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  3. Stoppa Schulz

Beiträge von Stoppa Schulz

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 12. April 2020 um 00:03

    Angesichts der weltweiten Entwicklung ist mir nun überhaupt nicht mehr nach Fußball.
    Und ich fürchte die ganz schlimmen Zahlen (Indien, Afrika und Südamerika) kommen erst noch.

    Hier etwas bezüglich Fußball in Zeiten von Corona :

    Fußball: Wolken von Tausenden Mikrotröpfchen

    Bezogen auf die Fußball-Bundesliga und andere Kontaktsportarten sieht Blocken keine Möglichkeit, die Spieler voreinander zu schützen, sollten tatsächlich wieder Spiele stattfinden. "Ich kann zwar keine Aussage über das Infektionsrisiko treffen, aber sicher ist, dass Menschen, die sich stark anstrengen, Wolken von Tausenden von Mikrotröpfchen abgeben", sagt Blocken. "Selbst wenn die Fußballspieler 1,5 Meter Abstand voneinander hielten, würden Speicheltröpfchen der Gegner und Mitspieler in ihre Atemwege gelangen, auf ihr Gesicht und auf ihren Körper. Und genau das möchte man mit der 1,5-Meter-Abstandsregel vermeiden."
    Eine Erlaubnis für Fußballspiele hält Blocken daher für schwierig, alleine schon, weil mancher denken könnte: Wenn wieder Fußball gespielt werden darf, dann muss ich die Abstandsregeln doch auch nicht mehr befolgen. Der belgische Wissenschaftler sagt daher nicht ohne Bedauern: "Ich denke, wenn man die 1,5-Meter-Regel in den kommenden Wochen und Monaten konsequent anwenden möchte, dann bedeutet das leider auch, dass nicht mehr viele Sportveranstaltungen möglich sein werden."

    Hier die Quelle : https://www.dw.com/de/corona-und-…icht/a-53076008

    Ich denke der Artikel könnte für einige hier interessant sein, da es ja auch um Joggen, Radfahren und dergleichen geht.

    Ich persönlich denke die Verfasser des Artikels wissen schon wovon sie sprechen.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 10. April 2020 um 09:40
    Zitat von 33615

    Kann ich nicht, meine Stammkneipe ist auch dicht.

    Im Ernst, ich halte die Beendigung aller Vorsichtsmaßnahmen überhaupt nicht für sinnvoll. Zustände wie in Italien, Spanien oder New York will ich ich hier selbstverständlich auch nicht haben. Meine Mutter ist 82 Jahre alt und ich fände es schön, wenn wir sie nicht nach einer Infektion jämmerlich ersticken müsste.

    Fußball zu so einem Preis mit Sicherheit nicht!

    Vom jämmerlichen ersticken Deiner Mutter Eurerseits kann ich nur dringend abraten. Das tut man nicht. 8| :rolleyes: :baeh:

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 8. April 2020 um 08:12
    Zitat von Terrier

    Die Alten Leute in Alters, Pflegeheime und Krankenhäuser sind ja nun isoliert.
    Das Problem sind da ja nun die Pflegekräfte und Ärzte und die müssen immunisiert werden und dürfen das Virus nicht verbreiten.
    Wenn erstmal ein verseuchter Pfleger mir den Arsch abwischt, kann ich mir auch gleich die Kugel geben.
    Wer geht noch freiwillig ins Krankenhaus?

    2ter Versuch

    Nur lebt die Mehrheit der "Alten Leute" zum Glück (nicht auf den Virus bezogen) nicht in Alters.- Pflegeheimen oder Krankenhäusern.
    Die leben ganz normal in Ihren Wohnungen und nehmen wie Du und ich am Alltag teil. Da ist nichts mit Isolation. Die sind wie alle anderen auch allen Ansteckungsrisiken ausgesetzt. Nur die Folgen einer Ansteckung können bei diesen Menschen viel schlimmer sein.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 8. April 2020 um 08:05
    Zitat von LeckerKnoppers

    Bzgl der Zahlen noch was. Bei 2 Kollegen jetzt mitbekommen. Die testen bei weitem nicht jeden. Mit einzelnen Symptomen wird man erstmal 2 Wochen nach Hause geschickt, getestet wird erst, wenn Fieber dabei ist oder im Umfeld ein positiver Test war. Die ganzen leichten Verläufe werden folglich in der Infizierten Statistik nicht mal erfasst.

    Von daher sind die Prognosen schlicht schwierig.

    Und warum wird nicht jeder getestet ?? Weil einfach zu wenig Kapazitäten da sind. Das nicht testen trotz Verdachts geschieht doch aus der Not heraus. Darum sind meiner Meinung die Tests an "gesunden Fußballprofis" zum Zwecke der Durchführung von Geisterspielen absurd.
    Aber das hatten wir ja alles schon. Ich bin sicher die DFL wird da schon bekommen was sie wollen. Richtig finde ich das aber absolut nicht.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 8. April 2020 um 07:59

    Nonsens

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 7. April 2020 um 14:19
    Zitat von B_84

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich die jetzigen Maßnahmen in der aktuellen Situation für richtig halte, anders geht es im Moment nicht. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich sage nur, dass man sich in der Zeit, die man jetzt gewinnt, andere Strategien überlegen muss. Und meiner Meinung nach ist die Trennung nach Risikogruppen (die ja nun wirklich bekannt sind) die strategisch sinnvollste Möglichkeit, bei der auch langfristig gesehen die wenigsten Menschen an den direkten Folgen von Covd19 sterben.

    Ehrlich, wäre für Dich so ein Scenario akzeptabel ?

    https://www.n-tv.de/panorama/Exper…le21696841.html

    Und an @ alle.
    Meine Meinung zählt hier nicht mehr oder weniger als die anderer.
    Ich bin überhaupt nicht gegen die Fortführung des Fußballs (auch wenn es denn Geisterspiele werden würden).
    Solche Spiele sind wohl für jeden Fan sportlich völlig uninteressant (ist wie Tore bauen hat hier jemand geschrieben), aber wenn es denn der Kohle wegen sein muss....!?!

