Und den Ibrahimovic aus Finnland... aber wie hiess der nochmal?
Beiträge von ArminiaPF2D
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Naja, vielleicht hat Hartherz auf Grund seiner Leistungen + auslaufender Vertrag, ein finanziell lukratives Angebot angenommen.
Vielleicht sogar irgendein Bundesligist in der unteren Tabellenhälfte? Und da sich während es in der Saison noch um irgendwas geht nicht zu Personalplanungen geäußert wird, haben wir jetzt diese Situation.Bei Laursen bin ich wirklich gespannt, ob er uns in der Bundesliga weiter helfen kann. Ich schaue hin und wieder mal dänische Superliga und war auch schon letztes Jahr in Odense im Stadion... da wird anderer Fussball als in Deutschland gespielt. Nicht so viel Tempo, und meinem Eindruck aus mehreren Spielen nach auch nicht so flüssig ... sprich das Spiel wird oft langsam gemacht, viele unnötige Unterbrechungen, Diskussionen, ehrlicherweise leider auch weniger attraktiv. Dann gibt es Topteams wie Midjyland, Bröndby, FC Kopenhagen ... die haben schon stärkere Kader mit einigen guten Spielern... aber Odense? Die haben es noch nicht mal in die Top6 für die Aufstiegsrunde geschafft. Vor 2 Tagen haben die 6:0 gegen Silkeborg IF verloren und Laursen wurde nach 45 Minuten ausgewechselt.
Einen Sprung von einem dänischen Nicht-Top-Team in die 2.Liga, wie z.B. Edmudsson bei uns oder auch Kaiser von Bröndby zu Hannover halte ich für ok und machbar ... aber erste Bundesliga in Deutschland? Ich hab da Zweifel. Damit will ich ihm nichts absprechen, aber ich erwarte erstmal von ihm überhaupt garnichts und habe ganz gerinige Ansprüche an ihn. Wenn er es doch packt und sich bei uns in der ersten Liga etabliert - wow, das wäre echt top... aber ich werde ihm auch keine Vorwürfe machen wenn er es nicht packt. Vielleicht wurde der Transfer auch nur schon früh festgemacht? also zu Zeiten wo noch nicht mit einem Aufstieg zu rechnen war? Oder es ist finanziell alles echt so eng, das wir Spieler wie ihn verpflichten und einfach hoffen, dass sie sich positiv entwickeln?
*Ironie an* Ich stell mir gerade vor, wie Du mit einem Neuzugang irgendwo in einem Cafe in Bielefeld sitzt und ihm Vorwürfe machst, dass er es nicht gepackt hat und sich der Spieler daraufhin bei Dir entschuldigt, dass er deinen Ansprüchen nicht gerecht geworden ist. Triffst Du Dich auch mit Klos jedes Jahr, um ihm ein Fleißbienchen ins Heft zu schreiben?
*Ironie aus*Letztendlich müssen wir uns auch weiterhin meistens auf dem unübersichtlichen Grabbeltisch des Spielermarktes bedienen und die Perlen und Goldnuggets vom Rest trennen. Das haben wir offensichtlich in den letzten 2 Jahren außerordentlich gut hinbekommen. Auch in Dänemark wird es ein paar Spieler geben, die unentdeckt sind uns aber weiterhelfen können. Und hoffentlich hat unsere Scout Abteilung auch weiterhin ein so gutes Händchen, diese wo auch immer (und sei es im Iran oder Nordkorea) zu finden.
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In den aufgeblähten Kadern der großen Klubs sind eventuell einige durchaus bezahlbare Perlen dabei, wobei unsere Regalhöhe eher im Bereich "Nachwuchstalente, die Spielzeit benötigen" als "fertige Spieler, die auf der Tribüne sitzen" liegt. Letztere Gruppe wird nicht bezahlbar sein. Allgemein würde ich eher vermuten, dass sich der Leihspielermarkt erst nach den ersten Trainingslagern öffnet, da man sich in den Trainingslagern einen guten Überblick über das aktuelle Leistungsvermögen machen kann. Eventuell haben z.B. junge Spieler einen Leistungssprung gemacht und haben eine reale Chance auf den Kaderplatz.
Ich persönlich finde, dass uns jedes Jahr 1-2 Leihspieler gut zu Gesicht stehen, da damit die Chance besteht, gute Spieler (die normalerweise Arminina als keinen attarktiven Arbeitgeber betrachten würden) vergleichsweise günstig zu bekommen und man somit den Kader gezielt verstärken kann. Nachteilig ist natürlich, dass uns die Spieler eventuell nach einem Jahr wieder verlassen können, dazu noch ohne Ablöse. Trotzdem kann man so zumindest das Risiko eines Fehleinkaufs verringern, weil die Spieler oftmals ihr Potential schon auf hohem Liganiveau gezeigt haben und weniger Anpassungsschwierigkeiten haben sollten als so mancher junger Spieler aus unterklassigen Ligen, der dann am höheren Spielniveau doch letztendlich scheitert.
Für einen Verein wie Arminia mit begrenzten finanziellen Mitteln eine gute Sache.
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Also wer da bei z.B. Düsseldorf soviel wert sein soll, erschliesst sich mir nicht. Die Aussagekraft solcher Tabellen und Statistiken ist doch mehr als begrenzt, zumal der Abstand von Paderborn zum rettenen Ufer dann größer sein müsste. Ich finde auch, man sollte realistisch an die Sache ran gehen aber nicht gleich tief stapeln. Es wird in der nächsten Saison definitiv möglich sein, mindestens 2 Teams hinter sich zu lassen. Nur muss man sich personell entsprechend aufstellen, da man sich taktisch anpassen wird müssen.
