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P.S.: Wer glaubt dieser Statistik eigentlich *hand an der hosennaht halt*
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P.S.: Wer glaubt dieser Statistik eigentlich *hand an der hosennaht halt*
Mit Rink und Rade
das wär nur schade
Mit Rink und Rade
gehn wir nur bade´
*blöd reim*
Arminia Bielefeld
Abgänge: Momo Diabang (VfL Bochum), Artur Wichniarek (Hertha BSC Berlin), Michael Sternkopf, Dirk Flock, Ilija Aracic, Rade Bogdanovic (alle unbekannt)
Mögliche Abgänge: Jesus B. Sinisterra (Wacker Burghausen), Sasa Janic (unbekannt)
Zugänge: Roland Benschneider (Eintracht Trier, Vertrag bis 2006)
Mögliche Zugänge: Nico Frommer (SSV Reutlingen), Thomas Neubert (Dynamo Dresden), Sebastian Radtke (TeBe Berlin), Nico Patschinski (FC St. Pauli), Andrzej Niedzielan (Gornik Zabre/Polen), Georgi Chilikov (Levski Sofia/Bulgarien), Mickael Pagis (FC Sochaux), Mamadou Bagaoyoko (Straßburg), Amin Mohtashani (Peykan Teheran), Tomislav Maric (VfL Wolfsburg)
Berater des Kolumbianers erteilt Interview-Verbot
Herzlake. Der kleine Mann mit der Glatze zieht immer wieder die Blicke auf sich. Wenn Jesus Sinisterra am Ball ist, schauen alle hin. Mitspieler, Trainer, Physiotherapeuten oder Journalisten – jeder ist gespannt auf die Fähigkeiten des Kolumbianers, der Arminia Bielefelds spektakulärster Neuzugang sein dürfte.
Ansgar Brinkmann ist nach den ersten Eindrücken sehr angetan und übt mit dem Kolumbianer schon jene Flügelwechsel, die in der ersten Liga die Konkurrenz durcheinander bringen sollen. „Das wird einer, der kann was“, so Brinkmanns Urteil. Benno Möhlmann hält sich noch zurück. „Jesus muss sich in dieser ersten Woche erst einmal akklimatisieren und alle kennen lernen“, sagt der DSC-Trainer, der Sinisterras Ballsicherheit und gutes Pass-Spiel lobt.
Wenn er auch nicht die Klasse von Roberto Carlos hat, so ist die Ähnlichkeit mit dem brasilianischen Nationalspieler frappierend. Beide sind kahl, Linksfüßer, knapp über 1,70 Meter groß und mit imponierender Wadenmuskulatur ausgestattet. Doch während der Star von Real Madrid keine Mikrofone scheut, bleibt Jesus Sinisterra stumm. Interviewverbot. Er dürfe nicht mit Journalisten sprechen, lässt der Neu-Armine über den argentinischen Trainingsgast Frederico Santana mitteilen. So sei es mit dem Berater abgesprochen. Der gibt sich am Telefon auskunftsfreudiger und beeilt sich, das Skepsis auslösende Redeverbot zu relativieren. „Es soll nichts falsch übersetzt werden“, sagt Johnny Baez, ein Spanier, der von Frankfurt aus einige südamerikanische Profis vertritt und Sinisterra in Argentinien für die Bundesliga entdeckt hat. Dort herrsche derzeit absolute Depression, so Frederico Santana: „Die Spieler werden nicht mehr bezahlt und versuchen natürlich zu wechseln.“
Sinisterra unternahm bereits im vergangenen Winter einen ersten Versuch, in der Bundesliga Fuß zu fassen. „Er hat bei Schalke und dessen Manager Rudi Assauer einen guten Eindruck hinterlassen“, berichtet Baez. Trainer Huub Stevens habe sich Sinisterra sogar vor Ort noch angesehen. „Nachher hieß es aus Schalke, man wolle keine Südamerikaner mehr verpflichten. Wahrscheinlich, weil Matellan nicht eingeschlagen hatte“, mutmaßt Baez.Im Nachhinein ist der Spielerberater froh, dass es nicht geklappt hat: „So ist er in Bielefeld gelandet, dort passt er gut hin.“ Sinisterra sei ein sehr disziplinierter und zurückhaltender Typ, sagt Baez und bestätigt damit den ersten Eindruck aus Herzlake. An dem Kolumbianer, der – wenn überhaupt – mit seinem Zimmernachbarn Marcio Borges spricht, fällt lediglich der für viele Südländer übliche Goldschmuck auf. Zwei Ringe links, einer rechts, dazu ein Armband und eine Halskette aus dem kostbaren Edelmetall.
