht werden. Wichtig ist, dass die Spieler das alles Samstag auf den Platz bringen.

  • 5. Spieltag: Arminia - SpVgg Greuther Fürth

    • B_84
    • 31. August 2019 um 17:48

    Komisches Spiel. Das Gegentor war albern, da hat man völlig gepennt. An sich sehe ich es aber gerne, dass wir uns fußballerisch hinten raus spielen. Klappt fast immer und bedeutet automatisch, dass wir im Ballbesitz sind. Bei lange Bällen ist die Chance auf Ballbesitz viel geringer. Das macht schon Sinn, dass wir das machen, ein Klops wie heute darf natürlich nicht passieren. War der erste seit 20 Spielen und wir auch die nächsten 20 nicht passieren. Tolle Moral der Mannschaft und eine gute 2. Halbzeit.

    Ich hätte lieber gewonnen, aber ich bin nicht völlig unzufrieden. Fürth hat eine ordentliche Offensive und hatte einige gute Spielzüge, schnell und schnörkellos durchkombiniert. Und es stimmt wie gesagt wurde, meistens kamen die Angriffe über Hartherz´Seite, vereinzelt auch über die andere. Hartherz war nicht schlecht, hat die Szenen aber auch mehrfach nicht verhindern können.

  • 2. Spieltag 19/20: VfL Bochum: Arminia

    • B_84
    • 2. August 2019 um 22:26

    Komisches Spiel. Sehr konsequent bei den ersten beiden Toren. In der Abwehr danach aber viel zu fahrlässig, bei allen Gegentoren absolut unsouverän. Da sollte es personelle Wechsel geben. Theoretisch wären sogar vier Wechsel möglich. Lucoqui, Pieper, Nilsson und Brunner ist eigentlich meine liebste Viererkette (zur Not Behrendt).

    Das 2:2 hätte ohne VAR auch gezählt, aber da es ihn nun mal gibt muss er da eingreifen. Der Bochumer steht klar in der Schusslinie und zwar im Abseits. Wir haben zu dem Zeitpunkt eh schon den Faden verloren, trotzdem extrem ärgerlich.

  • Kader 2019/20

    • B_84
    • 1. Juli 2019 um 10:20

    Hmm. Wenn ich das so lese, gehöre ich wohl zu den Wenigen, die sagen, dass wir ihn auf gar keinen Fall verkaufen sollten. Das Angebot müsste schon wirklich versaut hoch sein. Liest sich so, als wenn Vogl bei jedem Tor nur von Klos angeschossen wurde während er alleine nichts auf die Kette gekriegt hat und kein Scheunentor trifft. Sehe ich aber völlig anders. Vogl vergibt mehr Torchancen, das liegt aber auch daran, dass er sich mehr Chancen und Abschlüsse erarbeitet indem er wie ein Duracell-Häschen überall rumläuft und dem Gegner auf den Senkel geht (was wiederum Platz für Klos schafft).

  • Kader 2019/20

    • B_84
    • 27. Juni 2019 um 12:14

    Ob er eine ernsthafte Alternative zu Brunner ist, weiß ich auch nicht. Aber wir brauchen auch eigentlich einen Backup zu Brunner. Clauss ist es nicht und Schütz mMn auch nicht.

  • Kader 2019/20

    • B_84
    • 27. Juni 2019 um 10:06

    Bei dem Beitrag ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass es nächste Saison tatsächlich nur 2 Vereine aus NRW in der 2. Liga gibt, das ist wirklich wenig. Aber wenn das stimmt, was in der WAZ steht, ist die Chance tatsächlich sehr hoch, dass er zu uns wechselt.

  • Kader 2019/20

    • B_84
    • 14. Juni 2019 um 16:29
    Zitat von so.cal

    Aber ich vergas: Wir brauchen ja eigentlich überhaupt keine Neuzugänge, weil quasi keine Abgänge vorhanden sind. Scheiß egal auf Weiterentwicklung! Wir haben zwei Mal hintereinander - einmal mehr, einmal weniger - an den oberen Plätzen geschnuppert. Beim dritten Mal wird durchgestartet! Jawoll! Gute Nacht...

    Du sagst es, wir haben zweimal an den vorderen Plätzen geschnuppert und keine Abgänge. Woher kommt also diese Panik?

  • Der 2. Bundesliga-Thread

    • B_84
    • 14. Juni 2019 um 12:53

    Als Trainer konnte er mit dem Kader nicht mehr rausholen, das stimmt. Aber war er nicht auch gleichzeitig Sportdirektor und hat den Kader zusammengestellt? Da war er mMn viel zu blauäugig, kein Geld hin oder her. Als Trainer mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft ist er mit Sicherheit nicht schlecht.

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