Wer spricht Neuhaus heilig?
Diese Entscheidung ist einfach unerträglich und zeigt, dass wir nun auch eben einer der seelenlosen Bundesligaclubs sind, nur das wir eben nicht lange Bundesligist bleiben. Wenn man die Entscheidung wenigstens getroffen hätte, weil man meint so könnte man die Klasse halten, aber eigentlich geht es hier nur um den dran der Selbstverwirklichung von Arabi. Man hat auf die passenden Vorwände gewartet, dass man zuschlagen kann. Dann noch die Aussage, man hätte auch bei Klassenerhalt gegen Neuhaus entschieden. Es ist einfach unerträglich. Bei Abstieg hat arabi hier nichts mehr zu suchen und ich hoffe da wird dann auch der Gegenwind der Fans zu spüren sein.
Bist Du gerade eben erst aufgewacht? Natürlich waren und sind wir genau so ein seelenloser Bundesligaclub wie alle anderen auch. Was kommt als nächstes- etwa dass es nur ums Geld geht?
Und Vorwurf der Selbstverwirklichung von Arabi- was ist denn das bitte? Der Mann ist Angesteller vom Verein, muss schöne und nicht so schöne Entscheidungen treffen, muss sich daran messen lassen und wird dafür vom Verein gut bezahlt bzw von den Gremien kontrolliert. Er ist weder der König noch der Diktator vom Verein und kann hier nicht machen, was er will- dasselbe gilt auch für Rejek.
Ja, man wird Fragen stellen dürfen und mittelfristig wird sich zeigen, ob das eine wirkliche gute Entscheidung war. Wie gesagt, wenn wir am Sonntag Union weghauen und plötzlich alle 90 Minuten kämpfen sollten, dann bin ich gespannt, was hier los ist. Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, dass es sich hier nicht um romantischen Bolzfußball auf der Wiese mit 11+1 Freunden, sondern um knallharten Profifußball in einem kapitalistischen System geht. "Männerfreundschaften", "netter Typ" und "Verdienste" sind schön auf dem Papier, aber es hier um "Gewinnmaximierung im Jetzt" und "Strategien, wie man dies erreicht" - alles andere (inkl. Verdienste in der Vergangenheit) sind schön aber zweitrangig. Ich finde das auch nicht toll, aber ein bißchen sollten wir mal wieder auf den Boden der Realität kommen.