    Nur der Zeitpunkt. Anstatt sich (ein wenig) über die zuletzt vorsichtig positiven Zahlen zu freuen, will man hier gleich wieder alles mit der Brechstange erzwingen. Ich bin einfach dagegen das für den Fußball solche Ausnahmen gemacht werden. Für mich zählt der Fußball nun mal nicht zu den momentan essentiell notwendigen Branchen die unbedingt laufen müßen.
    Am schlimmsten stoßen mir allerdings die momentan (mutmaßlichen) Pläne über die Durchführung solcher Geisterspiele auf. Wenn man lesen muss das da mehr als 200 Personen je Spiel in einem Stadion sein sollen, wie soll das mit der gesundheitlichen Sicherheit (Tests) gehen ? In dieser Sache habe ich eine ganz klare Meinung. So lange es nicht gegeben ist das Menschen die pflegen und / oder in Krankenhäusern arbeiten regelmäßig (eigentlich täglich) getestet werden können, darf nicht ein Fußballprofi (zum Zwecke Durchführung dieser Geisterspiele) getestet werden.
    Das ist der Fußball einfach nicht wert.
    Was sagte Herr Seifert : "Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen"
    Die Ligen sollten dann wieder losgehen sobald es für alle wieder sicher ist draußen Fußball zu spielen

    In unserer kapitalistischen Gesellschaft richten die momentanen Beschränkungen immense Schäden an. Ich bin mir zu 100 % sicher das unsere Politiker uns sofort wieder von der Kette lassen, wenn es die Umstände zulassen. Wie beim Fußball, es muss brummen.
    Also bitte abwarten und den Herrschaften etwas vertrauen. Die Vergleiche weltweit zeigen doch ein recht gutes Krisenmanagement in Deutschland.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 7. April 2020 um 10:56
    Zitat

    100 %ige Zustimmung. Dieses Riesentheater ist nur noch nervig. 224 Fälle bei ca. 300.000 Einwohner, wahnsinn. Wenn man den Medien glaubt hat es ja jeder zweite. Ich kenne in meinem gesamten Umfeld keinen der es hat bzw. keinen der einen kennt der es hat.
    224 Fälle. davon haben 200 wahrscheinlich sowas wie eine leichte bis normale Erkältung.
    Ich fände folgende Regelung am besten: Wer Angst hat kann zu Hause bleiben, der Rest kann das meiste wieder normal machen.
    Wenn man sich vorstellt, wir steigen tatsächlich auf und niemand ist dabei... kein Rathaus...

    Fassungs.- und sprachlos ob solcher Einstellung und Äußerungen. Überhaupt der letzte Satz reißt alles raus ! :wall: :kotzen:

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 7. April 2020 um 08:48
    Zitat von Curt Schilling

    Stadt Bielefeld Gesundheitsamt Stand 06.04.2020: Coronafälle: 224 Todesfälle: 1 Ich habe hier mal von "Bluff" gesprochen, nehme ich zurück. Aber man muß schon mal fragen, warum man nicht ab Mai mit Zuschauern die Spieltage völlig normal zu Ende bringen kann? Und weil wir ja auch 2 haben, die Schweden sind ein cooles Volk.

    Das mit dem coolen Volk sag mal all den den Angehörigen von Senioren die bereits wegen diesem coolen Vorgehen gegen das Virus gestorben sind. Und bitte nicht wieder die sind ja alt, haben Vorerkrankungen und wären eh bald gestorben.

    Außerdem wachen sie in Schweden wohl langsam auf : https://www.sueddeutsche.de/politik/corona…stand-1.4868753

    https://www.tagesschau.de/ausland/corona…hweden-101.html

    Solltest auch mal bei den schwedischen Nachbarn (Norwegen, Finnland) nachfragen, was die von dem coolen schwedischen Umgang mit der Pandemie halten.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 18:03
    Zitat von Gate4

    @StoppaSchulz

    Danke für Deinen Bericht der Krankenschwester.
    Ist nur leider nichts neues, habe selbst über 20 Jahre im Krankenhaus gearbeitet, und meine Frau ist heute noch Intensivschwester.
    Habe mich dann nur entschieden etwas anderes zu machen, weil die Zustände voraussehbar waren.
    Ich weiß nicht warum Du dich bei jedem Beitrag über Fortführung der Bundesliga so angegriffen fühlst. Sicher gibt es wichtigeres, z.B. möchte ich mal wieder zum Friseur. Irgendwie muss es ja mal weitergehen, wie auch immer. Da es im Moment niemand weiß darf man aber doch spekulieren?
    Aber da ich ja nicht mehr alle Latten am Zaun habe kann ich es vielleicht auch nicht beurteilen. :)

    Wenn das nichts neues für Dich ist verwundert mich dein Post umso mehr.
    Mit dem jetzigen Wissen um Euren familiären beruflichen Hintergrund kann ich mit dem Satz : Die Alten und Risikogruppen isolieren, Mundschutzpflicht und fertig, noch weniger konform gehen.
    Mit diesem Background solltest Du es doch wohl besser wissen das mit so etwas nichts fertig ist. Ich denke da passt das mit den Latten schon.

    Und mal gemeinsam rechnen ? Ausstehende Spiele (Liga 1+2) = 163
    Pro Spiel ca 70 Beteiligte (2 x Kader, 2 x Trainerstab + med. Abteilung, Sicherheitsdienst Absperrung Stadien, Balljungen, TV Mitarbeiter) sind wohl eher zu tief gegriffen.

    Aber 70 x 162 Spiele wären 11340 Tests die gemacht werden müßten. Rechnen wir die Balljungen raus sind es 11000 Tests.

    Diese 162 Spiele sollen aber über mehrere Wochen gespielt werden. Das bedeutet die Beteiligten müßten schon mehrmals (man las ja von alle 3 Tage) getestet werden. Das sind schon dolle Aussichten.

    Man darf mich gerne berichtigen wenn ich falsch gerechnet habe.

    Weiterhin meine Frage : Welche andere Liga in Europa trainiert ? Weiß da jemand was ?

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 17:35
    Zitat von EwigArmine

    Da sprichst Du einen ganz wichtigen Punkt an: Akzeptanz! Hier wird sich aus meiner Sicht in den nächsten Wochen einiges drehen in der Bevölkerung. Momentan sind ja alle relativ verständnisvoll. Wenn aber nach Ostern verkündet wird, dass Kitas und Schulen weiter geschlossen bleiben, wenn die Leute weiter zu Hause sitzen dürfen und ihren Jahresurlaub dafür opfern müssen, wenn Kurzarbeit verlängert wird und der Geldbeutel und alle anderen Belastungen in Beruf und Familie immer enger werden, wenn tatsächlich Zahlungsunfähigkeiten eintreten, ja dann wird es richtig krachen in der Gesellschaft und dann werden wir sehen, dass Fußball unser geringstes Problem darstellt.