Der Schmuck mag ein Zeichen dafür sein, dass Sinisterra „ein Fußballer von der Straße war, der es aus einem kleinen Dorf 1.000 Kilometer entfernt von Bogota bis in die argentinische erste Liga geschafft hat“, wie sein Berater sagt. Doch nicht nur sportlich habe der 26-Jährige etwas zu bieten. „Er ist gebildet, hat ein Studium der Industriemechanik und Computertechnik abgeschlossen“, weiß Baez zu berichten. Dann sollte es nicht schwer fallen, in Kürze Deutsch zu lernen, um sich selbst darzustellen – sportlich und verbal, denn Arminias Kolumbianer macht neugierig.
Quelle: http://www.nw-news.de/news/sport/arminia/10257149023644.html
Neuzugänge des DSC Arminia Bielefeld spielen in den Bundesligaplanungen nur Nebenrollen
VON RAINER KLUSMEYER
Bielefeld. Erstes Oktober-Spiel 2001: Arminia Bielefeld gewinnt bei der SpVgg Greuther Fürth mit 1:0. Fatmir Vata leistet die sehenswerte Vorarbeit zum Siegtreffer, Ansgar Brinkmann, Rüdiger Kauf, Christoph Dabrowski und Erhan Albayrak erkämpfen mit intelligenter Mischung zwischen Offensiv- und Defensivaktionen die Mittelfelddominanz. Erstes Oktober-Spiel 2002: Arminia geht bei Borussia Mönchengladbach 0:3 unter, Maciej Murawski und Benjamin Lense werden vorzeitig ausgewechselt.
Die Personalien belegen mehr als die nackten Resultate einen gravierenden Unterschied zwischen der Arminia des Vorjahres und dem aktuellen Team: Bildeten die Neuzugänge 2001/02 das Grundgerüst der Aufstiegsmannschaft, spielen die neuen Akteure der Serie 2002/03 zurzeit nur Nebenrollen in den Planungen von Benno Möhlmann.
„Die Situation ist ja auch nicht vergleichbar“, meint der Trainer des Bundesligaaufsteigers. „Damals haben wir für mehrere Positionen gezielt Spieler geholt, die unsere Qualität nach einer ganz schlechten Serie entscheidend verbessert haben und nicht umsonst ja auch jetzt noch die Basis für eine Mannschaft bilden, die das Zeug zum Klassenerhalt hat.“
Diesmal sei es mehr darum gegangen, „ohne viel Geld“ Spieler zu finden, die „uns in der Breite weiter gebracht haben“. Dass die meisten Neu-Arminen bislang nur zu Teilzeitjobs auf den Bundesliga-Spielfeldern gekommen sind, kann Möhlmanns Optimismus nicht mindern: „Ich bin überzeugt, dass wir auch diesmal Leute geholt haben, die auf Dauer für den Verein Verstärkungen sein werden. Die Bilanz der Neuzugänge nach Ablauf der 100-Tage-Frist, die als Erprobungsphase gilt.
Maciej Murawski: Der polnische Nationalspieler beeindruckte in der Vorbereitungsphase mit Spielverständnis und variabler Einsetzbarkeit im Defensivverbund. Beim Auftakt-3:0 über Werder Bremen bestätigte der WM-Teilnehmer diesen Eindruck, kam ab dem 2:6-Debakel bei Bayern München aber aus der Erfolgsspur. Für einen Mann mit internationaler Erfahrung besonders enttäuschend die Leistung auf dem Gladbacher Bökelberg, als sich der 28-Jährige nicht an die taktischen Vorgaben hielt.
