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  1. DSC4ever.de
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  3. KSV-Jens

Beiträge von KSV-Jens

  • Geburtstag und Weihnachten kurz nacheinander! Nachteil?

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 16:57
    Zitat

    Original von Dabro
    aber ich denke man kricht in gesamten weniger. (wenn man es jetzt mal 100 % materiell sieht)


    Da hast Du materiell betrachtet auch 100prozentig recht. Nur wenn Du die Zustände in unserer Familie besser kennen würdest, wüßtest Du, daß weniger manchmal mehr sein kann. Aber ich will nicht zu viel lästern. Die Kinder meiner Schwester bekommen zwar immer sehr viele Geschenke, aber dafür auch viel Vernünftiges, so daß sie nicht durchknallen werden...

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 16:49

    Na ja, sooo schlecht finde ich die Geschichte nicht. Vermutlich deswegen, weil der Name Arminia Bielefeld öfter darin vorkommt.. :)

    Ich habe das Ganze in 90 Minuten durchgetackert inkl. Lektorat. Hinterher das Kopieren ins Forum dauerte ca. 12 Minuten, weil ich hin und herschaufeln mußte. Gottlob hat Word eine Wort- und Zeichen-Zählfunktion. Da konnte ich dann immer gut abschätzen, wie groß jedes einzelne Posting sein muß, damit das DSC4ever-Forum es auch kommentarlos "schluckt".

  • Geburtstag und Weihnachten kurz nacheinander! Nachteil?

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 16:42

    Mein Neffe wird am 27. Dezember 7 Jahre. Aber der leidet nicht darunter. Im Gegenteil, er wird an Weihnachten von uns immer so mit Geschenken bombardiert, daß er das verkraftet. Ich selbst habe meinen Geburtstag sicherheitshalber auf den 14. Januar "gelegt".

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 16:38
    Zitat

    Original von Flori
    Ich habe mir die Gescichte komplett ausgedruck, kann echt nicht soviel auf den Monitor lesen. Das sind bei mir im Texteditor 63 Seiten!! Fange heute Abend mal mit an.


    Als Word-Dokument sind das bei mir 30 Seiten. Hmm, also ausdrucken täte ich es mir nie. Beschwerden bitte an x-man... :angel:

  • Spiele in der Rückrunde

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 16:01
    Zitat

    Original von Bulldozer
    Das Berlin & Stuttgart wohl auf Sonntage gelegt werden, dürfte damit zusammenhängen, dass diese beide Teams noch im UEFA-Cup spielen, und das Donnerstags.


    Die berühmten Donnerstag-Spiele im UEFA-Cup. Da werde ich mich wohl auch nie so richtig dran gewöhnen.

  • Änderung im DSC4ever?

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 15:08

    Profil -> Optionen editieren -> Darstellung der Beiträge und in dieser Rubrik 2x nein ankreuzen, dann unten auf Speichern klicken.

    Dann weißt Du, wie ich das Board sehe, surft sich vermutlich auch schneller... :angel:

  • Konkurrenz für uns?

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 13:07

    Nur so zur Info: PhilippDSC ist ein User im offiz. Arminia-Forum, der anderen ständig weismachen will, daß ein Arminia-Spieler woanders unterschrieben hat. Letztens war es Matze Hain in Stuttgart, heute Momo bei Schalke. So ein Dünnpfiff!

    DSCOnline hat ihn nach einer Quelle wegen Momo gefragt. Kam natürlich nur eine Antwort etwa der Art, Stand auf der RTL-Seite, ist jetzt aber wieder weg...

    Ich glaube, solche Typen hätten hier bei uns nicht viel zu lachen.

  • Wer holt die Champions League ??

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 12:40
    Zitat

    Original von 4SUBSTANCE
    war valencia nicht der verein, der schon zweimal im cl-finale stand und trotzdem nix gewonnen hat :lol: :wall: :respekt:


    Stimmt, da war was.

    Zitat

    ach und ich tippe mal auf ManU im finale gegen london... -dat wäre doch wat -und ManU gewinnt...


    Arsenal im Finale? Das hat was!
    Verlieren gegen ManU? Um Gottes willen.. :kotzen:

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 12:34

    Man beachte z.B. die Internet-Präsenz http://www.arminia-bielefeld.de von einem Bundesligaverein aus einer Stadt, die es nicht gibt.

    Und was ist mit http://www.handballecke.de/dsc4ever/ ???
    Auch hierbei handelt es sich um ein Forum von Leuten, die behaupten, in Bielefeld zu wohnen oder zumindest dort in ein Stadion namens ALM zu gehen. Eine ALM in Ostwestfalen? Völlig undenkbar! Und überhaupt, wieso versteckt sich diese Website hinter einer Handball-Domäne? Nein, nein, da kann etwas nicht stimmen!

    DSC4ever, bekennen Sie sich endlich! Geben Sie zu, daß Sie zu IHNEN gehören!!