    Auch dazu hat sich der Virologe Keukele bereits vor Wochen geäußert. Wenn alle strikt zu Hause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen unterbinden, müßte das Virus nach einigen Wochen unter Kontrolle sein da es keine Möglichkeit der Vermehrung findet.
    Warum klappt das nicht ?
    Weil viele einfach nicht einsehen sich an diese Vorgaben (Kontaktsperre + bleibt zu Hause) zu halten.
    Weil vielfach einfach weiter gearbeitet wird als ob nichts wäre. Warum werden sonst täglich tausende Neuinfektionen gemeldet ? Wo und wie stecken die sich nach nun 4 Wochen "wir bleiben zu Hause" an ?
    Da auf die Einsicht der Bevölkerung zu hoffen fliegt den Schweden scheinbar momentan gewaltig um die Ohren. Und bei uns kann man ja auch immer wieder hören und im TV sehen wie oft auf die Beschränkungen geschis...wird.
    Wenn die Menschen nicht begreifen das es hier wirklich für viele ums blanke Überleben geht, und das man dafür Opfer bringen muß (auch wenn man selbst risikobefreit ist, so es denn so etwas gibt), dann tut es mir leid.

    Wenn die Zahlen einiger asiatischen Zahlen denn stimmen, haben die es uns doch vorgemacht. Absolute Kontrolle und Quarantäne (eher schon Hausarrest). Das hat China für 3 Monate vorgeführt und wir jammern schon nach 4 Wochen bei weitaus lockereren Vorgaben. In solchen Staaten (China, Singapur, Taiwan, Südkorea) hinterfragt die Bevölkerung nicht groß die Maßnahmen und macht das was gefordert wird.
    Ich heiße das nicht gut und würde mir solche Verhältnisse nie wünschen, aber scheinbar funktionieren sie in einer solchen Situation.

    :S ?(

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 16:58
    Zitat von Gate4

    Fußballvereine haben teilweise ihre eigenen Labors und Möglichkeiten. Außerdem gibt es schon Antikörpertests, habe letzte Woche selbst einen machen lassen. Man braucht nie im Leben 20000 Tests um die Saison zu Ende spielen zu lassen.
    Und wenn selbst Krankenschwestern laut RKI infiziert arbeiten dürfen sollte es wohl mit "Geisterspielen" auch gehen.
    Die Alten und Risikogruppen isolieren, Mundschutzpflicht und fertig.
    Mann kann natürlich auch weiter alles verbieten, nur weil man versäumt hat ausreichend Schutzmaterial zu besorgen. Aber dann bin ich mal auf die weitere Akzeptanz der Bevölkerung gespannt...

    Also eine infizierte Krankenschwester mit Bundesligaprofis gleichzusetzen ist so ziemlich mit das dämlichste was ich in letzter Zeit hier gelesen habe.
    Warum dürfen (eher ja wohl sollen) diese Menschen wohl weiterarbeiten ? Weil sonst die Pflege und Versorgung der Kranken nicht mehr gewährleistet ist. Und das nur solange bis jemand positiv getestet ist. Das bedeutet dann nämlich aus die Maus und ab in die Quarantäne. Leider fehlt es an Tests um diese Menschen regelmäßig (eigentlich täglich) zu testen.

    Damit Du mal weißt was Krankenschwestern abverlangt wird kannst Du ja mal dieses lesen :

    "Ich will nicht infiziert sein und arbeiten müssen"

    Nina Böhmer muss Mundschutz und Kittel mehrfach benutzen und soll auch dann pflegen, wenn sie infiziert ist. Die Krankenschwester fordert mehr als nur ein Danke.

    Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für das Krankenhauspersonal wurden angepasst: "Medizinisches Personal muss künftig nach Kontakt zu COVID-19-Erkrankten nicht mehr so lange in Quarantäne und darf bei dringendem Bedarf in Klinik oder Praxis arbeiten, solange keine Symptome auftreten", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Hier erzählt die 28-jährige Krankenschwester Nina Böhmer aus Berlin, welche Sorgen ihr das bereitet und weshalb ihr Danksagungen nur wenig helfen.
    Bis vor Kurzem war ich unsichtbar, kaum jemand hat über meinen Beruf gesprochen. Ich bin Krankenschwester in einem Berliner Krankenhaus. Jetzt in der Krise sagen plötzlich alle uns Pflegefachkräften Danke. Minister, Prominente und auch Patienten. Ich bin gerührt, wenn ich sehe, dass sich abends Menschen auf Balkonen versammeln und für uns applaudieren. Endlich werden wir gesehen, werden sogar als systemrelevant bezeichnet. Und doch fühle ich mich alleingelassen. Kaufen kann ich mir von all dem nichts.