Rade Bogdanovic: Nach den bisherigen Kurzauftritten des Jugoslawen ist verständlich, warum Bremens Coach Thomas Schaaf keine Verwendung mehr für ihn hatte. Der dreimalige Nationalspieler wirkt unbeweglich, scheint keine Bindung zu Spiel und Mitspielern zu finden, entwickelt somit keine Torgefahr.
Jesus Sinisterra: Sieben Minuten in München stehen als Leistungsnachweis in der Statistik. Ein bisschen wenig in Anbetracht der Absicht der DSC-Verantwortlichen, den Kolumbianer als Nummer eins für die linke Außenbahn zu verpflichten. Sprachprobleme wirken zudem hemmend – „Jesus wird sich erst integriert fühlen, wenn er mitreden kann“, hat auch Möhlmann erkannt.
Benjamin Lense: Ein gutes Heimdebüt beim 1:0 gegen Wolfsburg – und schon war der Ex-Darmstädter Perspektivspieler für die WM 2006 im Team von DFB-Trainer Uli Stielike. Erster Einsatz im Nationaltrikot beim 1:2 gegen den türkischen Nachwuchs sowie das Bundesliga-Spiel in Mönchengladbach belegten: Der 23-Jährige hat noch einen weiten Weg bis zur Bundesligareife, besitzt aber bei behutsamer Förderung sehr gute Perspektiven.
Torjus Hansén: Wie Sinisterra ein international erprobter Akteur, für dessen Verpflichtung der DSC lange kämpfte. Wie bei Murawski und Lense aber folgte einem gelungenen Einstand – Abwehr-Stabilisator beim 1:0 über Wolfsburg, Torschütze im DFB-Pokalspiel in Saarbrücken – der baldige Rückschlag in Form von Beteiligung an Gegentoren bei den Spielen gegen Hertha BSC (0:1) und vor allem in Stuttgart (0:3). Dennoch: Wenn der Norweger verinnerlicht, dass die Bundesliga keine gedanklichen Pausen erlaubt, hat er die Qualitäten zum Defensiv-Stammspieler.
Du-Ri Cha: Auch der Südkoreaner weckte hohe Erwartungen mit einem sehr guten ersten Punktspiel im DSC-Trikot, dem 1:1 in Kaiserslautern, als der Bum-Kun-Cha-Sohn freie Räume zu Sprints und Dribblings nutzte. Auf der Alm gegen Schalke bekam der WM-Teilnehmer taktische Grenzen aufgezeigt. Mit 22 Jahren ist Cha eine Investition in die Zukunft, sollte mit seiner Lernfähigkeit in der Lage sein, schnell zu einer Erstliga-Persönlichkeit zu reifen.
Bernd Gerd Rauw und Sasa Janic: In der Zweiten Liga bei Alemannia Aachen (Rauw) und SSV Reutlingen (Janic) herausragend, in der Bundesliga beim DSC jeweils nur sporadisch in den 18-er Kader nominiert. Der Versuch, den Perspektivspielern über die Oberligamannschaft Spielpraxis zu verschaffen, brachte äußerst bescheidenen Erfolg. Rauw und Janic, der mit einer Bänderdehnung im Knie vorerst ausfällt, standen bei den Auswärtspleiten in Wattenscheid (3:5) und Bochum (0:3) im Amateurteam.
Quelle: http://www.nw-news.de/news/sport/arm…6201216783.html
Ich hätte nicht gedacht, daß wir den Bayern einmal dankbar sein müssen. Aber jetzt müssen wir es wohl... ![]()
Herzlich willkommen im Forum, Du "Bielefelder" ![]()
Okay, Mönchengladbach lasse ich gelten, da zu Saisonbeginn Rheydt noch nicht pleite war.. ![]()
Jetzt haben wir also schon 15 Stückerl.