Union ist ein gutes Beispiel: die haben mit Gentner und Subotic genau 2 solche Haudegen verpflichtet, die Stabilität verleihen. Mit Bülter dazu einen Glücksgriff aus dem unteren Regal. Trotzdem sieht man gerade, wie sehr sie von der Athmosphäre in der alten Försterei profitiert haben.
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Ach nun komm! Wenn es immer nur um den Etat gehen würde, wären wir aus der dritten Liga nie wieder rausgekommen.
Klar kann man mit Kohle auch Erfolg kaufen, aber das ist mir zu einfach. Wir brauchen Leute, die in unser Konstrukt passen. Unsere Truppe ist nicht zusammengewürfelt, sonder mit Bedacht über Jahre zusammengestellt. Paderborn ist diese Saison auch nicht am Geld gescheitert, sondern am System. Da war keine klare Struktur zu erkennen. Man hat gegen Schalke, Stuttgart und den HSV gesehen, dass wir durchaus in der Lage sind, solchen Teams auf Augenhöhe zu begegnen. Und das mit deutlich weniger Kohle. Ob das für den Klassenerhalt reicht, keine Ahnung. Aber sicherlich werden wir kein Schlachtvieh.
Schalke hat uns (in damaliger überragender Form) in der ersten Halbzeit brutal überrannt, hat dann abgeschaltet und wäre fast dafür bestraft worden. Die hätten uns locker 5-6 Tore in der HZ einschenken können. Hamburg und Stuttgart sind mit ihren aktuellen Mannschaften eindeutig nicht als erstligawettbewerbsfähig zu bezeichnen.In der Bundesliga werden wir auf Offensiven treffen, die oftmals mit schnellen Spielern auf den Außenbahnen besetzt sind. Unsere Außenverteidiger werden da etwas mehr zu tun bekommen, deswegen bin ich mir auch bei einem Harthertz nicht wirklich sicher, ob das insgesamt ausreicht. Bei einer vermutlich defensiveren Grundausrichtung ist dann auch klar, dass wir ebenfalls auf den Flügeln schnelle offensive Spieler benötigen, um Klos zu füttern.
Eine unserer großen Stärken in der zweiten Liga ist die Tiefe des Kaders. Wir können Ausfälle und Verletzungen problemlos mit wirklich guten Zweitligakickern ausfüllen, spielen auch deswegen sehr konstant und das scheint in der ausgeglichenen zweiten Liga dann schon für einen vorderen Platz auszureichen. Für die erste Liga mit einem niedrigen Etat brauchen wir wohl eher eine sehr gute erste Elf und dann müssen wir hoffen, dass der eine oder andere mit der schnelleren Spielweise schnell klarkommt und sich niemand Essentielles verletzt. Ich lasse mich gerne überraschen, aber einige werden da an ihre Grenzen stossen, deswegen müssen eben die neuen sitzen, um eine Chance zu haben. -
Der richtige Zeitpunkt ist natürlich jetzt, weil wir kommende Saison ganz andere Mittel zur Verfügung haben und selbstverständlich auch als Verein deutlich attraktiver für sehr gute, junge Leute sind, weil wir Bundesliga spielen werden. Der Mittelstürmer ist neben der Sechs und dem spielenden Torwart eine der Schlüsselpositionen in unserem Spiel. Wenn wir erst in zwei oder drei Jahren an Klos` Nachfolge denken und dann vermutlich wieder in der 2. Liga spielen, werden wir nicht den starken Ersatz für ihn bekommen, den unser Spiel braucht. Ich sehe diese Bundesligasaison als Chance, das Team perspektivisch weiter zu entwickeln und finde nicht, dass es Priorität haben sollte, ohne an die Zukunft zu denken, die Klasse halten zu wollen. Wenn wir die Mannschaft weiter entwickeln und es auch nach einem Abstieg keine ganz großen Umbrüche gibt, werden wir auch wieder in Liga 2 vorne mit dabei sein können.
Ich kann ebenfalls den Gedankengang nicht nachvollziehen, jetzt irgendwelche Nachfolger für wen auch immer aufzubauen, allein schon deswegen, dass ich das für unwahrscheinlich halte, dass das so einfach klappt (versuchen kann man es natürlich trotzdem).
Fakt ist, Klos wird wohl hoffentlich noch 2-3 Jahre spielen. Es stimmt, dass wir hoffentlich durch einen möglich Aufstieg interessanter für junge Spieler werden, die spielen wollen, um sich weiterzuentwickeln, anstatt auf irgendeiner Reservebank zu sitzen oder unterklassig zu spielen. Nur sind diejenigen, die gut sind (und Klos Nachfolger werden könnten), dann entsprechend schnell wieder weg.Wir sollten uns nicht vormachen: Spieler wie Pieper oder Hartel sind bei einem Nicht-Aufstieg vermutlich nicht zu halten und selbst ein Aufstieg vergrößert nur unsere Chancen, aber garantiert nicht den Verbleib. Das ist für einen Verein wie Arminia auch normal. Einen Spieler wie Klos, der solange treu bei einem Verein spielt, charakterlich eine Führungsfigur auf und außerhalb des Platzes ist und zudem Angebote anderer Vereine ausschlägt (man sollte annehmen können, dass es die gegeben hat), findet man generell nicht häufig.