    Jeden Tag scheint es schlimmer zu werden. Erst hieß es, dass genug Schutzmaterial da sei und die Politik mehrere Millionen Masken bestellen würde. Jetzt sollen wir Krankenschwestern ein und denselben Mundschutz und auch unsere Schutzkittel für mehrere Patienten benutzen. Andere Kolleginnen aus ganz Deutschland berichten mir, dass sie sogar benutzte Schutzkleidung waschen und zum Trocknen aufhängen. Das gefährdet uns. Überall sehe ich nun, wie Anleitungen verschickt werden, wie man sich einen Mundschutz selber basteln kann. Mich macht wütend, dass sich gerade Privatpersonen derart mit Schutzausrüstung eindecken und für uns keine mehr da ist. Vor allem, wenn ich daran denke, dass vermutlich Patienten und Besucher unseren Mundschutz geklaut haben.
    Danke dafür.
    Anstatt uns jetzt gut auf die Krise vorzubereiten, erleben wir, wie alles, für das wir uns bisher eingesetzt haben, ausgesetzt wird. Die Personaluntergrenzen gelten nicht mehr, dabei hat Jens Spahn sie gerade erst eingeführt. Sie sollten garantieren, dass wir nicht in enormer Unterbesetzung arbeiten und dafür sorgen, dass wir notfalls Betten oder Stationen schließen, um nicht unsere Gesundheit auf Dauer zu gefährden. In der Krise ist plötzlich egal, wenn eine Pflegekraft alleine für 40 Patienten zuständig ist.
    Danke auch dafür.
    Und jetzt sollen wir auch noch weiterarbeiten, wenn wir uns mit Sars-CoV-2 infizieren, wenn wir also selbst an dem Virus erkranken und keine Symptome spüren. Zumindest solange wir noch nicht positiv getestet wurden. Wir müssen dann nicht mehr lange in Quarantäne, sondern arbeiten, als wäre nichts geschehen. So empfiehlt es seit dieser Woche das Robert Koch-Institut. Also ausgerechnet diejenigen, die Kontaktsperren befürworten und dafür sorgen wollen, dass alle Infizierten zu Hause bleiben. Ich will nicht infiziert sein und arbeiten müssen. Ich will nicht auf einem Feldbett im Krankenhaus schlafen und dort in einer riesigen Quarantäne pflegen müssen. Vor allem nicht, wenn es nicht ausreichend Schutzmaterial gibt. Ich mache mir wenig Sorgen um mich, sondern will keine Gefahr für ältere Patienten, für die Schwerkranken, die wir behandeln, und auch für meine Kolleginnen sein.
    Nochmals: Danke!
    Wenn ich die Bilder aus Spanien, Italien, Frankreich und nun auch den USA sehe, macht mir das große Sorgen. Gerade kursiert in meinem Umfeld eine Nachricht, wonach eine 34-jährige Krankenschwester aus der Lombardei Selbstmord begangen haben soll. Sie wurde positiv getestet, konnte nicht mehr mit dem hohen Arbeitsdruck und der Angst, andere anzustecken, umgehen. Ich will nicht, dass wir auch hier mit ähnlichen Situationen zu kämpfen haben.
    Noch ist es ruhig, viele sprechen von der Ruhe vor dem Sturm. Operationen wurden abgesagt, unwichtige Behandlungen werden verschoben. Doch wenn der Sturm die Tage kommt, befürchte ich, dass man uns Krankenhauspersonal damit alleine lässt.
    Bleibt nur zu hoffen, dass wir auch nach der Krise nicht vergessen werden. Dann ist die Zeit gekommen, um die Danksagungen in wirkliche Verbesserungen zu übersetzen. Wir brauchen bessere Löhne, mehr Kollegen aus dem Ausland und die Rückkehr vieler Pflegerinnen und Pfleger, die ihren Beruf wegen der schlechten Arbeitsbedingungen aufgegeben haben. Wir brauchen Krankenhäuser und Stationen, die gut ausgestattet sind. Denn auch nach der Krise wird die Zeit für uns eine besonders intensive. Dann werden all die Operationen und Behandlungen durchgeführt, die jetzt verschoben wurden. Zusätzlich zu den Notfällen, die ohnehin immer sofort behandelt werden müssen. Dann werden wir sehen, was die Danksagungen wirklich wert sind.

    Toll bei diese Zuständen dann solch einen Satz loszulassen :
    Und wenn selbst Krankenschwestern laut RKI infiziert arbeiten dürfen sollte es wohl mit "Geisterspielen" auch gehen.
    Das RKI hat nie gesagt das infizierte Krankenschwestern arbeiten dürfen. Da ist es wieder mit lesen und verstehen. Du mußt schon hingucken was da steht.

    Und wie immer in der Not werden Sicherheitsvorschriften und Bedenken völlig ignoriert. Geht ja nicht anders. Kennt wohl fast jeder aus seinem Arbeitsumfeld. Habe ich persönlich in "unserer" JVA immer wieder erleben dürfen. Immer weniger Bedienstete (bitte nicht Wärter) bei mehr Gefangenen. Die RISO (Richtlinien für Sicherheit und Ordnung) durfte man gegenüber Vorgesetzten dann nie erwähnen. Man wurde einfach genötigt eigentlich verbotene Dinge zu tun. Geht ja nicht anders, man kann den Knast ja nicht zuschließen. Vielen Dank dafür auch von mir im Nachgang.

    Und als Krönung dann Deine Aussage : Die Alten und Risikogruppen isolieren, Mundschutzpflicht und fertig.

    Sorry, aber Du hast ja nicht mehr alle Latten am Zaun. Und solche Aussagen nur um Geisterspiele zu rechtfertigen. Pfui !!!

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 15:24
    Zitat von marcopolo


    @stopper: Wie immer, man muss es differenziert betrachten. Wenn die Testkapazitäten bei der essentiellen Infrastruktur abgezwackt werden, dann nein. Wenn aber der Profisport es schafft, diese Tests in seinem eigenen Kosmos, also zB mit den eigenen Mitteln aus der Sportmedizin zu schaffen, sieht es schon wieder anders aus. Oder wenn bis dann einfache Tests zur Verfügung stehen. Wie immer alles eine Frage des Kontextes und der vertretbarkeit. Und diese Abwägungen gilt es jetzt in allen Bereichen zu treffen, damit es nach und nach wieder voran geht.


    Abwägungen müßen getroffen werden. Echt jetzt ? Und dann so ein Beitrag ??

    Natürlich, eventuell vorhanden Schutzmasken (FFP2 Und FFP3) sollen strikt für Krankenhäuser und pflegendes Personal vorbehalten sein. Schade ich hätte auch gerne eine. Falsch abgewogen - Pech für mich.

    Selbst wenn der Profisport es schaffen sollte aus dem eigenen Kosmos Test zu generieren sollten diese doch wohl dann dahin gehen wo sie Leben retten können. Wie ich bereits sagte bei manchen Beiträgen fehlt mir jedwedes Verständnis. Toll wir machen uns unsere eigenen Tests damit die jungen gesunden Bolzer für Geisterspiele getestet werden können. Und wenn woanders wegen fehlender Tests Menschen ihre und anderer Gesundheit aufs Spiel setzen.... Egal, der Ball muß rollen. Sorry bei sowas muß ich nun wirklich :kotzen:

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 14:02
    Zitat von Wilhelmsson 2704

    Bin da zu großen Teilen bei dir. Und möchte diesen Trainingsbetrieb auf deren Vereins Betriebsstätte gerne mal um die Produktionskette in einer Fertigung erweitern, bzw. vergleichen.