EDIT: Ich bin jetzt doch mal die Oberligen alle durchgegangen. Also wenn wir nicht noch irgendeinen unscheinbaren Stadtteilclub übersehen haben, waren das tatsächlich alle. Gut gemacht, Jungs!
ZitatOriginal von Toto Schillaci
Übrigens hast Du z. B. Viktoria Köln und die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers sowie ca. sieben Vereine aus Berlin vergessen.
Nix vergessen, sondern reine Faulheit, sonst hätte ich ja noch einen ganzen Rattenschwanz von Hamburgern aufzählen müssen... ![]()
ZitatDafür gehört Unterhaching aber nicht zu München!
Das ist korrekt. Wundert mich auch, daß ich die da jetzt mit reingepackt habe... ![]()
Welche Städte haben aktuell drei Vereine oder mehr, die aktuell Oberliga oder höher spielen?
Also ich fange mal an (wobei ich nach der dritten Mannschaft nicht unbedingt weiter aufzähle):
1. Bielefeld (Arminia, Arminia Amas, Fichte)
2. Hamburg (HSV, HSV Amas, St. Pauli, St. Pauli Amas, Bergedorf, Concordia...)
3. München (Bayern, Bayern Amas, 1860, 1860 Amas, Unterhaching...)
4. Berlin (Hertha, Hertha Amas, TeBe...)
5. Köln (1. FC Köln, 1. FC Köln Amas, Fortuna Köln)
6. Frankfurt (Eintracht, Eintracht Amas, FSV...)
7. Hannover (96, 96 Amas, Arminia, Langenhagen)
8. Stuttgart (VfB, VfB Amas, Kickers)
Puh, mir langt das erst mal. Aber ich schätze, es gibt bestimmt 16 Städte, die mindestens drei Vereine ab Oberliga und aufwärts stellen.
1860 hat obendrein noch finanziell ein gutes Geschäft gemacht.
Meine Risiko-Vorschläge lauten:
Jermaine Jones: schneller Stürmer mit hohem Entwicklungspotential, kein Knipser, aber als Diabang-Ersatz sehr brauchbar, neigt aber zu Disziplonlosigkeiten auch außerhalb des grünen Vierecks, wäre also ein Fall für Bennos Psychocouch.
Pawel Kryszalowicz: Stürmer, der sowohl knipsen als auch Tore vorbereiten kann und der sich schon in der BuLi mit einer exzellenten Bilanz bewiesen hat. Problem von Kryschi - er hatte ein Jahr voller Verletzungen und ist bei den Frankfurter Fans unten durch, wirkt auch nicht mehr so motiviert. Eine Luftveränderung könnte da vielleicht Wunder wirken. Allerdings dürfte er ein hohes Gehalt beziehen wollen. Ihn sehe ich als Artur-Ersatz. Zur Vertragssituation: Kryschis Vertrag läuft aus, aber Frankfurt hat noch eine einjährige Option. Eigentlich wird Frankfurt die wohl nicht ziehen wollen, da Reimann nicht so gut mit Kryschi klarkommt, andererseits geht es natürlich um eine Ablösesumme. Da ist Pokern angesagt.
Beide Transfers halte ich für nicht realisierbar, wenn Frankfurt aufsteigt. Momentan ist das aber noch ziemlich unklar. Es heißt wohl Mainz oder Frankfurt.
Ich finde es gut, daß Augenthaler erst jetzt gefeuert wurde. Ich hatte es vor ein paar Wochen erwartet. Nun finde ich es schon ein bißchen arg spät. Aber immerhin haben wir noch gegen einen desolaten Nürnberger Haufen spielen dürfen. Ein Punkt ist jedenfalls mehr als keiner.
Nürnberg muß vermutlich dreimal gewinnen oder zweimal gewinnen und dazu zwei Unentschieden. Eher nicht so wahrscheinlich, aber auch nicht ganz unmöglich. Augenthaler hätte es mit Sicherheit nicht mehr geschafft. Ich hoffe mal für uns, die gehen runter.
