Letzter Abschnitt entscheidend:
Der ASC Marathon Korneuburg ging mit breiter Brust ins Spiel, immerhin hatten die Mannen von Trainer Günther Steindl am Mittwoch den SC Mauerbach mit 8:4 aus dem heimischen Rattenfängerstadion geschossen - vor 50 Zuschauern. Das Ziel war klar: Auch gegen den SK Rapid sollten im - diesmal mit 1.600 Zuschauern gesteckt vollen - Stadion Tore gelingen. Oder wenigstens eines!
Korneuburg spielt in der niederösterreichischen 1. Klasse Nordwest, zwischen dem ASC Marathon und dem österreichischen Rekordmeister liegen sechs Leistungsstufen. Eine ganze Fußballwelt. Auf schwierigem, tiefem Boden übernahm im Rattenfängerstadion Rapid von Beginn an das Kommando. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Mario Konrad nach einer schnellen Kombination die Hütteldorfer mit 1:0 in Führung brachte. In dieser Tonart ging es weiter, denn wenn Rapid schnell spielte, dann wurde es zu schnell für die Niederösterreicher, die sich ansonsten wacker, diszipliniert und konzentriert verteidigten. Trotzdem stand es nach einer halben Stunde schon 4:0 für die Wiener.
Kurz vor der Pause gelang Ibrahim Demir mit einer sehenswerten Aktion das ersehnte und umjubelte Tor für die Gastgeber. Der Korneuburg- Stürmer zirkelte das Leder im Stil eines Klassespielers an Rapid- Goalie Helge Payer vorbei ins Netz. Der Abend des ASC Marathon war damit schon vor dem Wechsel gerettet.
In der zweiten Halbzeit brachte Rapid- Trainer Peter Pacult den 19- jährigen Stürmer Dominik Rotter (Arminia Bielefeld, derzeit auf Probe bei Rapid) für Rene Gartler