    @4SUBSTANCE
    Ich hoffe, Du weißt, was Du tust. Das Lesen kommt quasi einer Gehirnwäsche gleich. Da wird Dir auch kein indisches Blut helfen. Da hilft höchstens 50 Gramm geriebenes Elfenbein, portionsweise zu drei Mittagsmahlzeiten hintereinander geschluckt.

  • www.eurostadiums.com

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 00:09
    Zitat

    Original von komanda
    dein aufruf scheint gewirkt zu haben, jens. die alm liegt mittlerweile auf platz 113. 3 plätze vor bochum.


    Och nö, komanda, jetzt hängst Du ausgerechnet mir die Sache an. Nein, ich würde nie zu so einer Abstimmung aufrufen, eher esse ich Deine Nudeln....

    :hi:

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 21. Dezember 2002 um 00:06

    Richtig gut ist die Geschichte nicht. Man merkt schon, daß ein Amateur-Schriftsteller am Werk war. Ich habe das heute abend mal flott durchgelesen und dabei die gröbsten Schnitzer weglektoriert. Interessant finde ich allerdings die Grundidee von wegen "Bielefeld gibt es nicht." Aber für einen Bestseller ist das natürlich zu wenig.

    Eine Sache beunruhigt mich allerdings. Während ich den Roman durchlas, brachte NDR 2 zweimal (!) die Meldung über eine Straßensperre bei Bielefeld. Also so etwas bringt der NDR normalerweise nicht. Und auch nachdem ich den Text aufgestückelt hier ins Forum reinkopiert habe, kommt die Bielefeld-Meldung jetzt immer wieder. Ich glaube, SIE wollen mir suggerieren, daß es Bielefeld gibt... *bibber-bibber*


    KSV-Jens
    Priester frischer Alpträume

  • Und der Weihnachtsmann ist DOCH Armine!

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 23:49
    Zitat

    Original von Dabro


    .... und den mantel hätte man für den halben preis gekriegt ;)


    Das hast Du jetzt gesagt. *lol*

  • Spiele in der Rückrunde

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 22:58

    Denn bis auf die Bayern dürfte keiner weiter weg sein als Berlin und Stuttgart. Und genau diese beiden Spiele finden sonntags statt. Irgendwie komisch...


    Ansonsten finde ich. daß Arminia auch in der Rückrunde wieder erst mal ein schweres Programm hat.

  • www.eurostadiums.com

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:22
    Zitat

    Original von matzegoalkeeper
    Man kann mit einer IP nur einmal pro Woche abstimmen. Toll. Hab ich trotzdem 365 Stimmen pro Jahr!

    Du kriegst pro Online-Sitzung eine neue IP, es sei denn, Du hast eine Standleitung. Und von so viel Kohle gehe ich bei Dir nicht aus. Also das mit der IP-Erkennung kann schon mal zu null Prozent funktionieren.

    Ein anderer Trick wäre, daß man einen Rechner über Cookies identifiziert. Aber die kannst Du von Hand löschen, also auch ein Griff ins Klo. Wenn man also 50.000 Stimmen abgehen will, kriegt man das auch hin.

  • Weihnachtsgrüße & Neujahrsbotschaft

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:17

    Ich wünsche auch allen Forumlern ein frohes und streßfreies Weihnachten sowie einen guten Rutsch ohne Hals- und Beinbruch ins neue Jahr.

  • Und der Weihnachtsmann ist DOCH Armine!

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:14
    Zitat

    1. Keine bekannte Art von Rentieren kann fliegen. ABER: es gibt über 300.000 Arten von lebenden Organismen, die noch nicht klassifiziert sind. Auch, wenn die meisten davon Insekten und Einzeller sind, schließt das die Existenz von fliegenden Rentieren nicht vollkommen aus.


    Ganz mein Reden! :cool:


    KSV-Jens
    Priester der fliegenden Rentiere äh Schweine


    P.S.: Was die Performance-Problematik angeht - der Weihnachtsmann hat auf T-DSL-Rentiere umgestellt.

  • Gebt den CHÄT frei...und zwar sofort!

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:07

    Dann könnte ich der Arminia-Seite auch so langsam ganz ade sagen... :)

    Aber ich denke, wir werden schon nicht umkommen, wenn der Chat erst nach den Weihnachtstagen kommt. Ich kann mir kaum vorstellen, daß die nächsten Tage hier viel los sein wird. Ich z.B. bin ab Montag auch erst mal eine knappe Woche weg.