Und sollte tatsächlich dafür Fürth aufsteigen, wäre das ein Treppenwitz.
Einerseits schreibst Du, daß die Freundschaft eurer Bielefelder Ultras mit den Leverkusenern respektiert werden soll (finde ich z.B. okay, auch wenn ich persönlich Leverkusen nicht wirklich mag), andererseits schreibst Du pauschalierend von Kölner Dreckspack und scheinst im letzten Satz diese Meinung auch allen anderen ein bißchen aufdrücken zu wollen. Also das zeugt irgendwie nicht von allzu großer Toleranz, die Du aber von den anderen einforderst.... *hüstel*
Unser Verletzungspech hielt sich noch in Grenzen bzw. konnte ganz gut aufgefangen werden, weil es Leute waren, die ersetzt werden konnten.
Auch Dabrowski, der eine durchwachsene Saison spielt, ist für mich eher einer der Ersetzbaren. Bei Reinhardt, Hain, Rübe oder selbst Brinkmann hätte ich es etwas anders gesehen.
Wieso ist das ein linker Verteidiger?
Als ich Benno zu Saisonbeginn darauf ansprach, daß mir die linke Mittelfeldseite ein Schwachpunkt zu sein scheint und dann konkret die Frage stellte, wer denn die Alternativen für Albayrak sein sollten, wenn er nicht gut genug spiele, nannte er Sinisterra und Janic. Diese beiden waren also eigentlich fürs linke Mittelfeld vorgesehen. Die haben auch beide gelegentlich bei den Amateuren gespielt, aber nicht überzeugt. Das spricht ja wohl Bände.
Und Christian Wück meinte vor ein paar Wochen auf meine Frage, "Was ist eigentlich mit Sinisterra?".
"Nichts, ein Trainer kann sich auch bei den Einkäufen mal versehen."
Ganz generell muß ich aber sagen, läuft es bei Arminia aber wirklich nicht schlecht. 36 Punkte nach 30 Spielen hätte ich jedenfalls vor der Saison sofort genommen.
Sind auch Bielefelder... ![]()
Arminia Bielefeld: Hain (4) - Hansén (4), Reinhardt (3,5), Borges (4) - Dabrowski (3,5) - Kauf (3), Dammeier (3,5) - Vata (4,5) - Brinkmann (4), Diabang (3) - Wichniarek (3,5) - Trainer: Möhlmann
Also ich hätte den Abwehrspielern schlechtere Noten gegeben. Gestern hatte Arminia das Spiel in der Abwehr "verloren". Das passiert zwar ziemlich selten, sollte dann aber auch so benotet werden.
Du brauchst diese komische Werkbank ohne was dran doch nur zum Poppen, oder? ![]()
Preusel hat gerade die PK mit Rüdiger Lamm auf seiner Homepage veröffentlicht. Das schreibt Preusel:
"Das Lamm'sche Konzept, der Weg der Kickers Offenbach wieder in bessere Zeiten führen soll, heute wurde es im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Das Interesse war entsprechend groß. Personen die man noch nie auf einer ‚normalen' PK gesehen hat waren anwesend. Selbst das Catering übertraf kühnste Erwartungen. Doch was schwätze ich!? Kommen wir gleich zur Sache. Lassen wir die Vorredner weg und schauen wir, was Rüdiger Lamm so für Vorstellungen hat:
Nach den Eröffnungsworten könnte ich es mir einfach machen und ganz kurz meine Überlegungen im Marketingbereich für die Steigerung des Umsatzes bei den Kickers hier kund tun, aber wer mich kennt weiß, daß ich es mir in meiner Laufbahn noch nie leicht gemacht habe. Deswegen möchte ich nach rund 10 Arbeitstagen beim OFC Kickers hier die Gelegenheit nutzen kurz festzustellen, vielleicht auch den einen oder anderen zu provozieren, insbesondere aber das gesamte Umfeld, den Vorstand, den Verwaltungsrat, Fans, wirtschaftliche Bereiche zu motivieren.