    Der jeweilige Betrieb sorgt - schon aus Eigeninteresse - dafür, dass den Mitarbeitern klare Vorgaben mit auf den Weg gegeben werden um eine Gefahr der Verbreitung durch unnötig engeren Mitarbeiterkontakt untereinander weitest möglich zu minimieren. So als eine Art "kleines Einmaleins" in der aktuellen Situation. Ich gehe dabei jetzt beispielhaft von der Situation an meinem Arbeitsplatz - mit regelmäßigem MA Kontakt - aus. Wenn es dort gelingt, warum sollte es dann nicht zuletzt auch auf das Training von Fussballprofis zutreffen?
    Ja dort sollte es gar weitaus einfacher zu händeln sein als in den Unternehmen, was die Sensibilisierung der MA (Spieler + Staff) und deren räumlicher Trennung in der realen Produktionskette angeht. Zumal es sich dabei ja um eine kleinere Gruppe auf weitaus größerem Raum geht.

    Wie man danach mit Vertrieb / der Bereitstellung des Endproduktes (dem Spiel) umgeht steht dann noch auf einem anderen Blatt. Aber am Beginn der Fertigungskette sollten auch für die produzierenden MA (in dem Fall die Fußballprofis) die gleichen Maßstäbe gelten wie für jeden anderen der von mir beispielhaft gewählten MA auch.

    Zitat von marcopolo

    Ich bin auch auf der Seite, den Fußball nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang zu sehen. Und da erkenne ich keine größere Gefahr als bei all den anderen Betrieben, die weiter arbeiten. Die Baustellen laufen weiter, osteuropäische Arbeiten verbringen teils die Osterferien auf den Baustellen weil sie nicht nach Hause können. Saisonarbeiter werden eingeflogen damit wir unseren exklusiven Spargel Fetisch nachgehen können. Aktuell gibt es viele Dinge die nicht glatt laufen, es ist eben eine nie dagewesene Situation und da findet man immer Leute die Fehler machen. Aber immerhin gibt es Leute, die in dieser Zeit anpacken auch auf die Gefahr hin, in der retrospektive dann was falsch gemacht zu haben.
    Jetzt zum Fußball, dass Vereinsfußball allgemein mehr ist als das Profiteam und auch mehr als der (zurecht) kritisierte Kommerz ist hier doch wohl Konsens. Wir müssen zu einem gesunden pragmatismus zurückkehren, damit dieses Kulturgut nicht zum großen Teil ausstirbt (Stichwort 13 von 36). Und ich glaube schon, dass es letztlich auch moralisch zu vertreten ist mit ärztlicher und politischer Rückendeckung wieder zu spielen. Es muss nach und nach neben der Wirtschaft auch der Kulturbetrieb in vertretbarem Maße wieder hochgefahren werden, sonst brechen jahrzehntelange Strukturen unwiderruflich weg. Da wird es Mittel und Wege geben, wie Isolation der älteren etc. und erste medikamentöse Ansätze gibt es ja anscheinend auch. Ich bin jedenfalls, sofern die entscheidenden Leute das vertretbar abnicken, für den Start der Geisterspiele Anfang Mai.

    Und Du würdest akzeptieren das eventuell für diese Spiele 20000 Test verballert werden ?

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 13:35
    Zitat von Terrier

    Ich verstehe dieses "Kontaktverbot" für Profi Fußballer und das Verbot Ihre Arbeitsstätte aufzusuchen nicht wirklich.

    Ohne Zuschauer ist für mich Profifußball auch nichts anderes wie Tore bauen oder Schweine schlachten.
    Es gibt doch genug große Firmen wo die Mitarbeiter jeden Tag hin und zurückfahren, mit Kollegen zusammen arbeiten und Speisen.
    Abends sind sie dann bei Ihren Familien und gehen auch in den Supermarkt.
    Alles ganz ohne Test und Theater.

    Auch im Handwerk oder in Dienstleistungsbereich arbeite ich doch mit mehreren Kollegen zusammen und das genau so wie vor Corona auch.

    Das auch bei Geisterspielen nicht 3000 Fans vor dem Stadion stehen muss man verhindern.
    Wenn man das nicht kann, braucht man auch keine Spiele ohne Zuschauer zulassen und kann sich das Training auch sparen.


    Es gibt kein Kontaktverbot für Profifußballer mit einem Verbot die Arbeitsstätte aufzusuchen. Das Kontaktverbot gilt für das ganze Land. Das auch in nicht lebensnotwendigen Betrieben weitergearbeitet wird als ob es das Virus nicht gäbe, mit allen von Dir aufgezeigten Folgen, sind genau der Grund warum uns täglich tausende Neuinfektionen gemeldet werden.

    Wer und warum entscheidet (es sind natürlich unsere Politiker) weiß ich im Einzelnen nicht. Für mich steht aber fest : Es gibt Arbeitsstellen die wir unbedingt brauchen, und wo ich denen die täglich dort arbeiten sehr, sehr dankbar bin. Und es gibt momentan sicherlich Betriebe die arbeiten wo ich nicht nachvollziehen kann (z.B. Tore bauen) ob das unbedingt so sein muss. Die Infektionsgefahr bei solchen Arbeiten sollte meiner Meinung durch Verbot vermieden werden. Aber das haben ja nun mal andere zu entscheiden.

    Laut DFL stellt man ja eine Ware her und sieht sich auf Augenhöhe mit dem Automobilbau und Flugzeugindustrie.
    "Seifert nannte den Fußball am Dienstag in einem Atemzug mit der Automobil- und Flugzeugbranche, zwei Schlüsselindustrien hierzulande: "Autos lassen sich nicht zu Hause bauen, Flugzeuge fliegen nicht im virtuellen Raum, und letztlich gilt es auch für den Profifußball: Er kann nur funktionieren, wenn er gespielt wird", sagte er."

    Auf dieser Augenhöhe, in dieser Gesellschaft sieht sich der Fußball. Dabei ist das wirtschaftlich betrachtet ein Witz: Der Gesamtumsatz der Bundesliga 2019 lag laut DFL-Wirtschaftsreport bei 3,81 Milliarden Euro, das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zur gleichen Zeit bei 3,44 Billionen Euro. Der Bundesliga-Fußball machte demnach nur 0,11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Autoindustrie dagegen liegt bei vier Prozent des BIP.

    Das zum Thema Wichtigkeit des Profifußballs.