Wie gesagt, ich will nichts ausschliessen, doch realistisch ist eher, dass wir so einen wie Klos gar nicht aufbauen können, denn der Aufzubauende geht wieder, sobald er auf Klos Niveau ist.
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Und schon geht es los. In Jena (wohlgemerkt abgeschlagener Letzter in der 3. Liga) darf laut Thüringer Landtagsbeschluss bis zum 5. Juni kein professioneller Mannschaftssport stattfinden. Jena war zudem für den Abbruch der Saison und man könnte mutmaßen, dass sie darin die einzige Chance sehen, in der 3 Liga zu bleiben.
Schaut man sich jetzt die üblichen Verstrickungen von Verein, Aufsichtsrat und (lokale) Politik an (in Jena ist u.a. der Aufsichtsratvorsitzender von Jena auch CDU Fraktionsvorsitzender im Landtag), prognostiziere ich schon jetzt turbulente, juristische Wochen. Denn je näher wir uns dem Saisonende kommen, desto mehr wird der vermeintliche "Corona-Joker" ausgespielt werden, um die sportlichen Ziele zu erreichen.
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https://www.spiegel.de/wissenschaft/medi…cf-5a4de178d0dfAlso ich lese daraus das man noch ganz am Anfang der Erkenntnisse steht und es noch lange bis zu einem verlässlichen Impfstoff dauern könnte.
Weitere Meinungen dazu?
Ich lese mir solche Artikel inzwischen nicht mehr durch, da oftmals nichts Neues drin steht. Mir geht das mediale Gequatsche mittlerweile mindestens genauso auf die Nerven wie die sich langsam auflockernden Corona-Beschränkungen. Immer nur "hätte", "könnte" und "vielleicht" sind ja aufgrund der weiterhin unklaren Lage weiterhin angebracht, aber fangen andererseits dann doch auf Dauer an zu nerven.Es werden definitiv spannende Wochen vor uns liegen. Ich bin eher für Geisterspiele und finde es gut, dass es wenigstens in einem einigermaßen kontrollierten Rahmen probiert wird. Absolute Sicherheit gibt es allerdings nicht, d.h. weitere Fälle sind nicht unrealistisch und es wird interessant werden, wie man damit umgehen wird. Das die Bayern Spieler angeblich jetzt nur noch mit ihrer eigenen Play Station spielen dürfen (und darüber auch noch berichtet wird).... oh je. Spannend wird es werden, ab wann und unter welchen Umständen das Geschrei wegen Wettbewerbsverzerrung anfangen wird. Verletzte oder (Grippe-) kranke Spieler gibt es jedes Jahr, so dass man da sehr schlecht dagegen argumentieren, wenn z.B. der beste Spieler ab dem 32. Spieltag in Quarantäne ist.
Ich bin kein Jurist, aber es wäre spannend zu verstehen, inwieweit die Lage rechtlich eindeutig ist oder ob betroffene Mannschaften letztendlich Auf- und Abstiege durch Klagen verhindern können. Vielleicht ist Dynamo auch deswegen so entspannt, weil letztendlich sowieso alle drinbleiben werden...
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Verstehe ich nicht! Die Kapazitäten im Gesundheitswesen haben sicherlich einen Einfluss auf die Sterberate, aber die Zahl der Infektionen bleibt davon doch völlig unberührt!

Spiegel Artikel mit Antworten dazu: https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…0e-c9c183614103
Großveranstaltungen und Schulschliessungen sind vermutete Gründe für den Rückgang vor den Maßnahmen. -
Es ist nicht unmöglich, dass Schweden mit der ganzen Geschichte im Herbst durch ist und wir jeden Morgen noch Herrn Wieler die Zahlen vorlesen hören.
Man kann mit diesem einen Satz klar machen, was das Problem ist und was leider oftmals nicht verstanden wird. Korrekt, evtl ist Schweden im Herbst durch, vielleicht auch Italien, oder Spanien, und die USA sowieso. Die haben evtl auch einen Impfstoff entwickelt, den sie aber nicht teilen.Das Problem ist, wir wissen es aber nicht. Vielleicht sind in den USA bis dahin hunderttausende gestorben, in Schweden gibt es die höchsten Infektionswachstumsraten überhaupt, und in Frankreich und Spanien schwappt gerade die fünfte Infektionswelle des Jahres. Mich nerven die zahllosen Beispiele (zumeist von den Kritikern), wo immer Äpfel mit Birnen und Orangen vergleichen werden. Vielleicht sind die Schweden disziplinierter oder haben höhere Hygiensstandards, vielleicht leben in Italien alle mit ihren Großeltern unter einem Dach und haben diese angesteckt, vielleicht sind Flächenländer wie MeckPomm weniger betroffen, weil ich da eher einen Wolf als einen Menschen treffe, und vielleicht wirkt das spanische Olivenöl besser gegen Viren als das italienische.
Was ich damit sagen will: wir wissen es nciht und wir fahren immer noch, wenn überhaupt, nur auf Sicht. Wir können die Konsequenzen der Maßnahmen erst 2 Wochen später einschätzen, und das einzige, was wir wissen, ist, dass es weder wirksame Medikamente noch Impfstoffe gibt. Und die Situation ist so dynamisch, da kann man die Aussagen von vor 2 Wochen getrost vergessen, da damals die Grundlagen für die Aussagen noch ganz andere waren. Sauer werde ich vor allem bei dummen Aussagen wie von Laschet, dass man ja noch große Kapazitäten in den Krankenhäusern hätte... als ob man die ausnutzen sollte bzw müsste. Wir haben ja noch Kapazitäten im Gefängnis frei, da könnte man ja noch ein paar Parksünder... lassen wir das.