1. Ich glaube mit dem OFC Kickers kann man eine ganze Menge erreichen
2. Ich möchte die Gelegenheit auch hier noch einmal nutzen, warnend den Zeigefinger hoch zu heben. Wir haben im Moment noch immer nicht genug Punkte für den Klassenerhalt.
3. Die Verlegung der Pressekonferenz von der vergangenen Woche in diese Woche wurde u.a. mit DSM begründet. Ich hatte allerdings auch noch einen zweiten Grund und zwar möchte ich niemanden im Verein irgendwie Gründe liefern, daß wir uns hier in Offenbach z.Zt. mit Marketing-Konzepten beschäftigen oder mit der Saison 2003/04, sondern hier hat sich jeder in seinem Aufgabenbereich im Moment zu 150% mit dem Verein zu identifizieren um die sportlichen und später dann auch die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.
4. Der OFC steht vor den entscheidenden Wochen. Der OFC steht am Scheideweg.
5. In meinen Augen ist Manager Lars Schmidt im Moment, entschuldigen Sie bitte, "eine arme Sau". Er hat vom Vorstand die Auflage erhalten für die nächste Saison anstatt 1,3 Mio Euro, was er in diesem Jahr für die Mannschaft einschl Trainer ausgeben darf, lediglich 1Mio. Euro ausgeben zu dürfen. Natürlich alles unter Berücksichtigung des Lizenzantrages. Da er sicherlich mit 18 bis 22 Spielern ins Rennen gehen muß, für's nächste Jahr, bedeutet das eigentlich einen Umkehreffekt, daß Leute wie Thier, Dworschak, Petry und Barletta vielleicht abgegeben werden müssen um dann eben mit den restlichen Leuten ins Rennen zu gehen. Man muß ja 300.000Euro einsparen. Möglichst soll er dann noch mit dieser Mannschaft 4.300 Zuschauer ins Stadion spielen und wenn es dann noch geht Erster oder Zweiter werden. Das geht nicht. Das klappt nicht. Das kann Herr Schmidt nicht schaffen. Die Mannschaft kann es auch nicht schaffen und der Trainer, ich glaube mit dem Kader jetzt holt er nahezu das Optimale aus dem Kader heraus.
6. Es müssen in den nächsten vier Wochen die Weichen gestellt werden und da gilt es eben Herrn Schmidt die Möglichkeit zu geben, statt der 1 Mio., 1.750.000-2.000.000 für den Kader ausgeben zu können.
7. Das erfreuliche ist, daß im Fußball-Deutschland im Moment genügend Spieler auf dem Markt sind, die vom Namen her eine Verstärkung für den OFC Kickers darstellen würden und die auch bereit sind zu Verhandlungen nach Offenbach zu kommen. Also geht es jetzt darum, wie kann ich diese 1,75-2Mio erreichen?
8. Die DSM muß im Stadionbereich die Stadionvermarktung optimal betreiben. Nach meiner Einschätzung müssen das 450.000Euro ergeben. Dazu kommen der Trikot-Werbepartner und dazu kommt die Lautsprecherdurchsagen und die Anzeigenwerbung. In diesem Bereich muß optimal alles erreicht werden und die Marke OFC Kickers gibt das auch her. Alle Bereiche und alle Banden müssen an den Mann gebracht werden. Ich habe gesagt, daß es sich hier um die traditionelle Werbung handelt, so wie sie weltweit überall betreiben wird. Jetzt habe ich aber auch von allen Fachleuten dieser Region gehört, daß wenn der OFC Kickers im oberen Tabellendrittel mitspielt, vielleicht erster, zweiter oder dritter ist, daß dann viel mehr Zuschauer ins Stadion kommen würden, als das der Verein in seinem Lizenzantrag angeben durfte, nämlich nur 4300.
