Verstehen kann ich die Diskussion um die Rückgabe der Grundrechte schon, auch wenn ich sie rechtlich ebenfalls so bewerte, dass Durchgeimpfte grundsätzlich keinen Einschränkungen mehr unterliegen dürften. Es fällt einfach der Sachgrund für die Grundrechtseinschränkung und damit die Verhältnismäßigkeit weg. Da kann es auch eigentlich keine "Meinungen" zu geben, das sieht die Verfassung einfach so vor.
Andererseits darf man aber vor allem eine Gruppe nicht vergessen: Kinder und Jugendliche. "Jugendlich" meint in diesem Fall meinetwegen auch "kinderlos unter 30" oder so. Auf dem Rücken dieser Gruppe(n) wird die gesamte Pandemie ausgetragen, obwohl sie nachweislich das mit Abstand geringste Risiko einer schweren Erkrankung haben. Ihnen wird letztlich alles genommen, was "jung sein" ausmacht. Ob das im kleinen Kinderalter oder der Sturm- und Drangphase ist. Nichts davon ist seit über einem Jahr so wirklich möglich. Und als sei das noch nicht genug, ist diese Gruppe natürlich auch noch die letzte, die geimpft wird und somit ihre Grundrechte zurück erhält.
Als Dank dafür sind sie dann aber wenigstens durch mangelhafte Schulausbildung schlechter gebildet als die Generationen vor und nach ihnen und wenn sie dann mal auf Missstände wie den Klimawandel oder Ähnliches aufmerksam machen, wird ihnen von der Boomergeneration noch über den Mund gefahren, dass sie sich gefälligst auf die Schule oder andere Dinge konzentrieren sollen und das man vor Älteren Respekt zu haben hat.
Ich finde das alles nicht gut, aber wie gesagt: Rechtlich gibt es keinen anderen Weg.
Anmerkung: Ich gehöre zu keiner der angesprochenen Gruppen. ![]()