...in Bielefeld gibt es ca. 350 Fälle; das sind etwa 0,1% der Bevölkerung. Die Mortalität beträgt hier bisher ca. 0,5%, d.h. in Bielefeld sind bisher etwa 0,0005% der Menschen mit dem Coronavirus gestorben...aber es ist natürlich einfach sich auf den moralisch einwandfreien Standpunkt zu stellen, dass die Gesundheit nun mal das oberste Gebot ist und dem alles andere unterzuordnen ist. Dieser Standpunkt ist erstmal relativ schwer angreifbar und daher zur Zeit auch so beliebt und verbreitet. Wenn dann nach der Krise viele keinen Job mehr haben, ihr Häuschen deswegen den Bach runter geht, das Auto erstmal verkauft werden muss, der Urlaub nicht mehr zu bezahlen ist, das Lieblingsrestaurant geschlossen ist, der Lieblingsverein nicht mehr existiert...dann werden viele ein böses Erwachen erleben.
Ich denke, die wenigsten wollen, dass unser normales Leben auf viele Monate hinaus runtergefahren wird. Die Allermeisten werden sich dessen Folgen bewusst sein.
Es gibt aber viele, die die jetzigen Lockerungen einschließlich Fußball für verfrüht halten und einen Bumerang-Effekt befürchten.
Das Kunststück, welches Politiker und Fachleute hinbekommen müssen, ist es, den richtigen Mittelweg zu finden. Und darum wird sie keiner beneiden.