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:01

    Thomas dachte nach. Ja, der Tod seines besten Freundes hatte ihn sehr mitgenommen. Er hatte die Leute verflucht, die ihn umgebracht hatten. Er hatte Rache geschworen. Klaus hatte ihm sehr gefehlt, und er hatte seinen Tod nie vollständig verkraften können.
    "Derjenige, der Klaus umgebracht hat, war ein gefühlloses, herzloses Schwein", fuhr Susanne fort. "Willst du so enden?"
    "Nein!" antwortete Thomas.
    "Sehr gut. Klaus wäre stolz auf dich. Dadurch, daß du Rache an ihm übst, wird er auch nicht wieder lebendig. Du begibst dich nur auf das Niveau dieser miesen Drecksäcke. Und bevor sie dich erschießen und mich zur Witwe machen, bevor ich überhaupt geheiratet habe, möchte ich mit dir sterben. Mit dir zusammen möchte ich ins Paradies. Bist du immer noch dagegen?"
    "Ich weiß nicht. Ich habe Angst vor dem Tod."
    "Die habe ich auch. Man weiß nicht, was danach kommt."
    "Aber was immer danach kommen mag: Wir haben anderen Paaren eines voraus: Wir werden es wenigstens gemeinsam durchstehen."
    "Amen."
    "So, und jetzt wie Thelma und Louise."
    "Na, hoffentlich gibt es keine Autobombe."

    Sie hatten die Ausfahrt Paderborn-Zentrum erreicht. Im Rückspiegel konnte Thomas den blauen Lieferwagen erkennen. Susanne setzte den Blinker und fuhr von der Autobahn. Der blaue Lieferwagen dagegen blieb auf der Autobahn. Sie waren nicht die einzigen, die die Autobahn an dieser Ausfahrt verließen. Vor ihnen fuhr ein dunkler Mercedes, hinter ihnen ein blauer VW Golf.
    "Jetzt gib mir deine Hand", sagte Susanne.
    "Mußt du nicht lenken?"
    "Gib mir deine Hand."
    Für einen kurzen Augenblick hielten sie sich an den Händen, dann mußte Susanne wieder schalten. Aber so lange es ging, hielten sie sich danach wieder an den Händen. Nachdem sie die Ausfahrt verlassen hatten, bog Susanne in die B1 in Richtung Salzkotten ein. Sie fuhr einige Meter und parkte dann den Wagen am Straßenrand. Dann schaltete sie den Motor aus. Sie schnallte sich ab, und auch Thomas schnallte sich ab. Ihre Gesichter näherten sich. Sie preßten ihre Lippen aufeinander, ihre Münder öffneten sich, und ihre Zungen berührten sich. Thomas spürte das Kribbeln wie am ersten Abend, bei dem ersten Rendezvous, damals als sie ihn das erste Mal geküßt hatte. Und er wußte: Schon jetzt war er mit ihr zusammen im Paradies. Was jetzt kam, konnte nur noch schöner werden, als alle irdischen Freuden, die er bisher erlebt hatte. Das war das letzte, was er dachte. Danach war ein großer Knall zu hören, und das Auto verwandelte sich in einen Feuerball.

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 21:01

    "Ja, ist es auch. Aber Sie sollten immer bedenken: Unsere Demokratie ist in Gefahr, so lange Kobolski lebt. Irgendwann wird er so viele Menschen von seinen Hirngespinsten überzeugt haben, daß es für uns alle eine Gefahr darstellt – und irgendwann werden wir in einer kommunistischen Diktatur aufwachen mit Kobolski als Führer. Und er wird ganz frech von Bielefeld aus regieren. Wir haben nun die folgenden Instruktionen für Sie: Sie werden als erstes zusammen mit Ihrer Freundin in die Sennestadt fahren. Fahren Sie in das Zentrum des Stadtteils auf die Lindemann-Halbinsel, wo die Stadtteilverwaltung steht. Wir werden Sie beobachten. Während wir hier geredet haben und Ihre Freundin auf Toilette war, haben Handwerker aus unserem blauen Lieferwagen eine Autobombe mit Fernzündung im Wagen Ihrer Freundin installiert. Wir werden Sie jetzt beobachten. Sollten Sie sich querstellen und nicht in die Sennestadt fahren, werden wir die Autobombe hochgehen lassen. Sie werden folgende Route benutzen: Bis zum Kasseler Kreuz fahren Sie weiterhin die A7, danach dann A44 bis zum Kreuz Wünnenberg-Haaren. Von dort aus weiter die A33 bis zum Bielefelder Kreuz und die A2 bis zur Ausfahrt Bielefeld-Sennestadt. Fahren Sie dann in die Sennestadt hinein und auf die Lindemann-Halbinsel. Halten Sie diese Route unbedingt ein. Wenn Sie davon abweichen, werden wir die Bombe zünden, es sei denn, es gibt einen wirklich wichtigen Grund, die Autobahn zu verlassen, wie zum Beispiel eine Vollsperrung. Ansonsten geht die Bombe hoch. In der Sennestadt werden Sie weitere Instruktionen empfangen. Liefern Sie dann ihre Freundin in Bielefeld im Hotel ab und fahren Sie zurück nach Mannheim. Dort werden Sie dann unsere Instruktionen befolgen. Wir wünschen Ihnen viel Glück."