    Da momentan überhaupt nicht feststeht ob, wann oder wie in Zukunft gespielt werden soll, sind diese Trainingsaufnahmen per Sondergenehmigung zu diesem Zeitpunkt für mein Empfinden unverantwortlich. Was für ein Zeichen an den Rest der Nation.

    Und hier bitte nochmals nachlesen was und wie es aussehen könnte wenn man über Geisterspiele nachdenkt :

    Arzt Kekulé zu Bundesliga-Geisterspielen: "Rein virologisch wäre es lösbar"

    05.04. - 00:26
    Neun Spieltage stehen allein in der Bundesliga in der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Saison 2019/20 noch aus. Ein Mammutprogramm, das wohl nur noch mit Geisterspielen zu stemmen ist. Dass das gelingen kann, hat Arzt und Virologe Alexander Kekulé nun gedanklich durchgespielt.
    Virologe Kekulé hält eine Fortsetzung der Bundesliga noch im kommenden Mai für möglich. "Machbar ist alles", sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF": "Man kann sich überlegen, wie man die Bundesliga-Spieler speziell absichert, dass sie in der Lage sind zu spielen."
    Für die Spieler sei dies aber mit drakonischen Maßnahmen verbunden. "Man müsste für sie selbst den Lockdown verlängern. Sie müssten privat unter besonderen Sicherheitsbedingungen weiterleben. Die ganze Mannschaft müsste in eine Art Spezialquarantäne. Außerdem müsste man sie vor jedem Spiel neu testen", sagte Kekulé. Insgesamt bräuchte man bei diesem Vorhaben insgesamt bis zum Saisonende ungefähr 20.000 Tests.
    Man müsse auch berücksichtigen, dass die Spieler nicht zur Risikogruppe gehören, sagte der 61-Jährige: "Rein virologisch wäre das Problem deshalb lösbar. Aber nur, wenn man eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler schafft." Die Frage wäre nur, wie man diese Spezialbehandlung der Fußballer der Gesellschaft erkläre, wenn es ganz vielen anderen Leuten draußen schlecht gehe.
    Nach Ansicht von Kekulé könnten Fußballspiele im gesamten Jahr 2020 - er nannte bei seinen Einschätzungen neben der 1. Liga auch das deutsche Unterhaus - überhaupt nur noch vor Geisterkulissen stattfinden. "Ich würde für dieses Jahr nichts mehr planen mit Publikum", sagte der Virologe. "Da wäre ich pessimistisch. Es sieht nicht so aus, als könnten wir dieses Jahr so etwas noch ernsthaft ins Auge fassen."

    Mehr kann ich zu meiner Sicht der Dinge nicht sagen. Für mich dürfte diese Saison nicht mehr weitergehen. Die bisherigen Spiele der Saison sind in meinen Augen fair abgelaufen (eventuell bis auf das Geisterspiel MG). Also sollte man die erreichten Ergebnisse so werten wie sie sind ( Meister, Teilnehmer an externen Wettbewerben, Ab.- und Aufsteiger stehen fest. Offen wäre die Relegationen der Ligen sowie der DFB Pokal (den könnte man auch mal streichen). Natürlich würde das den einige Vereine positiv und andere negativ treffen. Aber nochmal die Saison bis hierhin ist halt mit den aktuellen Tabellenständen fair entstanden. warum sollte man das nicht akzeptieren können ?

    Bezüglich der Fernsehgelder müßte und wird man bestimmt Lösungen finden. Diesen Rechteverwertern ist bestimmt nicht daran gelegen einige Vereine in Zukunft nicht mehr zu sehen. Der Zirkus muß ja weitergehen. Ich hoffe nur das wir alle diese Schei... gesund überstehen und das der Fußball in Zukunft dann in (finanziell) vernünftigeren Bahnen verläuft.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 11:02
    Zitat von Pasi

    ...genau, Betrug.

    @Stoppa: Wieso um Himmels Willen willst Du mit aller Macht verhindern, dass Fußballer ihren Beruf ausüben? In sehr vielen anderen Branchen wird doch auch weiter gearbeitet. Wieso vergleichst Du Hobby- und Berufssportler? Wieso siehst Du als angeblicher Fußballfreund nicht, dass dieser Sport eine besondere Rolle in dieser Gesellschaft einnimmt? Wieso kannst Du nicht akzeptieren, dass es tatsächlich noch andere Belange als dieses Virus gibt, die zur Zeit eine Rolle spielen? Ich finde es zum Kotzen, wenn Leute hier den Moralapostel spielen und dafür in Kauf nehmen, dass alles den Bach runter geht.

    Ich versuche es nochmal, aber du wirst (willst) es ja doch nicht verstehen.

    Weil es das absolut falsche Zeichen in der momentanen Situation ist. Es besteht ein Kontaktverbot für alle, sämtliche DFB Mannschaften dürfen weder trainieren noch spielen (und das sind beileibe nicht alles Hobbykicker), die Nutzung von Spiel und Sportplätzen ist verboten.
    In dieser Zeit eine Sondergenehmigung für Profisportler zu erteilen ist einfach falsch.
    Zumal überhaupt nicht feststeht wofür dieser ganze Zirkus veranstaltet wird. Wären Geisterspiele (wenn überhaupt könnte man ja wohl nur so spielen) ab dem Zeitpunkt XY genehmigt, könnte man sicher mit einem Vorlauf diese Sondergenehmigungen nachvollziehen um auf diesen Zeitpunkt hin zu trainieren.
    Wobei dann immer noch die Regularien für diese Geisterspiele wären. Wenn die Spieler kaserniert, regelmäßig getestet werden sollen, und Gesichtsmasken tragen sollen, wären solche Spiele doch wohl nicht ernsthaft eine Option ?!?
    Wer heißt denn gut, das regelmäßig gesunde Profisportler getestet werden, wo es an viel wichtigeren Orten an Tests fehlt, nur um diese Geisterspiele auf Teufel komm raus abwickeln zu können ??
    Auch ich wünsche mir das es im Fußball so schnell wie möglich weiter geht, aber nicht zu diesen Konditionen. Alles bitte zu seiner Zeit. Der Virologe hat es doch ausgesprochen. Wie soll man der Bevölkerung diese Sonderbehandlung von Fußballern in Bezug auf die Durchführung von Geisterspielen verkaufen ??
    Die DFL will ja nach eigener Aussage keine Extrawurst.
    Da es völlig ungeklärt ist ob, wann oder wie solche Spiele ablaufen sollen, ist die Trainingsaufnahme völliger Blödsinn.
    Vielleicht kann hier ja mal jemand mitteilen wie es in all den anderen europäischen Fußballligen aussieht. Belgien ist bekannt, hier läßt man die Profis mit Sondergenehmigung wieder trainieren.
    In welcher anderen Liga in Europa wird auch wieder trainiert ?? Würde mich wirklich interessieren.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 5. April 2020 um 09:01