Leider machen sich allerdings Politik und Virologen gerade wieder mit einer mangelhaften Kommunikationsstrategie das Leben selbst schwer. ES ist nur schwer vermittelbar, wenn sich die Experten in den Medien öffentlich widersprechen, z.B. beim Thema Mundschutz, und wenn Politiker unterschiedliche Standards bei den Lockerungen gelten lassen. Das sehe ich auch als Hauptherausforderung in den nächsten Wochen, dass wir die Gesellschaft zusammenhalten und disziplinieren. Distro hat geschrieben: man sollte doch auch einmal "stolz" sein- genau daran sieht man, wie schlecht wieder einmal kommuniziert wird, denn er hat vollkommen recht. Würde man diesen Stolz auf das Erreichte endlich mal wecken, wäre schon psychisch viel geholfen!
Gewisse Lockerungen sehe ich als gar nicht als das Problem an, denn natürlich kann ich im Biergarten mich mit entsprechendem Abstand anstellen und hinsetzen. Und auch in Möbelhäusern habe ich theoretisch genug Platz, wenn ich nur eine begrenzte Zahl hereinlasse. Das Problem nur: es müssen sich alle permanent an die hohen Hygienestandards halten und nicht fahrlässig werden. Und ob das klappt, da habe ich leider große Zweifel.... und da wäre ein bißchen Stolz wirklich sehr hilfreich. -
Man kann von Geisterspielen halten was man will, aber ich mag den Ansatz nicht, dass alle Politiker grundsätzlich dumme Entscheidungen treffen. Die haben oftmals einen großen Stab an verschiedensten Beratern und sollten also einigermaßen abwägen und auf Fakten basierend entscheiden können. Trotzdem möchte ich nicht in deren Haut stecken.
Neben den ganzen Argumenten für und gegen Geisterspiele, die hier ja schon hinreichend diskutiert wurden, gibt es eine bedeutende Frage, die letztendlich zwangsläufig über den Gesamterfolg aller Maßnahmen entscheiden wird: wie bekommt man die Nation dahin, dass sie diszipliniert an einem Strang zieht und sich an die Regeln hält? Die Liste der gestrichenen Veranstaltungen wie Oktoberfest (und ähnliches), Sportevents wie Olympische Spiele, EM und auch lokalere Veranstaltungenen wie Marathons wird immer länger. Zudem Urlaubsreisen ins Ausland im Sommer? Momentan nicht vorstellbar. Die Frage ist somit, womit wir alle Leute über die nächsten Wochen zufriedenstellen. Denn wir dies nicht schaffen, werden wir mittelfristig auch nicht die Zahlen im Griff behalten.
Die hier im Forum schon seit Wochen murrenden Stimmen müssen gehört werden, denn diese Personen werden genauso gebraucht wie alle anderen auch.
Ich bin auch gegen Extrawürste für den Fußball, aber man sollte auch den Gedanken weiterdenken, ob es der Fußball nicht schafft, eine große Zahl von Menschen an den Wochenenden an den Fernseher zu binden, sie somit gewissermassen natürlich zu isolieren und sie gleichzeitig insgesamt zufriedener zu machen. Die Konserven im TV sind ja jetzt schon durchgekaut, Netflix hat/ will nicht jeder. Ich bin eher skeptisch, aber wir müssen schon bedenken, was man denen typischen Normalomitbürgern anbietet, die dieses Jahr auf die gewohnten 10 Tage Malle Urlaub, die Fußball EM und anderes verzichten müssen. Und genau das wissen auch die Politiker.
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Ich finde es scheinheilig, wenn man jetzt sagt, dass die Vereine ja selber Schuld an ihrer wirtschaftlichen Situation sind. Gerade hier in Bielefeld sollten wir etwas demütiger sein, da wir gefühlt etwa dreihunderteinundvierzig Mal kurz vor der Insolvenz standen. An die wirtschaftliche Grenze dessen zu gehen, was gerade noch vertretbar ist, war in der Vergangenheit der einzige Weg, sportlich erfolgreich zu sein. Wie sollte man sonst einen Aufstieg aus der dritten Liga realisieren? Wie sollte man denn Rücklagen bilden, wenn man kaum die Rechnungen bezahlen konnte? Natürlich lässt sich über die Spielergehälter reden. Aber dazu bedarf es doch Regelungen, die von den Verbänden vorgegeben werden müssen. Ansonsten ist es halt der totale Kapitalismus: die Spieler gehen dort hin, wo sie am meisten Kohle bekommen und das bedingt, dass die Vereine gezwungen waren, an die Grenzen zu gehen, um Spieler holen zu können, die sportlichen Erfolg versprachen. Die völlig berechtigte Frage von Almgänger hat hier noch niemand beantwortet. Auch der Hinweis auf andere Prioritäten hat nichts mit der Frage zu tun, wie die Vereine überleben sollen, wenn die Geschäftsgrundlage womöglich bis zum ersehnten Impfstoff, dessen Entwicklung übrigens völlig in den Sternen steht und vielleicht erst 2022 oder später oder gar nicht da sein wird, wegbricht. Man muss doch alles dafür tun, damit nach der Krise noch Vereine existieren, die unseren geliebten Sport ausüben können. Und dazu fällt mir leider keine Alternative zu Geisterspielen ein.