    Als Thomas wenig später die Raststätte verließ, stand Susanne schon am Auto und nuckelte an einer Capri-Sonne. "Sag mal, wo warst denn du?" fragte sie. "Hast du nicht versprochen, daß du vor den Toiletten auf mich wartest?"
    "Sorry, du, ich mußte selber noch auf Toilette, und außerdem habe ich mir noch etwas geholt." Er hielt ein Mars und einen Stern in die Höhe. Lindemann und Schulz hatten ihm beides als Alibi in die Hand gedrückt.
    "O.K. Folgendes", sagte er, als sie im Auto saßen. "Ich würde vorschlagen, daß wir zunächst einmal in die Sennestadt fahren und uns dort mal umsehen. Erst dann fahren wir nach Bielefeld rein."
    "Was willst du denn in der Sennestadt?" fragte Susanne neugierig.
    "Die Sennestadt wurde Anfang der sechziger Jahre gebaut. Wenn wir irgendwo erfahren, ob es gefährlich ist, nach Bielefeld zu fahren oder nicht, dann dort."
    "Ich will davon nichts mehr hören", sagte sie.
    "Vertrau mir, bitte es ist wichtig."
    "Jetzt komm mir bloß nicht wieder mit so Scherzen wie Bielefeld gibt es nicht! Natürlich gibt es Bielefeld. Sonst hätten wir da ja auch keine Tagung!"
    "Ich rede nicht von irgendwelchen Hirngespinsten. Verdammt, jemand WILL, daß wir in die Sennestadt fahren. Er hat eine Autobombe hier drinnen versteckt, und wenn wir nicht in die Sennestadt fahren, gehen wir in die Luft."
    "Du spinnst. Sind wir denn hier in einem James-Bond-Film oder was?"
    "So langsam komme ich mir so vor", murmelte Thomas.
    "Bitte?"
    "Ach, nichts. Können wir vielleicht mal das Thema wechseln? Wir fahren zunächst in die Sennestadt, und damit basta!"
    "Wenn du unbedingt willst..." Sie seufzte.

