Hier reitet (fast) niemand nur auf den Ergebnissen rum, sondern gerade auf der Entwicklung. Das Spiel gegen Stuttgart war nur vom Ergebnis gut. Die Entwicklung weist nach unten, auch wenn Arminia gegen Stuttgart in der Abwehr nach dem vogelwilden Spiel in Mainz und der laschen Einstellung im Heimspiel gegen Mainz endlich wenigstens wieder kompakt stand. Aber anstatt das anzuerkennen und als Basis zu nehmen für mehr Zielstrebigkeit nach vorn (wir haben nach elf Spielen weniger Tore geschossen als Fürth) will Kramer laut Interview in der Defensive weiter experimentieren. Gut wenn Du weißt, dass diese Sturheit in eine gute Zukunft führt. Ich bin bei Richie &Co... und hoffe, Du hast Recht. Wie ewig Armine stets betont: wir alle wollen unsere Mannschaft siegen sehen. Während der 90 Minuten gibt es für alle vollen Support. Der Sieg gegen Stuttgart hat mich super happy gemacht. Aber gerade die Entwicklung der Mannschaft stimmt skeptisch. Wir schießen die wenigsten Tore der Liga. Wenn wir den Ball gewinnen, hat die Mannschaft oft keinen Plan, um damit etwas anzufangen. Die Standards sind unter aller Sau. Die Frage ist schon erlaubt, was trainiert wird und ob mehr Rotation und Varibilität die drängenden Probleme sind. Wie gesagt, für mich weist die Entwicklung der Mannschaft nach unten, die toraubeute ist kläglich, nicht-abgeschlagen sein ist für mich kein Erfolg. Vielleicht könntest Du mal erläutern, warum die Entwicklung für Dich nach oben zeigt?
Es ist schon komisch,hier mitzulesen. Anstatt das sensationelle 2. Bundesligajahr zu feiern, die Wandlung des Vereins zu unterstützen, ergeht man sich nur in Kritik, die oftmals auch in abstossenden Worten und verletzenden Kommentaren gegenüber Trainer und Spieler geäußert wird. Man rechtfertigt sich, mit der Mechanik des Geschäfts, mit Gegebenheiten, die man nur voraussieht... Die Akteure sind ja selber schuld, krude Aufstellungen, blinde Abschlüsse, keine Absprachen, miese Standards..., all das gäb's unter all den Hobbytrainern nicht, ja, denn da wird noch eine zünftige 4-er-Kette gespielt, was anderes ist ja unseren Spielern eh zu hoch...
Ich finde das schon ziemlich arrogant, mit welcher Haltung man vor allem Kramer gegenüber steht. Als ob man tatsächlich meint, nicht nur Kramer, sondern dem dem ganzen, gemeinsam arbeitenden Trainerstab mal grad was von Fußball erzählen zu können.
Ergebnisse sind eines, Entwicklung was anderes.
Nur um uns einigermaßen durch die Liga zu murksen - wobei bessere Ergebnisse auch hier nicht garantiert sind - kann man nicht auf Entwicklung verzichten. Man kann sich im Training vieles erarbeiten, aber gesetzt, verinnerlicht werden diese Dinge erst im Spiel. Und das braucht nunmal Zeit, auch weil die Spieler erstmal auf dem Level ankommen müssen.
Aber diese Zeit will sich der Verein nehmen... und das ist neu! Nicht "Ergebnis passt nicht - also weg", sondern es wird auf die Entwicklung geschaut - und die läßt sich nicht nur an den Ligaspielen ablesen, denn die bestehen zur Hälfte auch aus Experiment.Um zu verstehen, warum der Verein jetzt so handelt, sollten sich einige nochmal Rejeks "Grünkohlrede" zu Gemüte führen. Hier geht es darum, daß Arminia ihren eigenen, ostwestfälischen Weg geht, unverwechselbar wird... Das übrigens auf Anregung des Bündnis OWL, deren Mitglieder man um Anregungen bat, welches es als Vorteil sieht, daß man noch so klein ist und die Erwartungen nicht so groß (außer bei paar unverbesserlichen "Fans"), so das man hier einen Umbruch, ein Sich-Neuerfinden hinbekommen kann.(Anregung Oetker)
Wir als Fans sollten eigentlich unser Team bedingungslos anfeuern, gerade wenn es nicht läuft. Und wenn wir die Standards selber ins Feld schreien, hauptsache, wir unterstützen die Jungs da unten...