Ich stimme Dir zu, dass wir in Bielefeld aufgrund der finanziellen Eskapaden der Vergnagenheit zumindest demütig und vorsichtig sein sollten, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Trotzdem aber sind wir da beste Beispiel, dass die Vereine selber Schuld an der Misere sind. Warum? Weil wir damals offensicht durch selbst verursachtes Mismanagement der Vereinsfunktionäre und Finanzjongleure in die finanzielle Bredouille geraten sind. Wir haben auf Pump gelebt, Geld ausgegegeben was nicht da war und zudem ein Finanzierungsmodell für den Tribünenbau gehabt, was nicht solide war.Gleiches gilt für vermeintliche Kandidaten wie Schalke, Bremen, usw, die momentan in den Medien herumgeistern. Alle haben nicht solide gewirtschaftet. Das ist doch Wahnsinn, wenn ernsthaft TV-Gelder frühzeitig verpfändet werden. Und auch das gehört zum Kapitalismus dazu: man kann nicht nur sportlich und finanziell erfolgreich sein, man kann auch alles verlieren und pleite gehen. Und wenn sich all diese Vereine nur dann dauerhaft finanzieren können, wenn man im Europpokal/ CL mitspielt, und man permenent über seinen Verhältnissen lebt, dann fallen eben ein paar durch das Rost. Alle wissen, dass es eben nur eine begrenzte Zahl an Plätzen an der Sonne gibt.
Die zweite große Frage neben Corona und die gesundheitlichen Aspekte wird für mich der neue auszuhandelnde TV-Vertrag sein (davon hört man interessanterweise gar nichts). Neben all den Gesundheitsfragen ist doch die entscheidende Frage für alle Sportarten, wie stark ausgeprägt die kommende Rezession bzw Weltwirtschaftskrise sein wird. Die Abhängigkeit von den TV-Geldern ist ja mehr als deutlich geworden in den letzten Wochen, doch was passiert, wenn der TV-Geldhahn plötzlich nur noch tröpfelt, weil sich die Fans und Kneipen keine Abos mehr leisten können? DAZN hat offensichtlich jetzt schon Probleme und Sky wird ebenfalls genau rechnen müssen, welche Summen in der aktuellen Situation wirklich refinanzierbar sind.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass der Fußball auf einer ungeheuren Welle geschwommen ist, aber sich in einigen Managementetagen niemand damit beschäftigt hat, dass das Wachstum mal zu Ende kommen kann. Man sollte mit Sicherheit die DFL und z.B. den Lizenzierungsprozess mal genauer unter die Lupe nehmen, weil auch dort natürlich disziplinarisch reguliert werden könnte. Trotzdem haben die Vereine zunächst selbst Schuld.
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Wie sollen die denn alle zum Stadion hin- bzw wegkommen, sich im Stadion
zu ihren Plätzen mit Abstand bewegen und zwischendurch mal aufs (evtl
Corona verseuchte) Klo gehen können? Mal von Sicherheitsgedanken wie im
Falles eines Brandes im Stadion oder Securitymaßnahmen wie
Leibesuntersuchungen am Stadioneingang abgesehen? Und wie willst Du
nachverfolgen, wer mit wem wie wo Kontakt hatte, um Infektionsketten im
Falle eines positiv getesteten Stadionbesuchers zu unterbrechen?
Unbestritten kann man für vieles eine Lösung (Klo und Brandschutz wird wohl eher schwierig) finden, aber angesichts der vielen Menschen, die sich schon jetzt zu Kontaktsperrenzeiten unvorsichtig und rücksichtlos verhalten, halte ich selbst 20% Zuschauerspiele für absolut unrealistisch. Die Leute schaffen es noch nicht einmal, sich mit mindestens 1,50 m Abstand im Supermarkt an der Kasse anzustellen. Sowas klappt vielleicht aus anderen Gründen in Nordkorea, aber nicht hier. -
Arminiafranke hat anscheinen denselben Ausbildungsweg genossen wie ich. Mal was dazu auch von mir aus erster Hand. Ich bin seit 10 Jahren als Produktmanager im Bereich DNA/ RNA Aufreinigung tätig, wir stellen genau die Testkits her, von denen alle reden. Ich kann sagen, dass die letzten Wochen die mit Abstand wildesten aber auch härtesten meines bisherigen Arbeitslebens waren. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie wir mit internationalen Anfragen überrannt wurden.
Klar ist: an Laboren mangelt es nicht, die das stämmen können. Wie Arminiafranke richtig gesagt hat, es handelt sich um extrem standardisierbare molekularbiologische Prozesse, die jedes Labor durchführen kann. Da muss man kein Speziallabor ür sein. Aber: es gibt massive Lieferschwierigkeiten bei allen Reagenzienanbietern und wer sich jetzt noch zusätzliche Instrumente anschaffen möchte, sollte sich auf mehrere Monaten Wartezeit einstellen. Roche wurde z.B. in den Niederlagen verklagt und muss jetzt Rezepturen rausrücken, da sie nicht liefern können. Da gibt es einen ganz eindeutigen Mangel, der auch nicht kurzfristig behoben werden kann, da es dauert, bis entsprechend Produktionskapazitäten erhöht werden können. Das würde eher gegen Geisterspiele sprechen.
Allerdings: Man muss dazu sagen, dass eine Zahl von kolportierten 20.000 Proben bis Saisonende produktionstechnisch ein Klacks sind. Das ist im internationalen Maßstab wirklich nicht viel... also wenn Herr Tönnies Hilfe benötigt, gerne bei mir melden.