    Ein Blick in den Rückspiegel verriet Thomas, daß der blaue Lieferwagen wieder hinter ihnen her war. Aber diesmal machte sich Thomas keine Sorgen. So lange Susanne den vorgeschriebenen Kurs einhielt und keine Mätzchen machte, brauchte er jetzt vor nichts mehr Angst zu haben – jedenfalls nicht, bevor er in der Sennestadt angekommen war.
    Er schaltete das Autoradio an, stellte es auf HR3 ein. Pop-Gedudel erfüllte das Auto. Aber es ersparte Thomas wenigstens die Mühe, krampfhaft nach einem Gesprächsthema zu suchen, wenn er gerade keines parat hatte. Bis Kassel unterhielten sie sich nur über das was sie auf und neben der Straße sahen, doch nachdem sie bei Kassel auf die A44 abgebogen waren, fragte Susanne: "Sag mal, was ist eigentlich mit dir los?"
    "Was soll los sein?"
    "Naja, dein komisches Verhalten, deine Bielefeld-Phobie. Und jetzt diese Paranoia und Wahnvorstellungen von wegen Autobombe."
    "Das sind keine Wahnvorstellungen."
    "Willst du mir nicht darüber erzählen?"
    "Warum vertraust du mir nicht einfach?"
    "Du solltest mir vertrauen und mir alles erzählen. Wir haben jetzt viel Zeit dazu."
    Thomas zögerte. Er hatte keine Lust, seiner Freundin zu erzählen, daß er Kobolski umbringen sollte. Das hätte sie nur beunruhigt. Mehr noch: Sie würde vielleicht versuchen, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Aber war das denn so schlecht? Vielleicht schon. Lindemann hatte auf Thomas so gewirkt, als machte er keine Scherze. Verdammt, da war er in was reingeschlittert! Warum nur hatte er sich darauf eingelassen? Aber selbst wenn er sich nicht darauf eingelassen hätte... das hätte Klaus' Tod auch nicht verhindert. Wie er sich auch verhalten hätte – früher oder später wäre er in diese Sache sowieso hineingeschlittert. Jetzt galt es, zunächst sein eigenes Leben zu retten, dann die Demokratie. Doch das war auch schon schwierig. Welche der beiden Seiten hatte recht? War die Bundesrepublik Deutschland eine Demokratie oder eine Scheindemokratie? Wollte Kobolski Deutschland befreien oder unterwerfen? Hieß er überhaupt Kobolski?
    "Also, was ist jetzt?" Sie sah ihn ernst an.
    "Nö, lieber nicht."
    "Also, was ist jetzt? Bin ich nun deine Freundin oder nicht?"
    "Du bist meine Freundin, Schatz. Und nicht nur das. Du bist mein Leben."
    "Dann solltest du auch keine Geheimnisse vor mir haben, oder?"
    "Susi, das geht über deinen Horizont. Du hast mich doch schon für verrückt erklärt, als ich behauptet hatte, Bielefeld gäbe es nicht. Ich weiß es jetzt auch nicht mehr. Möglich, daß es Bielefeld gibt. Vielleicht gibt es die Stadt aber auch nicht."
    "Thomas, haben wir uns in den Monaten, in denen wir schon zusammen sind, nicht alles erzählt?"
    Thomas nickte. "Schon, aber diesmal ist es etwas anderes. Ich weiß selber nicht, was hier vorgeht. Ich habe versucht, dich in meine Geheimnisse einzuweihen. Ich habe es damals versucht, als ich verhindern wollte, daß du nach Bielefeld fährst. Du hast es mir damals nicht geglaubt. Jetzt ist es zu spät. Jetzt müssen wir nach Bielefeld fahren, und du mußt mir vertrauen."
    Susanne beschloß zu schmollen, und so schwiegen sie lange Zeit.
    Sie befanden sich kurz vor Paderborn, als sie in einen Stau gerieten, und es war nicht irgendein kleiner Stau. Irgendwann schien nichts mehr zu gehen. Sie standen in der Schlange. Die Autos standen, und es ging weder vor noch zurück. Schon stiegen die ersten aus ihren Autos aus, spazierten auf der Fahrbahn herum und hielten Ausschau, wie weit der Stau noch nach vorne reichte. Einige setzten sich auf die Leitplanken oder machten es sich sonst irgendwie gemütlich. Auch Thomas stieg aus, und Susanne folgte ihm.
    "Wenn der Stau bei der nächsten Ausfahrt immer noch nicht zu Ende ist, fahren wir runter", sagte sie.
    "Lieber nicht", entgegnete er.
    "Warum nicht?"
    "Hast du das mit der Autobombe vergessen?"
    "Komm, bitte hör auf mit dem Schwachsinn."
    "Das ist kein Schwachsinn!"
    "Bitte, Thomas. Erzähl mir die ganze Story. Von Anfang an. Vielleicht kann ich dir helfen – und auf jeden Fall hält es mich davon ab, einen Fehler zu machen."
    "O.K." Thomas fing an. Er erzählte alles von dem Moment an, da ihm Klaus gesagt hatte, Bielefeld gäbe es nicht. Er erzählte alles genau, wie es passiert war, ließ nichts aus. Er zögerte zwar an der Stelle, an der man ihm gesagt hatte, er sollte Kobolski umbringen, aber auch hier nahm er schließlich all seinen Mut und erzählte es seiner Freundin. Sie hörte zu, nickte und schien ihm zu glauben. Ja, sie glaubte und vertraute ihm wieder. Weil er sich ein Herz genommen hatte, ihr alles zu erzählen.
    Und während er erzählte löste sich der Stau zwar nicht unbedingt auf, aber es ging doch ein ganzes Stück weiter. Als er geendet hatte, schwieg Susanne ein wenig. Dann sagte sie: "Du sitzt ganz schön in der Scheiße, weißt du das? Du sollst diesen Kobolski umbringen. Mann ist dir eigentlich klar, was die da von dir verlangen?"
    Er nickte. "Es gibt nichts schlimmeres, als einen Menschen zu töten."
    "Und warum weigerst du dich nicht einfach?"
    "Du hast es doch gehört: Wenn ich ihn nicht töte, töten sie mich."
    "Dann denk mal nach. Denk mal nach, was du wirklich willst. Und denk auch darüber nach, daß du ein Christ bist. Es haben schon Menschen einen Märtyrertod erleidet, von denen weit weniger verlangt wurde. Nur ein bißchen Kaiserverehrung oder sowas. Abkehr vom Glauben, was weiß ich."
    "Du meinst..."
    "Ja."
    "Und das sagst du so einfach? Du wirst meinen Tod bestimmt nicht verkraften."
    "Wenn du schon sterben mußt, dann will ich mit dir sterben."
    "Du willst doch nicht etwa..."
    "Doch. Ich würde an deiner Stelle lieber sterben als zum Mörder werden."
    "Du spinnst ja."
    "Tue ich nicht. Ich werde an der nächsten Ausfahrt die Autobahn verlassen und dann irgendwo hinfahren, wo eine Autobombe nicht viel anrichten kann."
    "Bitte, tue es nicht. Wir haben unser Leben doch noch vor uns!"
    "Jetzt nicht mehr. Ich kann es nicht zulassen, daß du zum Mörder wirst."
    "Bist du übergeschnappt?"
    "Bin ich nicht. Ich habe nur nachgedacht. Wir alle sind für das, was wir tun, selbst verantwortlich. Denk doch mal nach: Wenn du Kobolski umbringst, wirst du dir dein ganzes Leben lang Vorwürfe machen. Du wirst immer daran denken, daß du einen Menschen getötet hast. Kannst du das denn mit deinem Gewissen vereinbaren, Thomas? Hast du nicht irgendwann mal Zivildienst geleistet? Weigere dich einfach. Es ist nicht gesagt, daß sie eine Autobombe gelegt haben. Vielleicht haben sie auch nur geblufft. Um dich einzuschüchtern. Solche Leute sind zu allem fähig. Ich werde jedenfalls bei der nächsten Ausfahrt runterfahren – koste es, was es wolle."
    "Bitte, Susanne, willst du denn keine Kinder haben?"
    "Nicht wenn Blut an den Händen ihres Vaters klebt."
    "Du übertreibst mit der Christlichkeit. Wir hatten doch schon Sex vor der Ehe, obwohl das nach der Bibel auch verboten ist."
    "Das ist etwas anderes. Wenn wir vor der Ehe miteinander schlafen, dann tut das keinem weh. Aber ein Mord tut verdammt vielen Leuten weh – nämlich der Person selber und all ihren Angehörigen. Denk daran, wie das mit Klaus war."