    +++ 05:01 Kekulé: "Geisterspiele theoretisch möglich" +++
    Virologe Alexander Kekulé hält Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ab Mai für "rein virologisch möglich". "Man könnte theoretisch die Spiele absichern, das ist möglich", sagte Kekulé im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Machbar ist natürlich alles, aber man muss immer überlegen, wie man den Menschen erklärt, dass der Fußball so eine Spezialbehandlung bekommt." Die Bundesliga pausiert derzeit bis mindestens Ende April. Für Geisterspiele müssten die Profis nach Ansicht von Kekulé isoliert und regelmäßig getestet werden. Spiele mit Zuschauern seien in diesem Jahr nicht mehr ernsthaft planbar.
    Zudem setzt der Virologe auf Schutzmaßnahmen wie etwa das Tragen von Gesichtsmasken. "Man hätte dann so eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler", sagte er.

    Auf die Erklärung wäre ich gespannt und darauf wie es wohl aussieht wenn beim Bolzen alle mit Gesichtsmasken rumlaufen.

    Die DFL wies den Bericht des Fachmagazins umgehend zurück. "In der DFL-Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag wurden zwei denkbare Szenarien vorgestellt, die zwangsläufig erheblichen Unwägbarkeiten unterliegen", teilte die DFL mit und fügte hinzu: "Die DFL beansprucht für die Bundesliga und 2. Bundesliga keinerlei Sonderrolle in einer Zeit, in der für die gesamte Gesellschaft die Eindämmung des Virus oberste Priorität hat."

    Ich lach mich schlapp. Warum beantragen denn die Klubs die Sondergenehmigungen bezüglich Trainings ? Weil die Eindämmung des Virus oberste Priorität hat geht man als leuchtendes Beispiel voran, und bleibt nicht zu Hause und zeigt den Bürgern : Seht her geht doch, ist doch alles nicht so schlimm.

    Es ist zum :kotzen:

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 3. April 2020 um 20:06

    Task Force der DFL arbeiten an Konzepten für Spiele in Corona-Krise
    Erste Vorschläge sehen nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks vor, die Profis alle drei Tage auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus zu testen. Bei einem positiven Befund sollen nicht mehr alle Spieler der Mannschaft in Quarantäne geschickt werden, wie dies unter anderem bei Eintracht Frankfurt und Hertha BSC der Fall war, sondern nur der infizierte. Die DFL wollte dies zunächst nicht bestätigen. „Die Task Force hat ihre Arbeit aufgenommen, es liegen aber noch keine Ergebnisse vor“, hieß es bei der Dachorganisation.


    Schöne Fußballwelt !!!

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 3. April 2020 um 20:03

    Ich habe da mal eine Frage. Und zwar, von wem denn die Initiative zu dieser Sondergenehmigung ausging?

    Laut Süddeutsche Zeitung vom
    26. März 2020, 14:09 Uhr
    Training der Bundesligisten
    :
    Es droht ein Flickenteppich

    Fortuna-Präsident Röttgermann warnt vor "Flickenteppich"
    In dieser Woche verabreden sich daher nur zwei Mannschaften zu Einheiten mit Blickkontakt. Der FC Augsburg trainiert auf dem Rasen kontaktfreie Übungen wie Passspiel und Torschuss - in Absprache mit den zuständigen Behörden. Und Wolfsburg lässt seine Spieler in vier verschiedenen Gruppen zum Krafttraining antreten, so sind beispielsweise in der Mixed-Zone, wo sonst die Journalisten Schulter an Schulter auf die Spieler warten, Ergometer aufgestellt, "mit großzügigem Abstand", wie es auf der Webseite des Klubs heißt. Die Spieler trainieren in vier Gruppen, sie nutzen vier Kabinen. Um auch draußen trainieren zu können, hat der Klub bei der Stadt Wolfsburg eine Ausnahmegenehmigung beantragt, laut Bild wird er diese möglicherweise schon nächste Woche nutzen.

    Doch das Augsburger und Wolfsburger Vorgehen erzeugt auch Konfliktpotenzial - so forderte Düsseldorfs Präsident Thomas Röttgermann im Express: "Wir müssen so schnell wie möglich Gespräche mit der politischen Spitze führen, welche Ausnahmekonstellationen es geben kann. Wenn es keine gibt, ist es auch okay, das muss dann aber für alle Vereine gelten."

    In NRW verweist das Gesundheitsministerium auf die Verordnung des Landes, wonach jeglicher Sportbetrieb auf Sportanlagen und Vereinszusammenkünfte untersagt seien - also auch für Bundesligaklubs. Röttgermann will daher "kommunale Lösungen" vermeiden, er warnt: "Sonst haben wir einen Flickenteppich von 18 verschiedenen Lösungen bei 18 verschiedenen Vereinen."

    Toll auch dieser Artikel : https://www.mz-web.de/sport/fussball…r-hoch-36512784

    Der beste O-Ton :
    Wir haben noch keine intensiven Zweikämpfe“, berichtete Mittelfeldspieler Daniel Beier am Freitag beim TV-Sender Sky und fügte hinzu: „Solange es nicht verboten ist, ist es auch legitim.“

    Schön mal zu erfahren wie unverblümt sich ein Profiverein (Augsburg) einen Dreck um Vorgaben kümmert.

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 3. April 2020 um 17:56

    [/quote]Das es sich hier um ein Fußball Forum
    handelt ist euch aber schon bewusst,oder?[/quote]


    Schon erstaunlich wie verbissen manche hier versuchen Ihre Einstellungen zu verteidigen. Bei solchen Aussagen wie oben fehlen mir bald alle Worte. Vielen scheint das Lesen und das Verstehen von Texten in der Schule nicht mehr beigebracht worden zu sein. Aber eventuell bin ich mit meinen 59 Jahren einfach nur zu alt um manche Argumentationen hier zu verstehen.