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Ich denke auch grundsätzlich haben sie Fanszenen mit ihrer Kritik natürlich Recht. Aber unser Wirtschaftssystem funktioniert leider so und der Fußball ist da bekanntermaßen keine Ausnahme sondern in vielerlei Hinsicht leider führend bei der Kommerzialisierung und dem kurzfristigen Wirtschaften. Inwieweit es da Sinn macht zu sagen, wir sind prinzipiell dagegen, erschließt sich mir nicht. Zu sagen, die Angst um Arbeitsplätze wäre vorgeschoben und dann gleichzeitig zu fordern, es müsse eine maximal solidarische Lösung ohne Gewinner und Verlierer geben ist mMn einfach nicht umsetzbar. Wenn es jetzt wirklich bis September überhaupt keinen Fußball gibt dann wird es bis weit in die Bundesliga Insolvenzen hageln und am Ende bleiben die üblichen Verdächtigen übrig, die seit Jahren die CL-Kohle einsacken und entsprechende Reserven haben und zur Not eben mal einen Spieler für 80 Millionen nach China verkaufen. Einen anderen Ausgang sehe ich da einfach nicht.
Ich bin bei einigen Punkten unterschiedlicher Meinung. Es gibt einen großen Unterschied zwischen unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem und dem Fußballzirkus: während normale Firmen um Kunden wettstreiten, ist dies prinzipiell zwar auch beim Fußball der Fall, nur benötigt man gezwungenermaßen einen Gegner, um das eigene Endprodukt "Fußballspiel" seinen eigenen Kunden (= Fans) verkaufen zu können. Einfach gesagt: wenn man keine Wettbewerber mehr hat, kann auch ich selber kein Produkt mehr anbieten bzw wenn mein Wettbewerber nicht konkurrenzfähig ist, dann leidet automatisch auch mein Produkt.Weil gerade dieser Gedanke von den "großen Teams" in der BuLi in den letzten Jahren stark vernachlässigt wurde, hat sich diese eklatante sportliche Schere (sprich Dauermeister Bayern Langeweile) geöffnet und sich erste Anzeichen von Langeweile und Verdruss beim normalen Fussballkonsumenten gebildet. Deswegen wird man sich mittelfristig eine tragfähige Lösung (Salary Cap?; EuroLeague?) überlegen müssen, kurzfristig sichert aber nur Solidarität, auch mit dem wichtigen Unterbau der Liga, mittelfristig das eigene Überleben.
Zudem - und ich finde das ist kein Gegensatz- sollte man die Chance nutzen, die schlimmen Auswüchse auf so mancher Vereinsebene zu stoppen. Man kann es doch nur als Mismanagement bezeichnen, wenn Vereine ihre laufenden TV Einnahmen schon längst auch ohne Corona verpfändet haben und bei den Summen keine Rücklagen gebildet haben, falls mal weniger oder keine Einnahmen generiert werden können. Das ist doch eine riesige Blase und es war nur eine Frage der Zeit, dass siew platzt. Ich finde es auch absurd, dass Fußball-Milionäre bei beinahe insolventen Clubs immer noch nur zu 20% Einbußen bereit sind. Ohne Frage ist bei dieser Aussage ein Schuß "Populismus" dabei, aber genau diese Auswüchse verdeutlichen die Entkoppelung des Fußballs von der Gesellschaft, die kritisiert wird.
Ich finde den Artikel super, und ich hätte diese reflektierten Aussagen der "Fanszene" nicht zugetraut.
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Tut mir Leid, aber dieses Szenario mit so vielen Toten unter 60 Jahren ist an den Haaren herbeigezogen oder der allerschlimmste Worst Case, den die Daten zulassen. Natürlich will ich so etwas nicht. Bei den unter 60jährigen liegt die offizielle (!) Sterblichkeit bei vielleicht 0,5% inklusive der Risikogruppe und ohne die nicht registrierten Infizierten. Bei den unter 50jährigen ist die Sterblichkeit wahrscheinlich höchstens 0,2%. Diese Quoten sind aufgrund der hohen Dunkelziffer noch viel niedriger, zudem sterben kaum Personen ohne Vorerkrankungen in diesem Alter. Personen unter 50, die nicht zur Risikogruppe gehören, haben eine extrem niedrige Sterblichkeit (weniger als 0,05% vermute ich), und ja ich weiß, jeder Tote ist einer zuviel. Ich arbeite beruflich selbst mit Statistiken zur Bevölkerung, auch zu deren Gesundheit, daher versuche ich die Daten (plus das Wissen über die Dunkelziffer) soweit es geht einzuschätzen.
So traurig es ist, das Virus wird Opfer hervorrufen, das lässt sich gar nicht verhindern. Eine Immunisierung (ich sage bewusst nicht Durchseuchung) der Nicht-Risikogruppe bringt die geringste Opferzahl und das wollen doch alle. Zudem verringert es die wirtschaftlichen und psychischen und letztlich auch gesundheitlichen Kolleteralschäden. Man muss es eben vernünftig und unter sehr guter Steuerung durchsetzen.