Jetzt komme ich zu meinen beiden Konzeptionen:
Das Stadion faßt nahezu 30.000 Zuschauer. 4.300 werden noch kalkuliert. Da ist eine unglaubliche Spanne dazwischen. Wie kriegen wir die jetzt rein? Die Katze beißt sich überall in den Schwanz. Wenn eine erfolgreiche Mannschaft da wäre, die dann auch erfolgreich spielen würde, wenn Herr Schmidt die richtigen Leute geholt hat, dann kämen mehr Zuschauer ins Stadion, wären mehr Einnahmen da, dann dürften wir auch mehr Geld ausgeben. Wir dürfen aber nicht mehr Geld ausgeben, weil wir vom DFB nur 4.300 akzeptiert bekommen usw. Sie kennen diese Spielchen alle.
Ich möchte also jetzt dazu über gehen. Im Vorfeld, natürlich bedeutet es für mich absolute Priorität, sich im Rahmen des Lizenzantrages verhalten zu müssen. Ganz wichtig. Ohne wenn und aber. Da gibt es überhaupt nichts dran rumzumäkeln. Wie kriege ich jetzt Verträge zustande, die vom DFB auch akzeptiert werden, daß mit mehr Zuschauereinnahmen gerechnet werden können? Ich bin zu folgender Überlegung gekommen:
Ich suche acht bzw. neun Werbepartner und teile die 17 Mannschaften der Regionalliga Süd in zwei Gruppen ein - attraktive Mannschaften und unattraktive Mannschaften. Also in der einen Gruppe vielleicht Augsburg, Saarbrücken. In der anderen Gruppe z.B. Pfullendorf und B.München (A). Der Werbepartner kann sich aus jeder Gruppe eine Mannschaft heraus nehmen und kann diese beiden Begegnungen so vermarkten wie er es gerne möchte. Er muß nur die im Stadion befindlichen Werbebanden akzeptieren, weil die ja verkauft worden sind. Kann sich ansonsten um dieses Spiel herum darstellen ob er nun den Herrn Möllemann holt und der per Fallschirm den Ball ins Stadion bringt, oder was auch immer. Er kann alles machen. Er kriegt auch die 30.000 Eintrittskarten. 30.000 Eintrittskarten gehen an den Werbepartner.
Der Durchschnitts-Eintrittspreis ist 7.50Euro. Bei 30.000 Zuschauern sind das rund 250.000Euro. Natürlich kommen diese 30.000 nicht. Ich will es nur kurz darstellen. Ich möchte jedes einzelne Spiel für einen festen Betrag von 65.000Euro plus MwSt. verkaufen. Die 4.300 Zuschauer, die der Verein kalkulieren kann, ergeben eine Einnahme von 32.500Euro plus MwSt. Ich hätte also durch diesen Deal 32500Euro pro Spiel mehr. Mal 17 ergeben die 550.000Euro, die der Verein, bei 4300 kann er 550.000Euro kalkulieren, bei 8.600 kann er 1.100.000Euro kalkulieren. Also 550.000Euro mehr. Hat feste Verträge und kann mit diesen festen Verträgen, 550.000Euro, kann er auf dem Markt, im Spielerbereich tätig werden und Spieler holen. Das würde bedeuten, der Werbepartner erhält 30.000 Eintrittskarten. Kommen 8.600 Zuschauer braucht kein Euro bezahlt zu werden. 65.000Euro sind in der Kasse drin, die kriegt der Verein durch die Zuschauereinnahmen. Es muß kein Geld ausgetauscht werden. Kommen 1.000 Zuschauer mehr, hat der Werbepartner x 7.50Euro = 7.500Euro Mehreinnahmen. Diese 7.500 Euro kann der Werbepartner für sich behalten. Kommen 2.000 Zuschauer mehr, hat er 15.000Euro mehr. Kommen weniger als die 8.600, muß der Werbepartner nach dem Spiel eine Rechnung vom OFC begleichen, die im Verhältnis von 65.000 zu den Mindereinnahmen steht.