  • "Bielefeld gibt es nicht" - von Matthias Franz

    • KSV-Jens
    • 20. Dezember 2002 um 20:59

    Sie betraten einen weiteren Raum. Doch hier waren keine Monitore, die Thomas' Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Nur kahle Wände, ein Tisch, drei Stühle und eine Schreibtischlampe. Irgendwie erinnerte die Einrichtung Thomas sehr stark an ein Verhörzimmer aus einem amerikanischen Krimi.
    "Setzen Sie sich", sagte der Mann mit dem Mittelscheitel freundlich. Thomas nahm auf einem der drei Stühle Platz. Auch der Mann mit dem Mittelscheitel setzte sich. Nur Herr Lindemann blieb stehen und verschränkte die Arme. Er hatte breite Schultern – sehr breite Schultern. War überdies noch muskulös gebaut. Fast wie ein Bodyguard.
    Der Mann mit dem Mittelscheitel blieb freundlich. Er sagte: "Ich bin Herbert Schulz vom Fremdenverkehrsverband der Region Ostwestfalen-Lippe. Das hier" – er wies auf den Mann mit der Glatze – "ist Markus Lindemann vom Fremdenverkehrsverband Bielefeld."
    "Fremdenverkehrsverband? Wozu braucht ein Fremdenverkehrsverband solche Überwachungsanlagen?"
    "Halten Sie die Schnauze, ja?" schnaubte Lindemann. "Ich warne Sie! Wir können auch anders! Wenn Sie nicht spuren, werden Sie diesen Raum als Leiche verlassen! Haben Sie verstanden?"
    Thomas schluckte und nickte.
    "Also", fuhr Schulz mit der gewohnten Freundlichkeit fort. "Wir arbeiten eng mit dem Verfassungsschutz zusammen, weil es sich hier um eine höchst heikle Angelegenheit handelt, eine Geheimoperation im Dienste der Bundesrepublik Deutschland und der Demokratie, wenn Sie verstehen, was ich meine."
    Thomas nickte, und Schulz fuhr fort: "Zunächst einmal: Die Stadt Bielefeld gibt es wirklich, und sie ist auch das, was sie zu sein vorgibt: Eine ganz normale deutsche Großstadt. Da ist nichts merkwürdiges und nichts schreckliches dran."
    "Das habe ich ja nie bestritten", bemerkte Thomas.
    "Hören Sie!" fuhr ihn Lindemann an. "Quasseln Sie nicht dazwischen und hören Sie auf zu lügen! Sie haben die Überwachungsanlagen gesehen! Wir wissen alles über Sie! Wir wissen auch, daß Sie zu einer Gruppe gehören, die nicht an die Existenz von Bielefeld glaubt! Also sagen Sie gefälligst die Wahrheit, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist!"
    "Daß es Bielefeld gibt, dafür gibt es Beweise", fuhr Schulz fort. "Beweise, die ich Ihnen gerne an Ort und Stelle zeigen möchte. Und zwar auf der Lindemann-Halbinsel in der Sennestadt. Aber dazu später mehr. Sie fragen sich bestimmt, wenn es denn die Stadt Bielefeld gibt, gibt es denn auch die Bielefeld-Verschwörung? Und hier muß ich auch leider sagen: Ja. Allerdings nicht so, wie man Ihnen weismachen will, verstehen Sie? Denn wir sind nicht SIE. Wir sind die guten Jungs. Die bösen Jungs sind die, die Ihnen weismachen wollen, daß es Bielefeld nicht gibt."
    Thomas' Gedankengebäude fing langsam an zu wanken. Daran hatte er gar nicht gedacht: Daß SIE vielleicht diejenigen waren, zu denen er bereits gehörte, daß die andere Seite eigentlich die Guten waren... Aber vielleicht war es nur ein Trick von IHNEN, ihn für sich zu gewinnen. Nachdem SIE seinen besten Freund getötet hatten, war er sehr gefährlich für sie geworden. Verdammt gefährlich.
    Schulz holte aus seinem Portemonnaie ein Paßfoto hervor und legte es vor Thomas auf den Tisch. Voller Überraschung stellte Thomas fest, daß es sich dabei um Peter, den Antiquar aus Neustadt an der Weinstraße handelte.
    "Kennen Sie diesen Mann?" fragte Schulz.
    Thomas war sich unsicher, ob er die Wahrheit sagen oder ob er lügen sollte. Er wußte schon jetzt nicht mehr, zu welcher Seite er halten sollte, aber schließlich dachte er, im Augenblick wäre es gesünder anzunehmen, daß Schulz und Lindemann die Wahrheit sagten.
    "Ja", antwortete Thomas daher. "Ich habe ihn einmal gesehen. In Neustadt an der Weinstraße."