Das Problem ist doch gerade, dass keine belastbaren und wissenschaftlich fundierten Daten vorliegen. Sämliche Aussagen von Dir beruhen auf nur auf Mutmassungen und darauf basierende Modellrechnungen, aber haben doch nichts mit der Realität zu tun. Keiner kennt die Dunkelziffer von bereits Infizierten, keiner weiß, wie viele der Toten wirklich an Covid-19 gestorben sind, sämtliche Statistiken sind ungenau und wir fangen erst gerade an, wirklich belastbare Daten zu generieren. Und weil das so ist, ist es doch illosorisch, von vernünftiger und vor allem guter Steuerung zu reden. Wenn es so einfach wäre, wären doch die Verantwortlichen sprich Politiker die ersten, die viel zielgerichtete Massnahmen beschliessen würden. -
Nicht falsch verstehen, ich halte die Schließungen im Moment für richtig, als erster Schritt waren diese notwendig. Aber jetzt gilt es, vernünftige weiterführende Maßnahmen zu treffen, die Personengruppen, die potentiell gefährdet sind, zu schützen. Die Nicht-Risikogruppen sollten dann selbst entscheiden können, ob sie sich der Möglichkeit aussetzen, das Virus zu bekommen, ich würde es tun (und eben den Kontakt zu meinen Verwandten in der Risikogruppe meiden bis ich immun bin). Das erfordert weitaus mehr Disziplin als die jetzige Kontaktsperre und kann auch nicht so gut überprüft werden, aber das sollte man der Gesellschaft ruhig auch zutrauen.
@ B_84: auch Dir sei ein auf Spiegel-online erschienene Artikel ans Herz gelegt (ttps://http://www.spiegel.de/wissenschaft/m…6f-f76e98e6924d), denn so einfach ist es leider nicht.Das Problem ist doch u.a., dass es unklar ist, wer nun zu einer vermuteten (!) Risikogruppe gehört und wer nicht. Dein Immunsystem mag vielleicht gut mit einer Infektionen klar kommen, aber Deine von dir angesteckten Freunde/ Freundinnen (die auf dem Papier evtl auch nicht zur Risikogruppe gehören) drohen im schlimmsten Fall 2-3 Wochen Krankenhaus oder noch Schlimmeres. Willst Du das Risiko eingehen, wo immer noch nicht klar ist, wen es wie und warum überhaupt trifft? Das Thema "Herdenimmunität" haben unsere Freunde in England aus gutem Grund sehr schnell wieder sein gelassen. Und die Disziplin unserer Gesellschaft kann man momentan draussen bei gutem Wetter und in den letzten Wochen in den Supermärkten sehr gut bewundern- bei dem Thema bin ich desillusioniert.
Trotzdem muss man natürlich einen wohl ausbalancierten Weg finden, wie man zumindest möglichst nah am Alltag durch die nächsten Monate kommt- das betont aber auch jeder Wissenschaftler und Politiker gleichermaßen....genau, Betrug.
@Stoppa: Wieso um Himmels Willen willst Du mit aller Macht verhindern, dass Fußballer ihren Beruf ausüben? In sehr vielen anderen Branchen wird doch auch weiter gearbeitet. Wieso vergleichst Du Hobby- und Berufssportler? Wieso siehst Du als angeblicher Fußballfreund nicht, dass dieser Sport eine besondere Rolle in dieser Gesellschaft einnimmt? Wieso kannst Du nicht akzeptieren, dass es tatsächlich noch andere Belange als dieses Virus gibt, die zur Zeit eine Rolle spielen? Ich finde es zum Kotzen, wenn Leute hier den Moralapostel spielen und dafür in Kauf nehmen, dass alles den Bach runter geht.
Bei Kommentaren wie dem von Pasi bekommen wir einen schönen Ausblick auf die Diskussionen der nächsten Wochen. Man gewöhnt sich an die irgendwelche immens hohe Zahlen von Infizierten, vergisst die wachsende Zahl der Toten und die Sehnsucht nach dem vermeintlich unbeschwerten Alltag wird immer größer werden. Automatisch wird sich dadurch der Druck immer weiter erhöhen, vor allem wenn man bisher nicht betroffen ist (selbst, Familie, Freunde) und man sich immer mehr fragt, warum man sich eigentlich einschränkt. Krux ist, dass gerade die Einschränkungen dafür sorgen, dass man nicht betroffen ist.
Fußball ist eine sehr schöne Nebensache. Wichtig als Arbeitgeber, für Integration etc. aber es ist und bleibt einen Nebensache. Unser Gesundheitsystem ist ein zentrales Element unserer Gesellschaft, dass unverzichtbar ist. Würde der Fussball wegbrechen, wäre das sehr bitter, aber er ist und bleibt eine Nebensache und mich persönlich nervt es, wenn man versucht, seine Bedeutung in Sphären zu erhöhen, wo er nicht hingehört. Nein, ich möchte nicht, dass er den Bach runter geht, aber ich möchte ihn zurück auf einem Niveau, wo Spieler nicht einen gottähnlichen Status erhalten (mit entsprechenden normalen Gehältern). Ich prognostiziere schon heute die Diskussion, ob Fußballer nicht zu der Gruppe gehören, die zuerst geimpft werden müssen. -
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Bei einer Konzentration auf die jetzt existenziell wichtigen Dinge gehört der Fußball für den Großteil der Gesellschaft wohl nicht mehrheitlich dazu.
Ich persönlich bin der Meinung, dass es (wenn überhaupt) einen einzigen Spieltag mit sogenannten Geisterspielen geben wird. Anschließend werden die Städte, bzw. Behörden vor Ort weitere Veranstaltungen dieser Art verbieten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man die Bereiche rund um die Stadien gegen Menschenansammlungen abschotten kann.
... und überhaupt: Man muss sich so eine selten dämliche Konstellation mal vorstellen. Der Personenkreis rund um ein Fußballspiel (Spieler, Teammitglieder, Reporter, Kamerateams, Sanitäter, Balljungen; ...) wird abgeschottet und regelmäßig getestet, damit das Konstrukt Profifußball nicht zerbricht.