Das Risiko für den Werbepartner liegt darin, daß mit den 550.000Euro mehr eingenommenem Geld plus anderer Mehreinnahmen zu denen ich noch komme, der Verein in der Lage ist, die richtigen Spieler zu besorgen, die gewährleisten, daß der Verein in der oberen Tabellenregion mitspielt. Bei 8.600 Zuschauern im Schnitt, attraktive Mannschaft die oben mitspielt, ist der Verein in der Lage 550.000Euro mehr in Spieler zu investieren. Daß nach oben hin, da noch eine breite Spanne ist, nehme ich gerne zur Kenntnis, aber ich würde gerne sehen, wenn jeder Werbepartner an diesen beiden Spielen auch sogar noch verdienen würde. Dann weiß ich, daß ich zufriedene Werbepartner habe und nichts ist schöner wie zufriedene Werbepartner.
Der Verein übernimmt sämtliche Organisationsarbeiten. Der Verein übernimmt den Karten-Vorverkauf. Der Werbepartner wenn er denn Außenstellen hier in Offenbach hat, kann natürlich auch Vorverkaufsstellen einrichten
Alle Dauerkarteneinnahmen, die im Vorfeld ja schon als feste Einnahme verbucht werden können, fließen 1/17 in jede Begegnung ein. So daß alle Dauerkarteninhaber in den Topf des Werbepartners hinein fallen.
Da ich 17 Mannschaften habe, brauche ich also acht Werbepartner. Das wären 16 Mannschaften, weil jeder Werbepartner muß ja immer einen attraktiven und einen weniger attraktiven Gegner nehmen. Das 17. Spiel würde ich noch kombinieren mit einem hoffentlich erreichen Einzug in die DFB-Pokal Hauptrunde. So daß das das attraktive Spiel wäre. Sie können sich sicherlich alle vorstellen, zieht der OFC Bayern München, dann kommen hier 30.000. Dann hat der Werbepartner ca. 150.000Euro verdient.
So weit der erste Teil von Rüdiger Lamm's Konzept. Der zweite Teil sieht folgendermaßen aus:
Rüdiger Lamm: Der Verein hat ab 01.07.03 einen neuen Partnerschaftskreis mit dem Namen ‚Kickers-Club'. Es werden Partner gesucht die Zweijahresverträge unterschreiben. Die pro Jahr, irgendwann im Laufe der Saison 2.500, 5.000 oder 7.500Euro bezahlen müssen. Für diese Beträge bekommen sie unterschiedliche Gegenleistungen u.a. auch mit VIP-Karten, aber auch mir gewerblichen Gegenleistungen die ich einzeln vorlesen kann. Kleiner Clou dabei ist noch, wer sich z.B. mit 2.500Euro in diesen Kreis einkauft und bringt einen anderen Partner mit einem unterschrieben Vertrag zu mir, über ebenfalls 2.500Euro, der steigt automatisch in die 5.00Euro Klasse auf, braucht aber nur 2.500Euro zu bezahlen. Bringt er zwei Partner mit 2.500Euro, steigt er in die Gegenleistung 7.500Euro auf, braucht nur 2.500Euro zu zahlen. Das bedeutet also für mich Erleichterung. Ich kann also sitzen und darauf warten, daß mir die Leute die Verträge bringen und brauche sie dann einfach nur an die Buchhaltung weiterzugeben. Wir haben im Moment einen Stand von 21 Firmen die unterschrieben haben und daß das galoppiert, daß sieht man daran, daß es morgen Abend 30 sein werden.
Beide Teile hat Rüdiger Lamm bereits erfolgreich in Bielefeld durchgezogen. Mit dem gesamten Konzept will Lamm die Gesamtsumme von ca. 800.000Euro an Mehreinnahmen erreichen und wenn es 1 Mio. wird, so sei es lt. Rüdiger Lamm auch nicht schlimm.
Soweit, das Wichtigste aus der PK."
Quelle: http://www.ofckickers.de
Das ist ja einfach krank. Aber ganz ehrlich, ich hätte Dich auch für ein großes Tier in der Musikszene gehalten.....
*rofl*