    Der Kern um den es mir geht ist dieser : Aufgrund einer Sondergenehmigung für Berufssportler dürfen die Arminen (und nicht nur die) wieder auf dem Trainingsgelände arbeiten.

    Was berechtigt in dieser besonderen Situation zu so einer Sondergenehmigung ? Ist die Ausübung dieses Berufes wichtig für die Bevölkerung ?
    Warum bekommen Vereine diese Möglickeit wo sich Menschen andernorts draußen nicht mal allein auf eine Parkbank setzen dürfen ?

    Welche Sondergenehmigung bekommen denn die von Lothar angesprochenen Tourismusbetriebe, Fluggesellschaften oder Reiseveranstalter ?

    Der DFB macht es doch richtig. Alles einstellen bis das O.K. von der maßgeblichen Stelle kommt den Betrieb wieder aufzunehmen zu können.

    Öffnet man bei Facebook die BVB Seite steht ganz oben : # stayathome und bleibt gesund

    Ich kann nicht nachvollziehen wie man bei so einem Slogan eine Sondergenehmigung ausnutzt und seine Spieler von zu Hause wegholt. Ich kann mich erinnern das Fußballprofis Vorbilder sein sollen. Das wird doch momentan Ad Absurdum geführt.

    Natürlich muss man darüber nachdenken wie es bei Zurücknahme der Beschränkungen weitergehen soll. Aber doch nicht während laufender Beschränkungen für ein ganzes Land eine Sondergenehmigung für den Profifußball erwirken um mit dieser die für alle geltenden Verbote zu unterlaufen. Das ist doch ein fatales Zeichen an die Allgemeinheit.

    Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für all diejenigen die das Land durch ihre Arbeit am Laufen halten. Diese Menschen sorgen dafür das andere ihre Arbeitsstelle erreichen, das ich im Supermarkt meine Dinge kaufen kann, das Alte und Kranke versorgt werden u.s.w.. Solche Menschen sind wichtig und dürfen daher arbeiten. Sie setzen bei Ihrer Arbeit sogar die eigene Gesundheit aufs Spiel. Was wohl passieren würde wenn diese Menschen lieber in der "sicheren" Wohnung bleiben würden ? Daher noch mal Danke an alle die das Land am Laufen halten.

    Profisportler gehören für mich garantiert nicht in diese Schublade.

    Aber nochmal : Alles zu seiner Zeit. Werden die Beschränkungen zurückgefahren und das Fußballspielen für alle wieder erlaubt.... Frisch ans Werk. Aber bitte erst dann.

    Ansonsten bitte einmal den verlinkten Spiegelartikel (siehe Beitrag 826) lesen (auch wenn einem der Inhalt nicht gefällt). Da steckt schon viel Wahrheit drin.

    Und als allerletztes : Jawohl ich weiß das das hier ein Fußballforum ist. Ich weiß aber auch das hier das Unterforum Sonstiges --> Fußball allgemein ist. Und der Faden in dem ich hier poste trägt welchen Titel ??? Ja genau : Corona-Virus

    Also sollte hier doch über das Virus in Zusammenhang mit Fußball diskutiert werden, oder ?!?

  • Corona-Virus

    • Stoppa Schulz
    • 3. April 2020 um 01:05
    Zitat von Bulldozer

    https://amp.tagesspiegel.de/wirtschaft/mck…s/12179560.html

    https://m.focus.de/finanzen/news/…id_1076160.html

    https://www.suedtirolnews.it/video/dfb-sorg…000-mitarbeiter

    Google hilft schnell.

    Richtig widerwärtig, wie hier manche regelrecht den Zusammenbruch herbeisehnen!


    Richtig widerwärtig sind diese Gedankenspiele über Geisterspiele unter der Prämisse alle Beteiligten zu testen.
    Wir sind nicht in der Lage flächendeckend die Bürger zu testen, geschweige denn Beschäftigte in Kliniken, Pflegediensten und dergleichen durch häufige Tests zu schützen (und damit die ihnen anvertrauten Patienten). Aber Profifußballer sollen getestet werden, damit der Zirkus weitergeht. Das ist widerwärtig.

    Widerwärtig ist das momentan Millionen von Menschen ein Berufsverbot auferlegt wird, aber Profifußballer eine Ausnahmegenehmigung bekommen (übrigends ebenso Leistungssportler die in Olympiastützpunkten trainieren). Das ist widerwärtig.

    Widerwärtig ist das unzähligen Kindern und Jugendlichen die Nutzung von Spiel.- und Sportstätten verboten wird. Profifußballern das aber erlaubt wird. Das ist widerwärtig.

    Von mir aus können diese Leute (DFL und die Profivereine) machen was sie wollen, aber erst dann wenn es auch für alle anderen wieder erlaubt ist.
    Durch die momentanen Einschränkungen werden viele Menschen wahrscheinlich ihren Job verlieren, viele Betriebe, Hotels, Restaurants, Ladengeschäfte e.t.c. werden in die Insolvenz gehen. Warum sollte das bei Fußballvereinen anders sein ? Frag mal beim Mittelstand nach. Viele Unternehmen die in 2ter oder 3ter Generation sind, werden diesen Scheiß nicht überstehen. Das sind aber die für Deutschland systemrelevanten Arbeitgeber und nicht die 56 Profivereine.

    Es geht überhaupt nicht darum irgendwelche Zusammenbrüche herbeizusehnen. Aber nur ein Coronatest an einem Fußballer, nur um Geisterspiele genehmigt zu bekommen, ist einer zu viel. Der würde nämlich an wichtigerer Stelle fehlen.

    Die Belgier sind die ersten welche die richtigen Konsequenzen mit der richtigen Begründung getroffen haben. Ob einem das nun passt oder nicht.

    Und alle die den "tollen" Umgang der Schweden mit dieser Pandemie so klasse finden, mögen mal die neuesten Nachrichten und Zahlen aus Schweden beachten. Hilfreich war da auch ein Bericht über Dr. Schimke (lief Mittwoch Abend im TV), der ja wie einige sicherlich wissen vor 12 Jahren aus OWL nach Pajala / Schweden ausgewandert ist (Goodbye Deutschland). Dort konnte man aus erster Hand hören wie es in Schweden aussieht.

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