Beim Anstieg der TV-Gelder in den vergangenen Jahren, ebenso wie den Millionen und Milliarden die durch Investoren nachgepumpt werden, wurde immer mal wieder darüber diskutiert, dass die Blase Profifußball eines Tages platzen könnte.
Jetzt platzt sie und man wird feststellen, dass aufgrund der mittlerweile gigantischen Summen bei Ablösen, Spielergehältern und Beraterhonoraren kein Plan B vorhanden ist. Was wurde noch vor wenigen Wochen über nationenübergreifende Superligen, eine Aufstockung der Nations League und anderen Scheiß nachgedankt, nur um zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen.
Der (Profi)Fußball schafft sich selber ab.
Vollkommen richtig- die Blase platzt, weil viele Vereine keine Rücklagen gebildet und stattdessen die Summen in Spieler, Abslösummen und Berater verpulvert haben. Die Schraube hat sich immer weitergedreht, jeder wollte und musste mithalten, und jetzt dreht sich eben nix mehr und das System kollabiert. Ich glaube niemand hier will, dass der Fußball noch irgendwer anders vor die Hunde geht.Aber der Profifussball hat ungesunde Strukturen entwickelt (in der Spitze, in der BuLi, aber auch den darunter folgenden Ligen), er ist zu gierig geworden und zahlt jetzt den Preis. Die DFL hat zudem nicht nur das Problem, dass die Saison zu Ende gespielt werden muss, um die letzte Tranche TV-Gelder zu erhalten, sondern befindet sich mitten in der Ausschreibung für die Vergabe der Rechte ab 21/22- oder wurde das ausgesetzt? Welcher TV Sender kann ernsthaft einen belastbaren Business Plan unter den gegebenen Umständen aufstellen? Die Refinanzierung steht doch sehr in Frage, denn wer weiß schon, welche Firma morgen noch sponsern kann und welcher Abonent nicht sein Abo kündigen muss?
Ich kann mich diesem Artikel auf spiegel online anschliessen: https://www.spiegel.de/sport/fussball…20-f79aade4f35a
Vor 4 Wochen wurde noch darüber diskutiert, ob Herr Hopp und das viele Geld den Fußball kaputt macht. Jetzt würden sich viele den Normalzustand zurückwünschen. Wie gesagt, ich will nicht, dass der Fußball und meine Arminia vor die Hunde geht, aber mehr Demut denen gegenüber, die alles bezahlen (und das sind wir), wäre angebracht. Der Fussball hat sich vollkommen von der realen Gesellschaft entkoppelt, und das ist eine Blase, die irgendwann platzen musste. -
Sorry, aber das sehe ich mal komplett anders. Wir können doch jetzt nicht wegen dieses kleinen Teufels alles vor die Hunde gehen lassen. Weder die großen Unternehmen, noch die Friseure oder Gastronomen und auch nicht die Fußballvereine. Man muss sich doch mal fragen, was das für die Betroffenen bedeutet? Wenn wir nicht zeitnah wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren, werden wir solche gesellschaftlichen Verwerfungen erleben, dass das Virus unser kleinstes Problem sein wird. Wenn plötzlich Millionen Menschen ohne Job dastehen, werden vermutlich die indirekten Opferzahlen, die echten Opferzahlen bei weitem übersteigen. Ich weiß es auch nicht, was genau richtig ist. Aber vielleicht hilft ein Blick nach Schweden, wo man aus meiner Sicht deutlich intelligenter mit der Situation umgeht.
Der Fußball mag nur die schönste Nebensache der Welt sein, dennoch ist er enorm wichtig für unsere Gesellschaft. Da kann man nicht einfach hinnehmen, dass dieser vor die Hunde geht.
Pasi, Du magst mit so manchem hier durchaus nicht Unrecht haben, doch trotzdem schreibt dies vermuteterweise jemand, der bisher anscheinend nicht persönlich und gesundheitlich vom Virus betroffen ist (und ich wünsche allen, dass das auch so bleibt).Ich bin mir aber ganz sicher, dass sich Deine Meinung, die Du oben äußerst, ändert, wenn Deine Frau oder Mann, Deine Familie oder Deine Freunde, sprich, diejenigen, die Dir am Herzen liegen, nächste Woche plötzlich ins Krankenhaus müssen und es kein freies Beatmungsgerät mehr gibt. Und genau das ist das Problem hier, es handelt sich um einen unsichtbaren Feind und viele Dinge sind unklar, und auch Wissenschaftler haben weder Impfstoff, Medizin noch klare Fakten anzubieten.
Ja, man wird nicht alles vor die Hunde gehen lassen können, und das wird auch nicht passieren. Ich bin auch der Überzeugung, dass die Saison zu Ende gespielt werden wird- das kann man gut oder schlecht finden, aber ganz realitisch lässt sich auf Dauer der momentane Zustand nicht aufrecht erhalten. Und ja, der Fußball ist Kulturgut, da hängen Existenzen und Arbeitsplätze dran, etc. Vor allem würden die Geisterspiele auch nachmittags viele Menschen vor dem TV halten, so dass sie draussen keine Dummheiten anstellen können. Und trotzdem: es geht primär und zuallerst um die Gesundheit aller. An Coronavirus kann man sterben, an Mangel an Fussball wohl eher nicht. -
Immerhin läuft in Weißrussland die Liga noch... mit Zuschauern...