    "Neustadt an der Weinstraße. Soso, da treibt er sich jetzt rum."
    "Wie, das wissen Sie nicht?"
    "Wir wissen zwar viel, aber noch längst nicht alles. Sonst müßten wir Sie ja auch nicht fragen. Aber ich werde Ihnen mal erzählen, wer das ist: Sein richtiger Name ist Werner Kobolski. Nach dem Krieg war er zunächst Mitglied der KPD, hier in Westdeutschland. Nach dem Verbot der KPD ging er in die DDR über und arbeitete für die Stasi. Hauptsächlich Spionage in der Bundesrepublik. Sein Ziel war es, die Bundesrepublik zu einem Arbeiter- und Bauernstaat sozialistischer Natur umzukrempeln und sie dann der DDR anzuschließen. Quasi Wiedervereinigung im Sinne der DDR. Er war damit, wie wir alle wissen, nicht erfolgreich. Die von Mitarbeitern unseres Geheimdienstes inszenierten Montagsdemonstrationen führten zu dem Erfolg, den wir alle kennen. Nach der Wende ging Kobolski in den Untergrund und arbeitete geschickt an einer Verschwörungstheorie, die vor allem bei Linksalternativen auf fruchtbaren Boden fiel. Er entwarf die Idee des Neoimperialismus und verschmolz sie mit Verschwörungstheorien über Illuminati und Freimaurer. Nach seiner Theorie, ist die Bundesrepublik kein demokratisches System, sondern eine neoimperialistische Scheindemokratie, in der die Politiker nur Marionetten in einem System von Geheimbünden sind, die nach der Weltherrschaft streben. Nach seiner Theorie sind Politik, Wirtschaft und Medien bereits von einem Geheimbündnis unterwandert, das aus den Freimaurern, den Scientologen und den Illuminaten besteht. Den Wettstreit der Parteien sieht er nur als Theater an, weil sich die Geheimbündnisse schon vorher abgesprochen haben, wer welche Position übernimmt. Geheimes Steuerungszentrum und geheime Hauptstadt der Bundesrepublik ist Bielefeld. Die Universität Bielefeld ist nur eine Ausbildungsstätte der künftigen Elite, und die Stadt Bielefeld gibt es nicht. Laut Kobolski existieren nur das Bielefeld-Zentrum, das dazu da ist, die Illusion aufrechtzuerhalten, Bielefeld gäbe es, dann das Stadion, in dem die Arminia spielt, und noch ein paar Stadtteile, vorzugsweise in der Nähe der Autobahn. Dazu gehört auch die Sennestadt, die für Kobolski das eigentliche Bielefeld ist. Hier sollen angeblich diejenigen wohnen, die im Bielefeld-Zentrum arbeiten. Die Sennestadt wurde Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre am Südrand des Teutoburger Waldes angelegt, um eine Arbeitersiedlung für die Leute, die in Bielefeld arbeiten, zu schaffen. Die Stadt Bielefeld sollte dadurch entlastet werden. Kobolski behauptet, Bielefeld würde von der Sennestadt aus regiert werden."
    "Wie kommt Kobolski auf diese abstrusen Ideen?" fragte Thomas.
    Schulz holte tief Luft und fuhr dann fort: "Vor einigen Jahren kursierte im Internet ein Text, in dem behauptet wurde, die Stadt Bielefeld gäbe es nicht. Dieser Text war ursprünglich scherzhaft gemeint, wurde aber von einigen Leuten ernst genommen – und diese sammelten natürlich Indizien dafür, daß es Bielefeld nicht gibt. Kobolski kam das ganze natürlich nur recht. Es war quasi der Aufhänger für seine Verschwörungstheorie. Er suchte sich Leute, die für solche Dinge anfällig waren und versuchte sie, auf dem Weg der Verschwörungstheorie zu Staatsfeinden zu machen. So gelang es ihm, innerhalb weniger Monate, ein ganzes Verschwörungsnetzwerk aufzubauen, das sich über die ganze Bundesrepublik zieht – mit Ausnahme der Region Ostwestfalen-Lippe. Kobolski achtet darauf, daß er hauptsächlich Leute zieht, bei denen linkes Gedankengut auf fruchtbaren Boden fällt: Studenten, Arbeitslose und Kleinunternehmer. Um seine Leute unter Druck zu setzen und zu beweisen, wie gefährlich sie leben, setzt er sie ständigen Bedrohungen aus, benutzt Autos mit Bielefelder Kennzeichen und geht sogar soweit, daß er seine eigenen Leute umbringt und die Morde wie Unfälle aussehen läßt – wobei er allerdings darauf achtet, daß der Bezug zu Bielefeld immer gegeben ist."
