Es macht auch keinen Sinn eine Dreierkette mit zwei Innenverteidigern und einem Außenverteidiger oder gar mit zwei gelernten Außenverteidigern und nur einem gelernten Innenverteidiger zu spielen.
Wenn eine Dreierkette, dann mit drei gelernten Innenverteidigern, so wie es die Bayern mit Lucio, van Byton und Demmichelis machen. Bei uns wären das dann wohl Bollmann Kucera und Herzig. Man könnte dann überlegen ob man zwei zusätzliche Außenverteidiger bringt (so wie die Bayern), oder sehr offensiv mit zwei reinen Mittelfeldspielern spielt.
Ich persönlich halte von einer Dreierkette nicht viel. Auf Schuler und Lamey zu verzichten, halte ich für eher kontraproduktiv. Außerdem muss man mit einer Dreierkette ganz anders verschieben, als mit einer Viererkette. Die Raumaufteilung ist eine andere. Natürlich müssen Profis eigentlich mehrere Systeme im Schlaf spielen können. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es bei uns zu Abstimmungsproblemen führen würde.
Die Annahme, dass eine Dreierkette den Vorteil hat, dass man ja einen Spieler mehr im Mittelfeld (bzw Sturm) hat, ist allerdings ein Trugschluss. Genau dort liegt ja der große Vorteil der Viererkette. In der Rückwärtsbewegung hab ich 4 Verteidiger, in der Vorwärtsbewegung rücken die Außenverteidiger ins Mittelfeld. Man ist mit einer Viererkette also sehr flexibel. Das ist natürlich Theorie. Die Außenverteidiger müssten auswärts im eigenen Ballbesitz auch die Meter gehen, die sie zu hause durchaus machen.
Schlussendlich kann aber nur der Trainer auf Grund seiner Eindrücke im Training beurteilen, in welchem System die Spieler sich am Wohlsten fühlen.