    "Sie meinen, er hat meinen Freund umgebracht, nicht SIE?"
    "Das ist richtig", fuhr Schulz fort. "Weder wir, noch der Verfassungsschutz haben Interesse daran, Leute zu töten. Das macht einzig und allein Kobolski. Er fälscht die Indizien dafür, daß es Bielefeld nicht gibt – er tut alles, um die Leute von seiner Verschwörungstheorie zu überzeugen. Und das ist gefährlich. Kobolski ist verdammt gefährlich. Schon jetzt übt er auf eine sehr große Gruppe Macht aus. Wenn es so weitergeht, wird er bald das Gesellschaftssystem umstürzen und eine linksalternative Basisdemokratie einführen. Dann wird es die Bundesrepublik – so wie wir sie kennen – nicht mehr geben. Kobolski ist der Anführer der Bielefeld-Verschwörung, und die Stadt Bielefeld hat damit kaum etwas zu tun. Sie ist nur der Aufhänger von dem ganzen. Wir vom Fremdenverkehrsverband Ostwestfalen-Lippe sind allerdings schon sehr schnell darauf gekommen, daß immer weniger Touristen in unsere Region und sogar noch sehr viel weniger nach Bielefeld kommen. Es kursieren eben lauter Horrorgeschichten über das Bielefeld-Zentrum. Unsere Aufgabe ist es, gegen die Bielefeld-Verschwörung anzukämpfen und die Stadt Bielefeld und die Region Ostwestfalen-Lippe für den Tourismus wieder attraktiver zu machen. Kobolskis Einfluß darf nicht unterschätzt werden!"
    Thomas wurde sich immer unsicherer. Sollte er dem glauben oder nicht? Langsam begriff er, daß er zwischen die Fronten geraten war. Scheiße auch! Die einen wollten ihn, die anderen auch. War er jetzt so eine Art Doppelagent? Aber wer hatte nun Klaus umgebracht? Die eine oder die andere Seite? Welche Seite sollte er nun unterstützen? Welcher Seite konnte er glauben?
    "Wer garantiert mir, daß Sie die Wahrheit sagen?" fragte er.
    "Sie tun besser, was wir sagen, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist!" entgegnete Herr Lindemann unwirsch.
    "Was wir sagen wollen, ist, wir möchten, daß Sie die Fronten wechseln und zu uns kommen", sagte Schulz.
    "Andernfalls..." bemerkte Lindemann und fuhr mit seiner flachen Handkante über seinen Hals, als wollte er eine Enthauptung andeuten.
    "Entweder, Sie spielen mit, oder ein bedauernswerter Unfall wird sich ereignen, und in der Nähe wird man einen Hinweis auf die Stadt Bielefeld finden", fuhr Schulz fort. "Was SIE können, können wir schon lange."
    Lindemann ging ein paar Schritte und setzte sich auf den Stuhl der noch frei war. "Ihr erster Auftrag ist: Töten Sie Kobolski."
    "Nein, das werde ich nicht tun. Das werde ich nie und nimmer tun. Ich habe noch nie einen Menschen getötet, und ich werde es auch niemals tun."
    "Töten Sie ihn, oder Sie werden selbst getötet!" schrie Lindemann.
    Thomas fuhr zusammen. Sie hatten ihn in der Hand, und er mußte tun, was sie sagten – ob er wollte oder nicht. Er hatte keine andere Wahl.
    "Warum töten Sie ihn nicht selber?" fragte er. "Oder setzen einen Profi-Killer auf ihn an?"
    "Wir haben unsere Gründe", antwortete Schulz freundlich. "Niemand wird je auf die Idee kommen, daß Sie als einer seiner Anhänger ihn umbringen."
    "Ich warne Sie", sagte Lindemann. "Wir werden Sie auf Schritt und Tritt beobachten. Wenn Sie versagen... Sie wissen ja, was dann passiert!"
    "Es wird aber auch etwas passieren, wenn Sie Erfolg haben", fuhr Schulz fort. "Und zwar eine Belohnung: Eine Villa in Bielefeld und einen fünfstelligen Betrag monatlich als lebenslange Sofortrente mit Inflationsschutz. Das heißt, Sie können ein Leben lang tun und lassen, was Sie wollen und müssen sich nicht mehr um Jobs und solchen Blödsinn kümmern."
    "Hört sich verlockend an", bemerkte Thomas.

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